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  • Wandertag im Kindergarten
  • Fränkische Mundart Teil 2
    Südlich des Thüringer Waldes spricht man fränkisch. Das nennt sich Bloat - platt gesprochen - und das können auch die jungen Leute.
  • Mundartnachmittag
    Die Südthüringer sprechen noch wie ihre Vorfahren und das ist eben fränkisch: Goßmannsrod (HH) – In dem kleinen Dorf nahe Eisfeld trafen sich am vergangenen Wochenende Freunde des fränkischen Dialekts und trugen Erzählungen und Gedichte vor. Der gemischte Chor Schackendorf unterstützte.
    Wer hier nicht aufgewachsen ist, verstand kein Wort: Kartoffeln sind Ardöpfl, Tablett wird zu Hiedröbrat und der Reibekuchen heißt Zahmet. Der kleine Raum in der alten Schule war voll besetzt und die Besucher bogen vor Lachen. Südlich des Rennsteigs haben sich nämlich ursprüngliche Sprachelemente der fränkischen Invasoren erhalten, die ab etwa 700 nach Christi Geburt hier aufschlugen. Auf Grund der isolierten Randlage bis Ende des 19. Jahrhunderts und später während der deutschen Teilung haben sich hier bis heute viele sprachliche Eigenheiten erhalten. Wissenschaftler unterteilen natürlich in zig Sprachvarianten, doch hier am Oberlauf der Werra wird das Mainfränkische zum Itzgründischen, auch nach einem Fluss benannt. Bei vorsichtiger Schätzung dürfte die Zahl der itzgründischen Muttersprachler bei etwa 225.000 Sprechern liegen. Die Besonderheit des Itzgründischen im Vergleich mit anderen deutschen Dialekten besteht darin, dass im alltäglichen Sprachgebrauch vermehrt veraltete Formen und Vokalersetzungen des Mittelhochdeutschen üblich sind. Das ergibt oft lustige Laute, dazu die Geschichten im Spannungsfeld von Tradition und Moderne – fertig ist Kabarett vom Feinsten. Nur: junge Leute waren auf der Veranstaltung kaum zu sehen. Die meisten entwickeln kein Verständnis für solch eine Art der Traditionspflege und so behalten wohl die Linguisten recht, die den Dialekten schon seit Jahren den Tod voraus sagen. Hier aber heißt es: „Mir boabeln so wedder, und ban die annere nis verstenn‘, sin se selwe dro schuld!“

  • Frühlingsfest Kloster Veßra
  • Linke auf dem Markt Hildburghausen
  • Bikertreffen Hildburghausen 2016
  • Zweiländermuseum Streufdorf
  • Lesung für Kinder Themar
  • Kirchenkonzert Themar
  • Sportlerball Hildburghausen 2016
  • Demokratische Landentwicklung
  • Malerin Römheld in Römhild
  • Zeitung in Hildburghausen
  • Ostermarkt in Suhl
  • Jungolympioniken in Ilmenau
  • Selbsthilfe in Themar
  • Atomgegener Meiningen
  • Berufsausbildung Bad Salzungen
  • Kindertheater Heldburg
  • Henneberger Geschichtsverein
  • Offenes Gymnasium Schleusingen 2016
  • Wilderermuseum Gehlberg
  • Ein Geschichte von Israel
  • Kelten in Suhl?
  • Die Türkische Ägäis
    Brücke zwischen Orient und Okzident
  • Kinder, Wald und Pferde in Untermaßfeld
  • TTIP-Diskussion Suhl
  • Museum Großbreitenbach
  • Neujahrstreffen Schleusingen
  • Untertageklettern Merkers
  • Kameramuseum Reurieth
  • Hexenvortrag Hinternah
  • Ferienspiele in Schleusingen
  • Karneval in Dillstädt
  • Bühnenball am Theater Meiningen
  • Ortsgeschichte Bockstadt
  • Strohbär Oberkatz
  • Zumba in Meiningen
  • Wünschelruten in Eisfeld
  • Taubenzucht in Gompertshausen
  • Rassekaninchen in Crock
  • Elfen in Mendhausen
  • Zweiradmuseum Meiningen
  • Kindertheater in Brünn
  • Juden in Themar 2015
  • Melkwettbewerb 2015 in Vachdorf
  • Märchenpreis in Meiningen
  • Lochthofen liest in Hildburghausen
  • Lichtermarkt in Häselrieth
  • Ausgrabungen in Zelle-Mehlis
  • Reisemesse in Erfurt
  • Neues Bürgerhaus in Waldau
  • Zirkus Afrika in Hildburghausen
  • Prinz Chaos in Suhl
  • Theater in Eisfeld
  • Ramelow und Scherzer lesen
  • Kirmes in Veilsdorf
  • Die Franken kommen
  • Herbstfest in der Kulturfabrik Langewiesen
  • Apfelfest in Untermaßfeld
  • Heiteres zur Deutschen Einheit
  • Festakt 25 Jahre Thüringen
  • Kirmes in Rappelsdorf
  • Provinzschrei integrativ
  • Neuer Kreisel in Schleusingen
  • Denkmalstag in Marisfeld
  • Kinderzirkus Schönbrunn
  • Laientheater im Offenstall Vesser
  • Dorferneuerung in Bedheim
  • Schillingsschmiede
  • Denkmal: Keller
  • Keramiksymposium Römhild
  • Thür. Leichtatlethikverband
  • Das Vessertal
  • Burgfest Schleusingen 2015
  • Geba-Radrennen
  • SV Dietzhausen
  • 1250 Jahre Rohr
  • 1175 Jahre Belrieth
  • Tunnel für den ICE
  • Ringen und Tanzen in Zella-Mehlis
  • Poesiesommer in Kloster Veßra
  • Schneekopftreffen
  • 24-Stunden-Schwimmen
  • Keltendorf Sünna
  • 1175 Jahre Vachdorf
  • Jugendchor aus den USA in Römhild
  • Parkfest in Hildburghausen
  • Der Rennsteiggarten Oberhof
  • Schleusinger Blätter
  • Landesgartenschau Schmalkalden
  • 700 Jahre Linden
  • Hundesport in Albrechts
  • Sängertreffen in Haubinda
  • Schlittenhunderennen in Masserberg
    Auf der Trans Thüringia 2009 gleicht der Thüringer Wald den Weiten Kanadas.
  • Flüchtlingsheim in Schönbrunn
  • Museumsnacht in Meeder
  • Einkehrhaus in Bischofrod
  • Friedensfest in Schleusingen
  • Kulturnacht in Hildburghausen
  • Konzert in Reurieth
  • Protestwandern gegen Pumpspeicherwerk
  • Thügida in Hildburghausen
  • Sensen dengeln in Kloster Veßra
  • Männerchor Zella-Mehlis
  • Ausstellung zum 2. Weltkrieg in Dietzhausen
  • Soldatengrab Albrechts
  • Theater in Roth
  • Lichtstube in Schnett
  • Osterferien in Kloster Veßra
  • Back- und Braufest Gompertshausen
  • Osterscheune Hellingen
  • Ausscheid Jugend musiziert
  • Das Bachfestival Arnstadt
  • Snow Volleyball in Oberhof
  • Karnevalstanz in Suhl
  • Karnevalsumzug in Heldburg
  • Lesung in Schleusingen
  • Trans Thüringia in Neustadt
  • Krieg in Schmalkalden
  • Fun-Park in Heubach
  • Winter in Schmiedefeld
  • Altes Technikum in Hibu
  • Red Hand Day in Schleusingen
  • IKALLA in Suhl
  • Schneeskulpturen in Masserberg
  • Lichtmeßumzug in Jüchsen
  • Hornschlittenrennen Brotterode
  • Büttenabend in Themar
  • Neujahrskonzert in Bibra
  • Kindertheater in Sachsenbrunn
  • Museum für Gewürze
  • Büchsenmacherlehrlinge in Suhl
  • Milch- und Reklamemuseum Hildburghausen
  • 10. Erlebnislauf an der Werra
  • Filmprojekt mit der Grundschule
  • 6000 Jahre Harras
  • Weihnachtsscheune Hellingen
  • Asientour 4
  • Asientour 3
  • Asientour 2
  • Asientour 1
  • Der Henneberger Münzschatz
  • Kultur hinterm Mond?
  • 25 Jahre Mauerfall
  • Grenzturm Eisfeld
  • Demo gegen Rechts
  • LEADER 2014
  • Der Schleusinger Weihnachtsmarkt
  • Keltenerlebnisweg
    Aus der Gegend von Nürnberg sind vor 2.500 Jahren die Kelten bis an den Rand des Thüringer Waldes gezogen. Heute kann man ihren Spuren folgen...
  • Atlantis
    Atlantis! Tausende irre Geschichten von der Entdeckung der legendären Insel haben das Thema verbrannt. Doch wie Schliemann über die Sagen Homers Troja ausfindig machen konnte, braucht man hier nur den Erzählungen Platons zu folgen. Aber konsequent! Der Frühgeschichtsforscher Jürgen Hepke hat sich dem Thema an Hand griechischer Originaltexte und historischer Fakten genähert. Wie eine logische Perlenschnur führen seine Indizien nicht nur zum megalithischen Volk der Atlanter. Er bietet auch mit neuen archäologischen Erkenntnissen, Satellitenaufnahmen und Vorort-Recherchen eine überzeugende Lokalisierung für deren mythische Königsstadt Atlantis an. Wir haben den Historiker auf der Suche begleitet und seine Erkenntnisse von Wissenschaftlern und Archäologen hinterfragen lassen.
  • Der Gallusmarkt
    In Themar wurde ein traditioneller Handwerkermarkt wiederbelebt...
  • Kirmes in Eishausen
  • Gebrannte Brücke
    Als die Grenze zwischen Sonneberg und Neustadt bei Coburg aufging...
  • Jüngster DDR-Flüchtling
    Wie ein Kind in Sonneberg unfreiwillig die Grenze passierte...
  • Unterstützung für den Kampfsport?
  • Pilzausstellung in Eisfeld
  • Handwerkermarkt 2014
  • Theresienfest 2014
    Der neue Bürgermeister Hildburghausens hat einiges vor...
  • Thüringisch-Fränkischer Wandertag
    Zum Tag der Deutschen Einheit hat sich in Heldburg ein beliebter Brauch entwickelt.
  • Helmut König wird 70 Jahre
    Einer der berühmtesten Medaillen-Graveure Deutschlands kommt aus Zella-Mehlis.
  • Der Firmenlauf 2014
    Viel Stimmung beim Sportevent für Mitarbeiter und Chefs in Oberhof
  • 60 Jahre Skispringen auf Matten
  • Thüringer Umweltpreis
    Gleich 3 Auszeichnungen gingen in den Süden Thüringens
  • Kirmes 2014
    Die Gethleser Kirmes 2014
  • Kleinstes Museum der Welt
    Das Eisenbahnmuseum in Seidingstadt
  • Kneipenfest in Themar
  • Schleusingen ist bunt
  • AWG Suhl legt Grundstein für moderne Wohnungen
  • Thüringer Meisterschaften im Reiten
  • Mittelalterspektakel auf der Bertholdsburg
  • Der Bahnhof Rennsteig feiert
  • Das Blessbergfest
    Auf dem beeindruckenden Berg am Südhang des Thüringer Waldes stehen nicht nur ein halbes Dutzend Türme rum...
  • Das Countryfest 2014
    Am Bergsee Ratscher trafen sich wieder die Western-Fans...
  • Dunkelgräfin letzter Akt
    Der MDR enthüllt mit großem Aufwand und noch mehr Spannung, dass die die Dunkelgräfin - keine französische Prinzessin ist...
  • Bunkermuseum Frauenwald
    Militärfahrzeuge am ehemaligen Führungsbunker der Stasi
  • Schüler und Natur
    Umwelttag am Hennebergischen Gymnasium
  • Zweiländermuseum
    Das Museum in Streufdorf
  • Abitaufe 2014
    In Schleusingen wird seit jeher das bestandene Abitur auf besondere Weise gefeiert.
  • 1100 Jahre Henfstädt
    Ein Bericht vom tag des offenen Dorfes.
  • Bergwiesenmähen
    Thüringen versucht seine alten Traditionen lebendig zu erhalten.
  • Naturtheater Bauerbach
    Ein neuer Schiller wurde inszeniert...
  • Unser Dorf hat Zukunft
    Unterdiesem Motto startet in Südthüringen der 25. Bundeswettbewerb mit dem ALF Meiningen.
  • Kindertag in Oberhof
  • Das Südthüringer Kammerorchester
    Begnadete Musiker geben traditionelles Konzert auf der Wartburg
  • Schmiedefest in Steinbach-Hallenberg
    Künstler und Handwerker im Metallmuseum
  • Arena-Trial
    In Steinbach-Hallenberg gab es Motorradstunts über gewagte Hindernisse.
  • 25 Jahre Grünes Band
    Eine Pressefahrt mit dem BUND
  • Das Kuhschwanzfest 2014
    Diesmal war keine lebendige Kuh im Umzug. Trotzdem...
  • Die Steinsburgfreunde
  • Die 20. Montgolfiade
  • Oldtimer in Themar
  • Der A 71-Rennsteigftunnel
    Die Feuerwehr aus Suhl zeigte polnischen Kollegen ihr Prachtstück unter dem Thüringer Wald
  • Das Thüringer Trachtenfest
    2014 fand das Thüringer Trachtenfest in Brotterode satt.
  • Paradiesvogelfest 2014
    Diesmal mit Konstantin Wecker...
  • Der 42. GutsMuths-Rennsteiglauf
    Kult-Lauf über dem Kammweg des Thüringer Waldes wieder Geschichte
    Schmiedefeld (HH/GMRV) – Die Aura des Cross-Laufes lebt sicher von den schier unglaublichen Massen, die alle ihre Distanz und ihr Tempo finden: Über 15.000 Sportler waren wieder am Start.
    Mit insgesamt fünf Siegen, also sogar noch einen mehr als im letzten Jahr, hat sich der Freistaat Thüringen einmal mehr als Laufmacht beim GutsMuths-Rennsteiglauf etabliert. Die Heimstärke der Thüringer wurde lediglich von Karin Kern vom LAV Tübingen gebrochen, die den langen Kanten von Eisenach nach Schmiedefeld über 72,7 Kilometer für sich entscheiden konnte. Alle anderen Streckensiege gingen nach Thüringen. Für die herausragende Leistung sorgte Rennsteiglauf-Seriensieger Christian Seiler vom gastgebenden GutsMuths-Rennsteiglaufverein der nicht nur zum dritten Mal in Folge den Supermarathon gewann, sondern in einer Fabelzeit von 4:50:56 Stunden seinen eigenen Streckenrekord um 20 Minuten unterbot und damit eine Marke setzte, die wohl für viele Jahre Bestand haben dürfte. Auch die beiden auf Zwei und Drei Platzierten, Matthew Lynas und Wolf Jurkschat, sind Mitglieder des GMRV. Marathonsieger wurde Heiko Ludewig vom LTV Erfurt in 2:42.16 Stunden. Er profitierte dabei von einem Missgeschick der beiden führenden Favoriten, Marcel Knape (USV Erfurt) und Christian König (GMRV), die an einer nicht ausgeschilderten Kreuzung den falschen Weg einschlugen. Bei den Frauen setzte sich mit Nicole Kruhme eine Mitfavoritin durch, die ebenfalls Vereinsmitglied des GMRV ist und nach ihrem Halbmarathonsieg vom vergangenen Jahr zum ersten Mal an den Start der 43,5 Kilometer langen Strecke ab Neuhaus/Rennweg ging. Ihre Zielzeit betrug 3.07.28 Stunden. Auch die Halbmarathondistanz wurde von den Mitgliedern des Rennsteiglaufvereins dominiert. Bei den Männern lief der frischgebackene Deutsche Marathon-Vizemeister Marcel Bräutigam erwartungsgemäß auf Platz 1 (1:10:17 Stunden). Etwas überraschend der Sieg von Lydia Walther, die erst 2011 mit dem Laufsport begann und heuer zum zweiten Mal am Rennsteiglauf teilnahm. Deutschland Today hat sich heuer an die sonst wenig beachteten Wanderer und Nordic Walker gehangen (Siehe Video!).
  • 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Würzburg
    Vertragsbeziehungen schon aus Vorwendezeiten
    Suhl (HH) - Mit zwei Veranstaltungen erinnerte die Stadt am Donnerstag, den 15. Mai 2014, an das Jubiläum einer Zusammenarbeit mit Würzburg. Dafür waren sogar Gäste aus der alten Mainresidenz angereist.
    Schon im Vorjahr hatte sich die Begründung der Partnerschaft beider Kommunen zum 25. Mal gejährt. Nach der Neuwahl des Oberbürgermeisters in Würzburg, Christian Schuchardt, konnte nun offiziell und gemeinsam auch in Suhl daran erinnert werden. Um 17:00 Uhr wurde aus diesem Anlass im Foyer des Neuen Rathauses eine Fotoausstellung unter dem Titel „Fernbeziehungen - Faraway Friends" eröffnet. Medienstudenten aus Würzburg zeigen dazu Aufnahmen aus allen 10 Partnerstädten jeweils zu vergleichbaren Themenschwerpunkten. Die Würzburger Schau folgt übrigens der Suhler Ausstellung „Ansichtssache Suhl", die seit 6. Mai in Würzburg gezeigt wird. Um 18:00 Uhr folgte dann im Oberrathaussaal im alten Rathaus am Marktplatz der eigentliche Festakt. Dort stimmte zunächst das Blechbläserensemble der Sing- und Musikschule Würzburg die Gäste aus beiden Städten ein. Die Oberbürgermeister Dr. Jens Triebel und Christian Schuchardt würdigten dann die Vorreiterrolle der Partnerschaft, die ja bereits vor der Wende abgeschlossen wurde, aber erst danach so richtig aufleben konnte. Auf der Veranstaltung begegneten sich viele alte Bekannte wieder, denn gerade die Beziehung mit Würzburg wurde von Anfang an von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern beider Städte getragen. So konnte auch das Wirken von Bernd Höland und Werner Triebel gewürdigt werden, die sich jeweils an der Spitze ihrer Vereine jahrelang um eine lebendige Partnerschaft beider Städte besonders verdient gemacht hatten.


  • Das 7. Freie Bergrennen
    Einmal ohne Geschwindigkeitsbegrenzung und Gegenverkehr durch die Kurven heizen:
    Waldau (HH) – Am vergangenen Wochenende trafen sich an der Strecke zwischen Steinbach und Waldau etwa 7000 Motorsportfreunde, um es 3 Tage lang so richtig krachen zu lassen.

    Die 2,5 Kilometer lange und kurvenreiche Strecke war dort, wo es keine Leitblanken gab, dick mit Reifenstabeln gepolstert worden. Waldau liegt im Tal und Steinbach knapp unterhalb des Rennsteiges. Dazwischen gibt es ein Höhenunterschied von circa 155 Metern. Ideal für anspruchsvolle Raser! Organisiert wird der Event jedes Jahr von vielleicht 10 Leuten einer Stammcrew, unterstützt aber von Dutzenden freiwilligen Helfern aus der ganzen Umgebung. Der Streckenrekord von 2008 beträgt eine Minute und 11 Sekunden. Dieses Jahr siegte Sascha Gallert aus Besingheim mit einer Minute und 18 Sekunden. Die restlichen Zeiten finden Sie auf www.freies-bergrennen.de. 70 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands waren angereist. Am Freitag stand die technische Abnahme im Mittelpunkt, am Samstag die Trainingsläufe und am Sonntag wurde gewertet. Mitmachen konnte jeder, nur Sturzhelm und Feuerlöscher waren Pflicht. Viele, vor allem junge Fahrer nutzten die unbeschränkte Gelegenheit. Ohne eigenes Reifenlager, Schraubermentalität und jede Menge freie Zeit lohne es sich aber nicht, sagen die Experten. Das wichtigste für Gäste und Fahrer schien sowieso nicht das Rennen selbst, sondern das schillernde Umfeld: die bunten gestylten Serienwagen, aufgemotzte Motoren, das Röhren der Auspuffe, so genannte Drift-Fahrer mit ihren rauchenden Reifen, posierende Models und jeden Abend eine andere Band. Dem Image der Szene zum Trotz gab es außer einem kleinen Blechschaden keinen nennenswerten Unfall. Ein Wunder bei den gewagten Manövern (Siehe Video!).
  • Handball-Bundesliega 2014
    Das entscheidende Spiel "Eisenach vs. Mannheim" in der Coburger HUK-Arena
  • Der 16. Slusia-Lauf
    Einzige Laufveranstaltung mit Ü6-Startern
    Schleusingen (HH) – Die Läufergruppe „Genusslauf“ veranstaltete gemeinsam mit dem SC 07 den traditionellen Familienevent – natürlich nicht ohne Ambitionen auf Bestleistungen.
    Slusia ist die romantische Wasserfee aus der Gründungssage der Stadt und Genusslauf meint, was er sagt: Der Spaß steht im Vordergrund! Das sah man den knapp 200 gemeldeten Läufern auch an, woran das ideale Laufwetter, mit viel Sonnenschein, gewichtigen Anteil hatte. 40 Helfer sorgten auf dem Sportplatz Fischbacher Straße für einen professionellen Ablauf. Das Alleinstellungsmerkmal der Veranstaltung: Neben Halb- und Viertelmarathon, Schnupperlauf sowie diversen Jugenddistanzen bietet man auch ein Rennen für Kinder unter 6 Jahren an. Immerhin 14 Kids traten für die 300 Meter an, auf teils noch wackligen Beinen aber mit viel Ehrgeiz im Blut. Wie beim großen Bruder „Rennsteiglauf“ führen die Strecken fast ausschließlich durch den Wald, die Höhenmeter sind vergleichbar, aber im Gegensatz zum Rennsteig verläuft der Slusialauf durch den „Kleinen Thüringer Wald“ südlich von Suhl. Dort liegen alte mythische Orte wie die „Eiserne Hand“ oder der „Dreiherrnstein“, die den Höhenzug nicht nur für Sportler interessant machen. So boten sich auch Bergwertungen an, um die besonders die Halbprofis kämpften. Ein Drittel mehr Nordic Walker waren in diesem Jahr unterwegs, auf der Strecke sollen sich packende Zweikämpfe abgespielt haben und die größte Freude löste bei den Veranstaltern die immense Nachfrage bei den Juniorenläufen aus. Highlight war der Streckenrekord auf der Hauptlaufstrecke von 14,1 Kilometern. Alle Ergebnisse finden sich auf www.slusialauf.de.

  • Deutsches Burgenmuseum
    Von wegen: es werden keine neuen Museen in Deutschland eröffnet…
    Veste Heldburg (HH) – Zum Tag der offenen Tür am 1. Mai übergab der Landrat von Hildburghausen, Thomas Müller, einen Scheck über 300.000,- Euro an den Trägerverein des in Aufbau befindlichen Burgenmuseums.
    Das soll in den nächsten zwei Jahren fertig gestellt werden und den mehr als 25.000 Burgen im deutschsprachigen Raum Mitteleuropas eine Präsentationsstätte geben. Schon jetzt konnten die von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zwischen 2008 und 2013 restaurierten Räume im Französischen Bau besichtigt werden. Stündlich fanden Führungen statt, eine Theatergruppe bot Kurzweil und der SV Eintracht Heldburg versorgte im Schlossgarten hunderte Besucher. Das waren vor allem Wanderer aus der Umgebung, die seit Jahren regen Anteil an der Entwicklung ihrer „Fränkischen Leuchte“ nehmen. Das Deutsche Historische Museum in Berlin und das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg unterstützen neben anderen die geplante Dauerausstellung mit langfristigen Leihgaben. Den Grundstock einer eigenen Sammlung bilden wissenschaftliche Burgmodelle, historische Grafiken und Bücher. Die sind teilweise schon in den fertiggestellten Räumen zu sehen, wie dem 2012 frisch sanierten „Heidenbau“. Erste Anhaltspunkte für die Existenz der Heldburg gibt es für die Mitte des 12. Jahrhunderts. Als Amtssitz der Grafen von Henneberg diente sie als Grenzsicherung. Nach deren Aussterben wurde die Burg im Spätmittelalter als Nebensitz der Sächsischen Wettiner weiter ausgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg war die Veste mehrmals belagert und erobert worden. Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen baute ab 1875 das alte Gemäuer zum privaten Wohnsitz aus. In der DDR beherbergte sie ein Kinderheim und 1982 brannte sie fast vollständig aus. Das war Fluch und Segen gleichermaßen, sagt der Initiator des Burgenmuseums, Prof. Ulrich Großmann, seines Zeichens Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums. Nun konnte sie wie Phönix aus der Asche als Burgenmuseum neu aufgebaut werden (Siehe Interview im Video!).



  • Die Jugendweihe
    Thüringer führte das Ritual bereits 1852 ein:
    Schleusingen (HH) – Über 70 junge Leute erhielten am vergangenen Wochenende ihre Weihe für den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben.
    Die Zahl ist eine Steigerung zum vergangenen Jahr und zeigt so den wachsenden Stellenwert, den hiesige Familien der Jugendweihe wieder einräumen. Das war nach der Wende nicht immer so. Zwar wird solche Art der Erhebung in den Erwachsenenstand seit alters her in allen Kulturen und Religionen auf unterschiedlichste Weise begangen, aber die Jugendweihe in Deutschland hat eine besondere Geschichte. Ein Thüringer hatte vor über 150 Jahren die Alternative zu Konfirmation und Kommunion geschaffen: Pfarrer Eduard Baltzer aus Nordhausen. Gerade in nichtreligiösen Arbeiterkreisen etablierte sie sich in den folgenden Jahrzehnten stetig, wurde aber während der Nazi-Diktatur fast vollständig verboten. Zu DDR-Zeiten fand quasi eine Verstaatlichung der Jugendweihe statt, was ihrem Image auch heute noch zusetzt. Nach der Wiedervereinigung und der Gründung zahlreicher Jugendweihe-Vereine versucht man sich heute auf ihre humanistischen Traditionen zu besinnen und den Heranwachsenden mit all seinen Hoffnungen und Wünschen stärker in den Mittelpunkt zu rücken. So werden nach der privaten Anmeldung zu Beginn der 8. Klasse das ganze Schuljahr über vielfältige Projekte und Aktionen angeboten. Sie reichen von Betriebsbesichtigungen über kulturelle und sportliche Veranstaltungen bis hin zu Ausflügen und Reisen. Von den jungen Leuten wird die Zeremonie allemal angenommen: Wann hatte man schon mal solche eine Gelegenheit, im Mittelpunkt der Familie und der Freunde zu stehen.
  • Das 116. Blütenfest
    Was wäre ein Frühling ohne blühende Pflanzen?
    Gierstädt (HH) – Der so genannte Obstgarten Thüringens feiert traditionell das Schönste, was er zu bieten hat: Fürs Auge im Frühjahr das Erblühen seiner unermesslichen Obstfelder und im Herbst – für den Magen - das Apfelfest zur Ernte.
    Nirgendwo im Freistaat gibt es solch eine Blütenpracht wie in Gierstädt. Die Gemeinde und die Fahner Frucht GmbH boten als Veranstalter neben dem üblichen Rummel, geführte Wanderungen durch die Plantagen an, ausgeschilderte Routen für eigene Erkundungen durch die Felder zum Selberpflücken, Kutschfahrten und Schauabfüllen der vielen Obstsäfte. Musikalisch unterhielten die „Landstreicher“ und selbst beim Markttreiben dominierten Stände mit Blütenpflanzen. Der Obstanbau nördlich der Fahner Höhe geht bis ins 18. Jahrhundert zurück, initiiert von dem Gartenbaukundler Pfarrer Johann Volkmar Sickler. Die Idee für das Blütenfest hatte 1791 der damalige Wirt vom Goldenen Lamm. Schon damals waren die Städter aus Erfurt, Gotha, Bad Langensalza und Mühlhausen zur Baumblüte gekommen. Eine clevere Idee, denn das Hotel gibt es noch heute. Wegen seiner idyllischen Lage am Fuße des markanten Höhenzuges Fahner Höhe wurde Gierstädt schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Erholungsort bekannt. Seinen Höhepunkt erlebte der Obstanbau in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft zu DDR-Zeiten. Aus ihr ging die Fahner Frucht GmbH hervor, die heute noch größter Arbeitgeber in der Region ist. Sie erzielt auf der Hälfte der Fläche von damals den gleichen Ertrag. Aber wie früher wird die größte Artenvielfalt an Äpfeln in ganz Thüringen angeboten. Gierstädt war zusammen mit Burgtonna Teil der Südgrenze des Altgaues Kaiser Karls des Großen. Eine Urkunde aus dem Jahr 775 berichtet, wie der Ackerbau damals auf kleinen Feldern betrieben wurde, für die erst der Wald gerodet werden musste. Gierstädt gehörte im Mittelalter mit zum Herrschaftsbereich der Herren von Vanre. Hiervon leitet sich der Name des Nachbardorfes Großfahner (Gross-Vanre), von Kleinfahner und letztlich des Bergrückens ab.

  • Die Shadow Creek Ranch
    Osterreiten wie im Wilden Westen: Einöd (HH) - Am Samstag fanden in Südthüringen offizielle Wettkämpfe der Westernreiter Union statt und am Sonntag das 6. Osterturnier im Team- und Cattle Penning.
    Dabei müssen Kühe – vom Einzelreiter oder im Team - aus der Herde nach Zeit in ein Gatter getrieben werden. Ein Sport, der mit Westernromantik nur bedingt etwas zu tun hat. 69 Reiter aus ganz Deutschland waren am Start. Viele sah man stilecht gekleidet, aber das schien hier nicht das Wichtigste zu sein. Denn die Zuschauer fühlten sich wirklich wie in einem guten alten Westernfilm, weil nicht nur die Cowboys, sondern auch die Kühe im Mittelpunkt standen. Etwa 500 von ihnen werden für Trainings- und Wettkampfzwecke im Jahr benötigt. Sie kommen von der Agrargenossenschaft im Heldburger Unterland, müssen also pfleglichst behandelt werden und sind sozusagen das Alleinstellungsmerkmal der Ranch. Denn das gibt es in der Western-Szene, die mehr von Kommerz und Show geprägt ist, eher selten. Die Shadow Creek Ranch liegt wie eine Filmkulisse im südlichsten Zipfel Thüringens. Im Stall stehen 45 Pferde, es werden natürlich Reitunterricht, Kutschfahrten und Reiterurlaub angeboten und mit der Country-Scheune gibt es auch entsprechende Erlebnisgastronomie. Regelmäßig finden Turniere, Konzerte oder Wanderreiten statt. Die Inhaber, Familie Otto und – die Kinder schon – Familie Eickhoff scheinen etwas von ihrem Fach zu verstehen. Nicht umsonst sollen im August 4 Tage lang die Europameisterschaften im Team- und Cattle-Penning vom Reiter-Verband GTPA durchgeführt werden. Dann gibt es Westernreitsport der Europäischen Spitzenklasse in Einöd. Der Ort hat nur 43 Einwohner, aber die Aktionen auf der Ranch strafen das Sinnbild des Namens Lügen.


  • Vorösterlichen Spaziergang im Kloster
    Am Palmsonntag, dem 13. April 2014, lädt das Hennebergische Museum Kloster Veßra (Landkreis Hildburghausen) ab 11.00 Uhr zum traditionellen durch das Museumsgelände ein. An und in verschiedenen Museumsgebäuden erwarten die Besucher Vorführungen und Mitmachaktionen, bei denen das Ei als Symbol des Osterfestes und des herannahenden Frühlings im Mittelpunkt steht. Ostereier wurden besonders in nachreformatorischer Zeit in Deutschland als verzierte Präsente an Verwandte und Freunde verschenkt.
    Seit jeher fasziniert die Kunst, das Ei mit dekorativen Malereien und Applikationen zu schmücken. So werden in Kloster Veßra Künstler im historischen Ambiente des Museum traditionelle und moderne Techniken zur Verzierung von Ostereiern vorführen z.B. die sorbische Wachsreservetechnik, die Gestaltung von Patchwork-, Artischocken- und Liebeseiern sowie Ostereier mit Filz- und Strohapplikationen.
    Wer lieber kreativ sein möchte, kann sich beim Basteln von Oster- und Frühlingsschmuck aus Stoff und Filz ausprobieren, Ostereier bemalen oder das Eierfärben mit verschiedenen Pflanzentinkturen wie Kamille, Malve oder Holunder kennenlernen. (Bitte ausgeblasene Eier mitbringen.) Kunsthandwerker aus der Region bieten außerdem ausgefallene österliche Dekorationen aus Naturmaterialien, Holz, Keramik und Glasschmuck nach Tiffany-Art an.
    An diesem Nachmittag können in einer kleinen Ausstellung im "Coburger Stall" auch Ostereier mit Acrylmalerei von Anke Jonasch aus Melkers/Meiningen bewundert werden. Die Hobbykünstlerin widmet sich vor allem der naturalistischen Darstellungsweise. Ihre Hühner-, Gänse- und Wachteleier sind kunstvoll mit Tier- und Pflanzenmotiven verziert, die mit dem Erwachen der Natur in der Osterzeit einhergehen. Neben Osterglocken, Tulpen und Vergissmeinnicht werden auf ihren österlichen Kunstwerken auch Singvögel, Schmetterlinge und Marienkäfer naturgetreu dargestellt. Die naturverbundene Hobbykünstlerin gestaltet seit vielen Jahren malerische Abbilder ihrer Heimat auf den kleinen österlichen Kunstobjekten und hat sich selbst schon einen eigenen Fundus geschaffen. Die kleine Präsentation kann bis zum 27. April 2014 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden.
    Nach dem Museumsrundgang lädt das Café am Klostergarten nach längerer Schließzeit in neuem Ambiente wieder zum Verweilen und Genießen ein

  • Praxis ist eben anders
    Polnische Schüler lernten am Metallausbildungszentrum Eisfeld:
    Eisfeld (HH) - 16 polnische Schüler absolvierten eine zweiwöchige Ausbildung am Hildburghäuser Bildungszentrum (HBZ). Dabei ging es um mehr, als nur einen Ortswechsel.
    Schon lange pflegt das HBZ intensiven Kontakt mit Polen im Rahmen des europäischen Austauschprogramms ERASMUS. Die meisten der Gastschüler diesmal lernen Mechatroniker mit Abitur am Technikum in Posen. Bei unserem östlichen Nachbarn aber gibt es keine duale Ausbildung von Theorie und Praxis wie bei uns. Hier nun lernten die Schüler im CAD-Labor, wie eigene Werkstücke mit einem Grafikproramm konstruiert werden, um sie später am 3-D-Drucker zu modulieren oder an der CNC-Fräsmaschine in der Werkhalle zu produzieren. Der lange Arbeitsalltag an einer deutschen Berufsschule war dabei für die Kids nicht immer ganz einfach. Das aber wurde kompensiert durch den Kontakt zu den 120 deutschen Jugendlichen, die derzeit das Metallausbildungszentrum durchlaufen sowie die Besuche in den Partnerbetrieben des HBZ. Zusätzlich gab es noch ein Freizeitprogramm mit Reisen zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen. So konnten die Sprachkenntnisse verbessert und Land und Leute besser verstanden werden. Früher waren auch viele Lehrlinge aus dem Landkreis Hildburghausen nach Polen gefahren, aber heute fehlt es einfach an genug Leuten, sagt der Geschäftsführer des HBZ, Kai Michaelis. Der Fachkräftemangel bestimme derzeit die Strategie seiner privaten Ausbildungseinrichtung. So soll der Aufenthalt der polnischen Abiturienten am modernsten Metallzentrum in ganz Südthüringen nicht nur deren Gewinn sein. Man hofft, dass einige Auszubildende sogar hier bleiben. Interessenten an Praktikumsplätzen haben sich schon gemeldet.


  • Girls Day an der Technischen Uni
    Mädchen Technik schmackhaft machen
    Ilmenau (HH) - Am so genannten Mädchen-Zukunfstag öffneten Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse.
    Wir begleiteten Natalie Leipold und Pauline Dressel aus einer 9. Klasse des Schleusinger Gymnasiums in die Hochschulstadt (Siehe Video). Hier, wo in den Letzten Jahren so viel investiert wurde, betrieb man einen großen Aufwand, um den Mädchen technische Studiengänge schmackhaft zu machen. Dazu hatten nicht nur viele Labors geöffnet, die sonst nur ausgewählten Personen Zutritt gewähren, sondern die Mädchen konnten sich auch an den unterschiedlichsten Maschinen und Versuchsaufbauten selbst ausprobieren. Schwerpunkt waren Ausbildungsberufe und Studiengänge wie IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Es gab jede Menge Experimente und zum Diskutieren standen Wissenschaftler, Doktoranten und auch weibliche Studenten zur Verfügung. Gerade mit weiblichen Vorbildern möglichst in Führungspositionen hofft die Landesregierung technische Berufe attraktiver zu machen. Das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft versucht in so genannten MINT-AG´s langfristig und nicht nur kampagnenartig für den Wirtschaftsstandort zu punkten. MINT ist dabei die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Immer noch liegt der Mädchenanteil bei den reinen Ingenieurswissenschaften unter 10 %. Dabei seien sie nachgewiesen fleißiger, genauer, zuverlässiger und kreativer als ihre männlichen Kollegen, so Monika Hennig, vom Bildungswerk. Auch Günter Höhne, emeritierter Professor aus Ilmenau schwört auf die weibliche Intuition bei handwerklichen Prozessen. Er will beim Verein Deutscher Ingenieure besonders Schülerinnen fördern. Noch laufe die Kampagne nicht lange genug, um belastbare Zahlen über den Erfolg vorzulegen. Er will vor allem die Angstschwelle bei der Berufswahl senken. Natalie und Pauline fanden den Tag in Ilmenau sehr interessant, man sah ihnen aber auch die Erleichterung an, bis zur Entscheidung ja noch ein bisschen Zeit zu haben.


  • Der Lutherweg in Thüringen
    Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks: Schmalkalden (HH) – Manch einer braucht eine Stimulation um zu wandern. Wenn er sich den Reformator Luther zum Vorbild nimmt, kann das sehr, sehr weit führen.

    Wie die Gesinnung von Martin Luther führt der ihm gewidmete Weg nicht einfach von A nach B, sondern ist eine Sammlung unterschiedlichster Strecken kreuz und quer durch 4 Bundesländer. Denn der Reformator ist viel rumgekommen und jeder fühlt sich ihm verbunden. Seine weiteste Reise machte er als Pilger 1510 nach Rom. Hierzulande beginnt seine Rolle als Wegweiser in Wittenberg mit seinen Thesen gegen die katholische Kirche 1517. In 3 Jahren steht also ein großes Jubiläum ins Haus und allerorts werden Vorbereitungen getroffen, zum Beispiel in Form von Pilgerwegen. In Thüringen gibt es inzwischen neun große Touren mit über 1000 Kilometern. Denn Luthers Ideen verbreiteten sich mit dem neuen Buchdruck schneller, als ihm manchmal lieb war. Von den Reichsoberen so mit dem Kirchenbann belegt, drohten ihm Folter und schlimmeres. Auf dem Lutherweg von Möhra nach Eisenach wurde er im Glasbachgrund bei Steinbach einfach gekidnappt. Heute steht hier eines von vielen Lutherdenkmalen, wohlwissend, dass ihn die Landsknechte des sächsischen Kurfürsten, nur zum Schein entführt hatten. Friedrich der Waise war nämlich ein heimlicher Kaiser-Gegner. Noch heute schreibt mancher der Lutherquelle nebenan heilsame Kräfte zu. Den prominenten Mönch setzte man auf der Wartburg fest, wo er die Bibel übersetzte. In Eisenach unten wird das Lutherhaus gerade rekonstruiert. Hier hatte der Meister einst als Schüler gelebt. Der Erfurter Teil des Lutherweges führt in vier Wegeschlaufen von den Stadtgrenzen in die Altstadt. Hier hatte der Ehrgeizige studiert und seinen Magister gemacht. In Schmalkalden – wo gerade die Bundesgartenschau vorbereitet wird - weilte Martin Luther während einer Tagung des Schmalkaldischen Bundes. Nach der Hochzeit mit Katharina von Bora entsagte der Revoluzzer seinem Mönchsleben ganz. Trotzdem war er als Prediger und Berater noch viel unterwegs. Dabei kam er auffallend oft über den Rennsteig durch Hohlwege, die heute noch gut sichtbar sind. Auf dem Abschnitt zwischen Schmalkalden und Tambach-Dietharz soll der Ärmste von einem Nierenleiden geplagt worden sein. Die Legende besagt, dass er am "Lutherbrunnen" im Tammichgrund Heilung fand. Auch in Ohrdruf war Luther, dessen Schloss nach einem Brand heute wieder aufgebaut werden muss. In Arnstadt besuchte der Reformator seine Glaubensbrüdern, die Franziskaner. Das wohl schönste Stück des Lutherweges führt zwischen den Drei Gleichen hindurch nach Mühlburg, der erste Ort in Thüringen, den man in den schriftlichen Quellen findet. Wer ganz weit wandern will, kommt sogar nach Bayern. Denn Martin Luther ist auch durch Meeder marschiert bis auf die Veste Coburg hinauf. Lust, auf den Spuren des Reformators zu lustwandeln?



  • „Zurück ins Dorf“
    Provokanter Titel – reales Vorhaben: Bischofrod: (HH) - Am vergangenen Montag hatten die Akademie Ländlicher Raum Thüringen sowie das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Meiningen zur Veranstaltungsreihe „Akademie vor Ort“ eingeladen. Dabei wurden beispielhafte Projekte der Dorfentwicklung aus der Region vorgestellt.
    Während des Erfahrungsaustausches im Dorfgemeinschaftshaus mit Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz zeigten die südthüringer LEADER-Regionen Hildburghausen-Sonneberg, Henneberger Land und die Wartburgregion, dass das Unglaubliche durchaus machbar scheint. Knut Rommel, Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurerneuerung hatte die Projekte alle behördlich begleitet und wusste also bei der Moderation, was er hier vorstellte: Da hatten sich Dorfbewohner aus dem nichts ein Gemeinschaftshaus gebaut, wie Dieter Stegmann berichtete, vom Verein Landleben Göring-Wartha e.V. Richard Korsch, Bürgermeister von Vachdorf öffnete ein regelrechtes Füllhorn von Aktionen, wie er seine Gemeinde attraktiver gemacht hatte. Eine gemeinsam mit bayrischen Kommunen durchgezogenes Projekt zur Stärkung der Dorfkerne stellte der Regionalmanager Rodachtal, Frank Neumann, vor. Karl-Friedrich Thöne, Abteilungsleiter im Landwirtschaftsministerium, plädierte dafür, den demographischen Wandel als Herausforderung zu verinnerlichen. Dem Minister ging es vor allem darum, wie aus den vorgestellten Beispielen konkrete Politik abzuleiten sei. Dabei war ihm auch die Meinung junger Leute wichtig, wie die von Johannes Schmidt, dem neuen Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Schmalkalden-Meiningen. Der gestandene Vorsitzende der LEADER-RAG Hildburghausen-Sonneberg, Albert Seifert, forderte weniger Bürokratie bei der Vergabe von Fördergeldern. Sein Kollege aus der Wartburgregion, Udo Schilling, sprach sich dafür aus, so früh wie möglich die Jugend ans Dorf zu binden. Anita Schwarz, Bürgermeisterin in Bad Colberg/ Heldburg, appellierte an den Minister, in den Bemühungen für den Ländlichen Raum nicht nachzulassen und die Landrätin aus Sonneberg, Christine Zitzmann, dass die Arbeit mit Förderbescheiden zügiger erfolgen müsse. Auch Mirko Klich, LEADER-Manager im Wartburgkreis und Marcus Malsch, 1. Beigeordneter in Bad Liebenstein, versuchten mit Ihren Erfahrungen, die Praxis bei der Förderung von Dorfentwicklungsmaßnahem effizienter zu gestalten.

  • Der Unstrut-Radweg von Sachsenburg bis Werningshausen
    Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks: Sömmerda (HH) – Die schönen Frühlingswochenenden verführen geradezu zum Anradeln und wo könnte man das besser als am Schicksalsfluss der alten Thüringer Könige.

    Der Unstrut-Radweg ist eine Premium-Strecke durch und durch. Er begleitet den Fluss ca. 190 km von der Quelle im Eichsfeld bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg. Wir beginnen unsere Tour in Sachsenburg, wo die Thüringer Landesherren um das 1. Jahrtausend herum ihre Macht-, sprich Zollansprüche gleich mit zwei Burgen an der Thüringer Pforte durchsetzen wollten. Die Unstrut entwässert als Nebenfluss der Saale fast das gesamte Thüringer Becken. Ihre Randzonen, mit fruchtbaren Böden, sind seit der Jungsteinzeit besiedelt. Bei Leubingen wurde ein Grabhügel geöffnet, der das größte frühbronzezeitliche Fürstengrab Mitteldeutschlands enthielt. Die Flüsse fungierten früher wie Autobahnen und so finden sich an der Unstrut historische Stadt- und Burganlagen zu Hauf. Mit der Bezeichnung Sömmern gibt es gleich 7 Siedlungen, wie Wenigensömmern oder Sömmerda. Man führt den Namen auf germanische Wurzeln als „Feuchte Gegend“ zurück. Sömmerda, als größte Stadt weit und breit, hat noch viel Historisches zu bieten, wie ein langes Stück seiner alten Stadtmauer. Das Zentrum, um Rathaus und Kirche, scheint mächtig entkernt, obwohl es im 2. Weltkrieg weitgehend unversehrt blieb. Auch der Name Unstrut soll sich aus dem germanischen herleiten und „Gewaltiges Sumpfdickicht“ bedeuten. 575 schrieb man "Onestrudis", im 7. Jh. "Unestrude" und 994 "Unstrod". Weiter südlich liegt Schallenburg, wo aber die ehemalige Wehranlage nicht mehr zu finden ist. Auch auf der Königsburg oder Schwedenschanze flussaufwärts sind keine Siedlungsspuren mehr zu erkennen. Niemand in der Gegend weiß etwas über die Schätze, von denen aber historische Quellen und Satellitenbilder künden. Bei Wundersleben kann man noch schön die Mäander der alten Saale erkennen, bevor sie ab 1795 in mehreren Stufen begradigt wurden. Hier verfährt man sich auch leicht, weil ein abzweigender Radweg die Gamme hinauf führt, nach Werningshausen mit seinem sehenswerten Benediktinerkloster. Wenn, dann muss man die Überbleibsel der Entscheidungsschlacht zwischen Franken und Thüringern 531 in dieser Gegend suchen. Die Fete soll an der Unstrut nahe der Burg „scithingi“ stattgefunden haben. Historiker ordneten den Namen entweder der nördlich gelegenen Runneburg in Weißensee oder dem viel weiter westlichen Burgscheidungen zu. Grabungen von Archäologen fanden aber an beiden Orten nichts. Im Fluss sollen damals so viele tote Krieger gelegen haben, dass man ihn trockenen Fußes überqueren konnte. Und er soll lange blutrot gewesen sein.


    Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks

    Der Unstrut-Radweg von Sachsenburg bis Werningshausen

    Sömmerda (HH) – Die schönen Frühlingswochenenden verführen geradezu zum Anradeln und wo könnte man das besser als am Schicksalsfluss der alten Thüringer Könige.

    Der Unstrut-Radweg ist eine Premium-Strecke durch und durch. Er begleitet den Fluss ca. 190 km von der Quelle im Eichsfeld bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg. Wir beginnen unsere Tour in Sachsenburg, wo die Thüringer Landesherren um das 1. Jahrtausend herum ihre Macht-, sprich Zollansprüche gleich mit zwei Burgen an der Thüringer Pforte durchsetzen wollten. Die Unstrut entwässert als Nebenfluss der Saale fast das gesamte Thüringer Becken. Ihre Randzonen, mit fruchtbaren Böden, sind seit der Jungsteinzeit besiedelt. Bei Leubingen wurde ein Grabhügel geöffnet, der das größte frühbronzezeitliche Fürstengrab Mitteldeutschlands enthielt. Die Flüsse fungierten früher wie Autobahnen und so finden sich an der Unstrut historische Stadt- und Burganlagen zu Hauf. Mit der Bezeichnung Sömmern gibt es gleich 7 Siedlungen, wie Wenigensömmern oder Sömmerda. Man führt den Namen auf germanische Wurzeln als „Feuchte Gegend“ zurück. Sömmerda, als größte Stadt weit und breit, hat noch viel Historisches zu bieten, wie ein langes Stück seiner alten Stadtmauer. Das Zentrum, um Rathaus und Kirche, scheint mächtig entkernt, obwohl es im 2. Weltkrieg weitgehend unversehrt blieb. Auch der Name Unstrut soll sich aus dem germanischen herleiten und „Gewaltiges Sumpfdickicht“ bedeuten. 575 schrieb man "Onestrudis", im 7. Jh. "Unestrude" und 994 "Unstrod". Weiter südlich liegt Schallenburg, wo aber die ehemalige Wehranlage nicht mehr zu finden ist. Auch auf der Königsburg oder Schwedenschanze flussaufwärts sind keine Siedlungsspuren mehr zu erkennen. Niemand in der Gegend weiß etwas über die Schätze, von denen aber historische Quellen und Satellitenbilder künden. Bei Wundersleben kann man noch schön die Mäander der alten Saale erkennen, bevor sie ab 1795 in mehreren Stufen begradigt wurden. Hier verfährt man sich auch leicht, weil ein abzweigender Radweg die Gamme hinauf führt, nach Werningshausen mit seinem sehenswerten Benediktinerkloster. Wenn, dann muss man die Überbleibsel der Entscheidungsschlacht zwischen Franken und Thüringern 531 in dieser Gegend suchen. Die Fete soll an der Unstrut nahe der Burg „scithingi“ stattgefunden haben. Historiker ordneten den Namen entweder der nördlich gelegenen Runneburg in Weißensee oder dem viel weiter westlichen Burgscheidungen zu. Grabungen von Archäologen fanden aber an beiden Orten nichts. Im Fluss sollen damals so viele tote Krieger gelegen haben, dass man ihn trockenen Fußes überqueren konnte. Und er soll lange blutrot gewesen sein.




  • Baufachschule besuchte Rom
    Bildungsreise zu den größten Architekten der Weltgeschichte: Gotha (HH) – Dozenten und Studenten der hiesigen Fachschule – aktuelle und ehemalige – besuchten in Italien die ewige Stadt auf der Suche nach Inspiration und Nivellierung.

    Sie erlebten Rom als eine pulsierende Metropole der Neuzeit, die aber an vielen Stellen Einblicke in ihre Baugeschichte gewährt. In ungezählten teils sich überschneidenden Schichten türmen sich 3.000 Jahre Bauwut auf. Für die einen eine archäologische Zeitreise, für die anderen ein chaotisches Stadtbild. Wie überall wollten die Mandatsinhaber ihre Macht besonders in Bauwerken manifestieren – nur hier gab es halt sehr viele davon: die ersten bronzezeitlichen Siedler um die klassischen Stadthügel, die etruskische Könige, bis zu ihrer Vertreibung, die expandierende Republik, besonders nach den punischen Kriegen, die generösen Kaiser und schließlich die prunksüchtigen Päpste. Nur die Masse der plündernden und unbedarften Germanen hauste in Strohhütten zwischen den Ruinen einstiger Paläste. Dabei waren Kriegsschäden und Erdbeben nicht das schlimmste Übel. Der größte Verfall entstand gerade dadurch, dass eben jene Baulöwen die Stadt verließen: Als der heilige Paulus 56 n. Chr. seinen berühmten Römerbrief schrieb, hatte die Stadt noch 1,5 Million Einwohner. Nach Verlegung der römischen Hauptstadt Ende des 5. Jhd. nach Konstantinopel und dem Wegzug der Päpste 1309 nach Avignon war die Einwohnerzahl Roms auf unter 4.000 gesunken. Das Forum Romanum diente als Schafweide. Zum Glück für die Stadt kamen die die christlichen Würdenträger zurück. Unsere reisenden Bauwissenschaftler wussten aber schon, dass die grandiosen Bauwerke der Römer, wie das Kolosseum oder die Aquädukte, nur durch eine besondere Erfindung der Römer möglich waren: den Beton. Nach der Machtübernahme durch die Germanenkönige war das alles vergessen. Es brauchte über 1.300 Jahre bis in Europa der beliebte Baustoff wieder erfunden wurde. Schuld an dem dunklen Zeitalter war der in römischen Sold stehende germanische Heerführer Odoaker. Er löste das römische Reich auf, in dem er 476 den letzten Kaiser absetzte. Gut für unsere Reisegruppe, dass keiner in Rom wusste, dass Odoaker ein Thüringer war.
  • Geburtstag von Juri Gagarin
    Am 9. März wäre der erste Mensch im Weltall 80 Jahre alt geworden: Suhl (HH) – In der Schul- und Volkssternwarte K. E. Ziolkowski ehrten am vergangenen Freitag vielleicht hundert Bürger der Stadt den Astronauten, der sie sogar einmal in Südthüringen besucht hatte.
    Damals hieß er noch Kosmonaut, die Freundschaft zur Sowjetunion war Staatsdoktrin und Gagarin wurde wie ein Popstar gefeiert. Heute wiederum gehört es noch nicht wieder zur Normalität, großartige Innovationen aus dem Osten zu würdigen. Das aber wollte man hier, so Hubert Heiderich und Ingrid Hagemann von der Deutsch-Russischen-Freundschaftsgesellschaft, gemeinsam mit dem Briefmarkenverein Südthüringen e.V. und dem Verein Suhler Sternfreunde e.V. bei der Begrüßung. Zwar hörte sich die „Grußadresse“ aus der befreundeten Sternwarte in Kaluga, der Partnerstadt von Suhl, genau wie damals an, aber das passte irgendwie zu den Bildern und Exponaten der Ausstellung hier. Der Fachvortrag vom Leiter der Sternwarte, Olaf Kretzer, dagegen zeigte den sachlichen Umgang mit der Materie: Er spannte den Boden von den Anfängen der Raumfahrt, die politischen Rahmenbedingungen damals mit dem so genannten „Sputnikschock“ für die Amerikaner bis zu einem Ausblick in die Neuzeit der Weltraumforschung. Dabei gab es selbst für interessierte Laien viel Neues: die ersten Raketen vor 800 Jahren bereits bei den Chinesen, richtig funktioniert hat solch ein Geschoss erstmals in Rumänen, die Raketenformel von Ziolkowski, dem Vater der modernen Raumfahrt, sein Schüler Koroljow, Chef des sowjetischen Raumfahrtprogrammes studierte die deutschen V2 sechs Monate lang in Thüringen. Juri Gagarin stand so mit seinem Erstflug am 12.4.1961 gleichsam in einer Entwicklungskette, angetrieben vom Kalten Krieg. Die meisten Zuhörer hier hatten den „Himmelsstürmer“ noch bei seinem Besuch am 18.10. 1963 in Suhl selbst erlebt.

  • Empfang der Thüringer Olympioniken
    Umso weniger Medaillen – desto größer die Begeisterung? Oberhof (HH) – Etwa 2000 Sport-Fans begrüßten die Thüringer Teilnehmer an den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Der Jubel fiel teils frenetisch aus.
    Doch das war nicht die einzige Überraschung auf der Bühne am Haus des Gastes: Durchweg alle Sportler sprachen sich positiv – im Gegensatz zu den deutschen Medien insgesamt – über die Olympiade in Russland aus. Auf die Frage nach „Putins-Spielen“ wurden vor allem die organisatorischen Bedingungen, die herzliche Gastfreundschaft und die Atmosphäre gelobt, bei der die Sportler im Mittelpunkt gestanden haben. Sven Fischer, der als Biathlet und TV-Moderator schon sechs Mal bei Winterspielen dabei war, setzte Sotschi auf Rang zwei (Siehe Video!). Doch die Oberhofer schienen es mitten im Stadtzentrum den Russen beim Empfang gleichtun zu wollen: In einer perfekt inszenierten Show würdigte sie die Sportler, die selbst etwas geknickt schienen, angesichts ihrer verpassten Medaillenträume. Rene Pfeufer, als Moderator, wurde allen gerecht: In den Mittelpunkt stellte er die beiden Silber-Stars Tatjana Hüfner und Erik Lesser. Gold-Skispringer Andreas Wank war schon wieder in der Weltcup-Qualifikation auf der Schanze von Falun unterwegs. Den größten Beifall aber erhielt Andrea Henkel, der man die Enttäuschung über ihren krankheitsbedingten Ausfall in Sotschi noch ansah. Doch sowohl Peter Gösel, Präsident des Landessportbundes Thüringens, als auch Sportministerin Heike Taubert machten Mut. Allein schon die zahlreiche Teilnahme an Olympia mit immerhin 33 Sportlern spreche für das hohe Niveau des Wintersports im Freistaat. Auf der Bühne wurden aber auch Sportfunktionäre, Trainer, Techniker, Ärzte und Physiotherapeuten geehrt. Für Wolfgang Filbrich, Leiter des Oberhofer Wintersportzentrums, ist das typisch für die Region: Hier wird den Sportlern nicht nur dann die Stange gehalten, wenn es Medaillen regnet (Siehe Video!).

  • Kinderfasching
    Wo selbst die jüngsten Narren zu feiern verstehen: Streufdorf (HH) – Die Saison strebt langsam ihrem Höhepunkt zu und das heißt: die kleinen Pappnasen sind dran.
    Und wenn man da Massenandrang und Stimmung erleben will, muss man ins Heldburger Unterland fahren. Im Rodachtal zwischen Gleichbergen und Burgruine Straufhain liegt das langgezogene Streufdorf. Hier in Südthüringen ist das Straßendorf nicht unbekannt mit seinem Brunnenmännle, dem Mittelalterlichen Kirchenareal, der Wiederansiedlung von Wildrindern und -pferden und dem Zweiländermuseum. Denn das Dorf unmittelbar an der ehemaligen innerdeutschen Grenze geriet in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts in die Schlagzeilen wegen der Zwangsaussiedlung mehrerer alteingesessener Familien. Mit der Ersterwähnung im Jahre 799 gehört Streufdorf zu den ältesten Gemeinwesen südlich des Rennsteiges. Nur von seinem Karneval hat man bisher noch nichts gehört. Dabei zeigte schon der Kinderfasching am vergangenen Wochenende, dass der Karnevalsverein SCV einiges aufs Podest stellen kann. Das war ein Gewusel und Gekreische, als wenn es vordem einstudiert worden wäre. Alle Kids waren aufwendig kostümiert, die meisten hatten ihre Eltern - ebenfalls verkleidetet - mitgebracht und gemeinsam beteiligte man sich am Kinderprogramm. Die Prinzengarde gab eine Vorstellung, die Disko lud zur Polonaise und bei den vielen Spielen durfte es keine Verlierer geben. Der Vorsitzende des Karnevalsvereins, Roberto Frost, führte sich als Vortänzer selbst an seine Leistungsgrenze. Die Botschaft ins Land: Hier ist von demografischem Knick und Wirtschaftskrise nichts zu spüren.

  • Winter-Holz-Kohle-Grill-Kette
    Ohne Schnee muss man sich schon etwas einfallen lassen: Schmiedefeld (HH) – Dieses Jahr mussten traditionelle Veranstaltungen wie Schneeskulpturenbau und Schneeschulauf wegen Mangel an Weißer Pracht ausfallen. Kein Problem sagten sich die hiesigen Touristiker.
    Wie im vergangenen Jahr rief Monika Möller von der Tourist-Info in Schmiedefeld am Rennsteig einfach alle Grillfans der Umgebung herbei. Am 23. Februar 2014 um 11 Uhr sollte die längste Grill-Kette des Thüringer Waldes entstehen. Und als hätten alle nur darauf gewartet, strömten die Massen herbei. Wer wohnt schon am Rennsteig und hat keinen Grill in seiner Garage. 65 dieser Holzkohle-Roste reihten sich am Sonntag an der Talstation des Skiliftes aneinander. Der Rekord vom 2013 mit 67 Stück konnte zwar nicht gebrochen werden, aber es kam ja vor allem auf den Spaß an, so Bürgermeister Marcus Clauder von den Freien Wählern. Meist waren es Familien die da angereist waren. Neben ihrem gesamten Rost-Equipment hatten sie auch die Verwandtschaft mitgebracht. Jeder hatte sein eigenes Rezept hinsichtlich Feuerung und Wurst auf Lager, aber allen schien es zu schmecken. Der Imbiss an der Talstation lief – natürlich auch mit Grill – auf Hochkonjunktur. Der Bratwurstkönig mit Gefolge stolzierte zwischen den Familien und ihren Camping-Feuern umher, die Suhler Grillzwerge in ihren knallgelben Kostümen waren Hauptfotomotiv und die Schmiedefelder Rüpel spielten auf. Außerdem kamen vielleicht noch einmal 500 Gäste dazu. Da stellt sich doch wieder mal heraus: Wer Ideen hat, braucht auch den Klimawandel nicht zu fürchten.

  • Modellprojekt Eltern-Kind-Zentrum
    Thüringer Kindertagesstätten auf neuen Wegen
    Hildburghausen (HH) – Im Rathaussaal diskutierten gestern Pädagogen, Politiker und Eltern zur Entwicklung der Kindereinrichtungen im Freistaat.
    Der Einladung der Frauenunion waren besonders viele Erzieher des Landkreises gefolgt. Frau Prof. Dr. Michaela Rißmann von der Fachhochschule Erfurt führte in das Thema ein. Thüringen hat sich das Ziel gesetzt, zunächst zehn Kindertageseinrichtungen zu „Eltern-Kind-Zentren“ weiterzuentwickeln. Neben der Kinderbetreuung sollen dann zusätzlich Beratungen und Veranstaltungen angeboten werden. Ziel sei es, Familien in ihrem Lebens- und Familienalltag zielgerichteter unterstützen zu können. Dabei gehe es weniger um zusätzliche Aufgaben als mehr um die Vernetzung vorhandener Einrichtungen und Erfahrungen. Wichtig sei, dass die Kindereinrichtungen trotz aller fachlicher Begleitung eigene und damit auch unterschiedliche Wege entwickeln. Dr. Mario Vogt, Mitglied des Thüringer Landtages für die CDU warf die Frage auf, wie weit sich der Staat in Familien einmischen dürfe und verwies mit Blick auf den Landeshaushalt auf die Erfolge Thüringer Politik im Sinne der Kinder. Schwerpunkt der Diskussion waren die „Sorgenkinder“. Viele Erzieher seien bereits jetzt an der Grenze des Machbaren angelangt. Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen, könne man auch nicht mit erweiterten Angeboten erreichen. Dem gegenüber verwies Frau Prof. Rißmann auf die bisherigen Erfolge des Modellprojektes und sprach sogar von einem Selbstläufer. Sie hoffe, in den nächsten zwei Jahren erste Ergebnisse zum Modellprojekt Kinder-Eltern-Tagesstätte vorlegen und auf andere Einrichtungen übertragen zu können.

  • Mobiles Planetarium
    Sternenshow im kleinsten Dorf
    Masserberg (HH) – Im Foyer des Badehauses steht in dieser Woche ein aufblasbares Planetarium, dass es aber mit seiner 360°- Videoprojektion mit jeder Großkuppel im Land aufnehmen kann.
    Es präsentiert die verschiedensten populärwissenschaftlichen Vorführungen von Hörspielen unterm Sternenhimmel, über Musikveranstaltungen und Filmvorführungen bis hin zu meditativen, entspannenden Shows. Das mobile Planetarium besitzt einen klassischen optisch-mechanischen Sternenhimmelprojektor und lässt sich wie ein aufblasbares Zelt überall aufbauen. In einem Durchmesser von 5 Metern finden bis zu 30 Personen Platz. Je nach Alter, Zielgruppe, Anlass, Interessenlage und Jahreszeit wird ein Programm zusammen gestellt. So findet sich jetzt im Masserberger Programm auch der Film „Das Geheimnis der Papierrakete″ für Kinder ab 5 Jahren. Denn eigentlich ist das Reise-Planetarium für Schulen und Kindereinrichtungen konzipiert. Doch es muss bezahlt werden, denn das innovative Unternehmen wird privat betrieben. Inhaber ist der Zeulenrodaer Hans-Peter Schneider, ehemals Astro- und Physiklehrer, der 1996 im Rahmen einer Auszeichnungsreise in die USA einen simulierten Raumflug trainiert hat. Er kam mit so viel Begeisterung wieder, dass er sich als erster in Deutschland solch ein mobiles Planetarium zulegte, den sicheren Job aufgab und ganz amerikanisch die Firma Universe Dimensions - SpaceScience Edutainment gründete. Doch Schulen können sich solchen Shows kaum leisten. Hans-Peter Schneider muss Kombinationsgeschäfte mit Landratsämtern und kulturellen Einrichtungen machen. So gibt es nebenher auch einen Astro-Shop und eine begleitende Ausstellung berichtet über das Hubble Space Telescope, Mondlandungen und die Weltraumforschung. Das Planetarium mit jeweils 3 Vorstellungen am Tag gastiert noch bis Sonntag in Masserberg.


  • Der SCC Slusia
    „Vergesst Köln, die wahren Jäcken sitzen in Südthüringen!“
    Schleusingen (HH) – Die 27. Saison des Karnevalsvereins steht unter dem Motto: "Ob groß, ob klein, mier sacke alles ein!"
    Das ist ja auch keine große Kunst – bei der Begeisterungsfähigkeit der Schleusestädter für alles, was mit Fasching zu tun hat. So war der große Saal des Reha-Zentrums zum Büttenabend am 8. Februar auch wieder übervoll. Höhepunkte: der Einzug des Elferrates und die Show-, Garde- und Mariechentänze. Mit rund 140 Mitgliedern ist der SCC einer der größten Vereine der Stadt. Mehr als die Hälfte der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche, Nachwuchssorgen kennt man nicht. Bei den letzten Thüringer Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport in der Erfurter Thüringenhalle konnte Jugendmariechen Lina Rauch den Landesmeistertitel holen! Im Mittelpunkt des Abends aber standen die karnevalistischen Büttenreden, darunter viele Gastredner wie Rudi und Charly vom SCV Ikalla und die Anonymics aus Suhl. Auch aus Stützerbach war Besuch da. Aus Schleusingen brillierte wieder der SCC-Stadtreporter, der sich besonders den jüngsten Aktivitäten des Bürgermeisters in Sachen Stadtgrenzen-Erweiterung widmete. Die meiste Stimmung aber erzeugte wie immer das Männerballett. Nach dem offiziellen Programm gab es auch noch genug Gelegenheit zur Musik der Luckytones das Tanzbein zu schwingen. Der SCC lädt übrigens alle Faschingsfreunde zu seinem Kinderfasching am 1. März um 14 Uhr und dem Kostümball am gleichen Tag ab 20:11 Uhr ein.
  • Spanisch in Hildburghausen
    Industrie- und Handelskammer Südthüringen gegen Fachkräftemangel: Hildburghausen (HH) – Zwei Frauen und neun Männer aus Spanien im Alter von 26 bis 46 Jahren wurden heute im hiesigen Bildungszentrum herzlich willkommen geheißen.

    800 Fachkräfte aus allen Regionen der Iberischen Halbinsel hatten sich auf die 28 Stellen beworben, die auf der spanischen Webseite der IHK Südthüringen ausgelobt waren. 11 von ihnen entsprachen genau den Vorstellungen der beteiligten Südthüringer Unternehmen. Es reisten nun durchweg gut ausgebildet Fachkräfte an, die im Hildburghäuser Bildungszentrum mit Deutschunterricht und Integrationsprogrammen 4 Wochen lang für den regionalen Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Untergebracht sind sie im hauseigenen Wohnheim, mit Vollverpflegung und Rundumbetreuung. Schrittweise sollen sie dabei auch ihre Unternehmen in Eisfeld, Hildburghausen, Nahetal-Waldau, Oberland am Rennsteig, Sonneberg, Suhl und Walldorf kennenlernen. Im Idealfall stimmt die Chemie und die Spanier bleiben hier. Es ist bereits das zweite Spanienprojekt der IHK in Folge. 2013 hatten sich von den 13 angereisten Fachkräften immerhin 11 entschieden, in Südthüringen zu bleiben. Teilweise haben sie sogar ihre Familien nachgeholt. So zollte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK, Kersten Mey, den Gästen seinen Respekt. Er wünscht sich, dass auch diesmal möglichst viele ihre Liebe zu Südthüringen entdecken werden. Das Programm, das der Geschäftsführer des Hildburghäuser Bildungszentrums, Kai Michaelis, vorstellte, soll u. a. mit Unternehmer-Grillabenden und Ausflügen zu den Highlights Thüringens genau das erreichen.

  • Rund um den Kickelhahn
    Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks: Ilmenau (HH) – Egal wie das Wetter ist: Eine Wanderung auf den Hausberg der Universitätsstadt bringt nicht nur Fitness, sondern auch Einblicke in die Historie der Region.
    Der Kickelhahn ist ein 861 Meter hoher Bergrücken am Nordrand des mittleren Thüringer Waldes. Er ist der Hausberg von Ilmenau und selbst bei Hochschnee und Nebel lohnt sich eine Tour hinauf. Unterhalb des Aussichtsturms von 1855 steht eine Gaststätte, die sogar täglich geöffnet hat. Die Wege sind gut ausgeschildert und führen nicht weit ab zu den ausgegrabenen Ruinen eines herzoglichen Jagdhauses. Highlight nebenan: das so genannte Goethehäuschen. Das hat der Dichterfürst mehrfach mit seiner Anwesenheit geadelt, auch mit Charlotte von Stein und seinem Herzog Carl August von Sachsen-Weimar. Hier hat er 1783 auch sein berühmtes Gedicht „Über allen Gipfeln ist Ruh…“ geschrieben. Goethe war damals Bergbauminister und hatte oft die Manebacher Steinkohlengruben am Westhang des Bergs zu inspizieren. Daran erinnert nicht nur ein bergbaulicher Lehrpfad sondern auch der Goethewanderweg. Der heutige Name des Kickelhahns stammt aus dem 18. Jahrhundert. Zuvor wurde er Cammerberg genannt. Auf halber Höhe zum Gipfel streift man erst den kleinen- und dann den Großen Hermannstein. Der Fels ist unterhöhlt und soll unserem Nationaldichter oft als Unterschlupf fürs Zeichnen und Schreiben gedient haben. Im 14. Jahrhundert stand hier eine Ritterburg und noch heute haben Bergsteiger und Wanderer gleichermaßen eine allesbeherrschende Aussicht.
  • Neujahrstreff an der Schleuse
    Haushaltstechnisch und infrastrukturell eine der erfolgreichsten Kommunen Thüringens
    Schleusingen (HH) – Der Bürgermeister empfing wie jedes Jahr Vertreter von Politik, Firmen, Vereinen, Kirchen, und Schulen der Stadt und wie jedes Jahr war die Veranstaltung für Überraschungen gut.
    Es wird eine der letzten offiziellen Begegnungen zum Jahreswechsel gewesen sein und eine der wenigen, wo noch die Nationalhymne gesungen wird dazu. Das Motto: Klavier trifft auf Politik wurde gleich in doppeltem Sinne umgesetzt. Zunächst umrahmten zwei Chefärzte aus Coburg die Reden von Klaus Brodführer, Oberhaupt der Schleusestadt, von Thomas Müller, Landrat aus Hildburghausen sowie Jörg Geibert, Innenminister des Freistaates Thüringen. Auf solchen Treffen darf es ja auch immer ein bisschen polemisch zugehen, aber in ihren Grundaussagen, waren die Redner konsequent. Jörg Geibert, der über die Zukunft der deutschen Kleinstadt referierte, zeigte sich noch gar nicht überzeugt von den bisherigen Vorschlägen zu einer Gebietsreform in Südthüringen. Thomas Müller, wie immer sehr heimatverbunden, dankte besonders den Ehrenamtlichen für ihr Engagement in der Region. Das sei das wichtigste Faustpfand gegen Abwanderung und Entfremdung. Klaus Brodführer, dem ja gerne mal Kulturferne vorgeworfen wird, glänzte mit philosophischen und literarischen Bezügen. Er begrüßte besonders die Nachbargemeinde St. Kilian, die ja seit einem Jahr von ihm mit verwaltet wird. Sein wichtigster Dank galt den Unternehmern der Stadt bei der Beschaffung von Arbeitsplätzen. Auch in der Auswahl des kulturellen Höhepunktes im Anschluss bewies er ein sicheres Händchen: Der Klaviervirtuose Felix Reuter zeigte auf amüsante Art, das man doch noch nicht alles erlebt hatte, was man mit klassischer Musik so machen kann.
  • Gebietsreform in Südthüringen
    Wie wichtig sind Bürgern solche Strukturen wie Ober- und Unterzentren, Kreis- oder Stadtgrenzen, Struktur- und Verwaltungsreform?
    Suhl (HH) – Ina Leukefeld von den Linken hatte am 28. Januar 2014 zu einer öffentlichen Diskussion ins Ringberghotel eingeladen. Gäste waren: der Oberbürgermeister von Suhl, Jens Triebel (pl), die Bürgermeister von Zella-Mehlis und Oberhof, Richard Rossel (pl) und Thomas Schulz (FW) sowie der Landrat von Schmalkalden-Meiningen, Peter Heimrich (SPD).
    Ursache, so die Landtagabgeordnete, seien die zahllosen Rangeleien zwischen den Würdenträgern der anwesenden Kommunen in letzter Zeit und die immer konkreter werdende Notwendigkeit einer Fusion von Gemeinwesen um Haushaltsmittel einzusparen. Oberhof, das Millionen von der Landesregierung für Sportstätten und ein neues Stadtzentrum erhalten hatte, muss im Gegenzug mit Nachbarkommunen über einen Zusammenschluss verhandeln. Eine Kommission der Stadtverwaltung hat bereits ihre Fühler nach Zella-Mehlis und Suhl ausgestreckt. Das hochverschuldete Suhl will seinen kreisfreien Status beibehalten, obwohl eine Expertenkommission in Erfurt genau das Gegenteil vorgeschlagen hatte. Zella-Mehlis, mit seinem relativ ausgeglichen Haushalt, steht unter keinem Zwang, außer dass sämtliches Leben aus seinem Zentrum gewichen ist, so mehrere anwesende Bürger der Stadt. Dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen kann es gar nicht gefallen, dass hier über den möglichen Austritt zweier Städte verhandelt wird. Trotzdem ließen sich die Politprofis während der Diskussion auf keine echte Auseinandersetzung ein und spielten eitel Sonnenschein. Die Landesregierung lasse es an administrativen Vorgaben fehlen und überhaupt seien die Verhandlungen so kompliziert, das verstehe eh niemand. Natürlich werde man ausschließlich im Interesse seiner Bürger handeln! Aus dem Kreis der Gäste im Kongresssaal kam so auch wenig Kritik, meist nur Fragen über Missstände im Stadtalltag. Doch in absehbarer Zeit werden sie vor vollendete Tatsachen gesetzt. Denn in den nächsten ein bis zwei Jahren muss sich Oberhof entscheiden.

  • Interview mit Iris Gleicke
    Neue Besen kehren gut? Die Bundestagsabgeordnete aus Südthüringen ist in der Großen Koalition zur parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium aufgerückt und gleichzeitig verantwortlich für die Belange der neuen Länder. Über ihre Vorhaben befragten wir sie in einem Interview. Geboren 1964 in Schleusingen, lernte Iris Gleicke erst Bauzeichnerin und studierte dann an der Fachschule in Gotha Hochbau. Sie arbeitete als Projektantin im VEB Stadtbau Suhl, später im Stadtbauamt Schleusingen, zuletzt als Bereichsingenieurin in der Flurneuordnungsbehörde. Seit 1990 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages, seit 1998 erstmals mit Direktmandat im Wahlkreis 307 (Ilmenau, Neuhaus am Rennweg, Schleusingen, Schmalkalden, Suhl). Sie nahm in dieser Funktion die unterschiedlichsten Aufgaben wahr, z. B. als stellvertretende wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied der Enquetekommission zur Überwindung der Folgen der SED-Diktatur, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie Jugendpolitik, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, stellvertretende Landesvorsitzende der SPD-Thüringen sowie stellvertretendes Mitglied im 2. Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages Terrorgruppe NSU". Darüber hinaus ist sie in Dutzenden Vereinen und Gremien ehrenamtlich aktiv. Iris Gleicke ist verheiratet und hat einen Sohn.
  • Thüringen auf der Grünen Woche
    Internationale Landwirtschaftsmesse in Berlin: Hildburghausen (HH) – Der Südthüringische Landkreis vertritt schon zum zweiten Mal das ganze Bundesland auf der weltgrößten Agrarmesse in der Hauptstadt. Das hat seine Gründe.
    Denn die thüringischen Franken haben mit Bratwurst und Klößen nicht nur die bekanntesten Speisen im Freistaat, sie scheinen auch schneller und verlässlicher als andere Eindrucksvolles aus dem Boden stampfen zu können. So sieht das jedenfalls Thomas Müller, der Landrat von Hildburghausen. Er hat am großen Messestand von Thüringen Schlips und Kragen gegen Schlapphut und Lederhosen eingetauscht und schnitzt unentwegt an irgendwelchen Tannenzweigen herum. Als hätte er nie etwas anderes gelernt, verwandelt er einen unscheinbaren Ast in einen so genannten „Zwerbel“, pardon - Hütesquirl. Der Stand ist wie ein Dorfplatz mit Tanzlinde gestaltet und präsentiert der sich gleich neben dem Eingang in Halle 20 einladend und weltoffen. Hier wird das Lebensgefühl südlich des Rennsteigs präsentiert, mit leistungsfähiger Landwirtschaft, ökologischen Nahrungsmitteln und weitgehend intakter Natur. Rings um die Hildburghäuser Bühne haben die anderen Highlights des Freistaates aufgebaut, von Weimarer Zwiebelzöpfen bis Apoldaer Bier. Das Prinzip: Nahrungsgüterwerbung ist Tourismuswerbung! So spielt hier die Kirmes auf, der Werratalradweg kommt mit Hometrainer und einem Film daher, ein Töpfer mit Drehscheibe und ein Kasperkopfschnitzer, warme Strümpfe strickt man, Musikanten spielen auf, Vipa verteilt Naschen und ein kleines Fachwerkhaus wird aufgebaut. In der kommenden Woche soll die ganze Mannschaft gewechselt werden, damit sich noch mehr Produkte und Vereine vorstellen können. Zum Thüringer Ländertag am vergangenen Wochenende waren die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und der Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz zu Gast. Sie wurden mit handgemachten Klößen verwöhnt. Noch bis zum 26. Januar ist die Grüne Woche in der Messe Berlin geöffnet.
  • Geschlossene Schneedecke am Rennsteig
    Stell dir vor, es ist Winter und keiner geht hin:
    Schmiedefeld (HH) – Endlich! Ski und Rodel gut, konnte am Sonntag früh von den Kammlagen des Thüringer Waldes vermeldet werden. Nur schien das niemanden zu interessieren.
    Nur ein paar ganz Verwegene trafen sich auf der Höhe, um sich den Winterfreuden hinzugeben. Dabei waren die Wanderer noch weit in der Überzahl, nur ganz vereinzelt traf man Skiläufer oder Schlittenfahrer. Dabei herrschte herrliches Winterwetter, minus 2 Grad Celsius, 10 Zentimeter Neuschnee, zwar keine Sonne aber auch kein Wind. Das was sich die Wintersportgemeinde seit 2 Monaten gewünscht hatte. Vielleicht wussten die meisten, was sie erwartet: Um Schmiedefeld herum war keine einzige Loipe gespurt, sämtliche Lifte hatten geschlossen, ebenso alle Imbissbuden, Bauden oder Tourist-Informationen. Vor einigen Großparkplätzen hing eine Kette. Nur in den Gaststätten schien – der Belegung der Parkplätze zufolge – ein gutes Geschäft zu laufen. So hielt sich das Murren in Grenzen. Vielleicht gibt es ja noch ein paar Wintertage, das Wetter soll ja so bleiben. Aus den Verwaltungen war zu hören, dass in dieser Woche auch unbedingt Spuren angelegt werden sollen. Zur Öffnung der Abfahrtspisten könne noch keine Aussage getroffen werden, erst müsse der Boden für die Pistenraupen stärker gefrieren. Also scheint man als Wintersportfreak doch besser mit den Hochgebirgen beraten zu sein. Denn wenn die Winter hierzulande auch immer kürzer werden, die Reaktionszeit der Freizeitverantwortlichen wird es wohl nicht…
  • Das Kindertheater Sachsenbrunn
    Wenn die Lust am Schauspielen an die Jungen weitergegeben wird: Vor acht Jahren begann der hiesige Theaterverein über seinen Nachwuchs nachzudenken. Er startete eine Werbekampagne und fand nicht nur jede Menge Interessenten, sondern auch solche, die Talent mitbrachten.
    Seit dem ist das Kindertheater der Gemeinde nahe der Werraquellen mehr als nur ein Ableger des Theatervereins. Etwa 20 Mitglieder von neun bis 17 Jahren spielen so anspruchsvolle Stücke wie „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, „Im Bann der bösen Dreizehn“ oder „Schneewittchen“. Immer vor ausverkauftem Haus, immer mit stürmischem Beifall bedacht. Die Gaststätte zum Werratal ist dabei Probe- und Aufführungsort mit circa 150 Sitzplätzen. Trotz beengter Möglichkeiten auf der Bühne ist alles da, was ein professionelles Theater braucht: Inspizient, Souffleuse, Tonstudio, Nebel- und Lichteffekte, Video-Überwachung etc. Dazu sind viele Ehrenamtliche vom Verein unterwegs. Aktuell spielen die Nachwuchsschauspieler das Märchen „Rumpelstilzchen“ (siehe Video), das besonders durch sein aufwendiges Bühnenbild und die Kostüme besticht. Regie führt die Leiterin des Kindertheaters Viola Fritz, tatkräftig unterstützt von ihrem Mann Detlef. Wo sehen die beiden das Geheimnis ihres Erfolgs? „In den Originaltext eingefügte Mundart-Elemente und Bezüge zur heutigen Welt.“ Für die jungen Leute auf der Bühne und die noch jüngeren im Saal scheint es die richtige Mischung zu sein.
  • Biathlon in Oberhof
    Eine Nachlese zum Biathlon Weltcup in Oberhof mit einem Interview von Christopher Gellert, Geschäftsführer der WSRO-Skisport GmbH und einem Statement von Andrea Henkel
  • Tour de Ski 2013 in Oberhof
  • Modelleisenbahn in Eisfeld
    Stephan Dressel im Interview von Leon Görner
  • Theater im Kindergarten
    Leuchtende Kinderaugen in der Adventszeit: Schleusegrund (HH) - In der Tagesstätte Sonnenblume in Schönbrunn wurde für Kinder und Eltern das Theaterstück „Die Zweite Prinzessin“ aufgeführt.

    Das Bühnenstück mit Musik von Gertrud Pigor handelt von einer zweitgeborenen Prinzessin, die sich von den königlichen Eltern gegenüber ihrer Schwester zurückgesetzt fühlt. Immerhin geht es um so wichtige Privilegien, wie huldvoll vom Balkon winken oder abends länger Fernsehen gucken. Wie im richtigen Leben also. Die hochwohlgeborene Zicke wird mit Hingabe - mal schrill, mal einfühlsam - von Doreen Olbricht gespielt. Gemeinsam mit ihrem Partner Rolf Weißleder hatte sie erst in diesem Jahr das Theater „Die 2“ gegründet. Während die studierte Schauspielerin noch eine Handpuppe - nämlich die erste Prinzessin - zu bedienen hatte, musste der erfahrene Mime das Kindermädchen, den König und die Königin geben. Die Kinder in der Sporthalle des liebevoll gestalteten Kindergartens waren völlig aus dem Häuschen. Sie fieberten regelrecht mit, wie die Prinzessin gegen ihre ungeliebte Schwester Intrigen schmiedete. Sie kannten schon ein anderes Stück des Theaters: „Der Löwe, der nicht schreiben konnte. Brigitte Heimbrot, die Leiterin der 15 Jahre alten Kindertagesstätte, will mit solchen Aufführen ihren über 80 Schützlingen den Advent versüßen. Denn „Die zweite Prinzessin“ hat natürlich ein Happy End: Der König entschied, dass jeweils eine der Schwestern im halbwöchigem Rhythmus als erste Prinzessin auftreten durfte. Ein weiser Entschluss im Geschwistwerkrieg! Wer „Die 2“ noch im Dezember sehen möchte: Am 7. gastieren sie in Bauerbach, am 8. im Kulturstadel Stressenhausen, am 14. im Eisfelder Schlosssaal, am 15. in Untermaßfeld, am 22. im Schützenhaus Heldburg und am 1. Weihnachtsfeiertag im Badehaus Masserberg. Rolf Weißleder ist wieder zu Silvester im Hildburghäuser Stadttheater mit seinem berühmten „Dinner for One“ zu bewundern.
  • Taekwondo an der Schleuse
    Sportler aus Südthüringen über Ländergrenzen hinweg erfolgreich: Schleusingen (HH) – Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich ein Sportverein aus der Provinz in relativ kurzer Zeit bis an die europäische Spitze vorgearbeitet.
    Die Kampfkunst- und Sportgemeinschaft KSG 57 Schleusingen veranstaltete am vergangenen Wochenende in der Turnhalle des Gymnasiums ihre jährliche Gürtelprüfung. 36 meist jugendliche Vereinsmitglieder aus der ganzen Region stellten ihr Können in der koreanischen Kampfsporttechnik Taekwondo unter Beweis. Sie versuchten mit ganz spezieller Fußtechnik (Tae), Handtechnik (Kwon) ihren Weg (Do) zur nächsthöheren Gürtel-Stufe zu finden. Die gibt es in den Farben Weiß, gelb, grün und schwarz, sowie gemischt noch in jeder Menge Zwischenstufen. Dazu musste eine große Zahl von Holzbrettern zertrümmert werden. Den Schmerz dabei spürten selbst die unbedarften Zuschauer. Das waren zumeist die Eltern der jugendlichen Kämpfer, von denen einige bei Vorbereitung und Verpflegung geholfen hatten. Wichtiger aber als der Schmerz, so der Tenor, sei die Konzentration während der 3-4 Stunden dauernden Prüfung, denn Schnelligkeit und Zielgenauigkeit sind entscheidender als rohe Kraft. Iris Gleicke, die Schleusinger Bundestagabgeordnete für die SPD, war als Sponsor da. Die Schleusinger hatten erst Anfang des Jahres in Bad Kissingen zur deutschen Meisterschaft erste, zweite und dritte Plätze nach Thüringen geholt. Das fiel auf und so berief der Bundestrainer 5 der besten Sportler aus der Kampfgemeinschaft in die deutsche Nationalmannschaft. Man wurde Mitglied im Weltverband WKF (World Kickboxing Federation) und bei der Europameisterschaft erst jetzt im Oktober im österreichischen Pregenz waren alle fünf Sportler in ihren Altersklassen auf Anhieb erfolgreich: Florian Menzel wurde Europameister, Hannes Keller Vize, Cornelia Weißbrot holte einen 3. Platz und Teresa Neumann, die nur für eine verletzte Mitstreiterin eingesprungen war, holte dreimal einen 2. Platz. Auch Uwe Keller, der Vorsitzende vom KSG 57 belegte einen 3. Platz. Er sieht die Gründe für den Erfolg seines Vereins in der aufwendig betriebenen Nachwuchsgewinnung. Man könne – wie bei den meisten Sportarten - gar nicht früh genug mit dem Training anfangen.
  • Weihnachtszauber mit Herz
    Adventskonzert im Gotteshaus: St. Kilian (HH) – Die Sängerin Katharina Herz ließ am vergangenen Sonntagabend ihre Besucher in Kindheitserinnerungen schwelgen.

    Denn sie sang fast ausschließlich traditionelle Weihnachtslieder, die jeder kennt und die durch die gefühlvolle Darbietung auch alle berührten. Die Atmosphäre in der evangelischen Kirche war dazu bestens geeignet, in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Denn die so deklarierte Autobahnkirche ist ein spätgotischer Bau aus dem Jahr 1690 mit klangvoller Akustik, im Advent nun dezent festlich geschmückt und am Sonntag bis auf die Emporen gefüllt. Pfarrer Ullrich Triemer freute sich über die vielen Besucher und begrüßte Katharina Herz mit ihrem Pianisten Steffen Heinze. Die Entertainerin aus Ilmenau ist eine studierte Opernsängerin, die sich aber der volkstümlichen Schlagermusik verschrieben hat. Das brachte sie in Hitparaden und die verschiedensten TV-Sendungen. Trotzdem scheint ihr der Erfolg nicht zu Kopf gestiegen zu sein, denn sie outete sich im Interview (Siehe Video!) als Weihnachtsmensch. Sie mag Kirchen, solche schlichten Konzerte und die Menschen vom Land. Hier müsse sie nicht künstlich Power auf der Bühne bieten wie sonst, sondern könne ihrer Stimme unverfälscht freien Lauf lassen. Sie empfahl, sich im Weihnachtskommerz nicht unterkriegen zu lassen und die Liebsten mit kleinen, auf sie zugeschnittenen Geschenken zu beglücken.
  • Kindermusical in Milz
    Romantsches im Advent: Wenn Elternherzen am höchsten schlagen: Römhild (HH) – Die Musikschule Fröhlich aus Sachsenbrunn führte ihr erstes Musiktheater in der Weihnachtszeit auf. Hunderte Eltern lauschten verzückt dem Klang ihrer Kinder.

    Auf der Bühne agierten nicht nur die 35 Musiker des Akkordeon-Orchesters „Die Harmonikas“, sondern auch viele kleine Nachwuchskünstler aus der ganzen Region. Da war ein falsches Tönchen schnell verziehen. Das Musical „Toffel und das Glockenmännchen“ handelt von kaputtgegangenen Märchen, die in der Vorweihnachtszeit schnell wieder repariert werden müssen. Arrangiert hatte das Stück die Leiterin des Nachwuchsorchesters, Birgit Bischoff. Sie ist gleichzeitig die Chefin der Musikschule Fröhlich in Sachsenbrunn, die zu den knapp 500 Franchise-Partnern einer der wohl größten Akkordeon-Schulen der Welt gehört. Ihre Welt ist – bereits seit 1995 - die musikalische Ausbildung von Kindern. Dabei unterrichtet sie in der Früherziehung bereits Kinder ab Dreieinhalb Jahren. Zur Ausbildung kommt sie neben Sachsenbrunn direkt in die Orte Harras, Eisfeld, Veilsdorf und Crock. Allerdings müssen Kinder und Eltern die Geduld aufbringen und mindestens 3-4-mal in der Woche üben. Die beste Motivation dafür sei ein öffentlicher Auftritt. Und den hatten sie nun im schmucken Kulturhaus der Grabfeldgemeinde Milz, das nicht nur vom Platz her der geeignete Ort war, um das Ergebnis monatelangen Mühens zu präsentieren. So gab es am 2. Adventswochenende hier gleich zwei Konzerte: Im Mittelpunkt des Kindermusicals am Nachmittag stand natürlich das Nachwuchsorchester „Die Harmonikas“ mit 20 Akkordeons, 2 Gitarren, Schlagzeug und Keyboard. Abends dann präsentierte Birgit Bischoff ihr Drei-Generationen-Orchester mit 34 Musikern von 9 – 71 Jahren mit bekannten Weihnachtsliedern zum Mitsingen. Sie plant übrigens das Kindermusical auch im Stadttheater Hildburghausen aufzuführen.
  • Karneval Gleichamberg
    Auch südlich des Rennsteigs wird allerorts die 5. Jahreszeit eingeläutet: Die Auftaktveranstaltung am Fuße der Gleichberge fand im Kulturhaus Landgasthof in Gleichamberg statt.
    Dazu hatten sich die hiesigen Karnevalisten fünf Gastvereine eingeladen, um gemeinsam mit ihnen die närrische Saison zu eröffnen. Da sei so Brauch, sagen die Jäcken, denn gerade die Garde- und Showtänzer der Vereine müssten sich schließlich auch mal in der Fremde bewähren können. Die befreundeten Vereine waren so auch nicht in voller Stärke angereist, sondern je nach Lust und Notwendigkeit der Betreuung ihrer meist jugendlichen Tanzgruppen. Da waren die Römhilder Pappnasen gekommen, deren närrische Traditionen bis ins 18. Jahrhundert reichen, der Milzer Carneval Verein, der aus einem der ältesten Dörfer im Grabfeld stammt, der SCC „Slusia“ aus Schleusingen, deren Jugendmariechen Lina Rauch bei den Thüringer Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport den Landestitel holen konnte, die Hildburghäuser Karnevalisten, die zu Hause noch mit einem richtigen Prinzenpaar feiern, die Bibraer Faschingsdamen, aus der Gemeinde mit der schicken Burg, der Karnevalsverein IKALLA, der mit seinen Großveranstaltungen im Congress Centrum Suhl berühmt wurde und sogar - über den Rennsteig hinweg – der Elxlebener Club aus dem Landkreis Sömmerda. Verstanden haben sich die Klubs ausnehmend gut – die Sprache des Faschingstanzes ist halt international. Der Karnevalsverein Gleichamberg, mit seinen 135 Mitgliedern, will nach und nach alle Mitglieder des Thüringer Landesverbandes der Karnevalsvereine zu seiner jährlichen Auftaktveranstaltung einladen. Das sind 327 – man hat also noch die nächsten Jahre zu tun.

  • Erster Weihnachtsmarkt
    Die Jahresendfeiern haben begonnen:
    Veilsdorf (HH) – Er hatte alle Eigenschaften eines echten Weihnachtsmarktes, wurde aber vorsichtshalber – um keinen Ärger mit dem Weihnachtsmann zu bekommen – „vorweihnachtlicher“ Basar genannt.
    In der kleinen Werratal-Gemeinde Schackendorf verkauften am vergangenen Wochenende Freizeitkünstler die ersten Geschenke für das Christenfest. Organisiert hatte das Angebot die Milch-Land GmbH Veilsdorf, ein landwirtschaftliches Großunternehmen, das sein Betriebsgelände am Rande von Schackendorf zu einem Erlebniszentrum für Jedermann umgebaut hatte. Hobby-Handwerker aus der Region hatten nun für diesen Tag geschnitzt, gemalt, geklebt, gefilzt und gebastelt. Auf den liebevoll gestalteten Auslagen wurden nicht nur die berühmten Topflappen und Kerzenhalter angeboten, sondern auch geschnitzte Engel, Glaskugeln und buntglitzernde Sterne. Im dazugehörenden Milchcafe gab es Kaffee und Kuchen, Weihnachtsmusik spielte - was bedurfte es mehr, um die Familien aus nah und fern anzulocken. Ganz nebenbei konnten die Besucher die üblichen Angebote des Erlebnisbetriebes wahrnehmen, wie Streichelzoo, Tierfütterung, Melkanlage, Spielplatz etc
  • Museumsnacht in der Bertholdsburg
    Nachtschwärmerei mit Bildungseffekt:
    Schleusingen (HH) – Das naturhistorische Museum lud am vergangenen Samstag zur inzwischen traditionellen Abendveranstaltung mit speziellen Angeboten besonders für Kinder.
    Und so strömten gleich zur Eröffnung um 18 Uhr hunderte Familien heran – so viele Besucher habe es zur Museumsnacht noch nicht gegeben, sagt Museumsleiter Rolf Werneburg. Da rannten Kids durch die heiligen Hallen, um die Fragen für das Museumsquizz abzuarbeiten. Da hörte man das “Oh, guck mal…“ und „ Schau mal hier…“ sowohl in den naturwissenschaftlichen Sammlungen als auch in den Räumen für die Stadtgeschichte. Dabei wurden die Kinder immer wieder vom Museumsgespenst aufgescheucht. Ruhe fanden sie an verschieden Bastelständen, wo beispielsweise Edelsteinbäumchen oder kleine Muschelanhänger herstellt werden konnten. Selbst an einer richtigen Druckerpresse durften sie Hand anlegen, wo für sie eine wertvolle Grafik von Schleusingen entstand. An allen Mitmach-Stationen spürte man das Engagement des Freundeskreises im Erlebnismuseum. Auch für die erwachsenen Besucher wurde Außergewöhnliches geboten. Mit weißen Handschuhen holte man den Original-Lutherbrief von 1536 aus der alten Gymnasialbibliothek. Der Fürstensaal war in eine kleine Gaststätte verwandelt worden, wo das Duo Jazznah spielte.
    Das Schleusinger Museum in ist nicht nur das einzige Naturkundemuseum Südthüringens, es ist auch eines der größten im ganzen Freistaat. In der geologischen Exposition „300 Millionen Jahre Thüringen“ werden Tausende Minerale, Kristalle und Gesteine gezeigt sowie große Saurier-Modelle und Farnwälder, die den Fundstücken aus unserer Vorzeit nachempfunden wurden.
  • Provinzschrei in Hibu
  • Erneute Beerdigung der Dunkelgräfin
  • Gedenken an Pogromnacht
    Vor 75 Jahren begannen die Nazis mit der industriemäßigen Ausrottung der Juden in Europa
    Schleusingen (HH) – Zum Jahrestag der so genannten Reichskristallnacht, in der deutschlandweit jüdische Gotteshäuser niedergebrannt wurden, fanden in Südthüringen vielfältige Veranstaltungen statt.
    In Schleusingen trafen sich die Bürger zunächst zu einer Andacht an der ehemaligen Synagoge in der Bertholdstraße. Dort hatte das Bündnis gegen Rechtsextremismus vor fünf Jahren eine Stele der Erinnerung aufgestellt. Die Menschen zündeten Kerzen an, legten ein Gebinde nieder, beteten und sangen. Bewegende Momente in der Erinnerung an die namentlich bekannten Opfer in der Stadt. Im Anschluss fand eine Gedenkveranstaltung im Künstlerhof Roter Ochse statt, auf der der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Prof. Dr. Reinhard Schramm, über die "Pogromnacht“ damals und jüdisches Leben heute sprach. Die lebendige, teils sogar heitere Art im Umgang mit dem Thema Aufarbeitung in Deutschland ließ die etwa 80 Gäste gebannt lauschen. Er kritisierte die frühere Politik in Deutschland, die trotz Mahnung auf dem rechten Auge blind gewesen sei und wehrte sich gegen die einseitige Verurteilung der Siedlungspolitik in Israel. Dieses Engagement der Bürger wie hier in Schleusingen sei es, was ihn immer wieder mit seiner Heimat aussöhne. Für den Organisator der Veranstaltung, Thomas Marzian, sei es gerade diese Ausdauer der Antifaschisten, die den Rechtsextremismus im Landkreis Hildburghausen zurückgedrängt habe.



  • Qutdoor Cuba
  • Kirmes in Linden
    In den Dörfern Thüringens geht langsam die Kirmes-Saison zu Ende:
    Straufhain (HH) – Vom 23. bis 26. Oktober 2013 fand in dem kleinen Dorf im Grabfeld die diesjährige Kirmes statt. Brauchtum wird hier vor allem von den jungen Leuten zelebriert.
    Auch heute noch gibt es einen Gottesdienst für die Kirmesgesellschaft in der Dorfkirche, denn die Kirmes geht ja auf eine Kirchmesse – meist deren Weihe – zurück. In den Landgemeinden hat sich dieses große Fest auf die Zeit nach der Ernte verschoben. So gehört Linden mit dem Termin Ende Oktober zu den letzten Kirmesfeiern in Thüringen. Die Traditionen werden hier bis ins kleinste Detail gepflegt: Die Auswahl der unverheirateten Paare, ihre traditionellen Tänze in schicken Trachten, das Schmücken des Dorfes, die Musikständchen vor jedem Haus, die buntgekleideten Hanswürste, den laut geschrienen Slogan „13, 14 Karmes!“, der Umzug durchs Dorf, bei dem die Kirmestorte vorangetragen wird und die „Beerdigung“ des festes zum Schluss. Die Kirche mit den beiden großen Dorfdeichen, die restaurierten Fachwerkhäuser und natürlich die Lindenbäume bilden eine treffliche Kulisse dafür. Schon am Freitag werden im ortsansässigen Kulturhaus die „Sprüchla“ aufgesagt. Jungen und Mädchen machen lustige Gedichte über ihre Partner und tragen sie öffentlich vor. Auf dem Lindenstein, wo früher das so genannte Petersgericht abgehalten wurde, wird am Samstag von den eigens ausgewählten Kirmespfarrer und Kirmesschulz eine Predigt gehalten. Auch die darf nicht besonders ernst genommen werden. Natürlich wird auch bis zum Abwinken getanzt, getrunken, geschlemmt und viel gelacht. Linden hat zwar nur 300 Einwohner, aber auf der Kinderkirmes am Samstag zweifelt man an der Statistik der geburtenschwachen Jahrgänge: Da herrscht ein Gewimmel an Kindern und jungen Paaren, dass man um die Zukunft von Linden und damit auch um die der Kirmes keine Angst haben muss.
  • Kirmes in Gleicherwiesen
    Feiern mit geschichtlichem Hintergrund:
    Römhild (HH) – Die Kirmesgesellschaft Gleicherwiesen kennt nicht nur die exakten Abläufe ihres traditionellen Festes, sie hat auch noch einen Historiker am Ort, der die Rituale wissenschaftlich erklären kann.
    Eckhard Witter ist ein ehemaliger Dorfschullehrer, der sich jetzt im Ruhestand mit der Geschichte seiner Heimat beschäftigt und ihre alten Sagen sammelt. Wenn im Herbst die Dorfjugend in ihren Trachten die alten Bräuche zelebriert, dann kennt er deren sinnhaften Ursprung in vorchristlicher Zeit und die Veränderungen, die sie durchmachen mussten. Seine Heimatdörfer
    Gleichamberg und Gleicherwiesen haben ihren Namen von den Gleichbergen nebenan, wo schon die alten Kelten ihre Naturreligionen pflegten. Deren Bräuche wurden – wie überall auf der Welt – von den christlichen Missionaren unterdrückt, oder wenigstens umgedeutet. Die Menschen haben sie dann im Lauf der Jahrhunderte noch an ihren Alltag angepasst. So wurde aus der Kirchweihe die Kirmes als Erntedankfest. Aus dem Maibaum im Frühjahr entwickelte sich der Kirmesbaum im Herbst. Auch das „Ausgraben“ der Kirmes hat vorchristliche Wurzeln. Die wie im Fasching bunt gekleideten „Hanswürste“ stellen eigentlich Dämonen dar, die den Menschen üble Streiche spielen sollen. Gleicherwiesen war auch der letzte Ort in der Region, wo das Spektakel des „Hahnschlagens“ praktiziert wurde. Hintergrund: Die Dämonen versuchten den Verkünder des neuen Tages zu erschlagen. Das Ritual mit lebenden Tieren wurde aber vor ein paar Jahren wegen Protesten aus Tierschutzkreisen abgesetzt. Den jungen Leuten im Dorf ist die Verbindung von heidnischem Brauch und kirchlichem Fest sowieso egal – zumindest während der Kirmes –denn da wollen sie ja ihren Spaß haben (Siehe Video!).
  • 1. Museumsnacht
    Ein langer Abend präsentierte die historischen Schätze im Gleichberggebiet:
    Römhild (HH) – Eingeladen hatte das Gleichbergmuseum, Schloss Glücksburg und das Dorfmuseum Mendhausen. Wer die Menschenmassen dort gesehen hat, glaubt nicht, dass die Ausstellungen sonst auch reguläre Öffnungszeiten haben.
    Die gemeinsame Klammer war nicht nur territorial sondern auch kulinarisch angelegt. Dazu ließ sich jede Exposition etwas Besonderes einfallen: Im Keltenmuseum hatten der Förderverein „Freunde der Steinsburg“ extra eine Küche unserer Vorfahren nachgebaut. Rezepte und Zutaten aus dieser Zeit reichten vom Wildschwein am Spieß bis zu Getränken aus Honig. Es gab außerdem Vorträge über das keltische Sommerend-Fest Samhain und Dr. Seidel, der Leiter des Steinburgmuseums führte durch die Ausstellung.
    Das Römhilder Museum in der Glücksburg eröffnete mit einer Foto-Ausstellung von Peter Brachmann, führte durch die reichhaltige Keramikschau und untermalte die Verkostung fränkischen Weines mit der Musik der Band „Dreiklang“.
    Das Dorfmuseum Mendhausen präsentierte seine außergewöhnlich umfangreiche Sammlung aus dem Leben der hiesigen Kleinbauern. In einer rustikalen Küche gab es eine deftige Abendmahlzeit mit Selbstgeschlachtetem und frischem Brot aus dem Backhaus. Der Rundgang mit dem Nachtwächter führte über den historischen Dorfkern und in die Kirche St. Urban. Interessierte konnten unter Anleitung selbst Spinnen und Weben. Alle drei Museen boten themenbezogene Spiele für Kinder und einen Shuttelservice zu den anderen Einrichtungen an. Deutschland-Today interviewte in den Einrichtungen die maßgeblichen Akteure Horst Worliczek, Kerstin Schneider und Barbara Freund.

  • Männerballet- Ausscheid
    Gaudi zum Auftakt der Faschingszeit:
    Schalkau (HH) – Sechs Herren-Tanzgruppen aus ganz Thüringen samt ihren Fans waren der Einladung nach Truckenthal, unterhalb des Rennsteiges, gefolgt. Es war nicht auszumachen, wer mehr Spaß hatte: Die Herren auf der Bühne oder die Damen im Saal.
    Die Gruppen kamen aus Bad Blankenburg, Eisfeld, Ziegenrück, Tettau und Schalkau. Die Reihenfolge der Auftritte war ausgelost, es gab offizielle Bewertungsregeln, eine Jury und die Wahl des Siegers. Wäre das Gejohle im Publikum nicht gewesen, hätte es eine amtliche Erhebung sein können. Mit ernster Miene schwebten die haarigen Waden und Bäuche im Röckchen dahin. Als zum Schluss die Mädels auch mal auf die Bühne durften, war der Beifall lange nicht so überschwänglich. Viele Kinder und Familien im Saal zeugten von der Beliebtheit des Genres. Der Ausscheid fand in der riesigen Ferien- und Freizeitanlage „Im Waldgrund“ statt. Ein rühriges Team hat hier eine Kinderferienlage aus DDR-Zeiten in die neue Zeit gerettet. Ausrichter der Ballett-Show war der Kulturbund aus Schalkau, der bereits sein 60-jähriges Bestehen feiern konnte. Auch hier eine Rettung aus vorbundesrepublikanischer Zeit, bei der die Ursache für das hohe Alter auf der Hand liegt: Man scheint sich hier schon immer mehr für den Fasching engagiert zu haben, als für Lesungen und Konzerte. Zwar gehören die Aktiven hier nicht in die große Liga, wo die Wettstreite der Faschingsgruppen im Karnevalsverband ausgetragen werden, aber gelacht wird hier bestimmt lauter. Da ist es auch egal, wer die Trophäe mit nach Hause nimmt. Truckenthal, eine Eingemeindung von Schalkau, kam das letzte Mal wegen der großen ICE-Brücke auf der Strecke Erfurt – Nürnberg in die Medien. Wer den Thüringer Ausscheid im Männerballet erlebt hat, würde das enge Tal im Wald sicher als Faschingshochburg adeln wollen.
  • Das Suhler Marionetten-Theater
    Die traditionelle Puppenbühne lebt!
    Suhl (HH) – Allen Unkenrufen zum Trotz über den Einfluss moderner Medien bei Kindern erfreut sich das Spiel mit den ungelenken Figuren großer Beliebtheit.
    Am vergangenen Sonntagnachmittag wurde im Türmchen des Concress-Centrums Suhl „Peter und der Wolf“, ein musikalisches Märchen für Kinder aufgeführt. Christian Lusky, Leiter des Marionetten-Ensembles, gab den großen und kleinen Besuchern eine lustige Einführung in das anspruchsvolle Stück. Während der ganzen Vorstellung war kein Laut zu hören, die Kinder lauschten gespannt mit wachen Augen. Die schwarzgekleideten Strippenzieher hinter, oder besser: über der Bühne wissen, woran das liegt: Hier wird nicht experimentiert, Selbstdarstellung oder Effekthascherei betrieben. Hier wird gutes altes Marionettentheater geboten, ähnlich wie bei den berühmten Augsburger Kollegen. Die Inszenierungen sollen so nah wie möglich am Original zu bleiben, die Puppen seien Verfremdung genug. Absoluter Renner ist in Suhl "Der Räuber Hotzenplotz" für Kinder und bei den Inszenierungen für Erwachsene "Eine kleine Zauberflöte". Die Veranstaltungen sind meist ausverkauft und beim Rundgang nach der Vorstellung hinter der Bühne kommen nicht nur die Kids ins Schwärmen. Wie die meisten deutschen Bühnen müssen auch die Suhler subventioniert und gesponsert werden. Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich, stecken dafür aber umso mehr Herzblut in ihre Kunst. Sie kommen aus durchweg aus artfremden Berufen; vom Unternehmer bis zur Masseurin ist alles dabei. Für die neue Spielzeit jetzt im Herbst entstanden für Erwachsene "Eine kleine Entführung aus dem Serail" und für Kinder "Frau Holle" und "Das Märchen von der verlorenen Kiste". Am 18. Januar 2014 wollen die Puppenspieler den 1.Tag des Figurentheaters unter dem Motto: "Suhl lässt die Puppen tanzen" organisieren.
  • 4. LEADER-Konferenz Südwestthüringen
    Dem düsteren Bild der Demographen ein Schnippchen schlagen:
    Rohr - Was machen mit der schönen Heimat, wenn keiner mehr drin wohnt? Ein schleichender aber fortgeschrittener Prozess wird durch die Schlagworte Geburtenrückgang, Fachkräftemangel und Abwanderung beschrieben.

    Am 15. Oktober 2013 diskutierten in Kloster-Rohr Pädagogen, Unternehmer, Politiker und andere Entscheidungsträger darüber, wie junge Leute nach der Ausbildung in der Region gehalten werden können. Eingeladen hatten die drei regionalen LEADER-Aktionsgruppen Wartburgregion e.V., Henneberger Land e.V. und Hildburghausen-Sonneberg gemeinsam mit dem Amt für Landentwicklung und Flurerneuerung Meiningen. Deren Chef, Knut Rommel, moderierte die Konferenz unter dem Titel „Jugend und Bildung im ländlichen Raum“. Er hätte wohl keinen geeigneteren Ort für die Veranstaltung finden können als das BTZ Rohr-Kloster, das Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Südthüringen. 30 modern ausgestattete Fachwerkstätten in 28 Berufen für knapp 500 Auszubildende, 300 Theorieplätze, das Internat und die Mensa sprechen von dem Bemühen um die Jugend hierzulande. Doch das reicht nicht aus, weiß Antje Strauch, die Leiterin hier, die durch das BTZ führte. Um Jugendliche von der Abwanderung in Ballungsgebiete abzuhalten, bedarf es eines ganzen Bündels von Maßnahmen. Peter Hoffmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südthüringen erklärte, dass dazu eine umfassende Schulbildung genauso dazu gehören, wie attraktive Ausbildungsplätze, eine gute Entlohnung, bezahlbare moderne Mietwohnungen, kurze Wege, und jugendgemäße Angebote für Freizeit und Erholung. Der Direktor der Regelschule Dermbach, Meinolf Hepp und der Vorsitzende des schulinternen Fördervereis, Guido Wächtersbach plädierten für eine frühestmögliche Herstellung eines Heimatbezuges, durch geschickte Kooperation von Schule und regionalen Institutionen. Wie man auch in der Industrie einen Heimatbezug herstellen, verriet Reinhard Jacob, Geschäftsleiter der Analytik Jena AG in Eisfeld. Der Bürgermeister von Schmalkalden, Thomas Kaminski, erläuterte, wie er Jugendeinrichtungen seiner Stadt als Steuerungselemente in der Bevölkerungsentwicklung nutzt. Einhelliges Fazit: Die Arbeitswelt spielt eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung junger Menschen für ihren Wohnort. Dabei schließt sich der Kreis: Nur wenn in Südthüringen auch für Jugendliche eine lebenswerte Zukunft gesichert werden kann, ist auch der Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen gesichert, so abschließend Peter Heimrich, Landrat von Schmalkalten-Meiningen.
  • Schloss Bertholdsburg
    Ferienkinder erkunden heimatliche Geschichte: Schleusingen – Regelmäßig in den Ferien verwandelt sich Rosika Hoffmann, verantwortlich am Naturhistorischen Museum für Regionalgeschichte, in Mechthild von Henneberg, geborene von Baden, und erzählt im historischem Gewandt über ihr Leben und „ihre“ Burg.
    So soll trockene Historie besser von den Jüngsten verstanden werden. Bekannt ist die bestens erhaltene Burganlage allen, dominiert sie doch die alte Residenzstadt am Fuße des Thüringer Waldes. Sie wurde 1226 von Poppo VII. aus dem Grafengeschlecht derer von Henneberg am Zusammenfluss von Erle und Nahe errichtet. Die Grafen waren alter fränkisches Adel, der vermutlich von den berühmten Popponen abstammt und 1078 erstmals erwähnt wurde. Sie kamen mit der Ostkolonialisierung gegen Ende des 11. Jahrhunderts in unsere Gegend. Die Henneberger dehnten im Laufe der Jahrhunderte ihr Herrschaftsgebiet bis zum Main und über den Rennsteig hinweg aus. Als ihre Herrschaft 1274 in drei Linien zerfiel, machten die Grafen von Henneberg-Schleusingen die Bertholdsburg zu ihrem Stammsitz. Bedeutendster Vertreter war Berthold VII., Berater des Kaisers und Verwalter der Mark Brandenburg, der später in den Fürstenstand erhoben wurde. Unter Wilhelm VI. erhielt die Anlage um 1500 ihr heutiges Aussehen im Stil der Renaissance. Im Jahr 1583 starben die Henneberger im Mannesstamm aus und die Gebiete um Schleusingen und Suhl fielen an die Sachsen. Sie wurden aber weiterhin von der Bertholdsburg aus verwaltet, auch als das Land nach den Napoleonischen Kriegen an Preußen ging. Heute wird das Schloss von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten verwaltet. Es beheimatet ein naturhistorisches und ein heimatgeschichtliches Museum. All diese dürren Zahlen brachte Rosika Hoffmann den Schülern auf dem Rundgang lebendig und erlebnisintensiv nahe. Nach ihren Erfahrungen bleibt bei Kindern mehr hängen, als bei Älteren.
  • Die 14. Hubertusjagd
    Wenn vom Fuchs nur noch der Schwanz übrigbleibt: Der Reit- und Fahrverein in Friedrichroda veranstaltete am letzten Wochenende seine traditionelle Fuchsjagd. Er hat damit ein Alleinstellungsmerkmal, denn den anderen reitenden Jägern ist die Lust dazu vergangen.

    Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte er in allen Lebewesen den göttlichen Ursprung und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie eingesetzt. Diese "Achtung vor dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Die hier beschriebene Fuchsjagd ist eine Parforcejagd (frz. par force „mit Gewalt“) oder Hetzjagd, bei der die jagende Hundemeute mit Pferden begleitet wird. Sie war bereits den Kelten bekannt und erfreute sich insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert an den europäischen Fürstenhäusern großer Beliebtheit. Aus Tierschutzgründen ist die Parforcejagd in Deutschland seit 1934 verboten, in Großbritannien seit 2005. So haben sich ersatzweise Jagdrennen und das Jagdreiten entwickelt. Die Reitjagd ohne Hunde heißt Fuchsjagd. Auch in Friedrichroda haben die jagdbegeisterten Reiter aus der Not eine Tugend gemacht und den Fuchs durch einen Reiter ersetzt, der lediglich einen Fuchsschwanz an der Schulter trägt. Sonst aber geht es höchst englisch zu: mit schicker Reituniform, Pferdeappell, dem Ausreiten einer Trophäe und dem so genannten Verblasen der Strecke. 26 Reitbegeisterte aus dem Landkreis Gotha, dem Unstrut-Hainich-Kreis und aus Eisenach waren der Einladung nach Friedrichroda gefolgt. Den Fuchsschwanzträger gab der Vereinsvorsitzende Siegfried Koppe ab. Ihm folgte der so genannte "Master", der führende Reiter. Auf der etwa 23 km langen Jagdstrecke gab es 20 Hindernisse bis max. 70 cm Höhe, die gesprungen bzw. umritten wurden. Das Jagdfeld begleiteten mehrere Kutschen mit Betreuern, einer Bläsergruppe und dem „Jagdgericht“. Regelmäßig wurden Pausen mit einem kleinen Umtrunk eingelegt. Höhepunkt der "Jagd" war das Ergreifen des an einem Strohballen befestigten "Fuchses" im Vorbeireiten mit der Hand. Trotz der abgewandelten Rituale schien es allen großen Spaß zu machen. Kein Wunder, dass sich der Friedrichrodaer Reit- und Fahrverein über Nachwuchs keine Sorgen machen muss.
  • 20. integratives Sportfest
    Wenn Alt und Jung, Behindert und Gesund, Deutsche und Migranten aufeinander treffen: Am 18. Oktober 2013 fanden in der Hildburghäuser Kreissporthalle "Werratal" die 20. kreisoffenen integrativen Sportspiele statt.
    Die Veranstaltung des Landkreises stand unter dem Motto: Einander verstehen - Miteinander leben - Voneinander lernen. Hier waren das nicht nur leere Worthülsen. Nach der Eröffnung um 9.00 Uhr durch den Landrat, Thomas Müller, wurden gemeinsam Sportwettkämpfe und Spiele durchgeführt. Aufgebaut waren 11 Stationen für 7 verschiedene Altersklassen und viele weitere Sportangebote. Circa 350 Teilnehmer aus 16 Schulen, Heimen und Tagesstätten wechselten sich hier ab, darunter besonders viele Kinder. Neben Showeinlagen der Kindertagesstätte "Farbkleckse" und der Albert-Schweitzer-Förderschule aus Hildburghausen traten Stelzenläufer an, die für die Kleinen lustige Ballonfiguren formten, die Suhler Akrobaten zeigten sportliches Turnen und die Wefa Eisfeld lud zu einem Mitmachtanz ein. Durch das Programm führte Ali Fröhlich. Auch in diesem Jahr ermittelte man die Sportlichste Einrichtung bzw. Sportgruppe oder Sportverein, die sportlichste Teilnehmerin und den sportlichsten Teilnehmer. Bei der Ausgestaltung des Jubiläumssportfestes halfen viele Dutzende Partner und Ehrenamtliche. Sie alle wollten mit dem traditionellen Sportfest stetig den Integrationsgedanken vertiefen, ihren Schützlingen Spaß und Freude am Sport vermitteln und das Miteinander stärken. Wer in die leuchtenden Augen der Teilnehmer geschaut hat, weiß: Es hat funktioniert!
  • Die Dunkelgräfin
    Nach langem Hin und her wurde am Dienstag, den 15. Oktober 2013 das Grab der legendenumwobenen Dunkelgräfin in Hildburghausen geöffnet.
    Von 1810 bis 1837 lebte hier in Begleitung, aber sehr zurückgezogen eine Frau, in der der Volksmund die französischen Prinzessin Marie Thérèse - genannt "Madame Royale" vermutet, die einzige Überlebende der französischen Königsfamilie nach der Revolution von 1789.
    Der MDR treibt das Projekt gemeinsam mit der Stadt Hildburghausen, Steinmetzen und Wissenschaftlern zielstrebig voran, um in Würde die Identität der sterblichen Überreste zu klären.
    Trotz der Enge vor Ort und dem unfreundlichem Wetter ließ man den Massenandrang der Medien mit Geduld über sich ergehen.
    Nicht alle waren für die Exhumierung. Eine Bürgerinitiative hatte sich gegen eine Graböffnung ausgesprochen und bezeichnete sie als Mysterie-Spektakel.
    Zur Zeit der Filmaufnahmen war noch nichts gefunden worden, aber am Abend kamen dann doch Skeletteile zum Vorschein. Die sollen nun gentechnisch ausgewertet werden.

  • Auswandern
    Wenn junge Menschen das Land verlassen: Im vergangenen Jahr hat sich die Einwohnerzahl Thüringens um 11.143 auf 2.170.460 reduziert. Das ist zwar der geringste Rückgang seit dem Wendejahr 1989, aber immer noch kehren Jahr für Jahr etwa 50 Tausend Menschen dem Freistaat den Rücken. 7.978 gingen davon 1912 sogar ins Ausland. Wie die Zahlen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ausweisen, wandern bereits seit 2005 mehr Deutsche ins Ausland ab, als von dort zurückkommen. Im vergangenen Jahr verließen 140.000 Deutsche das Land. Trotzdem gilt die Bundesrepublik nicht als Massenauswanderungsland. Zwar hat sich die internationale Mobilität der Deutschen seit den 1970er Jahren mehr als verdreifacht, aber dieses Phänomen sei kein deutsches, sondern ein globales. Noch viel höhere Auswanderungsraten haben Großbritannien, Schweden und die Niederlande. Das Problem: Die Auswanderer sind überdurchschnittlich gut ausgebildet, mit 32 Jahren relativ jung und häufiger männlich als weiblich. Finanzielle Rücklagen haben die wenigsten. Nach den Motiven befragt, stehen diffuses Fernweh, eine spezielle Ausbildung, oder die Jobsuche im Vordergrund. Dabei sind die Chancen auf einen Beruf überall schlechter als in Deutschland. Sie fallen umso geringer aus, je niedriger die berufliche Qualifikation und die Sprachkenntnisse sind. Die gute Nachricht: Die wenigsten wollen für immer auswandern. Nach einer Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung erwog 2009 jeder achte Deutsche, ins Ausland zu gehen. Aber weniger als ein Drittel zog eine endgültige Übersiedlung in Betracht. Laut Statistischem Bundesamt ist die Auswanderungslust der Deutschen sogar etwas zurückgegangen. Im Jahre 2009 kehrten knapp 20.000 Menschen Deutschland weniger den Rücken, als im Vorjahr. Derjenige aber, der geht, braucht immer noch Abenteuerlust, Improvisationstalent und visionäre Ambitionen. Wenn dann die Liebe noch ins Spiel kommt, helfen sowieso keine Appelle an die Vernunft. Im Video zeigen wir das Beispiel eines jungen Mannes, der genau ins Klischee passt. Der ehemalige MDR-Mitarbeiter ist in der Bretagne gelandet.



  • Klettern in Südtirol
    Sektion Suhl des Deutschen Alpenvereins in Aktion: 24 Wander- und Bergbegeisterte hatten 1990 den Verein gegründet. Heute sind es 700 Mitglieder.
    "Geburtshilfe" leistete damals die Coburger DAV-Sektion und natürlich der Hauptverein des DAV in München. Es gab Schenkungen, wie Büroausstattung und die ersten Bücher als Grundstein für die inzwischen kräftig angewachsene Bibliothek. Vorsitzender ist seit vielen Jahren Klaus Wahl. Die Geschäftsstelle findet man in der Rimbachstraße 9; Dienstag und Donnerstag von 15.30 Uhr bis 18.00 Uhr ist immer jemand da. Geklettert wird an Felsen und an künstlichen Kletterwänden. Die Aktivitäten beschränken sich jedoch nicht nur auf das Bergsteigen und Bergwandern. Daneben gibt es Wandertouren in den Mittelgebirgen, jährlich ein Fluss-Paddelabenteuer, Fahrradausflüge und hin und wieder Dia-Vorträge.
    Zur Information der Mitglieder werden 2 bis 3mal jährlich die Sektionsmitteilungen "bergauf" herausgegeben, eine eigene Website und eine Facebook-Gruppe.
    Im Video begleiten wir Mitglieder der Sektion an den Gardasee in Italien – dem europäischen Mekka aller Bergsteiger in Arco. Die Felsen dort – Ausläufer der so genannten Brenta-Gruppe – bieten alles was das Bergsteiger-Herz begehrt. Es gibt mehr als 160 Routen in den Schwierigkeitsgraden 4a bis 9a. Grandiose Aussicht inklusive. Durch seine geschützte Tallage am Unterlauf des Flusses Sarca herrscht das ganze Jahr über ein besonders warmes Mikroklima. Das wussten schon die Menschen in der Steinzeit zu schätzen. Überhaupt war die Gegend über die Jahrhunderte Gegenstand von Streitigkeiten zwischen Römern, Kelten, aus Verona, Tirol, Frankreich und Bayern. Davon kündet nicht nur die imposante Burgruine von Arco. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Städtchen sogar zum Wintersitz des österreichischen Kaiserhofs. Die Berglandschaft ringsum bietet Sportklettergebiete wie auch viele längere alpine Touren bis zu 1000 m Kletterlänge. Im Klettergebiet Massone finden jedes Jahr im September der Wettkampf „Rock Master“ statt. 2011 war Arco der Austragungsort der elften Weltmeisterschaft im Klettern.


  • Theresienfest
    Größtes Volksfest Südthüringens mit Höhenfeuerwerk beendet:Was 1991 in einem Bierzelt für 500 Personen begann, hat sich inzwischen zu einer fest etablierten, riesengroßen Party in Hildburghausen entwickelt. Jährlich, in den ersten Oktobertagen, lockt das Theresienfest immer an die 100.000 Besucher in die Kreisstadt an der Werra. In einem Monster-Festzelt und auf dem Festplatz geht´s mehrere Tage rund - mit allem, was dazugehört: einem großen Rummel, dem traditionellen Michaelismarkt, Musik für alle Altersklassen, einem zünftigen Festumzug und einem farbenfrohen Feuerwerk zum Abschluss. Höhepunkt war der Umzug am vergangenen Sonntag mit über 70 Vereinen aus der Stadt und seiner Umgebung (Siehe Video!) Charakter und Dimension hier erinnern irgendwie an das Oktoberfest in München und – bei aller Bescheidenheit – es gibt da mehr als nur einen Zusammenhang: Am 12. Oktober 1810 feierte Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig I., seine Vermählung mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Die Festlichkeiten, zu denen auch die Münchner Bürger eingeladen waren, fanden auf einer damals noch vor den Toren der Stadt gelegenen Wiese statt. Diese trägt seit dem zu Ehren der Braut den Namen "Theresienwiese". Was daraus entstand, ist bekannt. Sicher hätten sich die Bayern auch irgendeinen anderen Namen für ihre Feierwurt einfallen lassen. Aber so hat das weltbekannte Fest in München seinen Ursprung in Hildburghausen. Es ist also mehr als legitim, hier jährlich das Theresienfest zu feiern.
  • Sächsische Schweiz anders
    Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks: Jeder kennt sie – und das ist das Problem. In der Saison strömen Tausende Touristen dichtgedrängt über die Felskuppen der Bastei. 10 Meter daneben - ist man allein. Menschenmassen und Idylle gehen eben schlecht zusammen. Doch jeder will verständlicherweise die romantischen Traumgebilde sehen: die Festung Königsstein, Rathen, das Kirnitztal. Schon am Lilienstein aber, noch mit dem Auto zu erreichen, wird es dünn. Im Nationalpark um den Großen Winterberg ist man dann fast schon allein. Sammeln tut es sich da nur noch an den Gaststätten. Um die Tschirnsteine trifft man dann niemanden mehr: Stundenlanges Ergehen in grandioser Natur mit Entdeckergefühl inklusive. Die Geologen sagen Elbsandsteingebirge, Sächsische Schweiz der Fremdenverkehr. Die Namen kamen aber erst im 19. Jhd. auf, als die Berge von Romantikern mit Sendungsbewusstsein entdeckt wurden. Schon in der Steinzeit verschanzten sich Menschen auf den Felsen, wie am Pfaffenstein noch unüberbaut besichtigt werden kann. Im Mittelalter stritten Slawen und Sachsen um die Region. Ihre Burgen und Siedlungen sind noch schön auf dem Hohnstein zu erkennen. Die Elbe galt da noch als wichtigste Einfallschneise nach Böhmen. Damals aber hatten die Menschen kaum Möglichkeiten, sich gegen Hochwasser wie in Bad Schandau heute zu schützen. Der Elberadweg bietet die Schönheiten der Natur aus unangestrengter Entfernung. Doch nicht überall ist Biken erlaubt, wie zum Beispiel im Polenztal. Die schroffen Felsen hier wollen natürlich auch per Seil erobert werden – Klettern hat in der Sächsischen Schweiz eine lange Tradition. Übrigens: Das Elbsandsteingebirge hört an der tschechischen Grenze nicht auf. Dahinter geht es genauso beeindruckend weiter…

  • Die Ernte 2013
  • Neues aus Schloss Bedheim
  • Das Dorf - Diedorf
    1250 Jahr-Feier mit großem Festumzug beendet: Selbst in einer Gegend, wo jeder zweite Hügel eine vorzeitliche Wallsiedlung trägt, gilt Diedorf in der Vorderen Rhön als eines der ältesten Gemeinwesen.
    Sein Jubiläum beging der Ort im Wartburgkreis mit einer Festwoche und wie üblich - mit großem Engagement. Kaum einer der 373 Einwohner war nicht eingebunden. Es gab eine offizielle Eröffnung mit vielen Ehrengästen, Feierstunden, einen Festgottesdienst, ein Kinderfest, Volksmusik, eine Oltimer-Ausstellung und nicht wenige Tanzveranstaltungen für Jung und Alt. Im Festzelt spielten die zum Beispiel die Dorfrocker und eine ABBA-Coverband. Höhepunkt der Feierlichkeiten aber war der große Festumzug mit mehreren hundert Teilnehmern, der sich über 2 Stunden durchs Dorf schlängelte. Da wurde die Dorfgeschichte in vielen bunten Bildern lebendig. Natürlich marschierten die Kelten mit, gefolgt von den Germanen, die adligen fränkischen Invasoren zeigten sich, die ihre Reste auf der Fischburg hinterlassen haben, die Henneberger Grafen gaben sich die Ehre, die Wettiner Fürsten von Sachsen-Weimar und natürlich Bauern, Handwerker, Weltkrieger, Russen, Honecker und zum Schluss die ansässigen Unternehmen von heute. Bemerkenswert: Die Diedorfer hatten 1342 vom Kaiser - damals der König Ludwig von Bayern - nicht nur das Markt, sondern auch das Stadtrecht verliehen bekommen. Man hatte es aber anscheinend nicht nötig – bis heute – davon Gebrach zu machen. So blieb Diedorf – eben das Dorf. Die Organisatoren vom hiesigen Kulturverein sahen sich mit den vielen Tausend Gästen bedankt. Die ganze Verwaltungsgemeinschaft um Kaltennordheim schien angereist zu sein.
  • 10. Stadtlauf in Treffurt
    Eine Laufveranstaltung, die die ganze Kommune in Bewegung versetzt: Eigentlich ein Lauf wie in den vergangenen Jahren auch, sagt der Bürgermeister. Doch für Außenstehende ist die Sportveranstaltung Spiegelbild der rasanten Entwicklung, die das Städtchen im Wartburgkreis seit der Wiedervereinigung genommen hat.
    Wie in der Kommune selbst, wurde beim Lauf auf Tempo gedrückt, die Teilnahme war Ausdruck der Verbindung der Bürger zu ihrer Stadt und die Organisation der Veranstaltung zeigte professionelles Management. An der Normannsteinhalle, wo sich Start und Ziel befanden, herrschte mit knapp 400 Teilnehmern und mehreren Hunderten Gästen dazu herrlichem Sonnenschein Volksfestatmosphäre. Es gab einen Kinderlauf, eine 10, eine 5 und eine 1,7 Kilometer-Strecke. Der Geländelauf führte aus dem schmucken Fachwerkstädtchen steil hinauf in die Berge über dem Werratal, an der aufwendig sanierten Burg Normannstein vorbei in Richtung der Höhe Adolfburg, immerhin ein Höhenunterschied von 190 Metern. Auch das Sportgymnasium und der Olympiastützpunkt Oberhof waren wieder dabei. Das Besondere nämlich: Hier treten Weltklasseskiläufer mit Laufamateuren gemeinsam an. Womit nicht gesagt sein soll, dass die Favoriten auch immer als erste durchs Ziel gehen. So gab es die unterschiedlichsten Wertungen, auch überregional, die Treffurter Schüler hatten ihre eigene Meisterschaft und man konnte sogar echte Preisgelder abräumen. Allerorts wurde deutlich: Hier waren nicht nur ein paar Laufenthusiasten zu Gange wie anderswo, sondern spendierfreudige Sponsoren, der extrem rührige Sportverein Normannstein, ja die ganze Stadtverwaltung. Sogar eine extra dafür gefertigte Holzskulptur wurde im Wald aufgestellt. Die Ergebnisse des Stadtlaufes finden Sie unter www.svnormania.de.

  • Feuerwehr Eisfeld
    160 Jahre Freiwillige Feuerwehr
  • Thüringer Wald Firmenlauf
    Es ging ganz langsam los und entwickelte sich zu einem Megaevent. Für den bereits 4. Thüringer Wald Firmenlauf hatte sich das Biathlon-Stadion in Oberhof in eine große Partyzone verwandelt. Wie ein buntes Band strömten am Mittwochnachmittag, den 21. August 2013 Mitarbeiter und Chefs von fast 200 Unternehmen und Institutionen entlang des Rennsteiges in die Wintersport-Arena. Mit 2600 Läufern und Nortic Walkern kamen diesmal über 1000 Sportler mehr als im vergangenen Jahr. Damit wurden selbst die kühnsten Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Sie hatten aber clever vorgebaut.
    Das Forum Thüringer Wald, ein Zusammenschluss aus IHK, Handwerkskammer und Mittelstandsvereinigung, traf mit der Veranstaltung augenscheinlich den Nerv vieler Unternehmen.
    Bei der Anmeldung und Vorbereitung auf den Lauf spürte Jeder: Hier geht es nicht nur um sportliche Leistungen, sondern auch um eine gute Atmosphäre im Betrieb, Spaß und Austausch zwischen den Kollegen sowie der Kommunikation unter den Firmen. Nicht wenige machten mit originellen Kostümen Reklame für ihre Produkte. Die Sparkasse Hildburghausen hatte als Olsenbande verkleidet gleich ein ganzes Blasorchester im Schlepptau. Das gemäßigte Wetter versprach optimale Lauf-Bedingungen und der Volksfestcharakter wurde durch die Live-Band JAM, eine Disko, Massenversorgung und Sponsorenstände unterstrichen. Niemand zeigte sich von der riesigen Baustelle nebenan beeindruckt, wo gerade ein großes Touristik- und Sportzentrum für Oberhof entsteht.
    Dr. Peter Traut, Präsident der IHK Südthüringen, begrüßte alle Gäste, die von den Moderatoren schon mächtig in Stimmung gebracht worden waren. So gab es beim traditionellen Maskottchen-Lauf über 200-Meter im Stadion viel Jubel. Die bis zu 50 Kilogramm schweren Kostüme waren zwar schweißtreibend, werbetechnisch aber äußerst wirkungsvoll. Es folgte ein Warm-Up mit der ehemaligen Skilangläuferin Manuela Henkel. Punkt 18 Uhr fiel der Startschuss für den offiziellen Firmenlauf: Vorweg die Sprinter, gefolgt von den Sportwanderern und Spaß-Teilnehmern. Die 4,3 Kilometer lange Original-Biathlon-Strecke offenbarte mit unterschiedlichem Belag und teils langen Steigungen manche Herausforderung. Nicht wenige Läufer entwickelten echten Ehrgeiz, angefeuert durch Freunde und Kollegen. Beim Zieleinlauf dann die Erfüllung: In den Gesichtern der Sportler stand nicht nur Erschöpfung, sondern auch Stolz auf die vollbrachte Leistung. Jetzt musste schnell der Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung gebracht werden.
    Die Siegerehrung dann brachte dem Firmenlauf seinen Höhepunkt.
    Schnellster Chef wurde Jonny Reum von der Möller Group aus Ohrdruf. Christine Probst vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Meiningen ging als erste Chefin durchs Ziel. Als schnellste Mitarbeiterin konnte Stefanie Schubert von den Liku-Flitzmietzen aus Mengersgereut-Hämmern ausgezeichnet werden. Ihr männliches Pendant wurde Marcel Knape von der Tapps Vital GmbH aus Tabarz. Zusätzlich gab es noch weitere Auszeichnungen für AZUBIs, Nordic Walker und ganze Teams. Als aktivste Firma brachte die Rennsteig-Werkzeuge GmbH aus Viernau mehr als 100 Mitarbeiter auf die Bühne. Jeder von ihnen erhielt als Preis eine Eintrittskarte für die Tour de Ski im Dezember in Oberhof. Als kreativste Firma wurden die als Märchenfiguren verkleideten Mitarbeiterinnen des Kindergartens „Kindernest Rodebach“ aus Zella-Mehlis ausgezeichnet. Den zusätzlich ausgelobten Wettbewerb um das kreativste T-Shirt räumte die Steuerkanzlei Carl-Kästner aus Meiningen ab. Die subjektiven Wertungen wurden vom Beifall der Zuschauer abhängig gemacht und erzeugten noch einmal eine grandiose Stimmung. Wahrlich ein außergewöhnliches „Wirtschaftstreffen“ im Thüringer Wald – aber sicher ein sehr effektvolles. Die Atmosphäre spiegelte den Leistungsstand der hiesigen Wirtschaft wieder. Das zeigte sich auch auf der After-Run-Party später, die sich noch lange hinzog.

  • Moose und Flechten
    Spezialisten untersuchen vergessene Lebensformen im Thüringer Wald: Am Wochenende tagte ein europaweit vernetzter Verein von Profi- und Laienbotanikern im Berghotel Stutenhaus. Tagsüber waren sie in den hiesigen Gefilden unterwegs.
    Sie kriechen mit Lupen auf dem Boden umher, schmeißen mit lateinischen Fachbegriffen nur so um sich und gaben sich den Namen Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft, kurz BLAM. Was schwer auszusprechen ist, bezieht sich auf die lateinischen Begriffe für Moose und Flechten - den Objekten ihrer Begierde. Sie lieben und sammeln sie, wie andere Briefmarken – nur mit einem höheren Nutzen für die Allgemeinheit: Denn der Zustand von Moosen und Flechten gibt Auskunft über den Zustand unserer Böden. Bekannt davon sind 36.000 Arten weltweit und sie lassen sich oft nur mikroskopisch unterscheiden. Viele von ihnen stehen auf der Roten Liste der UNESCO für bedrohte Pflanzen. Die wuchernden Winzlinge (Flechten werden nicht zu den Pflanzen gezählt) sind entscheidend für die meisten Ökosysteme, bilden gute Nährstoffindikatoren und werden sogar pharmazeutisch genutzt. Sie regulieren den Wasserhaushalt, binden Co2 und Wissenschaftler vermuten sie sogar im Weltraum. Besonders faszinierend sei ihr Zusammenspiel mit anderen Lebewesen und so erstellen die Forscher große Karten von Verbreitungsgebieten ihrer Schützlinge. Sie sollen Rückschlüsse auf ganze ökologische Systeme zulassen. Die Biologen besuchten die Gleichberge, den Dolmar und die Felsgebiete um Oberschönau. Neben der Verteilungsanalyse sind sie auch immer auf der Suche nach neuen Exemplaren.
  • Orchester der Thüringer Polizei
    Wöchentlich Konzerte in der Touristenhochburg am Inselsberg: Allerorts barmen Gastronomie und Tourismus im Freistaat über ausbleibende Gäste. Anders in der Kurstadt Friedrichroda am Fuße des Thüringer Waldes. Allerdings tut man hier auch etwas dagegen. Zum Beispiel mit einer Konzertreihe jeden Samstag im Buschmann-Pavillon des Kurparkes. Am vergangenen Wochenende war dort das Polizeiorchester Thüringens zu hören, mit sinfonischer Blasmusik, klassischen Hits und Evergreens. Das Musikkorps ist ein modernes, großes Orchester mit 30 Berufsmusikern unter Leitung von Andrè Weyh. Es tritt hier in Friedrichroda regelmäßig für Kurgäste und Einwohner auf und zumindest die Hiesigen schienen von der hohen Qualität nicht sonderlich überrascht. Mit einem breit gefächerten Repertoire spielt der Klangkörper Adaptionen der Kompositionen des Barock, der Klassik und der Romantik bis zu moderner Musik, aus den Bereichen Jazz, Film und Musical. Besonderen Beifall erhielt die Moderatorin und Gesangssolistin Amanda Büchner. Mit über 100 Konzerten pro Jahr ist der Klangkörper ein fester Bestandteil der kulturellen Landschaft Thüringens. Er spielt aber nicht nur zu dienstlichen Veranstaltungen der Polizei und offiziellen Anlässen der Landesregierung sondern auch in der Öffentlichkeit, gibt Benefizkonzerte oder tritt in Thüringer Schulen auf. In Friedrichroda jedenfalls - einer von 5 staatlich anerkannten Luftkurorten in Thüringen - ist er eine feste Größe. Man liegt hier mit den Übernachtungszahlen gleich hinter Erfurt, Weimar und Oberhof. Das scheint aber nicht nur an den touristischen Highlights wie Marienglashöhle oder Kloster Reinhardsbrunn zu liegen, sondern an rührigen und cleveren Vermarktern in der Stadt. Hier haben sogar die riesigen FDGB-Bettenburgen aus DDR-Zeiten überlebt. Friedrichroda galt damals nach Kühlungsborn als zweitgrößter Erholungsort.

  • Die Thüringer Pforte
    Ausflugstipp für Sport-, Natur- und Geschichtsfreaks: Was die für Nordrheinwestfalen war, könnte die Thüringer Pforte für unseren Freistaat gewesen sein: Geschichtsträchtiger Durchlasspunkt für Waren und Krieger aller Couleur.
    Das Thüringer Becken wird an seiner nördlichsten Stelle von einem Höhenzug begrenzt, der von der Unstrut durchbrochen wird und so die Hainleite links und rechts die Schmücke entstehen lässt. Bewacht wird der Durchbruch durch gleich zwei Festungen unmittelbar übereinander– der Haken- und darüber der Sachsenburg. Beide sollten vor feindlichen Einfällen schützen und den nord-südlichen Verkehr zwischen Sachsen und Thüringen kontrollieren. Das brachte jede Menge Zoll. Die Untere Burg ist die Ältere, auf einer noch früheren Wallanlage erbaut. Jetzt existieren nur noch Bergfried, Teile der Ringmauer und diverse Keller. Sie wurde um 1000 herum, wahrscheinlich von den Thüringer Landgrafen errichtet. Als 1247 Graf Siegfried von Anhalt die Pfalzgrafschaft Sachsen einnahm, stellte er zur Verstärkung noch die Obere Burg dazu. Im Laufe der Zeit gingen die Gemäuer durch die Hände verschiedener Herrschaften, bis die Obere im 17. und die Untere im 19. Jahrhundert aufgegeben wurden. Die Obere Burg hatte noch einmal ein kurzes Intermezzo als Gaststätte, die aber 1945 ausbrannte. Die beiden angrenzenden Höhenzüge waren in Vorzeiten ein alter Handelsweg, von dem noch heute tiefe Hohlwege zeugen. Sie sind fast durchgehend bewaldet, so dass man nur ab und an einen diesen grandiosen Ausblick ins Erfurter Becken und zum Kyffhäuser genießen kann. Die schmalen Bergrücken sind in mehrere Landschaftsschutzgebiete unterteilt; erst im April diesen Jahres kam das südlich von Heldrungen gelegene Gebiet der westlichen Schmücke dazu. Große Teile der Hainleite sind dazu durch den Truppenübungsplatz Bad Frankenhausen gesperrt. Die Aue zwischen der Thomas-Münzer-Stadt, Oldisleben und Heldrungen ist ein Paradies für Radfahrer, gespickt mit Sehenswürdigkeiten und Alternativrouten. Highlight ist der 200 km lange Unstrut-Radweg, immer am Schicksalsfluss der Thüringer Könige entlang, die hier die lange Brücke des Dörfchens Sachsenburg unterquert.

  • Phönix Fire Convention
    Der Feuervogel flog, brannte, stürzte aber nicht ab: Feuerkünstler aller Couleur und aller Herren Länder trafen sich vom 30. August bis 1. September im Freizeitpark am Rande der Berggemeinde Waffenrod.

    Ein buntes Völkchen war da angereist, mit Zelt, sphärischer Musik, sperrigen Geräten und viel brennbarer Flüssigkeit. Drei Tage lang lernten, experimentierten und probten 150 zumeist jungen Leute wie man möglichst effektvoll das extremste aller Naturelemente in einer Show einsetzen kann, ohne sich und anderen Schaden zuzufügen. Hannes Kappe, einer der Organisatoren erklärte aber, dass die Feuertemperatur hier weit unter den normalen Brennpunkten liege – also keine wirkliche Gefahr. Außerdem steht vor dem Anzünden das langwierige Einstudieren des Auftrittes. So wurde in dutzenden Workshops jongliert, getanzt, gepeitscht, Akrobatik betrieben und Tricks ausgetauscht. Am Samstagabend dann gab es eine öffentliche Open-Air-Show für die Menschen aus der Region, die sich auch von einem leichten Nieselregen nicht abhalten ließen. Hell leuchtete die Arena am Waldrand im Feuerschein der vielen Akts. Die Zuschauer waren begeistert und fragten sich, warum die Künstler überhaupt trainieren mussten.
  • Mittelalterspektakel
    Feiern wie unsere Altvorderen: Historische Feste gibt es inzwischen viele hierzulande. Selten aber finden sie vor solch trefflicher Kulisse statt, wie der des alten Residenzschlosses der Grafen von Henneberg.
    Am Wochenende beherrschten Ritter und fahrendes Volk das historische Gelände um Burg und Stadtkirche. Zumindest wie wir uns das so vorstellen. Trotzdem üben solche Themenfeste eine ungeheure Faszination auf die Menschen aus, sei es aus Geschichtsinteresse, Alltagsflucht oder der Suche nach der Guten alten Zeit. Natürlich gab es einen historischen Markt mit fliegenden Händlern, Handwerkern und Künstlern, überall erklang mittelalterliche Musik und in Tavernen wurde nach Herzenslust geschlemmt und gezecht. Die Vielfalt des Angebotes überraschte, das Ambiente stimmte durchgehend und ständig wechselte das Programm, mit Minnesang, historischem Badehaus, Gauklern und Feuerzauber. Während es die Kinder besonders zur geschichtenerzählenden Hexe und aufs handbetriebene Karussell zog, fühlten sich die Eltern mehr von den deftigen Ritter- und Kampfspielen angesprochen. Überall spürte man die professionelle Hand des Veranstalters. Zwar haben Mittelalterspektakel schon Tradition auf der Bertholdsburg, aber erstmals hatten Museum und Schlossverwaltung kommerzielle Organisatoren unter Vertrag genommen. Es scheint sich gelohnt zu haben. (Siehe Video!)
  • 18. Internationales Glasbachrennen
    Rennfahrer-Weltelite zu Gast im Thüringer Wald
    Tropische Hitze und ohrenbetäubender Lärm lagen am letzten Wochenende über dem idyllischen Glasbachtal nahe dem Rennsteig. Das hielt aber 10 Tausend Besucher nicht davon ab, einem Event zu folgen, das als Formel 1 der Bergrennen gilt.

    Während es anderen Sportarten nicht gelingt, große Wettkämpfe nach Thüringen zu holen – hier wird es vorgemacht: Ein Team Ehrenamtlicher der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland reaktivierte 2011 eine schon zu DDR-Zeiten betriebene Renn-Serpentine zwischen Steinbach und Ruhla, finanzierte und montierte in Eigenleistung 1000 zusätzliche Leitplanken, baute damit Europas modernste und sicherste sowie Deutschlands längste Bergrennstrecke, überzeugte Behörden, Anwohner, Aktive und letztlich auch die Europäische Motorsportvereinigung. Nachdem die Oberländer in den letzten Jahren gezeigt hatten, dass sie professionelle Rennen organisieren können, kamen in diesem Jahr 174 Fahrer in 60 Teams aus 12 Nationen, denn diesmal konnten sie auch Punkte für die Fia-Berg-Europameisterschaft sammeln. Eine weitere Kategorie war die Berg-Europameisterschaft historischer Sportwagen, dominiert besonders von Ferrari und Porsche aus den 70er Jahren. Zusätzlich wurde der Bergpokal des Deutschen Motorsportbundes für Tourenwagen ausgelobt. Verschiedene Rennklassen sorgten für ein buntes Fest der unterschiedlichsten Fahrzeugtypen - von Rennflitzern bis zum umgebauten Tourenwagen. Da gab es bis zu 550 PS starke Motoren, die die fünfeinhalb Kilometer von Steinbach bis zum Glasbachstein mit durchschnittlich 260 Stundenkilometern hinauf bretterten. Die 35 engen Kurven und eine geschwindigkeitsreduzierende Schikane wurden von einigen Fahrern sträflich unterschätzt. Das führte zu manchem Blechschaden und viel Arbeit für die 340 freiwilligen Helfer. Zwar blieben schwere Unfälle aus, aber nach jedem Crash mussten die im 30 Sekunden-Takt gestarteten Rennwagen zurückfahren und neu beginnen. Das brachte einige Verzögerung. Mit dabei waren auch sechs Fahrer aus Thüringen, allerdings kräftemäßig außerhalb der Konkurrenz. Favorit von Anfang bis Ende der Italiener Simone Faggioli, der den Streckenrekord auf unter 2 Minuten drückte. Die Ergebnisse insgesamt sind unter www.glasbachrennen.de zu finden.


  • 10. Werraenergie Pleßlauf
    Am Wochenende gab es wieder einen Jubiläumslauf in Südthüringen: Der Pleß in der nördlichen Rhön gilt als Hausberg der geschichtsträchtigen Werragemeinde. Zu DDR-Zeiten als Sperrgebiet tabu, ist er heute wieder ein beliebtes Ausflugsziel mit Gaststätte und Aussichtsturm.
    Nun bedurfte es nur noch ein paar Cross-Läufer mit Heimatliebe – und schon war vor 10 Jahren eine neue Laufveranstaltung geboren. Immerhin gibt man in Breitungen offen zu, vom großen Bruder dem Guthsmuths-Rennsteiglauf inspiriert worden zu sein. Genau wie bei ihm zählen die sportlichen Reize ebenso, wie die landschaftlichen: 90% der Strecke führen über Waldwege der Vorderrhön. Start und Ziel befanden sich wieder auf dem Festplatz am Naherholungsgebiet Kiessee mit seinem Campingplatz. Wie immer gab es mehrere Läufe, wobei natürlich der Halbmarathon und die 30-Kilometerstrecke über das Pleßplateau im Mittelpunkt standen. Aber auch der Viertelmarathon und der Kinderlauf über 800 Meter am Badestrand entlang, zogen Gäste, Läufer und Wanderer magisch an. Fest ins Programm wurde der Basilika-Lauf aufgenommen. Die Strecke über 5km führt durch ganz Breitungen mit seinem schönen Fachwerkhäusern, dem Schloss und dem ehemaligen Kloster. Neu war der 3er-Teamlauf über 5 km, der wie auch die anderen Läufe, in verschiedenen Kategorien gewertet wurde. Aufwertung erfährt der Landschaftslauf durch 3 überregionale Cupwertungen, dem Werracup, dem Köstritzer Thüringencup sowie dem Landschaftscup. Geehrt wurde außerdem der teilnehmerstärkste Verein mit einem Wanderpokal. Zum Jubiläum gab es zusätzlich noch jede Menge Geschenke von Sponsoren und alle weiblichen Teilnehmer wurden traditionsgemäß mit einer Rose empfangen. Aber – wie gesagt – es zählten ja andere Werte…

  • Woodstock forever
    Hippies im Thüringer Wald: Vom 15. bis 18. August 2013 wurde im Freizeitpark Waffenrod das inzwischen 11. Musikfestival aufgelegt, das sich die legendäre Monster-Party in Amerika vor genau 43 Jahren zum Vorbild nimmt.

    16 Bands, Liedermacher und Künstler agierten vor einigen Tausend Gästen auf drei Bühnen in einer Zeltstadt neben der kleinen Berggemeinde. Mit dabei: Layla Zoe und Band aus Kanada, Siena Root, Reverned Shine Snake Oil und Co aus Kopenhagen, Groove Monster, Footsteps, Wite Rabbit Dynamite, Lick and a Promise und Googans Bluff. Mit Blues, Rock, Folk, Beat und elektronischer Malerei heizten sie ihren Fans ein. Aber Waffenrod am Wald ist nicht die Farm in Betel im Bundesstaat New York, die Revoluzzer-Zeit ist der Handy-Manie gewichen, Veranstalter Michael Memm hat kein Studio in Woodstock, 32 Bands damals und 400.000 Besucher sind nicht mehr zu toppen und Jimi Handrix war auch nicht da. Aber Mythen werden ja gemeinhin überschätzt. Denn trotzdem ähnelte hier die Stimmung dem Flower Power Feeling der 60er Jahre, der Klang der Musik sowieso, Outfit und Motto taten ein Übriges. Wie damals hieß es „Love, Peace und Harmony“. Der Slogan der Hippies manifestiert das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Das Woodstock-Festival gilt als musikalischer Höhepunkt der US-amerikanischen Hippiebewegung. In Waffenrod scheint dieser Geist lebendig: Auffällig viele Familie und schon in die Jahre gekommene Konzertbesucher säumten die Wiesen, liebevoll war jedes Detail organisiert, man hörte Meinungen, nach denen der Kommerz hier nicht so im Vordergrund stand wie bei anderen Konzerten. Die weltweit aufmüpfige Jugendbewegung wollte in jener Zeit die Macht von Blumen gegen Krieg, Gewalt und Unterdrückung setzen. Heute verkörpern diese Träume die Ideale einer überschaubaren Fangemeinde. In Waffenrod scheinen sie eine Insel gefunden zu haben.
  • Schieß-Europameisterschaft in Suhl
  • Große Kunst in kleiner Stadt
    Wenn andernorts Gelder für Kultur eingespart werden…
    Für den "Thüringer Sagenweg" wurden am 12. Juli 2013 in der Kleinstadt nördlich von Sömmerda die ersten vier Kunstobjekte feierlich eingeweiht.

    Dabei begutachteten Bürgermeister Peter Albach, Bürger und Gäste auf einem Rundgang die Werke der bildenden Künstler aus Erfurt. Michal Schmidt thematisiert in einem überdimensionalen gedeckten Tisch eine Sage aus dem alten Thüringer Königreich und die mittelalterlichen Brunnenfunde auf der hiesigen Runneburg. Gernot Egwald Ehrsam hat aus Stein die Heilige Elisabeth und den mythischen Minnesänger Klingsor gehauen. Thorsten Ihlenfeld stellte sein Vorhaben den "Heiligen Gral" vor, einem Edelstahlbecher auf dem Kinder bald klettern und rutschen können. Ebenfalls eine riesengroße Steinmetzarbeit kommt von Eric-Arne Schiecke, bei der eine Laute und Würfel über einem Schwert triumphieren. Alle Themen hängen eng mit Weißensee zusammen, das wie nur wenige Orte Thüringens die Landesgeschichte repräsentiert. Hier soll das alte Reich der Thüringer in einer Schlacht untergegangen sein, hier lebten die meisten Minnesänger Deutschlands, hier war einst der erste Landtag in Deutschland einberufen worden. Sich dessen bewusst, drängt der Stadtrat auf künstlerische Umsetzung. Weißensee hebt sich damit wohltuend von den meisten Kommunen im Freistaat ab, die angesichts ausgedünnter Finanzhaushalte Kunst als Nebensache behandeln. Dabei sind alle Werke durch das Förderprogramm "Bespielbare Stadtmöblierung" von Bund und Land finanziert worden. Schon vor Jahren hatte die kleine Stadt mit einem der größten und schönsten Chinesischen Gärten in der Bundesrepublik aufhorchen lassen. Die vielen Reisebusse davor lassen erahnen, dass das Konzept der Stadt aufzugehen scheint.
  • Friedrich Lux Festspiele
    Schätze der regionalen Kultur wiederentdeckt: Mit einem Orchesterkonzert gingen am Wochenende die hochkarätigen Veranstaltungen zu Ehren des großen Sohnes der alten Bergstadt Ruhla zu Ende.

    Ein Woche lang hatten die Ruhlaer den in seiner Zeit profilierten Komponisten und Dirigenten gefeiert, der 1820 hier geboren wurde und in Mainz zu Ruhm und Ehren gelangte. Eine seiner größten Werke war die romantische Oper „Der Schmied von Ruhla“, in der er eine Sage aus der Region aufgriff und an die Anfänge der Besiedlung des Erbstromtales hier im 10. Jahrhundert erinnerte. Die Bewohner sicherten sich erst mit Eisenerz, später mit Tabakpfeifen und Uhren, in der Neuzeit mit einem Bäderbetrieb ihren Lebensunterhalt. Das Besondere: Ruhla war seit dem Mittelalter im Besitz zweier sächsischer Fürstenhäuser, das Bächlein Rolla teilte den Ort mitten durch, es hatte 2 Kirchen, 2 Schulen, etc. Wer über die Grenze zur anderen Seite wollte, musste Zoll bezahlen. Trotzdem setzte sich eine städtische Identität durch, die den Ort immer überlebensfähig hielt, was 1920 endlich zur Vereinigung führte. Mit dieser Kraft erfand sich auch die Gemeinde nach der Wende neu, machte aus der heruntergekommenen Industriestadt pö a pö ein Touristenstädtchen besonders durch den Park „mini-a-thür”, welcher kleine Modelle von über 100 Sehenswürdigkeiten Thüringens zeigt. Ganz neu nun die Lux-Festspiele, die mit 17 Konzerten und einem aufwendigen Rahmenproramm das fast vergessene musikalische Erbe zur heutigen Beförderung wiederentdeckte.
  • Der Goethewanderweg
    Ausflugtipp für Sport-, Natur- und Geschichtsfreaks: Der Dichtefürst hat mancherorts seine Spuren hinterlassen: In den Alpen, im Fichtelgebirge, im Harz, am Großkochberg. Auch heute, als Wanderwege ausgeschrieben, sind sie Labsal für die Seele, wenn auch zunächst ganz unpoetisch…
    Der Goethewanderweg führt auf breiten, aber teils steilen Pisten durch den Thüringer Wald, ist 19 Kilometer lang, für Wanderer eine Tagestour, für Biker etwa 5 Stunden. Er berührt 17 Wirkungsstätten des Meisters, ist dort mit Informationstafeln bestens ausgestattet und durch ein Sütterlin-G gekennzeichnet, Goethes eigenes Kürzel für seinen Namen. Der Weg beginnt am Marktplatz von Ilmenau, wo das Goethedenkmal steht. Im Amtshaus – heute Stadtmuseum – schrieb Goethe Teile seines Buches „Wilhelm Meisters Lehrjahre”. Zunächst geht es steil hinauf in den Thüringer Wald, wo der Tausendsassa als Bergbauminister die Erzförderung rentabler machte. Die dritte Station ist der Fels Schwalbenstein, wo der Dichter an einem einzigen Tag 1779 den 4. Akt der Iphigenie auf Tauris schrieb. Weiter zieht es sich entlang der alten Handelsstraße am Schöffenhaus vorbei und der Marienquelle. Wer Lust hat kann vor dem Abstieg noch die Gaststätte Mönchshof und nicht weit davon die Hohe Warte mit grenzenlosem Blick zum Rennsteig und ins Thüringer Becken besuchen. Von unten, in Manebach, wo Goethe einst naturwissenschaftliche Zeichnungen anfertigte, geht es wieder hinauf zum Großen Hermannstein. Hier weilte der Schwerenöter mit Charlotte von Stein. Natürlich wird das Jagdhaus Gabelbach mit dem Goethemuseum und der Kickelhahn mit dem Goethehäuschen gestreift, wo der Schriftsteller das berühmte "Wandrers Nachtlied” verfasste. Über Stützerbach im Tal, das ebenfalls ein Goethemuseum hat, geht es nach Ilmenau zurück. Der bereits 1970 entstandene Rundweg wurde 2006 als erster Wanderweg Thüringens mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Das kann man ihm heute noch zubilligen.
  • 12. Traktorentreffen in Poppenhausen
    Oldtimer-Zugmaschinen aus Thüringen und Bayern vereint: Traktorenshows gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Doch nirgends spürt man das Trecker-Fieber mehr als im südlichsten Zipfel Thüringens. Und es scheint ansteckend!

    Denn die Traktorenfreunde hier im Unterland fühlen sich als die Erfinder solcher Treffen in Thüringen schlechthin. Auf ihren Ruf hin am Wochenende waren sie alle gekommen: Hanomag, Deutz, Fendt, Schlüter, Ferguson – und wie sie alle heißen. Die meisten dieser oft 50 Jahre alten Schlepper sind noch im Gebrauch. Aber für Poppenhausen hatten sie sich herausgeputzt, wie ihre Fahrer selbst. Und die hatten auch ihre Familie mitgebracht. Aus ganz Südthüringen und Oberfranken waren sie durchweg selbst angefahren, was bei dem Tempo frühes aufstehen erforderte. Am Samstag bereits gab es den so genannten Vorglühabend, im doppelten Sinne des Wortes. Der Sonntag dann präsentierte die Riesenausstellung, einen Handwerker- und Teilemarkt, verrückte Traktorenspiele, eine nicht endend wollende Treckerparade und komplizierte Geschicklichkeitsfahrten. Das begleitende Volksfest mit Klößen, Selbstgebackenen und der Riether Blaskapelle, habe - so die Einwohner - sogar schon Kirmes und Fasching überflügelt. Zum Schluss wurden die schönsten Oldtimer ausgezeichnet. Der Traktor wurde übrigens 1879 in Russland erfunden - damals noch mit Dampf betrieben. Heute fährt er Computer- und GPS-gesteuert, in denen eigentlich niemand mehr sitzen muss. Doch was, fragen die Poppenhäuser Traktorenfreunde, hat das noch mit Spaß zu tun?
  • Gold Wing am Bergsee
    Europäisches Motorradtreffen in Südthüringen: Etwa 1.500 Maschinen der legendären Kultmarke von Honda mit den verrücktesten An-, Um- und Ausbauten sind am Wochenende im Erholungsgebiet nahe Schleusingen zu bewundern.

    Die Gold Wing ist ein schweres Reisemotorrad, deren Standartausführung mit Flüstermotor, Airbag, Navi und Stereoanlage um die 30.000,- Euro kostet. Anlass des Biker-Treffens war das 30. Gründungsjahr ihres Dachverbandes, der Gold Wing-European-Federation. Ihm gehören 23 Länder in ganz Europa an und seine nationale Sektion betreut circa 70 lokale Clubs und Stammtische. Von denen hatten etwa dreieinhalb tausend Goldwinger am Stau- und Badesee Ratscher eine riesige Zeltstadt aufgebaut. Am Donnerstag bereits fuhren sie gemeinsam nach Suhl zu einer Show auf dem Platz der Deutschen Einheit mit einem Goldwing-Ballett, das die schweren Motorräder erst durch einen Feuerring und dann nach einer komplizierten Choreographie dirigierte. Anschließend gab es eine Rundfahrt durch die Stadt mit Lichterparade, Sirenengeheul und Hupkonzerten. Was sonst streng verboten ist – hier war es für die Parade von Polizei abgesegnet – sie war selbst mit 18 Fahrern dabei. Wenn andere Rocker-Clubs schon mal wegen Aggressivität in die Schlagzeilen geraten – bei den Goldwingers: Fehlanzeige. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei 54 Jahren, sie pflegen eine gemütliche Vereinsszene und verstehen sich als Familienmenschen. So zelebrieren sie am heutigen Samstag am Bergsee Ratscher einen Tag der offenen Tür, an dem – natürlich neben der Goldwing-Ausstellung – ein Kinderprogramm, Kaffee und Kuchen, sowie Mitfahr-Runden im Mittelpunkt stehen. Der Eintritt geht als Spende an das mitteldeutsche Kinderhospiz.
  • Die Seldom Sober Company spielt auf
    Irish Folk im Burghof auf der Bertholdburg in Schleusingen: Sie haben schon Tradition, die Konzerte des Freundeskreises der Burg in seiner historischen Kulisse. Doch es schien diesmal so, als ob die Musik direkt für diesen Ort gemacht worden wäre.
    Seldom Sober Company heißt zu Deutsch „selten nüchterne Gesellschaft“, was sich aber auf den Rausch an Klängen, Rhythmen und der Magie echter Folkmusik beziehen soll. Die Band aus Halle war vor 10 Jahren als kleines Pub-Projekt gegründet worden und hat sich seit dem einen hervorragenden Ruf als Irish-Folk-Band vor allem in Deutschland erarbeiten können. Der Gesang von Nico Schneider, sein virtuoses Banjospiel sowie die exzellente Geigenarbeit von Toni Geiling prägen ihre Melodien maßgeblich. Gemeinsam mit Michael Proschek und seiner Mandoline sowie Kaspar Domke am Bass, bedienen sie sich aber auch vieler angrenzenden Genres, besonders der schottischen Volksmusik. Besonders, wenn der Dudelsack angeblasen wurde, war den Schleusingern der Spaß an der Musik anzumerken. Überall wippte, zuckte, klatschte und schunkelte es und als es dunkel im Schlosshof wurde, fingen sogar einige an zu tanzen, anfangs noch etwas verstohlen, später aber immer hemmungsloser. Übrigens hatte die Seldom Sober Company ihren ersten öffentlichen Auftritt auch in Südthüringen gehabt: am 30.4. 2003 in Zella-Mehlis.
  • 9. Südthüringer Regionaltierschau
    Hoffest der Landschaftspflege-Agrarhöfe mit besonderem Aufwand: Die Agrarbetriebe der Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen, Sonneberg, Bad Salzungen und Gotha präsentierten ihr bestes Vieh am 30. Juni 2013 in Kaltensundheim nicht nur dem Fachpublikum.
    Denn der große Zustrom an interessierten Gästen aus der ganzen Region zeigte deren Verbundenheit mit der hiesigen Landwirtschaft. Im Mittelpunkt standen natürlich Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde. Der große Öko-Hof hier gehört zu den besten Zuchtbetrieben deutschlandweit. Aber neben den professionellen Tierschauen gab es auch jede Menge Markttreiben mit ländlichem Handwerk und bäuerlicher Technik zum Anfassen und Selbermachen. Beim so genannten Kuh-Fitting wurde Hornvieh gestylt, Bulldog-Vorführungen zeigten alte Traktoren und bei Sensen-Dengeln konnten alte Mähmesser geschärft werden. Kinder fand man nicht nur im Streichelzoo oder auf der Strohhüpfburg sondern auch schon beim Auftrieb und der Bewertung der Tiere. Modernste Computertechnik bei Traktoren, Mähdreschern und einem Melkroboter demonstrierten, wie Bauern heute arbeiten. Von Vereinen, Schulen und Kindergärten der Region wurde ein buntes Bühnenprogramm gestaltet. Während in anderen Gegenden Thüringens Zuchttiere nur noch auf einzelnen Hoffesten gezeigt werden, halten die Südthüringer bislang an der Tradition der aufwendigen Regionaltierschauen alle zwei Jahre fest. Die ausrichtenden Betriebe allein können das nicht stemmen. Mit im Boot sind so die Zuchtverbände im Land, der Bauernverband, die Landwirtschaftsämter und das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung.

  • Folkloretanzgruppe aus Wallrabs
    Tänzer feierten 30-jähriges Jubiläum: Das eingemeindete kleine Dorf könnte am Rande der Kreisstadt verloren gehen, wären da nicht unzählige Aktive, die sich mit ihrer Heimat und deren Brauchtum verbunden fühlen.

    Bei der Gründung des Vereins 1983 hieß es noch Volkstanz, es gab eine LPG als Trägerbetrieb und alle waren noch sehr gelenkig. Doch auch heute sieht man selbst den Gründungsmitgliedern an, dass sie ihr Leben lang Sport getrieben haben. Das Tanzen hat sich eben ausgezahlt. Zu ihrem Jubiläum am vergangenen Wochenende hatten sich die Wallrabser befreundete Tanzgruppen aus Veilsdorf, Cronlach, Exdorf und Benshausen eingeladen. Jeder präsentierte auf dem Dorffest das Beste aus seinem Repertoire, eine besondere Augenweide aber war der originelle „Holzfäller und Beerensammler-Tanz“. Mit dem hat der ortsansässige Verein schon in den USA Erfolge gefeiert. Auch der „Schneewittchen und Zwergen-Tanz“ von der Kinderkirmesgesellschaft aus Weitersroda erhielt einen besonderen Applaus. Knut Kreuch, Vorsitzender des Thüringer und Präsident des Deutschen Trachtenverbandes übergab die Ehrennadel in Gold an Rolf Amthor, Vorsitzender der hiesigen Tanzgruppe. Auch die angereiste Prominenz hatte Spendierhosen an, so Iris Gleicke, Horst Gärtner, Matthias Günther und Holger Obst. Die Werrataler Musikanten aus Sachsenbrunn spielten zwischen den Tänzen auf und dem Publikum waren trotz zu kleinem Zelt die Lust und Freude an dem traditionellen Spektakel anzusehen. Es gab eine große Geburtstagstorte, deren Verkaufserlös an die Opfer der aktuellen Flutkatastrophe gehen soll.

  • 10. Hallenburgfest
    Großer Festumzug nach 5 Jahren Pause: Es ist immer wieder erstaunlich, wie die kleinen Kommunen große festliche Umzüge aus dem Boden stampfen, die nicht nur die Einheimischen, sondern auch Fremde begeistern können.

    Das scheint an der ungewöhnlichen Vielschichtigkeit des gesellschaftlichen Lebens dort zu liegen, wo Kultur und Gemeinwesen meist nur ehrenamtlich funktionieren. Mit mehr als 800 Teilnehmern und verschiedenen Kapellen war der Festumzug der Höhepunkt des am Sonntag zu Ende gegangenen Burgfests. Tausende Bürger und Gäste säumten die Straße. Neben den Steinbach-Hallenberger Vereinen waren viele Gastvereine aus den umliegenden Gemeinden gekommen, die alle ein spezielles Umzugs-Thema gestalteten. Mehrere Hundert Schüler der Grund- und Regelschule beispielsweise präsentierten zahlreiche Motive unter dem Motto "Die Welt zu Gast in Steinbach-Hallenberg". Schwerpunkt aber war die ältere und jüngere Stadtgeschichte und dort natürlich die Hallenburg. Die mittelalterliche Burgruine über der Stadt ist das Wahrzeichen von Steinbach-Hallenberg. Von wem und wann sie gebaut wurde, kann heute nicht mehr zweifelsfrei bestimmt werden. Die Hallenburg soll sich unter den von Kaiser Otto IV. im Jahre 1212 zerstörten Schlössern befunden haben, was die Vermutung nahelegt, dass die heutige Ruine Anfang des 13. Jahrhundert auf älteren Grundmauern von den Herren von Hallenberg errichtet wurde. Erstmals offiziell erwähnt wurde sie 1228.
  • Thüringer Blasmusiktreffen
    Beschwingtes klang weit über das Werratal: Das waren schon keine kleinen Brötchen, die die Famberg-Musikanten zu ihrem 20. Geburtstag gebacken hatten. Riesenzelt, 9 Kapellen, 2 Bühnen und Tausende Gäste.
    Vom 14. bis 16. Juni 2013 spielten in Fambach 250 Musiker aus Weimar, Hermsdorf, Kammerforst, Themar, Altenstein, Geraberg, Jüchsen, Meiningen und Geisa auf. Außerdem gab es eine Discoparty mit hr3-Erfolgsmoderator Peter Lack "Lackenegger" am Freitag, ein Gastspiel der Schürzenjäger am Samstag und am Sonntag schließlich das Thüringer Blasmusiktreffen 2013. Organisiert hatte das Festwochenende der Verein der Famberg-Musikanten gemeinsam mit dem Blasmusikverband Thüringen e.V. Die Kapellen spielten ohne Pause abwechselnd auf zwei Bühnen und es gab einen gemeinsamen grandiosen Einmarsch mit anschließendem Gesamtkonzert. Landesmusikdirektor des Blasmusikverbandes Thüringen, Steffen Weber-Freytag dirigierte die Titel "Hoch Heidecksburg" und "Golden Swing Time". Die Famberg-Musikanten sind aus einem Kinderensemble um den Musiker Reiner Weichler hervorgegangen, dass 1993 seinen ersten großen Auftritt hatte. Inzwischen sind die kleinen Musiker groß geworden, neue sind hinzugekommen, und es gibt seit 2008 ein eigenes Nachwuchs-Orchester. Aktuell zählt der Verein 44 Mitglieder. 28 davon sind aktive Musikanten im Alter zwischen 12 und 34 Jahren, die auf beide Orchester verteilt sind. Die Famberg-Musikanten geben keine einfachen Konzerte, sie beziehen ihr Publikum mit ein, sorgen für Unterhaltung und verbreiten gute Stimmung. Bei Jung und Alt sind die jungen Musiker deshalb gleichermaßen beliebt. Erst im April dieses Jahres haben sie den mdr-Osterspaziergang musikalisch begleitet. Sie blasen dem Biathlon Weltcup Oberhof seit 2009 den Marsch, standen als Vorband von Ensembles wie den "Zellberg Buam", Hansi Hinterseer oder auch den Zillertalern ihren Mann.

  • Schwimmbadsterben
    Stell dir vor, es ist heiß und keine Abkühlung möglich: Deutschland hat noch 6.200 öffentliche Bäder, jeweils zur Hälfte Hallen- und Freibäder. 1.100 Bäder wurden in den letzten zehn Jahren geschlossen, meldet der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Jeder muss eben andere Prioritäten setzen.
    Ursache sei die allgemein schlechte Finanzlage der kommunalen Verwaltungen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Manche Städte investieren sogar in ihre Freibäder, auch wenn es nur für ein paar Tage im Jahr ist. Denn sie verursachen in jedem Fall mehr Kosten als Einnahmen. Auch in Südthüringen haben die meisten der kleinen Schwimmbäder auf den Dörfern dichtgemacht. Zu DDR-Zeiten in freiwilliger Arbeit der Bürger aufgebaut, waren sie zu marode, um rekonstruiert zu werden. Investitionen in die Wasserqualität hätten sich erst gar nicht gelohnt. Die Konsequenz: Konnten vor 10 Jahren noch 90 Prozent der Siebtklässler schwimmen, sind es heute nur noch 70 Prozent, so die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft. Wer auf den Luxus von Erfrischung und Sport nicht verzichten möchte, kann nur die privat betrieben Erlebnisbäder besuchen. Die Situation wird sowieso nur an extrem heißen Tagen in der Öffentlichkeit diskutiert. Bisher waren die kurzen Sommer kein Problem für die zu wählenden Bürgermeister. Doch nun wird das Klima wärmer und es müssen Alternativen her. Die wenigen Kommunen mit Freibad stützen sich auf eine solide Haushaltspolitik und betreiben es mit Unterstützung ehrenamtlicher Rettungsschwimmer, z. B. vom DRK. Schleusingen steht dafür exemplarisch (Siehe Video!).
  • Schleusinger Blätter
    10 Jahre Präsentation alter und neuerer Geschichte: Am vergangenen Samstag feierten die Bürger der alten Residenzstadt die Jubiläumsausgabe ihres regionalen Geschichtsalmanachs.
    Das war zwar dicker als sonst, aber trotzdem hatten die Autoren wieder mächtig kürzen müssen. Denn das vierköpfige Redaktionsteam Peter Nestler, Leopold Mosojewski, Helmut Billeb und Udo Jacobs wollen nur Qualität zulassen, wozu nicht nur geschichtsträchtiger Inhalt zählen, sondern auch recherchesichere Dokumentation und Unterhaltung. Schließlich sollen auch jüngere Leser angesprochen werden. Die Vergangenheit ist zwar wieder „In“ und mit 70 ehrenamtlichen Autoren hat man auch keinen Mangel, aber in Zeiten der modernen Medien muss man sich etwas einfallen lassen. 5,- Euro kostet das Heft zum Selbstkostenpreis. Doch die Redakteure scheinen in jeder Weise den Ton und Geschmack ihrer Bürger zu treffen – auch als Veranstalter: So voll war die Freilichtbühne des Künstlerhofes Roter Ochse selten. Die „Breitenbacher Heimatstube“ präsentierte Mundart und Brauchtum aus Südthüringen, das Gethleser Kabarett „Die Weinbergschnecken“ gaben Sketche aus ihren neuen Programm zu Besten und die seit einem Jahr neu formierte Big Band der Schleusinger Stadtkapelle swingte durch den Abend. Sogar der Liebe Gott hatte ein Einsehen: Das beständig leise Donnergrollen entlud sich erst am Ende des Programms in einen Regenguss, als die Redaktion verkündete, nunmehr die letzte Ausgabe geschrieben zu haben und aufhören wollen. Das wäre wieder ein Stück Kulturgut in Schleusingen weniger und sicher ist darüber noch nicht das letzte Wort gesprochen worden.
  • 1. Borderland Ultra
    Neue anspruchsvolle Laufveranstaltung in Südthüringen: Es ist ein kleiner aber exklusiver Langstreckenlauf entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Er will an die Vergangenheit erinnern und den Blick auf die Natur des neuentstandenen Grünen Bandes lenken.

    Ideales Läuferwetter herrschte am vergangenen Samstag über dem Rodachtal unterhalb der Gleichberge. Vor den Teilnehmern, meist aus Thüringen und Bayern, lagen 66 Kilometer und über 1000 Höhenmeter. Beim Start um 7 Uhr an der Grundschule Streufdorf waren auch Thomas Müller und Michael Busch dabei, die Landräte von Hildburghausen und Coburg. 54 Einzelstarter und 12 Staffeln mit jeweils 3 Läufern machten sich auf zum alten NVA-Kolonnenweg, der hier als Naturschutzgebiet eine große Schleife um das so genannte Unterland zieht. Wechselpunkte für die Staffeln waren in Sülzfeld, einem Ortsteil des bayrischen Bad Rodach und im thüringischen Westhausen. 8 Verpflegungsstellen gab es und gefährliche Straßenübergänge wurden von der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr gesichert. Während beim legendären Rennsteiglauf schon mal Gedränge aufkommt – hier können die Läufer einsam ihre Bahnen ziehen, oft hatten sich Zweiergruppen zusammen gefunden. Zuschauer an der Strecke gab es bei dem neuen Lauf noch wenige. Auch während der Siegerehrung nebst Tombola am Nachmittag waren nicht viele Gäste gekommen, sicher weil es auch noch andere Sportveranstaltungen in der Region gab. Zudem waren die Sieger bei den Männern schon abgereist. Dafür heimsten die Frauen alle Anerkennung ein, einschließlich des symbolischen Pokals mit Stacheldraht. Die Organisatoren Silvio Schweinsberg aus Streufdorf und Mirko Leffler aus Suhl wollen den Erlös der Veranstaltung an Selbsthilfegruppen von Eltern epilepsiekranker Kinder spenden. Im nächsten Jahr soll es den 2. Porderland Ultra geben, vielleicht sogar mit höherer Teilnehmerzahl.
  • Paradiesvogelfest 2013
    Liedermacher aus allen Teilen Deutschlands trafen sich tief im Wald: Wenn das unorthodoxe Erscheinungsbild beim 3. Musikfestival im Schloss des kleinen Dorfes Weitersroda bei Hildburghausen vielleicht nicht jedermann Sache war – die Musik hätte auch den letzten Spießer zum Schmelzen gebracht.
    Denn was da vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 zu hören war, brachte die Leute zum Träumen, Schwärmen und Nachdenken. 20 Musiker, meist mit Gitarre bewaffnet, bewiesen, dass es neben dem Mainstream noch anspruchsvolle Kunst im Lande gibt. Auch wenn bei den Konzerten hingebungsvolle Stimmung herrschte, herbstliche Temperaturen und teils strömender Regen drückte zu mindestens die Zuschauerzahlen auf - sagen wir mal - 300 Gäste, von denen viele mit Zelt und Wohnmobil angereist waren. Trotzdem hatten die etwa 30 Helfer im und um das alte Schloss für jeden ein trockenes und warmes Plätzchen organisiert, mit viel Improvisationstalent, verrückten Ideen und noch mehr Enthusiasmus. Das scheinen auch die Lebensmaximen von Schlossherr Prinz Chaos II. – so sein Künstlername - und den anderen Mitbewohnern im herrschaftlichen Haus zu sein. Denn wer sich gegen den Zeitgeist stellt, hat mit wenig Unterstützung, oft sogar mit der Intoleranz seiner Mitmenschen zu rechnen. Immerhin scheinen sich die Anfeindungen im Dorf gelegt zu haben, manches Gesicht war der Künstlergemeinschaft aus der Nachbarschaft bekannt.

  • Mahnung an die Nachgeborenen
    Aufarbeitung der jüdischen Vernichtung in Deutschland: Zur Erinnerung an die während der Nazizeit vertrieben jüdischen Mitbürger wurden in der Werrastadt Themar Gedenksteine verlegt und eine Filmdokumentation gezeigt. „Jom haScho’a 2011 in Themar“ heißt der Film, der am 9. Mai 2013 in der Themarer Regelschule „Anne Frank“ seine Europäische Uraufführung erlebte. Der Titel bezieht sich auf den jüdischen Tag des Gedenkens und erzählt vom Besuch der Nachfahren jüdischer Familien vor 2 Jahren in Themar. In starken emotionalen Originaltönen zeigte die Dokumentation, wie damals das ganze Leid des Holocaust wieder zu Tage kam. Für die Einheimischen aber stellt der vom Land Thüringen geförderte Film einen wichtigen Meilenstein bei der Aufarbeitung eines traurigen Kapitels ihrer Stadtgeschichte dar. Wie vielerorts in Deutschland wurden unter Hitler die jüdischen Nachbarn einfach zu Unmenschen erklärt. Und keiner lehnte sich dagegen auf. Heute aber versucht man Wiedergutmachung. In einem Festakt wurde die kanadische Historikerin Prof. Dr. Sharon Meen, die diese Geschichte aufgearbeitet hatte, zur ersten Ehrenbürgerin der Stadt ernannt. Am darauffolgenden Morgen verlegte der Aktionskünstler Gunter Demnig seine inzwischen berühmten Stolpersteine vor dem ehemaligen Wohnhaus der jüdischen Familie Rosengarten. Die war über Shanghai in die USA geflohen und hatte wie durch ein Wunder überlebt. Während die Messingsteine ins Trottoir-Pflaster eingefügt wurden, dankte die Tochter von Manfred Rosengarten in bewegenden Worten den Themarer Bürgern für ihr Engagement.
  • 41. GutsMuths-Rennsteiglauf 2013
    „Der liebe Gott ist ein Rennsteigläufer…“: Am Wochenende ging im Thüringer Wald der größte Crosslauf Europas über die Bühne. Alleine 16 Tausend aktive Sportler liefen auf dem Sportplatz des kleinen Dorfes zusammen und feierten mit noch einmal mehreren Tausend Besuchern ein großes Fest.
    Obenstehendes Zitat stammt von Jürgen Lange, Präsident des Rennsteiglaufvereins unmittelbar nach seinem Zieleinlauf. Denn der Wettergott hatte mitgespielt und exakt während der Läufe ein Zeitfenster über dem Thüringer Wald ohne Regen oder Hitze aufgetan. So etwas wird den Läufern und Wanderern, die aus dem In- und Ausland kommen, nicht jedes Jahr beschert. Der GutsMuths-Rennsteiglauf glänzt bei Umfragen regelmäßig hinsichtlich Organisation, Verpflegung und Rahmenprogramm. Menschen jedes Alters und jeder geistigen oder körperlichen Verfassung können hier ihre Strecke finden. Das Angebot reicht vom Supermarathon ab Eisenach mit fast 73 km, über den Marathon ab Neuhaus, bis zu Crossläufen für Kinder von einem Kilometer Länge. 1500 Helfer aus 50 Thüringer Sportvereinen standen wie immer an der Strecke bereit. Amateure und Profis störten sich nicht aneinander, die Veranstaltung hat bis heute ihre Aura als Massenlauf behalten. Es gab auch in diesem Jahr eine professionelle elektronische Wertung mit Siegerehrung, deren Ergebnisse sich unter www.rennsteiglauf.de finden. Wie bei allen großen Sportevents blieb die Frage, warum sich jemand so etwas antun kann. Wer aber in die glücklichen Gesichter der erschöpften Läufer sah – weiß warum.
  • Bahnhof Rennsteig
    Sonne, Natur, Auslauf und dazu noch Eisenbahnnostalgie – was will man zum Männertag mehr? Auf dem Höhenwanderweg, rund um die alte Bahnstation mitten im Wald, sieht man selten so viele Ausflügler, wie zu Himmelfahrt.

    Das lag auch in diesem Jahr besonders an den Sonderzügen, die die Rennsteigbahn wieder vom südlichen Themar aus und Ilmenau im Norden hinauf auf den Kammweg des Mittelgebirges geschickt hat. Zwar ist ihr bekanntes Zugpferd, die alte Dampflock, immer noch defekt, aber die Dieselzugmaschine aus DDR-Zeiten geht ja inzwischen auch schon als nostalgisch durch. Jedenfalls nutzten nicht nur die obligatorischen Männergruppen das Angebot, sondern auch viele Familien und Freundeskreise. Neben der erwachenden Natur und einem traumhaften Wetter lockte die 2010 eingerichtete Gaststätte „Gleis 1“ im ehemaligen Güterboden des Bahnhofs mit Erlebnisgastronomie im historischen Eisenbahnstil. Dazu gab es ein kleines Volksfest und niemanden störte es, dass noch immer rund um die Station gebaut wird. Mehr und mehr schält sich hier ein touristisches Kleinod heraus. Die Strecke über den Thüringer Wald hatte die Preußische Staatsbahn 1904 in nur 18 Monaten gebaut. Es war ihre erste Gebirgsbahn, die an den 5 steilsten Streckenabschnitten damals noch besondere Zahnradstangen einsetzen musste. Oben im Gebirge wollte man die Lock mit Wasser und Brennholz versorgen – es entstand der Bahnhof Rennsteig. Übrigens: schon Pfingsten gibt es hier das nächste Highlight. Bei einem großen Schmiedefest treffen sich Handwerker und Künstler aus ganz Deutschland.
  • Hennebergisches Museum
    Fachwerk für traditionelle Bauausstellung: Im Mittelpunkt des Erlebnismuseums Kloster Veßra steht die Museumspädagogik, nicht nur, aber vor allem für Kinder. Das mittelalterliche Ambiente ermöglicht es ihnen, beim Selbermachen zu den Wurzeln unserer Zivilisation zurückzukehren.

    Der Geschichtstempel kommt den Laienbesuchern wie ein Bauernhof rüber: Da kann man Lehmhäuser selber bauen, Brot backen, Butter stampfen, beim Bierbrauen zuschauen, in historischen Gärten buddeln, wie Mönche schreiben lernen und beim Füttern der Tiere in den alten Ställen helfen. Wenn andere Museen in Thüringen darben, hier strömen Besucher trotz der Abgeschiedenheit zu Hauf. Neben den Standardangeboten wie Kindergeburtstag oder Ferienprojekte gibt es auch Neuzeitliches wie ein Klosterpuzzle am PC. Themenführungen mit Aktion bieten „Wäschewaschen wie zu Großmutters Zeiten“, „Alte Kinderspiele“ und „Tonfiguren gestalten“ an. Zusätzlich zu den den offiziellen Führungen durch das Freiluftgelände gibt es eine so genannte Hennenrallye mit geschichtsträchtigen Aufgaben für Kinder. Dabei schauen die Museumsleute auch über ihre Klostermauern hinweg und organisieren z. B. Sonderfahrten mit dem Dampflockzug auf der eigentlich stillgelegten Strecke von Ilmenau nach Themar an. Ganz neu ist die Fachwerkschule zum Selber bauen (Siehe Video) für die Sonderausstellung „Fachwerkland Südthüringen“, die ab 20. Mai 2013 eröffnet wird. Weitere aktuelle Highlights: Am 20. Mai Deutscher Mühlentag, am 30. und 31. Mai Gartenfest und am 16.Juni Kinderparty.
  • Gothardusfest
    Feiern in einer der traditionsträchtigsten Städte Thüringens: Immer am 1. Maiwochenende würdigen die Bürger Gothas ihren Schutzheiligen St. Gothardus. Der passte gut zum Namen und war Abt von Kloster Hersfeld, wo der Zehnt der alten Siedlung hinging. Bereits 1442 werden die Wurzeln des Festes in einer Schützenordnung beurkundet. Kulturell steht die alte Residenzstadt ja zu Unrecht oft im Schatten von Erfurt und Weimar. Denn mit ihren Schlössern, Gärten und Museen, dem Barockfest oder dem Ekhof-Festival bietet Gotha international Einmaliges. In diesem Jahr soll sogar die Europeade, das größte Folklorefestival unseres Kontinents hier gefeiert werden. Die größte Veranstaltung der Stadt aber ist das Gothardusfest. 3 Tage mit 4 Bühnen auf 5 Plätzen ziehen Tausende Besucher an. Auf der Bühne am Hauptmarkt spielten Bands die Klassik, Rock, Boogie Woogie, Salsa, Soul und Folk anboten. Auf dem Unteren Hauptmarkt präsentierte sich das kunterbunte Kinderland als „Nimmerland“ mit Peter Pan und Cäpt’n Hook, das zahlreiche Möglichkeiten zum Zuhören, Staunen, Werkeln und Spielen bot. Am Brühl stand eine Jugendbühne für Nachwuchsbands und DJs und auf dem Neumarkt gab es ein riesiges Beachvolleyballfeld und andere sportliche Angebote. Auf dem Buttermarkt wiederum ging es historisch zu.
    Am Freitag bereits hatte traditionsgemäß ein großes Höhenfeuerwerk an der Orangerie stattgefunden und die Wasserkunst auf dem Hauptmarkt war nach winterlicher Pause wieder in Betrieb gegangen. Der darauffolgende Samstag präsentierte den großen Festumzug, auf dem sich Vereine aus Gotha und der Umgebung dem Publikum vorstellten. Im Mittelpunkt aber standen der heilige Gothardus und der Landgraf Balthasar, die von Gothaer Bürgern dargestellt wurden.
  • Wintersaison ade
    Schluss mit Lustig in den Schneegebieten der Mittelgebirge: Während die meisten Menschen den Frühling so sehr wie nie herbeisehnen, blicken die Wintersportler rechts und links des Thüringer Waldes voll Dankbarkeit auf die letzten Monate zurück. Noch nie konnten sie so lange herum schlittern. Nun aber sind alle Skilifte entlang des Rennsteiges geschlossen. Zwar gibt es immer noch ausgedehnte Loipen-Schneefelder, aber bei anhaltenden Plus-Temperaturen macht es selbst den versiertesten Wachspezialisten keinen Spaß mehr. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass Niemand mehr so richtig Lust hatte. In den letzten Wochen waren trotz guter Langlaufbedingungen nur noch wenige Skifahrer unterwegs. Zwar schmeißt der Fallbachlift in Oberhof am Wochenende noch einmal seine Maschinen an, doch das ist nur ein Abschluss-Gaudi. Wer sich in Badekleidung an die Kasse stellt, bekommt freien Eintritt und ein paar Badelatschen obendrein. Trotzdem gibt es ein paar Hartgesottene, die nicht genug bekommen können. Die müssen nun aber dem Schnee hinterher in die Hochgebirge fahren. Zwar steht auch dort die warme Jahreszeit in den Startlöchern, aber noch sind die meisten Skigebiete in vollem Betrieb. Deutschland Today besuchte dort solch unersättliche Thüringer Studenten (Siehe Video!). Doch auch hierzulande dürften die Betreiber von Liftanlagen, Hotels Pensionen und Gaststätten mit der Saison sehr zufrieden sein. Länger geht’s nimmer! Doch wer weiß, was der Klimawandel noch alles für uns parat hält…
  • Herkuleskeule in der Grünen Erle
    Großer Kabarettabend in kleinem Dorf: Zu DDR-Zeiten gab es Ost und West, Berlin und Provinz, Parteipolitik und reales Leben. Heute ist alles ein Brei. Trotzdem funktionieren die Gags des Dresdener Kabaretts seit 53 Jahren – jetzt sogar in den alten Bundesländern. Die Auftritte der Herkuleskeule in der Hotelgaststätte „Zur Grünen Erle“ sind schon Tradition: Bereits zum 5. Mal gastiert das „deutschlandweit bekannte Kabarett“ (SZ) in der Gemeinde südlich des Rennsteiges. Das Ensemble hat erst vor wenigen Tagen seinen 20. Jahrestag als Privattheater gefeiert. In ihrem Kabarett-Stammhaus in Dresden am Sternplatz bringen sie die Menschen seit 1961 zum Lachen und auch heute gehören sie mit jährlich 120 Gastspielen quer durch Deutschland zu den erfolgreichsten Kleinbühnen Deutschlands. Die aktuellen Programme „Cafe Sachsen“ und „Leise flehen meine Glieder“ liefen bereits über 500-mal. „Morgen wars schöner“ bietet die erfolgreichsten Texte des Künstlerischen Leiters Wolfgang Schaller. „Gallensteins Lager“ oder: Opa twittert“ sind scharf-bissige Kabarettprogramme, die einen vergnüglichen Best-Of-Spass garantieren. Die Ensemblemitglieder Brigitte Heinrich, Birgit Schaller, Rainer Bursche, Detlef Nier, Michael Rümmler sowie die Musiker Jens Wagner, Volker Fiebig und Thomas Wand sind schon lange beim Ensemble; Erik Lehmann und Philipp Schaller bereichern samt Gästen die Farbpalette mit der jung-frechen Late-Night-Show „Spätzünder“. In der „Grünen Erle“ im Thüringer Wald treten auch andere Kabaretts auf: das Nächste im Herbst diesen Jahres, am 16. November.
  • 20 Jahre Feuerwehr
    Ein Film vom Festakt der Landkreisfeuerwehr Hildburghausen in Streufdorf
  • Steinsburg erwacht
    Heimatverein pflegt aufwendig archäologische Bodendenkmale: In halsbrecherischen Aktionen entfernten am Wochenende die Vereinsmitglieder den Baumbewuchs auf den großen Steinfeldern am Basaltkegel der Steinsburg. Sonst hätte der Wald das Flächendenkmal zurückgeholt.

    Den meisten sind die beiden Gleichberge als Reste eines keltischen Oppidums in Südthüringen bekannt. Doch hier wurde auch Industriegeschichte geschrieben. Die Berge sind vulkanischen Ursprungs, deren Basalt durch Erosion zu den heute sichtbaren Blockmeeren zerfiel. Sie wurden ab 1838 für den Straßenbau abgeräumt. Dabei stieß man auf eine große Zahl von Artefakten, die später als keltisch identifiziert wurden. Auf Betreiben von Alfred Götze stellte man zwischen 1902 und 1927 die Steinbrucharbeiten ein. Im Jahr 1929 wurde dann das Steinsburgmuseum auf dem Sattel zwischen Großem und Kleinem Gleichberg gebaut, wo ein Großteil der Funde bis heute ausgestellt ist. Steinarbeiten haben zwar einen Großteil der keltischen Ringmauern zerstört, aber ohne sie wären die vielen archäologischen Funde kaum denkbar gewesen. Das will die Gemeinde der Steinsburgfreunde bewahren, die mit diesem Arbeitseinsatz in ihr vielseitiges Jahresprogramm eingestiegen sind (Siehe www.gemeinde-steinsburgfreunde.de).

  • Wildwuchs in der Lagune
    Alternative zu Kunstrasen, Schrebergarten und Blumenrabatte: Korallenriffe und Gewässer fehlen leider. Aber umgeben von löchrigen Straßen, hässlichen Wohnblöcken und Industrieruinen ist das Freizeitgelände wirklich wie eine Insel im urbanen Erfurter Meer.

    Vor 6 Jahren sah die Fläche in der Krämpfer-Vorstadt genauso wie viele Industriebrachen rund um die Landeshauptstadt aus: Ein verfallene Dreckecke, für die ein Investor gesucht wurde. Auf diesen verwilderten Flächen hatten sich aber auch unberührte Lebensräume für Tiere und Pflanzen entwickelt. Ein paar Landschaftsarchitekten und Gartenbauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz okkupierten das Areal, schlugen einige Schneisen und eröffneten einen Treffpunkt für alternative Freizeitgestaltung: Die LAGUNE. Es gibt eine Versorgungshütte, Bioklo, Lagerfeuerplatz, Frühbeete, Kompostecke, Spielzelt, Riesensandkasten und jede Menge Büsche und Sträucher. Fundamentale Grundlagen, um gestressten Großstädtern die Natur wieder nahe zu bringen.
    Etwa 20 aktive Ehrenamtliche gestalten Bastelnachmittage mit Materialen aus der Natur, Workshops für Holzbearbeitung und Erklärstunden in Sachen Ökologie. Engagement und Fördermittel haben hier inzwischen eine Oase für Jung und Alt geschaffen, denen die Erfurter Gartenausstellung zu künstlich und die Domfestspiele zu elitär sind. Derzeit agiert dort jeden zweiten Donnerstag das Kreativteam von Kuddelmuddel mit folgenden aktuellen Terminen: 11. April: Clownerie, 25.April und 23.Mai: Kreatives Gestalten mit Naturmaterialien, 9.Mai: Tanzimprovisationskurs und 6. Juni: Großes Kuddelmuddel-Abschlussfest.
  • Gut Buchenhof
    Fahrturnier auf der größten privaten Hengst- und Besamungsstation Thüringens: Zwei Mal im Jahr finden auf dem weitläufigen Pferdehof je ein Reit- und ein Fahrturnier statt. Dann ist es mit der Idylle unterhalb des großen Gleichberges vorbei.
    Peitschen knallen, Lautsprecherdurchsagen, Massenandrang, Wettkampfatmosphäre! Vielleicht 25 sportliche Pferdekutschen versuchen einen Hindernisparcours in möglichst kurzer Zeit zu durchfahren. Dazu gibt es Dressurvorführungen und Geländefahrten. Selbst der Laie spürt: Hier geht es um mehr als Pferdeliebhaberei. Bereits im Mittelalter wurde das Herrschaftliche Kammergut Buchenhof erwähnt. 1968 hatte Herbert Kalnbach, Vater des jetzigen Eigentümers – Reimo Kalnbach – hier das letzte Pferd der LPG Tierproduktion gekauft. Seit dem dreht sich in der Familie alles um das edle Tier. Nach der Wende erwarben die Kalnbachs dann das ganze Areal und entwickelten mit Pferdezucht, -ausbildung und -pension Schritt für Schritt eines der erfolgreichsten Gestüte hierzulande. Es gibt Laufställe, riesige Koppelflächen, Reithalle, Spring- und Dressurplatz, Geländestrecke, überdachte Führ-Halle, ja sogar Laufband, Solarium und Reha-Programm für die Tiere. Alles natürlich geprüft und zertifiziert! Für die Reitenthusiasten werden Ferienhaus, Reitunterricht, Geländeausritte, Fachseminare und Berufsausbildung angeboten. Das zieht Kundschaft an: Etwa 80 Pferde stehen derzeit auf dem Buchenhof, die sich – wie heute – auch mal einspannen und antreiben lassen.
  • Straßenfest auf der "Schraube"
    Partnerschaft von Förderschulen und Industrie
    Um ihre Zusammenarbeit auch für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen, feierten Schulen und Betriebe des altehrwürdigen Hildburghäuser Industriegeländes gemeinsam. Auch der seit langem erwartete Dauerregen hielt sie nicht davon ab.

    Eigentlich passen Sie nicht zusammen: Die Albert-Schweizer-Förderschule mit über 50 geistig behinderten Kindern, das Hildburghäuser Bildungszentrum, ein privater Ausbildungsbetrieb mit alleine 60 Mitarbeitern, die mittelständige Firma Maier-Präzisionstechnik für Metall-Drehteile und die Tagesbetreuung des Pflegeheimes Birkenfeld. Aus dem Zufall, der sie vor Jahren räumlich zusammengeführt hat, entwickelte sich nicht nur eine gute Nachbarschaft, sondern auch eine gegenseitig befruchtende Partnerschaft. Kinder schnuppern in Berufe, Alte erfreuen sich an der Jugend und geben ihre Erfahrungen weiter, Praktika befördern Jugendliche in ihrer Ausbildung, Arbeiten werden erledigt, für die sonst kein Geld da ist. Immer steht dabei die Hilfe für die Schwachen der Gesellschaft im Mittelpunkt, besonders von Politik und Wirtschaft aus ihrer besonderen Verantwortung heraus.
    Wer solchen Alltag lebt, braucth auch keine großen Reden zu schwingen. Mit Musik, Theater, Flohmarkt, Tombola, Bastelstraße, Sport und Spiel erfreuten sich Alt und Jung, Behinderte und Gesunde. Gleichzeitig konnten die Hildburghäuser Gäste die einzelnen Einrichtungen von innen begutachten.
  • Laientheater unter den Gleichbergen
    Viel Spaß für Publikum und Hobbyschauspieler gleichermaßen: In den kleinen Dörfern am Südhang des Thüringer Waldes machen sich die Einwohner ihre Kultur seit jeher selbst. Jetzt in der kalten Jahreszeit scheint ein regelrechtes Theaterfieber ausgebrochen zu sein. Am vergangenen Samstag wurde im Kulturhaus Roth das Lustspiel „Zoff mit dem Stoff“ aufgeführt. Darin geht es zwar ums schnelle Geld, das jeder verdienen will, ob mit Öko-Wahn oder aber eben mit Rauschgift, die Theatergruppe LampenfiebÄr traf jedoch genau den Nerv der Region. Sie sprach den Schwank nicht nur im hiesigen fränkischen Dialekt, sondern sie baute auch jede Menge lustige Bezüge zu den örtlichen Gegebenheiten ein. Dabei hat das Stück durchaus einen ernsten Hintergrund, zeigt es doch die Umbrüche auf dem Land im Spannungsfeld von traditioneller Dorfgemeinschaft und modernen Zuwanderern. Trotzdem lebte es durchweg von Situationskomik und es war nicht ohne weiteres auszumachen, wer mehr Freude an dem Spiel hatte: Die Gäste oder die Zuschauer. Seit 6 Jahren findet der Theaterverein so sein Publikum; etwa 30 Leute aus der ganzen Umgebung machen mit, die Hälfte als Darsteller. Die musikalische Begleitung vom Spaß-Blas-Orchester Schabernack setzte der Veranstaltung die Krone auf. Noch im letzten Jahr konnte das Stück wegen Besetzungsproblemen nicht aufgeführt werden. Heuer, nach der gefeierten Premiere am 16. März sollen noch fünf weitere Auftritte folgen: Am 23. März sowie am 5., 6., 26. und 27. April jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro, Vorbestellungen sind unter der Telefonnummer 03685-406607möglich.
  • Ostermarkt in Meiningen
    Frühlingsgefühle trotz Minusgraden: Oberflächlich gesehen schien es nur ein „Verkaufsoffener Feiertag“ zu sein. Aber viele bunte Ideen ließen in der Innenstadt österliches Flair aufkommen. Tausende Besucher strömten am Samstag zwischen den Osterfeiertagen ins Zentrum von Meiningen, als wäre genau da der Frühling erwacht. Auf dem Markt und entlang der Georgstraße/ Anton-Ulrich-Straße hatten über 70 Händler ihre Zelte aufgeschlagen. Kunsthandwerker stellten da ihre österlichen Artikel vor und für das leibliche Wohl sorgten jede Menge Thüringer Spezialitätenstände. Überall dampfte und brodelte es. Zusätzlich waren die meisten Geschäfte auf dem Boulevard geöffnet, die schon wegen dem unumgänglichen Aufwärmen der Passanten gute Umsätze gemacht haben müssen. Außerdem präsentierten an der Stadtkirche die Autohändler der Werrastadt ihre neuesten Modelle. Das Rahmenprogramm gestaltete das Jugendorchester des Roten Kreuzes, aber am meisten freuten sich die Kinder: Es gab Bastelspaß für Jung und Alt mit dem Kreativmobil Graupner, ein originelles Ostereierangeln am geschmückten Heinrichsbrunnen und als Höhepunkt eine Zaubershow für Kinder mit dem Dresdener Zauberkünstler Torsten Pahl im Henneberger Haus. Organisiert hatte das alles das Mega-Eventmanagement aus Meiningen. Leuchtende Kinderaugen ließen so wenigsten einen Hauch von Frühling durch die Meininger Innenstadt wehen.

  • Mittelalterspektakel auf der Leuchtenburg
    Die Perle des Saaletales lädt zu einer zeitreise...
  • Ostern 2013
    Kälter als während der letzten Weihnachten: „Die mit Eiern haben sie bei sibirischer Kälte im Schnee gefunden und die Weicheier haben sie in der Wohnstube gesucht.“ Dieser sinnige Spruch fiel bei unseren Dreharbeiten für die Osterfeierlichkeiten. Die Kälte zeigt uns, wie wenig das Osterfest mit dem Frühlingsbeginn zu tun haben. Offiziell feiern wir die Auferstehung Jesus Christus, aber die Menschen verbinden seit Jahrtausenden das Erwachen der Natur mit Sonne, Feuer und Fruchtbarkeitssymbolen. Auch in der Kirche hat Ostern kein festes Datum. Das zentrale Fest im Kirchenjahr richtet sich nämlich nach dem Mond. Seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 wird der Ostersonntag als der Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr definiert. Erst 1800 entwickelte das mathematische Genie Carl Friedrich Gauß eine Formel, nach der sich die Mondphasen und damit der Ostersonntag berechnen lassen. Der Name Ostern allerdings hat wenig mit Jesus zu tun: Er soll von Ostara abstammen, ein von Jacob Grimm durch philologische Vergleiche als Name hergeleiteter Begriff für eine vermeintliche germanische Frühlingsgöttin. Sicher aber hat es mit der Himmelsrichtung Osten zu tun, wo die Sonne als Wärmespenderin und Quelle allen Lebens aufgeht. Osterfeuer, Osterbrunnen, Osterrad sind ebenfalls in diesem Sinne einzuordnen. Osterhase und die Eier werden dem Fest als Brauch erst seit dem 17. Jahrhundert zugeordnet. Allerdings sind beide für sich alte heidnische Fruchtbarkeitssymbole. Der Feldhase gehört zu den ersten Tieren im Frühjahr, die Nachwuchs bekommen. Jetzt, bei Kälte und Matsch, geht es denen ziemlich schlecht. Wir begleiten im Video Familie Grubert aus Dietzhausen bei der Suche nach ihm.
  • Gemischter Chor Eisfeld
    Frühlingskonzert trotz bitterer Kälte: Der Gesangsverein hatte die Veranstaltung unter das Motto gestellt: „So treiben wir den Winter aus“. Und wirklich traten die Sänger im Großen Saal des Stadtschlosses mit einer Inbrunst auf, als könnten sie die Sonne wirklich herbeizaubern.
    Und nicht nur sie! Die vielen Zuschauer mussten beim Kanon nicht zweimal gebeten werden. Immerhin blickt das Vereinssingen in der kleinen Stadt südlich des Rennsteiges auf eine über 150 Jahre alte Tradition zurück. Sogar der Gesamtdeutsche Sängerbund - 1862 in Coburg gegründet – ist jünger. Zwar gab es immer mal wieder Unterbrechungen, aber auch der jetzige Sängerverein stammt bereits von 1964 und ging aus dem Henneberger Sängerkreis hervor. Heute singen hier etwa 30 Männer und Frauen unter der Leitung von Cilly Ehrentraut. Im Eisfelder Schloss geben sie jährlich zwei Liederabende, neben einem Weihnachtskonzert eben das Frühlingssingen am vergangenen Sonntag. Eingeladen war auch der Männerchor aus Sachsenbrunn, wie das so üblich scheint unter Sängern. Auch zum Jahreshöhepunkt des Vereins, der Große Konzertabend im Volkshaus Eisfeld jeweils im November nehmen immer 8 – 10 Chöre aus der Umgebung teil. Kein Wunder, dass die Eisfelder mit der so genannten Zelter-Plakette ausgezeichnet wurden, die für langjähriges Wirken und besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes verliehen wird. 2012 hatte man im Landkreis Hildburghausen ein Studiochor zusammengestellt, der an der Chorolympiade im amerikanischen Cincinnati teilnehmen konnte. Natürlich war der hiesige Chor dabei! Wie der 1. Vorsitzende des Vereins, Horst Hourle, berichtete, sei der Nachwuchs das größte Problem, weil es an der Eisfelder Schule nicht mal mehr einen Musiklehrer gebe. Doch davon merkte man beim Frühlingssingen nichts. Es traten sogar zwei Teenager mit Schifferklavier auf. Die Eisfelder bedankten sich mit kräftigem Applaus.
  • Ostern in Kloster Veßra
    Jedes Jahr stimmt das Museum seine Besucher auf das Osterfest ein
  • Die neue Mitte Schnett
    Dem Dorfsterben ein Schnippchen schlagen: Eigentlich hat die kleine Berggemeinde mit Landflucht, Wohnungsleerstand und prekärer Finanzlage kein anderes Problem, als alle anderen Gemeinden Südthüringens auch. Nur hier steht man dagegen auf. Stein des Anstoßes ist die Ruine des ehemaligen Kindergartens, die das gesamte Dorfzentrum mit Kirche und Gaststätte dominiert. Das ehemalige Mehrfamiliengebäude war im Winter 2005 einem Brand zum Opfer gefallen. Seit dem stehen nur noch die Grundmauern, symptomatisch für Verfall generell, ein Müllplatz als Aushängeschild für die Gemeinschaft ordentlicher Bürger. Dass das hochverschuldete Masserberg als Verwaltungsgemeinde die Hände hebt, reicht den Anwohnern nicht mehr aus: Sie wollen sich ein neues Dorfzentrum schaffen. Initiator ist ausgerechnet ein junger Mann, Hannes Langguth, Student der Architektur immerhin, dem es nicht schmeckt, dass sein altes Heimatdorf verkommt. Er suchte sich Verbündete unter seinen ehemaligen Nachbarn, bei Kommilitonen und hiesigen Ämtern, insbesondere bei der Regionalen Aktionsgruppe Leader. Am vergangenen Samstag stellten nun im Schnetter Bürgerhaus mehrere Architekten unterschiedliche Nutzungskonzepte für die Brache vor. Durch Umfragen gut vorbereitet, empfehlen alle Entwürfe ein schickes multifunktionales Gemeindezentrum, quasi als unterkellerte Freifläche für Bürger und Besucher. Sogar die Grundmauern sollen erhalten bleiben. Im überfüllten Saal diskutierten die Schnetter nun die weitere Vorgehensweise zu Grundstückseigentum, Finanzierung und geplantem Betreiber. Da zeigten sich Ängste um Parkplätze und Abstellflächen. Solch eigenwillige Initiativen scheinen sich schwer mit deutschen Verwaltungsstrukturen und bürgerlichem Gewohnheitsrecht zu vertragen. In einem aber waren sich die Bewohner einig: Wenn sie sich nicht selbst helfen, tut es kein anderer. Hannes Langguth jedenfalls verspricht langen Atem.

  • Dorftheater
    Laienspiel vor ständig ausverkauftem Haus: Der Theaterverein Sachsenbrunn hat schon mehrere Angebote von großen Bühnen auch in Franken bekommen. Doch die Hobbyschauspieler wollen lieber in der Atmosphäre ihrer kleinen Gemeinde spielen. Denn da seien sich Akteure und Publikum so nahe, wie nirgendwo anders. Und das brauchen die 20 Theaterleute, vor und hinter der Bühne, alle agieren nebenberuflich. Seit 15 Jahren schon spielen sie fast ausschließlich im Saal des Gasthauses Werratal, jedes Jahr ein Stück, immer sitzen die Gäste dicht an dicht. Heuer zeigen sie das Lustspiel „Oma mit Dachschaden“, das Begeisterungsstürme hervorruft. Denn das Besondere: Es wird fränkischer Dialekt gesprochen, so wie es die Alten von Zuhause aus gewohnt sind und wie es die Sachsenbrunner hören wollen. Regisseur Wolfgang Siebinger stammt zwar aus Heldritt in Oberfranken, aber dort ist ja die Mundart die gleiche. Inzwischen kommen die Besucher auch von weiter her und der Erfolg beflügelt die Laienschauspieler jedes Jahr aufs Neue. Seit 2006 gibt es sogar ein Kindertheater, das Konzerte und Märchen wie „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ aufführt. Nur zu Jubiläen alle 5 Jahre gönnen die Spielleute auch anderen Bühnen mal einen Ausschnitt ihrer Kunst: Am 19. und 20. April diesen Jahres sind die Sachsenbrunner im Stadttheater Hildburghausen zu sehen. Noch gibt es ein paar Karten…
  • Rudolf Kaiser
    Portrait eines genialen Flugzeugkonstrukteurs
  • Bierbrauen im Kloster Veßra
    Der Brauverein Henneberger Land stellt sich vor
  • Tag der offenen Tür
    Hinter den Kulissen des Hennebergischen Gymnasiums und seines Alumnats: Am Samstag, den 09. März 2013, hatte das Gymnasium Schleusingen seine Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet. Dabei zeigte es sich von seiner Schokoladenseite, denn in der kommenden Woche können sich die neuen Schüler für das nächste Schuljahr einschreiben.
    Zahlreiche Fachschaften und Arbeitsgemeinschaften präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeit. Die Schüler von Teevau.de, dem schuleigenen Fernsehen, führten ihre preisgekrönten Filme vor. Der Förderverein, die Stiftung und das Hildburghäuser Bildungszentrum informierten über das frisch rekonstruierte Alumnat und boten Führungen an. Schüler als Hostessen begleiteten auch in diesem Jahr besonders die jüngsten Besucher und damit potentielle Mitschüler durch das Schulgelände. Sie erklärten das schuleigne Internetfernsehen, das neue E-Learning-Portal und das plastische Gestalten im Keramik-Raum. Die Fachschaft Englisch präsentierte Line Dance und kleine Sketche. In der Aula gab es mehrere Theaterstücke zu sehen und die Physiker präsentierten Experimente und den Versuch mit dem Foucaultschen Pendel im Neubau. Astronomie-Fans konnten mit dem großen Spiegelteleskop eigene Fotos schießen und in Geografie wurde die Arbeit am Whiteboard vorgestellt. Im Kunst-Atelier zeigte man Grafiken, Trickfilme und Drucktechniken. Auch Rock ´n´ Roll gehörte wieder zum Programm; die „Blue Berries“ tanzten für die Gäste. Für kulinarische Leckerbissen sorgen die Schüler vom „Gesunden Frühstück“. Ein besonderer Höhepunkt war die Eröffnung des neu gestalteten Schulmuseums.

  • FILMthuer 2013
    Thüringer Landesfilmfestival in Jena: Am 15. und 16. Februar wetteiferten im Kulturzentrum Volksbad die Hobbyfilmer des Freistaates um Auszeichnungen und Delegierung zu den bundesweiten Filmausscheiden. Denn Veranstalter ist der Bundesverband Deutscher Filmautoren mit seinen jeweiligen Sektionen in den Ländern. Für Thüringen ist das der Landesverband der Filmautoren (TLFA), der zum 11. Mal bereits das Festival in Jena ausrichtet. Dafür wurde extra der Verein FILMthuer e.V. gegründet und der Oberbürgermeister der Saalestadt als Schirmherrschaft gewonnen. In diesem Jahr musste aus 120 Einsendungen vorausgewählt werden. 64 Kurzfilme aller Genres in den Kategorien Amateur-, Jugend- und Studentenfilm standen danach zur Begutachtung. Dazu kommen noch einmal 14 Trickfilme beim Sonderthema „Animation“. Zu gewinnen gab es die trophäenartig gestaltete Goldene Filmthür, Sonder-, Förder-, Presse- und Publikumspreise. Das ist das Besondere: Die Filme werden von einer unabhängigen Fachjury jeweils in ihrer Kategorie öffentlich diskutiert und bewertet. Eine Jugendjury bespricht gesondert alle Schüler- und Jugendfilme. Das sorgt nicht nur für Transparenz und Publikumsnähe, sondern hilft dem Nachwuchsfilmern bei ihrer künftigen Arbeit. Gleichzeitig fördert das Festival damit den Erfahrungsaustausch und den Kontakt unter Thüringer Filmemachern und rückt die Autoren stärker in den Blickpunkt, die nach der Projektion vorgestellt und zu ihrer Arbeit befragt werden. Die Ergebnisliste finden Sie unter www.filmthuer.de.
  • 60. Viernauer Gagenkarneval
    Wo in Südthüringen zum Fasching die Luft brennt: Minus 5 Grad zeigte das Thermometer zum Großen Festumzug in der 2000-Seelen-Gemeinde südlich des Rennsteiges. Gefühlt aber waren es von Darstellern und Gästen 30 Grad plus. Denn die Stimmung war am kochen. Ein aufwendig und originell gestalteter Reigen großer Festwagen und eine unüberschaubare Meute bunter Kostüme schlängelten sich mit heißen Rhythmen und viel Geschrei die Dorfstraße entlang. Die vielen hundert Zuschauer ließen sich gerne anstecken. In Viernau heißt es Gagen-Karneval, weil der Rabe im Gemeindewappen mundartlich eben Gag heißt. Jedes Jahr wird ein „Dreiergestirn“ gewählt, bestehend aus Prinz, Prinzessin und Hofmarschall. Heuer: seine Tollität Prinz Steven I. vom Waldvogel, Ihre Lieblichkeit Prinzessin Tina I. vom Alten Bach und Hofmarschall Marco I. vom Silbergraben. Am Rosenmontag findet die gleiche Prozedur mit Jugendlichen aus dem Ort statt. Denn die Nachwuchspflege ist auch hier der Grund, warum solche Traditionen nicht aussterben können. 40 aktive Mitglieder hat alleine der Elferrat. Dazu kommen Jugend-Elferrat, Ballett, Männersportgruppe und eine Musikformation mit vielen Trommlern – da kann nichts schief gehen. Das Motto heuer: Sächzk bäär nooch koo, fengd nooch emoe oo. Auf Deutsch: Sechzig – wer noch kann, fängt noch einmal mal an. Der allerorts tönende Schlachtruf hat sich im Wandel der Zeit verändert: Hieß es ursprünglich: „Alibaba Gag-Gag“, ruft man heute nur noch „Gag Helau“. Am Rosenmontag gibt es um 13 Uhr einen zweiten Umzug, anschließend Kinderkarneval und am Abend einen zünftigen Faschingsball. Und wer nicht genug bekommen hat, kann noch am 2.März 2013 zur Abschlussveranstaltung des Jubiläumskarnevals in die Mehrzweckhalle Viernau kommen.
  • Tauwetter am Rennsteig
    Bisher kein guter Winter für skibegeisterte Thüringer: Heftiger Regen und Plusgrade am Mittwoch haben das bisschen Schnee dieses Winters im Thüringer Wald vorerst hinweg schmelzen lassen. Richtig Skifahren war in diesem Jahr sowieso nur direkt am Kamm möglich gewesen. In Oberhof herrschen tagsüber 5 Grad plus und in den Loipen liegt nur noch nasser Schnee. Dessen Höhe ist schlagartig von 37 auf 18 cm zurückgegangen. Aber Spaß macht das nicht.
    Bedeutende Skigebiete wie Brotterode, Friedrichshöhe, Großbreitenbach, Schmiedefeld, Neuhaus oder Zella-Mehlis haben gar keinen Schnee mehr, Urlauber müssen aufs Wandern umsteigen. Lediglich die Abfahrtsgebiete mit Schneekanonen wie Oberhof, Steinach und Masserberg melden noch geöffnete Talabfahrten. Die Wetterprognose allerdings sieht trübe aus: Für das Wochenende werden 5 Grad und Regen am Rennsteig vorher gesagt. Auch langfristig gibt sich Väterchen Frost nicht die Ehre. Wer also auf Brettern umher düsen will, muss entweder dem Klimawandel zum Trotz auf Schnee im Mittelgebirge hoffen oder eben wieder auf Reisen in die Alpen gehen.
  • 18. Internationales Schlittenhunderennen
    Qualifikationslauf zur Europameisterschaft in Frauenwald: 120 Musher aus 6 Nationen waren mit insgesamt 800 Hunden bei genügend Schnee und viel Nebel im Thüringer Wald gegeneinander angetreten. Muscher – das sind die Schlittenhundeführer mit ihren Huskys, Malamuten, Grönländer und Samujeden. Für sie hat sich der kleine Ort am Rennsteig schon lange zum Thüringer Schlittenhunde-Mekka entwickelt. Mit anspruchsvollen Trails und perfekter Organisation konnten der Schlittenhundesportclub Thüringen e.V. und viele ehrenamtliche Helfer aus Frauenwalt auch in diesem Jahr wieder punkten. Die Schirmherrin, Landrätin Petra Enders, hatte den Lauf bereits am Freitag, den 25. Januar 2013 eröffnet. Mit der anschließenden „Frauenwalder Suppennacht“ wurden die Muscher und ihre Gäste auf das Event eingestimmt. Im beheizten Festzelt tischten Frauenwalder Gastwirte 8 verschiedene Thüringer Suppen auf, es gab Live Musik und eine Lasershow.
    Am Samstag und Sonntag lief dann ab 10 Uhr die Husky-Hatz mit Streckenlängen je nach Klasse und Gespanngröße zwischen 5 und 21 Kilometern. Obwohl die Witterungsbedingungen nicht ideal waren, gestalteten die Sportler und ihre vierbeinigen Lieblinge eine spannende Wettkampfatmosphäre. Hunderte Zuschauer zeigten sich als begeistertes Fachpublikum. Für die Nachwuchsmuscher gab es sogar ein Kinderrennen. Die Ergebnisliste des 18. Internationalen Schlittenhunderennens finden sie unter www.ssct.de.
  • „Lichtmeß“ in Jüchsen
    Zum Fasching geht in Südthüringen nicht nur in Wasungen die Post ab: Mit alleine 14 öffentlichen Großveranstaltungen über mehrere Wochen zählt der kleine Ort Jüchsen im Grabfeld sogar zu den Karneval-Hochburgen hierzulande. Der Jüchsener Karnevalsclub mit seinem Präsidenten Nicki Wenzel begründet das mit der besonderen Synthese von kirchlicher Lichtmesse, der traditionellen Winteraustreibung, den Bäuerlichen Lichtstuben und dem erst später zelebrierten Karneval. Es gibt separate Männer- und Frauenabende, die Prinzenwahl bleibt bis zum Schluss geheim und auch beim Umzug weiß niemand, welche Prinzessin denn nun von zu Hause abgeholt werden muss. Seit 58 Jahren gibt es den JKC in seiner jetzigen Form und genau so lange wird die „Lichtmeß“ in Jüchsen nach dem gleichen Ritual gefeiert. Das ganze Dorf scheint auf den Beinen zu sein. Beim so genannten 1. Bunten Abend gestern war der Gemeindesaal brechend voll und die Büttenreden und Showeinlagen konnten vom Niveau her auf jeden Fall mit den großen Gala-TV-Veranstaltungen vom Rhein mithalten. Das Geheimnis dieses Erfolges ist wie immer die frühzeitige Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen aus dem Dorf. So kann sich die 1.500-Seelengemeinde alleine fünf Tanzgemeinschaften leisten: Es gibt ein Garde-, Kinder-, Teenager-, Show- und sogar ein Männerballett. Und alle haben das ganze Jahr über für die fünfte Jahreszeit geprobt.
  • 13. Erfurter Liedermacher Festival
    Musik wie von einem anderen Stern: Wie immer am zweiten Januarwochenende treffen sich in der Thüringer Landeshauptstadt deutsche Liedermacher und ihre Gäste um sich kennenzulernen und ihre Arbeit einem möglichst breiten Publikum vorzustellen.
    Wem die immer gleichen Gesichter der Schlagerbarden im Fernsehen zu langweilig, deren Musik zu eintönig und Texte zu niveaulos sind, hat zumindest einmal im Jahr die Alternative. Ein paar Enthusiasten um den Musiker und Kabarettisten Vicki Vomit suchen seit 13 Jahren neue und gestandene musikalische Talente um sie im Gewölbekeller des Volkskundemuseums und im Haus der sozialen Dienste auf die Bühne zu stellen. Und was da zusammenkommt, unterscheidet sich wohltuend von Gewohntem: Junge Leute, die Wichtiges zu sagen haben, das Ganze auch noch in anspruchsvolle Musik verpacken können, die originelle Ideen haben und - sich trotzdem nicht zu ernst nehmen. Da mimt der Arzt neben dem Pförtner, da stehen Zweideutigkeiten und Nachdenkliches im Raum, aber vor allem Spaß, der obendrein noch ansteckend wirkt. Doch wie das bei Musik ebenso ist: Man muss es selbst gehört haben. Gestern am Freitagabend, den 11.1. standen im Museumskeller auf der Newcomerbühne Nadine Marie Schmidt, Schnaps im Silbersee, C.Heiland, Mick Szuzor, Kamil Szlachta, Tim Köhler, Stevie Maine und Thomas Franz. Heute am Samstag, den 12.1., ab 20 Uhr agieren nebenan im HsD Simon und Jan, Fred Timm, Prinz Chaos II., Michi Dietmayr und Torsten Knoll. Morgen am Sonntag, den 13.1.ebenfalls 20 Uhr ist wieder im Keller des Volkskundemuseums offene Bühne, das heißt, jeder der Lust und Laune hat, kann spielen. Zugucker willkommen!
  • Wintertreffen für Quadfahrer
    Der Motorsportclub Suhl organisierte auf der Teststrecke bei Marisfeld und Oberstadt ein so genanntes Yetitreffen
  • Gospelchor Light and the Dark
    Sänger aus Franken begeistern in Südthüringen: In der vollbesetzten Stiftskirche Römhild gaben Sänger und Musiker aus Bad Neustadt ein vorweihnachtliches Konzert der anderen Art.
    Denn im Repertoire fanden sich nicht nur afro-amerikanische Spirituals, sondern auch mancher zum Gospel umfunktionierte Popsong wieder. Trotzdem ging die Kirchengemeinde im Grabfeld und ihre Gäste voll mit. Der Gospelchor existiert seit 1993 und sorgt bei seinen Auftritten immer wieder für volle Kirchen und mitgerissene Zuhörer. Er zählt im Moment circa 30 Mitglieder aus Bad Neustadt und den umliegenden Ortschaften. Light and the Dark lebt vor allem vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder. Organisatorisch gehört er zur evangelischen Gemeinde in Bad Neustadt, mindestens die Hälfte der Sänger/-innen ist jedoch katholisch oder von einer anderen Konfession, so dass man hier von gelebter Ökumene sprechen kann. Was alle verbindet, sind natürlich Freude an der Musik und die gemeinsamen Erlebnisse bei den Auftritten. Denn trotz aller Routine sorgen die Auftritte für die Frauen und Männer um Chorleiter Dr. Thomas Reuß, immer wieder für Aufregung und amüsante Ereignisse. Bei den Römhildern jedenfalls war der Funke übergesprungen. Wer Kontakt zum Gospelchor Bad Neustadt sucht, wendet sich am besten an Romy Straub mit der Telefonnummer 0171-8812808.

  • Ausstellungseröffnung am Dreikönigstag
    Bildende Kunst in der Predigerkirche Erfurt: Nach einem Gottesdienst im Refektorium folgte gestern eine Vernissage mit moderner Kunst, die scheinbar im Gegensatz zu den frühgotischen Linien des ehemaligen Klosters stand.

    Denn die Predigerkirche stammt aus dem 13./14. Jahrhundert und ihre Architektur besticht durch klare Linien und einfache Struktur. Der Stil der Bettelmönche hat sich bis heute erhalten. Dem gegenüber ist der experimentelle Charakter der teils überlebensgroßen Holzskulpturen des Bildners Gernot Ehrsam unverkennbar. Dazu gab es auf der kleinen Feier Lyrik, Klavier und Sprachkonzert von puetummusika aus Weimar sowie modernen Tanz mit Julia Heß von „omtiritata“. Beides durchaus avantgardistisch. Doch unter dem Ausstellungstitel "Offenes Kreuz" gelang es den Künstlern, durch religiöse Themenauswahl und sakralem Bezug die mystische Atmosphäre des Gotteshauses aufzugreifen. Neues und Altes gaben einen interessanten Kontrast, ließen auch genug Raum für persönliche Interpretationen. So jedenfalls der Tenor vieler Gäste. Auch das Thema „Meister Eckhart“ wurde aufgegriffen. Die Predigerkirche ist einzig nachweisbare Wirkungsstätte des einflussreichen Theologen und Philosophen aus dem Mittelalter. Die Ausstellung selbst im Kirchenschiff ist noch bis Ende Juni zu besichtigen.
  • Amateurbühne Hildburghausen
    Weihnachtsaufführung für Kinder hat begeistert: Das Hausensemble des Stadttheaters Hildburghausen sorgte auch in diesem Jahr zu den Feiertagen wieder für vollbesetzte Reihen, vor allem mit Kindern.

    Heuer ging es um die Abenteuer des Fabelwesens Sam, das ausgesuchten Leute alle Wünsche erfüllt. Das gefällt natürlich jedem und so lösen seit über 40 Jahren die Theaterenthusiasten aus der Kreisstadt viel Freude aus. Seit 2008 haben sie in dem traditionsreichen chic sanierten Theater hervorragende Bedingungen. Die etwa 25 Laiendarsteller um ihren künstlerischer Leiter Reinhard Haschlar vertreten jedwedes Alter, manchen Stand und Profession. Sie verbindet die Liebe zu den Brettern, die die Welt bedeuten. Neben fast allen bedeutenden deutschen Märchen, inszeniert die Amateurbühne auch nicht wenige Stücke für Erwachsene. Zusätzlich zum Stadttheater bespielt sie auch das Naturtheater Steinbach-Langenbach und viele kleine Veranstaltungen in der Stadt. Dafür lieben sie die Hildburghäuser. Übrigens werden auch immer Leute gesucht, die mitmachen wollen, egal ob vor oder hinter der Bühne - besonders unter der Jugend!
  • Hullefraansnacht
    Uralte Traditionen zum Jahreswechsel: Jedes Jahr am 2. Januar spuken Geister und Dämonen durch Schnett, den kleinen Höhenort am Rennsteig. Mit ihren Ruten verteilen sie Schläge und sammeln Abgaben ein. Vielleicht 20 wie Hexen maskierte Gestalten fallen mit eigentümlichen Geschrei in die Häuser und Gaststätten der 615-Seelen-Gemeinde ein. Jeder der sich blicken lässt, bekommt erst drei Schläge auf den Rücken und dann - ein gutes neues Jahr gewünscht; mit Gesundheit, Glück und Fruchtbarkeit. Die Hullefraan - Höllenfrauen - werden von so genannten Gertenträgern begleitet, die wie Waldschratse gekleidet sind und den Gepeinigten auch noch ein paar Euro abverlangen. Daneben zieht zu allem Übel auch die „Ströhene“ durchs Dorf. Die hat über ihr rotes Gewandt Matten aus Stroh gebunden, das Glück bringen soll. Viele Gäste versuchen ein paar Halme herausziehen, um sie ins Portemonnaie, in den Hühnerstall oder ins Ehebett zu legen. Der Brauch soll auf keltische und germanische Wurzeln zurückgehen, die zur Sonnenwende böse Geister austreiben wollten. In vorgerückter Stunde treffen sich die Hullefraan dann im Hotel Frankenblick. Dort stimmt gerade Klaus Koch vom Fremdenverkehrsverein die Schnetter und ihre Gästen auf den alten Brauch ein. Mit viel Geschrei geht es über Stühle und Tische, denn es gilt etwa 300 Rücken zu „bearbeiten“. Zu guter Letzt kommt noch die „wilde Hullefraa“, die dem Veitstanz die Krone aufsetzt. Mit freiem Oberkörper und geschwärztem Gesicht hält sie den Schnettern ihr Jahressündenregister vor.

  • Junge Tierzüchter wollen ihr Können präsentieren
    Wie in jedem ordentlichen Handwerk gibt es auch in der Landwirtschaft Rituale und Wettbewerbe, in denen sich besonders der Nachwuchs beweisen muss: Im milchproduzierenden Agrarbetrieb Simmershausen haben sich Anfang der Woche junge Tierpfleger aus ganz Thüringen auf die Hessische Meisterschaft der Jungzüchter vorbereitet. Der Wettbewerb, zu dem sich die Nachbarländer immer wechselseitig einladen, findet am Wochenende in Alsfeld statt.
    Dort sollen die Lehrlinge nicht nur die besten Rinder aus unserem Land vorführen, sondern vor allem sich selbst ins rechte Licht setzen. Also müssen Mensch und Vieh ordentlich herausgeputzt werden und souverän nebeneinander her marschieren können. Das ist – je nach Tagesform – bei manch störrischem und ungeübten Vier- bzw. Zweibeiner nicht ganz einfach, weiß Knut Kling, Herdenmanager in Simmershausen. Denn auch die zu präsentierenden Tiere sind grundsätzlich Färsen, also weibliche Jungrinder, die noch nicht gekalbt haben. Also heißt es für beide Seiten waschen, scheren, stylen und auf dem Laufsteg üben – erzählt Peer Baumann vom Landesverband Thüringer Rinderzüchter - man muss sich ja noch aneinander gewöhnen. Auf dem Jungzüchterseminar wurden dann auch die 12 Teilnehmer für den Wettkampf in Hessen ausgewählt. Sindy Müller, Zuchtberaterin bei SEMEX, einem kanadischen Spermaproduzenten, rechnet für die Gäste aus Thüringen durchaus mit Chancen. Denn die Tiere, die sie präsentieren werden, stammen aus dem bekannten Zuchtzentrum Gleichamberg, wo nicht nur Fleisch und Milch produziert werden, sondern auch spezielle Bullenkälber für die Besamung und Embryonen für genetisch hochwertige Rinder.
  • 1.Bildungskonferenz „Grüne Berufe“
    Landwirtschaft sucht Nachwuchs: Auf dem Erfurter Messegelände diskutierten Landwirte, Politiker und Fachleute über Maßnahmen, wie Schulabgänger mehr in Ställe und auf Felder gelockt werden können. Bereits in diesem Jahr konnten viele Agrarunternehmen in Thüringen nicht mehr so viele Auszubildende einstellen, wie sie eigentlich gebraucht hätten. Die Akademie Ländlicher Raum beim Landwirtschaftsministerium organisierte so gemeinsam mit dem Bauernverband einen Erfahrungsaustausch, wie man jungen Leuten eine Arbeit auf dem Lande schmackhaft machen kann. Staatssekretär Roland Richwien betonte, dass sich in Schulen und Ämtern noch nicht überall herumgesprochen habe, welch gravierender Modernisierungsprozess in den letzten Jahren die Agrarberufe verändert habe. Ohne Computer gehe da gar nichts mehr. Der Verbandspräsident, Helmut Gumpert, forderte eine effektivere Öffentlichkeitsarbeit von Politik und Fachgremien. Auf die Notwendigkeit, die Ausbildungsfähigkeit und -qualität bei den Grünen Berufen zu verbessern, verwies Stefan Baldus, Geschäftsführer des Thüringer Bauernverbandes in einem Interview. Man werde sich auch nicht scheuen, notfalls im Ausland nach geeigneten Fachkräften zu suchen.
  • Saisonstart in Oberhof
    Ideale Wintersportbedingungen am Rennsteig: Sonnenschein, minus 8 Grad Celsius und 30 cm Neuschnee lockten vergangenen Samstag viele Freizeitsportler und Familien auf die Höhen des Thüringer Waldes. Dort war man auch auf den Ansturm vorbereitet. Alle Sportanlagen und Freizeitveranstalter hatten geöffnet. Die Lifte auf beiden Abfahrtspisten waren in Betrieb und für die Langläufer sollen etwa 140 km vorgespurt worden sein. Pferdeschlitten waren unterwegs, die Ausleihgeschäfte liefen an und auch die Skischulen nahmen ihren Unterricht auf. Überall sah man lachende Gesichter, trotz des Schnees viele Wanderer und auch die Gaststätten wurden gut besucht. Trotzdem gab es in den Loipen noch viel Platz und sogar Parkplätze waren noch frei. In der Ski-Arena wird bereits für die Tour de Ski am 29. Dezember gewerkelt. Die Rodelbahn scheint bereits für die Europameisterschaften am 12. Januar präpariert. Schade nur, dass die weiße Pracht die Baubrachen im Ortszentrum nicht ganz verdecken kann und an der Therme immer noch gebaut wird.

  • Glühweinmarkt in Hildburghausen
    Was das Gänselieschen mit dem Glühweinmarkt zu schaffen hat.
  • Weihnachtsmarkt in Schleusingen
    2012 kam der Weihnachtsmann mit Porsche statt mit Schlitten angereist...
  • MDR-Produktion im CCS
    Große Show für das Weihnachtsfest: Im Congress Centrum Suhl laufen derzeit die Vorbereitungen für eine Fernsehaufzeichnung des Mitteldeutschen Rundfunks mit Sefanie Hertel, die alte und neue Weihnachtslieder präsentiert. Dazu hat sie natürlich viele Kollegen eingeladen, u.a. Andy Borg, die Wildecker Herzbuben, Uta Bresan, die Dorfrocker und den MDR-Kinderchor. Um die alle wohlinszeniert auf die Mattscheibe zu bekommen, müssen über 300 Mitarbeiter von MDR und CCS 3 Wochen lang die Sendung vorbereiten. Bis zu 250.000 Euro kostet solch ein Spaß. Dabei erkennen nur Eingeweihte in dem Gewimmel von Menschen, Kabeln, Kameras, Monitoren, Kisten und Studio-Anlagen ein System. Allerdinges haben die Suhler langjährige Erfahrungen: Seit 16 Jahren werden gemeinsam mit den Fernsehleuten solche Mammutveranstaltungen für immerhin 8,5 Millionen Zuschauer im deutschsprachigen Raum produziert. Zum 4. Mal gewährt dabei das Congress Centrum Interessierten auch einen Blick hinter die Kulissen. Mitarbeiter des CCS und Lehrlinge des MDR führen kompetent durch Stellproben auf der Bühne, im Saal, in Übertragungswagen, Künstlergarderoben, Redaktionsräume und Requisitenlager. Deutschland today war bei solch einem Rundgang dabei (Siehe Video!). Die öffentliche Generalprobe und die Aufzeichnung vor Publikum der „Großen Show der Weihnachtslieder“ finden am Freitag, den 23.November 2012 im CCS statt. Die Sendung selbst präsentiert das MDR-Fernsehen am 8. Dezember 2012 um 20.15 Uhr.
  • Thüringer Verdienstoden verliehen
    Würdigung langjähriger Arbeit für Kultur und Kunst: Klaus D. Niemann, Kunstmäzen aus Roxheim bei Bad Kreuznach erhielt die hohe Auszeichnung für sein Engagement in Schleusingen.
    Die Ministerpräsidentin des Freistaates, Christine Lieberknecht, zeigte sich bei der Ordensverleihung im Barocksaal der Erfurter Staatskanzlei am Mittwoch beeindruckt von den Mühen des früheren Unternehmensberaters um das geistige Leben in der Heimatstadt seiner Vorfahren. Klaus D. Niemann hatte nach der Wende ein verfallenes Haus in Schleusingen geerbt und es zu einem Künstlerhof ausgebaut. Mit Freilichtbühne, Veranstaltungssaal, Ateliers und Ausstellungsräumen entwickelte der sich in den letzten 10 Jahren zu einem kulturellen Zentrum in der immerhin ältesten Residenzstadt Thüringens. Jährlich bekommt hier ein junger Künstler Stipendium und freie Logis, um sein Talent unbeschwert entwickeln zu können. Dabei kommt der Künstlerhof ohne öffentliche Förderung aus. Für Klaus D. Niemann selbst und seine Gattin Roswita ist das Sponsoring in besonderem Maße ein Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung. So waren nicht nur die Würdenträger aus Südthüringen, sondern auch aus dem fernen Mainzer Land angereist. Kinder, Enkel, Freunde, Vorstand und Kuratorium der dazugehörigen Stiftung gratulierten als erste, denn solch eine Auszeichnung bekommt nicht jeder: Die Zahl der lebenden Ordensträger um hervorragende Verdienste im Freistaat ist auf 300 begrenzt.
  • Fachhochschule Nordhausen
    Ehemalige Ingenieurschule für Landtechnik soll wiederbelebt werden: Derzeit bewirbt sich die Bildungseinrichtung um den neu ausgeschriebenen Studiengang „Technik in der Landwirtschaft“. Sie will damit an die Traditionen des nordthüringer Standortes als Maschinenbau- und Technikzentrum anknüpfen.

    Das verkündete Arndt Schelenhaus, Pressesprecher der Fachhochschule Nordhausen, anlässlich eines Jubiläumstreffens der ehemaligen Absolventen der Ingenieurschule für Landtechnik. Die hatte von 1953-1990 hunderte Spezialisten für die genossenschaftlichen Agrarbetriebe der ehemaligen DDR ausgebildet und war nach der Wiedervereinigung geschlossen worden. 1997 kam es dann zur Gründung der Fachhochschule Nordhausen. Sie bietet heute 16 Studiengänge in Wirtschafts-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften für Bachelor- und Masterabschlüsse an. 2.500 Studenten erfreuen sich hier an einem 11 ha großen Campus, modernen Wohnheimen und einer außergewöhnlich individuellen Betreuung, denn der übliche Massenbetrieb an deutschen Akademiker-Schmieden findet hier nicht statt. Schwerpunkte in Lehre und Forschung orientieren sich an zukunftsweisenden Entwicklungen wie regenerative Energien, Umwelt- und Recyclingtechnik sowie Informatik. Hier werden auch viele Staatsdiener von Morgen im Bereich Public-Management mit internationaler Orientierung ausgebildet. Um das neue August-Kramer-Institut, eine ingenieurwissenschaftliche Forschungs- und Bildungseinrichtung mit über 11 Laboren wird die Fachhochschule selbst von namhaften Universitäten beneidet. Darüber hinaus agieren das Institut für regenerative Energietechnik und das Forschungsinstitut für Nahrungs- und Genussmittel, wo beispielsweise an Sensoren geforscht wird, die die Begutachtung neuer Produkte übernehmen sollen. In einer Studie wurden die Auswirkungen des Hochschulstandortes auf die Region detailliert untersucht: 150 Festangestellte und die Studenten erzeugen ein Nettoausgabevolumen in der Region von über 20 Millionen Euro. Durch deren Kaufkraftsteigerung werden darüber hinaus 350 Arbeitsplätze generiert. Das alles bekamen die „Ehemaligen“ der Ingenieurschule für Landtechnik ausführlich erklärt. Dass an dem Jubiläumswochenende keine Studenten auf dem Campus waren, konnten sie in Erinnerung ihrer eigenen Studienzeit verschmerzen (Siehe Video!). Mit aller Kraft wollen sie die Daumen drücken, dass der Bewerbung für eine Neuauflage des Studienzweiges Landtechnik stattgegeben wird.
  • Thüringer bei ERASMUS
    Studieren ohne Grenzen: Über 800 Studenten aus dem Freistaat lernten im vergangenen Semester im Ausland. Zur gleichen Zeit studierten 513 Ausländer an Thüringer Hochschulen. Das ist deutschlandweit zwar nur Platz 34, aber das Interesse wächst stetig.
    Erasmus ist ein Programm der Europäischen Union um die Zusammenarbeit von Hochschulen in Europa sowie die Mobilität von Studenten und Dozenten zu fördern. Benannt ist es nach Erasmus von Rotterdam, einem in seiner Zeit universal europäisch gebildeten Humanisten. Gegründet 1987, nehmen inzwischen alle 27 Mitgliedsstaaten der EU sowie sechs weitere europäische Länder teil.
    Über 2,5 Millionen Studierende aus knapp 600 Hochschulen – davon 400.000 aus Deutschland – konnten so bisher einen Auslandsaufenthalt in ihre Studienkarriere einschieben. Bewilligte bekommen einen Mobilitätszuschuss – etwa 100 Euro im Monat - und die geprüften Abschlüsse werden anerkannt. In Deutschland nimmt der DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst - für das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Aufgabe als Nationale Agentur für das ERASMUS-Programm wahr. Die Europäische Kommission hat 2011 unter dem Motto "Erasmus für alle" das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in den Jahren 2014 bis 2020 aufgelegt. Mit einem Gesamtbudget von 19 Millionen Euro könnten bis zu 5 Millionen Menschen – fast doppelt so viele wie bisher – einen Teil ihres Bildungswegs im Ausland absolvieren, darunter fast 3 Millionen Lernende in der Hochschul- und Berufsbildung. Deutschland-Today begleitete Thüringer Studenten in Finnland.
  • Flucht durch den Tunnel
    Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit: Mit einer Buchlesung und anschließender Diskussion würdigte der Künstlerhof Roter Ochse in Schleusingen die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Einhelliger Tenor: Gerade Extremsituationen von damals dürfen nicht vergessen werden. Unter dem Titel: „Mauerzeit – Siebzig Meter Angst“ las die Zeitzeugin Monika Strajtmann aus ihrem Essay und berichtet von der Flucht durch einen selbst gegrabenen Tunnel unter der Mauer von Berlin hindurch. Für viele Gäste ein unvorstellbares Unterfangen: von einer Garage aus kriechend unter Häusern, Straße und Grenzstreifen entlang, immer die Angst im Nacken, entdeckt zu werden! Gemeinsam mit ihrem Mann und den Schwiegereltern wollte sie um jeden Preis die DDR verlassen. Sie war damals hoch schwanger und ihre Tochter ist kurz nach der geglückten Flucht in der Bundesrepublik geboren. Während der Diskussion im Künstlerhof anschließend gab es nicht nur Bewunderung und Zustimmung. Es ging auch um das Risiko, die Mutterschaft, die Zustände in der damaligen DDR sowie das Verhältnis von Freiheit und der Suche nach dem ganz persönlichen Glück.
    Heute wohnt Frau Strajtmann in Roxheim, nahe Bad Kreuznach. Nach ihrem Abenteuer war sie von West-Berlin in ein Flüchtlingslager nach Mainz gekommen. Ihr Essay ist mit anderen im Buch „Mauerzeit – Als fliehen tödlich sein konnte“ 2011 im Zeitgut Verlag Berlin erschienen.
  • „Es waren die Nachbarn meiner Oma…“
    Schüler beschäftigen sich mit dem Holocaust: Eine Klasse der Regelschule „Anne Frank“ in Themar untersuchte in einem Geschichtsprojekt die Vernichtung der ehemaligen jüdischen Gemeinde in ihrer Heimatstadt. Unvorstellbares tat sich für die Kids von heute auf!
    Hintergrund sind die langfristig angelegten Forschungen der kanadischen Historikerin Dr. Sharon Meen, die seit Jahren Vertreibung und Deportation der einst zahlreichen jüdischen Bürger in Themar analysiert. 240 jüdische Einwohner hatte es einmal in dem Werrastädtchen gegeben. Reichspogromnacht und faschistischer Terror zwangen alle zu fliehen. Die Wissenschaftlerin aus Vancouver wurde durch eine umfangreiche weltumspannende Briefsammlung auf die kleine Stadt in Südthüringen aufmerksam. Sie stammt von Manfred Rosengarten (1921-1987), der als Jude während der Nazi-Zeit in Themar gelebt hatte. Ihm gelang noch rechtzeitig die Flucht nach Shanghai. Nach dem Krieg lebte er in San Francisco und entwickelte Brieffreundschaften zu vielen seiner ehemaligen Nachbarn, die nun in der ganzen Welt verstreut waren.
    Die Themarer Bürger, allen voran der Bürgermeister Hubert Böse, unterstützen das Projekt von Anfang an. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Nachkommen ehemaliger Juden aus Themar in der Heimat ihrer Vorväter getroffen. Auch ein Film wird zu dem Thema entstehen, der im nächsten Jahr in New York uraufgeführt werden soll. Gestern nun der Projekttag in der Schule. Unter Anleitung ihrer Lehrerin, Ramona Schuch, beschäftigten sich die Schüler besonders mit persönlichen Einzelschicksalen. Sie rekonstruierten das Marthyrium, inszenierten kleine Spielszenen aus jener Zeit, malten Bilder und beantworteten in fiktiven Briefen Post von damals. Trotz der zeitlichen Distanz und anfänglicher Unsicherheit spürte man, dass die jungen Leute verstanden, warum das Thema heute noch so wichtig ist.
  • „Alles nur Theater“
    Herbstfest in der Alten Schule Mäbendorf: Unter diesem Motto gestaltete der Kulturverein an der ehemaligen Schule des von Suhl eingemeindeten Dorfes ihr jährliches Straßen- und Hoffest. Jeder, der sich nicht zur etablierten Kunst-Szene der Region zählte, war angereist.
    Allein die Mitwirkenden am Programm sorgten für Ansturm: Da gab es Theater und Musical von den Gymnasien in Suhl und Schleusingen, Simone und Andreas Schmidt nahmen „Den Theaterbesucher“ aufs Korn, das „Ballett kreativ“ steppte und rock’n rollte mehrmals am Abend, die Theaterleute aus Marisfeld führten „Zu fällen einen schönen Baum“ auf, die Joel-Gemeinde zeigte einen Ausschnitt aus dem „Blauen Heinrich“, „Kuddelmuttel“ aus Erfurt machte Performance, das Ensemble des Kulturvereins an der Alten Schule“ brachte „Osanna – Die wahre Geschichte aus Malmesch“ und der Kulturbeutel Meinigen mit den Suhleikas machte Firedance und Pantomimische Pol Performance. Enormer Aufwand wurde da betrieben, von Leuten mit offensichtlichem Spaß an ihrem Tun, Männlein, Weiblein, das Alter zwischen 5 und 50, die unterschiedlichsten Professionen, denn das ist Freizeit, den Lebensunterhalt können sie damit nicht bestreiten. Das Publikum aber – genau so bunt – hat Beifall gezollt. Unter der Regie des Künstlers Herbert König, alter Spiritus rector des Kulturvereins, bei Selbstgemachten von Grill und Backofen, mit viel Improvisation und noch mehr Liebe zum Detail wurde bis in die Nacht gefeiert.
  • Tag des offenen Ateliers in Südthüringen
    Moderne Kunst in der Provinz: In Schleusingen konnten Interessierte immerhin bei zwei Künstlern hinter die Kulissen schauen: Verena Hahn, die gerade ein Stipendium am Künstlerhof „Roter Ochse“ erhält und Benedikt Solga, der ansässige Bildhauer aus Rappelsdorf.
    Alternative Gestaltung verlangt Sinneserweiterung und Toleranz. Nicht jedermanns Sache. Trotzdem war die Vernissage im Roten Ochsen gut besucht. Gastgeberin Verena Hahn aus Weimar stellt hier mit 10 befreundeten Künstlern Bilder, Videos, Skulpturen und Objekte aus. Sie wohnt und arbeitet gerade im Künstlerhof und hat extra für den Tag des offenen Ateliers diese Exposition gestaltet. Das Thema „Parasiten und Symbiosen“ zeigt deutlich ihre Experimentierfreudigkeit in der Natur, wo sie besonders Gegensätze in ihrer Veränderung spannend findet. Zwei der beteiligten Künstlerinnen waren auch anwesend: Sike Borowski-Hack, vom Coburger Atelier Timbi-Design, mit filigranen Schmuckarbeiten und Helen Follert aus Berlin, die Einblicke in ihr Video „Luftlinien“ und ihre Arbeit als Zeichnerin gewährt. Weitere Künstler sind Barbara Nemitz, auch aus Berlin und Monika Schneider aus Köln jeweils mit Fotografien, Cindy Cordt aus Leipzig ebenfalls mit einer Videoinstallation und Julia Frankenberg aus Hamburg mit einer Gelatineplastik. Antja Fischer, die gerade das Atelier von Verena Hahn in der Weimarer Kreativ-Etage nutzt, beteiligte sich mit einer Materialcollage. Außerdem gibt es zwei Skulpturen des Erfurter Bildners Gernot Ehrsam, der gerade erst einen Workshop mit Gymnasiasten aus Schleusingen ausgetragen hat und derzeit eine große Exposition im Garten von Schloss Kromsdorf bei Weimar betreibt. Selbst Benedikt Solga ist mit 3 Metallskulpturen vertreten. Verena Hahn selbst beteiligte sich mit einem Probestück für ihre Abschlussausstellung Mitte Oktober im Roten Ochsen. Die gestern eröffnete Schau kann noch bis zum 3. Oktober jeweils Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr in Augenschein genommen werden.
  • Zeugnisübergabe im SBSZ
    Nachwuchs für die Landwirtschaft in Südthüringen: Im Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrum Hildburghausen wurden gestern in einer Feierstunde die Abschlussbewertungen für die frischgebackenen Facharbeiter in landwirtschaftlichen Berufen übergeben.
    25 Jungfacharbeiter in den Ausbildungszweigen Landwirt, Tierwirt, Fachkraft für Agrarservice und Hauswirtschaft verstärken nun die Landwirtschaft südlich des Rennsteiges. Sogar ein Fischwirt war dabei. Mit ihrem Leistungsdurchschnitt zeigten sich Schüler, Eltern, Lehrer und die Geschäftsführer der Agrarbetriebe durchaus zufrieden. Sieben von ihnen wurden für besondere Leistungen während der Ausbildung ausgezeichnet. Dringend benötigter Nachwuchs für eine Branche, die mehr als andere unter der Landflucht zu leiden hat. Unter den ehemaligen Schüler waren auch Nathalie Müller und Roland Günther, die im Mittelpunkt einer aktuellen Werbekampagne für die „Grünen Berufe“ des südthüringer Bauernstandes stehen. Amtsleiter Bernd Leidenfrost beglückwünschte die Jugendlichen und betonte noch einmal die Bedeutung des Landwirtes bei der Herstellung von Lebensmitteln, bei der Landschaftspflege und im Naturschutz. Die Schulleiterin des SBSZ, Heidrun Noll, verabschiedete mit dieser Zeugnisübergabe auch die letzte Klasse Hauswirtschaft an ihrer Bildungseinrichtung. Denn mit dem demografischen Wandel werden in Thüringen ab dem kommenden Jahr die Agrarberufe in Schwerstedt bei Weimar zentralisiert. Albert Seifert vom Thüringer Bauernverband bat die jungen Leute um Mithilfe bei der Nachwuchsgewinnung, denn niemand könne so authentisch von den Anforderungen des Gewerbes berichten, wie sie. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden noch hervorragende Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet.
  • Montgolfiade in Heldburg
    Ballonfahren vor traumhafter Kulisse
  • Gütesiegel für WWS Keramik
    Über gleich zwei Urkunden durfte sich am 28. August die WWS Keramik Neuhaus GmbH freuen: Die Landrätin des Landkreises Sonneberg, Christine Zitzmann, übergab gemeinsam mit Gudrun Büttner, Leiterin des Umweltzentrums des Handwerks Thüringen, das QuB-Umweltzertifikat und die Teilnahmeurkunde des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen (NAT) an die Geschäftsführerin der WWS Keramik Neuhaus GmbH, Yvonne Stadter.
  • Hoffest in Simmershausen
    Bauern investieren in ihre Zukunft: Das Zuchtzentrum Gleichamberg feierte am Wochenende gleich dreimal: Den Erntedank, 20 Jahre Agrargenossenschaft und die Einweihung eines neuen Melkkarussells.

    Was davon die ungeheuerlich große Gästezahl angelockt hat, weiß nun freilich keiner. Es könnte auch die Prominenz mit Thomas Müller, Landrat in Hildburghausen, Ludwig Vielweber, der Südthüringer Regionalgeschäftsführer des Bauernverbandes, Bernd Leidenfrost, Leiter des Landwirtschaftsamtes oder die vielen Geschäftsführer von Agrarbetrieben aus Südthüringen gewesen sein. Manche tippen auch auf das Programm mit Großmaschinenpark, Reitdressur-Vorführungen, Tierschauen, Handwerkerständen und zünftiger Blasmusik oder auf das Gute Essen. Klaus Wetzel, Vorstandvorsitzender der Genossenschaft, ist das egal. Ihm kommt es vor allem auf die Resonanz an. Von dem schweren Anfang nach der Wende ist ihm nichts mehr anzumerken. Mit Transparenz, sachlicher Aufklärung und moderner Technik will er noch vorhandene Ressentiments gegenüber den landwirtschaftlichen Großbetrieben abbauen. Da passt der neue Melkstand für die 700 Milchkühe genau. Viele Arbeitsschritte sind hier automatisiert und erleichtern den Tierwirten die Arbeit. Vor allem der Jugend soll so signalisiert werden: Hier in der Heimat könnte es auch einen Job für Dich geben.
  • 1100 Jahre Schalkau
    Der große Festumzug als Zeitreise durch die Geschichte der Stadt.
  • Südthüringer Bauern beginnen mit der Ernte
    Ertragserwartungen liegen im deutschen Trend: Die Agrarbetriebe südlich des Rennsteiges gehen von einer guten Ernte aus. Trotz der teilweise erfrorenen Saat im Februar, habe das wechselhafte Wetter 2012 noch die Wende geschafft.

    Volker Ehrlicher, Vorstandsvorsitzender der Agrarprodukt Sonneberg e.G. gibt nach den ersten Erntetagen eine durchweg positive Prognose ab: Raps und Wintergerste – bereits fast vollständig eingefahren – haben mehr gebracht, als erwartet. Besonders auf den Weiden sei das Futter immer wieder nachgewachsen, so dass die Landwirte trotz ihrer riesigen Silos gar nicht mehr wissen, wohin mit all dem Grün. Die Großbetriebe in Südthüringen – hervorgegangen aus den LPG`s der ehemaligen DDR - setzen seit der Wende vorwiegend auf ökologische Massentierhaltung mit Selbstversorgung. Diese Mischung habe sich bewährt. Wegen der reichen Futterernte muss in diesem Jahr nichts dazu gekauft werden. Auch ihre Kollegen im übrigen Teil der Bundesrepublik erwarten eine gute Ernte. Der Bauernverband rechnet bei Gerste und Raps mit einer Ertragssteigerung von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Beim Winterweizen, der wichtigsten Getreidekultur in Deutschland, sehe es nicht so gut aus. Zwar seien erst ein Fünftel der Flächen abgeerntet, aber die Kälte im Winter habe den Bestand doch merklich ausgedünnt.
  • Ausgrabungen bei Oberhof
    Thüringen vor 300 Millionen Jahren: Die Erdschichten im sogenannten Rotliegenden entsprechen einer Zeit, da die Kontinente noch verschmolzen waren. Am Rennsteig gab es damals Flüsse und Seen. Unsere Gegend stellte quasi ein Bindeglied zwischen Nordamerika und Osteuropa dar, die Witterung wechselte extrem. Ein Schmelztiegel für Geologen heute. Gemeinsam mit 15 Studenten von der Bergakademie Freiberg grub das Naturhistorische Museum in Schleusingen zwei Wochen am Lochbrunnen bei Oberhof. Die Fundstelle ist Eingeweihten seit 1875 bekannt und bietet die ganze versteinerte Palette, was damals so kreuchte und fleuchte: Zähne und Flossenstacheln von kleinen Süßwasser-Haien, Muscheln, Krebse, molchähnliche Saurier, Insektenflügel, Tausendfüßler, Nadelbaumreste und Farne. Diesmal scheinen die Fundstücke nicht so spektakulär zu sein, wie bei vorangegangenen Grabungen in Manebach, Friedrichroda, Tambach-Dietharz und Gehlberg. Ziel der Grabungen sei es aber ein Gesamtbild vom Leben auf dem Superkontinent Pangäa damals herzustellen. Die Auswertungen dazu können etwa zwei Jahren hinziehen. Dann sollen auch die besten Fossilien in einer Sonderausstellung in Schleusingen zu sehen sein. In Oberhof werden Informationstafeln aufgestellt.
  • 1175 Jahre Ummerstadt
    Der ganze Festumzug des Jubiläums
  • Bachelorausstellung Johanna Rau
    Junge Kunst auf dem Lande: Mit einer Sammlung ihrer letzten Arbeiten verteidigte am Wochenende die Kunststudentin im alten Dorfkonsum Weitersroda ihren akademischen Status. Die Gemälde, Skulpturen und Installationen sind bestimmt nicht jedermanns Sache, aber immer originell, vielseitig und haben durchweg einen Bezug zum Alltag. Die Künstlerin repräsentiert damit den Geist der neuen Fachhochschule Kunst in Arnstadt, deren erste Absolventin sie ist. Mit ihren avantgardistischen Ideen kommt sie nun ausgerechnet in den tiefen Wald nahe Hildburghausen. Hier hat schon ein junger Künstler – Prinz Chaos – das traditionelle Kunstverständnis der Region aufgemischt, was prompt zu Reibereien mit einigen Anwohnern führte. Und genau an dieser Stelle möchte Johanna Rau ansetzen: Moderne, aber nicht abgehobene Kunst jedem „Otto-Normal-Verbraucher“ nahebringen, mit ihm ins Gespräch kommen. Denn sie ist überzeugt, dass Kunst auch immer etwas mit Freiheit, Toleranz und Miteinander zu tun hat, worauf sich die Menschen verständigen müssten. Denn Heimatliebe verbinde sie ja alle, meint die frischgebackene Absolventin, die selbst aus Lengfeld, einem Dorf am Rande des Kleinen Thüringer Waldes stammt. Also gründete sie gemeinsam mit ihrem Kollegen und Lebenspartner Stefan Schramm den Kunstverein „freihand“. Mit ihm möchte sie aber nicht nur das Kunstverständnis hinterm Rennsteig beeinflussen, sondern auch die Situation junger Künstler durch ein Netzwerk verbessern helfen. Die Exposition – Sinnbild dieser Idee – kann man noch am ersten Augustwochenende auch im Beisein der Künstlerin besuchen.
  • Händler-Demo in Schleusingen
    Geschäfte in den kleinen Innenstädten kämpfen ums Überleben: Mit einer bizarren Kundgebung machten die Geschäftsinhaber rund um den Markt auf ihre Situation aufmerksam. Für jedes Geschäft wurde symbolisch ein Sarg zu Grabe getragen.

    Damit wollten sie auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen. Immer weniger Kunden lassen ihre Läden unrentabel werden. Ursache sei vor allem ein unprofessionelles Management von Tourismus und Kultur in der traditionsreichen Kommune. Denn die Geschäfte im Mega-Einkaufzentrum vor den Toren der Stadt florieren durchaus. Die Inhaber der Zentrums-Läden machten bei der Aktion vor mäßig beigeströmtem Publikum viele Vorschläge, wie die Innenstadt belebt werden könne. Neben Forderungen zur Parkplätzen, Ausschilderung und Markthandel wünschen sie sich von der Stadtverwaltung vor allem eine zentrale Koordinierung für Marketing, Fremdenverkehr und kulturelle Veranstaltungen. Der Bürgermeister von Schleusingen, Klaus Brodführer (CDU) zeigt sich verständnisvoll, sieht aber sein Potential im Wesentlichen ausgeschöpft. Alle Vorschläge seien von Rechts wegen nicht machbar oder in den vergangenen Jahren von ihm bereits durchgespielt worden. Letztendlich hätten sie der Stadt nichts gebracht. Demografischer Wandel und wirtschaftliche Globalisierung könne er nicht aufhalten. Die Stadt zähle immer noch zu den erfolgreichsten Kleinstädten in Thüringen. Der als Sparfuchs bekannte Stadtchef sieht sich dabei durch eine immerwährende Wiederwahl mit überdurchschnittlich vielen Wählerstimmen in seiner Politik eines schuldenfreien Haushaltes bestätigt. Man könne sich auch totsparen, so der Tenor aus der Händlerschar. Sie würden den Niedergang täglich live erleben. Trotz aller Zwänge hätten die verantwortlichen Akteure der Stadt ihre Möglichkeiten des Zusammenspiels längst nicht ausgeschöpft.
  • LEADER-Konferenz Südthüringen
    Kleine Kommunen sollen vor dem Aussterben gerettet werden: Politiker, Wissenschaftler und Unternehmer haben gestern in Gleichamberg darüber beraten, wie Dörfer und kleine Städte lebenswerter gemacht werden können.
    Eingeladen hatte das Amt für Landentwicklung und Flurerneuerung Meiningen, sowie die LEADER-Aktionsgruppen aus der Wartburgregion, dem Henneberger Land und Hildburghausen-Sonneberg. Diese regionalen Gremien bestehen setzen sich aus allen Schichten der Bevölkerung zusammen und entscheiden über die Vergabe von Fördermitteln aus der EU, dem Bund und dem Freistaat. Im Mittelpunkt der Beratung stand die soziale Dorfentwicklung südlich und westlich des Rennsteigs. Dazu erläuterten mehrere Vorträge, wie dem demografischen Wandel effektiv entgegen gewirkt und die Landflucht gestoppt werden könne. Dazu gehören: die Stärkung der Ortskerne, neue Wohnformen, Dorfläden, Energiegenossenschaften, Revitalisierung von Brachflächen, Mobilität und Bildung, vor allem aber Bürgerbeteiligung an allen Aktionen. Gemeinsamer Tenor der Konferenz: Selbst unter den heute komplizierten Bedingungen haben auch kleine Orte eine Entwicklungsperspektive.
  • 750 Jahre Bischofrod
    Kleine Gemeinde begeht großes Jubiläum: Das Dorf liegt im Kleinen Thüringer Wald versteckt zwischen Bergen und Wäldern. Wahrscheinlich hat es genau deshalb die Jahrhunderte so gut überstanden. Heute ist es ein Wanderparadies.

    Vermutlich wurde Bischofrod bereits vor 900 Jahren auf Veranlassung eines geistigen Würdenträgers gegründet. Jedoch findet sich die erste Erwähnung erst im Jahre 1262. Eine Urkunde besagt, dass zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Mühlen durch den Grafen von Henneberg an die Kirche zu Kloster Veßra verpfändet wurden. Demnach muss der Ort schon viel früher entstanden sein.
    Dieses Traditionsbewusstsein wurde nun gebührend gefeiert. Eineinhalb Jahre lang bereiteten über einhundert Helfer das Jubiläumsfest am vergangenen Wochenende vor. Im Mittelpunkt stand ein geschichtlicher Festvortrag, der immer wieder durch passende Sketsche, Spiele und Showeinlagen unterbrochen wurde. Das lockte auch viele Gäste in das kleine Dorf.
  • Flughafen Erfurt-Weimar
    Mit neuen Partnern zum Abheben bereit: Nach der Anflugkündigung von Air Berlin und dem damit verbundenen Rückgang an Passagieren sieht man sich in der Landeshauptstadt mit neuen Fluggesellschaften und Reisezielen wieder im Aufwind.

    Neue Verträge konnten mit Germania, Air Arabia und Croatia Airlines abgeschlossen werden. Flughafen-Geschäftsführer, Matthias Köhn, ist optimistisch, bald auch wieder im vollen Umfang Spitzenziele wie die Kanarische Inseln anbieten zu können. Derzeit werden aber vor allem die ehemaligen Feriengebiete in Osteuropa wieder neu entdeckt. Mit jungen Reiseanbietern aus der Region, wie Vianova aus Weimar, sollen auch alternative Angebote wie die Seidenstraße, London oder Israel zusätzliche Fluggäste bringen. Besonderer Service, beispielsweise das Abholen der Passagiere von zu Hause, soll ein Übriges tun. Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft, forderte erst jüngst den Ausbau des Frachtverkehrs am Flughafen. Die Unternehmen in der Region hätten hier schon bessere Logistik-Bedingungen gehabt. Neben der Zusammenarbeit mit TNT, das jede Nacht Expresssendungen von Thüringen in alle Welt verschickt, sollen weitere Transportdienste etabliert werden. Trotz mancher Kritik in Sachen Auslastung sieht man sich auf dem modernen Flughafen hier als gerngesehene Alternative für Thüringer, Sachsen und auch Franken im Dreieck der Massenflughäfen in Frankfurt, Nürnberg und Leipzig.
  • Bergbauernkalender
    Schicke Models in rauer Natur: Am Wochenende war der letzte Shooting-Termin des Studios Foto-MAXX im Thüringer Wald, um im Auftrag des Verbandes Naturpark Thüringer Wald e.V. einen Kalender zum Zweimal-Hingucken herzustellen.

    Stellen Sie sich ein kleines Wiesental mitten in den Wäldern des Mittelgebirges vor, Dauerregen, Nebelschwaden, eine riesige Schafherde zieht vorüber, voran mit seinen Hunden ein urwüchsiger Schäfer, Traditionskleidung, Rauschebart, und – er trifft auf eine bunte Schönheit, verängstigt, leicht bekleidet, Stöckelschuhe im Matsch. Galant hilft er ihr über den angeschwollenen Bach. Das Märchen, inszeniert von dem Fotografen Marcel Mende, kann demnächst in ihrem Wohnzimmer hängen. Der Werbespezialist aus dem Eichsfeld ist sowohl im Umgang mit schönen Mädels geübt, als auch mit dem nackten Produkt. Beide setzt er gerne in einen Kontrast, den man nicht so schnell vergisst. So fotografierte er seine Models diesmal beim Kühe melken, bei Forstarbeiten, der Heuernte und in der Backstube. (Siehe Video) Die, die hier arbeiten, sind die wirklichen Stars für Mende. Als Laiendarsteller in Szene gesetzt, hatten sie sich schnell an die Kamera gewöhnt und agierten wie Profis. Schäfermeister Ewald Kieser aus Eisfeld und Bäckermeister Günther Scheler aus Steinheid waren jedenfalls begeistert. Trotz des enormen Aufwandes, war es für sie eine schöne Abwechslung.
  • Landwirtschaftliche Versuchsstation Heßberg
    Die Landwirte Südthüringens trafen sich zu ihrem Sommerfeldtag: Wer sagt eigentlich den Bauern, welche der vielen Saatgutarten sie auswählen müssen, um die dicksten Kartoffeln einfahren zu können? Das macht die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft als Fachbehörde des Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz. Eigentlich hat sie hoheitliche Aufgaben wahrzunehmen, wie Marktüberwachung, Saatgut- und Futtermittelkontrollen, Sorten- und Tierleistungsprüfungen sowie spezielle Vollzugsaufgaben. Aber sie betreibt auch allerorts im Freistaat Feldversuchsstationen, auf denen mit Nutzpflanzen experimentiert wird. Denn die Pflanzenproduktion macht rund 77% der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Freistaates aus, also gut 614 Tausend Hektar. Die Ergebnisse der Tests werden dann der Landwirtschaft als Empfehlungen weitergereicht. Eine dieser Forschungseinrichtungen befindet sich in der Werra-Aue nahe Hildburghausen. Die Boden- und Witterungsbedingungen sind hier repräsentativ nicht nur für Südthüringen, sondern auch für Oberfranken. So strömten die Bauern gestern nach Heßberg, um aus erster Hand zu erfahren, welche Erträge mit welcher Sorte zum Beispiel bei Sommerhafer zu erzielen ist. Die Mitarbeiter der Landesanstalt – versiert in Beratung und Weiterbildung – konnten ihnen versierte Antwort geben.
  • Hennebergisches Gymnasium
    Traditionelle Abi-Taufe im Stadtbrunnen: Seit 1923 werden die frischgebackenen Abiturienten in Schleusingen auf dem Marktplatz einer feuchten Weihe unterzogen. Nicht nur Freunde und Verwandte zeigen hier ihre Verbundenheit mit der bereits im Mittelalter gegründeten Bildungseinrichtung.
    Zum Stadtfest gestern schmückten wie immer die Achtklässler der Schule für jeden der 37 Absolventen ein Handwagen, während die feierlich ihre Zeugnisse übergeben bekamen. Meist ist die Überraschung dann groß, denn die Gestaltung der Wagen soll immer auch etwas mir der Persönlichkeit des Abiturienten zu tun haben. Die schlüpfen nun schnell in „wasserfeste“ Kostüme, machen es sich im Wagen bequem und werden dann mit Blasmusik und viel Gejohle von ihren Mitschülern in einer Art Karnevalsumzug durch die Innenstadt gezogen. Am Stadtbrunnen auf dem Marktplatz trägt man dann über jeden Delinquenten ein Taufspruchvor, der ihr ganzes Gymnasialleben in einem Gedicht zusammenfast. Anschließend bekommt er von den leinengewandteten Klostertäufern ein paar Eimer Wasser über den Kopf gegossen. Hartgesottene Querulanten werden kurzerhand in eine Badewanne getaucht. Nun haben die Schulabgänger den ganzen Nachmittag Zeit, sich wieder frisch zu stylen, denn am Abend ist großer Abi-Ball angesagt. Die Zeremonie hatten die DDR-Oberen 1973 verboten. Nach der Wende wurde einiges anders, leider hat man auch das angegliederte Internat geschlossen. Vor ein paar Wochen endlich konnte mit Hilfe der Stadt ein neues Wohnheim für das Gymnasium eröffnet werden.

  • Keltendorf Sünna
    Besuch bei unseren Vorfahren in der Rhön: Am nördlichen Endpunkt des Rhöner Mittelgebirges, dort wo die Werra sich anschickt, den Thüringer Wald zu umfließen, haben Enthusiasten 2004 ein Originaldorf aus der Zeit vor 1.500 Jahren wieder auferstehen lassen.

    Auf dem Gelände des Keltenhotels nebenan, entstand eine Erlebnisstätte, die mit vielfältigen Veranstaltungen sich wachsender Beliebtheit erfreut. Am Vergangenen Wochenende wurde die „Jagd im Wandel der Zeiten“ gemeinsam mit der Kreisjägerschaft präsentiert. Flitzebogen, Hunderassen, Greifvögel und Jagdrituale suchten ihren Ursprung in lange vergangenen Zeiten. Etwa 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung waren die Kelten in das heutige Franken vorgerückt und hatten auf den Bergen befestigte Anlagen mit Gräben und Schutzwällen errichtet. Reste dieser keltischen Höhensiedlungen finden sich ringsum auf dem Öchsen oder auf der Milseburg nebenan in Bayern. Der Förderverein "Eisenzeitlich-keltische Geschichte in der Rhön e.V." hat die Relikte rund um das Keltendorf durch einen Erlebnispfand mit Hinweisschildern verbunden. Führungen gibt es am Wochenende, sie kosten 2,50 Euro, für Kinder sind die Veranstaltungen frei.

  • Atelierhof Gröben
    Wenn Kunst, Musik und Natur eine Symbiose eingehen: Manche Sammlung moderner Kunst könnte neidisch werden: Der Skulpturengarten von Familie Neuhäuser alleine ist schon eine Augenweide. Nun wurde er noch musikalisch verzaubert.

    Kaum ein Ort scheint geeigneter für Tagträumerei: Die mittelalterliche Siedlung auf dem Bergrücken nördlich Stadtrodas schafft eine fast mythische Atmosphäre. Im Fachwerkensemble auf der Bergspitze vor der Kirche findet die Künstlerin Barbara Neuhäuser Inspiration für ihre archaischen Bilder und Skulpturen. Der große Garten mit den vielen Blumeninseln, Kunstwerken aus Holz und Stein und dem sanften Hügeln im Hintergrund gestattet einen ständigen Wechsel der Motive. Am vergangenen Wochenende gastierte dort das Ensemble für Intuitive Musik Weimar. Mit sphärischen Klängen versuchten die Musiker an jeweils verschiedenen Stellen des Kunstgartens neue Tonfarben entstehen zu lassen. Danach zogen sie mit den zahlreichen Gästen in einer Art Prozessionen in die Dorfkirche und vollendeten dort das eigenwillige Konzert. Überall in der Gemeinde waren Kunstwerke ausgestellt; auch von befreundeten Künstlern wie Gernot Ehrsam, Immanuel Kraus und Klaus Langmann. Sogar Nachbarn waren gekommen und zeigten, dass den alteingesessenen Bewohnern solch experimentelle Kunst nicht unsympathisch ist.

  • Maier Präzisionstechnik
    Imagefilm über eine erfolgreiche Firma in Hildburghausen
  • Alupress
    Imagefilm über eine erfolgreiche Firma in Hildburghausen
  • 21.Thüringer Wandertag
    In Heldburg trafen sich nicht nur die Vereinswanderer des Freistaates, sie hatten auch ihrte Kollegen aus Franken eingeladen. Die Hauptroute führte von dem mittelalterlichen Städtchen auf die gleichnamige Veste, die derzeit zum Deutschen Burgenmuseum ausgebaut wird.
  • 650 Jahre Steinheid
    Höhepunkt des Jubiläums war der Festumzug am 10. Juni 2012
  • Straßenfest in Hildburghausen
    Zum 8. Mal feierte das traditionelle Industriegelände „Schraube“: Widerkehrende Veranstaltungen haben die Eigenart, mit den immer gleichen Angeboten langweilig zu werden. Nicht so bei der Fete rund um die Straße „Breiter Rasen“. Es gab einiges Neues zu sehen. Eingeladen hatten wie immer das Hildburghäuser Bildungszentrum, die Firma Maier Präzisionstechnik, die Albert-Schweitzer-Förderschule und die Tagespflege des Pflegeheims Birkenfeld GmbH. So unterschiedlich die Einrichtungen auch sein mögen – es gibt auch Gemeinsamkeiten. Und das ist nicht nur die offenkundig gemeinsame Lust am Feiern oder die kleine schnelle Hilfe bei Problemen im Alltag. Die vier Nachbarn im alten Gewerbegebiet engagieren sich in herausragend in sozialen Projekten und für das Gemeinwohl in ihrer Kreisstadt. So stand das Fest auch ganz im Zeichen der Bildung und Förderung junger Menschen. Ein Schwerpunkt dabei: die Nachwuchsgewinnung in der Berufsausbildung. All die bunten Stände zum Spielen, Basteln, Schlemmern und Bestaunen hatten auch immer etwas mit der Zukunftsplanung Jugendlicher und Kinder zu tun. Mit dabei in diesem Jahr auch eine Präsentation des Bauernverbandes, die mit einem monströsen Mähdrescher das Straßenfest überragten. Wie immer war das Staunen groß über die modernen Arbeitsbedingungen und vielfältigen Angebote in der Landwirtschaft.
  • Landwirtschaftliches Erlebniszentrum eröffnet
    Moderner Agrarbetrieb lässt hinter die Kulissen schauen: Wie Biobauern auf kleinen Höfen müssen auch auf Leistung orientierte landwirtschaftliche Großunternehmen das Licht der Öffentlichkeit nicht scheuen. Die Milch-Land GmbH Veilsdorf eröffnete jetzt in ihrem Betrieb in Schackendorf ein Erlebniszentrum, das jedermann gestattet, sich die oft kritisierte Massenproduktion in der Landwirtschaft genau anzusehen. Besucher können beim Füttern der über 1.500 Milchkühe ebenso dabei sein, wie beim Melken in dem riesigen teilautomatisierten Karussell. Seuchenhygenische Anforderungen werden mit einem eingezäunten Besuchergang und Glasscheiben gelöst. Es gibt einen Bauerngarten, einen Hofladen, ein Landkaffee und natürlich Spielplatz und Streichelzoo. 160.000,- Euro mussten dafür aufgewandt werden. Die Europäische Union und der Freistaat förderten Revitalisierung und Innovation des Projektes mit 65.000,- Euro. Der Geschäftsführer, Silvio Reimann, ist sich sicher, dass mit solcher Transparenz auch das Interesse und das Verständnis der Menschen für moderne Landwirtschaft wachsen werde. Sein Unternehmen liegt direkt am Werratal-Radweg und der kleine Supermarkt und die Mittagversorgung für das Umland ziehe genug Gäste an. Die staunten bei der Eröffnung schon mal, wie aufgeräumt und sauber sich ein Agrarbetrieb präsentieren kann.
  • Urzeitliches im Rodachtal
    Auf den Wiesen zwischen Stressenhausen und Streufdorf haben Landwirte die Urformen der heutigen Rinder und Pferde angesiedelt. Wir haben das Projekt mit einem repräsentativen Lehrfilmes über die „Hutelandschaft Teichwiesen bei Sressenhausen“ begleitet. Dabei wird dokumentiert, wie eine Landschaft im Sinne des Umweltschutzes großflächig umgestaltet wird. Im Mittelpunkt steht die Ansiedelung von urzeitlichen Heckrindern und Konik-Pferden durch den Initiator und Träger des Vorhabens, die Einheitsgemeinde Straufhain. Das ökologische und touristische Potential der Maßnahme wird, auch unter Berücksichtigung des anliegenden Naturschutzgebietes Bischofsaue und dessen Bedeutung für gefährdete Vogelarten, aufgezeigt.
  • Männertag am Bahnhof Rennsteig
    Zum Volkswandertag anlässlich des Feiertages zu Christi Himmelfahrt pilgerten wieder tausende Wanderer zum Kammweg des Mittelgebirges. Viele davon reisten mit dem Zug an. Sie nutzten die offiziell stillgelegten Gleise von Stützerbach im Norden und Themar im Süden des Grünen Herzen Deutschlands, um zum Bahnhof Rennsteig zu gelangen. Auf diesen Strecken bietet der Verein RennsteigBahn vom ehemaligen Lockbahnhof in Ilmenau zu besonderen Anlässen historische Zugfahrten an. Leider ist derzeit die Dampflock des Vereins defekt und die Eisenbahnfreunde mussten auf zwei Diesellocks zurückgreifen. Das hatte aber auf den Zuspruch keine Auswirkung. Auch in diesem Jahr platzten die Züge wieder aus allen Nähten, einige Reisende mussten sogar mit dem Gepäckwagon Vorlieb nehmen. Wetter und aufblühende Natur im Thüringer Wald hatten die Wanderfreunde in Massen angezogen. Übrigens nicht nur Männer! Am Bahnhof Rennsteig wartete der Bahnverein dann mit einem kleinen Volksfest rund um die urige Bahnhofsgaststätte auf. So konnten sich die Wanderer vor ihrer Tour noch einmal stärken. Die meisten von ihnen fuhren nicht wieder mit der Bahn zurück, sondern wanderten zurück ins Tal. Der Eisenbahn-Pendelverkehr hatte aber genug zu tun, um wiederum andere Rennsteig-Tourer zu befördern.
  • 450. Heiratsmarkt in Kaltennordheim
    Bevor man sich bindet, muss man sich schließlich finden...
  • Pfingsttreffen auf dem Feldstein
    Lengfelder und Gäste auf sagenumwobenen Hausberg: 16 hier zusammengeschlossene Dörfer haben sich nach einem geologischen Naturdenkmal nahe der Werra benannt. Der Basaltfelsen ist nicht nur beeindruckend, unter ihm lässt es sich auch trefflich feiern. Seit über hundert Jahren pilgern ganz früh am Pfingstmontag die Massen auf den von weitem eher unscheinbaren Berg. Auf seinem Gipfel aber thront ein mystischer Felsen, den ein Vulkan vor 15 Millionen Jahren und der Bergbau der vergangenen Jahrhunderte hinterlassen haben. Er zog die Menschen schon immer magisch an und natürlich haben sie ihn mit einer Sage bedacht: Den riesigen Stein habe der Teufel vor Wut auf die Erde geschleudert, weil er sich um eine Wette betrogen fühlte. Ein böser Ritter auf den nahen Gleichbergen wollte seine Tochter einem edlen Recken nicht zur Frau geben. Um sich zu schützen, überredete er den Teufel, über Nacht seine Burg mit einem dreifachen unüberwindlichen Steinwall zu umgeben. Wenn er es bis zum ersten Hahnenschrei schaffen würde, sollte er die Tochter als Preis bekommen. Der Teufel hatte ganz schön zu schuften, aber im Morgengrauen flog er schon mit dem gewaltigen Schlussstein an. Die Amme aber schlich sich mit einer Kerze in den Hühnerstall und der Hahn fing an zu krähen. Der Teufel schmiss den Stein zu Boden und holte sich statt der Jungfrau den alten Haudegen. Das alles aber schreckt die Menschen heute nicht mehr ab. Manchmal kommen Pfingsten bis zu 2000 Leute auf den Teufelsstein, wie der Basalt auch genannt wird. Das Volksfest mit Blasmusik, Bier und Bratwurst hat sich als feste Tradition in der Region verankert. Nur zu DDR-Zeiten gab es mal eine kurze Pause: Immer mehr Hippies von Rostock bis Suhl waren zum Feiern angereist, was den Ansässigen auf die Nerven ging. Als die wegblieben, ging es munter weiter. Übrigens ist der Spuk am Nachmittag wieder vorbei. Der imposante Fels im Wald liegt ruhig und verlassen da, als wäre nichts gewesen. Er gehört übrigens – amtlich anerkannt - zu den bedeutendsten Geotopen Deutschlands.
  • 5. Freies Bergrennen
    Scharfe Kurven - heiße Reifen: Das sonst stille Tal zwischen Waldau und Steinbach stand das ganze Wochenende im Zeichen PS-starker Motoren, gestylter Serienwagen und waghalsiger Hobby-Rennfahrer.

    Jedermann konnte teilnehmen, aber nur 75 Piloten trauten sich. Denn die 2,5 km zwischen den beiden Dörfern haben 13 scharfe Kurven, die bei hohen Geschwindigkeiten gefährlich werden können. Das aber hielt weder die wagemutigen Freizeitlenker noch die vielen Fans an der Strecke ab. Zu schön waren auch die getunten Flitzer anzuschauen, darunter allein fünf Porsche. An allen drei Tagen fanden so gennannte Liveacts an der Strecke statt, wie das spektakuläre Triften und natürlich eine Misswahl. Die Organisatoren des Bergrennens, Thomas Weser und Heiko Schilling sind Diskotheker und wissen, was ihr Publikum will. So war auch Rallye-Profi Olaf Dobberkau dabei, der sonst die Deutsche Meisterschaft aufmischt (Siehe Video). Hier im Wald fuhr er außer Wertung. Trotzdem lagen zwischen seiner Bestzeit von 1,13 Minuten und dem schnellsten Hobbyteilnehmer nur vier Sekunden. Wer die Strecke kennt zieht den Hut. Das wichtigste aber: Trotz des durchwachsenen Wetters mit teilweise nassem Asphalt gab es keine Unfälle.
  • Fachschule für Agrar- und Hauswirtschaft
    Akademischer Nachwuchs für die Landwirtschaft: In Stadtadtroda befindet sich die einzige höhere Bildungsanstalt für den Agrarsektor in Thüringen. Sie führte gestern und heute Informationstage für interessierte Jugendliche durch. Der Andrang hielt sich zwar in Grenzen – trotzdem muss die Schule nicht um ihre Zukunft bangen.
    Ganz aktuell ist nämlich der beschlossene Ausbau der Schule, denn das ehrwürdige Alter von 90 Jahren hat seine Spuren hinterlassen. Fachlich allerdings scheint man auf der Höhe der Zeit – mit modernen Fachkabinetten, Lehr- und Demonstrationsanlagen, Wohnheim und Mensa. Studenten aus Stadtroda erhielten deutsche und internationale Auszeichnungen, zum Beispiel im vergangenen Jahr auf der Agrarmesse in Paris. 16 Lehrer unterrichten hier etwa 190 junge Menschen. Die müssen nicht nur eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen, sondern auch mindestens ein Jahr Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb nachweisen. Das Studium geht über zwei Jahre und beinhaltet wiederum ein Jahr Praktikum. Neuerdings wird der Abschluss hier auch als Bachelor anerkannt. Mit ihm kann man dann nicht nur Fach- und Leitungsfunktionen in der Landwirtschaft ausüben, sondern erhält auch eine Ausbildungsberechtigung für Lehrlinge. Und: die Absolventen aus Stadtroda sind gefragt. Bisher hat noch jeder der insgesamt 17.000 erfolgreichen Abgänger einen Job gefunden.

  • 5. Rennsteigfest in Masserberg
    Jedes Jahr richtet ein anderer Thüringer Landkreis am Rennsteig ein Fest aus. Diesmal war Hildburghausen an der Reihe.
  • Tödlicher Absturzunfall
    Tragisches Ende der Flugshow in Alkersleben - Während der derzeit stattfindenden Flugzeugtage ist ein Pilot beim Absturz seiner Maschine ums Leben gekommen. Das Flugzeug krachte beim Kunstflug einer Vierer-Staffel aus etwa 100 Metern Höhe auf den Boden. Der 49-Jährige Flieger starb noch an der Unfallstelle.
    Dabei hatte sich die Flugshow auf dem kleinen Vereinsflugfeld 8 Kilometer östlich von Arnstadt so schön angelassen: Traumhaftes Wetter, erwartungsfrohes Publikum, erfolgreiche Piloten am Start, grandiose Kunstflugaktionen. Bei einem Formationsflug mit drei weiteren Maschinen löste sich ein Flugzeug in nur geringer Höhe plötzlich aus der Gruppe. Es stürzte gegen 16.40 Uhr ungebremst mit einem großen Feuerball auf den Boden. Feuerwehr und Sanitäter, die das Fest betreut hatten, waren sofort zur Stelle. Schon beim Löschen des Feuers war klar, dass jede Hilfe zu spät kam. Der Pilot verstarb noch an der Unfallstelle. Auf dem Flugplatz herrschte große Betroffenheit und die Show wurde abgebrochen. Nach und nach trafen weitere Hilfskräfte in Alkersleben ein, unter anderem auch die Polizei. Noch ist die Ursache des Unfalls nicht geklärt. Die Kriminalpolizei Gotha ermittelt gemeinsam mit der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen. Die Flugsportler, die bei der Veranstaltung anwesend waren, sprachen inzwischen den Angehörigen des Unglücks ihre Anteilnahme aus.
  • Projektzirkus in Schleusingen
    Schüler gestalten Manege-Programm: Wer denkt, Kinder interessieren sich nur noch für Fernsehen und Playstation, der hätte diese Woche die Begeisterung der Kids an der hiesigen Grundschule erleben sollen.

    Der 1. Ostdeutschen Projektzirkus unter seinem Direktor Andre Sperlich hatte sein Zelt direkt auf dem Schulhof aufgebaut. Vier Tage lang ließ die Schulleiterin Frau Meier den üblichen Unterricht ausfallen, damit die Kinder Zirkusluft schnuppern konnten. Aber nicht als Statisten und Hilfskräfte wie in anderen Mitmach-Fahrgeschäften. Alle 160 Schüler wurden drei Tage lang von den 10 Zirkusleuten als Artisten und Dompteure angelernt und dann in einer professionellen Vorstellung für Eltern und Verwandte als Hauptdarsteller eingesetzt. Dabei lernten die Kids nicht nur Kunststücke mit Pferden und Schlangen, am Trapez zu turnen, oder sich als Clown in Szene zu setzen, sondern auch Sozialkompetenzen, wie Teamgeist, Zielstrebigkeit, Disziplin und Motivation. Am wichtigsten war allen wohl das Selbstbewusstsein vor großem Publikum. 120 solcher Schulprojekte gestaltet der Zirkus jedes Jahr, immerhin bereits in der sechsten Saison. Dabei ist das Unternehmen mit drei Zelten unterwegs und bietet in den Ferien auch Zirkus-Camps an. Es zeigt damit beispielhaft, wie Traditionelles weiter gegeben werden kann. Denn so laut wie in der vergangenen Woche, wird der Jubel auf dem Gelände der altehrwürdigen Grundschule „Gerhard Hauptmann“ wohl noch nie gewesen sein.
  • Rock und Pop in Hildburghausen
    Zum 12. Mal Kneipenfest: Wenn Musikanten in Wirtshäuser einziehen, ist Stimmung eigentlich vorprogrammiert. In der Südthüringischen Kreisstadt ging es zwar ganz langsam los, dann aber steppte der Bär.

    Acht Gaststätten standen dem Feierwütigen am Samstagabend zur Auswahl. Er musste nur einmal 10,- Euro bezahlen und konnte dann alle bespielten Lokale besuchen. In der Szenenkneipe Brumby beispielsweise röhrte Jule Werner und REHAB, in der Brasserie am Markt sang der Gitarrist HPG aus Gera und im Remmi-Demmi traten Altrocker als Doublepack auf. Zur einzigen Spielstätte außerhalb, der Bikerkneipe Route 66, fuhr ein Shuttle-Bus. Dort konnte man die Rockerband Fortune Teller erleben. Rund ging es aber auch mit der Gruppe Basic Beats in der Wacholderschänke, mit dem Entertainer Troopy im Königsapfel, der Sängerin Mercedes Paulus und Co. im Thüringer Hof und - but not least mit dem Gitarristen Michael Leser im Hotelrestaurant Verde. Das Kneipenfest wurde vom AC-Management aus Plauen organisiert, die sich im Vogtland und in Thüringen damit bereits einen Namen gemacht haben. Der Unterschied zu den musikalischen Bierfesten in Großstädten: Hier geht es noch gemütlich, urwüchsig und übersichtlich zu. Der Stimmung muss das keinen Abbruch tun.
  • Kathy Kelly auf Europatournee
    Gospel und Folk in der Christuskirche zu Hildburghausen: Die Frontfrau der legendären „Kelly Family“ gastierte am vergangenen Wochenende mit einem Solo-Programm in der südthüringischen Kreisstadt. Gemeinsam mit dem gemischten Chor des Ensembles der Stadt gestaltete sie ein beeindruckendes Kirchenkonzert.

    Die gesangesfreudigen Geschwister begannen als Straßenmusikanten und arbeiteten sich zu einer international renommierten Kultband hoch. Über 20 Millionen Tonträger konnten sie verkaufen. Dass viele davon ausgezeichnet und vergoldet wurden, daran hat die klassisch ausgebildete Opernsängerin und studierte Musikerin Kathy Kelly einen enormen Anteil. Als Produzentin und stimmgewaltige Mezzosopranistin wurde sie zum musikalischen Kopf ihrer singenden Großfamilie. Kathy Kelly steht inzwischen seit über 30 Jahren auf der Bühne, lebt in Irland und hat einen volljährigen Sohn. Seit Jahren engagiert sie sich für die Kirche, aber ihre „Godspel-European-Tour“ soll natürlich auch ihre Solokarriere fördern. Dazu greift die Grande Dame of Gospel and Folk selbst zu Gitarre und Akkordeon und lässt mit ihrem Pianisten Andreas Recktenwald ein kurzweiliges weil abwechslungsreiches Programm entstehen. Sie singt Balladen und Songs aus Irland, Frankreich, Deutschland und Spanien. Die große und renovierte Christuskirche in Hildburghausen lieferte dazu die notwendige Akustik.

  • Wichtigste Instanz
    Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr in Schleusingen
  • Gewürzmuseum Schönbrunn
    Hier findet man alles über unsere Geschmacksverstärker - von den Exoten und denen unserer Heimat, von den Kräuterweibern und Bückelapothekern bis zur modernen Gewürzmittelherstellung unserer Tage.
  • Autobahnkirche an der A 71
    Im März 2012 wurde Richtfest gefeiert
  • Reiten, Jagen, Fischen
    Die Messe für Natur, Reiten, Jagen und Fischen 2012 fand wie jedes Jahr in Erfurt statt.
  • Osterhasen aus Pappe
    Die Firma Marolin aus Steinach stellt noch Hasen nach historischen Rezepturen her.
  • Tag der Berufe 2012
    Einstig ins Berufsleben leicht gemacht: Tausende Jugendliche mit ihren Eltern in Thüringen und Sachen-Anhalt besuchten gestern Betriebe oder Institutionen, um sich Einblick ins Berufsleben zu verschaffen.

    Die Aktion war von den Arbeitsagenturen der beiden Bundesländer unter dem Motto „Check Dein Talent“ organisiert worden. Über 900 Firmen öffneten so ihre Türen. Alleine in Südthüringen waren es 80 Unternehmen, die knapp 500 Besucher anzogen. Eckhard Lochner, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit in Suhl, begleitete 4 Jugendliche und deren Eltern beim Besuch der HFP Bandstahl GmbH & Co. KG in Bad Salzungen. „Für Jugendliche ab der 7. Klasse ist es besonders wichtig, frühzeitig Einblicke in das Berufsleben zu erhalten. Damit werden erste Vorstellungen eines Berufswunsches gefestigt und Fehlentscheidungen weitestgehend vermieden“, bemerkte Lochner. Deutschland Today besuchte an diesem Tag den GPM Geräte- und Pumpenbau Merbelsrod südlich des Rennsteigs (Siehe Video). Hier überprüften 10 junge Leute, ob nicht nur ihr Berufswunsch passt, sondern auch der Betrieb. Denn das Interesse ist durchaus beidseitig. Vielen Unternehmen fällt es zunehmend schwerer, geeignete Bewerber für den Nachwuchs zu finden. Dabei ist Werkzeugmacher nicht gleich Werkzeugmacher. Der Blick hinter die Kulissen ermöglichte es den Schülern auch, etwas über Arbeitsorganisation, Betriebsklima, Sauberkeit und Image zu erfahren. Das wird für junge Leute immer wichtiger bei der Entscheidung für einen Beruf in der Heimat mit oft weniger Lohn für gleiche Arbeit als in den wirtschaftlichen Ballungszentren. So gehen die Aktivitäten der Agentur für Arbeit weiter. Beispielsweise stellt das Berufs-Informations-Zentrum (BiZ) wöchentlich Berufsbilder vor. „Zum Girl`s- und Boy´s-Day am 26. April gibt es wieder die Möglichkeit, Arbeitgeber genauer unter die Lupe zu nehmen. Eine bundesweite Aktionslandkarte dazu gibt es unter www.girls-day.de.
  • Skiunterricht im Hochgebirge
    Während ihre Klassenkameraden schon lange wieder die Schulbank drücken, tummeln sich Südthüringer Schüler quietsch vergnügt im Schnee: Eine der Traditionen am Hennebergischen Gymnasium sind die jährlichen Klassenfahrten in die Alpen. Dabei ist nicht nur Spaß angesagt, sondern auch knallharter Skiunterricht. Sagen die Lehrer…

    Was man auch glauben könnte, schaut man in die Gesichter der Abiturienten am ersten Tag auf der Piste der Skiarena Wildkogel im Österreichischen Pinzgau. Obwohl alle Schüler Vorkenntnisse mitbringen - acht Stunden körperliche Anstrengung ungewohnter Muskelgruppen und das Übermaß an frischer Luft außerhalb der Ferien können doch recht ordentlich schaffen. Denn auf die Klassenfahrten werden extra erfahrene Skilehrer mitgenommen, die ihren Schützlinge natürlich ordentliche Stemmbögen und sicheres Gleiten beibringen wollen. So müssen auch die möglichen 55 Kilometer Piste in allen Schwierigkeitsgraden ausprobiert werden. Sogar jetzt im beginnenden Frühjahr sind noch Abfahrten bis ins Tal möglich. Entschädigend kommen aber das grandiose Panorama der Hohen Tauern und die deftige Verpflegung im Gipfelrestaurant dazu. Die Bedingungen rundum sind ideal, denn der Skiausflug wurde von Hardy’s-Reisebüro organisiert, der sich auf solcherart Kassenfahrten spezialisiert hat. Abends dann jedoch in der Jugendherberge „Zum Mühlhof“ in Neukirchen am Großvenediger sind die Strapazen vergessen und das Lachen der Jugendlichen klärt über die wahre Einstellung zu solch ungewöhnlichen Schulunterricht auf.
  • Zum 10. Mal „Goldene Filmthuer“ vergeben
    Thüringens wichtigster Filmwettbewerb mit außergewöhnlich hohem Niveau: Auf dem Landesfilmfestival 2012 des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren e.V. (BDFA) in Jena wetteiferten im Kulturhaus Volksbad 67 Kurzfilme von Amateuren, Schülern und Studenten um die Gunst der Jury und des Publikums.

    Die Qualität vieler eingereichter Filme habe professionelle Qualität, so Uwe Germar vom Ausrichterverein FILMthuer e.V. Es war also nicht einfach, aus 120 Einsendungen die besten Beiträge auszuwählen. Es entstand - über den 2. und 3. März verteilt - ein zehnstündiges Programm, in dem nonstop Kurzfilme aller Genres und Themen gezeigt wurden. Das Landesfilmfestival FILMthuer steht unter Schirmherrschaft des OB der Stadt Jena und der Eintritt ist frei. Sieger in der Kategorie Amateurfilm wurde Christian Wiechert aus Erfurt. Der beste Studentenfilm kam von Maximilian Zwiener aus Weimar. Wahrhaft abgeräumt haben Florian Arndt und Arvid Neid von der Filmfabrik Mühlhausen. In der Kategorie Jugendfilm erhielten sie für ihre 20-minütige Dokumentation "Testfahrer" mit der "Goldenen Filmthuer", den Hauptpreis des Festivals. Darin porträtieren sie den 69-jährigen Rollstuhlfahrer Volkmar Kirschbaum, der schwer vom Schicksal gezeichnet wurde. Auch der Sonderpreis in der Kategorie "Beste Kamera" ging an die Mühlhäuser Filmcrew für "Mindbreak". Der Kurzfilm, in dem sich ein Mann auf drastische Weise die Erinnerung nimmt, wird außerdem zum Bundesfilmwettbewerb delegiert. Die einzigen Preise nach Südthüringen gingen an Jungfilmer der Video-AG „teevau.de“ am Schleusinger Gymnasium. Michelle Gruber und Tanja Hoffmann erhielten einen 3. Preis in der Kategorie Schüler für Ihren Film „Eh, Lehrer“. Darin haben sie die Musik “Ey, D.J.“ von Culcha Cadela mit einem eigenen Text versehen und lustig bebildert. Ebenfalls einen 3. Platz belegte Lucas Görlach mit dem Musikvideo „Sömmerda“, einem Ohrwurm von Serjoscha Stüven und Klaus-Justus Schmitz. Unter www.filmthuer.de können die weiteren Ergebnisse abgefragt werden.

  • Vereint in Bewegung
    Eine vorbildliche Aktion unserer Nachbarn in Bayern.
  • Galerie am Riesen
    Neue Ausstellungsräume mit Kunstwerken und Schiller-Lesung: Versteckt hinter dem vielen Grün am Frauenplan in Weimar wartet das Restaurant und Cafe „Erbenhof“ auf seine Gäste. Die stilvolle Gaststätte leistet sich in seinen unteren Räumen eine kleine aber feine Kunstgalerie.

    Aktuell sind dort Werke der Kunstdesignerin Franziska Kowitz und des Bildgestalters Gernot Ehrsam zu sehen. Beide haben sich zum „Atelier Schloss Kromsdorf“ zusammen geschlossen, wo sie auch arbeiten. Die Künstler verbindet nicht nur die Liebe zu ihrem Handwerk, sondern auch die zur Natur. Franciska Kowitz hat so nach ihrem Studium ein Floristik-Atelier gegründet, das aus Pflanzen wahre Kunstwerke macht. Gernot Ehrsam, aus der Rhön, ist seit Jahren vorrangig mit Holzskulpturen beschäftigt. Ihre Arbeiten sollen nicht nur schön sein, sie wollen auch den Zauber des gewachsenen Materials und dessen ästhetische Kraft wirken lassen. So war die Gemeinschaftsschau „gedanken-gebilde-2012“ mit abstrakten Skulpturen und Installationen langsam fällig. Sie ist Friedrich Schiller und seinen philosophischen Ergüssen gewidmet. Jeden Donnerstag um 19.00 Uhr stellen sich nicht nur die Künstler zur Diskussion, sie präsentieren in einem Begleitprogramm auch Gastkünstler zum Thema aus den Bereichen Schauspiel, Musik und Performance. Am 16.Februar gestaltete Susanne Peschel aus Erfurt mit ihrem kleinen Puppentheater das relativ unbekannte Wirken Schillers in Erfurt nach. Jedes dieser Treffen wird mit einer Lesung aus Schillers 27 „Augsburger Briefen“ abgerundet. Darin versucht der Dichterfürst sein utopisches Gesellschaftsmodell in einer ästhetischen Erziehung der Menschen umzusetzen. Keine leichte Kost, die aber durch die schlichte Schönheit der Natur-Kunstwerke für jedermann verdaulich wird. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. März 2012 jeweils zu den Öffnungszeiten des Restaurants Erbenhof zu sehen.
  • SKIAREA HEUBACH
    Der bittere Frost lähmt den Alltag – bringt aber ideale Bedingungen für den Wintersport im Thüringer Wald: Das traditionelle Skigebiet zwischen Heubach und Schnett gehört zu den wenigen Freizeit-Wintersportanlagen in Thüringen, wo man in den letzten Jahren mit neuen Ideen, trendigem Service und entsprechenden Investitionen versucht, den Imageverlust im Tourismus aufzuhalten.

    Die Piste ist zwar nur 600 m lang und ca. 40 m breit, aber die technische Ausstattung sucht ihres Gleichen im Mittelgebirge. Besonders für die Jugend wurden aufwendige Erdarbeiten gestemmt, um Schanzen, Halbröhren und Wellen für Snowboard und gewagte Ski-Stunts zu schaffen. Natürlich heißt das ganz cool hier Pipe-Rail, Straight- Box oder Wallride. Jetzt sind die Schneebedingungen ideal, aber dank der leistungsstarken Schneekanonen konnte die Skiarea bereits zu Weihnachten vergangenen Jahres geöffnet werden. Wichtigster Wettbewerbsvorteil aber ist der Doppelschlepplift, der 1200 Personen pro Stunde befördern kann. Selbst zu hochfrequentierten Zeiten wie an den jetzigen Wochenenden, muss man nicht lange anstehen. Die neuen Flutlichtmasten ermöglichen auch Nachtskifahren; jeweils dienstags und samstags kann die Anlage nun bis 21.30 Uhr befahren werden. Ganz familienfreundlich geben sich auch die Ski- und Snowboardschule: Ein Skilaufband, genannte der Zauberteppich, und ein Niedrigseillift für Kinder im Lern-Park sind thüringenweit ohne Konkurrenz. Schule und Geräteverleih können täglich von 9.30 Uhr - 16.30 Uhr genutzt werden. Es gibt vielfältig gestaffelte Eintrittspreise – eine Halbtageskarte kostet beispielsweise 13,- Euro. Sonderveranstaltungen werden zu Hauf organisiert. Im Februar finden jeweils Samstags Snowboard und Free-Ski-Veranstaltungen statt. Andere Events, wie Skirennen oder Fasching, findet man auf der Internetseite www.skiarea-heubach.com.

  • 25 Jahre SCC Slusia
    Karneval in Thüringen steuert seinem Höhepunkt zu: Nicht nur der berühmte Wasunger Karneval wird in Südthüringen mit Inbrunst gefeiert. Die Schleusinger Pappnasen gehen mit eben so viel Enthusiasmus zu Werke und dürfen in diesem Jahr sogar ein rundes Jubiläum feiern.

    Der Präsident des Carnevalclub SCC SLUSIA verriet uns aber, dass viel Initiative von auswärtigen Mitgliedern beigesteuert werde, die Schleusinger selbst etliche Faschingsmuffel unter sich ertragen müssten. Doch letztlich sei man ja eine große Spaß-Familie und da vermische es sich. Das trifft auch auf ganz Thüringen zu. Keine Region im Freistaat, die ohne Verkleidung und witzige Sprüche auskommen will. 326 Karnevalsvereine mit über 26.000 Mitgliedern sind im Freistaat gelistet. Zwischen November und Februar organisieren sie 950 Veranstaltungen mit immerhin 33 Umzügen. Eingeleitet mit der MDR-Carnavalsgala „Herrliches, närrisches Thüringen“ aus der Erfurter Messehalle scheint nun das ganze Land auf dem Kopf zu stehen. Auch wer kein Freund des Schunkelns und abgeschnittener Schlipse ist, staunt über den Aufwand, der dabei betrieben werden muss. 168 Prinzenpaare umgarnt von 9.600 Tänzerinnen und vielleicht 10.000 Büttendarbietungen garantieren mit viel Herzblut eine schillernde Faschingszeit. Die Schleusinger, in ihrer 25. Session, sind dafür ein gutes Beispiel. Sie haben sich einige Gäste auf die Bühne eingeladen und brillieren mit ihrer mehrfach ausgezeichneten Tanzgarde, mitreißenden Showtänzen, gepfefferten Bütten und lustigen Gesängen.
  • Neue Biogasanlage
    Einzigartiges Forschungsprojekt zu regenerativen Energien von Hessen und Thüringen im staatlichen Agrarbetrieb Schloss Eichhof bei Bad Hersfeld aufgelegt: Noch immer sind keine effektiven Speicher gefunden, die die enormen Bedarfs- und Leistungsschwankungen im Stromnetz ausgleichen können. Nun scheint sich zumindest bei Biogasanlagen eine Wende abzuzeichnen.

    Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz, seine Amtskollegin Lucia Puttrich aus Hessen und das Frauenhoferinstitut Kassel unterzeichneten heute auf der Wartburg in Eisenach eine Vereinbarung über den Betrieb einer Pilotanlage für erneuerbares Methan im Hessischen Biomasseforschungszentrum nahe der Landesgrenze. Dort beschäftigt sich das wissenschaftliche Institut seit Jahren mit dem Problem. Äußerlich unterscheidet sich die neue Biogasanlage für den Laien kaum von einer herkömmlichen. Doch das chemische Prinzip ist nicht ganz einfach: Bisher wird Biomüll in einer Gasanlage zu Methan vergärt, das dann in einem Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung genutzt wird. Als Nebenprodukt entsteht Kohlendioxyd, das bisher in die Luft geblasen wurde. Die neue Anlage will nun aus diesem Abfallgas zusätzliches Methan gewinnen. In Zeiten, in denen das Energienetz nicht ausgelastet ist, wird ein so genannter Elektrolyseur angeworfen. Der spaltet Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff auf. Letzterer kann nun mit dem bisher verblasenen Kohlendioxyd leicht wieder in Methan umgewandelt werden. Dieser Kreislauf wirkt wie ein Energiespeicher und soll zur Stabilisierung elektrischer Netze eingesetzt werden. Außerdem kann zum ersten Mal Methan aus Biogasanlagen qualitätsgerecht und wirtschaftlich in das normale Erdgasnetz eingespeist werden, dessen Speicherkapazität praktisch unendlich ist. Der Clou aber: alle vorhandenen Biogasanlagen lassen sich nach dem neuen Prinzip erweitern. Ihre Leistung wird wesentlich verstärkt und Bedarfsschwankungen können sowohl lokal als auch im großen Maßstab ausgeglichen werden. Das hat jedenfalls bisher im Labor hervorragend klappt und soll nun unter realen Bedingungen in Bad Hersfeld getestet werden. Wenn der wissenschaftliche Großversuch gelingt, könnte ein entscheidender Beitrag zur Energiewende in Deutschland von den beiden Bundesländern ausgehen.
  • Hundesportzentrum
    Im Simson Gewerbepark in Suhl ist ein Indoor Hundesportzentrum eröffnet worden. Steven Heilemann und seine Kollegen vom Team Ottilienstein öffneten für Jedermann und Jederhund Tür und Toren für einen Schnupperkurs im Hundesport. Allen interresierten Vierbeinern können hier Kommandos des Alltags und sportliche Grundlagen beigebracht werden. Durch die langjährige Erfahrung gehen die Hundetrainer individuell auf jeden Wunsch ein um das angestrebte Ziel bestmöglich zu erreichen.
    Infos und Veranstaltungen findet man unter www.ottilienstein.de oder direkt in der Meininger Straße 222 im Simson Gewerbepark in Suhl, direkt unter der Autobahn.
  • Sternwarte Suhl
    Die Sternwarte Suhl feierte am 1. Dezember 2011 ihr 45-jähriges Jubiläum. 1966 wurde die Schul-und Volkssternwarte auf dem Hohe Loh in Suhl eröffnet. Das größte Geburttagsgeschenk hat die Sternwarte von Suhl selbst bekommen. Der Stadtrat bekannte sich einstimmig für die Erhaltung der Sternwarte. Das wiederum war die Forderung des Landes um langfristige Investitionen tätigen zu können.
    Denn aufgrund der schwierigen Haushaltslage ist es der Stadt Suhl nicht möglich die erforderlichen Mittel aufzubringen. Und das ist nicht wenig, denn immerhin ist das Gebäude 45 Jahre alt und neben der Infrastruktur muss auch die Technik erneuert werden.
    Neben dem Land setzt der Leiter der Sternwarte, Olaf Kretzer auch auf Sponsoren um die geschätzen Kosten von 1,5 Millionen Euro aufbringen zu können. Denn wer weiß wie lange die Geräte noch durchhalten, für den alten Planetariumsprojektor ZKP-2 werden keine Ersatzteile mehr hergestellt. Auch Rolf Henkel, dem Gründer der Sternwarte, liegt die Erhaltung am Herzen. Er ist seit 1992 im Ruhestand, aber noch als Ehrenmitglied im Verein der Suhler Sternfreunde aktiv. Die Anschaffung des hochmodernen Planatariumprojektors ZKP-4 wäre sein größter Wunsch.
  • Besucherbergwerk Schwarzer Crux
    Das Besucherbergwerk und Waldgasthaus Schwarzer Crux liegt zwischen Suhl und Schmiedefeld und ist seit 2007 für die Öffentlichkeit zugänglich. Bereits im 17. Jahrhundert wurden hier Eisenerze abgebaut. Bis 1924 war diese Zeche in Betrieb, bis sie endgültig stillgelegt wurde. Man gelangt über den Alten Marienschacht II auf Treppenstufen nach Untertage. In einem ca. 40- minütigen Rundgang bis in 35 Metern Tiefe werden Geologie, Erzführung und Abbautechniken erklärt, sowie historische Strecken, Förderanlagen und Abbaue aus dem 17. Jahrhundert gezeigt.
  • U433 – ein Überlebender erzählt
    Dunkle Tiefen – Sonnige Höhen, ist der Titel einer Romanbiografie über die Erlebnisse eines U-Boot-Fahrers im 2. Weltkrieg. An seinem 89. Geburtstag erzählte Heinz Seifferth seiner Tochter Kerstin Weidt alles über sein bewegtes Leben. Im Laufe der Zeit entstand Kapital nach Kapitel. Kerstin Weidt hat dem Buch ganz bewusst den Titel Dunkle Tiefen – Sonnige Höhen gegeben. So erzählt es neben den schweren Zeiten in der Kindheit und im Krieg auch die schönen Momente in Heinz Seifferths Leben. Die Rückkehr in seinen Heimatort Masserberg, die Familiengründung und viele weitere spannende Erlebnisse aus seinem langen Leben. Auch bei der ersten öffentlichen Lesung in Masserberg, kam das Buch gut an. Die Arbeit, die Kerstin Weidt über 2 Jahre in ihr Erstlingswerk investiert hat, hat sich gelohnt. Das abwechslungsreiche Leben von Heinz Seifferth, verspricht viele Stunden spannenden Lesespaß.
  • Neujahrsempfang in Schleusingen
    Norbert Blüm zu Gast auf Diskussionsrunde in der alten Henneberger Residenz: Um alle gesellschaftlich Aktiven zusammen zu bringen, musste der Neujahrstreff wie jedes Jahr in den größten Saal der Stadt gelegt werden - in die Aula des Rehabilitations-Zentrums.

    Und wie immer ging dabei die Post ab. Nicht nur der Überraschungsgast Norbert Blüm mit seinen rhetorischen Fähigkeiten sorgte für Begeisterung, sondern auch ein abwechslungsreiches kulturelles Programm. Der jährliche Empfang will nämlich vor allem jenen Menschen Danke sagen, die sich ohne großes Aufheben in die kommunale Politik zum Wohle aller Bürger einbringen. Dazu zählen, so der Bürgermeister Klaus Brodführer, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ebenso, wie Arbeiter, Angestellte, Unternehmer, Vereine, Künstler und Stadträte. Das alles könne aber nur funktionieren, wenn die Verwaltungen in Stadt und Land funktionierende Rahmenbedingungen schaffen, so der CDU-Fraktionschef Andreas Mastaler. Der Hildburghäuser Landrat Thomas Müller verwies darauf, wie wichtig sparsames Wirtschaften dabei ist. Für die geladenen Gäste war besonders wichtig, wieder einmal ohne Zeitdruck unbeschwert gemeinsam verbringen zu können. So klang der traditionelle Abend im Anschluss an die Festreden in angeregten Gesprächen aus.
  • Ein Leben offline
    Schüler werden sich den Gefahren aus dem Internet bewusst: In den Kammerlichspielen Sonneberg fand die Premiere von vier Kino-Werbespots statt, die Schüler des Arnold-Gymnasiums aus der Nachbarkommune im Bayrischen Neustadt bei Coburg produziert hatten und die sich kritisch mit dem World Wide Web auseinander setzen.

    Der Kino-Saal war voll mit Eltern, Jugendlichen, Lehrern und Würdenträgern. Sie erlebten die Präsentation „Zieh den Stecker – du hast auch ein Leben offline!“ mit Kurzvortragen, Filmvorführungen, Interviews und Schauspiel als fast schon zu perfekt. Die Werbespots beschäftigen sich in teils schockierenden Bildern mit Spielsucht, Schönheitswahn, übertriebener Selbstdarstellung und den Perversen im Netz (Siehe Videos!). Die etwa 20 Jung-Cineasten bieten ihren Mitschülern als Zielgruppe aber auch kommunikative und sportliche Alternativen an. Bei den Dreharbeiten standen sie selbst vor und hinter der Kamera. Die Themen hatten sie im Rahmen einer komplexen Seminararbeit ausgewählt, mit eigener Internetseite, wissenschaftlicher Recherche, Sponsorensuche und Expertenbefragungen. Im Mittelpunkt des Projektes aber standen jene vier Aufklärungsspots, die als Filme von Jugendlichen für Jugendliche den Nerv Gleichaltriger treffen sollen. Die außergewöhnliche Medienkompetenz am Arnold-Gymnasium kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren schon tut man sich mit vorbildlichen Internetprojekten, eigenem TV-Studio und Medienaktionen hervor. Mit NEC-TV wird an der Schule sogar regelmäßig ein professionelles Fernsehprogramm für die Heimatstadt produziert. Vergleichbares gibt es in Thüringen nicht. Trotzdem hatten die jungen Filmemacher bei ihren Dreharbeiten den Kontakt zum Internetportal www.teevau.de aus Schleusingen gesucht.
  • Agrarschule Schwerstedt
    Beim Tag der offenen Tür stellt sich der landwirtschaftliche Nachwuchs Thüringens vor : Eltern, Verwandte, Kollegen und Einwohner konnten sich von den modernen Ausbildungsbedingungen in Thüringens einziger überbetrieblicher Berufsschule für Jobs in der Landwirtschaft überzeugen. Das alte Schloss mit seinen Unterrichtsräumen ist nicht mehr der einzige Hingucker in dem kleinen aber alten Dorf Schwerstedt. Zwar waren noch einige Teile des Außengeländes nicht fertig, aber der Schulneubau mit den modernen Fachkabinetten zeigt, wie wichtig den Thüringern die Nachwuchsförderung in der Landwirtschaft ist. Kaum ein Berufszweig hat sich nämlich in den letzten Jahren so rapide gewandelt. Während vor noch nicht allzu langer Zeit Schlagworte wie Massentierhaltung, Überdüngung und Gammelfleisch das Image des Berufszweiges beschädigten, geht heute nichts mehr ohne Computer, GPS, Qualitätslabore und Öko-Zertifikate. Zunehmend wir der Landwirt auch zum Natur- und Landschaftspfleger. Liebe zu Flora und Fauna und der dazugehörenden Technik muss man aber immer noch mitbringen. 1.800 AZUBI’s werden hier ausgebildet. Sie kommen aus allen Teilen des Freistaates und können über die Woche in einem Internat untergebracht werden. Daneben gibt es Hallen mit Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. 80 Pädagogen und Mitarbeiter bilden Tierwirte, Landwirte und Hauswirtschaftler mit und ohne Abitur aus. Außerdem können hier verschiedene Schulabschlüsse nachgeholt werden. Beim Tag der offenen Tür erlebten die Besucher, dass das nicht ohne Spaß abgeht…
  • Kalter Markt in Römhild - zum 212. Mal
    Jeden letzten Donnerstag im Januar: Massenandrang auf traditionellem Markt in der Töpferstadt: Es gibt wohl nur wenige Märkte im Land, die so alt sind und noch weniger, die pro Einwohnerzahl so viele Leute anlocken. Über 10.000 Gäste kamen wieder in die 1.800-Seelen-Gemeinde. Einige sogar zum ersten Hahnenschrei!

    Dabei war es bitter kalt, mitten in der Woche und eigentlich haben die Leute ja alles. Und so rätselten wieder Stadtobere und Journaille, wie es zu dieser Beliebtheit kommt. Ist es die lange Tradition als Tauben-, Kram- und Tiermarkt, sind es die vielfältigen Angebote mit über 200 Ständen, vielleicht die Hoffnung auf ein besonderes Schnäppchen? Sogar unter den Händlern, Trödlern, Marktschreiern und Kleintierzüchtern hat der Kalte Markt seinen besonderen Ruf. Die meisten kommen immer wieder und haben schon richtige Stammplätze in der Innenstadt. Unbestritten ist auch das besondere Flair des Selbstgemachten oder die beeindruckende mittelalterliche Kulisse mit Rathaus und Schloss Glücksburg. Oder ist es einfach der Mangel an anderen Attraktionen auf dem Lande? Sabine Leib-Mänz, in der Stadt zuständig für Kultur und Tourismus, meint, dass es die Summe all dieser Magneten ausmacht und die Menschen der Region halt gerne zusammen kommen, frei nach dem Motto: sehen und gesehen werden!
  • Museum für Ur- und FrühgeschichteThüringens
    Bei dem unfreundlichen Wetter der letzen Zeit sind Museen eine sinnvolle Freizeitalternative: Wer seine weit entfernten Vorfahren kennenlernen möchte, ist in dem Erlebnismuseum genau richtig. Denn unser Land im Herzen Europas war seit der frühsten Urzeit ständig besiedelt.

    Die moderne, eintausend Quadratmeter große Ausstellung gibt ein durchgehendes, vor allem aber lebendiges Bild von der ältesten Geschichte Thüringens. Die beginnt mit dem Homo erectus aus Bilzingsleben vor 400 000 Jahren. Der hatte den Platz vor seinen Hütten schon gepflastert und ritzte feine Linien in sein Werkzeug. Mehrere so gravierte Knochen stellen wohl die ersten graphischen Umsetzungen eines menschlichen Gedankens dar und gelten als Weltsensation. Weitere Highlights sind das Fürstengrab von Haßleben, das zu den reichsten germanischen Fürstengräbern in Deutschland zählt, oder die Funde aus dem Opfermoor von Oberdorla, wo die Leute noch im christlichen Mittelalter nach heidnischem Brauch Götzen anbeteten. Die Themen reichen so von der Menschwerdung bis ins Mittelalter und lassen den Schluss zu, dass hierzulande immer auch verschiedene kulturelle Strömungen lange nebeneinander existiert haben. Ein Durchgangsland eben, offen für Neues. Das Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens in Weimar vereint das Museum und das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie unter einem Dach. Hier werden die umfangreichen archäologischen Funde der letzten Jahre – besonders beim Autobahnbau - für die Nachwelt aufbereitet.
  • Neujahrsinterview mit dem Bürgermeister
    In Schleusingen ist es Tradition, den Chef der Stadtverwaltung über seine Vorhaben für das kommende Jahr zu befragen.
  • Wintersport "auswärts"
    Weiße Pracht über die Feiertage nur in den Höhenlagen: Familie Paul aus Penshausen konnte den Schnee nicht mehr erwarten und reiste ins Hochgebirge. Die Täler in den Alpen sehen derzeit auch nicht anders aus als bei uns, aber auf den Abfahrtspisten über 3000 Metern, geht schon richtig die Post ab.
    Zwar verheißen die Hochglanz-Internetseiten schon gängiges Wintersportwetter im Thüringer Mittelgebirge, aber wer mit Skiern oder Schlitten am Rennsteig aufschlägt, hat keinen wirklichen Spaß. Noch liegt zu wenig Schnee, um durchgehende Loipen anzulegen oder gar ins Tal fahren zu können. Nur die künstlich beschneiten Skianlagen wie in Oberhof und Steinach ermöglichen eine Abfahrt. Bloß – dort treffen sich derzeit alle und die Wartezeiten an den Liften sind lang. Auch im alpinen Hochgebirge beklagen die Menschen zu hohe Temperaturen für die Jahreszeit und wenig Niederschlag. Sie punkten aber im Tourismus mit alternativen Freizeitangeboten, Erlebnisgastronomie und überschäumenden Service. Und sie haben Höhen über dreitausend Metern mit satten Minusgraden und unzähligen Schneekanonen. So konnte Familie Paul aus Benshausen ihre Kinder im österreichischen Flattach schon mal sportlich für den hoffentlich noch in Thüringen zu erwartende Schneefall einstimmen. Die Wetterprognosen für die Feiertage sind widersprüchlich, stimmen aber nicht sehr hoffnungsvoll.
  • Weihnachtsmarkt am „Brandtsköppshaus“
    Wo die Vorfreude aufs Fest einen Namen hat: In dem kleinen Ort des Gemeindeverbundes Nahetal-Waldau wurde vor fünf Jahren ein besonders schönes Fachwerkhaus rekonstruiert. Seit dem gibt es auf dem Platz davor jährlich ein Fest zur Weihnachtszeit.
    Die 1.600-Seelen-Gemeinde direkt unterhalb des Rennsteigs ist zwar touristisch einiges gewöhnt, doch heute platzt sie aus allen Nähten. Das hat seinen besonderen Grund: Denn hier wird der Weihnachtsmarkt von den Gemeindemitgliedern noch liebevoll selbst organisiert. Während anderswo der Kommerz dominiert, packen hier die Hinternaher alle mit an. Die Kulisse ist nicht aus Pappe, der Weihnachtsmann beschenkt jedes Kind noch persönlich, der Kuchen kommt von Muttern zu Hause und das Programm gestalten Kindergarten, Vereine und ansässige Künstler. Und Unverfälschtes zieht die Menschen magisch an: So strömen sie aus Nah und Fern herbei, als gäbe es das Christenfest zum letzten Mal.
  • Lange Nacht des Glases
    Entspanntes Shopping in der Glasstadt:
    Lauscha die Wiege des Christbaum- und Weihnachtsschmuckes mit seiner traditionelle Handwerkskunst ist immer einen Besuch wert. Der Ort kann auf eine lange Tradition in dieser Handwerkskunst zurückblicken, es begann Mitte des 17. Jahrhunderts als die ersten bemalten Glaskugeln hergestellt wurden. Über die großen Sonneberger Spielzeugkontore und –Verlagshäuser trat der Christbaum- und Weihnachtsschmuck die Reise um die Welt an. Nirgendwo gibt es so eine große Auswahl an gläsernen Kostbarkeiten, Weihnachtlich dekorierten Läden mit weihnachtstypischen Angeboten. Bei den Anblick der farbenprächtigen Glaskunst konnte so manch Erwachsener in einen Kaufrausch verfallen und die kleinen Knirpse kamen aus den Staunen nicht heraus. Den Handwerkern konnte man bei ihrer filigranen Arbeit über die Schulter schauen und sich selbst einmal als Glasbläser versuchen. Der Lauschaer Tourismus-Stammtisch in Kooperation mit den Innenstadthändlern sowie der Stadtverwaltung haben ein erfolgreiches Zeichen für entspanntes Shopping mit abwechslungsreicher Unterhaltung sowie kulinarischer Genüsse in der Bergregion gesetzt. Die zweite Auflage der "Langen Nacht des Glases" klang mit einer Original Lauschaer Musiknacht mit viel Mundart und witzigen Beiträgen in der gut besuchten Bürgerstuben der Farbglashütte gesellig aus.
  • Schneewittchen und die sieben Zwerge
    Eltern spielen für den Kindergarten Theater: Volles Haus und viel Geschrei im Künstlerhof Roter Ochse bedeuten immer, dass Kinder zu Gast sind, die jede Menge Spaß haben.
    Es ist schon zu einer guten Tradition geworden, dass Eltern für ihre Kids im hiesigen Kindergarten Märchen inszenieren und aufführen. In diesem Herbst sind es die Gebrüder Grimm mit der berühmten Geschichte vom vergifteten Apfel. Die Reaktionen der Kinder zeigen: auf schauspielerische Qualitäten kommt es dabei überhaupt nicht an. Sie sind derart bei der Sache, dass man nicht unterscheiden kann, wer mehr Vergnügen an der Vorstellung hat: die Laiendarsteller oder ihre Jüngsten. Vergleichbare Emotionen (Siehe Video!) sind vor dem Fernseher bestimmt nicht zu erwarten. Der Andrang war so groß, dass zwei Vorstellungen gegeben werden mussten. Der Erlös der Eintrittsgelder und vom Küchenbuffet wird dem Kinderhospiz Tambach-Dietharz und dem Schleusinger Waldkindergarten gespendet.
  • PVC-Branche stellte neue Selbstverpflichtung vor
    Kunststoffe sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und ihre Umsatzzahlen steigen weltweit. Trotzdem steht das Material immer mal wieder in der Kritik: Im Hotel auf der Wartburg gingen die europäischen Hersteller mit ihrer Nachhaltigkeitsinitiative „VinylPlus“ vor Fachkreisen in die Offensive: Vielfältige und vor allem abrechenbare Vorhaben sollen bis 2020 die Umwelteinflüsse von PVC weiter reduzieren, sein Recycling forcieren und Energie bei der Herstellung einsparen.
    Diese PR-Strategie betreibt der Verband „PVC und Umwelt“ bereits seit den 1990er Jahren erfolgreich: Ihr Geschäftsführer, Werner Preusker, machte Probleme und Hintergründe öffentlich, brachte Befürworter und Gegner an einen Tisch, organisierte europaweite Standards und Emissionsgrenzwerte und setzte einen Maßnahmenkatalog um, der selbst von Umweltaktivisten anerkannt wurde. Dabei wurde die Vorgängerinitiative Vinyl 2010 ins Leben gerufen, die Einiges in Sachen Umweltschutz auf den Weg gebracht hat: Der Ausstoß von Chlor und Vinylchlorid in die Luft wurde um 90 Prozent gesenkt; man Baute eine europaweite Infrastruktur für das Sammeln und Recyceln von mehr als 250.000 Tonnen PVC im Jahr auf, obwohl viele das Material anfangs als „nicht recycelbar“ eingestuft hatten. Die modernste und größte Verwertungsanlage dieser Art - die VEKA Umwelttechnik GmbH - steht in Hörseltal-Hainich, Ortsteil Behringen. Ihr Geschäftsführer, Norbert Bruns, stellte die vollautomatische Anlage zum Recycling von Kunststofffenstern vor: Das entglaste Rahmenmaterial wird geschreddert, sortiert und wieder in Kunststoff-Granulat verwandelt. Die Materialqualität muss dabei so hoch sein, dass wieder Fensterprofile herstellt werden können. Dr. Josef Ertl, Vorsitzender von VinylPlus und selbst Geschäftsführer der PVC-Firma Vinnolit GmbH nannte bei dem Rundtischgespräch auf der Wartburg wichtige Eckdaten der VinylPlus-Vorhaben bis 2020: Dazu gehört das Recycling von nun 800.000 Tonnen PVC pro Jahr, wovon alleine 100.000 Tonnen durch innovative Technologien erreicht werden sollen. Außerdem wollen die Kunststoff-Hersteller ein neues Zertifizierungs-System einführen, dass Kunden die Möglichkeit gibt, nachhaltig produziertes PVC zu erkennen und einzusetzen.
  • 6. Kultur- und Museumsnacht
    Schloss Bertholdburg und der Künstlerhof präsentieren ihr großes Potential: Neben den ständigen Ausstellungen – Regional- und Naturgeschichte im Schloss, sowie Kunstaustellung im Roten Ochsen - hatten sich beide Häuser für diesen Abend noch etwas Besonderes einfallen lassen.
    Das Naturhistorische Museum zeigte neueste paläontologische Ausgrabungen, kürte das Fossil des Jahres 2011 und würdigte den hundertsten Jahrestag historischer Sammlungen in Schleusingen. Die begannen einst in einem Wirtshaus, dem alten Krug, und mauserten sich auf verschiedenen Gebieten zu den bedeutendsten Expositionen in ganz Thüringen. Dazu gab es eine musikalische Umrahmung von Kurt Enke aus Eisenach.
    Im Künstlerhof – der privaten Stiftung von Familie Niemann aus Roxheim - gab es zusätzlich zu den Ausstellungen eine Vernissage des derzeitigen Stipendiaten Siegfried Kärcher mit Gemälden zum Thema „Erfahrungen in Schleusingen“. Der Künstler aus Frankfurt am Main experimentiert mit zeitgenössischer Malerei und modernen Medien. Auch hier Musik auf Orgel und Klavier mit Christian Thadewald und später das Duo „Jazznah“ mit Klassikern und Standards.
  • Dörfer in Aktion
    Abschlussveranstaltung im Thüringer Landtag
  • Schiffsreise auf der Donau
    Mal nicht Einkaufsstress und Plätzchenpacken, sagen sich viele Leute. Für sie halten die Reisebüros im Freistaat ein breites Angebot von Gruppen- und Individualreisen bereit, für die Vorweihnachtszeit, über die Feiertage und ins neue Jahr hinein.

    Familie Bischoff aus Ilmenau hat bereits das Hotelschiff Amethyst auf seiner Reise von Regensburg nach Nürnberg getestet. Das ist ein modernes, über einhundert Meter langes Hausboot, auf dem man gehobenen Vier-Sterne-Hotelkomfort, Schifffahrtsromantik und Reiselust miteinander verbinden kann. Von der dreiundvierzigköpfigen Crew an Bord können knapp 200 Gäste betreut werden. Die Fahrt führte durch die fränkische Alb, zunächst die Donau entlang, um dann in den Rhein-Main-Donaukanal nach Norden abzubiegen. 13 Schleusen waren zu überwinden, alte Burgen und verträumte Dörfer gab es zu sehen, mystisch neblige Flussauen, Wälder und schroffe Felsen. Die Herbstsonne in schneeloser Flusslandschaft tat der Adventsstimmung keinen Abbruch. Die Reisegäste machten eine Stadtführung in Regensburg, besuchten den Weihnachtsmarkt auf Schloss Turn und Taxis, auf dem Schiff gab es Empfänge, Tanz, Wellness und Schlemmen ohne Ende. Ein rühriges Hotel- und Schiffspersonal verwöhnte mit Charme und Überraschungen. Ines und Jens Bischoff aus Thüringen können nun entspannt dem Weihnachtswirbel entgegen sehen.
  • LEHRLINGE GESUCHT UND - GEFUNDEN
    Drei glasproduzierende Betriebe in Neuhaus am Rennweg und Ernstthal öffneten ihre Türen, um neue Fachkräfte zu gewinnen
  • Regionalausscheid im Melken
    Der Milch im Supermarkt sieht man nicht an, was für ein extremer Aufwand für ihre Erzeugung betrieben werden muss. Die besten 3 Jungmelker Südthüringens wurden gestern im Milchwerk Wiesenfeld durch Landwirtschaftsamtsleiter Bernd Leidenfrost ausgezeichnet. Aber auch für die anderen 13 Teilnehmer war der Wettbewerb ein Gewinn. Denn sie wissen, was es heißt, eine Tasse Milch zu trinken.
    Den ersten Platz belegte Michaela Luthardt, von der Milchland GmbH Veilsdorf. Fast gleichauf folgte Anne Bartnik, von der Agrargenossenschaft Queinfeld und Christian Merz, ebenfalls Veilsdorf. Sie sollen jetzt zum Thüringer Landesausscheid im Melken delegiert werden. Bereits am 25. Oktober waren die jungen Land- und Tierwirte in der Waisagrund Agrar GmbH Crock gegeneinander angetreten. Sie kamen aus 12 unterschiedlich ausgerichteten landwirtschaftlichen Betrieben südlich des Thüringer Waldes. 200 Kühe waren für den Ausscheid ausgewählt worden, um annähernd gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. In zwei parallel verlaufenden Gattern mussten jeweils 12 Kühe nach Zeit gemolken werden – die Milchqualität aber immer als oberster Bewertungsmaßstab. 160 Punkte konnten erreicht werden, für Umgang mit der Melktechnik, Sauberkeit, tiergerechte Handhabung, chemische Analyse der Milch und theoretisches Wissen. Der Ehrenvorsitzende der Thüringer Melkergemeinschaft, Gerhard Wolfschmidt, schätzte die Vorbereitung der Teilnehmer sehr differenziert ein. Während der Auszeichnungsveranstaltung gestern in den Milchwerken Oberfranken konnten Teilnehmer und Gäste den weiteren Weg der Milch unter Augenschein nehmen. In dem modernen Verarbeitungswerk wird unter maximalen hygienischen Anforderungen Frischmilch und Käse erzeugt. Obwohl die Produktion fast automatisch abläuft, sind für jeden erzeugten Liter Milch immer noch mehr als ein halber Liter Wasser notwendig. Qualität beim Melken ist da entscheidend und somit ein Muss für die jungen Bauern.
  • Wildschweinjagd bei der Maisernte
    Tierschutz und Wildschäden sind nur zwei der Gegensätze mit denen ein Jäger leben muss: Die Maisernte in Thüringen war auch eine Hochsaison für die Jäger im Freistaat. Bauern und Waidmänner arbeiten zusammen, um den Wildschaden auf den Feldern in Grenzen zu halten.
    Unterhalb der Gleichberge hatte der zuständige Jagdpächter dutzende Kollegen zur so genannten Riegeljagd eingeladen. Dabei wurden die Felder umstellt, also abgeriegelt, die gerade abgeerntet werden. Irgendwann mussten die Tiere herauskommen, für die die Maisfelder nicht nur hervorragende Nahrungsquelle, sondern auch ein gutes Versteck abgaben. Und es funktionierte jedes Mal! Kurz bevor der letzte Halm von den Erntemaschinen gefressen wurde, brachen sie zu dutzenden heraus. Wildschweine, Rehe und jede Menge Füchse. Die Jäger schossen aber nur auf die Schweine und auch nur auf ausgewählte. Denn die Restriktionen für die Grünröcke sind hoch. Es darf nur saisonal gejagt werden, für jede Tierart anders, unterschieden nach Geschlecht und Alter usw. Dem entgegen stehen die ständigen Forderungen der Waldbesitzer und Bauern die gefräßigen Schädlinge zu dezimieren. Auch die permanente Kritik der Tier- und Umweltschützer beeinträchtigen Hege und Pflege des Wildbestandes und verhindert wildes Herumballern. Und nebenbei muss jeder Jäger noch höllisch aufpassen, dass er keinen Wanderer, Kollegen oder Pilzsammler verletzt. Gerade bei der Riegeljagd eine große Herausforderung, denn neben den Erntehelfern fanden sich auch immer viele Schaulustige aus den umliegenden Dörfern ein.
  • 7. Slusizer-Preis vergeben
    Kunst- und kulturinteressierte Bürger Schleusingens fördern publizistisches Schaffen in ihrer Heimat: Thomas Perlik aus Römhild wurde für seine literarische Arbeit im Henneberger Land geehrt.
    Im Mittelpunkt stand dabei seine Geschichte über den Kaufmannsladen Morgenroth in Themar. Das Buch ist im Salier-Verlag bereits in der 3. Auflage erschienen. Thomas Perlik, heute Pfarrer in Römhild, der auch mal in die Bütt beim Karneval steigt, schildert darin seine Kindheitserinnerungen in der Heimatstadt.
    Ein Nachfahre der Kaufmannfamilie, Arndt Morgenroth, heute mit dem Pfarrer befreundet, hielt die Laudatio und übergab die Preisskulptur. Sie stammt vom Bildhauer Benedikt Solga und stellt die Wassernixe Slusia als sagenhafte Begründerin der Stadt Schleusingen dar. Die Bezeichnung „Slusizer" soll eine Affinität zum bekannten Pulitzer-Preis herstellen. Schirmherr, Kultur-Staatsekretär Prof. Dr. Thomas Deufel, würdigte die Arbeit des Slusizer-Fördervereins als verantwortungsvolles und wirksames Bürgerengagement. Musikalisch wurde die Veranstaltung im Wilhelm-Augusta-Stift vom Saxophon-Trio Hildburghausen untermalt.
  • Maisernte
    Die südthüringer Bauern haben ihre letzten Feldfrüchte vom Acker geholt: Das Agrarunternehmen Pfersdorf e.G. hat am vergangenen Wochenende rund um Dingsleben mit dem Silomais die Ernte für dieses Jahr abgeschlossen. Zeit also ein Resümee für 2011 zu ziehen. Der Normalverbraucher geht in den Supermarkt und fragt bei relativ stabilen Lebensmittelpreisen selten nach den Hintergründen der Produktion seiner Ernährung. Die extremen Wetterbedingungen aber haben der Landwirtschaft ein schwieriges Jahr beschert. Bei Getreide kam es zu Einbußen von bis zu 45 %. So kommen nur die Landwirte gut über den Winter, die sich Vorräte anlegen konnten oder genügend Kapital besitzen, um sich Futter für ihre Tiere dazu kaufen zu können. Doch für den Transport des Futters braucht man wieder Spezialgerät – ein Verlust bleibt es so oder so. Toralf Müller, der Chef des landwirtschaftlichen Großbetriebes bei Hildburghausen, bezeichnet die Lage für seinen Betrieb dennoch als nicht dramatisch: Die viele Sonne der letzten Monate ließen bei ihm Mais und Gras gut wachsen. Damit kann er seine Tiere ohne Probleme durch die kalte Jahreszeit bringen. Den Konsumenten wird es freuen.
  • Kinderhospiz Mitteldeutschland
    Klaus-Dieter Heber, ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins Kinderhospiz Mitteldeutschland e.V. zur Eröffnung der Einrichtung in Tambach-Dietharz
  • „Farbtupfer“ in grauer Jahreszeit
    Neue Ausstellung im Künstlerhof Roter Ochse: Unter diesem Titel präsentierten die Teilnehmer des Malkurses der Volkshochschule Hildburghausen mit einer Vernissage ihre aktuellen Werke.
    16 Freizeit-Maler aus Schleusingen und Umgebung beteiligen sich an der Schau. Ihr Alter, Beruf, Träume und Können sind so bunt wie ihre Bilder. Entsprechend unterschiedlich also der künstlerische Ausdruck hier. Die Kreativen eint aber die Hingabe zu ihrem Hobby – und die Ausbildung: Seit zehn Jahren gibt eine Schleusinger Künstlerfamilie ihr Können weiter: Erst Dieter Didschuneit und seit 2008 seine Frau Marianne. Der Malzirkel trifft sich jeden donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr und von 19.00 bis 21.00 Uhr im Schleusinger Gymnasium. Derzeit beteiligen sich ca. 20 Mitglieder. Einige davon konnten auch in Einzelausstellungen ihre Werke präsentieren. Verkaufsausstellungen des Malzirkels haben zum Beispiel einen Beitrag zur Finanzierung für die Restaurierung der Orgel in der Schleusinger St. Johannis-Kirche geleistet. Diese Exposition nun ist jeweils an den Samstagen und Sonntagen, 05. und 06. November 2011, 12. und 13. November 2011 sowie 19. und 20. November 2011 zu besichtigen. Der Eintrittspreis beträgt zwei Euro; Schüler, Auszubildende und Studenten haben freien Eintritt.
  • Märchen im Märchenschloss
    Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die vielen alten Gemäuer Südthüringens wieder mit Leben zu erfüllen: Statt einer Geisterstunde gab es am Sonntagnachmittag im alten Rittergut Bedheim eine Märchenstunde. Eingeladen hatte der Förderverein. Kinder und Erwachsene lauschten mit Vergnügen.
    Schloss Bedheim ist eine fast vollständig erhaltene Gutshofanlage über dem Rodachtal. 1169 als Burg erstmals erwähnt, wurde sie im Bauern- und im 30-jährigen Krieg übel zugerichtet. Die Fürsten von Sachsen-Hildburghausen machten später eine repräsentative Sommerresidenz daraus. 1778 ging diese dann an Conrad Friedlieb Rühle von Lilienstern, dessen Nachkommen das Landschloss heute in der 8. Generation bewohnen. Dazwischen aber lagen Kriege, Erbteilungen, Vertreibung, Zweckentfremdung und Zerfall. Nach der Wende blieb den zurückkehrenden Schlossherren nur die Notsanierung und schrittweise Rekonstruktion des ehrwürdigen Gemäuers. Mit vielen Ideen versucht sie nun, die Region daran teilhaben zu lassen. Es entstanden ein Kaffee, eine Gärtnerei, Ferienwohnungen und ein kleines Museum. Dazu organisiert die Familie um den Besitzer Florian Kirfel-Rühle regelmäßig kleine Veranstaltungen, die zum Scharm des Schlosses passen. Und was wäre da besser geeignet als leuchtende Kinderaugen? Und so erzählt Mutter Astrid Rühle das Märchen vom bösen Zauberer, dessen Wunderkräfte langsam nachlassen und Vater Bernhard Kirfel spielt auf der Gitarre dazu das Lied vom lustigen Zigeunerleben. Die alten Steine ringsum werfen ihr Echo zurück.
  • Herr der Ringe in Waffenrod
    Deutschlandweit einzigartige Gästeunterkunft in Südthüringen eröffnet:
    Im Freizeitpark Waffenrod gibt es eine neue Attraktion: Erdhütten laden zum Übernachten ein und das - bei gehobenen Niveau.
    Denn das Feriendorf Auenland ist vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband auf Anhieb mit drei Sternen klassifiziert worden: Acht in die Erde gebaute Ferienwohnungen, unschwer als die Hobbithäuser aus der bekannten Fantasysaga erkennbar. Auch die Inneneinrichtung mit Kamin und Rundholzdesign ist speziell in diesem Ambiente gestaltet. Auf 45 Quadratmetern finden 2 bis 6 Personen Platz, die jeweils ab 75,- Euro berappen müssen. Mit der Sommerrodelbahn, dem Abenteuerspielplatz, dem Panoramarestaurant „Bergbaude" und dem grandiosen Ausblick ins Eisfelder Land kann man sich wirklich wie Frodo Beutlin und Konsorten fühlen. Schritt für Schritt erweitert so Familie Memm seit 2003 ihren Hotelbetrieb mit Freizeitpark.
  • Pension Schmitt
    Geheimtipp für Freunde der volkstümlichen Komödie: Der Veilsdorfer Theaterverein führte im Rathaussaal der Gemeindeverwaltung zum vorerst letzten Mal seine Inszenierung „Pension Schmitt“ auf. All die Enttäuschten, die keine Karten mehr bekommen haben, brauchen aber nicht zu verzagen!

    Da soll noch mal einer sagen, auf dem Lande gebe es keine Kultur! Der Verein „Die Laberkäuer“ hat seit 2001 bereits sieben Schwänke und Volksstücke auf die Bühne gebracht. Alle vor ausverkauftem Haus. (Für die, die nicht fränkischen Volksmund sprechen: Laberkäuer kann mit Dummschwätzer übersetzt werden.) Zunächst präsentierten sich die Laienspieler unter dem Dach des Heimatvereins Schackendorf und im vergangenen Jahr haben sie nun eine eigene Gemeinschaft gegründet. Der einprägsame Name gibt gleichzeitig das Programm vor: Südthüringisch-fränkische Kultur und Sprache wollen die 30 Enthusiasten unters Volk bringen und dabei gleichzeitig die Theatertraditionen in der Region hochhalten. Auch der Dreiakter am vergangenen Samstag wurde wieder mit stehenden Ovationen gefeiert. Der Autor Andreas Heck und der Regisseur Hans-Jörg Rehfeld sowie 11 Schauspieler strapazieren mit Irrungen und Wirrungen in einem ländlichen Hotelbetrieb die Lachmuskel der Zuschauer (Siehe Video!). Wegen dem ungebrochenen Interesse haben sich die Laberkäuer entschlossen, am Silvesterabend eine Zusatzvorstellung zu geben. Die Karten können online über www.laberkaeuer.de bestellt werden.
  • Kürbisfest in Schleusingen
    Alles Kürbis – oder was? Die Initiative Stadtmarketing gestaltete am vergangenen Wochenende ihr 3. Kürbisfest auf dem Marktplatz.

    Hintergrund ist der anhaltende Wettbewerb der Innenstadthändler mit den großen Supermärkten am Rande der Kommune. Deshalb lassen sich die kleinen Geschäfte rund um den Markt öfter etwas einfallen. Neben den traditionellen Veranstaltungen wie Stadtfest und Weihnachtsmarkt gibt es nun seit 3 Jahren das an Halloween angelehnte Kürbisfest. Die Verkaufsaktionen rund um die ursprünglich amerikanische Frucht wurden von den Schleusingern schnell angenommen. Thomas Marzian, vom Stadtmarketing, sieht sich in seiner Strategie bestätigt, dass nämlich die Bürger selbst entscheiden, wie attraktiv ihre Stadt ist.
  • Helge Schneider in Steinbach-Langenbach
    Der große Entertainer und vielseitig begabte Musiker Helge Schneider war wieder einmal zu Gast im Naturtheater Steinbach-Langenbach. Mit seinem Programm "Buxe voll" tourt er derzeit durch die Republik und begeistert die Massen. Auch im Naturtheater war die Hütte voll und die Stimmung gut. Hier mal die ersten 10 Minuten von der Show.
  • Skater in Eisfeld
    Das Sportfachgeschäft Orange Jungle aus Erfurt veranstaltete gemeinsam mit dem Rollsportverein Eisfeld die "Jungle Games" in der Skatehalle Eisfeld. Viele Skater aus der Umgebung kamen und zeigten in verschiedenen Disziplinen ihr Können. Keine Startgebühr, sowie die direkte Preisvergabe nach spektakulären Spüngen sorgten bei den Jugendlichen für rege Begeisterung und große Teilnahme.
  • Das Grüne Band
    Der Todesstreifen wurde lebensverbindendes Land: Film zum Tag der Deutschen Einheit
    Am Hennebergischen Gymnasium haben Schüler einen Film über die Entwicklung der ehemaligen innerdeutschen Grenze nach der Wiedervereinigung gedreht. Im Vorfeld des Nationalfeiertages am 3. Oktober fand nun die feierliche Uraufführung im Künstlerhof Roter Ochse statt.
    Die halbstündige Dokumentation erhebt professionellen Anspruch, auch wenn diverse „Wackler“ die Urheber verraten. Insgesamt 11 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 23 Jahren haben über mehrere Jahre entlang des alten Eisernen Vorhanges recherchiert, gefilmt, interviewt, geschnitten und vertont. Angeleitet wurden sie dabei vom Medienzentrum Henneberger Land, einem ehrenamtlichen Gremium, das junge Filmemacher in Südthüringen unterstützt. In dem Streifen kommen ehemalige Grenzer beider Seiten genauso zu Wort wie Vertriebene, Flüchtlinge, Politiker, Anwohner und Umweltschützer. Denn ein Schwerpunkt war die Umwandlung der todbringenden Zone in einen Naturschutzraum quer durch Deutschland. Der rote Faden des Filmes aber geht der Frage nach, was Jugendliche aus dem menschenverachtenden Kalten Krieg von damals lernen können. Klaus Niemann, Mäzen des Kunstbetriebes Roter Ochse, würdigte so auch das Bemühen an der Schule, deutsche Geschichte lebendig zu erhalten. Das passe genau in sein Konzept, auch dann noch an die Teilung zu erinnern, wenn manche Mitbürger bereits zur Tagesordnung übergegangen sind. Der hier dokumentierte Ausbau der ehemaligen Grenze zum Grünen Band zeige, dass der Mensch – wenn er denn will – jegliche Geschichte zum Guten wenden könne. Trotzdem wurde in der anschließenden Diskussion mit den Schülern deutlich, dass es schon eines besonderen Projektes – wie eben eines Filmes – bedarf, um die Nachgeborenen am Grünen Band zu interessieren. Der Film soll an 50 ausgewählte Schulen in Thüringen verteilt werden und auf dem Internetfernsehsender des Gymnasiums www.teevau.de zu sehen sein. Er wurde übrigens – Ironie der Geschichte – aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR gefördert.

  • 11. Provinzschrei in Suhl
    Wo die Kultur kein Geld und wenig Publikum hat, wird sie um so energischer gepflegt: Thüringens größte Stadt südlich des Rennsteiges ist kulturell nicht nur Volksmusik und Schlagerparade im Concresscentrum: Beim Schrei aus der Provinz ist der Name Programm: Das herbstliche Kunst- und Kulturfestival will wachrütteln – Künstler, Zuschauer und Geldgeber.

    Für den gestrigen Abend scheint das jedenfalls gelungen. Im Suhler Kino „Cineplex“ gastierte der Schauspieler Thomas Thieme, bekannt als Finsterling in den Filmen „Der Untergang“, „Der Baader-Meinhof-Komplex“ oder „Das Leben der Anderen“. Letzterer wurde als bester fremdsprachiger Film mit einem Oskar belohnt. Interviewt wurde der Theatermann von seinem Kritiker Frank Quilitzch von der Thüringer Landeszeitung. Thieme entpuppte sich in dem halbgefüllten Kinosaal als geistreicher, sympathischer und witziger Gesprächspartner. Anschließend wurde die ZDF-Dokumentation „Der Mann aus der Pfalz“ aufgeführt, eine umstrittene Helmut-Kohl-Biografie, in der der große Mime die Hauptrolle spielt. Ähnlich anspruchsvoll waren bisher alle 16 Veranstaltungen des Provinzschreies. Dabei ging es in die unterschiedlichsten Aufführungsorte: Autohaus, Kirche, Museum, Schule, Hotel, Schloss und Bücherei. Sie alle gaben eine besondere Kulisse für Lesung, Ausstellung, Tanz, Theater, Konzert und Themenabend. Bis 25. September sind noch 9 weitere Events geplant. Hendrik Neukirchner, vom Verein Provinzkultur, verspricht, dass es auf dem vorgegebenen Niveau weitergehen wird. Er verweist auch auf zwei zusätzliche Buchlesungen am 25. und 29. Oktober in Suhl.
  • Tag des offenen Denkmals
    Wir besuchten Eisfleld, Schleusingen und Kloster Veßra
  • Der Papst im Eichsfeld
    Bei solch hohem Besuch strecken die Südthüringer ihre Nase auch mal über den Rennsteig hinweg...
  • Grafitti in Suhl
    Ende August fand in Suhl, am Autobahnzubringer Sehmar, ein Grafitti-Streetartprojekt statt. Unter dem Motto "Gestalten und Mitgestalten" zeigten junge Künstler ihr Können und machten innerhalb weniger Tage, aus einer grauen Betonwand ein farbenfrohen riesiges Kunstwerk. Genügend Farbeimer und Spraydosen waren dank Unterstützund der vielen Partner und Sponsoren der Stadt im Überfluss vorhanden.
  • Schutzengel für die Autobahntunnel
    Unter dem Motto "20 Jahre Thüringer Polizei und 5 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit der Behörden zur Gefahrenabwehr, öffnete das Gefahrenabwehrzentrum Suhl/ Zella-Mehlis seine Türen für Besucher und Schaulustige. Alle Behörden, welche im Gefahrenabwehrzentrum seit nunmehr fünf Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, stellten sich vor. Darunter die Verkehrspolizeiinspektion, Feuerwehr, Rettungleitstelle, Diensthundestaffel usw. Außerdem konnte man einen Einblick in die Zentrale Betriebsleitstelle werfen, welche sämtliche Autobahntunnel des Freistaates Thüringen überwacht. Für die Unterhaltung sorgte das Polizeimusikkorps der Thüringer Polizei.
  • IX. Internationales Keramiksymposium
    Die Kunstszene der Welt schaut nach Römhild: Eine in Europa einmalige Werkstatt fand am Wochenende ihren Abschluss. Acht Künstler aus Taiwan, Großbritannien, der Türkei, China, Frankreich, Serbien, der USA und Deutschland konnten 4 Wochen in der alten Töpferstadt südlich des Thüringer Waldes ihre Visionen verwirklichen.

    Bevor ein Künstler das aber kann, braucht er Unterkunft, Stipendium, Atelier, Technik und Austausch. All das war großzügig in Römhild geschaffen worden, denn nirgendwo hat man ein besseres Gespür für den Werkstoff Ton. Bereits vor 4.000 Jahren hatten die Kelten auf den nahen Gleichbergen Gebrauchskeramik hergestellt. Die Blütezeit des Töpferhandwerkes in Römhild war schon vor ca. 500 Jahren, aber bis 1990 befand sich hier immer noch der größte Töpferhof Europas. Das Keramiksymposium wird bereits seit 1975 im dreijährigen Rhythmus veranstaltet. Nach dem Zusammenbruch der DDR-Keramikindustrie gab es in den Wendewirren 1993 das Aus. 2007 aber besann man sich wieder auf die alten Traditionen und gründete einen entsprechenden Förderverein. Dieser hat es geschafft, das Symposium wieder mit echtem Leben zu erfüllen. In den vergangenen Jahren haben wieder über 160 Künstler aus 29 Ländern teilgenommen. 2011 nun lautete das Motto: Alles fließt. Aus 120 Bewerbungen mussten die Künstler ausgewählt werden. Diese arbeiteten nun seit 14. August in einer Halle des ELIOG Industrieofenbaus in Römhild. An den Wochenenden konnten ihnen interessierte Römhilder über die Schulter schauen. Dazu gab es verschiedene Events wie ein offenes Show-Brennen auf der Glücksburg, der jährliche Töpfermarkt oder die Übergabe einer Stele an das Landratsamt. In diesem Jahr können erstmals auch fertige Werke präsentiert werden, da der Verein mehrere Brennöfen angeschafft hatte. Alle Arbeiten verbleiben übrigens im Römhilder Museum und werden dort als gemeinsame Werkschau präsentiert. Außerdem ist geplant, diese Exposition auch zu publizieren und auf Reisen zu schicken.
  • Kirmes in Stressenhausen
    Traditionen in Südthüringen werden nicht nur des Feierns wegen gepflegt: Selbst Dörfer, in denen der Brauch des Erntedankfestes im Laufe der Zeit abhanden gekommen ist, besinnen sich heute wieder auf die alten Zeremonien.

    Und dazu gehören allerorts: der Umzug, Ständchen vor jedem Haus, wie sich die Pärchen finden, der Kinderaufmarsch, Kirmessprüche vor dem ganzen Dorf und natürlich der Kirmestanz. Dazu kommen mancherorts noch der geschmückte Kirmesbaum, das „zu Grabe tragen des Festes“ und zu Anfang ein Besuch in der Dorfkirche. Denn Kirmes heißt hochdeutsch Kirchmesse und stellt symbolisch den feierlichen Abschluss der jährlichen Feldarbeit dar. Der Ablauf in den einzelnen Gemeinwesen ist zwar meist der gleiche, aber die Einbeziehung aller Generationen und hauptsächlich der öffentliche Auftritt aller jungen Leute vor Nachbarn und Verwandten bilden den Höhepunkt des jährlichen Dorflebens. Auch Gäste sind immer gern gesehen und werden einbezogen.

  • Max Raabe in Meiningen
    Er hat die Unterhaltungsmusik der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in unsere Zeit gerettet: Die alte Theaterstadt an der Werra schien als denkbar beste Wahl für ein Konzert des Sängers im Smoking und seine Lieder von anno Dunnemal. Waren doch die Stücke über die „Comedian Harmonists“ hier einst regelrecht gestürmt worden. In Berlin trat Raabe das letzte Mal vor 22.000 Besuchern auf. Doch hier in der Provinz ließ der Marktplatz noch einige freie Plätze.
    Für die Freunde seiner Musik aber war es ein intensives Erlebnis. Raabe kam nicht mit seinem Palast-Orchester angereist, sondern gab eine fast intime Vorstellung mit seinem Pianisten Christoph Israel. Zu hören waren vor allem Eigenkompositionen seiner neuen CD, die einen Liederzyklus mit Schlagern und Couplets rund um das Meer darstellen, als Sinnbild für Sehnsucht und Aufbruch. Veranstalter Känguruh Production bezeichnet die Mischung aus Melancholie und Ironie, tiefer Traurigkeit und unverschämter Lebenslust als ein bis heute unerreichtes Erbe der damaligen Kultur. Das Meininger Publikum verstand und gab besonders dort Beifall, wo diese Atmosphäre auch in den Ansagen des Meisters mitklang. Das war leider nicht allzu oft der Fall, gerade auch im Vergleich zu seinen großen Konzerten. Fast hatte es den Anschein, als müsse Max Raabe sich beeilen. Doch wahrscheinlich stand er mit den Mächten da oben im Bunde: gerade als er seine letzte Zugabe vor stehenden Ovationen über die Bühne gebracht hatte, ging ein großer Regen über Meiningen nieder. Die Musen wussten warum.
    Das Konzert fand übrigens im Rahmen der Meininger Kleinkunsttage statt, die sich noch bis 24.9.2011 auf Gäste freuen.
  • Bike-Week in Hildburghausen
    Die Henneberger Kreisstadt scheint langsam zum Mekka deutscher Motorradfreunde zu avancieren: Nach der Biker-Union e.V. jährlich am ersten Mai-Wochenende versucht sich nun ein zweiter Club mit einem Motorradtreffen auf der Langen Heide, einem ehemaligen NVA-Gelände am Rande der Kreisstadt.

    Wie das erste Treffen die Motorrad-Saison eröffnet, soll das letztere nun der krönende Abschluss des Biker-Jahres bilden. Das Programm über die drei Schönwetter-Tage des Wochenendes war mit jeweils zwei Live-Bands, Wettbewerben, Bike-Shows dazu Motorradausstatter und - händler bei beiden ähnlich. Die Veranstalter vom Motorradclub "Bad Seven" aus Hildburghausen und Coburg verstehen sich aber nicht als Konkurrenz zum traditionellen Frühjahrstreffen. So zeigten sie sich mit rund 500 aktiven Bikern zufrieden, wollen in den nächsten Jahren aber wesentlich mehr anlocken. Die Teilnehmer dieser ersten "Bike Week" seien vor allem aus der Region gekommen, erzählt "Ringo", alias Urgestein Herbert Müller, Präsident des Motorcycle-Clubs Franconia. Und so war es nicht verwunderlich, dass auch die ersten drei Plätze für den Wettbewerb der schönsten Motorräder nach Kronach, Weitramsdorf und Hildburghausen gingen.

  • Flugplatz Suhl-Goldlauter
    Das Amerikanische Wochenende kann als Mischung aus US-Auto-Treffen und Flugplatzfest bezeichnet werden und war dem 40. Jahrestag des Erstfluges in Suhl gewidmet. Trotzdem waren nicht nur die Technikfreaks gekommen. Veranstalter Jürgen Dietz zählte täglich über 6.000 Besucher, darunter viele Familien mit ihren Kindern. Es war auch für jeden etwas dabei. Dem Motto entsprechend zeigte der US-Car-Club Kassel 143 amerikanische Oldtimer und Youngster, frisiert und getunt. Dazu kam alles, was hierzulande mit dem american Way of Life in Verbindung gebracht wird: Hamburger, Country-Musik, Armwrestling, Sexy-Car-Wash, Auto-Corso und so weiter. Auch der Flugsportclub Suhl bot sein Bestes: Flugshows, Modellflugzeuge, Rettungshubschrauber, Segelflugzeuge etc. Die Organisatoren versicherten, dass das 2. sicher nicht das letzte Event dieser Art in Goldlauter war.

  • Historische Landtechnik im Kloster Veßra
    Erster Spatenstich zur Erweiterung der musealen Ausstellungsfläche: Im Hennebergischen Museum trafen sich Förderer, Partner und Bauleute zum Baubeginn neuer Geräte-Hallen und einer Erlebnisscheune für Kinder. Bis 2012 sollen 1,24 Millionen Euro in der zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gehörenden Anlage verbaut werden. Das Geld teilen sich EU, Landesregierung, Landkreis, Stiftung und Museum. Agrarstaatssekretär Roland Richwien und Landrat Thomas Müller Hoben mit einem Bagger den ersten Boden aus.

    Das Freilichtmuseum ist sonst eher wegen seiner imposanten Klosterruine und den umgesetzten Bauernhäusern aus ganz Südthüringen bekannt. Im Mittelpunkt der agrargeschichtlichen Schau stehen schon jetzt alte Traktoren, Pflüge aus vergangener Zeit und Dreschmaschinen, wie sie die Landwirtschaft im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Aber für die ganz großen Brummer, wie sie besonders auf den zusammengelegten Flächen der DDR-Genossenschaften Verwendung fanden, wie Mähdrescher und Kartoffelerntemaschinen, war bisher kein Platz. Viele Exponate stehen noch in umliegenden Lagerhallen und Werkstätten rum. Das soll jetzt anders werden. Im Stil historischer Feldscheunen werden Ausstellungshallen entstehen, in denen die alte Technik sogar in Aktion gezeigt werden soll. In einer Spielscheune mit Abenteuergarantie will der Nachwuchs für die Landwirtschaft begeistert werden.
  • Traktorentreffen in Lengfeld
    Freunde an historischer Landtechnik in Südthüringen ungebrochen: Aus Nah und Fern waren die Bulldog- und Schlepperfreunde nach Lengfeld gereist, denn das Treffen dort hat nicht nur Tradition und ist eines der größten südlich des Rennsteigs, es kann auch mit seiner familiären Atmosphäre kaum getoppt werden.

    Wir sind auf dem Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr in der kleinen 530-Seelen-Gemeinde bei Themar. Höhepunkt des Festes ist das 7. Traktorentreffen am Platz. Bereits um 10 Uhr rücken die schweren Landmaschinen auf dem Sportplatz ein. Aus allen gängigen Zeiten sind Vertreter dabei, über einhundert, einer schöner, als der andere, der älteste stammt von 1932. Ihre Besitzer und Fahrer werden begrüßt und Schilder mit den technischen Details angefertigt. Dann gibt es Mittag, auch für die Bewohner des Dorfes, die nach und nach zusammen strömen. Ab 13 Uhr reihen sich die Fahrzeuge auf und begeben sich auf eine Rundfahrt durch Lengfeld. Das Hallo vor vielen Häusern ist groß. Zurück auf dem Spielfeld bekommt jeder Treckerführer ein kleines Geschenk und es beginnen ausgeklügelte Wettbewerbe. Sie sollen Zugkraft der Traktoren und Geschicklichkeit der Fahrer unter Beweis stellen. Die Preise aber sind nur symbolisch, denn dabei sein ist alles. Vehement wehren sich die Schrauber aber gegen das „Große-Jungen-Image“. Nicht nur die Landwirte hier in der Region haben allesamt Traktoren, auch die, die früher nebenbei ihre Felder bewirtschaftet haben. Den Agrarier haben die meisten inzwischen aufgegeben, aber von ihrem besten Stück - konnten sich die wenigsten trennen.
  • Mittelalterfest auf der Bertholdsburg
  • Mutzmuseum Kraftsdorf
    Bei anhaltend miesen Wetter zählt nur der Museumsbesuch: Nahe dem Hermsdorfer Autobahnkreuz, scheint ein besonders humorvolles Völkchen zu leben: Dort hat man einem Fabelwesen ein Museum voller irrationaler Exponate gewidmet und ein Führer erzählt mit stoischem Ernst von der eierlegenden Wollmilchsau. Diese werde Mutz genannt und sei Lieferant des berühmten regionalen Bratens gleichen Namens. Das Tier sähe aus, wie es heißt, sei sehr scheu und stamme ursprünglich aus dem Altenburger Land. Als dieser Landstrich bei einer Gebietsreform in den 50er Jahren Sachsen zugeschlagen wurde, seien die schlauen Tiere alle ins Thüringer Holzland geflohen. Da wären sie, trotz einer erneuten Land-Umverteilung, bis heute geblieben. Die einheimischen Jäger hätten bald erkannt, dass die von Raubtieren und Göttern verfolgte Kreatur vom Aussterben bedroht sei. Sie gründeten deshalb den Verein der freien Mutzfänger Thüringens, der in 12 Ortsgruppen etwa 220 Mitglieder besitzt. Ihre wesentliche Aufgabe sei Hege und Pflege der einzigarten Schöpfung, wie es heißt. Probieren kann man das Fleisch – wen wundert es – gleich in der Gaststätte nebenan.
    Wer denkt, so etwas kann nur Thüringern passieren, der kennt noch nicht den fränkischen Rasselbock und den bayrischen Wolperdinger.
  • Neuer Gemeindebackofen in Steinbach
    Das Geheimnis der langlebigen Traditionen im Thüringer Wald: Die Jungen werden systematisch von den Alten eingewiesen.
    Selber Brot backen kann heute jeder, aber keiner bekommt den Geschmack so hin, wie zu Urgroßmutters Zeiten.

    Der wichtigste Unterschied aber: Zuerst wird Feuer gemacht, dann – bei der richtigen Temperatur - der Ofen gereinigt und mit der Resthitze im gleichen Raum Brot oder Kuchen gebacken. Das ist eine Wissenschaft für sich und die Steinbacher nutzten die Einweihung ihres neuen Gemeinschaftsofens, um den Nachwuchs einzuarbeiten. Der ist natürlich auch schon erwachsen, denn ein Backofen braucht jahrzehntelange Erfahrung. Das wissen besonders Gisela Machold (76) und Hildegard Sittig (91), die für das Backen verantwortlich sind. Dutzende runde Brote und große Blechkuchen haben die jungen Frauen aus der Gemeinde für sie vorbereitet.
    Als deren Duft sich über das Tal unterhalb des Rennsteiges legt, strömt das ganze Dorf zusammen, um zu feiern. Und das wiederum ist der zweite wichtige Unterschied beim Selber-Bäcker-Spielen. Hier wird die Gemeinschaft gepflegt.
    Früher wurde in den Backhäusern der Dörfer täglich Brot hergestellt, immer durch eine andere Familie, die für die anderen mitgebacken haben. Heute wird der Alltag von früher als Fest zelebriert.
  • Naturbad Stützerbach
    Simply the best: Ferienlager wie früher: Die Idee ist einfach und hat sich bewährt: Kinder interessieren sich nicht für Schickimicki, Knigge und wohlbehütete Ordnung. Dafür brauchen sie Gleichaltrige um sich, Natur, Bewegung und Alternatives zum Schulalltag. Denn der hat sie bald wieder.

    Keine Angst: Fahnenapell wäre das letzte hier. Aber sonst hat Andreas Kaiser im Naturbad Stützerbach das System der DDR-Kinderferienlager zum Prinzip erhoben. Schlichte Unterkunft, mitten im Busch, alle Altersstufen, jede Gewichtsklasse, Jungen und Mädchen, die auch noch vieles selber machen müssen. Soziale Kompetenz wird so ohne Zeigefinger entwickelt. Dazu kommt ein Rundum- Programm mit Sport und Spiel. Wettschwimmen, Surfen, Wandern, Schießübungen, Tauchen, Nachtwanderung, Ausflüge, Pizzabacken, Lagerfeuer u.s.w. Den Sportlehrer aus Oberhof hat schon immer gestört, wenn Kids in ihrer Freizeit nur vor dem Computer rumhängen. Gemeinsam mit ein paar Jugendlichen aus Südthüringen betreut er die Kinder rund um die Uhr und die haben sichtlich Spaß dabei (Siehe Video).
    Für diesen Sommer was dies das letzte Camp. Aber Andreas Kaiser bietet so etwas auch für den Winter an: Das Eisnasencamp an der Skiarena Silbersattel.
  • 40. Adlersbergfest
    Auf einem der bekanntesten Berge des Thüringer Waldes wird gefeiert: Er ragt weder aus der Landschaft, noch fanden hier irgendwelche bedeutenden Ereignisse statt und - man kommt auch nicht mit dem Auto ran. Trotzdem zählt der Adlersberg mit seinen 850 Metern zu den meist besuchten Erhebungen in Südthüringen.

    Die Wege hinauf vom Stutenhaus oder von der Wegscheide erinnerten an Pilgerstraßen, denn zum traditionellen Bergfest kamen die Leute in Scharen. Heinz Kaul, seit 8 Jahren Vorsitzender des Adlersbergvereins, hatte trotzdem mit mehr Besuchern gerechnet. Aber die Meteorologen hatten Regen angekündigt und so die Wanderer verschreckt. Es schien aber fast durchgehend die Sonne und die Aufwendungen des Vereins und des Hüttenwirtes mit Zelten, Blasmusik und Verkaufsständen waren nicht umsonst. Fast jeder Gast bestieg einmal den Aussichtsturm, der einen grandiosen Ausblick über das Henneberger Land gewährt. Er gehört zu den ältesten im Mittelgebirge und war vor 120 Jahren noch in Holz für den Brandschutz gebaut wurden.
    Übrigens: die nächste Veranstaltung auf dem Adlersberg soll das Bergsingen mit der Singakademie Suhl werden und dann heißt es wieder den Ganzen Winter auf die Pfingsthütte warten.
  • Spielzeugfestival Sonneberg
    Spielzeugstadt will ihr Image mit einem Kinderfest stärken: Den Kindern war es egal, wer hier mit was seinen Ruf stärken wollte. Sie hatten eine Menge Spaß. Der kleine aber feine Stadtpark im Herzen der Kreisstadt hatte sich am vergangenen Wochenende in ein Kinderparadies verwandelt. Hunderte Kids jeden Alters probierten die vielen Spiel-Ideen aus, die vom Sonneberger Verein „Deutsche Spielzeugstraße“ organisiert worden waren. Da gab es einen Zuckertütenbaum, Ritterzelte, Puppenbühne, Kinderliedermacher, überdimensionale Plüschtiere, Modellbootsrennen und vieles mehr. Phantasievolle Dekorationen und passend gekleidete Animateure ermöglichten den Kids die unterschiedlichsten Zeitreisen. Im Park des ältesten Deutschen Spielzeugmuseums beispielsweise gab es einen Tag bei den Indianern. Der Vereinsvorsitzenden, Dorothea Beck, kam es vor allem darauf an, mehr als die Standard-Unterhaltung bei ähnlichen Veranstaltungen aufzubieten. Sie und ihr Team hatte dabei alle Unterstützung durch die Sonneberger Stadtverwaltung, deren Bürgermeisterin, Sibylle Abel, sogar stellvertretende Vorsitzende des Vereins ist. Aber auch die Spielzeughersteller der Stadt zogen mit und gestalteten die Spielideen im Stadtpark aus. Für die Erwachsenen schloss sich an das Kinderfestival das so genannte Moonligth-Shopping an, ein als mexikanische Nacht gestalteter Sommerschlussverkauf in der Innenstadt. So hatten alle was davon und das Fest soll im nächsten Jahr wiederholt werden.
  • „Jedermann“ begeisterte Jedermann
    Winfried Glatzeder beendet Gastrolle in Meiningen: Am vergangenen Wochenende fanden die letzten Vorstellungen von Hofmannsthals berühmtestem Theaterstück auf der Freilichtbühne im Englischen Garten statt. Glatzeder, bekannt besonders aus dem DEFA-Film „Paul und Paula“, hatte Regie geführt und die Hauptrolle gespielt.

    8 mal, den ganzen Juli durch, war das alegorische Spiel vom Sterben eines reichen Mannes zu sehen gewesen. Obwohl das nasskalte Wetter den Aufführungen arg zugesetzt hatte, lobten Kritiker Inszenierung, Darsteller und das Open-Air-Theater überschwänglich. Der Regen passte aber zu diesem an die spätmittelalterlichen Mysterienspiele angelehnten Bühnenstück. Glatzeder schien mit verlaufener Schminke zu Höchstform aufzulaufen. Er hatte im vergangenen Jahr bei den Jedermann-Festspielen im Berliner Dom den Hauptdarsteller gegeben und war mit diesen Erfahrungen nun nach Meiningen gerufen worden.
    100 Jahre hat das Spektakel bereits auf dem Buckel. Hugo von Hofmannsthal hatte es 1911 im Berliner Zirkus Schumann unter der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt. Seit 1920 wird es jedes Jahr neu bei den Salzburger Festspielen inszeniert.
    Der Intendant des Meininger Theaters, Ansgar Haag, will mit den aufwendigen Freiluft-Aufführungen im Park hinter dem Theater einen Ersatz für seit 2 Jahren laufende Rekonstruktion des Großen Hauses schaffen.
    Winfried Glatzeder hat mit seinen 66 Jahren in über 100 Theaterstücken und Filmen mitgespielt. Im Interview (Siehe Dtoday-Video) bekannte der große Mime, dass er keine Kariere-Planung betreibt. In seinem Alter und bei seinem Zigarettenkonsum müsse man für jeden weiteren Tag dankbar sein.

  • Altstadtfest in Hildburghausen
    Ein Gespräch mit dem Werbering der Kreisstadt.
  • Country-Festival am Bergsee Ratscher
    Das Gespräch mit einer Musikerin zwischen 2 Konzertauftrtten .
  • Personalmanagement im öffentlichen Dienst
    Der private Jobmarkt boomt, aber in den Rathäusern hält man sich weiter mit Stellenangeboten zurück. Warum?
  • Schmiedefeuer am Rennsteig
    Am Bahnhof Rennsteig bei Schmiedefeld fand schon zum 6. Mal das traditionelle Schmiedefeuer statt. Neben den Einblicken in verschiedene Schmiede- und Glaskünste konnten die Besucher auch an den Sonderfahrten mit den historischen Zügen des Vereins " Dampfbahnfreunde mittlerer Rennsteig" teilnehmen.
  • Ministerpräsidentin in Zella-Mehlis
    Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht ist in Thüringen auf Sommertour unterwegs. Der Schwerpunkt ist in diesem Sommer auf Energie gesetzt. Am 18. Juli, hat sie ein innovatives regionales Stromnetz in Zella-Mehlis in Betrieb genommen. Das Facharztzentrum am Lerchenberg wird zu 90 % mit selbst hergestelltem Strom versorgt. Eine Photovoltaikanlage und ein Blockheizkraftwerk liefern die Energie, die auch automatisch gespeichert wird - je nachdem, wieviel Strom gerade benötigt wird.
  • Trabi-Treffen
    Trabifreunde aus ganz Deutschland trafen sich am ersten Juliwochenende auf dem Flugplatz in Suhl-Goldlauter zum 5. Trabant und IFA Treffen. Über 170 Oldtimer nahmen an der Veranstaltung teil, vom kleinen Zweirad aus Suhler Produktion bis zum großen russischen Militär-LKW.
  • Alte Meister en miniature
    Im Otto Ludwig Museum in Eisfeld kann man noch bis zum 30. Oktober die Ausstellung "Alte Meister en miniature - Thüringer Porzellanplattenmalerei" besichtigen. Museumsleiter Heiko Haine gibt einen kleinen Einblick in die ausergewöhnliche Sammlung der Werke.
  • Kletterwald Hohenfelden
    Abenteuer und Action nahe dem bekannten Ausflugsstausee: Das Areal rund um den Stausee mausert sich mehr und mehr zum Multi- Freizeitparadies. Neben Badecenter, Campingplatz, Freiluftmuseum und Wildgehege wird auch die hierzulande noch seltene Sportart „Baumklettern“ bedient. Genau das Richtige bei dem anhaltend wechselhafte Wetter.

    Von Baum zu Baum wie Tarzan schwingen – dass kann hier jeder, sogar Kinder, Senioren und behinderte Menschen! Es gibt 5 Erlebnis-Routen mit bis zu 23 Kletterelementen: Kletterseile, Rettungsleitern, Hängebrücken, Baumpodeste und vieles mehr. Alle Elemente sind so an den Bäumen befestigt, dass diese nicht beschädigt werden und weiter wachsen können. Von Spaß bis Risiko steigert sich jeweils der Schwierigkeitsgrad. Versierte Trainer weisen die Teilnehmer in die recht umfangreiche Sicherheitstechnik ein, denn bei bis zu 15 Meter Höhe darf nichts passieren. Höchste Konzentration und körperliche Fitness sind also gefragt. Wer den schwierigsten, aber beliebtesten Parcours bewältigen will, muss vorher sogar seine Qualifizierung nachweisen. Sandalen sind eben so wenig zu empfehlen wie Nobelgarderobe.
    In der Sommersaison ist der Kletterwald von 9.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. Gruppen über 10 Personen sollten sich vorher anmelden. Das gleiche gilt am Wochenende oder in den Ferien. Online-Reservierung und Buchung sind möglich. Erwachsene müssen 15,50 Euro berappen, Kinder ab 6 Jahre 9,50. Sie dürfen übrigens bis 8 Jahre nur in Begleitung von Erwachsenen einsteigen.
  • Künstlerhof Roter Ochse in Schleusingen
    Kulturbetrieb in Gefahr: Seit 10 Jahren tummeln sich in dem restaurierten mittelalterlichen Gasthof junge Künstler, finden Konzerte und Ausstellungen statt. Der kleine aber feine Veranstaltungsort in der südthüringischen Provinz geht auf eine private Initiative zurück. Die Kunstmäzene, Roswitha und Klaus D. Niemann aus Roxheim bei Bad Kreuznach wollen damit ihren Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung leisten. Ein Kuratorium der Stadtprominenz überwacht das Ganze und ein ehrenamtlicher Vorstand organisiert Kultur, schreibt Stipendien aus, gewährt Unterkunft und Atelier für Künstler. Nun droht dem Kulturbetrieb das Aus.

    Das Konzert mit dem Donati Swing Ensemble hat es wieder gezeigt: Hier herrscht ein anderer Kulturbetrieb, ein familiärer. Da werden die meisten Gäste noch mit Handschlag vom Veranstalter begrüßt, da gibt es Hausgemachtes am Buffet, da speist man mit den Künstlern zu Abend und einige ehemalige Stipendiaten kommen auch zu Besuch. Die Musik der Sinti und Roma aber verströmt manchmal eine gewisse Traurigkeit, die die Atmosphäre derzeit im Roten Ochsen beschreibt. Denn der Vorstand kann die Arbeit nebenberuflich nicht ausreichend bewältigen und den Stiftern werden die langen Fahrten aus Rheinland-Pfalz mit der Zeit zu viel. Zudem fühlen sie sich auch immer weniger von den Stadtoberen und vom Kuratorium unterstützt und gewürdigt werde die selbstlose Arbeit schon gar nicht. Die kulturell Verantwortlichen in Schleusingen geben sich ratlos und verweisen auf den eigensinnigen Charakter des Mäzens. Öffentlich äußern mochte sich keine der beiden Seiten hier. So verlieren sich die Probleme in Kleinlichkeiten, der Streit erscheint zumindest subjektiv, eine Lösung kommt nicht in Sicht. Leidtragende dürften natürlich die Kulturinteressierten im Henneberger Land sein, denen ein Veranstaltungsort der anderen Art verloren gehen könnte.
  • Irish Folk und Jazz auf der Bertholdsburg
    Open Air Wochenende in Schleusingen: Anlässlich der inzwischen traditionellen Konzertreihe in der alten Residenzstadt spielten am Wochenende die Gruppe Dizzy Spell (Schwindelanfall) und tags darauf die Sonneberger Jazzoptimisten.

    Das Ambiente hätte nicht besser sein können: Ein mittelalterliches Gemäuer, traditionelle Musik von der grünen Insel, eine laue Sommernacht und natürlich gepflegtes Guinness-Bier. Die Anziehungskraft der jährlichen Veranstaltungen im Schlosshof der Schleusestadt ist ungebrochen. Etwa 280 Besucher lauschten am Freitag den keltisch inspirierten Klängen und gaben sich dem eigenwilligen Rhythmus hin. Die Musiker aus Berlin, Halle und Leipzig boten eine Weltreise von Irland quer durch die englischsprachigen Länder bis nach Australien. Auch das Konzert am Samstag mit den Musikern aus der Nachbarschaft begeisterte ein breites Publikum.
  • Waldwerkstatt am Grünen Band
    Kinder erleben Natur und Geschichte: Ein Schülerprojekt des Fridericianums führt Gymnasiasten unterschiedlichen Alters regelmäßig an den ehemaligen Todesstreifen,
    wo sie campen und Waldarbeiten durchführen.
    Seit 10 Jahren bereits helfen sie so, die
    Grenzanlagen in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln. 3 Tage lang befreien sie die Wege von Wildwuchs und verhindern, dass die Monokultur Fichte wieder die Oberhand gewinnt. Dabei werden sie von ihren Lehrern, Eltern, der Forstverwaltung Leutenberg und dem Landschulheim in Lauenstein unterstützt. Das
    Zeltlager der 12 bis 13jährigen direkt am ehemaligen Kolonnenweg ist ohne Strom- oder Wasseranschluss. Holz hacken, Feuer machen, Kochen - alles machen die Kids selbständig. Zeitzeugen aus der Umgebung erzählen ihnen, warum es hier früher eine undurchlässige Grenze gab und wie die aussah. Ihr Staunen, Lachen, Erfahren und Zupacken fließt in ein bewusst gestaltetes Gesamterlebnis ein.
  • Rekommunalisierung
    Vor Jahren wurden viele Stadtwerke unter dem Gesichtspunkt Effektivität und zusätzliches Kapital deutschlandweit privatisiert. Dabei haben sich nicht immer die Erwartungen erfüllt. Nun scheint ein entgegengesetzter Trand die Kommunalpolitik zu bestimmen. Auf dem Petersberg bei Königswinter diskutierten Experten dieses Phänomen.
  • Stadtfest in Schleusingen
    Der traditionelle Festumzug und die Talente-Show waren die Höhepunkte des diesjährigen Festes.
  • Gartenfest in Kloster Veßra
    Vor der Kulisse des Freilichtmuseums fand am 12. Juni 2011 eine Verkaufsmesse rund um Haus und Garten statt.
  • Indianercamp in Rieth
    Kinder erleben Brauchtum amerikanischer Ureinwohner: Echte Indianer, Tipis und Tänze zur Trommel wurden während einer Projektwoche der Schulen und Kindergärten am Naturerlebnispfad im südlichsten Zipfel Thüringens angeboten. Es erschien wie eine Zeitreise: das einsame verwilderte Tal am Rande von Rieth mit den vielen Zelten, indianischen Alltagsgegenständen, einem Lagerfeuer, Ponys und Beschwörungsutensilien. Dutzende Kinder - die Hauptakteure - folgten den Erklärungen ihres Häuptlings Mario Tränkler über Begrüßungsrituale, Marterpfahl und Friedenspfeife. Seit 27 Jahren zieht der Sauerländer durch die Bundesrepublik und zeigt Kindern und Jugendlichen, wie "seinen roten Brüder" wirklich gelebt haben. Die Winnetou-Jünger können reiten, tanzen, kochen und sogar schlafen wie im Wilden Westen. Das ist besonders bei Großstadtkindern beliebt. Mario Tränkler wird meist von indianischen Freunden begleitet, Nachfahren der amerikanischen Urbevölkerung. Er hofft in 2 Jahren ein Dauer- Indianerlager in Geraberg eröffnen zu können.
  • Radwegekirche in Häselrieth
    Zum ersten Tag der Radwegekirchen der evangelsichen Kirche in Mitteldeutschland wurde prompt das 1. entsprechende Gotteshaus am Werratal-Radweg geweiht.
  • Preisvergabe in Geisa
    Der Point Alpha Preis 2011 ging an den ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Felipe González. Großer Bahnhof also in der kleinen südthüringischen Stadt.
  • Regionaltierschau in Rieth
    Gleichzeitig feierte das Agrarunternehmen Wirsching 20 jahriges Bestehen.
  • 6. Hoffest in Milz
    20 Jahre Agrargenossenschaft Milz: Trotz mehrerer Regenschauer herrschte am Sonntag durchgehend Besucherandrang auf dem großflächigen Gelände des südthüringer Agrarbetriebes.

    "So sind wir Bauern: Erst jammern wir über die lange Trockenheit und nun wünschen wir uns wieder die Sonne herbei", sagte Albert Seifert, von Anfang an Vorstandsvorsitzender der landwirtschaftlichen Genossenschaft. Er sei aber zuversichtlich, dass der Schaden des regenarmen Frühjahrs jetzt größtenteils kompensiert werde. So konnten die Milzer auch sorgenfrei feiern. Mit Blasmusik der Dorfkapelle, Hausmannskost, Aufführungen von Karnevalsverein, Feuerwehr und Kindergarten, mit Schleppertreff, Spiel und Bastelstraßen, Kutsch- und Traktorenfahrten gestalteten viele Einwohner das Hoffest mit. Wer wollte, konnte seine Heimat aus einem Hubschrauber von oben anschauen. Größtes Interesse aber galt den Stallungen und der Technik, denn der Betrieb hatte sich aus der hiesigen LPG 1990 nach dem Ende der DDR entwickelt. Viele Milzer sind Mitarbeiter, Gesellschafter oder Verpächter und wollten nun sehen, wie sich ihre Genossenschaft entwickelt hat. Es sei zwar kein leichter Weg gewesen, so der Agrar-Chef, aber letztlich erfolgreich. Damals waren 188 Leute beschäftigt, heute sind es noch 28. Die Produktivität sei teilweise um das Vierfache gestiegen. Mit der Biogasanlage gehörte man 2001 sogar zu den Vorreitern in Thüringen.
  • Metall-Ausbildung in Eisfeld
    Fünf Millionen Euro für die Fachleute von morgen:
    Offiziell war das Gebäude für die neue Lehrwerkstatt ja schon im April eingeweiht worden. Damals glich es aber noch einer Baustelle. Seit dem hat sich eine Menge getan. Die Besucher gestern beim Tag der offenen Tür staunten nicht schlecht über die moderen Maschinen und Hightech-Geräte.
    40 Lehrlinge aus mehreren Betrieben der Region werden derzeit hier in den unterschiedlichsten Metallberufen ausgebildet. Die vom Hildburghäuser Bildungszentrum betriebene Einrichtung will aus ganz Thüringen, aber auch aus dem benachbarten Bayern Lehrlinge anwerben und die Kapazität in den nächsten Jahren auf 80 Ausbildungsplätze anheben. Man sah den Eisfelder Jugendlichen die Freude am Beruf in den großzügigen Hallen deutlich an: CNC-Automaten reihenweise, elektronische Meßcomputer, CAD/CAM-Systeme, 3D-Drucker. Die fünf Millionen scheinen gut angelgt worden zu sein. 80 % förderte das Land, den Rest haben das HBZ und Metallunternehmen aus der Region gemeinsam aufgebracht. Denn dort wurden die Zeichen der zeit erkannt. Bei der negativen Entwicklung des Arbeitskräfteaufkommens dürften einfach keien Jugendlichen mehr in die Ballungsräume abwandern, so Kai Michaelis, der Chef der Hildburghäuser Bildungseinrichtung.
  • Kuhschwanzfest in Eisfeld
    Das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Volksfest hat wieder Tausende Besucher aus Nah und Fern angelockt. Und wer die Geschichte des merkwürdigen Namens kennt, weiß, dass nicht immer der das Nachsehen hat, der ausgelacht wird.
  • Waldgottesdienst im Glücksthal
    Förderung auch von kleinen Projekten im Thüringer Wald: Während des traditionellen Pfingstgottesdienstes im Wald am Rennsteig wurde ein Projekt des ansässigen Heimatvereins eröffnet. Es kündet vom gewachsenen Geschichtsbewusstsein der Menschen in ihrer Heimat. Denn der Waldgottesdienst soll jährlich an eine Siedlung erinnern, die hier 1736 von Glasmachern aus Lauscha errichtet wurde. Bald hatten sich in dem verlassenen Waldwinkel 24 Arbeiter und ihre Familien niedergelassen und 1781 bereits produzierte man Tafel- und Weinglas im Wert von 16.000 Talern. Doch der Wald, einst Grund für die Ansiedlung der Hütte, wurde den Siedlern zum Verhängnis. 1768 wurde das erste Mal über Holzmangel geklagt und 1831 mussten die Glasfabrikation ganz eingestellt werden. 20 Jahre später wurde sie geschleift. Nur die Kellergewölbe unter dem Waldboden, ein kleiner Friedhof und eben der Gottesdienst erinnern noch an jene Zeit. Der Heimatverein hat nun mit Geldern aus der Thüringer Leaderförderung die ganze Anlage renoviert.
  • Schwarzbiernacht in Suhl
    Große Party mit etwa 7.000 Besuchern: Am Pfingstsamstag feierten die Südthüringer und ihre Gäste rund um das Concress Centrum Suhl ein großes Kneipen- und Live-Musikfest. Fast schien das Areal zweckentfremdet – gilt die Herbert-Roth-Stadt doch sonst eher als Hochburg der ostdeutschen Volksmusik. Schon um 18.00 Uhr gab es ein Auftaktkonzert mit der britischen Rocklegende Electric Light Orchestra und dem BERLIN STRING ENSEMBLE. Anschließend strömten die Massen in 26 umliegende Kneipen, Hotels und sogar Museen. Dort spielten Bands aller Stilrichtungen: BEATCLUB LEIPZIG, THE GLITTERBAND, HARNSTEIN, SCHILDKRÖTE, ORIGINAL KÖSTRITZER JAZZBAND, THE WILDWOOD BOYS, CARIBIC TROPICAL, THE EUROPEAN DREAM BOYS, THE GLITTERBOYS u.v.a. So kamen – was sonst selten gelingt - Feierwütige jeden Alters auf ihre Kosten. Auf dem zentralen Platz der Deutschen Einheit gab es einen großen Rummel mit Bühne, Schaustellern, Köstritzer-Bierzelt und Bungeejumping. Die Veranstalter waren natürlich zufrieden, hatten sie doch genau den Nerv der Massen getroffen. Mancherorts wurde bis in die frühen Morgenstunden durchgetanzt.
  • Mittelalterfest auf der Heldburg
    Die fränkische Leuchte ist in aller Munde. Das liegt an den rührigen Hldburgern, die jetzt ihr geschichtsträchtiges Gemäuer sogar zum Deutschen Burgenmuseum ausbauen.
  • Landurlaub neu erfunden
    Neues Touristisches Projekt in Thüringen:
    Am Montag, den 6. Juni 2011 fand in der Farbglashütte Lauscha die Produkteinführung zum "Kreativen Landurlaub in Thüringen“ statt.
    122 Beherbergungsstätten und Kunsthandwerker haben sich für einen neue Form des Aktivurlaubes zusammengetan. Gäste von Landhotels, Gasthöfen, Ferienbauernhöfen und Ferienwohnungen können nun im Urlaub auch individuell betreute Kreativstunden buchen. Dazu wurde ein regelrechtes Netzwerk von der LEADER-RAG Hildburghausen-Sonneberg aufgebaut. Eingebunden sind mit der Wartburgregion, dem Henneberger Land, Gotha - Ilm-Kreis - Erfurt, Saalfeld-Rudolstadt und Saale Orla insgesamt acht Landkreise. Für alle Teilnehmer wurden hohe Standards vorgegeben, sowohl für Service, Unterkunft aber auch für das künstlerisch-handwerkliche Angebot. Kompetente Kurs- und WorkshopleiterInnen geben in Ateliers, Werkstätten oder Kreativräumen vor Ort nicht nur Einblick in ihre eigene Arbeit, sondern vermitteln ihre Kenntnisse auch an Laien und Fortgeschrittenen jeden Alters weiter. Vermarktet wird der Kreative Landurlaub von der LAG „Ferien auf dem Lande in Thüringen“ e.V. Kernstücke sind der Katalog (Auflage 25.000), der die Partner des Kreativen Landurlaubs mit ihren spezifischen Angeboten vorstellt und der zugehörige Internetauftritt: www.kreativer-landurlaub.de. Bundesweit wurden Anzeigen geschaltet, Messepräsentationen und entsprechende Pressearbeit in Print, Funk, TV durchgeführt. Jeder Produktpartner erhält ein Schild und einen Flyer mit dem Logo des Kreativen Landurlaubs zur Kennzeichnung seiner Unterkunft bzw. der Werkstatt. Außerdem gab es ein deutschlandweites Gewinnspiel, dessen Sieger zur Produkteinführung ausgelost wurde. Glücksfee spielte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz, persönlich. Die Geschäftsführerin der Farbglashütte Lauscha, Rita Worm, präsentierte eine glanzvolle Gala in ihrem Haus. Fragen beantworteten auch die Initiatoren des Projektes, wie der Vorsitzende der RAG Hildburhausen-Sonneberg, Albert Seifert, dessen Regionalmamager, Dr . Dietrich Pfleger, vom Landwirtschaftsamt Hildburghausen, Babett Krampitz, und die Macher der Werbeagentur Projekt M.
  • Landesparteitag der Thüringischen SPD
    Rote Politik im Congress Centrum Suhl:
    Unter dem Motto Gute Politik für Thüringen diskutierten am 28.Mai 2011 die Genossen des Landesverbandes Thüringen in der alten Arbeiterstadt südlich des Rennsteiges.
    256 Teilnehmer waren angereist, um ein zukunftsfähiges Programm aufzustellen. Das soll dann die wichtigsten Akzente in der schwarz-roten Regierungskoalition setzen, denn die SPD sieht sich als treibende politische Kraft im Land. Die SPD-Minister für Bildung, Christoph Matschie, und für Wirtschaft, Matthias Machnig berichteten, wie sie die „wichtigsten Felder der Landespolitik bereits umgesteuert“ haben und den Freistaat Schritt für Schritt „zum grünen Motor“ Deutschlands entwickeln wollen. Schwerpunkte der Diskussion waren so auch die Bildungs-, die Wirtschafts- und die Energiepolitik mit sicheren und gut bezahlten Jobs, zukunftsfähige Branchen und der soziale Zusammenhalt. Weitere konkrete Anträge forderten die Leiharbeit zu begrenzen, Gebührenfreiheit für Kitas zu schaffen, den Hochschulstandort Erfurt zu stärken, ein solidarisches Rentensystem zu entwickeln und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Im Mittelpunkt aller Maßnahmen aber stehe, so betonten mehrere Redner, die soziale und gesellschaftliche Teilhabe der Schwächeren.
  • 500 Jahre Georg Ernst von Henneberg
    Ein mittelalterlicher Graf wirkt bis in unsere Zeit: Mit vielfältigen Veranstaltungen würdigte Schleusingen den 500. Geburtstag des letzten Henneberger Grafen.

    Über ein halbes Jahrtausend drückten die fränkischen Grafen derer von Henneberg zwischen Rennsteig und Main, Coburg und Bad Salzungen dem Land und den Leuten ihren Stempel auf. Wirklich Bleibendes aber schuf erst der Letzte seines Geschlechts zwischen 1511 und 1583: Graf Georg Ernst führte die Reformation in Südthüringen ein und gründete das inzwischen drittälteste Gymnasium Deutschlands. Der aufgeschlossene Adlige prägte damit bis heute Kultur und Bildung in dem kleinen Städtchen südlich des Rennsteiges. Das feierten die Schleusinger nun eine Woche lang. Im Naturhistorisches Museum auf der Bertholdsburg, seiner ehemaligen Residenz, gab es eine Festveranstaltung, die Schleusinger Blätter widmeten ihm eine Sonderausgabe, das Gymnasium und seine Stiftung begannen eine Ahnengalerie mit herausragenden Absolventen und die Stadtverwaltung baut, wie der landesherrliche Stifter vormals, ein Internat für die auswärtigen Schüler der Bildungseinrichtung. Was kann sich ein mit Sendungsbewusstsein ausgestatteter Graf mehr wünschen? Wie sich Georg Ernst den damals „neuen Medien“ – den Büchern verpflichtet fühlte und eifrig in seiner Stadt drucken ließ, so eifert ihm das Hennebergische Gymnasium heute nach und kümmert sich um die audiovisuelle Medien. Der Graf verschuldete sich mit seinen Reformen aber derart, dass das Land nach seinem Tod ohne Nachkommen an Sachsen ging – samt Evangelium, Gymnasium und Bücher. Die Bürger heute wissen aber, wem sie das alles zu verdanken haben.
  • Kleinstadtklinik
    Nur wenige Kleinstädte in Deutschland können noch eine Klinik ihr Eigen nennen: Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Henneberg-Kliniken hatte die altehrwürdige Gesundheitseinrichtung zum Tag der offenen Tür geladen.
    Damit ist auch schon das Geheimnis seiner Existenz seit mehr als 100 Jahren gelüftet. Es schloss sich gleich nach der Wende mit starken Partnern und anderen Krankenhäusern zu einem lokalen Gesundheitskonzern zusammen. 2008 kam es dann zum Verbund der Henneberg- mit den regioMed-Kliniken, die auch Krankenhäuser in Bayern betreiben. So wurden Schritt für Schritt alle Einrichtungen auf den modernsten Stand gebracht. Die Schleusinger konnten ihr „Heimatkrankenhaus“, wie es von den Mitarbeitern bezeichnet wird, zum ersten Mal nach einer langen Sanierungsphase begutachten. 6 Millionen Euro sind in Rekonstruktion, ambulante OP-Stationen, Kurzzeitpflege und ein Versorgungszentrum geflossen. Etwa 2000 Patienten werden pro Jahr hier behandelt und mit 30 Stationsbetten und endoskopischen Operationen hat man sich besonders dem demografischen Wandel in der Provinz gestellt.
    Am kommenden Samstag, den 28. April, findet der Tag der offenen Tür im Partner-Krankenhaus Hildburghausen statt.
  • Jüdische Gäste in Themar
    Nach 70 Jahren: NS-Vergangenheitsbewältigung mit Namen und Hausnummer – Eine bewegende Woche ist zu Ende gegangen: Ehemalige jüdische Bürger und ihre Nachkommen waren aus vielen Ländern der Welt in die kleine Stadt an der Werra gekommen.

    „Man muss miteinander reden, um nicht zu vergessen“, sagte Paul Müller aus Dänemark, dessen Vater als Kind aus Themar fliehen musste. Das Treffen hatten die kanadische Historikerin Sharon Meen und der hiesige Bürgermeister, Hubert Böse, organisiert. Beide stehen seit Jahren in Kontakt, um alte Briefe und Dokumente vertriebener Juden zu übersetzen und zu überprüfen. Denn die Opfer des Hollokaust hängen mit einer unvorstellbaren Bindung noch an ihrer alten Heimat. So waren der Einladung dann auch 41 ehemalige Mitbürger, deren Kinder, Verwandte und Freunde gefolgt. Sie kamen aus Kanada, den USA, Israel, Palästina, Mexico, Dänemark und Norwegen. Ihre anfängliche Zurückhaltung wich angesichts der herzlichen Aufnahme schnell. Auf Empfängen, Zeremonien, Stadtrundgängen auch in Weimar und Erfurt, natürlich Buchenwald sowie Besuchen von jüdischen Friedhöfen in der Umgebung von Themar versuchten sie, die Vertreibung von damals zu verstehen. Die Wissenschaftlerin aus Vancouver, Dr. Sharon Meen, will in der Erinnerung eine Brücke zwischen den Nachkommen der Opfer und der Täter bauen, wie sie sagt. 240 jüdische Einwohner hatte es einmal in dem Werrastädtchen gegeben. Reichskristallnacht und die faschistischen Pogrome zwangen alle zu fliehen. Das Stadtoberhaupt, Hubert Böse, bezeichnete den Wahnsinn von damals als „durch nichts zu rechtfertigende Verbrechen“. Er wünscht sich, dass aus den persönlichen Begegnungen bleibende Freundschaften entstehen.
  • Bundesfilmfestival in Bad Liebenstein
    Das Kurtheater in Bad Liebenstein war vom 13.-15. Mai Austragungsort des Bundesfilmfestivals Dokumentarfilm. Die besten nichtkommerziellen Kurfilme aus ganz Deutschland wurden gezeigt und anschließend von einer Fachjury bewertet und prämiert.
  • 39. GutsMuths-Rennsteiglauf
    Größte Crosslauf Europas fand in Thüringen statt: Der Lauf über den Höhenkamm des Thüringer Waldes zog am Wochenende wieder über 50.000 Laufbegeisterte an die Strecke. Insgesamt waren in diesem Jahr 14.335 Läufer, Nordic Walker und Wanderer aus 35 Nationen angetreten.
    Auch der obligatorische Regenschauer beim großen Zieleinlauf in Schmiedefeld konnte die überschäumende Stimmung nicht dämpfen. Beim Marathon über 43,5 km waren zum Start in Neuhaus am Rennweg mit knapp 6.000 Meldungen die meisten Teilnehmer gekommen. Die Standartstrecke wurde durchweg von Thüringer Läufern dominiert. Bei den Männern siegte wie im vergangenen Jahr Alexander Fritsch vom Sportverein Lok Arnstadt. Er war 2 Stunden, 34 Minuten und 54 Sekunden unterwegs. Nichts für schlaffe Waden! Anja Jacob vom VSC Klingenthal, die bereits 2009 auf dieser Strecke gewonnen hatte, lief mit sensationellen 11 Minuten Vorsprung durch den elektronischen Zieleinlauf.
    Beim Supermarathon, der mit 72,7 km über 2.000 Starter von Eisenach nach Schmiedefeld führte, gaben internationale Teilnehmer den Ton an. Der Sieg ging sowohl bei den Herren als auch bei den Damen an die Österreicher Carola Bendl-Tschiedel und Klemens Huemer. Der Brite Matthew Lynas wurde Zweiter. Beim Halbmarathon, der sogenannten Kurzstrecke mit ebenfalls 6.000 Teilnehmern auf 21,1 km und Start in Oberhof, belegte der Äthiopier Rashe Buggaa den 3. Platz.
    Doch jeder Teilnehmer fühlte sich letztendlich als Sieger. Das als Volkslauf bereits in den 70iger Jahren gegründete Sportereignis hatte schon damals in der DDR Kultstatus. Seither sorgen jährlich über 1500 Helfer aus 30 Sportvereinen entlang der Strecke - trotz des Massencharakters - für optimale Bedingungen. GutsMuths, der Mitbegründer der Laufbewegung in Deutschland, an den die Veranstaltung erinnern soll, hätte sich solch eine Begeisterung sicher nicht vorstellen können.
  • Hardys Reisebüro
    Wer bei Landfunk 9 als Sponsor auftritt, bekommt auch einen Werbefilm. Den hier haben Schüler vom Gymnasium Schleusingen produziert.
  • Südthüringen - Land der Ideen
    Zweite Runde einer cleveren Förderinitiative: Unter dem Motto: „Dörfer in Aktion“ wurden jetzt erneut innovative Gemeinschaftsprojekte in kleinen Kommunen mit jeweils 3000,- Euro gefördert. Der Veranstaltungsort in der Brauerei Dingsleben war bewusst gewählt. Von hier aus sind schon einige dieser Projekte finanziell unterstütz worden.
    Im Gegensatz zu den früheren Auszeichnungsveranstaltungen nahm die Jury der regionalen Arbeitsgemeinschaften LEADER keine Abstufungen der Ideen mehr vor. Alle Vorhaben wurden gleichrangig behandelt. Im Bereich Hildburghausen/Sonneberg übergab Knut Rommel, vom Landesentwicklungsamt in Meiningen, die Zuschüsse an folgende Vereine: Um Naturerlebnisse im Mittelgebirge auch behinderten Menschen erlebbar zu machen, schaffte der Naturpark Thüringer Wald so genannte E-Biks an. Der Fotoclub Themar/ Hildburghausen will mit dem Geld einen Bilder-Wettbewerb für Kinder ausloben und der Verein „Themar trifft Europa“ e.V. wird einen Rastplatz für Fahrradfahrer gestalten. Die christliche Gemeinde von Häselrith hat vor, aus ihrer St. Wigbert-Kirche die erste durchgängig geöffnete Radwegkirche am Werratalradweg zu machen. Eine neue Kulisse für das beliebte Kindertheater baut das Naturtheater Steinbach/ Langenbach und der Verein „Ländliche Traditionen“ aus Sonneberg schafft 2 neue Trachten für seine jugendlichen Mitglieder an. Die Vielschichtigkeit der geförderten Maßnahmen dabei hat durchaus System. Viele Initiativen auf dem Land würden an wenigen fehlenden Euro scheitern, sagt der hiesige AG-Vorsitzende Albert Seifert. Hier konnte die Fördermaßnahme „Dörfer in Aktion“ schon oft Abhilfe schaffen. Deshalb soll sie auch weiter geführt werden.
  • Historisches Schlachtengetümmel
    Thüringen mit großer Besetzung bei den Befreiungskriegen von 1813 im sächsischen Groitzsch. Wenn auch historisch nicht vollständig korrekt, trat dabei Jerome Bonabarte – der kleine Bruder des großen französischen Kaisers in Aktion. Er wurde von Laurent Carriere dargestellt, der – als echter Franzose - in Erfurt ein Bistro führt.

    Dabei wurde die Zeit vor 200 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes lebendig. In geschichtlich genau nachempfundenen Kostümen, Requisiten und Schlachtordnungen gingen die mehr als hundert Hobby-Soldaten in sich exakt abgrenzenden Landes-Formationen aufeinander los: Kanonenböller, Platzpatronen, Befehlstöne, Angst- und Wutgeschrei und natürlich ganz viel Rauch. Einem verwundeten Soldaten wurde auf dem Schlachtfeld sogar ein Bein amputiert. Auch Napoleon persönlich gab sich die Ehre. Die wenigen Dutzend Zuschauer waren begeistert. Hintergrund, so der Vorsitzende des historischen Freundeskreises Uwe Freudenthal, war die Schlacht bei Großgörschen, wo Napoleon nach seinem Sieg über Pegau und Groitzsch nach Borna weiterzog. Das Biwak hier unterhalb der Wiprechtsburg, das sich übrigens als ältestes Gemäuer Sachsens präsentiert, soll an die Befreiungskriege von damals erinnern. Im Vordergrund heute stünden aber geschichtliche Authentizität, Kameradschaft der Teilnehmer und eine Menge Spaß. Unser Thüringer Franzose zeigte sich seinem Vorbild würdig. Jerome Bonabarte war von seinem Bruder als König von Westphalen eingesetzt worden. Er ging in die Geschichte als „Bruder Lustik“ ein, da er mehr von Wein und Frauen, als von Krieg und Regierung verstand. Laurent Carriere aus Erfurt beobachtete die Schlacht also von weitem und – er war in weiblicher Begleitung da.
  • Traktorentreffen in Hinternah
    Historische Landtechnik will gepflegt sein: Saisoneröffnung feierten die Mitglieder des Schlepper- und Schrauberfreunde-Vereins Henneberger Land, Südthüringen e.V. Sie trafen sich zum 4. Mal in Hinternah bei Schleusingen zum so genannten Anglühen. Das ist bei alten Motoren durchaus wörtlich zu nehmen, denn die Trecker und Bulldozener, die da noch in den Scheunen der kleinen Dörfer herumstehen, brauchen viel Wärme und vor allem jede Menge Liebe. Das alles scheint auch reichlich vorhanden, denn es kamen nicht nur Traktoren aus den Nachbargemeinden angetuckert, sondern auch aus Tschirn im Landkreis Kronach, Wachenbrunn bei Themar, aus Waldau und Lengfeld. Was manchem vielleicht als Technik- Schrulle vorkommt, hat einen wichtigen Hintergrund: Den 30 Vereinsmitgliedern geht es nicht nur um den Erhalt historischer Landtechnik, sie wollen besonders Kindern die technische Entwicklung in der Landwirtschaft vermitteln. Dazu gab es Vorführungen und Ausfahrten auf den nostalgischen Gefährten. Da das Weitergeben von Liebe aber meist nicht reicht, spendierte Vereinsvorsitzender Roland Kleinschmidt auch noch einen Scheck für den Kindergarten und dessen diesjähriges Sommerfest.
  • Oldtimerrallye durch Südthüringen
    Leons-Club Schleusingen aktiv: Zum 10. Mal bereits trafen sich zum Muttertag in der Kleinstadt an der Schleuse die Freunde alter Automobile.
    Der Austragungstag sei aber eher ein Zufall, betonten die Veranstalter des ortsansässigen Lions-Clubs. Das Image als Männer-Domäne wurde trotzdem reichlich gepflegt. Den 42 angetretenen Fahrzeugen auf dem Marktplatz war die Liebe und Hingabe ihrer Besitzer deutlich anzusehen.
    Getreu dem Leons-Motto: „We serve“ sollen die Startgelder einem wohltätigen Zweck zu Gute kommen. In diesem Jahr wird der Bau eines neuen Spielplatzes der Behindertenschule in Rappelsdorf unterstützt.
    Auch die Resonanz unter den Zuschauern machte Glauben, dass südlich des Rennsteiges viele Technik-Freaks zu Hause sind. Fein säuberlich waren da Schmuckstücke aus 100 Jahren Fahrzeugbau aufgereiht. Diesjährige Überschrift: Scheunenfunde – also vergessene Fahrzeuge die manchmal Jahrzehnte auf ihre Wiederbelebung gewartet haben. Darunter fanden sich auch zwei alte Feuerwehren, die wieder funktionsfähig gemacht wurden. Das Rennen ging bei strahlendem Sonnenschein 56 km durch die idyllischen Dörfer am Rande des Thüringer Waldes. Natürlich stand nicht wirklich die Geschwindigkeit im Vordergrund. Dabei sein war alles. Trotzdem gab es Sonderprüfungen, Fahrzeugbewertungen und richtige Pokale am Ziel – wieder auf dem Markt in Schleusingen.
  • Ostermarsch auf die Schaumburg
    Demo gegen 380-KV-Leitung durch den Thüringer Wald: Mehr als 500 Menschen demonstrierten am Ostermontag in einem Sternenmarsch gegen die Hochspannungstrasse durch ihre Heimat.

    Seit 5 Jahren agiert die Bürgerbewegung „Vorsicht Hochspannung“ gegen den Ausbau des Stromnetzes von Thüringen nach Bayern. Hintergrund ist die jetzt per Gesetz festgeschriebene Übertragung der Energie aus den großen Windkraftanlagen an der Ostsee in die bayrischen Wirtschaftszentren. Das Raumordungsverfahren dafür wurde nun abgeschlossen und jeder Bürger kann einsehen, wo die großen Strommasten und Umspannwerke stehen werden. Dabei wird auch deutlich, dass keine unterirdische Querung des Rennsteigkammes geplant ist. So waren natürlich besonders viele Einwohner aus den anliegenden Kommunen gekommen. Als Hauptmotivation nannten sie die Beeinträchtigung der Natur und befürchtete Einbußen beim Tourismus. Auch an der Domäne Schaumburg, einer Pension unterhalb der gleichnamigen Ruine, soll die Trasse vorbeiführen. Hier fand die Abschlusskundgebung statt. Die Demonstranten waren nicht nur aus Thüringen und dem benachbarten Bayern gekommen, sie setzten sich auch aus Vertretern aller Regierungs- und Oppositionsparteien zusammen. Ausdrücklich wollte man nicht als Verhinderer verstanden werden. Zur herkömmlichen Stromübertragung fordern sie aber Alternativen wie Gleichstromleitungen, neue Speichermedien, Leitungsmonitoring und eine dezentrale Struktur der Stromerzeugung generell.
  • Schloss Kromsdorf
    Unmittelbar nordöstlich an die Klassikerstadt Weimar grenzt ein Kleinod, das deren künstlerischen Geist quasi in die Natur zu tragen scheint.

    Insidern ist das Schloss mit seinem Park und der einmaligen Sammlung von Steinbüsten in der Umfassungsmauer natürlich bekannt. Ritter der Pedale schätzen die Gastlichkeit der Wirtsstube im Schloss am malerischen Ilmtal-Radweg. Freunde des Rebensaftes genießen den Expertenrat an der Weinstraße nahe Schloss Tiefurt. Kunstliebhaber hingegen schätzen das Freizeitangebot auf Schloss Kromsdorf. Konzerte, Ausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen – alles präsentiert in einer kleinen Gemeinde, ohne sich von dem prallen kulturellen Angebot Weimars beeindrucken zu lassen.
    Seit Ostern 2011 hat sich auch ein neuer Künstler angesiedelt: Gernot Ehrsam aus Kaltennordheim in der Rhön, Bildhauer in Holz, Stein und Metall. Er gab sein Debüt mit einer Ausstellung und einer Tanz-Performance in der Schlosskapelle.
    Gaststättenchef Thomas Teschner verspricht in nächster Zeit ein umfangreiches kulturelles Angebot: Pfingsten schon präsentiert sich das hier ansässige kreative Kinderhaus, am 29. Mai findet eine Vernissage mit dem Maler Rainer Pagel statt, Juni, Juli wird es eine Lederausstellung mit Gabriele Trillhaase geben, im Mai ein Kunsthandwerkermarkt und nicht zu vergessen sind die regelmäßigen Konzerte des ebenfalls hier beheimateten Volkschores.

  • Osterfeuer
    Das Dörfchen Gethles im Kleinen Thüringer Wald ist für seine Traditionsliebe bekannt. Nicht nur die eigenen jahrhundertealten Bräuche werden gepflegt, man nimmt auch gerne neue, aus weit entfernten Gegenden auf.
    Wie allerorts üblich werden die Feuer am Samstag vor Ostern auf weithin sichtbaren Hügeln oder Bergen entzündet. Als Volkssitte ist das Osterfeuer seit 1559 bezeugt, geht aber angeblich auf vorchristliche Rituale bis in die Bronzezeit zurück. Die betreffenden Orte liegen verstreut in ganz Europa, manchmal an so genannten Brandopferplätzen. Im kleinen Gethles ist zwar nie ein Mensch verbrannt worden, aber ein schöner Brauch ist allemal wert, gemeinsam zu feiern. Um aber das Fest auch einzigartig zu machen, erscheint während des Feuers ein verkleideter Osterhase und verteilt Süßigkeiten an die Kinder. Und das alles bei vorabendlich schönstem Frühlingswetter.
    Der Brauch diente ja vermutlich auch dazu, den Winter zu vertreiben, zu verbrennen. Der Schein des Feuers – so eine Legende - hätte eine reinigende Wirkung, die die keimende Saat vor bösen Geistern schützen könne. Die Feuer galten ja auch als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte, wobei die Asche auf die Felder verteilt wurde. Später übernahmen die Christen diesen Brauch. In der katholischen Kirche wird ein kleines Feuer entfacht, das Osterfeuer. Nachdem sich die Gemeinde versammelt hat, entzündet der Priester die Osterkerze, die als Licht in die dunkle Kirche getragen wird. Die brennende Kerze versinnbildlicht dabei Christus als Licht der Welt. Wie einst das Volk Israel der Feuersäule durch die Wüste folgte, so folgen die Gläubigen Jesus Christus auf dem Weg vom Tod zum Leben.
    Die Bewohner von Gethles sind meist evangelisch und eine Kirche haben sie auch nicht im Dorf. Letztlich geht es ja aber nur um ein gelebtes Gemeinwesen.

  • Brauereifest Schwarzbach
    Älteste Brauerei des Thüringer Waldes: Christine Lieberknecht weihte am 16. April 2011 in dem kleinen südthüringischen Dorf eine neue Logistikhalle mit Photovoltaikanlage ein.

    Die Schlossbrauerei führt ihre Tradition bis um 1400 zurück, als Wirtshaus und Bierherstellung in Schwarzbach das erste Mal erwähnt werden. Der Familienbetrieb unter der Geschäftsleitung von Christel und Oliver Nowak setzt auf altthüringische Braukunst, moderne Verarbeitungstechnik und nachhaltiges Wirtschaften. Dazu zählen auch Investitionen in regenerative Energien. Zum Tag der offenen Tür waren so alle Einwohner des Dorfes und die Würdenträger aus Politik und Wirtschaft des Landkreises Hildburghausen eingeladen. Sie konnten dabei auch hinter die Kulissen einer alten aber mit zukunftsweisender Technologie ausgestatteten Bierherstellung schauen. Die Ministerpräsidentin bezeichnete die hier angetroffene Verbindung von Tradition und Innovation als beispielgebend für den ganzen Freistaat.
  • Jakobsweg Teil 2
    Zwei Gymnasiasten pilgern 800 km durch Nordspanien. Immer dabei: ihre Kamera.
  • Jakobsweg Teil 1
    Zwei Gymnasiasten pilgern 800 km durch Nordspanien. Immer dabei: ihre Kamera.
  • Tierpark Suhl
    Frühlingszeit im Tierpark Suhl. Neben zahlreichen europäischen Haus - und Wildtieren, auf die sich der Tierpark spezialisiert hat, werden entlang des Parks auch interessante und wissenswerte Fragen rund um die einheimische Tierwelt beantwortet. Ein Bericht von Michael Jahn und Rennsteig-TV.
  • Zwerbelschnitzen
    Der NDR war zu Besuch im Landkreis Hildburghausen. Für die Sendung "Landpartie" wurde in Heubach im Gasthof "Am Schafberg" eine alte Tradition praktiziert, es wurden Zwerbel geschnitzt? Was ist das? Dies und viele andere Fragen rund ums Thema beantwortet dieser Bericht von Michael Jahn.
  • Ausbau des deutschen Stromnetzes
    Landfunk 9 konnte an einer Beratung in Bonn teilnehmen, in der Politik und Stromkonzerne über die Zwänge beim Netzausbau diskutierten. Immerhin war der Protest vieler Menschen im Thüringer Wald gegen die 380 KV-Leitung bis zu ihnen gedrungen. Aber: dort erhielten diese Probleme auch eine gesamtstaatliche und globale Dimension...
  • Osterbrunnen
    Widersprüche um österliches Brauchtum: Die einen glauben an heidnische Rituale, die anderen an christliche Tradition und die Nächsten wiederum an ganz praktische Zwänge in den alten Dörfern.
  • Osterscheune
    Der Frühling kommt: Das Land erwärmt sich zunehmend und allerorts feiern die Menschen die Wiederkehr des Lichts. Während die aus Franken nach der Wende übernommene Bräuche wie Osterbrunnen, Osterfeuer oder Osterrad sich in Südthüringen bereits vielerorts etabliert haben, entwickelte sich in Hellingen ein besonderer Kult.
    Hier gestaltet ein Mann seine Scheune jedes Jahr in ein österliches Disneyland um. Alles was an christlicher und heidnischer Tradition rund um das Osterfest aufgeboten werden kann, findet sich hier wieder: Osterhasen in tausende Geschichten verstrickt, bemalte Eier ohne Ende, Blumenschmuck und Frühlingsgestecke. Der Clou: Alles ist in Bewegung oder macht Musik. Der ehemalige Elektriker Ernst Langert benutzt dazu alte Waschmaschinenmotoren, Batterieantriebe, Seilzüge und Gestänge. Tausende Besucher kommen teilweise von weit her in seine Osterscheune, manchmal sogar mit Bussen und jedes Jahr werden es mehr. Hier an der ehemaligen innerdeutschen Grenze hat sich ein regelrechtes Ost-West-Treffen zu Ostern entwickelt. Wer die leuchtenden Kinderaugen sieht und dazu die enorme Aufbau- und Tüftlerleistung des Technikfreaks in Rechnung stellt, dem bleiben Einschätzungen wie Kitsch oder Besessenheit im Halse stecken. Trotzdem, das zeigt unser Video, hat der Meister mindestens so viel Spaß wie seine Besucher.
  • Besuch aus China
    Wirtschaftliche Globalisierung ist keine Einbahnstraße. Nicht nur deutsche Unternehmen übernehmen in Fernost Betriebe und Einrichtungen. Auch die Chinesen haben die ersten Firmen hierzulande gekauft. Dass es dabei nicht nur um Abschöpfung des technischen Knowhows geht, zeigt ein beispiel aus Süddeutschland.
  • teevau-Ost trifft TV-West
    Die Schüler der Video-AG vom Hennebergischen Gymnasium in Schleusingen, die den Internetfernsehsender für Jugendliche teevau.de gestalten, waren zu Besuch im Gymnasium von Neustadt bei Coburg, wo richtiges Fernsehen gemacht wird.
  • Landesfinale Thüringen im Tischtennis
    Jugend trainiert für Olympia: Unter dem Slogan: „Einmal eine olympische Medaille gewinnen“ führt der Deutsche Tischtennisverband jährlich einen Wettbewerb unter allen interessierten Schulen durch. In Thüringen traten am 22. März 2011 in Fiedrichroda die Finalisten der Vorentscheide gegeneinander an. Die Jungen und Mädchen aus Schleiz Ilmenau, Ohrdruf und Schleusingen zeigten dabei einen Elan, der dem olympischen Geist würdig ist. In der Endrunde traten schließlich das Hennebergische Gymnasium Schleusingen gegen die Goetheschule Ilmenau an. Lange sah es nach einem Unentschieden aus. Nach einem 4 zu 4 konnte das 3. Doppel schließlich den Sieg in die Hochschulstadt an der Ilm holen. Damit hatte sich die Schulmannschaft ihren Platz im Bundesfinale vom 3. bis 7. Mai in Berlin erkämpft. Die unterlegenen Schleusinger zeugten ihren Rivalen Respekt (Siehe Video).
  • Landesfilmfestival Filmthuer 2011
    Beste Hobbyfilmer Thüringens ausgezeichnet: Am 18. Und 19. März 2011 kürte der Landesverband Thüringen vom Bund Deutscher Filmautoren im Volksbad Jena die besten Filmemacher aus dem Freistaat. Die Jury, bestehend aus erfahrenen und erfolgreichen Filmautoren, hatte es nicht leicht. Noch nie waren so viele Wettbewerbsbeiträge eingereicht worden. Von den 120 Einsendungen konnten nur 68 gezeigt werden. Die meisten davon stammen von jungen Leuten, viele sind sogar Erstlingswerke. In diesem Sinne war der Experimentalfilm natürlich besonders stark vertreten. Weitere Trophäen in Form einer kunstvollen Skulptur gab es in den Kategorien Jugend, Studenten, Kamera, Schnitt, Amateure und im Sonderthema „20 Jahre Deutsche Einheit“. Die Auszeichnungen wurden auf einer Gala am Samstag vergeben.
    Die „Goldene FILMthuer“ ging beim Amateurfilm an den Animationsstreifen „Gretel-Memorial“ von Friederike Bußejahn aus Weimar. In der Rubrik Studentenfilm erhielt Anna Linke mit „Arbeiter verlassen die Fabrik“ die begehrte Trophäe.
    Beim Jugendfilm wurde „Eine letzte Chance“ von Selon Fischer aus Erfurt ausgezeichnet.
    „Bester Film“ im Sonderthema „20 Jahre Deutsche Einheit, dazu die BDFA-Silbermedaille und den Pressepreis räumte „Das Staatsverbrechen“ von Peter Gallasch und VIDEOaktiv JENA e.V. ab.
    Die beiden Jenaer Patrick Gröschel und Sebastian Ernst wurden in den Kategorien Amateurfilm und Studentenfilm für ihre Filme "Kippe weg" und "Der Widerling" mit einem ersten, einem zweiten und einem Sonderpreis bedacht.
    Nach Südthüringen holten, wie im vergangenen Jahr, Michael Jahn und Lucas Görlach Medaillen. Sie errangen Bronze für ihre Filme „Kopfwende“ und „Flut“.
    Besonders interessante Streifen auf dem Landesfilmfestival werden außerdem zu den Ausscheiden auf Bundesebene delegiert. Im Rahmenprogramm des Festivals gab es diesmal auch Workshops für junge Einsteiger und Lehrer.

  • Neueröffnung Sport- und Gesundheitszentrum in Schleusingen
    Erfolgreiche Zusammenarbeit von Fitness und Medizin: Das Sportstudio „Fit by Schmidt“ ist in ein neues großes und modernes Domizil umgezogen. Die erfolgreiche Entwicklung hat einen besonderen Hintergrund: Die Trainer arbeiten seit einigen Jahren beim Rehabilitationssport für Herz- und Kreislaufpatienten, bei der Wirbelsäulengymnastik etc. direkt mit Fachärzten zusammen.
    So werden beispielsweise in der Herzsportgruppe unter medizinischer Aufsicht und mit speziellen Geräten besondere Übungen veranstaltet, die das Kreislaufsystem der Teilnehmer nachweislich und kontrolliert stabilisieren. Auch in den anderen Übungsbereichen des Sport- und Gesundheitszentrums dominiert fachliche Betreuung mit extra geschulten Trainern vor geschäftlicher Fitness. Ärzte oder Krankenkassen können ihre Patienten direkt in das Sportstudio überweisen. Natürlich gibt es auf den 1.400 Quadratmetern auch die Standartangebote mit Sanarium, Kletterwand, Solarium, Roll- und Bandmassagen. Die Inhaber, Katrin und Heiko Schmidt, haben etwa eine halbe Million Euro investiert. Für die Neueröffnung war der aufwendige Umbau eines ehemaligen Supermarktes notwendig.
  • Städtepartnerschaft
    Schleusingen und Plettenberg in Österreich verbindet eine lange Freundschaft. Anläßlich des 20.Jahrestages dieses Bündnisses war Joachim Gauck zu Besuch.
  • Puppenspieler
    Ein Besuch bei Kolja Liebscher, Puppenspieler und Schattenanimateur aus Schleusingen.
  • Nachwuchskünstler
    Seit Jahren kümmern sich Marianne Ditschuneit und ihr Mann um die bildnerische Erziehung von Schülern - auch über ihr Lehrer-Dasein hinaus.
  • Der Landkreis auf der Grünen Woche
    Ein Zusammenschnitt der Filme über den Auftritt des Landkreises Hildburghausen auf der weltgrößten Landwirtschaftsmesse in Berlin.
  • Kreativer Konfirmandentag
    70 evangelische Jugendliche des Kirchenkreises Hildburghausen-Eisfeld kamen zum traditionellen Treffen in Vorbereitung ihrer Konfirmation. Wem dabei das große Gähnen ankommt, irrt: Es ging nämlich ziemlich turbulent und kreativ zur Sache. Neben Gebet und Gesang gestalteten die Schüler aus dem Stehgreif kleine Theaterstücke zum Thema ein "Netzwerk für den Frieden". Wider mancher Erwartung entsprach das Motto durchaus der Erfahrungswelt der Kids: Schlägerei auf dem Schulhof, Selbstmord einer Mitschülerin, Anpöbeln ausländischer Jugendlicher. Wie man sich hier dagegenstellen und engagieren kann, zeigten sie mit erstaunlicher Klarheit.
    Die 6 entstandenen Szenen wurden von der Jugendgruppe des Medienzentrums Henneberger Land auf Video gebannt. Sie sollen auf der Friedenswoche im bayrischen Meeder Mitte August gezeigt werden.
    Die evangelischen Würdenträger Südthüringens zeigten mit dieser Veranstaltung, wie die Kirche ohne großen Aufwand und wenig Geld für Jugendliche attraktiv gemacht werden kann.
  • Drachenkampf und Marktgeschei
    Ein Film über das Mittelalter vom Roland Wotzniak
  • Die Gründungssage von Schleusingen Teil 2
    Die Nixe im Stadtwappen hat nichts mit der wirklichen Geschichte der alten Residenz zu tun. Die romantische Verklärung der "Slusia" mit Reh, gräflicher Jagd und bösem Zauberer hört sich aber gut an.
  • Die Gründungssage von Schleusingen Teil 1
    Die Nixe im Stadtwappen hat nichts mit der wirklichen Geschichte der alten Residenz zu tun. Die romantische Verklärung der "Slusia" mit Reh, gräflicher Jagd und bösem Zauberer hört sich aber gut an.
  • Opeltreffen in Schleusingen
    Wer denkt, Opel sei etwas für Opas, der soll sich mal die getunen Maschinen und die riesige Fangemeinde hier anschauen.
  • vital.sinnfonie in Lauscha
    Thüringen isst zauberhaft: Eine exklusive Veranstaltung in der Farbglashütte zeigt, dass es im Thüringer Wald nicht nur traditionell zugehen muss.
  • Künstlerhof
    Im Roten Ochsen zu Schleusingen fördert ein Kunstmäzen junge Künstler und Kultur für eine kleine Stadt.
  • Motocross in Marisfeld
    Noah Albertus ist einer der jüngsten Teilnehmer am regionalen Motorradrennen im freien Gelände - aber auch einer der Mutigsten.
  • Der GutsMuths-Rennsteiglauf Teil 2
    Das größte Crossrennen Europas bietet viele Distanzen, Altersklassen und unterschiedliche Disziplinen.
  • Der GutsMuths-Rennsteiglauf Teil 1
    Das größte Crossrennen Europas bietet viele Distanzen, Altersklassen und unterschiedliche Disziplinen.
  • Freunde der Bertholdsburg
    Das große Residenzschloss der Grafen von Henneberg in Schleusingen braucht finanzielle und geistige Förderung, um erhalten zu werden.
  • Hochwasser im Werratal
    Anfang 2011 verursachte die Schneeschmelze bei starkem Dauwetter in Südthüringen manchen überfluteten Keller.
  • Altendambacher Dorffest
    Gründe zu feiern gibt es viele...
  • E 10
    Der neue Kraftstoff in aller Munde - nun in Gottes Namen auch bei uns: Ein Beitrag von Michael Jahn und Rennsteig-TV.
  • Biathlon für Jedermann
    Das Schullandheim in Heubach ist für seine Ideen bekannt, aus wenig - ganz viel zu machen...
  • Zwei Grenzer Teil 1
    An der ehemaligen innerdeutschen Grenze standen sich Leute gleicher Nation gegenüber. Notfalls hätten sie auch aufeinander geschossen. Das hat die friedliche Revolution in der einstigen DDR verhindert. Nun können sich die Feinde von damals die Hand reichen. In dem Dreiteiler hier beschreiben ein Grenzer Ost und ein Grenzer West Aufbau, Betrieb und Abriß der Grenzanlagen.
  • Zwei Grenzer Teil 2
    An der ehemaligen innerdeutschen Grenze standen sich Leute gleicher Nation gegenüber. Notfalls hätten sie auch aufeinander geschossen. Das hat die friedliche Revolution in der einstigen DDR verhindert. Nun können sich die Feinde von damals die Hand reichen. In dem Dreiteiler hier beschreiben ein Grenzer Ost und ein Grenzer West Aufbau, Betrieb und Abriß der Grenzanlagen.
  • Zwei Grenzer Teil 3
    An der ehemaligen innerdeutschen Grenze standen sich Leute gleicher Nation gegenüber. Notfalls hätten sie auch aufeinander geschossen. Das hat die friedliche Revolution in der einstigen DDR verhindert. Nun können sich die Feinde von damals die Hand reichen. In dem Dreiteiler hier beschreiben ein Grenzer Ost und ein Grenzer West Aufbau, Betrieb und Abriß der Grenzanlagen.
  • Vertreibung aus Streufdorf Teil 2
    Zeitzeugen berichten von den Säuberungen der DDR-Behörden während des Baus der innerdeutschen Grenzanlagen im Rodachtal.
  • Vertreibung aus Streufdorf Teil 1
    Zeitzeugen berichten von den Säuberungen der DDR-Behörden während des Baus der innerdeutschen Grenzanlagen im Rodachtal.
  • Werra per Rad Teil 2
    Die südlichen Ausläufer des Thüringer Waldes werden vom Werratal dominiert. Geschichtlich ist der Fluss sowieso Schicksalsband Südthüringens. Der seit einigen Jahren durchgehnde Radweg erschließt ein schönes Stückchen Deutschland. Teil 2: Von Breitungen nach Hann. Münden.
  • Werra per Rad Teil 1
    Die südlichen Ausläufer des Thüringer Waldes werden vom Werratal dominiert. Geschichtlich ist der Fluss sowieso Schicksalsband Südthüringens. Der seit einigen Jahren durchgehnde Radweg erschließt ein schönes Stückchen Deutschland. Teil 1: Von der Quelle bis nach Breitungen.
  • Festumzug in Gethles
    Zur 650-Jahr-Feier gingen fast alle Einwohner auf die Straße und gestalteten ihre bewegte Geschichte nach.
  • Ummerstadt feiert
    Die Kommune im südlichsten Zipfel Thüringens ist zwar eine der kleinsten Städte Deutschlands, aber mit seinem mittelalterlichen Charme bestimmt eine der Interessantesten. Das weiß nur keiner!
  • Das Tagebuch
    Mehrfach preisgekrönter Film eines 16jährigen über die Kriegserlebnisse seines Großvaters.
  • Schleusingen Teil 2
    Die Provinzstadt ist die älteste mittelalterliche Residenz in Thüringen. Dabei hatten die Henneberger Grafen mehr den fränkischen Raum im Blick. Zeitweise gehörten sie zu den ganz großen Fürsten im Deutschen Reich.
  • Schleusingen Teil 1
    Die Provinzstadt ist die älteste mittelalterliche Residenz in Thüringen. Dabei hatten die Henneberger Grafen mehr den fränkischen Raum im Blick. Zeitweise gehörten sie zu den ganz großen Fürsten im Deutschen Reich.
  • Der Schleusegrund Teil 2
    Ein Gemeindeverband - in einem der reizvollsten Ecken des Thüringer Waldes. Obwohl der Fremdenverkehr nach der Wende stark eingebrochen war, kommen jetzt wieder viele Touristen in die Region. Mit Waldbühne, Talsperre und Gewürzmuseum gibt es besondere Highlights.
  • Der Schleusegrund Teil 1
    Ein Gemeindeverband - in einem der reizvollsten Ecken des Thüringer Waldes. Obwohl der Fremdenverkehr nach der Wende stark eingebrochen war, kommen jetzt wieder viele Touristen in die Region. Mit Waldbühne, Talsperre und Gewürzmuseum gibt es besondere Highlights .
  • Thüringen Radrundfahrt
    Der 35. Internationale Wettbewerb vom Juni 2010 führte auch durch den Etappenort Masserberg, mit seinen steilen Anstiegen zum Rennsteig hin.
  • Neuer Kklang
    Die Orgel in der Evangelischen Kirche zu Schleusingen wurde mit viel privatem Engagement und technischem Aufwand restauriert.
  • Fränkische Mundart Teil 3
    Südlich des Thüringer Waldes spricht man fränkisch. Das nennt sich Bloat - platt gesprochen - und das können auch die jungen Leute.
  • Fränkische Mundart Teil 1
    Südlich des Thüringer Waldes spricht man fränkisch. Das nennt sich Bloat - platt gesprochen - und das können auch die jungen Leute.
  • Lebensart
    Ein Portrait von Marion Wuttke, einer Thüringer Künstlerin, die in Berlin lebt.
  • 650 Jahre Gethles 1
    Ein typisches südthüringer Dörfchen gestaltet zum Jubiläum lebendige Bilder seiner Geschichte.
  • 650 Jahre Gethles 2
    Ein typisches südthüringer Dörfchen gestaltet zum Jubiläum lebendige Bilder seiner Geschichte.
  • Bierfahrt nach Schleusingen 1
    Für den Film nachinszenierte Kommödie des finnischen Nationaldichters Alexis Kivi aus dem 19. jahrhundert in 4 Akten, gespielt von Schülern des Schleusinger Gymnasiums.
  • Bierfahrt nach Schleusingen 2
    Für den Film nachinszenierte Kommödie des finnischen Nationaldichters Alexis Kivi aus dem 19. jahrhundert in 4 Akten, gespielt von Schülern des Schleusinger Gymnasiums.
  • Tag der offenen Tür am Mediengimnasium
    Kindermedienland in Aktion: Das altehrwürdige Hennebergische Gymnasium Georg Ernst in Schleusingen warb am vergangenen Wochenende mit einer "Offenen Tür" um künftige Schüler. Besonderheit der Schule ist eine weit über den Lehrplan hinaus gehende Medienausbildung, die sogar einen eigenen Internetfernsehsender einschließt: www.teevau.de. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal will das wahrscheinlich drittälteste Gymnasium Deutschlands dem demokrafisch bedingten Schülerschwund entgegen steuern. Dazu fährt es Internetkabinette, vernetzte PC-Klassen, eine Video-Arbeitsgemeinschaft, eine Schülerzeitung und sogar ein Fernsehstudio auf. Durch speziell ausgebildete Fachlehrer, veränderte Lehrpläne, medienorientierte Leistungskurse, die Zusammenarbeit mit außerschulischen Fachleuten und der TU-Ilmenau können sich interessierte Schüler Zertifikate für die geplante akademische Ausbildung erarbeiten. Derzeit entsteht - in alter Gymnasialer Tradition - ein Internat, damit auch Kinder aus anderen Regionen ausgebildet werden können. Die Schule hinter dem Rennsteig hat die Signale aus der Landeshauptstadt Erfurt in Sachen Medienkinderland ernst genommen. Eine zusätzliche Unterstützung vom Kultusministerium aber - wie das zum Beispiel in Bayern funktioniert - blieb bisher aus. Alle Aktivitäten werden ehrenamtlich durch Schulleitung, einer Stiftung und den externen Partnern getragen.
  • Dörfer durch Musik verbinden
    In Südthüringen müssen sich die Leute etwas einfallen lassen, um große Kunst zu machen. Der Musiker Thomas Gütter, Leiter des Jugendorchesters Gleichamberg, nutzte einen wettbewerb der Regionalen Arbeitsgruppe LEADER Hildburghausen-Sonneberg, um die Musikanten der Region zu einem großen Orchester zusammenzuführen. Sein Konzept erhielt einen ersten Preis und genug Geld, um sogar noch einen berühmten Dirigenten zu verpflichten. Der Komponist Franz Watz aus dem Raum Stuttgart probte 2 Wochenenden mit den Musikanten aus Gleichamberg, Gompertshausen, Hohneroth, Breitenbach, Queienberg, Jüchsen, Steinsburg und aus dem Grabfeld. Dabei vereinte er Nachwuchsmusiker, gestandene kapellenmitglieder und Künstler mit unterschiedlichem Leistungsvermögen und Alter. Ziel war es dabei auch, junge Menschen für traditionelle Musik zu begeistern und das Inseldenken mancher Dorfmusikantren aufzuweichen.
    Am Stadttheater in Hildburghausen fand nun das Abschlusskonzert statt.
  • Kreativer Landurlaub
    Ein neues touristisches Angebot kommt aus Südthüringen. Babett Krampitz vom Landwirtschaftsamt in Hildburghausen war maßgeblich beteiligt.
  • Kopfwende Teil 2
    Der 20jährige Filmemacher, Michael Jahn, stellt
    Interviews aus der Wendezeit und heute - mit den gleichen Personen -
    gegenüber. Die Vorstellungen der Schleusinger Bürger von damals und jetzt ergeben für den jungen Mann interessante Einblicke zu Opportunismus und Erkenntnisfähigkeit in einem totalitärem System.
  • Kopfwende Teil 1
    Aus Anlass des 20. Jahrestages der
    Wiedervereinigung Deutschlands haben wir mit unserem Stipendiaten aus dem Künstlerhof Roter Ochse in Schleusingen einen Dokumentarfilm mit alten Videoaufnahmen aus jener Zeit produziert. Die gleichen Interviewpartner von damals haben wir heute noch einmal zu ihren Überzeugungen befragt.
  • Bauer Wirsching
    Das kleine Rith, im südlichsten Zipfel Thüringens, ist ein Musterbeispiel für traditionelles und modernes Landleben im Freistaat. Und niemand vertritt den Ort besser, als ein umtriebiger Landwirt von besonderem Format.
  • Pitztal Alpin
    So richtig lange Pisten bietet der Thüringer Wald nicht. Mit der Schneehöhe ist das auch so eine Sache. Also muss der skiwütige Einheimische in die Ferne schweifen...
  • Gesundheit im Betrieb
    Kümmern tun wir uns erst, wenn es zu spät ist. In Hessen, unserem Nachbarbundesland, fängt man früher an, sich um die Fitness am Arbeitsplatz zu kümmern.
  • Liftneubau im Thüringer Wald
    Skianlage zwischen Heubach und Schnett auch mit neuen Angeboten
    Masserberg. Mit einer offiziellen Feier und einer internationalen Snowboard-Show wurden die Neuerungen der zum Gemeindeverband Masserberg gehörenden Skianlage am Rennsteig eingeweiht.
    Die alte Liftanlage war vom TÜV im vergangenen Hebst stillgelegt worden. In einer Rekordzeit von 3 Monaten hatte das Ingenieurbüro Schweiger aus Sonthofen den neuen Doppelschlepper hochgezogen. Die Skiarea Heubach verfügt nun über einen Hightech-Skilift mit einer 10-mal höheren Beförderungskapazität gegenüber dem Vorjahr und dem ersten Kinderskiförderband im Freistaat.
    Gleichzeitig wurde die ganze Skianlage erneuert. Dazu hatte der private Betreiber auch Fördermittel vom Land Thüringen erhalten. Die Anlage bietet nun neben einer Ski- und Snowboardschule für Kinder und Erwachsene, den längsten Fun-Park im Freistaat, die modernste Beschneiungsanlage mit 6 Kanonen, neueste Pistenraupen und ein Schnee-Kinderland mit Skikarussell.
    Der lokale Veranstalter "Eiszeit Sportmanagement" will nun mit regelmäßigen Events und einem attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis gegen den schlechten Ruf der alpinen Freizeit-Skianlagen im Thüringer Wald ankämpfen.
  • Junioren WM im Rennrodeln
    Am 5. und 6. Februar 2011 - großes Sport-Event in Oberhof
    Auf der Rodelbahn im bekanntesten Wintersportzentrum des Thüringer Waldes trifft sich am Wochenende die Welt-Nachwuchs-Elite. 125 Jungathleten aus 18 Nationen kämpfen in den Kategorien Ein-, Doppelsitzer und Team. Wie es aussieht, spielt auch das Wetter mit. Das Training, das seit Donnerstag 9.00 Uhr läuft, verspricht spannende Wettkämpfe. Der Chef der Organisationskomitees, Uwe Theisinger, erwartet für die deutsche Mannschaft auf ihrer Hausbahn sehr gute Ergebnisse. Neben den Wettkämpfen wird zusätzlich ein Unterhaltungsprogramm für Kinder gestaltet. Die WM beginnt am Samstag um 9.00 Uhr und am Sonntag um 10.00 Uhr.
  • Abschluss für Thüringen auf der Grünen Woche
    Mehr Besucher, mehr Umsatz - das ist die Bilanz der diesjährigen internationalen Leitmesse für Agrar- und Ernährungswirtschaft

    Auch die Thüringer Messestände in Berlin profitierten von den Steigerungsraten. Insgesamt hatten sich 1.632 Aussteller aus 57 Ländern präsentiert. An den zehn Messetagen zählten die Veranstalter mehr als 415.000 Besucher. Das ist ein Plus von gut 15.000 gegenüber dem Vorjahr. Unter den Gästen waren den Angaben zufolge auch 100.000 Fachbesucher.
    Geschäftsabschlüsse wurden nicht genau beziffert. Rein statistisch habe jeder Messebesucher 86 Euro für Bestellungen ausgegeben. Dies führe zu einem Umsatzplus von 3 Millionen Euro auf 45 Millionen.
    Die Diskussion um den Dioxinskandal sei während der Exposition deutlich versachlicht worden. Der Thüringer Landwirtschaftsminister, Jürgen Reinholz, sagte am Rande der Messe, dass der Verbraucher mit dem Kauf von Bioprodukten solche Negativ-Schlagzeilen ausschließen könne, auch wenn diese teurer seien.
    Die Thüringer wurden in diesem Jahr vom Landkreis Hildburghausen vertreten. Landrat Thomas Müller lobte sowohl den Leitmessestand als auch die kulturelle Auftaktveranstaltung als maßstabgebend auch für andere Bundesländer.
  • Mallorca anders Teil 1
    Südthüringer auf einem abenteuerlichen Segeltörn im Mittelmeer.
  • Mallorca anders Teil 2
    Südthüringer auf einem abenteuerlichen Segeltörn im Mittelmeer.
  • Mallorca anders Teil 3
    Südthüringer auf einem abenteuerlichen Segeltörn im Mittelmeer.
  • Schweden ist anders
    Was hat das Königreich im Norden mit Thüringen zu schaffen?
  • Gethles Teil 3
    Die Geschichte des winzigen Dorfes am Südhang des Thüringer Waldes ist typisch für die Region. Brauchtum und Entwicklung könnten auch viele andere Orte rund um das Werratal beschreiben.

  • Gethles Teil 2
    Die Geschichte des winzigen Dorfes am Südhang des Thüringer Waldes ist typisch für die Region. Brauchtum und Entwicklung könnten auch viele andere Orte rund um das Werratal beschreiben.
  • Gethles Teil 1
    Die Geschichte des winzigen Dorfes am Südhang des Thüringer Waldes ist typisch für die Region. Brauchtum und Entwicklung könnten auch viele andere Orte rund um das Werratal beschreiben.
  • Thüringer Kinder- und Jugendsportpreis 2010 vergeben
    Landessportbund, Kultusministerium und AOK zeichneten vorbildliche Kooperation von Sportvereinen und Schulen aus

    Das Preisgeld in Höhe von 3.500,- Euro ging an 8 Projekte in ganz Thüringen und betraf alle nur denkbaren Sportarten und Schulformen. In allen Fällen geht es um effektive Nachwuchsförderung. Ein erster Preis ging an die Tchoukballer aus Urbich, die von der Grundschule und der Sportgruppe am Ort unterstützt werden.
    Die Initiatoren sehen die Aktion als beispielgebend für ganz Deutschland, weil nur durch eine ganzheitliche Sportausbildung Kinder und Jugendliche optimal gefördert werden können.
    Bereits über 1000 Thüringer Vereine haben eine entsprechende Zusammenarbeit mit Schulen vereinbart und ihr sportliches Angebot abgestimmt. Das sind fast ein Drittel aller Sportvereine im Freistaat.
    Auf der Veranstaltung im Sporthotel Oberhof wurde gleichzeitig der Landessportbund - Medienpreis, für hervorragende Öffentlichkeitsarbeit verliehen. Anschließend waren alle Teilnehmer eingeladen, den nebenan stattfindenden Weltcup im Rennrodeln zu besuchen.

  • Thüringen auf der Grünen Woche
    Messeauftakt für die Ländervertretung mit großem Aufwand und guter Resonanz

    Mit einem Besuch der Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und einem Bühnenprogramm begann für den Freistaat die große internationale Landwirtschaftsausstellung in Berlin. Dabei lobte die Landeschefin das professionelle Engagement der Messegestalter aus Südthüringen. Denn in diesem Jahr wird Thüringen vom Landkreis Hildburghausen vertreten. Er zeige überzeugend Vielfalt, Natürlichkeit und Qualität der Agrarprodukte aus Thüringen. Der Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz ging auch auf den aktuellen Dioxin-Skandal ein. Der Freistaat sei mit einem blauen Auge davongekommen. Das zeuge von der Verantwortung der Landwirte in der Region, aber auch von funktionierenden Kontrollmechanismen.
    Beide Regierungsvertreter eröffneten nach einem Messerundgang gemeinsam mit Thomas Müller, Landrat in Hildburghausen, das obligatorische Showprogramm in der Messehalle 21b. Hier präsentierten Volkskünstler originelles und traditionelles aus dem Süden des Thüringer Waldes: Rasante Spektakel mit der Perkussionsgruppe aus Hildburghausen, schwungvolle Orchestermusik von den Singertalern, deftiges Brauchtum mit den Hulleweibern aus Schnett, Hans im Glück und seine heimatverbundenen Volksmusik, aktionsreiche Tänze von Gardemädchen des Schleusinger Karnevalclubs, der Kirmesverein aus Gethles mit seiner wirkungsvollen Traditionspflege, das Medienzentrum mit einem Film über Rieth usw. Sie alle zeigten, dass sich Brauchtum und Moderne in Thüringen durchaus verbinden lassen.
    Die Messe kann noch bis zum 30. Januar 2011 besucht werden.
  • LEADER-Konferenz Südthüringen
    LEADER ist ein Förderprogramm der EU, die französische Abkürzung für Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und da tut sich südlich des Thüringer Waldes mehr, als man gemeinhin denkt.
  • Grenzmuseum Point Alpha
    Schüler besuchen den ehemals heißesten Punkt im Kalten Krieg
  • Die Niemanns
    Portrait einer Unternehmerfamilie aus Rheinland-Pfalz, die sich als Kulturmezän in Schleusingen einen Namen gemacht hat.
  • Altendambacher Dorffest
    Gründe zu feiern gibt es viele...
  • Tiefseefeeling
    Eine Rundgang durch das Meeresaquarium Zella-Mehlis
  • Downhill-Radrennen in Steinach
    Unter dem Motto "111 Meilen" findet jährlich im Sommer auf der Skiarena Silbersattel in Steinach ein gewagten Biker-Rennen statt.
  • Die Gaukler kommen
    Ein Kinderfilm über das Leben im Mittelalter
  • Alpenüberquerung Teil 2
    4 Schleusinger Gymnasiasten überqueren die Alpen mit dem Rad.
  • Alpenüberquerung Teil 1
    4 Schleusinger Gymnasiasten überqueren die Alpen mit dem Rad.
  • 380-KV-Leitung über den Thüringer Wald
    Durch den Naturpark Thüringer Wald will der Energiekonzern Vattenfall eine neue riesige Stromleitung bauen. Dagegen regt sich Bürgerprotest.
  • Städte und Gemeinden in der Schuldenfalle
    Wie kann eine Stadtkasse aufgebessert werden? Können kommunale Finanzen über Stadtwerke saniert werden?
  • Bischofrod feiert
    Bischofrod ist eine 187-Seelen-Gemeinde im Landkreis Hildburghausen und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Feldstein mit Sitz in Themar.
  • Mit der Dampflock durch den Thüringer Wald
    Ein alter Eisenbahner fährt - quasi als Abschiedsfahrt von seinem Beruf - mit der Dampflock, dem so genannten Rodelblitz, durch Südthüringen.
  • Provence Teil 2
    Wenn Südthüringer in den Urlaub fahren, suchen sie vor allem das, was sie zu Hause nicht haben: Sonne, Wasser und südländische Schönheiten.
  • Provence Teil 1
    Wenn Südthüringer in den Urlaub fahren, suchen sie vor allem das, was sie zu Hause nicht haben: Sonne, Wasser und südländische Schönheiten.
  • Schiller in Meiningen Teil 1
    Was gibt uns der Dichterfürst heute? Einer jungen Frau aus der Theaterstadt hat er Erfüllung, Arbeit und jede Menge Spaß gebracht.
  • Schiller in Meiningen Teil 2
    Was gibt uns der Dichterfürst heute? Einer jungen Frau aus der Theaterstadt hat er Erfüllung, Arbeit und jede Menge Spaß gebracht.
  • Kirmes in Dingsleben
    In dem kleinen Dorf unterhalb der Gleichberge gibt es nicht nur das berühmte Bier, sondern auch eine sehr lebendige Geschichte und eine noch agilere Gemeinschaft.
  • Herrschekloese
    Bei dem irreführenden Namen handelt es sich nicht um die Machansprüche fehlorientierter Kartoffelklöße, sondern um einen vorchristlichen Brauch, der heute noch in Gethles zelebriert wird.
  • Jazz im Roten Ochsen
    Der Künstlerhof in Schleusingen mauserte sich mit der Zeit zu einem Tempel des internationalen Jazz. Kein Wunder: Es ist die Lieblingsmusik des Hausherrn.
  • Keramikmarkt in Römhild
    Eine alte Tradition rund um die Töpferscheibe soll wiederbelebt werden.
  • Bau der Thüringer Wald Autobahn
    Wissen Sie noch, wie es bei uns "hinterm Wald " verkehrstechnisch zuging, ohne die A71/73? Dieses Video zeigt den Anfang der Arbeiten.
  • 425 Jahre Gymnasium Schleusingen
    Aus einem ehemaligen Kloster hervorgegangen, vom Henneberger Grafen Georg Ernst im Mittelalter gestiftet, gehört die Bildungseinrichtung zu den ältesten Gymnasien in Deutschland.
  • Lückenschluss A 73
    Lange hatte es gedauert. Nachdem die Autobahn von Erfurt nach Schweinfurt lange fertig war, musste die Strecke Richtung Coburg noch warten. Die Eröffnung dann aber zeigt ein Jahrhundertbauwerk!
  • Kirmes in Gethles
    Die Leute in Südthüringen lassen sich einiges einfallen, um die Jugend an das alte Brauchtum heranzuführen.
  • Leichenschau
    Die plastinierten Toten des Gunther von Hagens in seiner umstrittenen Austellung "Körperwelten" sind nicht jedermanns Sache.
  • Europatreffen
    Zur feierlichen Begegnung von Jugendlichen aus verschiedenen Europäischen Ländern ging im Schleusinger Gymnasium die Post ab.
  • Die Geschichte des Thüringer Waldes Teil 1
    Das Mittelgebirge war immer Grenze und Trennlinie von Völkern und politischen Gebilden. Erst Kelten und Germanen, dann Thüringer und Franken, später die Ludowinger und Henneberger Grafen. Selbst die innerdeutsche Grenze verlief südlich des Thüringer Waldes. Nie in der Historie wurde die Region einheitlich betrachtet. Das ist jetzt möglich.
    Mit Falkenstein, Schneekopf, Dreiherrenstein, Werra, Oberhof, Schleusingen, Weimar, Sünna, Keltenhotel, Gleichberge, Steinsburg, Eisenach, Drei Gleichen, Saale-Talsperre, Saalfeld, Arnstadt, Erfurt und Rohr.
  • Die Geschichte des Thüringer Waldes Teil 2
    Das Mittelgebirge war immer Grenze und Trennlinie von Völkern und politischen Gebilden. Erst Kelten und Germanen, dann Thüringer und Franken, später die Ludowinger und Henneberger Grafen. Selbst die innerdeutsche Grenze verlief südlich des Thüringer Waldes. Nie in der Historie wurde die Region einheitlich betrachtet. Das ist jetzt möglich. Mit Kloster Veßra, Inselsberg, Mühlburg, Burg Gleiche, Wachsenburg, Paulinzella, Henneburg, Wartburg, Burg Strauf, Veste Heldburg, Bertholdsburg, Schleusingen, Veste Coburg, Bad Salzungen, Ilmenau, Marienglashöhle, Hörsel, Blankenstein, Themar und Meiningen.
  • Die Geschichte des Thüringer Waldes Teil 3
    Das Mittelgebirge war immer Grenze und Trennlinie von Völkern und politischen Gebilden. Erst Kelten und Germanen, dann Thüringer und Franken, später die Ludowinger und Henneberger Grafen. Selbst die innerdeutsche Grenze verlief südlich des Thüringer Waldes. Nie in der Historie wurde die Region einheitlich betrachtet. Das ist jetzt möglich. Mit Breitenbach, Schmalkalden, Schleusingen, Gotha, Suhl, Brandenburg, Schwarzenburg, Weimar, Lauscha, Meiningen, Jena, Rudolstadt, Hildburghausen.
  • Die Geschichte des Thüringer Waldes Teil 4
    Das Mittelgebirge war immer Grenze und Trennlinie von Völkern und politischen Gebilden. Erst Kelten und Germanen, dann Thüringer und Franken, später die Ludowinger und Henneberger Grafen. Selbst die innerdeutsche Grenze verlief südlich des Thüringer Waldes. Nie in der Historie wurde die Region einheitlich betrachtet. Das ist jetzt möglich. Mit Sonneberg, Schleusingen, Kloster Veßra, Breitenbach, Saale-Talsperre, Bahnhof Rennsteig, Bahnhof Oberhof, Oberweißbacher Bergbahn, Point Alpha, Masserberg, Rennsteig, Heldburg.
  • Herbstfest im Kindergarten
    Jedes Jahr wieder: Die Jüngsten in Schleusingen wissen selbst der schmuddeligen Jahreszeit etwas abzugewinnen.
  • Hierbleiben oder Weggehen?
    Der mehrfach preisgekrönte Film vom ehemals Schleusinger Gymnasiasten Joseph Heß greift die Frage viele Jugendlicher auf, die gerne in ihrer Heimat leben und arbeiten möchten.
  • Draisinenfahrt
    Ein Freundeskreis aus Südthüringen während eines Ausfluges, der auf einem stillgelegten Bahngleis beginnt.
  • Grenz-Kunst
    Zur Einheitsfeier 2010 wurden an einem ehemaligen Grenzübergang zwischen Meiningen und der Rhön neue Kunstwerke aus Ost und West installiert.
  • Lebendige Geschichte in Hinternah
    Im Brandtsköppshaus haben Schüler des Hennebergischen Gymnasiums ein Ausstellung gestaltet. Die zeigt, was sich in der Gemeinde seit der Wende in Ostdeutschland alles verändert hat.
  • Rallye-Sieger Dobberkau
    Der Rennfahrer aus Südthüringen konnte damals, als er auf Porsche umstieg, nur hoffen, einmal die Deutsche Rallye-Serie (DRS) zu gewinnen. 2010 hat er es geschafft.
  • Schülerfreiwilligentag
    Im Landkreis Hildburghausen ist es schon zur Tradition geworden, dass Schüler an einem bestimmten Tag im Jahr freiwillig in gemeinnützigen Einrichtungen arbeiten. Der Film wurde gemeinsam mit Rennsteig-TV gestaltet.
  • Henneberger Geschichte Teil 1
    Die Festwoche zum 775jährigen Jubiläum Schleusingens spiegelt auch die Historie der alten Grafschaft wider.
  • Henneberger Geschichte Teil 2
    Die Festwoche zum 775jährigen Jubiläum Schleusingens spiegelt auch die Historie der alten Grafschaft wider.
  • Der übernächste Bundeskanzler
    Der kommt aus Südthüringen, ist doch klar! Zumindest für Johannes Marcus Ehrhardt aus Breitenbach! Der hat darüber sogar einen mehrfach preisgekrönten Film gemacht.
  • Mittelalter in Kühndorf
    Die Gegend um den Dolmar zieht seit Jahrtausenden die Menschen magisch an. Die Feste in Kühndorf ist die einzige erhaltene Johaniterburg in Deutschland. Entlang der Thüringer Burgenstraße befindet nur sie sich in privater Hand. Trotzdem ist das Gemäuer für Jedermann zugänglich und verströmt mengenweise von der alten Magie...
  • Kino in Masserberg
    Das kleine Dorf am Rennsteig kann sich großes Kino leisten, weil sich Film-Enthusiasten unter seinen Einwohnern finden.
  • Kleinster Weihnachtsmarkt
    Mit 7 Verkaufständen und vielleicht 100 Quadratmetern präsentierte sich am 2. Adventswochenende der Weihnachtsmarkt in Sankt Bernhard. Stimmung und Angebot aber übertrafen manch große Stadt. Die 275-Seelen-Gemeinde über dem Werratal bei Themar verfügt aber über ein beispielhaftes Vereinsleben. Das Zusammenwirken von Feuerwehr, Sportlern, Volkssolidarität, Frauen- und Keltenvereinverein, Kirmesgesellschaft und den Leuten vom Backhaus machen das Gemeinwesen weit über seine Gemarkung hinaus bekannt. Fernab von Kommerz und billigem Rummel kommen hier zum Chorkonzert noch alle Einwohner in die Kirche, jedes Kind bekommt sein Geschenk vom Weihnachtsmann persönlich.
    Renate Kälber, aus St. Bernhard, führt durch den Ort.
  • Bleßberghöhle
    Die Bleßberghöhle, ein Naturwunder mitten im Thüringer Wald!
    2008 wurde beim Bau des Blessbergtunnels für die ICE-Trasse eine Karsthöhle angeschnitten. Höhlenforscher erkundeten sie sofort. Ein Kamerateam von clip film- und fernsehproduktion aus Suhl war dabei.
    © Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz
  • Dörfer in Aktion
    Nikolaus kam in ausgezeichnete Gemeinden Südthüringens. Am 6. Dezember 2010 gab es eine regelrechte Bescherung in 28 Gemeinden südlich des Rennsteigs. Im Rahmen des Wettbewerbes „Dörfer in Aktion“ erhielten sie alle unbürokratisch 3.000,- Euro für kleine gemeinnützige Projekte geschenkt. Sie hatten sich mit 42 anderen Kommunen an einem Aufruf der Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen bereits im Juni diesen Jahres beteiligt. Bedingung war nur, das sich 12 Bürger hinter eine Idee stellten, die das Leben auf dem Lande attraktiver macht. Nun wählte eine Jury die besten Vorschläge aus.
    Wettbewerbssieger in der Wartburgregion waren die Landfrauen aus Förtha, die mit einem so genannten Bauerndiplom die Allgemeinbildung rund um die Landwirtschaft fördern will. Im Henneberger Land erhielt das Naturtheater Bauerbach den 1. Preis. Dort will das ehrenamtliche Ensemble Theater von Kindern für Kinder machen. In der Region Hildburghausen-Sonneberg ging der Sieg an das Kinder- und Jugendorchester Gleichamberg für das Projekt „Dörfer durch Musik verbinden“. Bei den Auszeichnungsveranstaltungen am Nikolaustag in den jeweiligen Dörfern sagte Knut Rommel, Leiter des Amtes für Flurerneuerung und Landentwicklung in Meiningen, dass „letztlich alle eingereichten Anträge zu den Siegern zählen, weil sie nachhaltig das Gemeinwesen in ihrer Kommune befördern“.
    Er gab gleichzeitig den Startschuss für die zweite Runde der Ausschreibung. Regeln und Verfahrensweisen sind unter www.doerfer-in-aktion.de abzurufen. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2011.
  • Nachhaltiges Bauen
    Jeder Bauexperte erzählt etwas anderes über modernes, effektives und nachhaltiges Rekonstruieren. In Vorbereitung der Messe "Bau 2011" trafen sich zu diesem Thema in München hochrangige Fachleute.
  • Grimmelshausen und Simplicissimus
    Lucas Görlach vom Schleusinger Gymnasium hat einen Film über seine Heimatgemeinde gemacht. Der erste Deutsche Romanautor - aus dem 30jährigen Krieg - hat dort nämlich seine Wurzeln.
  • Neujahrsinterview mit dem Bürgermeister
    Die Media-Service GmbH in Schleusingen produziert alljährlich ein Gespräch mit dem Chef der Verwaltung ihrer Heimatstadt. Dabei werden nicht nur angenehme Fragen gestellt.
  • Bierfahrt nach Finnland Teil 1
    Schüler auf Bierfahrt ins Ausland ist nichts Neues, aber was hat unsere Provinz geschichtlich mit Finnland zu tun?
  • Bierfahrt nach Finnland Teil 2
    Schüler auf Bierfahrt ins Ausland ist nichts Neues, aber was hat unsere Provinz geschichtlich mit Finnland zu tun?
  • Thüringen auf der Grünen Woche in Berlin
    Der Landkreis Hildburghausen bereitet für den Freistaat die Landesshow auf der weltgrößten Messe für Landwirtschaft vor.
    Die Grüne Woche ist die internationale Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Sie findet vom 21. bis 30. Januar 2011 auf dem Messegelände in Berlin statt. Mehr als 1200 Aussteller aus aller Welt nutzen die Exposition für Ländergemeinschaftsschauen, Produktmärkte sowie als Absatz- und Testmarkt. Für das Land Thüringen geht in diesem Jahr der Landkreis Hildburghausen ins Rennen. Die Vorbereitungen dort laufen auf Hochtouren. Das Motto: Mit allen Sinnen erleben - Auf Entdeckungsreise südlich des Rennsteiges. Geplant sind ein multimedialer Messestand mit traditionellem Handwerk und audiovisueller Kommunikation. Es gibt eine Internetpräsentation und die Vorführung eines extra dafür produzierten Filmes.
    Am Samstag, den 22. Januar wird ab 14.30 Uhr in Halle 21b ein Bühnenprogramm gestaltet. Dort werden aktionsreiches Brauchtum von Kirmes bis Karneval aus dem Henneberger Land präsentiert.
    Der Landrat, Thomas Müller, ist sich sicher, dass das Programm ein vielseitiges Spiegelbild der Traditionen im Grünen Herzen Deutschlands abgibt und der Freistaat in Berlin würdig vertreten wird.
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    • „Zurück ins Dorf“
      Provokanter Titel – reales Vorhaben: Bischofrod: (HH) - Am vergangenen Montag hatten die Akademie Ländlicher Raum Thüringen sowie das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Meiningen zur Veranstaltungsreihe „Akademie vor Ort“ eingeladen. Dabei wurden beispielhafte Projekte der Dorfentwicklung aus der Region vorgestellt.
      Während des Erfahrungsaustausches im Dorfgemeinschaftshaus mit Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz zeigten die südthüringer LEADER-Regionen Hildburghausen-Sonneberg, Henneberger Land und die Wartburgregion, dass das Unglaubliche durchaus machbar scheint. Knut Rommel, Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurerneuerung hatte die Projekte alle behördlich begleitet und wusste also bei der Moderation, was er hier vorstellte: Da hatten sich Dorfbewohner aus dem nichts ein Gemeinschaftshaus gebaut, wie Dieter Stegmann berichtete, vom Verein Landleben Göring-Wartha e.V. Richard Korsch, Bürgermeister von Vachdorf öffnete ein regelrechtes Füllhorn von Aktionen, wie er seine Gemeinde attraktiver gemacht hatte. Eine gemeinsam mit bayrischen Kommunen durchgezogenes Projekt zur Stärkung der Dorfkerne stellte der Regionalmanager Rodachtal, Frank Neumann, vor. Karl-Friedrich Thöne, Abteilungsleiter im Landwirtschaftsministerium, plädierte dafür, den demographischen Wandel als Herausforderung zu verinnerlichen. Dem Minister ging es vor allem darum, wie aus den vorgestellten Beispielen konkrete Politik abzuleiten sei. Dabei war ihm auch die Meinung junger Leute wichtig, wie die von Johannes Schmidt, dem neuen Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Schmalkalden-Meiningen. Der gestandene Vorsitzende der LEADER-RAG Hildburghausen-Sonneberg, Albert Seifert, forderte weniger Bürokratie bei der Vergabe von Fördergeldern. Sein Kollege aus der Wartburgregion, Udo Schilling, sprach sich dafür aus, so früh wie möglich die Jugend ans Dorf zu binden. Anita Schwarz, Bürgermeisterin in Bad Colberg/ Heldburg, appellierte an den Minister, in den Bemühungen für den Ländlichen Raum nicht nachzulassen und die Landrätin aus Sonneberg, Christine Zitzmann, dass die Arbeit mit Förderbescheiden zügiger erfolgen müsse. Auch Mirko Klich, LEADER-Manager im Wartburgkreis und Marcus Malsch, 1. Beigeordneter in Bad Liebenstein, versuchten mit Ihren Erfahrungen, die Praxis bei der Förderung von Dorfentwicklungsmaßnahem effizienter zu gestalten.

    • „Alles nur Theater“
      Herbstfest in der Alten Schule Mäbendorf: Unter diesem Motto gestaltete der Kulturverein an der ehemaligen Schule des von Suhl eingemeindeten Dorfes ihr jährliches Straßen- und Hoffest. Jeder, der sich nicht zur etablierten Kunst-Szene der Region zählte, war angereist.
      Allein die Mitwirkenden am Programm sorgten für Ansturm: Da gab es Theater und Musical von den Gymnasien in Suhl und Schleusingen, Simone und Andreas Schmidt nahmen „Den Theaterbesucher“ aufs Korn, das „Ballett kreativ“ steppte und rock’n rollte mehrmals am Abend, die Theaterleute aus Marisfeld führten „Zu fällen einen schönen Baum“ auf, die Joel-Gemeinde zeigte einen Ausschnitt aus dem „Blauen Heinrich“, „Kuddelmuttel“ aus Erfurt machte Performance, das Ensemble des Kulturvereins an der Alten Schule“ brachte „Osanna – Die wahre Geschichte aus Malmesch“ und der Kulturbeutel Meinigen mit den Suhleikas machte Firedance und Pantomimische Pol Performance. Enormer Aufwand wurde da betrieben, von Leuten mit offensichtlichem Spaß an ihrem Tun, Männlein, Weiblein, das Alter zwischen 5 und 50, die unterschiedlichsten Professionen, denn das ist Freizeit, den Lebensunterhalt können sie damit nicht bestreiten. Das Publikum aber – genau so bunt – hat Beifall gezollt. Unter der Regie des Künstlers Herbert König, alter Spiritus rector des Kulturvereins, bei Selbstgemachten von Grill und Backofen, mit viel Improvisation und noch mehr Liebe zum Detail wurde bis in die Nacht gefeiert.
    • „Es waren die Nachbarn meiner Oma…“
      Schüler beschäftigen sich mit dem Holocaust: Eine Klasse der Regelschule „Anne Frank“ in Themar untersuchte in einem Geschichtsprojekt die Vernichtung der ehemaligen jüdischen Gemeinde in ihrer Heimatstadt. Unvorstellbares tat sich für die Kids von heute auf!
      Hintergrund sind die langfristig angelegten Forschungen der kanadischen Historikerin Dr. Sharon Meen, die seit Jahren Vertreibung und Deportation der einst zahlreichen jüdischen Bürger in Themar analysiert. 240 jüdische Einwohner hatte es einmal in dem Werrastädtchen gegeben. Reichspogromnacht und faschistischer Terror zwangen alle zu fliehen. Die Wissenschaftlerin aus Vancouver wurde durch eine umfangreiche weltumspannende Briefsammlung auf die kleine Stadt in Südthüringen aufmerksam. Sie stammt von Manfred Rosengarten (1921-1987), der als Jude während der Nazi-Zeit in Themar gelebt hatte. Ihm gelang noch rechtzeitig die Flucht nach Shanghai. Nach dem Krieg lebte er in San Francisco und entwickelte Brieffreundschaften zu vielen seiner ehemaligen Nachbarn, die nun in der ganzen Welt verstreut waren.
      Die Themarer Bürger, allen voran der Bürgermeister Hubert Böse, unterstützen das Projekt von Anfang an. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Nachkommen ehemaliger Juden aus Themar in der Heimat ihrer Vorväter getroffen. Auch ein Film wird zu dem Thema entstehen, der im nächsten Jahr in New York uraufgeführt werden soll. Gestern nun der Projekttag in der Schule. Unter Anleitung ihrer Lehrerin, Ramona Schuch, beschäftigten sich die Schüler besonders mit persönlichen Einzelschicksalen. Sie rekonstruierten das Marthyrium, inszenierten kleine Spielszenen aus jener Zeit, malten Bilder und beantworteten in fiktiven Briefen Post von damals. Trotz der zeitlichen Distanz und anfänglicher Unsicherheit spürte man, dass die jungen Leute verstanden, warum das Thema heute noch so wichtig ist.
    • „Farbtupfer“ in grauer Jahreszeit
      Neue Ausstellung im Künstlerhof Roter Ochse: Unter diesem Titel präsentierten die Teilnehmer des Malkurses der Volkshochschule Hildburghausen mit einer Vernissage ihre aktuellen Werke.
      16 Freizeit-Maler aus Schleusingen und Umgebung beteiligen sich an der Schau. Ihr Alter, Beruf, Träume und Können sind so bunt wie ihre Bilder. Entsprechend unterschiedlich also der künstlerische Ausdruck hier. Die Kreativen eint aber die Hingabe zu ihrem Hobby – und die Ausbildung: Seit zehn Jahren gibt eine Schleusinger Künstlerfamilie ihr Können weiter: Erst Dieter Didschuneit und seit 2008 seine Frau Marianne. Der Malzirkel trifft sich jeden donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr und von 19.00 bis 21.00 Uhr im Schleusinger Gymnasium. Derzeit beteiligen sich ca. 20 Mitglieder. Einige davon konnten auch in Einzelausstellungen ihre Werke präsentieren. Verkaufsausstellungen des Malzirkels haben zum Beispiel einen Beitrag zur Finanzierung für die Restaurierung der Orgel in der Schleusinger St. Johannis-Kirche geleistet. Diese Exposition nun ist jeweils an den Samstagen und Sonntagen, 05. und 06. November 2011, 12. und 13. November 2011 sowie 19. und 20. November 2011 zu besichtigen. Der Eintrittspreis beträgt zwei Euro; Schüler, Auszubildende und Studenten haben freien Eintritt.
    • „Jedermann“ begeisterte Jedermann
      Winfried Glatzeder beendet Gastrolle in Meiningen: Am vergangenen Wochenende fanden die letzten Vorstellungen von Hofmannsthals berühmtestem Theaterstück auf der Freilichtbühne im Englischen Garten statt. Glatzeder, bekannt besonders aus dem DEFA-Film „Paul und Paula“, hatte Regie geführt und die Hauptrolle gespielt.

      8 mal, den ganzen Juli durch, war das alegorische Spiel vom Sterben eines reichen Mannes zu sehen gewesen. Obwohl das nasskalte Wetter den Aufführungen arg zugesetzt hatte, lobten Kritiker Inszenierung, Darsteller und das Open-Air-Theater überschwänglich. Der Regen passte aber zu diesem an die spätmittelalterlichen Mysterienspiele angelehnten Bühnenstück. Glatzeder schien mit verlaufener Schminke zu Höchstform aufzulaufen. Er hatte im vergangenen Jahr bei den Jedermann-Festspielen im Berliner Dom den Hauptdarsteller gegeben und war mit diesen Erfahrungen nun nach Meiningen gerufen worden.
      100 Jahre hat das Spektakel bereits auf dem Buckel. Hugo von Hofmannsthal hatte es 1911 im Berliner Zirkus Schumann unter der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt. Seit 1920 wird es jedes Jahr neu bei den Salzburger Festspielen inszeniert.
      Der Intendant des Meininger Theaters, Ansgar Haag, will mit den aufwendigen Freiluft-Aufführungen im Park hinter dem Theater einen Ersatz für seit 2 Jahren laufende Rekonstruktion des Großen Hauses schaffen.
      Winfried Glatzeder hat mit seinen 66 Jahren in über 100 Theaterstücken und Filmen mitgespielt. Im Interview (Siehe Dtoday-Video) bekannte der große Mime, dass er keine Kariere-Planung betreibt. In seinem Alter und bei seinem Zigarettenkonsum müsse man für jeden weiteren Tag dankbar sein.

    • „Lichtmeß“ in Jüchsen
      Zum Fasching geht in Südthüringen nicht nur in Wasungen die Post ab: Mit alleine 14 öffentlichen Großveranstaltungen über mehrere Wochen zählt der kleine Ort Jüchsen im Grabfeld sogar zu den Karneval-Hochburgen hierzulande. Der Jüchsener Karnevalsclub mit seinem Präsidenten Nicki Wenzel begründet das mit der besonderen Synthese von kirchlicher Lichtmesse, der traditionellen Winteraustreibung, den Bäuerlichen Lichtstuben und dem erst später zelebrierten Karneval. Es gibt separate Männer- und Frauenabende, die Prinzenwahl bleibt bis zum Schluss geheim und auch beim Umzug weiß niemand, welche Prinzessin denn nun von zu Hause abgeholt werden muss. Seit 58 Jahren gibt es den JKC in seiner jetzigen Form und genau so lange wird die „Lichtmeß“ in Jüchsen nach dem gleichen Ritual gefeiert. Das ganze Dorf scheint auf den Beinen zu sein. Beim so genannten 1. Bunten Abend gestern war der Gemeindesaal brechend voll und die Büttenreden und Showeinlagen konnten vom Niveau her auf jeden Fall mit den großen Gala-TV-Veranstaltungen vom Rhein mithalten. Das Geheimnis dieses Erfolges ist wie immer die frühzeitige Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen aus dem Dorf. So kann sich die 1.500-Seelengemeinde alleine fünf Tanzgemeinschaften leisten: Es gibt ein Garde-, Kinder-, Teenager-, Show- und sogar ein Männerballett. Und alle haben das ganze Jahr über für die fünfte Jahreszeit geprobt.
    • Neujahrsempfang in Schleusingen
      Norbert Blüm zu Gast auf Diskussionsrunde in der alten Henneberger Residenz: Um alle gesellschaftlich Aktiven zusammen zu bringen, musste der Neujahrstreff wie jedes Jahr in den größten Saal der Stadt gelegt werden - in die Aula des Rehabilitations-Zentrums.

      Und wie immer ging dabei die Post ab. Nicht nur der Überraschungsgast Norbert Blüm mit seinen rhetorischen Fähigkeiten sorgte für Begeisterung, sondern auch ein abwechslungsreiches kulturelles Programm. Der jährliche Empfang will nämlich vor allem jenen Menschen Danke sagen, die sich ohne großes Aufheben in die kommunale Politik zum Wohle aller Bürger einbringen. Dazu zählen, so der Bürgermeister Klaus Brodführer, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ebenso, wie Arbeiter, Angestellte, Unternehmer, Vereine, Künstler und Stadträte. Das alles könne aber nur funktionieren, wenn die Verwaltungen in Stadt und Land funktionierende Rahmenbedingungen schaffen, so der CDU-Fraktionschef Andreas Mastaler. Der Hildburghäuser Landrat Thomas Müller verwies darauf, wie wichtig sparsames Wirtschaften dabei ist. Für die geladenen Gäste war besonders wichtig, wieder einmal ohne Zeitdruck unbeschwert gemeinsam verbringen zu können. So klang der traditionelle Abend im Anschluss an die Festreden in angeregten Gesprächen aus.
    • Nachhaltiges Bauen
      Jeder Bauexperte erzählt etwas anderes über modernes, effektives und nachhaltiges Rekonstruieren. In Vorbereitung der Messe "Bau 2011" trafen sich zu diesem Thema in München hochrangige Fachleute.
    • Nachwuchskünstler
      Seit Jahren kümmern sich Marianne Ditschuneit und ihr Mann um die bildnerische Erziehung von Schülern - auch über ihr Lehrer-Dasein hinaus.
    • Naturbad Stützerbach
      Simply the best: Ferienlager wie früher: Die Idee ist einfach und hat sich bewährt: Kinder interessieren sich nicht für Schickimicki, Knigge und wohlbehütete Ordnung. Dafür brauchen sie Gleichaltrige um sich, Natur, Bewegung und Alternatives zum Schulalltag. Denn der hat sie bald wieder.

      Keine Angst: Fahnenapell wäre das letzte hier. Aber sonst hat Andreas Kaiser im Naturbad Stützerbach das System der DDR-Kinderferienlager zum Prinzip erhoben. Schlichte Unterkunft, mitten im Busch, alle Altersstufen, jede Gewichtsklasse, Jungen und Mädchen, die auch noch vieles selber machen müssen. Soziale Kompetenz wird so ohne Zeigefinger entwickelt. Dazu kommt ein Rundum- Programm mit Sport und Spiel. Wettschwimmen, Surfen, Wandern, Schießübungen, Tauchen, Nachtwanderung, Ausflüge, Pizzabacken, Lagerfeuer u.s.w. Den Sportlehrer aus Oberhof hat schon immer gestört, wenn Kids in ihrer Freizeit nur vor dem Computer rumhängen. Gemeinsam mit ein paar Jugendlichen aus Südthüringen betreut er die Kinder rund um die Uhr und die haben sichtlich Spaß dabei (Siehe Video).
      Für diesen Sommer was dies das letzte Camp. Aber Andreas Kaiser bietet so etwas auch für den Winter an: Das Eisnasencamp an der Skiarena Silbersattel.
    • Naturtheater Bauerbach
      Ein neuer Schiller wurde inszeniert...
    • Neue Biogasanlage
      Einzigartiges Forschungsprojekt zu regenerativen Energien von Hessen und Thüringen im staatlichen Agrarbetrieb Schloss Eichhof bei Bad Hersfeld aufgelegt: Noch immer sind keine effektiven Speicher gefunden, die die enormen Bedarfs- und Leistungsschwankungen im Stromnetz ausgleichen können. Nun scheint sich zumindest bei Biogasanlagen eine Wende abzuzeichnen.

      Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz, seine Amtskollegin Lucia Puttrich aus Hessen und das Frauenhoferinstitut Kassel unterzeichneten heute auf der Wartburg in Eisenach eine Vereinbarung über den Betrieb einer Pilotanlage für erneuerbares Methan im Hessischen Biomasseforschungszentrum nahe der Landesgrenze. Dort beschäftigt sich das wissenschaftliche Institut seit Jahren mit dem Problem. Äußerlich unterscheidet sich die neue Biogasanlage für den Laien kaum von einer herkömmlichen. Doch das chemische Prinzip ist nicht ganz einfach: Bisher wird Biomüll in einer Gasanlage zu Methan vergärt, das dann in einem Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung genutzt wird. Als Nebenprodukt entsteht Kohlendioxyd, das bisher in die Luft geblasen wurde. Die neue Anlage will nun aus diesem Abfallgas zusätzliches Methan gewinnen. In Zeiten, in denen das Energienetz nicht ausgelastet ist, wird ein so genannter Elektrolyseur angeworfen. Der spaltet Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff auf. Letzterer kann nun mit dem bisher verblasenen Kohlendioxyd leicht wieder in Methan umgewandelt werden. Dieser Kreislauf wirkt wie ein Energiespeicher und soll zur Stabilisierung elektrischer Netze eingesetzt werden. Außerdem kann zum ersten Mal Methan aus Biogasanlagen qualitätsgerecht und wirtschaftlich in das normale Erdgasnetz eingespeist werden, dessen Speicherkapazität praktisch unendlich ist. Der Clou aber: alle vorhandenen Biogasanlagen lassen sich nach dem neuen Prinzip erweitern. Ihre Leistung wird wesentlich verstärkt und Bedarfsschwankungen können sowohl lokal als auch im großen Maßstab ausgeglichen werden. Das hat jedenfalls bisher im Labor hervorragend klappt und soll nun unter realen Bedingungen in Bad Hersfeld getestet werden. Wenn der wissenschaftliche Großversuch gelingt, könnte ein entscheidender Beitrag zur Energiewende in Deutschland von den beiden Bundesländern ausgehen.
    • Neuer Gemeindebackofen in Steinbach
      Das Geheimnis der langlebigen Traditionen im Thüringer Wald: Die Jungen werden systematisch von den Alten eingewiesen.
      Selber Brot backen kann heute jeder, aber keiner bekommt den Geschmack so hin, wie zu Urgroßmutters Zeiten.

      Der wichtigste Unterschied aber: Zuerst wird Feuer gemacht, dann – bei der richtigen Temperatur - der Ofen gereinigt und mit der Resthitze im gleichen Raum Brot oder Kuchen gebacken. Das ist eine Wissenschaft für sich und die Steinbacher nutzten die Einweihung ihres neuen Gemeinschaftsofens, um den Nachwuchs einzuarbeiten. Der ist natürlich auch schon erwachsen, denn ein Backofen braucht jahrzehntelange Erfahrung. Das wissen besonders Gisela Machold (76) und Hildegard Sittig (91), die für das Backen verantwortlich sind. Dutzende runde Brote und große Blechkuchen haben die jungen Frauen aus der Gemeinde für sie vorbereitet.
      Als deren Duft sich über das Tal unterhalb des Rennsteiges legt, strömt das ganze Dorf zusammen, um zu feiern. Und das wiederum ist der zweite wichtige Unterschied beim Selber-Bäcker-Spielen. Hier wird die Gemeinschaft gepflegt.
      Früher wurde in den Backhäusern der Dörfer täglich Brot hergestellt, immer durch eine andere Familie, die für die anderen mitgebacken haben. Heute wird der Alltag von früher als Fest zelebriert.
    • Neuer Kklang
      Die Orgel in der Evangelischen Kirche zu Schleusingen wurde mit viel privatem Engagement und technischem Aufwand restauriert.
    • Neuer Kreisel in Schleusingen
    • Neueröffnung Sport- und Gesundheitszentrum in Schleusingen
      Erfolgreiche Zusammenarbeit von Fitness und Medizin: Das Sportstudio „Fit by Schmidt“ ist in ein neues großes und modernes Domizil umgezogen. Die erfolgreiche Entwicklung hat einen besonderen Hintergrund: Die Trainer arbeiten seit einigen Jahren beim Rehabilitationssport für Herz- und Kreislaufpatienten, bei der Wirbelsäulengymnastik etc. direkt mit Fachärzten zusammen.
      So werden beispielsweise in der Herzsportgruppe unter medizinischer Aufsicht und mit speziellen Geräten besondere Übungen veranstaltet, die das Kreislaufsystem der Teilnehmer nachweislich und kontrolliert stabilisieren. Auch in den anderen Übungsbereichen des Sport- und Gesundheitszentrums dominiert fachliche Betreuung mit extra geschulten Trainern vor geschäftlicher Fitness. Ärzte oder Krankenkassen können ihre Patienten direkt in das Sportstudio überweisen. Natürlich gibt es auf den 1.400 Quadratmetern auch die Standartangebote mit Sanarium, Kletterwand, Solarium, Roll- und Bandmassagen. Die Inhaber, Katrin und Heiko Schmidt, haben etwa eine halbe Million Euro investiert. Für die Neueröffnung war der aufwendige Umbau eines ehemaligen Supermarktes notwendig.
    • Neues aus Schloss Bedheim
    • Neues Bürgerhaus in Waldau
    • Neujahrsinterview mit dem Bürgermeister
      Die Media-Service GmbH in Schleusingen produziert alljährlich ein Gespräch mit dem Chef der Verwaltung ihrer Heimatstadt. Dabei werden nicht nur angenehme Fragen gestellt.
    • Neujahrsinterview mit dem Bürgermeister
      In Schleusingen ist es Tradition, den Chef der Stadtverwaltung über seine Vorhaben für das kommende Jahr zu befragen.
    • Neujahrskonzert in Bibra
    • Neujahrstreff an der Schleuse
      Haushaltstechnisch und infrastrukturell eine der erfolgreichsten Kommunen Thüringens
      Schleusingen (HH) – Der Bürgermeister empfing wie jedes Jahr Vertreter von Politik, Firmen, Vereinen, Kirchen, und Schulen der Stadt und wie jedes Jahr war die Veranstaltung für Überraschungen gut.
      Es wird eine der letzten offiziellen Begegnungen zum Jahreswechsel gewesen sein und eine der wenigen, wo noch die Nationalhymne gesungen wird dazu. Das Motto: Klavier trifft auf Politik wurde gleich in doppeltem Sinne umgesetzt. Zunächst umrahmten zwei Chefärzte aus Coburg die Reden von Klaus Brodführer, Oberhaupt der Schleusestadt, von Thomas Müller, Landrat aus Hildburghausen sowie Jörg Geibert, Innenminister des Freistaates Thüringen. Auf solchen Treffen darf es ja auch immer ein bisschen polemisch zugehen, aber in ihren Grundaussagen, waren die Redner konsequent. Jörg Geibert, der über die Zukunft der deutschen Kleinstadt referierte, zeigte sich noch gar nicht überzeugt von den bisherigen Vorschlägen zu einer Gebietsreform in Südthüringen. Thomas Müller, wie immer sehr heimatverbunden, dankte besonders den Ehrenamtlichen für ihr Engagement in der Region. Das sei das wichtigste Faustpfand gegen Abwanderung und Entfremdung. Klaus Brodführer, dem ja gerne mal Kulturferne vorgeworfen wird, glänzte mit philosophischen und literarischen Bezügen. Er begrüßte besonders die Nachbargemeinde St. Kilian, die ja seit einem Jahr von ihm mit verwaltet wird. Sein wichtigster Dank galt den Unternehmern der Stadt bei der Beschaffung von Arbeitsplätzen. Auch in der Auswahl des kulturellen Höhepunktes im Anschluss bewies er ein sicheres Händchen: Der Klaviervirtuose Felix Reuter zeigte auf amüsante Art, das man doch noch nicht alles erlebt hatte, was man mit klassischer Musik so machen kann.
    • Neujahrstreffen Schleusingen
    • 1. Borderland Ultra
      Neue anspruchsvolle Laufveranstaltung in Südthüringen: Es ist ein kleiner aber exklusiver Langstreckenlauf entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Er will an die Vergangenheit erinnern und den Blick auf die Natur des neuentstandenen Grünen Bandes lenken.

      Ideales Läuferwetter herrschte am vergangenen Samstag über dem Rodachtal unterhalb der Gleichberge. Vor den Teilnehmern, meist aus Thüringen und Bayern, lagen 66 Kilometer und über 1000 Höhenmeter. Beim Start um 7 Uhr an der Grundschule Streufdorf waren auch Thomas Müller und Michael Busch dabei, die Landräte von Hildburghausen und Coburg. 54 Einzelstarter und 12 Staffeln mit jeweils 3 Läufern machten sich auf zum alten NVA-Kolonnenweg, der hier als Naturschutzgebiet eine große Schleife um das so genannte Unterland zieht. Wechselpunkte für die Staffeln waren in Sülzfeld, einem Ortsteil des bayrischen Bad Rodach und im thüringischen Westhausen. 8 Verpflegungsstellen gab es und gefährliche Straßenübergänge wurden von der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr gesichert. Während beim legendären Rennsteiglauf schon mal Gedränge aufkommt – hier können die Läufer einsam ihre Bahnen ziehen, oft hatten sich Zweiergruppen zusammen gefunden. Zuschauer an der Strecke gab es bei dem neuen Lauf noch wenige. Auch während der Siegerehrung nebst Tombola am Nachmittag waren nicht viele Gäste gekommen, sicher weil es auch noch andere Sportveranstaltungen in der Region gab. Zudem waren die Sieger bei den Männern schon abgereist. Dafür heimsten die Frauen alle Anerkennung ein, einschließlich des symbolischen Pokals mit Stacheldraht. Die Organisatoren Silvio Schweinsberg aus Streufdorf und Mirko Leffler aus Suhl wollen den Erlös der Veranstaltung an Selbsthilfegruppen von Eltern epilepsiekranker Kinder spenden. Im nächsten Jahr soll es den 2. Porderland Ultra geben, vielleicht sogar mit höherer Teilnehmerzahl.
    • 1. Museumsnacht
      Ein langer Abend präsentierte die historischen Schätze im Gleichberggebiet:
      Römhild (HH) – Eingeladen hatte das Gleichbergmuseum, Schloss Glücksburg und das Dorfmuseum Mendhausen. Wer die Menschenmassen dort gesehen hat, glaubt nicht, dass die Ausstellungen sonst auch reguläre Öffnungszeiten haben.
      Die gemeinsame Klammer war nicht nur territorial sondern auch kulinarisch angelegt. Dazu ließ sich jede Exposition etwas Besonderes einfallen: Im Keltenmuseum hatten der Förderverein „Freunde der Steinsburg“ extra eine Küche unserer Vorfahren nachgebaut. Rezepte und Zutaten aus dieser Zeit reichten vom Wildschwein am Spieß bis zu Getränken aus Honig. Es gab außerdem Vorträge über das keltische Sommerend-Fest Samhain und Dr. Seidel, der Leiter des Steinburgmuseums führte durch die Ausstellung.
      Das Römhilder Museum in der Glücksburg eröffnete mit einer Foto-Ausstellung von Peter Brachmann, führte durch die reichhaltige Keramikschau und untermalte die Verkostung fränkischen Weines mit der Musik der Band „Dreiklang“.
      Das Dorfmuseum Mendhausen präsentierte seine außergewöhnlich umfangreiche Sammlung aus dem Leben der hiesigen Kleinbauern. In einer rustikalen Küche gab es eine deftige Abendmahlzeit mit Selbstgeschlachtetem und frischem Brot aus dem Backhaus. Der Rundgang mit dem Nachtwächter führte über den historischen Dorfkern und in die Kirche St. Urban. Interessierte konnten unter Anleitung selbst Spinnen und Weben. Alle drei Museen boten themenbezogene Spiele für Kinder und einen Shuttelservice zu den anderen Einrichtungen an. Deutschland-Today interviewte in den Einrichtungen die maßgeblichen Akteure Horst Worliczek, Kerstin Schneider und Barbara Freund.

    • 1.Bildungskonferenz „Grüne Berufe“
      Landwirtschaft sucht Nachwuchs: Auf dem Erfurter Messegelände diskutierten Landwirte, Politiker und Fachleute über Maßnahmen, wie Schulabgänger mehr in Ställe und auf Felder gelockt werden können. Bereits in diesem Jahr konnten viele Agrarunternehmen in Thüringen nicht mehr so viele Auszubildende einstellen, wie sie eigentlich gebraucht hätten. Die Akademie Ländlicher Raum beim Landwirtschaftsministerium organisierte so gemeinsam mit dem Bauernverband einen Erfahrungsaustausch, wie man jungen Leuten eine Arbeit auf dem Lande schmackhaft machen kann. Staatssekretär Roland Richwien betonte, dass sich in Schulen und Ämtern noch nicht überall herumgesprochen habe, welch gravierender Modernisierungsprozess in den letzten Jahren die Agrarberufe verändert habe. Ohne Computer gehe da gar nichts mehr. Der Verbandspräsident, Helmut Gumpert, forderte eine effektivere Öffentlichkeitsarbeit von Politik und Fachgremien. Auf die Notwendigkeit, die Ausbildungsfähigkeit und -qualität bei den Grünen Berufen zu verbessern, verwies Stefan Baldus, Geschäftsführer des Thüringer Bauernverbandes in einem Interview. Man werde sich auch nicht scheuen, notfalls im Ausland nach geeigneten Fachkräften zu suchen.
    • 10. Erlebnislauf an der Werra
    • 10. Hallenburgfest
      Großer Festumzug nach 5 Jahren Pause: Es ist immer wieder erstaunlich, wie die kleinen Kommunen große festliche Umzüge aus dem Boden stampfen, die nicht nur die Einheimischen, sondern auch Fremde begeistern können.

      Das scheint an der ungewöhnlichen Vielschichtigkeit des gesellschaftlichen Lebens dort zu liegen, wo Kultur und Gemeinwesen meist nur ehrenamtlich funktionieren. Mit mehr als 800 Teilnehmern und verschiedenen Kapellen war der Festumzug der Höhepunkt des am Sonntag zu Ende gegangenen Burgfests. Tausende Bürger und Gäste säumten die Straße. Neben den Steinbach-Hallenberger Vereinen waren viele Gastvereine aus den umliegenden Gemeinden gekommen, die alle ein spezielles Umzugs-Thema gestalteten. Mehrere Hundert Schüler der Grund- und Regelschule beispielsweise präsentierten zahlreiche Motive unter dem Motto "Die Welt zu Gast in Steinbach-Hallenberg". Schwerpunkt aber war die ältere und jüngere Stadtgeschichte und dort natürlich die Hallenburg. Die mittelalterliche Burgruine über der Stadt ist das Wahrzeichen von Steinbach-Hallenberg. Von wem und wann sie gebaut wurde, kann heute nicht mehr zweifelsfrei bestimmt werden. Die Hallenburg soll sich unter den von Kaiser Otto IV. im Jahre 1212 zerstörten Schlössern befunden haben, was die Vermutung nahelegt, dass die heutige Ruine Anfang des 13. Jahrhundert auf älteren Grundmauern von den Herren von Hallenberg errichtet wurde. Erstmals offiziell erwähnt wurde sie 1228.
    • 10. Stadtlauf in Treffurt
      Eine Laufveranstaltung, die die ganze Kommune in Bewegung versetzt: Eigentlich ein Lauf wie in den vergangenen Jahren auch, sagt der Bürgermeister. Doch für Außenstehende ist die Sportveranstaltung Spiegelbild der rasanten Entwicklung, die das Städtchen im Wartburgkreis seit der Wiedervereinigung genommen hat.
      Wie in der Kommune selbst, wurde beim Lauf auf Tempo gedrückt, die Teilnahme war Ausdruck der Verbindung der Bürger zu ihrer Stadt und die Organisation der Veranstaltung zeigte professionelles Management. An der Normannsteinhalle, wo sich Start und Ziel befanden, herrschte mit knapp 400 Teilnehmern und mehreren Hunderten Gästen dazu herrlichem Sonnenschein Volksfestatmosphäre. Es gab einen Kinderlauf, eine 10, eine 5 und eine 1,7 Kilometer-Strecke. Der Geländelauf führte aus dem schmucken Fachwerkstädtchen steil hinauf in die Berge über dem Werratal, an der aufwendig sanierten Burg Normannstein vorbei in Richtung der Höhe Adolfburg, immerhin ein Höhenunterschied von 190 Metern. Auch das Sportgymnasium und der Olympiastützpunkt Oberhof waren wieder dabei. Das Besondere nämlich: Hier treten Weltklasseskiläufer mit Laufamateuren gemeinsam an. Womit nicht gesagt sein soll, dass die Favoriten auch immer als erste durchs Ziel gehen. So gab es die unterschiedlichsten Wertungen, auch überregional, die Treffurter Schüler hatten ihre eigene Meisterschaft und man konnte sogar echte Preisgelder abräumen. Allerorts wurde deutlich: Hier waren nicht nur ein paar Laufenthusiasten zu Gange wie anderswo, sondern spendierfreudige Sponsoren, der extrem rührige Sportverein Normannstein, ja die ganze Stadtverwaltung. Sogar eine extra dafür gefertigte Holzskulptur wurde im Wald aufgestellt. Die Ergebnisse des Stadtlaufes finden Sie unter www.svnormania.de.

    • 10. Werraenergie Pleßlauf
      Am Wochenende gab es wieder einen Jubiläumslauf in Südthüringen: Der Pleß in der nördlichen Rhön gilt als Hausberg der geschichtsträchtigen Werragemeinde. Zu DDR-Zeiten als Sperrgebiet tabu, ist er heute wieder ein beliebtes Ausflugsziel mit Gaststätte und Aussichtsturm.
      Nun bedurfte es nur noch ein paar Cross-Läufer mit Heimatliebe – und schon war vor 10 Jahren eine neue Laufveranstaltung geboren. Immerhin gibt man in Breitungen offen zu, vom großen Bruder dem Guthsmuths-Rennsteiglauf inspiriert worden zu sein. Genau wie bei ihm zählen die sportlichen Reize ebenso, wie die landschaftlichen: 90% der Strecke führen über Waldwege der Vorderrhön. Start und Ziel befanden sich wieder auf dem Festplatz am Naherholungsgebiet Kiessee mit seinem Campingplatz. Wie immer gab es mehrere Läufe, wobei natürlich der Halbmarathon und die 30-Kilometerstrecke über das Pleßplateau im Mittelpunkt standen. Aber auch der Viertelmarathon und der Kinderlauf über 800 Meter am Badestrand entlang, zogen Gäste, Läufer und Wanderer magisch an. Fest ins Programm wurde der Basilika-Lauf aufgenommen. Die Strecke über 5km führt durch ganz Breitungen mit seinem schönen Fachwerkhäusern, dem Schloss und dem ehemaligen Kloster. Neu war der 3er-Teamlauf über 5 km, der wie auch die anderen Läufe, in verschiedenen Kategorien gewertet wurde. Aufwertung erfährt der Landschaftslauf durch 3 überregionale Cupwertungen, dem Werracup, dem Köstritzer Thüringencup sowie dem Landschaftscup. Geehrt wurde außerdem der teilnehmerstärkste Verein mit einem Wanderpokal. Zum Jubiläum gab es zusätzlich noch jede Menge Geschenke von Sponsoren und alle weiblichen Teilnehmer wurden traditionsgemäß mit einer Rose empfangen. Aber – wie gesagt – es zählten ja andere Werte…

    • 11. Provinzschrei in Suhl
      Wo die Kultur kein Geld und wenig Publikum hat, wird sie um so energischer gepflegt: Thüringens größte Stadt südlich des Rennsteiges ist kulturell nicht nur Volksmusik und Schlagerparade im Concresscentrum: Beim Schrei aus der Provinz ist der Name Programm: Das herbstliche Kunst- und Kulturfestival will wachrütteln – Künstler, Zuschauer und Geldgeber.

      Für den gestrigen Abend scheint das jedenfalls gelungen. Im Suhler Kino „Cineplex“ gastierte der Schauspieler Thomas Thieme, bekannt als Finsterling in den Filmen „Der Untergang“, „Der Baader-Meinhof-Komplex“ oder „Das Leben der Anderen“. Letzterer wurde als bester fremdsprachiger Film mit einem Oskar belohnt. Interviewt wurde der Theatermann von seinem Kritiker Frank Quilitzch von der Thüringer Landeszeitung. Thieme entpuppte sich in dem halbgefüllten Kinosaal als geistreicher, sympathischer und witziger Gesprächspartner. Anschließend wurde die ZDF-Dokumentation „Der Mann aus der Pfalz“ aufgeführt, eine umstrittene Helmut-Kohl-Biografie, in der der große Mime die Hauptrolle spielt. Ähnlich anspruchsvoll waren bisher alle 16 Veranstaltungen des Provinzschreies. Dabei ging es in die unterschiedlichsten Aufführungsorte: Autohaus, Kirche, Museum, Schule, Hotel, Schloss und Bücherei. Sie alle gaben eine besondere Kulisse für Lesung, Ausstellung, Tanz, Theater, Konzert und Themenabend. Bis 25. September sind noch 9 weitere Events geplant. Hendrik Neukirchner, vom Verein Provinzkultur, verspricht, dass es auf dem vorgegebenen Niveau weitergehen wird. Er verweist auch auf zwei zusätzliche Buchlesungen am 25. und 29. Oktober in Suhl.
    • 1100 Jahre Henfstädt
      Ein Bericht vom tag des offenen Dorfes.
    • 1100 Jahre Schalkau
      Der große Festumzug als Zeitreise durch die Geschichte der Stadt.
    • 1175 Jahre Belrieth
    • 1175 Jahre Ummerstadt
      Der ganze Festumzug des Jubiläums
    • 1175 Jahre Vachdorf
    • 12. Traktorentreffen in Poppenhausen
      Oldtimer-Zugmaschinen aus Thüringen und Bayern vereint: Traktorenshows gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Doch nirgends spürt man das Trecker-Fieber mehr als im südlichsten Zipfel Thüringens. Und es scheint ansteckend!

      Denn die Traktorenfreunde hier im Unterland fühlen sich als die Erfinder solcher Treffen in Thüringen schlechthin. Auf ihren Ruf hin am Wochenende waren sie alle gekommen: Hanomag, Deutz, Fendt, Schlüter, Ferguson – und wie sie alle heißen. Die meisten dieser oft 50 Jahre alten Schlepper sind noch im Gebrauch. Aber für Poppenhausen hatten sie sich herausgeputzt, wie ihre Fahrer selbst. Und die hatten auch ihre Familie mitgebracht. Aus ganz Südthüringen und Oberfranken waren sie durchweg selbst angefahren, was bei dem Tempo frühes aufstehen erforderte. Am Samstag bereits gab es den so genannten Vorglühabend, im doppelten Sinne des Wortes. Der Sonntag dann präsentierte die Riesenausstellung, einen Handwerker- und Teilemarkt, verrückte Traktorenspiele, eine nicht endend wollende Treckerparade und komplizierte Geschicklichkeitsfahrten. Das begleitende Volksfest mit Klößen, Selbstgebackenen und der Riether Blaskapelle, habe - so die Einwohner - sogar schon Kirmes und Fasching überflügelt. Zum Schluss wurden die schönsten Oldtimer ausgezeichnet. Der Traktor wurde übrigens 1879 in Russland erfunden - damals noch mit Dampf betrieben. Heute fährt er Computer- und GPS-gesteuert, in denen eigentlich niemand mehr sitzen muss. Doch was, fragen die Poppenhäuser Traktorenfreunde, hat das noch mit Spaß zu tun?
    • 1250 Jahre Rohr
    • 13. Erfurter Liedermacher Festival
      Musik wie von einem anderen Stern: Wie immer am zweiten Januarwochenende treffen sich in der Thüringer Landeshauptstadt deutsche Liedermacher und ihre Gäste um sich kennenzulernen und ihre Arbeit einem möglichst breiten Publikum vorzustellen.
      Wem die immer gleichen Gesichter der Schlagerbarden im Fernsehen zu langweilig, deren Musik zu eintönig und Texte zu niveaulos sind, hat zumindest einmal im Jahr die Alternative. Ein paar Enthusiasten um den Musiker und Kabarettisten Vicki Vomit suchen seit 13 Jahren neue und gestandene musikalische Talente um sie im Gewölbekeller des Volkskundemuseums und im Haus der sozialen Dienste auf die Bühne zu stellen. Und was da zusammenkommt, unterscheidet sich wohltuend von Gewohntem: Junge Leute, die Wichtiges zu sagen haben, das Ganze auch noch in anspruchsvolle Musik verpacken können, die originelle Ideen haben und - sich trotzdem nicht zu ernst nehmen. Da mimt der Arzt neben dem Pförtner, da stehen Zweideutigkeiten und Nachdenkliches im Raum, aber vor allem Spaß, der obendrein noch ansteckend wirkt. Doch wie das bei Musik ebenso ist: Man muss es selbst gehört haben. Gestern am Freitagabend, den 11.1. standen im Museumskeller auf der Newcomerbühne Nadine Marie Schmidt, Schnaps im Silbersee, C.Heiland, Mick Szuzor, Kamil Szlachta, Tim Köhler, Stevie Maine und Thomas Franz. Heute am Samstag, den 12.1., ab 20 Uhr agieren nebenan im HsD Simon und Jan, Fred Timm, Prinz Chaos II., Michi Dietmayr und Torsten Knoll. Morgen am Sonntag, den 13.1.ebenfalls 20 Uhr ist wieder im Keller des Volkskundemuseums offene Bühne, das heißt, jeder der Lust und Laune hat, kann spielen. Zugucker willkommen!
    • 18. Internationales Glasbachrennen
      Rennfahrer-Weltelite zu Gast im Thüringer Wald
      Tropische Hitze und ohrenbetäubender Lärm lagen am letzten Wochenende über dem idyllischen Glasbachtal nahe dem Rennsteig. Das hielt aber 10 Tausend Besucher nicht davon ab, einem Event zu folgen, das als Formel 1 der Bergrennen gilt.

      Während es anderen Sportarten nicht gelingt, große Wettkämpfe nach Thüringen zu holen – hier wird es vorgemacht: Ein Team Ehrenamtlicher der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland reaktivierte 2011 eine schon zu DDR-Zeiten betriebene Renn-Serpentine zwischen Steinbach und Ruhla, finanzierte und montierte in Eigenleistung 1000 zusätzliche Leitplanken, baute damit Europas modernste und sicherste sowie Deutschlands längste Bergrennstrecke, überzeugte Behörden, Anwohner, Aktive und letztlich auch die Europäische Motorsportvereinigung. Nachdem die Oberländer in den letzten Jahren gezeigt hatten, dass sie professionelle Rennen organisieren können, kamen in diesem Jahr 174 Fahrer in 60 Teams aus 12 Nationen, denn diesmal konnten sie auch Punkte für die Fia-Berg-Europameisterschaft sammeln. Eine weitere Kategorie war die Berg-Europameisterschaft historischer Sportwagen, dominiert besonders von Ferrari und Porsche aus den 70er Jahren. Zusätzlich wurde der Bergpokal des Deutschen Motorsportbundes für Tourenwagen ausgelobt. Verschiedene Rennklassen sorgten für ein buntes Fest der unterschiedlichsten Fahrzeugtypen - von Rennflitzern bis zum umgebauten Tourenwagen. Da gab es bis zu 550 PS starke Motoren, die die fünfeinhalb Kilometer von Steinbach bis zum Glasbachstein mit durchschnittlich 260 Stundenkilometern hinauf bretterten. Die 35 engen Kurven und eine geschwindigkeitsreduzierende Schikane wurden von einigen Fahrern sträflich unterschätzt. Das führte zu manchem Blechschaden und viel Arbeit für die 340 freiwilligen Helfer. Zwar blieben schwere Unfälle aus, aber nach jedem Crash mussten die im 30 Sekunden-Takt gestarteten Rennwagen zurückfahren und neu beginnen. Das brachte einige Verzögerung. Mit dabei waren auch sechs Fahrer aus Thüringen, allerdings kräftemäßig außerhalb der Konkurrenz. Favorit von Anfang bis Ende der Italiener Simone Faggioli, der den Streckenrekord auf unter 2 Minuten drückte. Die Ergebnisse insgesamt sind unter www.glasbachrennen.de zu finden.


    • 18. Internationales Schlittenhunderennen
      Qualifikationslauf zur Europameisterschaft in Frauenwald: 120 Musher aus 6 Nationen waren mit insgesamt 800 Hunden bei genügend Schnee und viel Nebel im Thüringer Wald gegeneinander angetreten. Muscher – das sind die Schlittenhundeführer mit ihren Huskys, Malamuten, Grönländer und Samujeden. Für sie hat sich der kleine Ort am Rennsteig schon lange zum Thüringer Schlittenhunde-Mekka entwickelt. Mit anspruchsvollen Trails und perfekter Organisation konnten der Schlittenhundesportclub Thüringen e.V. und viele ehrenamtliche Helfer aus Frauenwalt auch in diesem Jahr wieder punkten. Die Schirmherrin, Landrätin Petra Enders, hatte den Lauf bereits am Freitag, den 25. Januar 2013 eröffnet. Mit der anschließenden „Frauenwalder Suppennacht“ wurden die Muscher und ihre Gäste auf das Event eingestimmt. Im beheizten Festzelt tischten Frauenwalder Gastwirte 8 verschiedene Thüringer Suppen auf, es gab Live Musik und eine Lasershow.
      Am Samstag und Sonntag lief dann ab 10 Uhr die Husky-Hatz mit Streckenlängen je nach Klasse und Gespanngröße zwischen 5 und 21 Kilometern. Obwohl die Witterungsbedingungen nicht ideal waren, gestalteten die Sportler und ihre vierbeinigen Lieblinge eine spannende Wettkampfatmosphäre. Hunderte Zuschauer zeigten sich als begeistertes Fachpublikum. Für die Nachwuchsmuscher gab es sogar ein Kinderrennen. Die Ergebnisliste des 18. Internationalen Schlittenhunderennens finden sie unter www.ssct.de.
    • 20 Jahre Feuerwehr
      Ein Film vom Festakt der Landkreisfeuerwehr Hildburghausen in Streufdorf
    • 20. integratives Sportfest
      Wenn Alt und Jung, Behindert und Gesund, Deutsche und Migranten aufeinander treffen: Am 18. Oktober 2013 fanden in der Hildburghäuser Kreissporthalle "Werratal" die 20. kreisoffenen integrativen Sportspiele statt.
      Die Veranstaltung des Landkreises stand unter dem Motto: Einander verstehen - Miteinander leben - Voneinander lernen. Hier waren das nicht nur leere Worthülsen. Nach der Eröffnung um 9.00 Uhr durch den Landrat, Thomas Müller, wurden gemeinsam Sportwettkämpfe und Spiele durchgeführt. Aufgebaut waren 11 Stationen für 7 verschiedene Altersklassen und viele weitere Sportangebote. Circa 350 Teilnehmer aus 16 Schulen, Heimen und Tagesstätten wechselten sich hier ab, darunter besonders viele Kinder. Neben Showeinlagen der Kindertagesstätte "Farbkleckse" und der Albert-Schweitzer-Förderschule aus Hildburghausen traten Stelzenläufer an, die für die Kleinen lustige Ballonfiguren formten, die Suhler Akrobaten zeigten sportliches Turnen und die Wefa Eisfeld lud zu einem Mitmachtanz ein. Durch das Programm führte Ali Fröhlich. Auch in diesem Jahr ermittelte man die Sportlichste Einrichtung bzw. Sportgruppe oder Sportverein, die sportlichste Teilnehmerin und den sportlichsten Teilnehmer. Bei der Ausgestaltung des Jubiläumssportfestes halfen viele Dutzende Partner und Ehrenamtliche. Sie alle wollten mit dem traditionellen Sportfest stetig den Integrationsgedanken vertiefen, ihren Schützlingen Spaß und Freude am Sport vermitteln und das Miteinander stärken. Wer in die leuchtenden Augen der Teilnehmer geschaut hat, weiß: Es hat funktioniert!
    • 21.Thüringer Wandertag
      In Heldburg trafen sich nicht nur die Vereinswanderer des Freistaates, sie hatten auch ihrte Kollegen aus Franken eingeladen. Die Hauptroute führte von dem mittelalterlichen Städtchen auf die gleichnamige Veste, die derzeit zum Deutschen Burgenmuseum ausgebaut wird.
    • 24-Stunden-Schwimmen
    • 25 Jahre Grünes Band
      Eine Pressefahrt mit dem BUND
    • 25 Jahre Mauerfall
    • 25 Jahre SCC Slusia
      Karneval in Thüringen steuert seinem Höhepunkt zu: Nicht nur der berühmte Wasunger Karneval wird in Südthüringen mit Inbrunst gefeiert. Die Schleusinger Pappnasen gehen mit eben so viel Enthusiasmus zu Werke und dürfen in diesem Jahr sogar ein rundes Jubiläum feiern.

      Der Präsident des Carnevalclub SCC SLUSIA verriet uns aber, dass viel Initiative von auswärtigen Mitgliedern beigesteuert werde, die Schleusinger selbst etliche Faschingsmuffel unter sich ertragen müssten. Doch letztlich sei man ja eine große Spaß-Familie und da vermische es sich. Das trifft auch auf ganz Thüringen zu. Keine Region im Freistaat, die ohne Verkleidung und witzige Sprüche auskommen will. 326 Karnevalsvereine mit über 26.000 Mitgliedern sind im Freistaat gelistet. Zwischen November und Februar organisieren sie 950 Veranstaltungen mit immerhin 33 Umzügen. Eingeleitet mit der MDR-Carnavalsgala „Herrliches, närrisches Thüringen“ aus der Erfurter Messehalle scheint nun das ganze Land auf dem Kopf zu stehen. Auch wer kein Freund des Schunkelns und abgeschnittener Schlipse ist, staunt über den Aufwand, der dabei betrieben werden muss. 168 Prinzenpaare umgarnt von 9.600 Tänzerinnen und vielleicht 10.000 Büttendarbietungen garantieren mit viel Herzblut eine schillernde Faschingszeit. Die Schleusinger, in ihrer 25. Session, sind dafür ein gutes Beispiel. Sie haben sich einige Gäste auf die Bühne eingeladen und brillieren mit ihrer mehrfach ausgezeichneten Tanzgarde, mitreißenden Showtänzen, gepfefferten Bütten und lustigen Gesängen.
    • 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Würzburg
      Vertragsbeziehungen schon aus Vorwendezeiten
      Suhl (HH) - Mit zwei Veranstaltungen erinnerte die Stadt am Donnerstag, den 15. Mai 2014, an das Jubiläum einer Zusammenarbeit mit Würzburg. Dafür waren sogar Gäste aus der alten Mainresidenz angereist.
      Schon im Vorjahr hatte sich die Begründung der Partnerschaft beider Kommunen zum 25. Mal gejährt. Nach der Neuwahl des Oberbürgermeisters in Würzburg, Christian Schuchardt, konnte nun offiziell und gemeinsam auch in Suhl daran erinnert werden. Um 17:00 Uhr wurde aus diesem Anlass im Foyer des Neuen Rathauses eine Fotoausstellung unter dem Titel „Fernbeziehungen - Faraway Friends" eröffnet. Medienstudenten aus Würzburg zeigen dazu Aufnahmen aus allen 10 Partnerstädten jeweils zu vergleichbaren Themenschwerpunkten. Die Würzburger Schau folgt übrigens der Suhler Ausstellung „Ansichtssache Suhl", die seit 6. Mai in Würzburg gezeigt wird. Um 18:00 Uhr folgte dann im Oberrathaussaal im alten Rathaus am Marktplatz der eigentliche Festakt. Dort stimmte zunächst das Blechbläserensemble der Sing- und Musikschule Würzburg die Gäste aus beiden Städten ein. Die Oberbürgermeister Dr. Jens Triebel und Christian Schuchardt würdigten dann die Vorreiterrolle der Partnerschaft, die ja bereits vor der Wende abgeschlossen wurde, aber erst danach so richtig aufleben konnte. Auf der Veranstaltung begegneten sich viele alte Bekannte wieder, denn gerade die Beziehung mit Würzburg wurde von Anfang an von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern beider Städte getragen. So konnte auch das Wirken von Bernd Höland und Werner Triebel gewürdigt werden, die sich jeweils an der Spitze ihrer Vereine jahrelang um eine lebendige Partnerschaft beider Städte besonders verdient gemacht hatten.


    • 380-KV-Leitung über den Thüringer Wald
      Durch den Naturpark Thüringer Wald will der Energiekonzern Vattenfall eine neue riesige Stromleitung bauen. Dagegen regt sich Bürgerprotest.
    • 39. GutsMuths-Rennsteiglauf
      Größte Crosslauf Europas fand in Thüringen statt: Der Lauf über den Höhenkamm des Thüringer Waldes zog am Wochenende wieder über 50.000 Laufbegeisterte an die Strecke. Insgesamt waren in diesem Jahr 14.335 Läufer, Nordic Walker und Wanderer aus 35 Nationen angetreten.
      Auch der obligatorische Regenschauer beim großen Zieleinlauf in Schmiedefeld konnte die überschäumende Stimmung nicht dämpfen. Beim Marathon über 43,5 km waren zum Start in Neuhaus am Rennweg mit knapp 6.000 Meldungen die meisten Teilnehmer gekommen. Die Standartstrecke wurde durchweg von Thüringer Läufern dominiert. Bei den Männern siegte wie im vergangenen Jahr Alexander Fritsch vom Sportverein Lok Arnstadt. Er war 2 Stunden, 34 Minuten und 54 Sekunden unterwegs. Nichts für schlaffe Waden! Anja Jacob vom VSC Klingenthal, die bereits 2009 auf dieser Strecke gewonnen hatte, lief mit sensationellen 11 Minuten Vorsprung durch den elektronischen Zieleinlauf.
      Beim Supermarathon, der mit 72,7 km über 2.000 Starter von Eisenach nach Schmiedefeld führte, gaben internationale Teilnehmer den Ton an. Der Sieg ging sowohl bei den Herren als auch bei den Damen an die Österreicher Carola Bendl-Tschiedel und Klemens Huemer. Der Brite Matthew Lynas wurde Zweiter. Beim Halbmarathon, der sogenannten Kurzstrecke mit ebenfalls 6.000 Teilnehmern auf 21,1 km und Start in Oberhof, belegte der Äthiopier Rashe Buggaa den 3. Platz.
      Doch jeder Teilnehmer fühlte sich letztendlich als Sieger. Das als Volkslauf bereits in den 70iger Jahren gegründete Sportereignis hatte schon damals in der DDR Kultstatus. Seither sorgen jährlich über 1500 Helfer aus 30 Sportvereinen entlang der Strecke - trotz des Massencharakters - für optimale Bedingungen. GutsMuths, der Mitbegründer der Laufbewegung in Deutschland, an den die Veranstaltung erinnern soll, hätte sich solch eine Begeisterung sicher nicht vorstellen können.
    • 4. LEADER-Konferenz Südwestthüringen
      Dem düsteren Bild der Demographen ein Schnippchen schlagen:
      Rohr - Was machen mit der schönen Heimat, wenn keiner mehr drin wohnt? Ein schleichender aber fortgeschrittener Prozess wird durch die Schlagworte Geburtenrückgang, Fachkräftemangel und Abwanderung beschrieben.

      Am 15. Oktober 2013 diskutierten in Kloster-Rohr Pädagogen, Unternehmer, Politiker und andere Entscheidungsträger darüber, wie junge Leute nach der Ausbildung in der Region gehalten werden können. Eingeladen hatten die drei regionalen LEADER-Aktionsgruppen Wartburgregion e.V., Henneberger Land e.V. und Hildburghausen-Sonneberg gemeinsam mit dem Amt für Landentwicklung und Flurerneuerung Meiningen. Deren Chef, Knut Rommel, moderierte die Konferenz unter dem Titel „Jugend und Bildung im ländlichen Raum“. Er hätte wohl keinen geeigneteren Ort für die Veranstaltung finden können als das BTZ Rohr-Kloster, das Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Südthüringen. 30 modern ausgestattete Fachwerkstätten in 28 Berufen für knapp 500 Auszubildende, 300 Theorieplätze, das Internat und die Mensa sprechen von dem Bemühen um die Jugend hierzulande. Doch das reicht nicht aus, weiß Antje Strauch, die Leiterin hier, die durch das BTZ führte. Um Jugendliche von der Abwanderung in Ballungsgebiete abzuhalten, bedarf es eines ganzen Bündels von Maßnahmen. Peter Hoffmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südthüringen erklärte, dass dazu eine umfassende Schulbildung genauso dazu gehören, wie attraktive Ausbildungsplätze, eine gute Entlohnung, bezahlbare moderne Mietwohnungen, kurze Wege, und jugendgemäße Angebote für Freizeit und Erholung. Der Direktor der Regelschule Dermbach, Meinolf Hepp und der Vorsitzende des schulinternen Fördervereis, Guido Wächtersbach plädierten für eine frühestmögliche Herstellung eines Heimatbezuges, durch geschickte Kooperation von Schule und regionalen Institutionen. Wie man auch in der Industrie einen Heimatbezug herstellen, verriet Reinhard Jacob, Geschäftsleiter der Analytik Jena AG in Eisfeld. Der Bürgermeister von Schmalkalden, Thomas Kaminski, erläuterte, wie er Jugendeinrichtungen seiner Stadt als Steuerungselemente in der Bevölkerungsentwicklung nutzt. Einhelliges Fazit: Die Arbeitswelt spielt eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung junger Menschen für ihren Wohnort. Dabei schließt sich der Kreis: Nur wenn in Südthüringen auch für Jugendliche eine lebenswerte Zukunft gesichert werden kann, ist auch der Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen gesichert, so abschließend Peter Heimrich, Landrat von Schmalkalten-Meiningen.
    • 40. Adlersbergfest
      Auf einem der bekanntesten Berge des Thüringer Waldes wird gefeiert: Er ragt weder aus der Landschaft, noch fanden hier irgendwelche bedeutenden Ereignisse statt und - man kommt auch nicht mit dem Auto ran. Trotzdem zählt der Adlersberg mit seinen 850 Metern zu den meist besuchten Erhebungen in Südthüringen.

      Die Wege hinauf vom Stutenhaus oder von der Wegscheide erinnerten an Pilgerstraßen, denn zum traditionellen Bergfest kamen die Leute in Scharen. Heinz Kaul, seit 8 Jahren Vorsitzender des Adlersbergvereins, hatte trotzdem mit mehr Besuchern gerechnet. Aber die Meteorologen hatten Regen angekündigt und so die Wanderer verschreckt. Es schien aber fast durchgehend die Sonne und die Aufwendungen des Vereins und des Hüttenwirtes mit Zelten, Blasmusik und Verkaufsständen waren nicht umsonst. Fast jeder Gast bestieg einmal den Aussichtsturm, der einen grandiosen Ausblick über das Henneberger Land gewährt. Er gehört zu den ältesten im Mittelgebirge und war vor 120 Jahren noch in Holz für den Brandschutz gebaut wurden.
      Übrigens: die nächste Veranstaltung auf dem Adlersberg soll das Bergsingen mit der Singakademie Suhl werden und dann heißt es wieder den Ganzen Winter auf die Pfingsthütte warten.
    • 41. GutsMuths-Rennsteiglauf 2013
      „Der liebe Gott ist ein Rennsteigläufer…“: Am Wochenende ging im Thüringer Wald der größte Crosslauf Europas über die Bühne. Alleine 16 Tausend aktive Sportler liefen auf dem Sportplatz des kleinen Dorfes zusammen und feierten mit noch einmal mehreren Tausend Besuchern ein großes Fest.
      Obenstehendes Zitat stammt von Jürgen Lange, Präsident des Rennsteiglaufvereins unmittelbar nach seinem Zieleinlauf. Denn der Wettergott hatte mitgespielt und exakt während der Läufe ein Zeitfenster über dem Thüringer Wald ohne Regen oder Hitze aufgetan. So etwas wird den Läufern und Wanderern, die aus dem In- und Ausland kommen, nicht jedes Jahr beschert. Der GutsMuths-Rennsteiglauf glänzt bei Umfragen regelmäßig hinsichtlich Organisation, Verpflegung und Rahmenprogramm. Menschen jedes Alters und jeder geistigen oder körperlichen Verfassung können hier ihre Strecke finden. Das Angebot reicht vom Supermarathon ab Eisenach mit fast 73 km, über den Marathon ab Neuhaus, bis zu Crossläufen für Kinder von einem Kilometer Länge. 1500 Helfer aus 50 Thüringer Sportvereinen standen wie immer an der Strecke bereit. Amateure und Profis störten sich nicht aneinander, die Veranstaltung hat bis heute ihre Aura als Massenlauf behalten. Es gab auch in diesem Jahr eine professionelle elektronische Wertung mit Siegerehrung, deren Ergebnisse sich unter www.rennsteiglauf.de finden. Wie bei allen großen Sportevents blieb die Frage, warum sich jemand so etwas antun kann. Wer aber in die glücklichen Gesichter der erschöpften Läufer sah – weiß warum.
    • 425 Jahre Gymnasium Schleusingen
      Aus einem ehemaligen Kloster hervorgegangen, vom Henneberger Grafen Georg Ernst im Mittelalter gestiftet, gehört die Bildungseinrichtung zu den ältesten Gymnasien in Deutschland.
    • 450. Heiratsmarkt in Kaltennordheim
      Bevor man sich bindet, muss man sich schließlich finden...
    • 5. Freies Bergrennen
      Scharfe Kurven - heiße Reifen: Das sonst stille Tal zwischen Waldau und Steinbach stand das ganze Wochenende im Zeichen PS-starker Motoren, gestylter Serienwagen und waghalsiger Hobby-Rennfahrer.

      Jedermann konnte teilnehmen, aber nur 75 Piloten trauten sich. Denn die 2,5 km zwischen den beiden Dörfern haben 13 scharfe Kurven, die bei hohen Geschwindigkeiten gefährlich werden können. Das aber hielt weder die wagemutigen Freizeitlenker noch die vielen Fans an der Strecke ab. Zu schön waren auch die getunten Flitzer anzuschauen, darunter allein fünf Porsche. An allen drei Tagen fanden so gennannte Liveacts an der Strecke statt, wie das spektakuläre Triften und natürlich eine Misswahl. Die Organisatoren des Bergrennens, Thomas Weser und Heiko Schilling sind Diskotheker und wissen, was ihr Publikum will. So war auch Rallye-Profi Olaf Dobberkau dabei, der sonst die Deutsche Meisterschaft aufmischt (Siehe Video). Hier im Wald fuhr er außer Wertung. Trotzdem lagen zwischen seiner Bestzeit von 1,13 Minuten und dem schnellsten Hobbyteilnehmer nur vier Sekunden. Wer die Strecke kennt zieht den Hut. Das wichtigste aber: Trotz des durchwachsenen Wetters mit teilweise nassem Asphalt gab es keine Unfälle.
    • 5. Rennsteigfest in Masserberg
      Jedes Jahr richtet ein anderer Thüringer Landkreis am Rennsteig ein Fest aus. Diesmal war Hildburghausen an der Reihe.
    • 500 Jahre Georg Ernst von Henneberg
      Ein mittelalterlicher Graf wirkt bis in unsere Zeit: Mit vielfältigen Veranstaltungen würdigte Schleusingen den 500. Geburtstag des letzten Henneberger Grafen.

      Über ein halbes Jahrtausend drückten die fränkischen Grafen derer von Henneberg zwischen Rennsteig und Main, Coburg und Bad Salzungen dem Land und den Leuten ihren Stempel auf. Wirklich Bleibendes aber schuf erst der Letzte seines Geschlechts zwischen 1511 und 1583: Graf Georg Ernst führte die Reformation in Südthüringen ein und gründete das inzwischen drittälteste Gymnasium Deutschlands. Der aufgeschlossene Adlige prägte damit bis heute Kultur und Bildung in dem kleinen Städtchen südlich des Rennsteiges. Das feierten die Schleusinger nun eine Woche lang. Im Naturhistorisches Museum auf der Bertholdsburg, seiner ehemaligen Residenz, gab es eine Festveranstaltung, die Schleusinger Blätter widmeten ihm eine Sonderausgabe, das Gymnasium und seine Stiftung begannen eine Ahnengalerie mit herausragenden Absolventen und die Stadtverwaltung baut, wie der landesherrliche Stifter vormals, ein Internat für die auswärtigen Schüler der Bildungseinrichtung. Was kann sich ein mit Sendungsbewusstsein ausgestatteter Graf mehr wünschen? Wie sich Georg Ernst den damals „neuen Medien“ – den Büchern verpflichtet fühlte und eifrig in seiner Stadt drucken ließ, so eifert ihm das Hennebergische Gymnasium heute nach und kümmert sich um die audiovisuelle Medien. Der Graf verschuldete sich mit seinen Reformen aber derart, dass das Land nach seinem Tod ohne Nachkommen an Sachsen ging – samt Evangelium, Gymnasium und Bücher. Die Bürger heute wissen aber, wem sie das alles zu verdanken haben.
    • 6. Hoffest in Milz
      20 Jahre Agrargenossenschaft Milz: Trotz mehrerer Regenschauer herrschte am Sonntag durchgehend Besucherandrang auf dem großflächigen Gelände des südthüringer Agrarbetriebes.

      "So sind wir Bauern: Erst jammern wir über die lange Trockenheit und nun wünschen wir uns wieder die Sonne herbei", sagte Albert Seifert, von Anfang an Vorstandsvorsitzender der landwirtschaftlichen Genossenschaft. Er sei aber zuversichtlich, dass der Schaden des regenarmen Frühjahrs jetzt größtenteils kompensiert werde. So konnten die Milzer auch sorgenfrei feiern. Mit Blasmusik der Dorfkapelle, Hausmannskost, Aufführungen von Karnevalsverein, Feuerwehr und Kindergarten, mit Schleppertreff, Spiel und Bastelstraßen, Kutsch- und Traktorenfahrten gestalteten viele Einwohner das Hoffest mit. Wer wollte, konnte seine Heimat aus einem Hubschrauber von oben anschauen. Größtes Interesse aber galt den Stallungen und der Technik, denn der Betrieb hatte sich aus der hiesigen LPG 1990 nach dem Ende der DDR entwickelt. Viele Milzer sind Mitarbeiter, Gesellschafter oder Verpächter und wollten nun sehen, wie sich ihre Genossenschaft entwickelt hat. Es sei zwar kein leichter Weg gewesen, so der Agrar-Chef, aber letztlich erfolgreich. Damals waren 188 Leute beschäftigt, heute sind es noch 28. Die Produktivität sei teilweise um das Vierfache gestiegen. Mit der Biogasanlage gehörte man 2001 sogar zu den Vorreitern in Thüringen.
    • 6. Kultur- und Museumsnacht
      Schloss Bertholdburg und der Künstlerhof präsentieren ihr großes Potential: Neben den ständigen Ausstellungen – Regional- und Naturgeschichte im Schloss, sowie Kunstaustellung im Roten Ochsen - hatten sich beide Häuser für diesen Abend noch etwas Besonderes einfallen lassen.
      Das Naturhistorische Museum zeigte neueste paläontologische Ausgrabungen, kürte das Fossil des Jahres 2011 und würdigte den hundertsten Jahrestag historischer Sammlungen in Schleusingen. Die begannen einst in einem Wirtshaus, dem alten Krug, und mauserten sich auf verschiedenen Gebieten zu den bedeutendsten Expositionen in ganz Thüringen. Dazu gab es eine musikalische Umrahmung von Kurt Enke aus Eisenach.
      Im Künstlerhof – der privaten Stiftung von Familie Niemann aus Roxheim - gab es zusätzlich zu den Ausstellungen eine Vernissage des derzeitigen Stipendiaten Siegfried Kärcher mit Gemälden zum Thema „Erfahrungen in Schleusingen“. Der Künstler aus Frankfurt am Main experimentiert mit zeitgenössischer Malerei und modernen Medien. Auch hier Musik auf Orgel und Klavier mit Christian Thadewald und später das Duo „Jazznah“ mit Klassikern und Standards.
    • 60 Jahre Skispringen auf Matten
    • 60. Viernauer Gagenkarneval
      Wo in Südthüringen zum Fasching die Luft brennt: Minus 5 Grad zeigte das Thermometer zum Großen Festumzug in der 2000-Seelen-Gemeinde südlich des Rennsteiges. Gefühlt aber waren es von Darstellern und Gästen 30 Grad plus. Denn die Stimmung war am kochen. Ein aufwendig und originell gestalteter Reigen großer Festwagen und eine unüberschaubare Meute bunter Kostüme schlängelten sich mit heißen Rhythmen und viel Geschrei die Dorfstraße entlang. Die vielen hundert Zuschauer ließen sich gerne anstecken. In Viernau heißt es Gagen-Karneval, weil der Rabe im Gemeindewappen mundartlich eben Gag heißt. Jedes Jahr wird ein „Dreiergestirn“ gewählt, bestehend aus Prinz, Prinzessin und Hofmarschall. Heuer: seine Tollität Prinz Steven I. vom Waldvogel, Ihre Lieblichkeit Prinzessin Tina I. vom Alten Bach und Hofmarschall Marco I. vom Silbergraben. Am Rosenmontag findet die gleiche Prozedur mit Jugendlichen aus dem Ort statt. Denn die Nachwuchspflege ist auch hier der Grund, warum solche Traditionen nicht aussterben können. 40 aktive Mitglieder hat alleine der Elferrat. Dazu kommen Jugend-Elferrat, Ballett, Männersportgruppe und eine Musikformation mit vielen Trommlern – da kann nichts schief gehen. Das Motto heuer: Sächzk bäär nooch koo, fengd nooch emoe oo. Auf Deutsch: Sechzig – wer noch kann, fängt noch einmal mal an. Der allerorts tönende Schlachtruf hat sich im Wandel der Zeit verändert: Hieß es ursprünglich: „Alibaba Gag-Gag“, ruft man heute nur noch „Gag Helau“. Am Rosenmontag gibt es um 13 Uhr einen zweiten Umzug, anschließend Kinderkarneval und am Abend einen zünftigen Faschingsball. Und wer nicht genug bekommen hat, kann noch am 2.März 2013 zur Abschlussveranstaltung des Jubiläumskarnevals in die Mehrzweckhalle Viernau kommen.
    • 6000 Jahre Harras
    • 650 Jahre Gethles 1
      Ein typisches südthüringer Dörfchen gestaltet zum Jubiläum lebendige Bilder seiner Geschichte.
    • 650 Jahre Gethles 2
      Ein typisches südthüringer Dörfchen gestaltet zum Jubiläum lebendige Bilder seiner Geschichte.
    • 650 Jahre Steinheid
      Höhepunkt des Jubiläums war der Festumzug am 10. Juni 2012
    • 7. Slusizer-Preis vergeben
      Kunst- und kulturinteressierte Bürger Schleusingens fördern publizistisches Schaffen in ihrer Heimat: Thomas Perlik aus Römhild wurde für seine literarische Arbeit im Henneberger Land geehrt.
      Im Mittelpunkt stand dabei seine Geschichte über den Kaufmannsladen Morgenroth in Themar. Das Buch ist im Salier-Verlag bereits in der 3. Auflage erschienen. Thomas Perlik, heute Pfarrer in Römhild, der auch mal in die Bütt beim Karneval steigt, schildert darin seine Kindheitserinnerungen in der Heimatstadt.
      Ein Nachfahre der Kaufmannfamilie, Arndt Morgenroth, heute mit dem Pfarrer befreundet, hielt die Laudatio und übergab die Preisskulptur. Sie stammt vom Bildhauer Benedikt Solga und stellt die Wassernixe Slusia als sagenhafte Begründerin der Stadt Schleusingen dar. Die Bezeichnung „Slusizer" soll eine Affinität zum bekannten Pulitzer-Preis herstellen. Schirmherr, Kultur-Staatsekretär Prof. Dr. Thomas Deufel, würdigte die Arbeit des Slusizer-Fördervereins als verantwortungsvolles und wirksames Bürgerengagement. Musikalisch wurde die Veranstaltung im Wilhelm-Augusta-Stift vom Saxophon-Trio Hildburghausen untermalt.
    • 700 Jahre Linden
    • 750 Jahre Bischofrod
      Kleine Gemeinde begeht großes Jubiläum: Das Dorf liegt im Kleinen Thüringer Wald versteckt zwischen Bergen und Wäldern. Wahrscheinlich hat es genau deshalb die Jahrhunderte so gut überstanden. Heute ist es ein Wanderparadies.

      Vermutlich wurde Bischofrod bereits vor 900 Jahren auf Veranlassung eines geistigen Würdenträgers gegründet. Jedoch findet sich die erste Erwähnung erst im Jahre 1262. Eine Urkunde besagt, dass zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Mühlen durch den Grafen von Henneberg an die Kirche zu Kloster Veßra verpfändet wurden. Demnach muss der Ort schon viel früher entstanden sein.
      Dieses Traditionsbewusstsein wurde nun gebührend gefeiert. Eineinhalb Jahre lang bereiteten über einhundert Helfer das Jubiläumsfest am vergangenen Wochenende vor. Im Mittelpunkt stand ein geschichtlicher Festvortrag, der immer wieder durch passende Sketsche, Spiele und Showeinlagen unterbrochen wurde. Das lockte auch viele Gäste in das kleine Dorf.
    • 9. Südthüringer Regionaltierschau
      Hoffest der Landschaftspflege-Agrarhöfe mit besonderem Aufwand: Die Agrarbetriebe der Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen, Sonneberg, Bad Salzungen und Gotha präsentierten ihr bestes Vieh am 30. Juni 2013 in Kaltensundheim nicht nur dem Fachpublikum.
      Denn der große Zustrom an interessierten Gästen aus der ganzen Region zeigte deren Verbundenheit mit der hiesigen Landwirtschaft. Im Mittelpunkt standen natürlich Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde. Der große Öko-Hof hier gehört zu den besten Zuchtbetrieben deutschlandweit. Aber neben den professionellen Tierschauen gab es auch jede Menge Markttreiben mit ländlichem Handwerk und bäuerlicher Technik zum Anfassen und Selbermachen. Beim so genannten Kuh-Fitting wurde Hornvieh gestylt, Bulldog-Vorführungen zeigten alte Traktoren und bei Sensen-Dengeln konnten alte Mähmesser geschärft werden. Kinder fand man nicht nur im Streichelzoo oder auf der Strohhüpfburg sondern auch schon beim Auftrieb und der Bewertung der Tiere. Modernste Computertechnik bei Traktoren, Mähdreschern und einem Melkroboter demonstrierten, wie Bauern heute arbeiten. Von Vereinen, Schulen und Kindergärten der Region wurde ein buntes Bühnenprogramm gestaltet. Während in anderen Gegenden Thüringens Zuchttiere nur noch auf einzelnen Hoffesten gezeigt werden, halten die Südthüringer bislang an der Tradition der aufwendigen Regionaltierschauen alle zwei Jahre fest. Die ausrichtenden Betriebe allein können das nicht stemmen. Mit im Boot sind so die Zuchtverbände im Land, der Bauernverband, die Landwirtschaftsämter und das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung.

    • Abitaufe 2014
      In Schleusingen wird seit jeher das bestandene Abitur auf besondere Weise gefeiert.
    • Abschluss für Thüringen auf der Grünen Woche
      Mehr Besucher, mehr Umsatz - das ist die Bilanz der diesjährigen internationalen Leitmesse für Agrar- und Ernährungswirtschaft

      Auch die Thüringer Messestände in Berlin profitierten von den Steigerungsraten. Insgesamt hatten sich 1.632 Aussteller aus 57 Ländern präsentiert. An den zehn Messetagen zählten die Veranstalter mehr als 415.000 Besucher. Das ist ein Plus von gut 15.000 gegenüber dem Vorjahr. Unter den Gästen waren den Angaben zufolge auch 100.000 Fachbesucher.
      Geschäftsabschlüsse wurden nicht genau beziffert. Rein statistisch habe jeder Messebesucher 86 Euro für Bestellungen ausgegeben. Dies führe zu einem Umsatzplus von 3 Millionen Euro auf 45 Millionen.
      Die Diskussion um den Dioxinskandal sei während der Exposition deutlich versachlicht worden. Der Thüringer Landwirtschaftsminister, Jürgen Reinholz, sagte am Rande der Messe, dass der Verbraucher mit dem Kauf von Bioprodukten solche Negativ-Schlagzeilen ausschließen könne, auch wenn diese teurer seien.
      Die Thüringer wurden in diesem Jahr vom Landkreis Hildburghausen vertreten. Landrat Thomas Müller lobte sowohl den Leitmessestand als auch die kulturelle Auftaktveranstaltung als maßstabgebend auch für andere Bundesländer.
    • Agrarschule Schwerstedt
      Beim Tag der offenen Tür stellt sich der landwirtschaftliche Nachwuchs Thüringens vor : Eltern, Verwandte, Kollegen und Einwohner konnten sich von den modernen Ausbildungsbedingungen in Thüringens einziger überbetrieblicher Berufsschule für Jobs in der Landwirtschaft überzeugen. Das alte Schloss mit seinen Unterrichtsräumen ist nicht mehr der einzige Hingucker in dem kleinen aber alten Dorf Schwerstedt. Zwar waren noch einige Teile des Außengeländes nicht fertig, aber der Schulneubau mit den modernen Fachkabinetten zeigt, wie wichtig den Thüringern die Nachwuchsförderung in der Landwirtschaft ist. Kaum ein Berufszweig hat sich nämlich in den letzten Jahren so rapide gewandelt. Während vor noch nicht allzu langer Zeit Schlagworte wie Massentierhaltung, Überdüngung und Gammelfleisch das Image des Berufszweiges beschädigten, geht heute nichts mehr ohne Computer, GPS, Qualitätslabore und Öko-Zertifikate. Zunehmend wir der Landwirt auch zum Natur- und Landschaftspfleger. Liebe zu Flora und Fauna und der dazugehörenden Technik muss man aber immer noch mitbringen. 1.800 AZUBI’s werden hier ausgebildet. Sie kommen aus allen Teilen des Freistaates und können über die Woche in einem Internat untergebracht werden. Daneben gibt es Hallen mit Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. 80 Pädagogen und Mitarbeiter bilden Tierwirte, Landwirte und Hauswirtschaftler mit und ohne Abitur aus. Außerdem können hier verschiedene Schulabschlüsse nachgeholt werden. Beim Tag der offenen Tür erlebten die Besucher, dass das nicht ohne Spaß abgeht…
    • Alpenüberquerung Teil 1
      4 Schleusinger Gymnasiasten überqueren die Alpen mit dem Rad.
    • Alpenüberquerung Teil 2
      4 Schleusinger Gymnasiasten überqueren die Alpen mit dem Rad.
    • Alte Meister en miniature
      Im Otto Ludwig Museum in Eisfeld kann man noch bis zum 30. Oktober die Ausstellung "Alte Meister en miniature - Thüringer Porzellanplattenmalerei" besichtigen. Museumsleiter Heiko Haine gibt einen kleinen Einblick in die ausergewöhnliche Sammlung der Werke.
    • Altendambacher Dorffest
      Gründe zu feiern gibt es viele...
    • Altendambacher Dorffest
      Gründe zu feiern gibt es viele...
    • Altes Technikum in Hibu
    • Altstadtfest in Hildburghausen
      Ein Gespräch mit dem Werbering der Kreisstadt.
    • Alupress
      Imagefilm über eine erfolgreiche Firma in Hildburghausen
    • Amateurbühne Hildburghausen
      Weihnachtsaufführung für Kinder hat begeistert: Das Hausensemble des Stadttheaters Hildburghausen sorgte auch in diesem Jahr zu den Feiertagen wieder für vollbesetzte Reihen, vor allem mit Kindern.

      Heuer ging es um die Abenteuer des Fabelwesens Sam, das ausgesuchten Leute alle Wünsche erfüllt. Das gefällt natürlich jedem und so lösen seit über 40 Jahren die Theaterenthusiasten aus der Kreisstadt viel Freude aus. Seit 2008 haben sie in dem traditionsreichen chic sanierten Theater hervorragende Bedingungen. Die etwa 25 Laiendarsteller um ihren künstlerischer Leiter Reinhard Haschlar vertreten jedwedes Alter, manchen Stand und Profession. Sie verbindet die Liebe zu den Brettern, die die Welt bedeuten. Neben fast allen bedeutenden deutschen Märchen, inszeniert die Amateurbühne auch nicht wenige Stücke für Erwachsene. Zusätzlich zum Stadttheater bespielt sie auch das Naturtheater Steinbach-Langenbach und viele kleine Veranstaltungen in der Stadt. Dafür lieben sie die Hildburghäuser. Übrigens werden auch immer Leute gesucht, die mitmachen wollen, egal ob vor oder hinter der Bühne - besonders unter der Jugend!
    • Apfelfest in Untermaßfeld
    • Arena-Trial
      In Steinbach-Hallenberg gab es Motorradstunts über gewagte Hindernisse.
    • Asientour 1
    • Asientour 2
    • Asientour 3
    • Asientour 4
    • Atelierhof Gröben
      Wenn Kunst, Musik und Natur eine Symbiose eingehen: Manche Sammlung moderner Kunst könnte neidisch werden: Der Skulpturengarten von Familie Neuhäuser alleine ist schon eine Augenweide. Nun wurde er noch musikalisch verzaubert.

      Kaum ein Ort scheint geeigneter für Tagträumerei: Die mittelalterliche Siedlung auf dem Bergrücken nördlich Stadtrodas schafft eine fast mythische Atmosphäre. Im Fachwerkensemble auf der Bergspitze vor der Kirche findet die Künstlerin Barbara Neuhäuser Inspiration für ihre archaischen Bilder und Skulpturen. Der große Garten mit den vielen Blumeninseln, Kunstwerken aus Holz und Stein und dem sanften Hügeln im Hintergrund gestattet einen ständigen Wechsel der Motive. Am vergangenen Wochenende gastierte dort das Ensemble für Intuitive Musik Weimar. Mit sphärischen Klängen versuchten die Musiker an jeweils verschiedenen Stellen des Kunstgartens neue Tonfarben entstehen zu lassen. Danach zogen sie mit den zahlreichen Gästen in einer Art Prozessionen in die Dorfkirche und vollendeten dort das eigenwillige Konzert. Überall in der Gemeinde waren Kunstwerke ausgestellt; auch von befreundeten Künstlern wie Gernot Ehrsam, Immanuel Kraus und Klaus Langmann. Sogar Nachbarn waren gekommen und zeigten, dass den alteingesessenen Bewohnern solch experimentelle Kunst nicht unsympathisch ist.

    • Atlantis
      Atlantis! Tausende irre Geschichten von der Entdeckung der legendären Insel haben das Thema verbrannt. Doch wie Schliemann über die Sagen Homers Troja ausfindig machen konnte, braucht man hier nur den Erzählungen Platons zu folgen. Aber konsequent! Der Frühgeschichtsforscher Jürgen Hepke hat sich dem Thema an Hand griechischer Originaltexte und historischer Fakten genähert. Wie eine logische Perlenschnur führen seine Indizien nicht nur zum megalithischen Volk der Atlanter. Er bietet auch mit neuen archäologischen Erkenntnissen, Satellitenaufnahmen und Vorort-Recherchen eine überzeugende Lokalisierung für deren mythische Königsstadt Atlantis an. Wir haben den Historiker auf der Suche begleitet und seine Erkenntnisse von Wissenschaftlern und Archäologen hinterfragen lassen.
    • Atomgegener Meiningen
    • Ausbau des deutschen Stromnetzes
      Landfunk 9 konnte an einer Beratung in Bonn teilnehmen, in der Politik und Stromkonzerne über die Zwänge beim Netzausbau diskutierten. Immerhin war der Protest vieler Menschen im Thüringer Wald gegen die 380 KV-Leitung bis zu ihnen gedrungen. Aber: dort erhielten diese Probleme auch eine gesamtstaatliche und globale Dimension...
    • Ausgrabungen bei Oberhof
      Thüringen vor 300 Millionen Jahren: Die Erdschichten im sogenannten Rotliegenden entsprechen einer Zeit, da die Kontinente noch verschmolzen waren. Am Rennsteig gab es damals Flüsse und Seen. Unsere Gegend stellte quasi ein Bindeglied zwischen Nordamerika und Osteuropa dar, die Witterung wechselte extrem. Ein Schmelztiegel für Geologen heute. Gemeinsam mit 15 Studenten von der Bergakademie Freiberg grub das Naturhistorische Museum in Schleusingen zwei Wochen am Lochbrunnen bei Oberhof. Die Fundstelle ist Eingeweihten seit 1875 bekannt und bietet die ganze versteinerte Palette, was damals so kreuchte und fleuchte: Zähne und Flossenstacheln von kleinen Süßwasser-Haien, Muscheln, Krebse, molchähnliche Saurier, Insektenflügel, Tausendfüßler, Nadelbaumreste und Farne. Diesmal scheinen die Fundstücke nicht so spektakulär zu sein, wie bei vorangegangenen Grabungen in Manebach, Friedrichroda, Tambach-Dietharz und Gehlberg. Ziel der Grabungen sei es aber ein Gesamtbild vom Leben auf dem Superkontinent Pangäa damals herzustellen. Die Auswertungen dazu können etwa zwei Jahren hinziehen. Dann sollen auch die besten Fossilien in einer Sonderausstellung in Schleusingen zu sehen sein. In Oberhof werden Informationstafeln aufgestellt.
    • Ausgrabungen in Zelle-Mehlis
    • Ausscheid Jugend musiziert
    • Ausstellung zum 2. Weltkrieg in Dietzhausen
    • Ausstellungseröffnung am Dreikönigstag
      Bildende Kunst in der Predigerkirche Erfurt: Nach einem Gottesdienst im Refektorium folgte gestern eine Vernissage mit moderner Kunst, die scheinbar im Gegensatz zu den frühgotischen Linien des ehemaligen Klosters stand.

      Denn die Predigerkirche stammt aus dem 13./14. Jahrhundert und ihre Architektur besticht durch klare Linien und einfache Struktur. Der Stil der Bettelmönche hat sich bis heute erhalten. Dem gegenüber ist der experimentelle Charakter der teils überlebensgroßen Holzskulpturen des Bildners Gernot Ehrsam unverkennbar. Dazu gab es auf der kleinen Feier Lyrik, Klavier und Sprachkonzert von puetummusika aus Weimar sowie modernen Tanz mit Julia Heß von „omtiritata“. Beides durchaus avantgardistisch. Doch unter dem Ausstellungstitel "Offenes Kreuz" gelang es den Künstlern, durch religiöse Themenauswahl und sakralem Bezug die mystische Atmosphäre des Gotteshauses aufzugreifen. Neues und Altes gaben einen interessanten Kontrast, ließen auch genug Raum für persönliche Interpretationen. So jedenfalls der Tenor vieler Gäste. Auch das Thema „Meister Eckhart“ wurde aufgegriffen. Die Predigerkirche ist einzig nachweisbare Wirkungsstätte des einflussreichen Theologen und Philosophen aus dem Mittelalter. Die Ausstellung selbst im Kirchenschiff ist noch bis Ende Juni zu besichtigen.
    • Auswandern
      Wenn junge Menschen das Land verlassen: Im vergangenen Jahr hat sich die Einwohnerzahl Thüringens um 11.143 auf 2.170.460 reduziert. Das ist zwar der geringste Rückgang seit dem Wendejahr 1989, aber immer noch kehren Jahr für Jahr etwa 50 Tausend Menschen dem Freistaat den Rücken. 7.978 gingen davon 1912 sogar ins Ausland. Wie die Zahlen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ausweisen, wandern bereits seit 2005 mehr Deutsche ins Ausland ab, als von dort zurückkommen. Im vergangenen Jahr verließen 140.000 Deutsche das Land. Trotzdem gilt die Bundesrepublik nicht als Massenauswanderungsland. Zwar hat sich die internationale Mobilität der Deutschen seit den 1970er Jahren mehr als verdreifacht, aber dieses Phänomen sei kein deutsches, sondern ein globales. Noch viel höhere Auswanderungsraten haben Großbritannien, Schweden und die Niederlande. Das Problem: Die Auswanderer sind überdurchschnittlich gut ausgebildet, mit 32 Jahren relativ jung und häufiger männlich als weiblich. Finanzielle Rücklagen haben die wenigsten. Nach den Motiven befragt, stehen diffuses Fernweh, eine spezielle Ausbildung, oder die Jobsuche im Vordergrund. Dabei sind die Chancen auf einen Beruf überall schlechter als in Deutschland. Sie fallen umso geringer aus, je niedriger die berufliche Qualifikation und die Sprachkenntnisse sind. Die gute Nachricht: Die wenigsten wollen für immer auswandern. Nach einer Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung erwog 2009 jeder achte Deutsche, ins Ausland zu gehen. Aber weniger als ein Drittel zog eine endgültige Übersiedlung in Betracht. Laut Statistischem Bundesamt ist die Auswanderungslust der Deutschen sogar etwas zurückgegangen. Im Jahre 2009 kehrten knapp 20.000 Menschen Deutschland weniger den Rücken, als im Vorjahr. Derjenige aber, der geht, braucht immer noch Abenteuerlust, Improvisationstalent und visionäre Ambitionen. Wenn dann die Liebe noch ins Spiel kommt, helfen sowieso keine Appelle an die Vernunft. Im Video zeigen wir das Beispiel eines jungen Mannes, der genau ins Klischee passt. Der ehemalige MDR-Mitarbeiter ist in der Bretagne gelandet.



    • Autobahnkirche an der A 71
      Im März 2012 wurde Richtfest gefeiert
    • AWG Suhl legt Grundstein für moderne Wohnungen
    • Bachelorausstellung Johanna Rau
      Junge Kunst auf dem Lande: Mit einer Sammlung ihrer letzten Arbeiten verteidigte am Wochenende die Kunststudentin im alten Dorfkonsum Weitersroda ihren akademischen Status. Die Gemälde, Skulpturen und Installationen sind bestimmt nicht jedermanns Sache, aber immer originell, vielseitig und haben durchweg einen Bezug zum Alltag. Die Künstlerin repräsentiert damit den Geist der neuen Fachhochschule Kunst in Arnstadt, deren erste Absolventin sie ist. Mit ihren avantgardistischen Ideen kommt sie nun ausgerechnet in den tiefen Wald nahe Hildburghausen. Hier hat schon ein junger Künstler – Prinz Chaos – das traditionelle Kunstverständnis der Region aufgemischt, was prompt zu Reibereien mit einigen Anwohnern führte. Und genau an dieser Stelle möchte Johanna Rau ansetzen: Moderne, aber nicht abgehobene Kunst jedem „Otto-Normal-Verbraucher“ nahebringen, mit ihm ins Gespräch kommen. Denn sie ist überzeugt, dass Kunst auch immer etwas mit Freiheit, Toleranz und Miteinander zu tun hat, worauf sich die Menschen verständigen müssten. Denn Heimatliebe verbinde sie ja alle, meint die frischgebackene Absolventin, die selbst aus Lengfeld, einem Dorf am Rande des Kleinen Thüringer Waldes stammt. Also gründete sie gemeinsam mit ihrem Kollegen und Lebenspartner Stefan Schramm den Kunstverein „freihand“. Mit ihm möchte sie aber nicht nur das Kunstverständnis hinterm Rennsteig beeinflussen, sondern auch die Situation junger Künstler durch ein Netzwerk verbessern helfen. Die Exposition – Sinnbild dieser Idee – kann man noch am ersten Augustwochenende auch im Beisein der Künstlerin besuchen.
    • Back- und Braufest Gompertshausen
    • Bahnhof Rennsteig
      Sonne, Natur, Auslauf und dazu noch Eisenbahnnostalgie – was will man zum Männertag mehr? Auf dem Höhenwanderweg, rund um die alte Bahnstation mitten im Wald, sieht man selten so viele Ausflügler, wie zu Himmelfahrt.

      Das lag auch in diesem Jahr besonders an den Sonderzügen, die die Rennsteigbahn wieder vom südlichen Themar aus und Ilmenau im Norden hinauf auf den Kammweg des Mittelgebirges geschickt hat. Zwar ist ihr bekanntes Zugpferd, die alte Dampflock, immer noch defekt, aber die Dieselzugmaschine aus DDR-Zeiten geht ja inzwischen auch schon als nostalgisch durch. Jedenfalls nutzten nicht nur die obligatorischen Männergruppen das Angebot, sondern auch viele Familien und Freundeskreise. Neben der erwachenden Natur und einem traumhaften Wetter lockte die 2010 eingerichtete Gaststätte „Gleis 1“ im ehemaligen Güterboden des Bahnhofs mit Erlebnisgastronomie im historischen Eisenbahnstil. Dazu gab es ein kleines Volksfest und niemanden störte es, dass noch immer rund um die Station gebaut wird. Mehr und mehr schält sich hier ein touristisches Kleinod heraus. Die Strecke über den Thüringer Wald hatte die Preußische Staatsbahn 1904 in nur 18 Monaten gebaut. Es war ihre erste Gebirgsbahn, die an den 5 steilsten Streckenabschnitten damals noch besondere Zahnradstangen einsetzen musste. Oben im Gebirge wollte man die Lock mit Wasser und Brennholz versorgen – es entstand der Bahnhof Rennsteig. Übrigens: schon Pfingsten gibt es hier das nächste Highlight. Bei einem großen Schmiedefest treffen sich Handwerker und Künstler aus ganz Deutschland.
    • Bau der Thüringer Wald Autobahn
      Wissen Sie noch, wie es bei uns "hinterm Wald " verkehrstechnisch zuging, ohne die A71/73? Dieses Video zeigt den Anfang der Arbeiten.
    • Bauer Wirsching
      Das kleine Rith, im südlichsten Zipfel Thüringens, ist ein Musterbeispiel für traditionelles und modernes Landleben im Freistaat. Und niemand vertritt den Ort besser, als ein umtriebiger Landwirt von besonderem Format.
    • Baufachschule besuchte Rom
      Bildungsreise zu den größten Architekten der Weltgeschichte: Gotha (HH) – Dozenten und Studenten der hiesigen Fachschule – aktuelle und ehemalige – besuchten in Italien die ewige Stadt auf der Suche nach Inspiration und Nivellierung.

      Sie erlebten Rom als eine pulsierende Metropole der Neuzeit, die aber an vielen Stellen Einblicke in ihre Baugeschichte gewährt. In ungezählten teils sich überschneidenden Schichten türmen sich 3.000 Jahre Bauwut auf. Für die einen eine archäologische Zeitreise, für die anderen ein chaotisches Stadtbild. Wie überall wollten die Mandatsinhaber ihre Macht besonders in Bauwerken manifestieren – nur hier gab es halt sehr viele davon: die ersten bronzezeitlichen Siedler um die klassischen Stadthügel, die etruskische Könige, bis zu ihrer Vertreibung, die expandierende Republik, besonders nach den punischen Kriegen, die generösen Kaiser und schließlich die prunksüchtigen Päpste. Nur die Masse der plündernden und unbedarften Germanen hauste in Strohhütten zwischen den Ruinen einstiger Paläste. Dabei waren Kriegsschäden und Erdbeben nicht das schlimmste Übel. Der größte Verfall entstand gerade dadurch, dass eben jene Baulöwen die Stadt verließen: Als der heilige Paulus 56 n. Chr. seinen berühmten Römerbrief schrieb, hatte die Stadt noch 1,5 Million Einwohner. Nach Verlegung der römischen Hauptstadt Ende des 5. Jhd. nach Konstantinopel und dem Wegzug der Päpste 1309 nach Avignon war die Einwohnerzahl Roms auf unter 4.000 gesunken. Das Forum Romanum diente als Schafweide. Zum Glück für die Stadt kamen die die christlichen Würdenträger zurück. Unsere reisenden Bauwissenschaftler wussten aber schon, dass die grandiosen Bauwerke der Römer, wie das Kolosseum oder die Aquädukte, nur durch eine besondere Erfindung der Römer möglich waren: den Beton. Nach der Machtübernahme durch die Germanenkönige war das alles vergessen. Es brauchte über 1.300 Jahre bis in Europa der beliebte Baustoff wieder erfunden wurde. Schuld an dem dunklen Zeitalter war der in römischen Sold stehende germanische Heerführer Odoaker. Er löste das römische Reich auf, in dem er 476 den letzten Kaiser absetzte. Gut für unsere Reisegruppe, dass keiner in Rom wusste, dass Odoaker ein Thüringer war.
    • Büchsenmacherlehrlinge in Suhl
    • Bühnenball am Theater Meiningen
    • Büttenabend in Themar
    • Bergbauernkalender
      Schicke Models in rauer Natur: Am Wochenende war der letzte Shooting-Termin des Studios Foto-MAXX im Thüringer Wald, um im Auftrag des Verbandes Naturpark Thüringer Wald e.V. einen Kalender zum Zweimal-Hingucken herzustellen.

      Stellen Sie sich ein kleines Wiesental mitten in den Wäldern des Mittelgebirges vor, Dauerregen, Nebelschwaden, eine riesige Schafherde zieht vorüber, voran mit seinen Hunden ein urwüchsiger Schäfer, Traditionskleidung, Rauschebart, und – er trifft auf eine bunte Schönheit, verängstigt, leicht bekleidet, Stöckelschuhe im Matsch. Galant hilft er ihr über den angeschwollenen Bach. Das Märchen, inszeniert von dem Fotografen Marcel Mende, kann demnächst in ihrem Wohnzimmer hängen. Der Werbespezialist aus dem Eichsfeld ist sowohl im Umgang mit schönen Mädels geübt, als auch mit dem nackten Produkt. Beide setzt er gerne in einen Kontrast, den man nicht so schnell vergisst. So fotografierte er seine Models diesmal beim Kühe melken, bei Forstarbeiten, der Heuernte und in der Backstube. (Siehe Video) Die, die hier arbeiten, sind die wirklichen Stars für Mende. Als Laiendarsteller in Szene gesetzt, hatten sie sich schnell an die Kamera gewöhnt und agierten wie Profis. Schäfermeister Ewald Kieser aus Eisfeld und Bäckermeister Günther Scheler aus Steinheid waren jedenfalls begeistert. Trotz des enormen Aufwandes, war es für sie eine schöne Abwechslung.
    • Bergwiesenmähen
      Thüringen versucht seine alten Traditionen lebendig zu erhalten.
    • Berufsausbildung Bad Salzungen
    • Besuch aus China
      Wirtschaftliche Globalisierung ist keine Einbahnstraße. Nicht nur deutsche Unternehmen übernehmen in Fernost Betriebe und Einrichtungen. Auch die Chinesen haben die ersten Firmen hierzulande gekauft. Dass es dabei nicht nur um Abschöpfung des technischen Knowhows geht, zeigt ein beispiel aus Süddeutschland.
    • Besucherbergwerk Schwarzer Crux
      Das Besucherbergwerk und Waldgasthaus Schwarzer Crux liegt zwischen Suhl und Schmiedefeld und ist seit 2007 für die Öffentlichkeit zugänglich. Bereits im 17. Jahrhundert wurden hier Eisenerze abgebaut. Bis 1924 war diese Zeche in Betrieb, bis sie endgültig stillgelegt wurde. Man gelangt über den Alten Marienschacht II auf Treppenstufen nach Untertage. In einem ca. 40- minütigen Rundgang bis in 35 Metern Tiefe werden Geologie, Erzführung und Abbautechniken erklärt, sowie historische Strecken, Förderanlagen und Abbaue aus dem 17. Jahrhundert gezeigt.
    • Biathlon für Jedermann
      Das Schullandheim in Heubach ist für seine Ideen bekannt, aus wenig - ganz viel zu machen...
    • Biathlon in Oberhof
      Eine Nachlese zum Biathlon Weltcup in Oberhof mit einem Interview von Christopher Gellert, Geschäftsführer der WSRO-Skisport GmbH und einem Statement von Andrea Henkel
    • Bierbrauen im Kloster Veßra
      Der Brauverein Henneberger Land stellt sich vor
    • Bierfahrt nach Finnland Teil 1
      Schüler auf Bierfahrt ins Ausland ist nichts Neues, aber was hat unsere Provinz geschichtlich mit Finnland zu tun?
    • Bierfahrt nach Finnland Teil 2
      Schüler auf Bierfahrt ins Ausland ist nichts Neues, aber was hat unsere Provinz geschichtlich mit Finnland zu tun?
    • Bierfahrt nach Schleusingen 1
      Für den Film nachinszenierte Kommödie des finnischen Nationaldichters Alexis Kivi aus dem 19. jahrhundert in 4 Akten, gespielt von Schülern des Schleusinger Gymnasiums.
    • Bierfahrt nach Schleusingen 2
      Für den Film nachinszenierte Kommödie des finnischen Nationaldichters Alexis Kivi aus dem 19. jahrhundert in 4 Akten, gespielt von Schülern des Schleusinger Gymnasiums.
    • Bike-Week in Hildburghausen
      Die Henneberger Kreisstadt scheint langsam zum Mekka deutscher Motorradfreunde zu avancieren: Nach der Biker-Union e.V. jährlich am ersten Mai-Wochenende versucht sich nun ein zweiter Club mit einem Motorradtreffen auf der Langen Heide, einem ehemaligen NVA-Gelände am Rande der Kreisstadt.

      Wie das erste Treffen die Motorrad-Saison eröffnet, soll das letztere nun der krönende Abschluss des Biker-Jahres bilden. Das Programm über die drei Schönwetter-Tage des Wochenendes war mit jeweils zwei Live-Bands, Wettbewerben, Bike-Shows dazu Motorradausstatter und - händler bei beiden ähnlich. Die Veranstalter vom Motorradclub "Bad Seven" aus Hildburghausen und Coburg verstehen sich aber nicht als Konkurrenz zum traditionellen Frühjahrstreffen. So zeigten sie sich mit rund 500 aktiven Bikern zufrieden, wollen in den nächsten Jahren aber wesentlich mehr anlocken. Die Teilnehmer dieser ersten "Bike Week" seien vor allem aus der Region gekommen, erzählt "Ringo", alias Urgestein Herbert Müller, Präsident des Motorcycle-Clubs Franconia. Und so war es nicht verwunderlich, dass auch die ersten drei Plätze für den Wettbewerb der schönsten Motorräder nach Kronach, Weitramsdorf und Hildburghausen gingen.

    • Bikertreffen Hildburghausen 2016
    • Bischofrod feiert
      Bischofrod ist eine 187-Seelen-Gemeinde im Landkreis Hildburghausen und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Feldstein mit Sitz in Themar.
    • Bleßberghöhle
      Die Bleßberghöhle, ein Naturwunder mitten im Thüringer Wald!
      2008 wurde beim Bau des Blessbergtunnels für die ICE-Trasse eine Karsthöhle angeschnitten. Höhlenforscher erkundeten sie sofort. Ein Kamerateam von clip film- und fernsehproduktion aus Suhl war dabei.
      © Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz
    • Brauereifest Schwarzbach
      Älteste Brauerei des Thüringer Waldes: Christine Lieberknecht weihte am 16. April 2011 in dem kleinen südthüringischen Dorf eine neue Logistikhalle mit Photovoltaikanlage ein.

      Die Schlossbrauerei führt ihre Tradition bis um 1400 zurück, als Wirtshaus und Bierherstellung in Schwarzbach das erste Mal erwähnt werden. Der Familienbetrieb unter der Geschäftsleitung von Christel und Oliver Nowak setzt auf altthüringische Braukunst, moderne Verarbeitungstechnik und nachhaltiges Wirtschaften. Dazu zählen auch Investitionen in regenerative Energien. Zum Tag der offenen Tür waren so alle Einwohner des Dorfes und die Würdenträger aus Politik und Wirtschaft des Landkreises Hildburghausen eingeladen. Sie konnten dabei auch hinter die Kulissen einer alten aber mit zukunftsweisender Technologie ausgestatteten Bierherstellung schauen. Die Ministerpräsidentin bezeichnete die hier angetroffene Verbindung von Tradition und Innovation als beispielgebend für den ganzen Freistaat.
    • Bundesfilmfestival in Bad Liebenstein
      Das Kurtheater in Bad Liebenstein war vom 13.-15. Mai Austragungsort des Bundesfilmfestivals Dokumentarfilm. Die besten nichtkommerziellen Kurfilme aus ganz Deutschland wurden gezeigt und anschließend von einer Fachjury bewertet und prämiert.
    • Bunkermuseum Frauenwald
      Militärfahrzeuge am ehemaligen Führungsbunker der Stasi
    • Burgfest Schleusingen 2015
    • Country-Festival am Bergsee Ratscher
      Das Gespräch mit einer Musikerin zwischen 2 Konzertauftrtten .
    • Das 116. Blütenfest
      Was wäre ein Frühling ohne blühende Pflanzen?
      Gierstädt (HH) – Der so genannte Obstgarten Thüringens feiert traditionell das Schönste, was er zu bieten hat: Fürs Auge im Frühjahr das Erblühen seiner unermesslichen Obstfelder und im Herbst – für den Magen - das Apfelfest zur Ernte.
      Nirgendwo im Freistaat gibt es solch eine Blütenpracht wie in Gierstädt. Die Gemeinde und die Fahner Frucht GmbH boten als Veranstalter neben dem üblichen Rummel, geführte Wanderungen durch die Plantagen an, ausgeschilderte Routen für eigene Erkundungen durch die Felder zum Selberpflücken, Kutschfahrten und Schauabfüllen der vielen Obstsäfte. Musikalisch unterhielten die „Landstreicher“ und selbst beim Markttreiben dominierten Stände mit Blütenpflanzen. Der Obstanbau nördlich der Fahner Höhe geht bis ins 18. Jahrhundert zurück, initiiert von dem Gartenbaukundler Pfarrer Johann Volkmar Sickler. Die Idee für das Blütenfest hatte 1791 der damalige Wirt vom Goldenen Lamm. Schon damals waren die Städter aus Erfurt, Gotha, Bad Langensalza und Mühlhausen zur Baumblüte gekommen. Eine clevere Idee, denn das Hotel gibt es noch heute. Wegen seiner idyllischen Lage am Fuße des markanten Höhenzuges Fahner Höhe wurde Gierstädt schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Erholungsort bekannt. Seinen Höhepunkt erlebte der Obstanbau in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft zu DDR-Zeiten. Aus ihr ging die Fahner Frucht GmbH hervor, die heute noch größter Arbeitgeber in der Region ist. Sie erzielt auf der Hälfte der Fläche von damals den gleichen Ertrag. Aber wie früher wird die größte Artenvielfalt an Äpfeln in ganz Thüringen angeboten. Gierstädt war zusammen mit Burgtonna Teil der Südgrenze des Altgaues Kaiser Karls des Großen. Eine Urkunde aus dem Jahr 775 berichtet, wie der Ackerbau damals auf kleinen Feldern betrieben wurde, für die erst der Wald gerodet werden musste. Gierstädt gehörte im Mittelalter mit zum Herrschaftsbereich der Herren von Vanre. Hiervon leitet sich der Name des Nachbardorfes Großfahner (Gross-Vanre), von Kleinfahner und letztlich des Bergrückens ab.

    • Das 7. Freie Bergrennen
      Einmal ohne Geschwindigkeitsbegrenzung und Gegenverkehr durch die Kurven heizen:
      Waldau (HH) – Am vergangenen Wochenende trafen sich an der Strecke zwischen Steinbach und Waldau etwa 7000 Motorsportfreunde, um es 3 Tage lang so richtig krachen zu lassen.

      Die 2,5 Kilometer lange und kurvenreiche Strecke war dort, wo es keine Leitblanken gab, dick mit Reifenstabeln gepolstert worden. Waldau liegt im Tal und Steinbach knapp unterhalb des Rennsteiges. Dazwischen gibt es ein Höhenunterschied von circa 155 Metern. Ideal für anspruchsvolle Raser! Organisiert wird der Event jedes Jahr von vielleicht 10 Leuten einer Stammcrew, unterstützt aber von Dutzenden freiwilligen Helfern aus der ganzen Umgebung. Der Streckenrekord von 2008 beträgt eine Minute und 11 Sekunden. Dieses Jahr siegte Sascha Gallert aus Besingheim mit einer Minute und 18 Sekunden. Die restlichen Zeiten finden Sie auf www.freies-bergrennen.de. 70 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands waren angereist. Am Freitag stand die technische Abnahme im Mittelpunkt, am Samstag die Trainingsläufe und am Sonntag wurde gewertet. Mitmachen konnte jeder, nur Sturzhelm und Feuerlöscher waren Pflicht. Viele, vor allem junge Fahrer nutzten die unbeschränkte Gelegenheit. Ohne eigenes Reifenlager, Schraubermentalität und jede Menge freie Zeit lohne es sich aber nicht, sagen die Experten. Das wichtigste für Gäste und Fahrer schien sowieso nicht das Rennen selbst, sondern das schillernde Umfeld: die bunten gestylten Serienwagen, aufgemotzte Motoren, das Röhren der Auspuffe, so genannte Drift-Fahrer mit ihren rauchenden Reifen, posierende Models und jeden Abend eine andere Band. Dem Image der Szene zum Trotz gab es außer einem kleinen Blechschaden keinen nennenswerten Unfall. Ein Wunder bei den gewagten Manövern (Siehe Video!).
    • Das Bachfestival Arnstadt
    • Das Blessbergfest
      Auf dem beeindruckenden Berg am Südhang des Thüringer Waldes stehen nicht nur ein halbes Dutzend Türme rum...
    • Das Countryfest 2014
      Am Bergsee Ratscher trafen sich wieder die Western-Fans...
    • Das Dorf - Diedorf
      1250 Jahr-Feier mit großem Festumzug beendet: Selbst in einer Gegend, wo jeder zweite Hügel eine vorzeitliche Wallsiedlung trägt, gilt Diedorf in der Vorderen Rhön als eines der ältesten Gemeinwesen.
      Sein Jubiläum beging der Ort im Wartburgkreis mit einer Festwoche und wie üblich - mit großem Engagement. Kaum einer der 373 Einwohner war nicht eingebunden. Es gab eine offizielle Eröffnung mit vielen Ehrengästen, Feierstunden, einen Festgottesdienst, ein Kinderfest, Volksmusik, eine Oltimer-Ausstellung und nicht wenige Tanzveranstaltungen für Jung und Alt. Im Festzelt spielten die zum Beispiel die Dorfrocker und eine ABBA-Coverband. Höhepunkt der Feierlichkeiten aber war der große Festumzug mit mehreren hundert Teilnehmern, der sich über 2 Stunden durchs Dorf schlängelte. Da wurde die Dorfgeschichte in vielen bunten Bildern lebendig. Natürlich marschierten die Kelten mit, gefolgt von den Germanen, die adligen fränkischen Invasoren zeigten sich, die ihre Reste auf der Fischburg hinterlassen haben, die Henneberger Grafen gaben sich die Ehre, die Wettiner Fürsten von Sachsen-Weimar und natürlich Bauern, Handwerker, Weltkrieger, Russen, Honecker und zum Schluss die ansässigen Unternehmen von heute. Bemerkenswert: Die Diedorfer hatten 1342 vom Kaiser - damals der König Ludwig von Bayern - nicht nur das Markt, sondern auch das Stadtrecht verliehen bekommen. Man hatte es aber anscheinend nicht nötig – bis heute – davon Gebrach zu machen. So blieb Diedorf – eben das Dorf. Die Organisatoren vom hiesigen Kulturverein sahen sich mit den vielen Tausend Gästen bedankt. Die ganze Verwaltungsgemeinschaft um Kaltennordheim schien angereist zu sein.
    • Das Grüne Band
      Der Todesstreifen wurde lebensverbindendes Land: Film zum Tag der Deutschen Einheit
      Am Hennebergischen Gymnasium haben Schüler einen Film über die Entwicklung der ehemaligen innerdeutschen Grenze nach der Wiedervereinigung gedreht. Im Vorfeld des Nationalfeiertages am 3. Oktober fand nun die feierliche Uraufführung im Künstlerhof Roter Ochse statt.
      Die halbstündige Dokumentation erhebt professionellen Anspruch, auch wenn diverse „Wackler“ die Urheber verraten. Insgesamt 11 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 23 Jahren haben über mehrere Jahre entlang des alten Eisernen Vorhanges recherchiert, gefilmt, interviewt, geschnitten und vertont. Angeleitet wurden sie dabei vom Medienzentrum Henneberger Land, einem ehrenamtlichen Gremium, das junge Filmemacher in Südthüringen unterstützt. In dem Streifen kommen ehemalige Grenzer beider Seiten genauso zu Wort wie Vertriebene, Flüchtlinge, Politiker, Anwohner und Umweltschützer. Denn ein Schwerpunkt war die Umwandlung der todbringenden Zone in einen Naturschutzraum quer durch Deutschland. Der rote Faden des Filmes aber geht der Frage nach, was Jugendliche aus dem menschenverachtenden Kalten Krieg von damals lernen können. Klaus Niemann, Mäzen des Kunstbetriebes Roter Ochse, würdigte so auch das Bemühen an der Schule, deutsche Geschichte lebendig zu erhalten. Das passe genau in sein Konzept, auch dann noch an die Teilung zu erinnern, wenn manche Mitbürger bereits zur Tagesordnung übergegangen sind. Der hier dokumentierte Ausbau der ehemaligen Grenze zum Grünen Band zeige, dass der Mensch – wenn er denn will – jegliche Geschichte zum Guten wenden könne. Trotzdem wurde in der anschließenden Diskussion mit den Schülern deutlich, dass es schon eines besonderen Projektes – wie eben eines Filmes – bedarf, um die Nachgeborenen am Grünen Band zu interessieren. Der Film soll an 50 ausgewählte Schulen in Thüringen verteilt werden und auf dem Internetfernsehsender des Gymnasiums www.teevau.de zu sehen sein. Er wurde übrigens – Ironie der Geschichte – aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR gefördert.

    • Das Kindertheater Sachsenbrunn
      Wenn die Lust am Schauspielen an die Jungen weitergegeben wird: Vor acht Jahren begann der hiesige Theaterverein über seinen Nachwuchs nachzudenken. Er startete eine Werbekampagne und fand nicht nur jede Menge Interessenten, sondern auch solche, die Talent mitbrachten.
      Seit dem ist das Kindertheater der Gemeinde nahe der Werraquellen mehr als nur ein Ableger des Theatervereins. Etwa 20 Mitglieder von neun bis 17 Jahren spielen so anspruchsvolle Stücke wie „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, „Im Bann der bösen Dreizehn“ oder „Schneewittchen“. Immer vor ausverkauftem Haus, immer mit stürmischem Beifall bedacht. Die Gaststätte zum Werratal ist dabei Probe- und Aufführungsort mit circa 150 Sitzplätzen. Trotz beengter Möglichkeiten auf der Bühne ist alles da, was ein professionelles Theater braucht: Inspizient, Souffleuse, Tonstudio, Nebel- und Lichteffekte, Video-Überwachung etc. Dazu sind viele Ehrenamtliche vom Verein unterwegs. Aktuell spielen die Nachwuchsschauspieler das Märchen „Rumpelstilzchen“ (siehe Video), das besonders durch sein aufwendiges Bühnenbild und die Kostüme besticht. Regie führt die Leiterin des Kindertheaters Viola Fritz, tatkräftig unterstützt von ihrem Mann Detlef. Wo sehen die beiden das Geheimnis ihres Erfolgs? „In den Originaltext eingefügte Mundart-Elemente und Bezüge zur heutigen Welt.“ Für die jungen Leute auf der Bühne und die noch jüngeren im Saal scheint es die richtige Mischung zu sein.
    • Das Kuhschwanzfest 2014
      Diesmal war keine lebendige Kuh im Umzug. Trotzdem...
    • Das Südthüringer Kammerorchester
      Begnadete Musiker geben traditionelles Konzert auf der Wartburg
    • Das Suhler Marionetten-Theater
      Die traditionelle Puppenbühne lebt!
      Suhl (HH) – Allen Unkenrufen zum Trotz über den Einfluss moderner Medien bei Kindern erfreut sich das Spiel mit den ungelenken Figuren großer Beliebtheit.
      Am vergangenen Sonntagnachmittag wurde im Türmchen des Concress-Centrums Suhl „Peter und der Wolf“, ein musikalisches Märchen für Kinder aufgeführt. Christian Lusky, Leiter des Marionetten-Ensembles, gab den großen und kleinen Besuchern eine lustige Einführung in das anspruchsvolle Stück. Während der ganzen Vorstellung war kein Laut zu hören, die Kinder lauschten gespannt mit wachen Augen. Die schwarzgekleideten Strippenzieher hinter, oder besser: über der Bühne wissen, woran das liegt: Hier wird nicht experimentiert, Selbstdarstellung oder Effekthascherei betrieben. Hier wird gutes altes Marionettentheater geboten, ähnlich wie bei den berühmten Augsburger Kollegen. Die Inszenierungen sollen so nah wie möglich am Original zu bleiben, die Puppen seien Verfremdung genug. Absoluter Renner ist in Suhl "Der Räuber Hotzenplotz" für Kinder und bei den Inszenierungen für Erwachsene "Eine kleine Zauberflöte". Die Veranstaltungen sind meist ausverkauft und beim Rundgang nach der Vorstellung hinter der Bühne kommen nicht nur die Kids ins Schwärmen. Wie die meisten deutschen Bühnen müssen auch die Suhler subventioniert und gesponsert werden. Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich, stecken dafür aber umso mehr Herzblut in ihre Kunst. Sie kommen aus durchweg aus artfremden Berufen; vom Unternehmer bis zur Masseurin ist alles dabei. Für die neue Spielzeit jetzt im Herbst entstanden für Erwachsene "Eine kleine Entführung aus dem Serail" und für Kinder "Frau Holle" und "Das Märchen von der verlorenen Kiste". Am 18. Januar 2014 wollen die Puppenspieler den 1.Tag des Figurentheaters unter dem Motto: "Suhl lässt die Puppen tanzen" organisieren.
    • Das Tagebuch
      Mehrfach preisgekrönter Film eines 16jährigen über die Kriegserlebnisse seines Großvaters.
    • Das Thüringer Trachtenfest
      2014 fand das Thüringer Trachtenfest in Brotterode satt.
    • Das Vessertal
    • Dörfer durch Musik verbinden
      In Südthüringen müssen sich die Leute etwas einfallen lassen, um große Kunst zu machen. Der Musiker Thomas Gütter, Leiter des Jugendorchesters Gleichamberg, nutzte einen wettbewerb der Regionalen Arbeitsgruppe LEADER Hildburghausen-Sonneberg, um die Musikanten der Region zu einem großen Orchester zusammenzuführen. Sein Konzept erhielt einen ersten Preis und genug Geld, um sogar noch einen berühmten Dirigenten zu verpflichten. Der Komponist Franz Watz aus dem Raum Stuttgart probte 2 Wochenenden mit den Musikanten aus Gleichamberg, Gompertshausen, Hohneroth, Breitenbach, Queienberg, Jüchsen, Steinsburg und aus dem Grabfeld. Dabei vereinte er Nachwuchsmusiker, gestandene kapellenmitglieder und Künstler mit unterschiedlichem Leistungsvermögen und Alter. Ziel war es dabei auch, junge Menschen für traditionelle Musik zu begeistern und das Inseldenken mancher Dorfmusikantren aufzuweichen.
      Am Stadttheater in Hildburghausen fand nun das Abschlusskonzert statt.
    • Dörfer in Aktion
      Nikolaus kam in ausgezeichnete Gemeinden Südthüringens. Am 6. Dezember 2010 gab es eine regelrechte Bescherung in 28 Gemeinden südlich des Rennsteigs. Im Rahmen des Wettbewerbes „Dörfer in Aktion“ erhielten sie alle unbürokratisch 3.000,- Euro für kleine gemeinnützige Projekte geschenkt. Sie hatten sich mit 42 anderen Kommunen an einem Aufruf der Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen bereits im Juni diesen Jahres beteiligt. Bedingung war nur, das sich 12 Bürger hinter eine Idee stellten, die das Leben auf dem Lande attraktiver macht. Nun wählte eine Jury die besten Vorschläge aus.
      Wettbewerbssieger in der Wartburgregion waren die Landfrauen aus Förtha, die mit einem so genannten Bauerndiplom die Allgemeinbildung rund um die Landwirtschaft fördern will. Im Henneberger Land erhielt das Naturtheater Bauerbach den 1. Preis. Dort will das ehrenamtliche Ensemble Theater von Kindern für Kinder machen. In der Region Hildburghausen-Sonneberg ging der Sieg an das Kinder- und Jugendorchester Gleichamberg für das Projekt „Dörfer durch Musik verbinden“. Bei den Auszeichnungsveranstaltungen am Nikolaustag in den jeweiligen Dörfern sagte Knut Rommel, Leiter des Amtes für Flurerneuerung und Landentwicklung in Meiningen, dass „letztlich alle eingereichten Anträge zu den Siegern zählen, weil sie nachhaltig das Gemeinwesen in ihrer Kommune befördern“.
      Er gab gleichzeitig den Startschuss für die zweite Runde der Ausschreibung. Regeln und Verfahrensweisen sind unter www.doerfer-in-aktion.de abzurufen. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2011.
    • Dörfer in Aktion
      Abschlussveranstaltung im Thüringer Landtag
    • Demo gegen Rechts
    • Demokratische Landentwicklung
    • Denkmal: Keller
    • Denkmalstag in Marisfeld
    • Der 16. Slusia-Lauf
      Einzige Laufveranstaltung mit Ü6-Startern
      Schleusingen (HH) – Die Läufergruppe „Genusslauf“ veranstaltete gemeinsam mit dem SC 07 den traditionellen Familienevent – natürlich nicht ohne Ambitionen auf Bestleistungen.
      Slusia ist die romantische Wasserfee aus der Gründungssage der Stadt und Genusslauf meint, was er sagt: Der Spaß steht im Vordergrund! Das sah man den knapp 200 gemeldeten Läufern auch an, woran das ideale Laufwetter, mit viel Sonnenschein, gewichtigen Anteil hatte. 40 Helfer sorgten auf dem Sportplatz Fischbacher Straße für einen professionellen Ablauf. Das Alleinstellungsmerkmal der Veranstaltung: Neben Halb- und Viertelmarathon, Schnupperlauf sowie diversen Jugenddistanzen bietet man auch ein Rennen für Kinder unter 6 Jahren an. Immerhin 14 Kids traten für die 300 Meter an, auf teils noch wackligen Beinen aber mit viel Ehrgeiz im Blut. Wie beim großen Bruder „Rennsteiglauf“ führen die Strecken fast ausschließlich durch den Wald, die Höhenmeter sind vergleichbar, aber im Gegensatz zum Rennsteig verläuft der Slusialauf durch den „Kleinen Thüringer Wald“ südlich von Suhl. Dort liegen alte mythische Orte wie die „Eiserne Hand“ oder der „Dreiherrnstein“, die den Höhenzug nicht nur für Sportler interessant machen. So boten sich auch Bergwertungen an, um die besonders die Halbprofis kämpften. Ein Drittel mehr Nordic Walker waren in diesem Jahr unterwegs, auf der Strecke sollen sich packende Zweikämpfe abgespielt haben und die größte Freude löste bei den Veranstaltern die immense Nachfrage bei den Juniorenläufen aus. Highlight war der Streckenrekord auf der Hauptlaufstrecke von 14,1 Kilometern. Alle Ergebnisse finden sich auf www.slusialauf.de.

    • Der 42. GutsMuths-Rennsteiglauf
      Kult-Lauf über dem Kammweg des Thüringer Waldes wieder Geschichte
      Schmiedefeld (HH/GMRV) – Die Aura des Cross-Laufes lebt sicher von den schier unglaublichen Massen, die alle ihre Distanz und ihr Tempo finden: Über 15.000 Sportler waren wieder am Start.
      Mit insgesamt fünf Siegen, also sogar noch einen mehr als im letzten Jahr, hat sich der Freistaat Thüringen einmal mehr als Laufmacht beim GutsMuths-Rennsteiglauf etabliert. Die Heimstärke der Thüringer wurde lediglich von Karin Kern vom LAV Tübingen gebrochen, die den langen Kanten von Eisenach nach Schmiedefeld über 72,7 Kilometer für sich entscheiden konnte. Alle anderen Streckensiege gingen nach Thüringen. Für die herausragende Leistung sorgte Rennsteiglauf-Seriensieger Christian Seiler vom gastgebenden GutsMuths-Rennsteiglaufverein der nicht nur zum dritten Mal in Folge den Supermarathon gewann, sondern in einer Fabelzeit von 4:50:56 Stunden seinen eigenen Streckenrekord um 20 Minuten unterbot und damit eine Marke setzte, die wohl für viele Jahre Bestand haben dürfte. Auch die beiden auf Zwei und Drei Platzierten, Matthew Lynas und Wolf Jurkschat, sind Mitglieder des GMRV. Marathonsieger wurde Heiko Ludewig vom LTV Erfurt in 2:42.16 Stunden. Er profitierte dabei von einem Missgeschick der beiden führenden Favoriten, Marcel Knape (USV Erfurt) und Christian König (GMRV), die an einer nicht ausgeschilderten Kreuzung den falschen Weg einschlugen. Bei den Frauen setzte sich mit Nicole Kruhme eine Mitfavoritin durch, die ebenfalls Vereinsmitglied des GMRV ist und nach ihrem Halbmarathonsieg vom vergangenen Jahr zum ersten Mal an den Start der 43,5 Kilometer langen Strecke ab Neuhaus/Rennweg ging. Ihre Zielzeit betrug 3.07.28 Stunden. Auch die Halbmarathondistanz wurde von den Mitgliedern des Rennsteiglaufvereins dominiert. Bei den Männern lief der frischgebackene Deutsche Marathon-Vizemeister Marcel Bräutigam erwartungsgemäß auf Platz 1 (1:10:17 Stunden). Etwas überraschend der Sieg von Lydia Walther, die erst 2011 mit dem Laufsport begann und heuer zum zweiten Mal am Rennsteiglauf teilnahm. Deutschland Today hat sich heuer an die sonst wenig beachteten Wanderer und Nordic Walker gehangen (Siehe Video!).
    • Der A 71-Rennsteigftunnel
      Die Feuerwehr aus Suhl zeigte polnischen Kollegen ihr Prachtstück unter dem Thüringer Wald
    • Der übernächste Bundeskanzler
      Der kommt aus Südthüringen, ist doch klar! Zumindest für Johannes Marcus Ehrhardt aus Breitenbach! Der hat darüber sogar einen mehrfach preisgekrönten Film gemacht.
    • Der Bahnhof Rennsteig feiert
    • Der Firmenlauf 2014
      Viel Stimmung beim Sportevent für Mitarbeiter und Chefs in Oberhof
    • Der Gallusmarkt
      In Themar wurde ein traditioneller Handwerkermarkt wiederbelebt...
    • Der Goethewanderweg
      Ausflugtipp für Sport-, Natur- und Geschichtsfreaks: Der Dichtefürst hat mancherorts seine Spuren hinterlassen: In den Alpen, im Fichtelgebirge, im Harz, am Großkochberg. Auch heute, als Wanderwege ausgeschrieben, sind sie Labsal für die Seele, wenn auch zunächst ganz unpoetisch…
      Der Goethewanderweg führt auf breiten, aber teils steilen Pisten durch den Thüringer Wald, ist 19 Kilometer lang, für Wanderer eine Tagestour, für Biker etwa 5 Stunden. Er berührt 17 Wirkungsstätten des Meisters, ist dort mit Informationstafeln bestens ausgestattet und durch ein Sütterlin-G gekennzeichnet, Goethes eigenes Kürzel für seinen Namen. Der Weg beginnt am Marktplatz von Ilmenau, wo das Goethedenkmal steht. Im Amtshaus – heute Stadtmuseum – schrieb Goethe Teile seines Buches „Wilhelm Meisters Lehrjahre”. Zunächst geht es steil hinauf in den Thüringer Wald, wo der Tausendsassa als Bergbauminister die Erzförderung rentabler machte. Die dritte Station ist der Fels Schwalbenstein, wo der Dichter an einem einzigen Tag 1779 den 4. Akt der Iphigenie auf Tauris schrieb. Weiter zieht es sich entlang der alten Handelsstraße am Schöffenhaus vorbei und der Marienquelle. Wer Lust hat kann vor dem Abstieg noch die Gaststätte Mönchshof und nicht weit davon die Hohe Warte mit grenzenlosem Blick zum Rennsteig und ins Thüringer Becken besuchen. Von unten, in Manebach, wo Goethe einst naturwissenschaftliche Zeichnungen anfertigte, geht es wieder hinauf zum Großen Hermannstein. Hier weilte der Schwerenöter mit Charlotte von Stein. Natürlich wird das Jagdhaus Gabelbach mit dem Goethemuseum und der Kickelhahn mit dem Goethehäuschen gestreift, wo der Schriftsteller das berühmte "Wandrers Nachtlied” verfasste. Über Stützerbach im Tal, das ebenfalls ein Goethemuseum hat, geht es nach Ilmenau zurück. Der bereits 1970 entstandene Rundweg wurde 2006 als erster Wanderweg Thüringens mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Das kann man ihm heute noch zubilligen.
    • Der GutsMuths-Rennsteiglauf Teil 1
      Das größte Crossrennen Europas bietet viele Distanzen, Altersklassen und unterschiedliche Disziplinen.
    • Der GutsMuths-Rennsteiglauf Teil 2
      Das größte Crossrennen Europas bietet viele Distanzen, Altersklassen und unterschiedliche Disziplinen.
    • Der Henneberger Münzschatz
    • Der Landkreis auf der Grünen Woche
      Ein Zusammenschnitt der Filme über den Auftritt des Landkreises Hildburghausen auf der weltgrößten Landwirtschaftsmesse in Berlin.
    • Der Lutherweg in Thüringen
      Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks: Schmalkalden (HH) – Manch einer braucht eine Stimulation um zu wandern. Wenn er sich den Reformator Luther zum Vorbild nimmt, kann das sehr, sehr weit führen.

      Wie die Gesinnung von Martin Luther führt der ihm gewidmete Weg nicht einfach von A nach B, sondern ist eine Sammlung unterschiedlichster Strecken kreuz und quer durch 4 Bundesländer. Denn der Reformator ist viel rumgekommen und jeder fühlt sich ihm verbunden. Seine weiteste Reise machte er als Pilger 1510 nach Rom. Hierzulande beginnt seine Rolle als Wegweiser in Wittenberg mit seinen Thesen gegen die katholische Kirche 1517. In 3 Jahren steht also ein großes Jubiläum ins Haus und allerorts werden Vorbereitungen getroffen, zum Beispiel in Form von Pilgerwegen. In Thüringen gibt es inzwischen neun große Touren mit über 1000 Kilometern. Denn Luthers Ideen verbreiteten sich mit dem neuen Buchdruck schneller, als ihm manchmal lieb war. Von den Reichsoberen so mit dem Kirchenbann belegt, drohten ihm Folter und schlimmeres. Auf dem Lutherweg von Möhra nach Eisenach wurde er im Glasbachgrund bei Steinbach einfach gekidnappt. Heute steht hier eines von vielen Lutherdenkmalen, wohlwissend, dass ihn die Landsknechte des sächsischen Kurfürsten, nur zum Schein entführt hatten. Friedrich der Waise war nämlich ein heimlicher Kaiser-Gegner. Noch heute schreibt mancher der Lutherquelle nebenan heilsame Kräfte zu. Den prominenten Mönch setzte man auf der Wartburg fest, wo er die Bibel übersetzte. In Eisenach unten wird das Lutherhaus gerade rekonstruiert. Hier hatte der Meister einst als Schüler gelebt. Der Erfurter Teil des Lutherweges führt in vier Wegeschlaufen von den Stadtgrenzen in die Altstadt. Hier hatte der Ehrgeizige studiert und seinen Magister gemacht. In Schmalkalden – wo gerade die Bundesgartenschau vorbereitet wird - weilte Martin Luther während einer Tagung des Schmalkaldischen Bundes. Nach der Hochzeit mit Katharina von Bora entsagte der Revoluzzer seinem Mönchsleben ganz. Trotzdem war er als Prediger und Berater noch viel unterwegs. Dabei kam er auffallend oft über den Rennsteig durch Hohlwege, die heute noch gut sichtbar sind. Auf dem Abschnitt zwischen Schmalkalden und Tambach-Dietharz soll der Ärmste von einem Nierenleiden geplagt worden sein. Die Legende besagt, dass er am "Lutherbrunnen" im Tammichgrund Heilung fand. Auch in Ohrdruf war Luther, dessen Schloss nach einem Brand heute wieder aufgebaut werden muss. In Arnstadt besuchte der Reformator seine Glaubensbrüdern, die Franziskaner. Das wohl schönste Stück des Lutherweges führt zwischen den Drei Gleichen hindurch nach Mühlburg, der erste Ort in Thüringen, den man in den schriftlichen Quellen findet. Wer ganz weit wandern will, kommt sogar nach Bayern. Denn Martin Luther ist auch durch Meeder marschiert bis auf die Veste Coburg hinauf. Lust, auf den Spuren des Reformators zu lustwandeln?



    • Der Papst im Eichsfeld
      Bei solch hohem Besuch strecken die Südthüringer ihre Nase auch mal über den Rennsteig hinweg...
    • Der Rennsteiggarten Oberhof
    • Der SCC Slusia
      „Vergesst Köln, die wahren Jäcken sitzen in Südthüringen!“
      Schleusingen (HH) – Die 27. Saison des Karnevalsvereins steht unter dem Motto: "Ob groß, ob klein, mier sacke alles ein!"
      Das ist ja auch keine große Kunst – bei der Begeisterungsfähigkeit der Schleusestädter für alles, was mit Fasching zu tun hat. So war der große Saal des Reha-Zentrums zum Büttenabend am 8. Februar auch wieder übervoll. Höhepunkte: der Einzug des Elferrates und die Show-, Garde- und Mariechentänze. Mit rund 140 Mitgliedern ist der SCC einer der größten Vereine der Stadt. Mehr als die Hälfte der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche, Nachwuchssorgen kennt man nicht. Bei den letzten Thüringer Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport in der Erfurter Thüringenhalle konnte Jugendmariechen Lina Rauch den Landesmeistertitel holen! Im Mittelpunkt des Abends aber standen die karnevalistischen Büttenreden, darunter viele Gastredner wie Rudi und Charly vom SCV Ikalla und die Anonymics aus Suhl. Auch aus Stützerbach war Besuch da. Aus Schleusingen brillierte wieder der SCC-Stadtreporter, der sich besonders den jüngsten Aktivitäten des Bürgermeisters in Sachen Stadtgrenzen-Erweiterung widmete. Die meiste Stimmung aber erzeugte wie immer das Männerballett. Nach dem offiziellen Programm gab es auch noch genug Gelegenheit zur Musik der Luckytones das Tanzbein zu schwingen. Der SCC lädt übrigens alle Faschingsfreunde zu seinem Kinderfasching am 1. März um 14 Uhr und dem Kostümball am gleichen Tag ab 20:11 Uhr ein.
    • Der Schleusegrund Teil 1
      Ein Gemeindeverband - in einem der reizvollsten Ecken des Thüringer Waldes. Obwohl der Fremdenverkehr nach der Wende stark eingebrochen war, kommen jetzt wieder viele Touristen in die Region. Mit Waldbühne, Talsperre und Gewürzmuseum gibt es besondere Highlights .
    • Der Schleusegrund Teil 2
      Ein Gemeindeverband - in einem der reizvollsten Ecken des Thüringer Waldes. Obwohl der Fremdenverkehr nach der Wende stark eingebrochen war, kommen jetzt wieder viele Touristen in die Region. Mit Waldbühne, Talsperre und Gewürzmuseum gibt es besondere Highlights.
    • Der Schleusinger Weihnachtsmarkt
    • Der Unstrut-Radweg von Sachsenburg bis Werningshausen
      Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks: Sömmerda (HH) – Die schönen Frühlingswochenenden verführen geradezu zum Anradeln und wo könnte man das besser als am Schicksalsfluss der alten Thüringer Könige.

      Der Unstrut-Radweg ist eine Premium-Strecke durch und durch. Er begleitet den Fluss ca. 190 km von der Quelle im Eichsfeld bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg. Wir beginnen unsere Tour in Sachsenburg, wo die Thüringer Landesherren um das 1. Jahrtausend herum ihre Macht-, sprich Zollansprüche gleich mit zwei Burgen an der Thüringer Pforte durchsetzen wollten. Die Unstrut entwässert als Nebenfluss der Saale fast das gesamte Thüringer Becken. Ihre Randzonen, mit fruchtbaren Böden, sind seit der Jungsteinzeit besiedelt. Bei Leubingen wurde ein Grabhügel geöffnet, der das größte frühbronzezeitliche Fürstengrab Mitteldeutschlands enthielt. Die Flüsse fungierten früher wie Autobahnen und so finden sich an der Unstrut historische Stadt- und Burganlagen zu Hauf. Mit der Bezeichnung Sömmern gibt es gleich 7 Siedlungen, wie Wenigensömmern oder Sömmerda. Man führt den Namen auf germanische Wurzeln als „Feuchte Gegend“ zurück. Sömmerda, als größte Stadt weit und breit, hat noch viel Historisches zu bieten, wie ein langes Stück seiner alten Stadtmauer. Das Zentrum, um Rathaus und Kirche, scheint mächtig entkernt, obwohl es im 2. Weltkrieg weitgehend unversehrt blieb. Auch der Name Unstrut soll sich aus dem germanischen herleiten und „Gewaltiges Sumpfdickicht“ bedeuten. 575 schrieb man "Onestrudis", im 7. Jh. "Unestrude" und 994 "Unstrod". Weiter südlich liegt Schallenburg, wo aber die ehemalige Wehranlage nicht mehr zu finden ist. Auch auf der Königsburg oder Schwedenschanze flussaufwärts sind keine Siedlungsspuren mehr zu erkennen. Niemand in der Gegend weiß etwas über die Schätze, von denen aber historische Quellen und Satellitenbilder künden. Bei Wundersleben kann man noch schön die Mäander der alten Saale erkennen, bevor sie ab 1795 in mehreren Stufen begradigt wurden. Hier verfährt man sich auch leicht, weil ein abzweigender Radweg die Gamme hinauf führt, nach Werningshausen mit seinem sehenswerten Benediktinerkloster. Wenn, dann muss man die Überbleibsel der Entscheidungsschlacht zwischen Franken und Thüringern 531 in dieser Gegend suchen. Die Fete soll an der Unstrut nahe der Burg „scithingi“ stattgefunden haben. Historiker ordneten den Namen entweder der nördlich gelegenen Runneburg in Weißensee oder dem viel weiter westlichen Burgscheidungen zu. Grabungen von Archäologen fanden aber an beiden Orten nichts. Im Fluss sollen damals so viele tote Krieger gelegen haben, dass man ihn trockenen Fußes überqueren konnte. Und er soll lange blutrot gewesen sein.


      Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks

      Der Unstrut-Radweg von Sachsenburg bis Werningshausen

      Sömmerda (HH) – Die schönen Frühlingswochenenden verführen geradezu zum Anradeln und wo könnte man das besser als am Schicksalsfluss der alten Thüringer Könige.

      Der Unstrut-Radweg ist eine Premium-Strecke durch und durch. Er begleitet den Fluss ca. 190 km von der Quelle im Eichsfeld bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg. Wir beginnen unsere Tour in Sachsenburg, wo die Thüringer Landesherren um das 1. Jahrtausend herum ihre Macht-, sprich Zollansprüche gleich mit zwei Burgen an der Thüringer Pforte durchsetzen wollten. Die Unstrut entwässert als Nebenfluss der Saale fast das gesamte Thüringer Becken. Ihre Randzonen, mit fruchtbaren Böden, sind seit der Jungsteinzeit besiedelt. Bei Leubingen wurde ein Grabhügel geöffnet, der das größte frühbronzezeitliche Fürstengrab Mitteldeutschlands enthielt. Die Flüsse fungierten früher wie Autobahnen und so finden sich an der Unstrut historische Stadt- und Burganlagen zu Hauf. Mit der Bezeichnung Sömmern gibt es gleich 7 Siedlungen, wie Wenigensömmern oder Sömmerda. Man führt den Namen auf germanische Wurzeln als „Feuchte Gegend“ zurück. Sömmerda, als größte Stadt weit und breit, hat noch viel Historisches zu bieten, wie ein langes Stück seiner alten Stadtmauer. Das Zentrum, um Rathaus und Kirche, scheint mächtig entkernt, obwohl es im 2. Weltkrieg weitgehend unversehrt blieb. Auch der Name Unstrut soll sich aus dem germanischen herleiten und „Gewaltiges Sumpfdickicht“ bedeuten. 575 schrieb man "Onestrudis", im 7. Jh. "Unestrude" und 994 "Unstrod". Weiter südlich liegt Schallenburg, wo aber die ehemalige Wehranlage nicht mehr zu finden ist. Auch auf der Königsburg oder Schwedenschanze flussaufwärts sind keine Siedlungsspuren mehr zu erkennen. Niemand in der Gegend weiß etwas über die Schätze, von denen aber historische Quellen und Satellitenbilder künden. Bei Wundersleben kann man noch schön die Mäander der alten Saale erkennen, bevor sie ab 1795 in mehreren Stufen begradigt wurden. Hier verfährt man sich auch leicht, weil ein abzweigender Radweg die Gamme hinauf führt, nach Werningshausen mit seinem sehenswerten Benediktinerkloster. Wenn, dann muss man die Überbleibsel der Entscheidungsschlacht zwischen Franken und Thüringern 531 in dieser Gegend suchen. Die Fete soll an der Unstrut nahe der Burg „scithingi“ stattgefunden haben. Historiker ordneten den Namen entweder der nördlich gelegenen Runneburg in Weißensee oder dem viel weiter westlichen Burgscheidungen zu. Grabungen von Archäologen fanden aber an beiden Orten nichts. Im Fluss sollen damals so viele tote Krieger gelegen haben, dass man ihn trockenen Fußes überqueren konnte. Und er soll lange blutrot gewesen sein.




    • Deutsches Burgenmuseum
      Von wegen: es werden keine neuen Museen in Deutschland eröffnet…
      Veste Heldburg (HH) – Zum Tag der offenen Tür am 1. Mai übergab der Landrat von Hildburghausen, Thomas Müller, einen Scheck über 300.000,- Euro an den Trägerverein des in Aufbau befindlichen Burgenmuseums.
      Das soll in den nächsten zwei Jahren fertig gestellt werden und den mehr als 25.000 Burgen im deutschsprachigen Raum Mitteleuropas eine Präsentationsstätte geben. Schon jetzt konnten die von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zwischen 2008 und 2013 restaurierten Räume im Französischen Bau besichtigt werden. Stündlich fanden Führungen statt, eine Theatergruppe bot Kurzweil und der SV Eintracht Heldburg versorgte im Schlossgarten hunderte Besucher. Das waren vor allem Wanderer aus der Umgebung, die seit Jahren regen Anteil an der Entwicklung ihrer „Fränkischen Leuchte“ nehmen. Das Deutsche Historische Museum in Berlin und das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg unterstützen neben anderen die geplante Dauerausstellung mit langfristigen Leihgaben. Den Grundstock einer eigenen Sammlung bilden wissenschaftliche Burgmodelle, historische Grafiken und Bücher. Die sind teilweise schon in den fertiggestellten Räumen zu sehen, wie dem 2012 frisch sanierten „Heidenbau“. Erste Anhaltspunkte für die Existenz der Heldburg gibt es für die Mitte des 12. Jahrhunderts. Als Amtssitz der Grafen von Henneberg diente sie als Grenzsicherung. Nach deren Aussterben wurde die Burg im Spätmittelalter als Nebensitz der Sächsischen Wettiner weiter ausgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg war die Veste mehrmals belagert und erobert worden. Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen baute ab 1875 das alte Gemäuer zum privaten Wohnsitz aus. In der DDR beherbergte sie ein Kinderheim und 1982 brannte sie fast vollständig aus. Das war Fluch und Segen gleichermaßen, sagt der Initiator des Burgenmuseums, Prof. Ulrich Großmann, seines Zeichens Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums. Nun konnte sie wie Phönix aus der Asche als Burgenmuseum neu aufgebaut werden (Siehe Interview im Video!).



    • Die 14. Hubertusjagd
      Wenn vom Fuchs nur noch der Schwanz übrigbleibt: Der Reit- und Fahrverein in Friedrichroda veranstaltete am letzten Wochenende seine traditionelle Fuchsjagd. Er hat damit ein Alleinstellungsmerkmal, denn den anderen reitenden Jägern ist die Lust dazu vergangen.

      Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte er in allen Lebewesen den göttlichen Ursprung und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie eingesetzt. Diese "Achtung vor dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Die hier beschriebene Fuchsjagd ist eine Parforcejagd (frz. par force „mit Gewalt“) oder Hetzjagd, bei der die jagende Hundemeute mit Pferden begleitet wird. Sie war bereits den Kelten bekannt und erfreute sich insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert an den europäischen Fürstenhäusern großer Beliebtheit. Aus Tierschutzgründen ist die Parforcejagd in Deutschland seit 1934 verboten, in Großbritannien seit 2005. So haben sich ersatzweise Jagdrennen und das Jagdreiten entwickelt. Die Reitjagd ohne Hunde heißt Fuchsjagd. Auch in Friedrichroda haben die jagdbegeisterten Reiter aus der Not eine Tugend gemacht und den Fuchs durch einen Reiter ersetzt, der lediglich einen Fuchsschwanz an der Schulter trägt. Sonst aber geht es höchst englisch zu: mit schicker Reituniform, Pferdeappell, dem Ausreiten einer Trophäe und dem so genannten Verblasen der Strecke. 26 Reitbegeisterte aus dem Landkreis Gotha, dem Unstrut-Hainich-Kreis und aus Eisenach waren der Einladung nach Friedrichroda gefolgt. Den Fuchsschwanzträger gab der Vereinsvorsitzende Siegfried Koppe ab. Ihm folgte der so genannte "Master", der führende Reiter. Auf der etwa 23 km langen Jagdstrecke gab es 20 Hindernisse bis max. 70 cm Höhe, die gesprungen bzw. umritten wurden. Das Jagdfeld begleiteten mehrere Kutschen mit Betreuern, einer Bläsergruppe und dem „Jagdgericht“. Regelmäßig wurden Pausen mit einem kleinen Umtrunk eingelegt. Höhepunkt der "Jagd" war das Ergreifen des an einem Strohballen befestigten "Fuchses" im Vorbeireiten mit der Hand. Trotz der abgewandelten Rituale schien es allen großen Spaß zu machen. Kein Wunder, dass sich der Friedrichrodaer Reit- und Fahrverein über Nachwuchs keine Sorgen machen muss.
    • Die 20. Montgolfiade
    • Die Dunkelgräfin
      Nach langem Hin und her wurde am Dienstag, den 15. Oktober 2013 das Grab der legendenumwobenen Dunkelgräfin in Hildburghausen geöffnet.
      Von 1810 bis 1837 lebte hier in Begleitung, aber sehr zurückgezogen eine Frau, in der der Volksmund die französischen Prinzessin Marie Thérèse - genannt "Madame Royale" vermutet, die einzige Überlebende der französischen Königsfamilie nach der Revolution von 1789.
      Der MDR treibt das Projekt gemeinsam mit der Stadt Hildburghausen, Steinmetzen und Wissenschaftlern zielstrebig voran, um in Würde die Identität der sterblichen Überreste zu klären.
      Trotz der Enge vor Ort und dem unfreundlichem Wetter ließ man den Massenandrang der Medien mit Geduld über sich ergehen.
      Nicht alle waren für die Exhumierung. Eine Bürgerinitiative hatte sich gegen eine Graböffnung ausgesprochen und bezeichnete sie als Mysterie-Spektakel.
      Zur Zeit der Filmaufnahmen war noch nichts gefunden worden, aber am Abend kamen dann doch Skeletteile zum Vorschein. Die sollen nun gentechnisch ausgewertet werden.

    • Die Ernte 2013
    • Die Franken kommen
    • Die Gaukler kommen
      Ein Kinderfilm über das Leben im Mittelalter
    • Die Geschichte des Thüringer Waldes Teil 1
      Das Mittelgebirge war immer Grenze und Trennlinie von Völkern und politischen Gebilden. Erst Kelten und Germanen, dann Thüringer und Franken, später die Ludowinger und Henneberger Grafen. Selbst die innerdeutsche Grenze verlief südlich des Thüringer Waldes. Nie in der Historie wurde die Region einheitlich betrachtet. Das ist jetzt möglich.
      Mit Falkenstein, Schneekopf, Dreiherrenstein, Werra, Oberhof, Schleusingen, Weimar, Sünna, Keltenhotel, Gleichberge, Steinsburg, Eisenach, Drei Gleichen, Saale-Talsperre, Saalfeld, Arnstadt, Erfurt und Rohr.
    • Die Geschichte des Thüringer Waldes Teil 2
      Das Mittelgebirge war immer Grenze und Trennlinie von Völkern und politischen Gebilden. Erst Kelten und Germanen, dann Thüringer und Franken, später die Ludowinger und Henneberger Grafen. Selbst die innerdeutsche Grenze verlief südlich des Thüringer Waldes. Nie in der Historie wurde die Region einheitlich betrachtet. Das ist jetzt möglich. Mit Kloster Veßra, Inselsberg, Mühlburg, Burg Gleiche, Wachsenburg, Paulinzella, Henneburg, Wartburg, Burg Strauf, Veste Heldburg, Bertholdsburg, Schleusingen, Veste Coburg, Bad Salzungen, Ilmenau, Marienglashöhle, Hörsel, Blankenstein, Themar und Meiningen.
    • Die Geschichte des Thüringer Waldes Teil 3
      Das Mittelgebirge war immer Grenze und Trennlinie von Völkern und politischen Gebilden. Erst Kelten und Germanen, dann Thüringer und Franken, später die Ludowinger und Henneberger Grafen. Selbst die innerdeutsche Grenze verlief südlich des Thüringer Waldes. Nie in der Historie wurde die Region einheitlich betrachtet. Das ist jetzt möglich. Mit Breitenbach, Schmalkalden, Schleusingen, Gotha, Suhl, Brandenburg, Schwarzenburg, Weimar, Lauscha, Meiningen, Jena, Rudolstadt, Hildburghausen.
    • Die Geschichte des Thüringer Waldes Teil 4
      Das Mittelgebirge war immer Grenze und Trennlinie von Völkern und politischen Gebilden. Erst Kelten und Germanen, dann Thüringer und Franken, später die Ludowinger und Henneberger Grafen. Selbst die innerdeutsche Grenze verlief südlich des Thüringer Waldes. Nie in der Historie wurde die Region einheitlich betrachtet. Das ist jetzt möglich. Mit Sonneberg, Schleusingen, Kloster Veßra, Breitenbach, Saale-Talsperre, Bahnhof Rennsteig, Bahnhof Oberhof, Oberweißbacher Bergbahn, Point Alpha, Masserberg, Rennsteig, Heldburg.
    • Die Gründungssage von Schleusingen Teil 1
      Die Nixe im Stadtwappen hat nichts mit der wirklichen Geschichte der alten Residenz zu tun. Die romantische Verklärung der "Slusia" mit Reh, gräflicher Jagd und bösem Zauberer hört sich aber gut an.
    • Die Gründungssage von Schleusingen Teil 2
      Die Nixe im Stadtwappen hat nichts mit der wirklichen Geschichte der alten Residenz zu tun. Die romantische Verklärung der "Slusia" mit Reh, gräflicher Jagd und bösem Zauberer hört sich aber gut an.
    • Die Jugendweihe
      Thüringer führte das Ritual bereits 1852 ein:
      Schleusingen (HH) – Über 70 junge Leute erhielten am vergangenen Wochenende ihre Weihe für den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben.
      Die Zahl ist eine Steigerung zum vergangenen Jahr und zeigt so den wachsenden Stellenwert, den hiesige Familien der Jugendweihe wieder einräumen. Das war nach der Wende nicht immer so. Zwar wird solche Art der Erhebung in den Erwachsenenstand seit alters her in allen Kulturen und Religionen auf unterschiedlichste Weise begangen, aber die Jugendweihe in Deutschland hat eine besondere Geschichte. Ein Thüringer hatte vor über 150 Jahren die Alternative zu Konfirmation und Kommunion geschaffen: Pfarrer Eduard Baltzer aus Nordhausen. Gerade in nichtreligiösen Arbeiterkreisen etablierte sie sich in den folgenden Jahrzehnten stetig, wurde aber während der Nazi-Diktatur fast vollständig verboten. Zu DDR-Zeiten fand quasi eine Verstaatlichung der Jugendweihe statt, was ihrem Image auch heute noch zusetzt. Nach der Wiedervereinigung und der Gründung zahlreicher Jugendweihe-Vereine versucht man sich heute auf ihre humanistischen Traditionen zu besinnen und den Heranwachsenden mit all seinen Hoffnungen und Wünschen stärker in den Mittelpunkt zu rücken. So werden nach der privaten Anmeldung zu Beginn der 8. Klasse das ganze Schuljahr über vielfältige Projekte und Aktionen angeboten. Sie reichen von Betriebsbesichtigungen über kulturelle und sportliche Veranstaltungen bis hin zu Ausflügen und Reisen. Von den jungen Leuten wird die Zeremonie allemal angenommen: Wann hatte man schon mal solche eine Gelegenheit, im Mittelpunkt der Familie und der Freunde zu stehen.
    • Die neue Mitte Schnett
      Dem Dorfsterben ein Schnippchen schlagen: Eigentlich hat die kleine Berggemeinde mit Landflucht, Wohnungsleerstand und prekärer Finanzlage kein anderes Problem, als alle anderen Gemeinden Südthüringens auch. Nur hier steht man dagegen auf. Stein des Anstoßes ist die Ruine des ehemaligen Kindergartens, die das gesamte Dorfzentrum mit Kirche und Gaststätte dominiert. Das ehemalige Mehrfamiliengebäude war im Winter 2005 einem Brand zum Opfer gefallen. Seit dem stehen nur noch die Grundmauern, symptomatisch für Verfall generell, ein Müllplatz als Aushängeschild für die Gemeinschaft ordentlicher Bürger. Dass das hochverschuldete Masserberg als Verwaltungsgemeinde die Hände hebt, reicht den Anwohnern nicht mehr aus: Sie wollen sich ein neues Dorfzentrum schaffen. Initiator ist ausgerechnet ein junger Mann, Hannes Langguth, Student der Architektur immerhin, dem es nicht schmeckt, dass sein altes Heimatdorf verkommt. Er suchte sich Verbündete unter seinen ehemaligen Nachbarn, bei Kommilitonen und hiesigen Ämtern, insbesondere bei der Regionalen Aktionsgruppe Leader. Am vergangenen Samstag stellten nun im Schnetter Bürgerhaus mehrere Architekten unterschiedliche Nutzungskonzepte für die Brache vor. Durch Umfragen gut vorbereitet, empfehlen alle Entwürfe ein schickes multifunktionales Gemeindezentrum, quasi als unterkellerte Freifläche für Bürger und Besucher. Sogar die Grundmauern sollen erhalten bleiben. Im überfüllten Saal diskutierten die Schnetter nun die weitere Vorgehensweise zu Grundstückseigentum, Finanzierung und geplantem Betreiber. Da zeigten sich Ängste um Parkplätze und Abstellflächen. Solch eigenwillige Initiativen scheinen sich schwer mit deutschen Verwaltungsstrukturen und bürgerlichem Gewohnheitsrecht zu vertragen. In einem aber waren sich die Bewohner einig: Wenn sie sich nicht selbst helfen, tut es kein anderer. Hannes Langguth jedenfalls verspricht langen Atem.

    • Die Niemanns
      Portrait einer Unternehmerfamilie aus Rheinland-Pfalz, die sich als Kulturmezän in Schleusingen einen Namen gemacht hat.
    • Die Seldom Sober Company spielt auf
      Irish Folk im Burghof auf der Bertholdburg in Schleusingen: Sie haben schon Tradition, die Konzerte des Freundeskreises der Burg in seiner historischen Kulisse. Doch es schien diesmal so, als ob die Musik direkt für diesen Ort gemacht worden wäre.
      Seldom Sober Company heißt zu Deutsch „selten nüchterne Gesellschaft“, was sich aber auf den Rausch an Klängen, Rhythmen und der Magie echter Folkmusik beziehen soll. Die Band aus Halle war vor 10 Jahren als kleines Pub-Projekt gegründet worden und hat sich seit dem einen hervorragenden Ruf als Irish-Folk-Band vor allem in Deutschland erarbeiten können. Der Gesang von Nico Schneider, sein virtuoses Banjospiel sowie die exzellente Geigenarbeit von Toni Geiling prägen ihre Melodien maßgeblich. Gemeinsam mit Michael Proschek und seiner Mandoline sowie Kaspar Domke am Bass, bedienen sie sich aber auch vieler angrenzenden Genres, besonders der schottischen Volksmusik. Besonders, wenn der Dudelsack angeblasen wurde, war den Schleusingern der Spaß an der Musik anzumerken. Überall wippte, zuckte, klatschte und schunkelte es und als es dunkel im Schlosshof wurde, fingen sogar einige an zu tanzen, anfangs noch etwas verstohlen, später aber immer hemmungsloser. Übrigens hatte die Seldom Sober Company ihren ersten öffentlichen Auftritt auch in Südthüringen gehabt: am 30.4. 2003 in Zella-Mehlis.
    • Die Shadow Creek Ranch
      Osterreiten wie im Wilden Westen: Einöd (HH) - Am Samstag fanden in Südthüringen offizielle Wettkämpfe der Westernreiter Union statt und am Sonntag das 6. Osterturnier im Team- und Cattle Penning.
      Dabei müssen Kühe – vom Einzelreiter oder im Team - aus der Herde nach Zeit in ein Gatter getrieben werden. Ein Sport, der mit Westernromantik nur bedingt etwas zu tun hat. 69 Reiter aus ganz Deutschland waren am Start. Viele sah man stilecht gekleidet, aber das schien hier nicht das Wichtigste zu sein. Denn die Zuschauer fühlten sich wirklich wie in einem guten alten Westernfilm, weil nicht nur die Cowboys, sondern auch die Kühe im Mittelpunkt standen. Etwa 500 von ihnen werden für Trainings- und Wettkampfzwecke im Jahr benötigt. Sie kommen von der Agrargenossenschaft im Heldburger Unterland, müssen also pfleglichst behandelt werden und sind sozusagen das Alleinstellungsmerkmal der Ranch. Denn das gibt es in der Western-Szene, die mehr von Kommerz und Show geprägt ist, eher selten. Die Shadow Creek Ranch liegt wie eine Filmkulisse im südlichsten Zipfel Thüringens. Im Stall stehen 45 Pferde, es werden natürlich Reitunterricht, Kutschfahrten und Reiterurlaub angeboten und mit der Country-Scheune gibt es auch entsprechende Erlebnisgastronomie. Regelmäßig finden Turniere, Konzerte oder Wanderreiten statt. Die Inhaber, Familie Otto und – die Kinder schon – Familie Eickhoff scheinen etwas von ihrem Fach zu verstehen. Nicht umsonst sollen im August 4 Tage lang die Europameisterschaften im Team- und Cattle-Penning vom Reiter-Verband GTPA durchgeführt werden. Dann gibt es Westernreitsport der Europäischen Spitzenklasse in Einöd. Der Ort hat nur 43 Einwohner, aber die Aktionen auf der Ranch strafen das Sinnbild des Namens Lügen.


    • Die Steinsburgfreunde
    • Die Türkische Ägäis
      Brücke zwischen Orient und Okzident
    • Die Thüringer Pforte
      Ausflugstipp für Sport-, Natur- und Geschichtsfreaks: Was die für Nordrheinwestfalen war, könnte die Thüringer Pforte für unseren Freistaat gewesen sein: Geschichtsträchtiger Durchlasspunkt für Waren und Krieger aller Couleur.
      Das Thüringer Becken wird an seiner nördlichsten Stelle von einem Höhenzug begrenzt, der von der Unstrut durchbrochen wird und so die Hainleite links und rechts die Schmücke entstehen lässt. Bewacht wird der Durchbruch durch gleich zwei Festungen unmittelbar übereinander– der Haken- und darüber der Sachsenburg. Beide sollten vor feindlichen Einfällen schützen und den nord-südlichen Verkehr zwischen Sachsen und Thüringen kontrollieren. Das brachte jede Menge Zoll. Die Untere Burg ist die Ältere, auf einer noch früheren Wallanlage erbaut. Jetzt existieren nur noch Bergfried, Teile der Ringmauer und diverse Keller. Sie wurde um 1000 herum, wahrscheinlich von den Thüringer Landgrafen errichtet. Als 1247 Graf Siegfried von Anhalt die Pfalzgrafschaft Sachsen einnahm, stellte er zur Verstärkung noch die Obere Burg dazu. Im Laufe der Zeit gingen die Gemäuer durch die Hände verschiedener Herrschaften, bis die Obere im 17. und die Untere im 19. Jahrhundert aufgegeben wurden. Die Obere Burg hatte noch einmal ein kurzes Intermezzo als Gaststätte, die aber 1945 ausbrannte. Die beiden angrenzenden Höhenzüge waren in Vorzeiten ein alter Handelsweg, von dem noch heute tiefe Hohlwege zeugen. Sie sind fast durchgehend bewaldet, so dass man nur ab und an einen diesen grandiosen Ausblick ins Erfurter Becken und zum Kyffhäuser genießen kann. Die schmalen Bergrücken sind in mehrere Landschaftsschutzgebiete unterteilt; erst im April diesen Jahres kam das südlich von Heldrungen gelegene Gebiet der westlichen Schmücke dazu. Große Teile der Hainleite sind dazu durch den Truppenübungsplatz Bad Frankenhausen gesperrt. Die Aue zwischen der Thomas-Münzer-Stadt, Oldisleben und Heldrungen ist ein Paradies für Radfahrer, gespickt mit Sehenswürdigkeiten und Alternativrouten. Highlight ist der 200 km lange Unstrut-Radweg, immer am Schicksalsfluss der Thüringer Könige entlang, die hier die lange Brücke des Dörfchens Sachsenburg unterquert.

    • Dorferneuerung in Bedheim
    • Dorftheater
      Laienspiel vor ständig ausverkauftem Haus: Der Theaterverein Sachsenbrunn hat schon mehrere Angebote von großen Bühnen auch in Franken bekommen. Doch die Hobbyschauspieler wollen lieber in der Atmosphäre ihrer kleinen Gemeinde spielen. Denn da seien sich Akteure und Publikum so nahe, wie nirgendwo anders. Und das brauchen die 20 Theaterleute, vor und hinter der Bühne, alle agieren nebenberuflich. Seit 15 Jahren schon spielen sie fast ausschließlich im Saal des Gasthauses Werratal, jedes Jahr ein Stück, immer sitzen die Gäste dicht an dicht. Heuer zeigen sie das Lustspiel „Oma mit Dachschaden“, das Begeisterungsstürme hervorruft. Denn das Besondere: Es wird fränkischer Dialekt gesprochen, so wie es die Alten von Zuhause aus gewohnt sind und wie es die Sachsenbrunner hören wollen. Regisseur Wolfgang Siebinger stammt zwar aus Heldritt in Oberfranken, aber dort ist ja die Mundart die gleiche. Inzwischen kommen die Besucher auch von weiter her und der Erfolg beflügelt die Laienschauspieler jedes Jahr aufs Neue. Seit 2006 gibt es sogar ein Kindertheater, das Konzerte und Märchen wie „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ aufführt. Nur zu Jubiläen alle 5 Jahre gönnen die Spielleute auch anderen Bühnen mal einen Ausschnitt ihrer Kunst: Am 19. und 20. April diesen Jahres sind die Sachsenbrunner im Stadttheater Hildburghausen zu sehen. Noch gibt es ein paar Karten…
    • Downhill-Radrennen in Steinach
      Unter dem Motto "111 Meilen" findet jährlich im Sommer auf der Skiarena Silbersattel in Steinach ein gewagten Biker-Rennen statt.
    • Drachenkampf und Marktgeschei
      Ein Film über das Mittelalter vom Roland Wotzniak
    • Draisinenfahrt
      Ein Freundeskreis aus Südthüringen während eines Ausfluges, der auf einem stillgelegten Bahngleis beginnt.
    • Dunkelgräfin letzter Akt
      Der MDR enthüllt mit großem Aufwand und noch mehr Spannung, dass die die Dunkelgräfin - keine französische Prinzessin ist...
    • E 10
      Der neue Kraftstoff in aller Munde - nun in Gottes Namen auch bei uns: Ein Beitrag von Michael Jahn und Rennsteig-TV.
    • Ein Geschichte von Israel
    • Ein Leben offline
      Schüler werden sich den Gefahren aus dem Internet bewusst: In den Kammerlichspielen Sonneberg fand die Premiere von vier Kino-Werbespots statt, die Schüler des Arnold-Gymnasiums aus der Nachbarkommune im Bayrischen Neustadt bei Coburg produziert hatten und die sich kritisch mit dem World Wide Web auseinander setzen.

      Der Kino-Saal war voll mit Eltern, Jugendlichen, Lehrern und Würdenträgern. Sie erlebten die Präsentation „Zieh den Stecker – du hast auch ein Leben offline!“ mit Kurzvortragen, Filmvorführungen, Interviews und Schauspiel als fast schon zu perfekt. Die Werbespots beschäftigen sich in teils schockierenden Bildern mit Spielsucht, Schönheitswahn, übertriebener Selbstdarstellung und den Perversen im Netz (Siehe Videos!). Die etwa 20 Jung-Cineasten bieten ihren Mitschülern als Zielgruppe aber auch kommunikative und sportliche Alternativen an. Bei den Dreharbeiten standen sie selbst vor und hinter der Kamera. Die Themen hatten sie im Rahmen einer komplexen Seminararbeit ausgewählt, mit eigener Internetseite, wissenschaftlicher Recherche, Sponsorensuche und Expertenbefragungen. Im Mittelpunkt des Projektes aber standen jene vier Aufklärungsspots, die als Filme von Jugendlichen für Jugendliche den Nerv Gleichaltriger treffen sollen. Die außergewöhnliche Medienkompetenz am Arnold-Gymnasium kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren schon tut man sich mit vorbildlichen Internetprojekten, eigenem TV-Studio und Medienaktionen hervor. Mit NEC-TV wird an der Schule sogar regelmäßig ein professionelles Fernsehprogramm für die Heimatstadt produziert. Vergleichbares gibt es in Thüringen nicht. Trotzdem hatten die jungen Filmemacher bei ihren Dreharbeiten den Kontakt zum Internetportal www.teevau.de aus Schleusingen gesucht.
    • Einkehrhaus in Bischofrod
    • Elfen in Mendhausen
    • Empfang der Thüringer Olympioniken
      Umso weniger Medaillen – desto größer die Begeisterung? Oberhof (HH) – Etwa 2000 Sport-Fans begrüßten die Thüringer Teilnehmer an den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Der Jubel fiel teils frenetisch aus.
      Doch das war nicht die einzige Überraschung auf der Bühne am Haus des Gastes: Durchweg alle Sportler sprachen sich positiv – im Gegensatz zu den deutschen Medien insgesamt – über die Olympiade in Russland aus. Auf die Frage nach „Putins-Spielen“ wurden vor allem die organisatorischen Bedingungen, die herzliche Gastfreundschaft und die Atmosphäre gelobt, bei der die Sportler im Mittelpunkt gestanden haben. Sven Fischer, der als Biathlet und TV-Moderator schon sechs Mal bei Winterspielen dabei war, setzte Sotschi auf Rang zwei (Siehe Video!). Doch die Oberhofer schienen es mitten im Stadtzentrum den Russen beim Empfang gleichtun zu wollen: In einer perfekt inszenierten Show würdigte sie die Sportler, die selbst etwas geknickt schienen, angesichts ihrer verpassten Medaillenträume. Rene Pfeufer, als Moderator, wurde allen gerecht: In den Mittelpunkt stellte er die beiden Silber-Stars Tatjana Hüfner und Erik Lesser. Gold-Skispringer Andreas Wank war schon wieder in der Weltcup-Qualifikation auf der Schanze von Falun unterwegs. Den größten Beifall aber erhielt Andrea Henkel, der man die Enttäuschung über ihren krankheitsbedingten Ausfall in Sotschi noch ansah. Doch sowohl Peter Gösel, Präsident des Landessportbundes Thüringens, als auch Sportministerin Heike Taubert machten Mut. Allein schon die zahlreiche Teilnahme an Olympia mit immerhin 33 Sportlern spreche für das hohe Niveau des Wintersports im Freistaat. Auf der Bühne wurden aber auch Sportfunktionäre, Trainer, Techniker, Ärzte und Physiotherapeuten geehrt. Für Wolfgang Filbrich, Leiter des Oberhofer Wintersportzentrums, ist das typisch für die Region: Hier wird den Sportlern nicht nur dann die Stange gehalten, wenn es Medaillen regnet (Siehe Video!).

    • Erneute Beerdigung der Dunkelgräfin
    • Erster Weihnachtsmarkt
      Die Jahresendfeiern haben begonnen:
      Veilsdorf (HH) – Er hatte alle Eigenschaften eines echten Weihnachtsmarktes, wurde aber vorsichtshalber – um keinen Ärger mit dem Weihnachtsmann zu bekommen – „vorweihnachtlicher“ Basar genannt.
      In der kleinen Werratal-Gemeinde Schackendorf verkauften am vergangenen Wochenende Freizeitkünstler die ersten Geschenke für das Christenfest. Organisiert hatte das Angebot die Milch-Land GmbH Veilsdorf, ein landwirtschaftliches Großunternehmen, das sein Betriebsgelände am Rande von Schackendorf zu einem Erlebniszentrum für Jedermann umgebaut hatte. Hobby-Handwerker aus der Region hatten nun für diesen Tag geschnitzt, gemalt, geklebt, gefilzt und gebastelt. Auf den liebevoll gestalteten Auslagen wurden nicht nur die berühmten Topflappen und Kerzenhalter angeboten, sondern auch geschnitzte Engel, Glaskugeln und buntglitzernde Sterne. Im dazugehörenden Milchcafe gab es Kaffee und Kuchen, Weihnachtsmusik spielte - was bedurfte es mehr, um die Familien aus nah und fern anzulocken. Ganz nebenbei konnten die Besucher die üblichen Angebote des Erlebnisbetriebes wahrnehmen, wie Streichelzoo, Tierfütterung, Melkanlage, Spielplatz etc
    • Europatreffen
      Zur feierlichen Begegnung von Jugendlichen aus verschiedenen Europäischen Ländern ging im Schleusinger Gymnasium die Post ab.
    • Fachhochschule Nordhausen
      Ehemalige Ingenieurschule für Landtechnik soll wiederbelebt werden: Derzeit bewirbt sich die Bildungseinrichtung um den neu ausgeschriebenen Studiengang „Technik in der Landwirtschaft“. Sie will damit an die Traditionen des nordthüringer Standortes als Maschinenbau- und Technikzentrum anknüpfen.

      Das verkündete Arndt Schelenhaus, Pressesprecher der Fachhochschule Nordhausen, anlässlich eines Jubiläumstreffens der ehemaligen Absolventen der Ingenieurschule für Landtechnik. Die hatte von 1953-1990 hunderte Spezialisten für die genossenschaftlichen Agrarbetriebe der ehemaligen DDR ausgebildet und war nach der Wiedervereinigung geschlossen worden. 1997 kam es dann zur Gründung der Fachhochschule Nordhausen. Sie bietet heute 16 Studiengänge in Wirtschafts-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften für Bachelor- und Masterabschlüsse an. 2.500 Studenten erfreuen sich hier an einem 11 ha großen Campus, modernen Wohnheimen und einer außergewöhnlich individuellen Betreuung, denn der übliche Massenbetrieb an deutschen Akademiker-Schmieden findet hier nicht statt. Schwerpunkte in Lehre und Forschung orientieren sich an zukunftsweisenden Entwicklungen wie regenerative Energien, Umwelt- und Recyclingtechnik sowie Informatik. Hier werden auch viele Staatsdiener von Morgen im Bereich Public-Management mit internationaler Orientierung ausgebildet. Um das neue August-Kramer-Institut, eine ingenieurwissenschaftliche Forschungs- und Bildungseinrichtung mit über 11 Laboren wird die Fachhochschule selbst von namhaften Universitäten beneidet. Darüber hinaus agieren das Institut für regenerative Energietechnik und das Forschungsinstitut für Nahrungs- und Genussmittel, wo beispielsweise an Sensoren geforscht wird, die die Begutachtung neuer Produkte übernehmen sollen. In einer Studie wurden die Auswirkungen des Hochschulstandortes auf die Region detailliert untersucht: 150 Festangestellte und die Studenten erzeugen ein Nettoausgabevolumen in der Region von über 20 Millionen Euro. Durch deren Kaufkraftsteigerung werden darüber hinaus 350 Arbeitsplätze generiert. Das alles bekamen die „Ehemaligen“ der Ingenieurschule für Landtechnik ausführlich erklärt. Dass an dem Jubiläumswochenende keine Studenten auf dem Campus waren, konnten sie in Erinnerung ihrer eigenen Studienzeit verschmerzen (Siehe Video!). Mit aller Kraft wollen sie die Daumen drücken, dass der Bewerbung für eine Neuauflage des Studienzweiges Landtechnik stattgegeben wird.
    • Fachschule für Agrar- und Hauswirtschaft
      Akademischer Nachwuchs für die Landwirtschaft: In Stadtadtroda befindet sich die einzige höhere Bildungsanstalt für den Agrarsektor in Thüringen. Sie führte gestern und heute Informationstage für interessierte Jugendliche durch. Der Andrang hielt sich zwar in Grenzen – trotzdem muss die Schule nicht um ihre Zukunft bangen.
      Ganz aktuell ist nämlich der beschlossene Ausbau der Schule, denn das ehrwürdige Alter von 90 Jahren hat seine Spuren hinterlassen. Fachlich allerdings scheint man auf der Höhe der Zeit – mit modernen Fachkabinetten, Lehr- und Demonstrationsanlagen, Wohnheim und Mensa. Studenten aus Stadtroda erhielten deutsche und internationale Auszeichnungen, zum Beispiel im vergangenen Jahr auf der Agrarmesse in Paris. 16 Lehrer unterrichten hier etwa 190 junge Menschen. Die müssen nicht nur eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen, sondern auch mindestens ein Jahr Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb nachweisen. Das Studium geht über zwei Jahre und beinhaltet wiederum ein Jahr Praktikum. Neuerdings wird der Abschluss hier auch als Bachelor anerkannt. Mit ihm kann man dann nicht nur Fach- und Leitungsfunktionen in der Landwirtschaft ausüben, sondern erhält auch eine Ausbildungsberechtigung für Lehrlinge. Und: die Absolventen aus Stadtroda sind gefragt. Bisher hat noch jeder der insgesamt 17.000 erfolgreichen Abgänger einen Job gefunden.

    • Ferienspiele in Schleusingen
    • Festakt 25 Jahre Thüringen
    • Festumzug in Gethles
      Zur 650-Jahr-Feier gingen fast alle Einwohner auf die Straße und gestalteten ihre bewegte Geschichte nach.
    • Feuerwehr Eisfeld
      160 Jahre Freiwillige Feuerwehr
    • Filmprojekt mit der Grundschule
    • FILMthuer 2013
      Thüringer Landesfilmfestival in Jena: Am 15. und 16. Februar wetteiferten im Kulturzentrum Volksbad die Hobbyfilmer des Freistaates um Auszeichnungen und Delegierung zu den bundesweiten Filmausscheiden. Denn Veranstalter ist der Bundesverband Deutscher Filmautoren mit seinen jeweiligen Sektionen in den Ländern. Für Thüringen ist das der Landesverband der Filmautoren (TLFA), der zum 11. Mal bereits das Festival in Jena ausrichtet. Dafür wurde extra der Verein FILMthuer e.V. gegründet und der Oberbürgermeister der Saalestadt als Schirmherrschaft gewonnen. In diesem Jahr musste aus 120 Einsendungen vorausgewählt werden. 64 Kurzfilme aller Genres in den Kategorien Amateur-, Jugend- und Studentenfilm standen danach zur Begutachtung. Dazu kommen noch einmal 14 Trickfilme beim Sonderthema „Animation“. Zu gewinnen gab es die trophäenartig gestaltete Goldene Filmthür, Sonder-, Förder-, Presse- und Publikumspreise. Das ist das Besondere: Die Filme werden von einer unabhängigen Fachjury jeweils in ihrer Kategorie öffentlich diskutiert und bewertet. Eine Jugendjury bespricht gesondert alle Schüler- und Jugendfilme. Das sorgt nicht nur für Transparenz und Publikumsnähe, sondern hilft dem Nachwuchsfilmern bei ihrer künftigen Arbeit. Gleichzeitig fördert das Festival damit den Erfahrungsaustausch und den Kontakt unter Thüringer Filmemachern und rückt die Autoren stärker in den Blickpunkt, die nach der Projektion vorgestellt und zu ihrer Arbeit befragt werden. Die Ergebnisliste finden Sie unter www.filmthuer.de.
    • Flüchtlingsheim in Schönbrunn
    • Flucht durch den Tunnel
      Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit: Mit einer Buchlesung und anschließender Diskussion würdigte der Künstlerhof Roter Ochse in Schleusingen die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Einhelliger Tenor: Gerade Extremsituationen von damals dürfen nicht vergessen werden. Unter dem Titel: „Mauerzeit – Siebzig Meter Angst“ las die Zeitzeugin Monika Strajtmann aus ihrem Essay und berichtet von der Flucht durch einen selbst gegrabenen Tunnel unter der Mauer von Berlin hindurch. Für viele Gäste ein unvorstellbares Unterfangen: von einer Garage aus kriechend unter Häusern, Straße und Grenzstreifen entlang, immer die Angst im Nacken, entdeckt zu werden! Gemeinsam mit ihrem Mann und den Schwiegereltern wollte sie um jeden Preis die DDR verlassen. Sie war damals hoch schwanger und ihre Tochter ist kurz nach der geglückten Flucht in der Bundesrepublik geboren. Während der Diskussion im Künstlerhof anschließend gab es nicht nur Bewunderung und Zustimmung. Es ging auch um das Risiko, die Mutterschaft, die Zustände in der damaligen DDR sowie das Verhältnis von Freiheit und der Suche nach dem ganz persönlichen Glück.
      Heute wohnt Frau Strajtmann in Roxheim, nahe Bad Kreuznach. Nach ihrem Abenteuer war sie von West-Berlin in ein Flüchtlingslager nach Mainz gekommen. Ihr Essay ist mit anderen im Buch „Mauerzeit – Als fliehen tödlich sein konnte“ 2011 im Zeitgut Verlag Berlin erschienen.
    • Flughafen Erfurt-Weimar
      Mit neuen Partnern zum Abheben bereit: Nach der Anflugkündigung von Air Berlin und dem damit verbundenen Rückgang an Passagieren sieht man sich in der Landeshauptstadt mit neuen Fluggesellschaften und Reisezielen wieder im Aufwind.

      Neue Verträge konnten mit Germania, Air Arabia und Croatia Airlines abgeschlossen werden. Flughafen-Geschäftsführer, Matthias Köhn, ist optimistisch, bald auch wieder im vollen Umfang Spitzenziele wie die Kanarische Inseln anbieten zu können. Derzeit werden aber vor allem die ehemaligen Feriengebiete in Osteuropa wieder neu entdeckt. Mit jungen Reiseanbietern aus der Region, wie Vianova aus Weimar, sollen auch alternative Angebote wie die Seidenstraße, London oder Israel zusätzliche Fluggäste bringen. Besonderer Service, beispielsweise das Abholen der Passagiere von zu Hause, soll ein Übriges tun. Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft, forderte erst jüngst den Ausbau des Frachtverkehrs am Flughafen. Die Unternehmen in der Region hätten hier schon bessere Logistik-Bedingungen gehabt. Neben der Zusammenarbeit mit TNT, das jede Nacht Expresssendungen von Thüringen in alle Welt verschickt, sollen weitere Transportdienste etabliert werden. Trotz mancher Kritik in Sachen Auslastung sieht man sich auf dem modernen Flughafen hier als gerngesehene Alternative für Thüringer, Sachsen und auch Franken im Dreieck der Massenflughäfen in Frankfurt, Nürnberg und Leipzig.
    • Flugplatz Suhl-Goldlauter
      Das Amerikanische Wochenende kann als Mischung aus US-Auto-Treffen und Flugplatzfest bezeichnet werden und war dem 40. Jahrestag des Erstfluges in Suhl gewidmet. Trotzdem waren nicht nur die Technikfreaks gekommen. Veranstalter Jürgen Dietz zählte täglich über 6.000 Besucher, darunter viele Familien mit ihren Kindern. Es war auch für jeden etwas dabei. Dem Motto entsprechend zeigte der US-Car-Club Kassel 143 amerikanische Oldtimer und Youngster, frisiert und getunt. Dazu kam alles, was hierzulande mit dem american Way of Life in Verbindung gebracht wird: Hamburger, Country-Musik, Armwrestling, Sexy-Car-Wash, Auto-Corso und so weiter. Auch der Flugsportclub Suhl bot sein Bestes: Flugshows, Modellflugzeuge, Rettungshubschrauber, Segelflugzeuge etc. Die Organisatoren versicherten, dass das 2. sicher nicht das letzte Event dieser Art in Goldlauter war.

    • Folkloretanzgruppe aus Wallrabs
      Tänzer feierten 30-jähriges Jubiläum: Das eingemeindete kleine Dorf könnte am Rande der Kreisstadt verloren gehen, wären da nicht unzählige Aktive, die sich mit ihrer Heimat und deren Brauchtum verbunden fühlen.

      Bei der Gründung des Vereins 1983 hieß es noch Volkstanz, es gab eine LPG als Trägerbetrieb und alle waren noch sehr gelenkig. Doch auch heute sieht man selbst den Gründungsmitgliedern an, dass sie ihr Leben lang Sport getrieben haben. Das Tanzen hat sich eben ausgezahlt. Zu ihrem Jubiläum am vergangenen Wochenende hatten sich die Wallrabser befreundete Tanzgruppen aus Veilsdorf, Cronlach, Exdorf und Benshausen eingeladen. Jeder präsentierte auf dem Dorffest das Beste aus seinem Repertoire, eine besondere Augenweide aber war der originelle „Holzfäller und Beerensammler-Tanz“. Mit dem hat der ortsansässige Verein schon in den USA Erfolge gefeiert. Auch der „Schneewittchen und Zwergen-Tanz“ von der Kinderkirmesgesellschaft aus Weitersroda erhielt einen besonderen Applaus. Knut Kreuch, Vorsitzender des Thüringer und Präsident des Deutschen Trachtenverbandes übergab die Ehrennadel in Gold an Rolf Amthor, Vorsitzender der hiesigen Tanzgruppe. Auch die angereiste Prominenz hatte Spendierhosen an, so Iris Gleicke, Horst Gärtner, Matthias Günther und Holger Obst. Die Werrataler Musikanten aus Sachsenbrunn spielten zwischen den Tänzen auf und dem Publikum waren trotz zu kleinem Zelt die Lust und Freude an dem traditionellen Spektakel anzusehen. Es gab eine große Geburtstagstorte, deren Verkaufserlös an die Opfer der aktuellen Flutkatastrophe gehen soll.

    • Fränkische Mundart Teil 1
      Südlich des Thüringer Waldes spricht man fränkisch. Das nennt sich Bloat - platt gesprochen - und das können auch die jungen Leute.
    • Fränkische Mundart Teil 2
      Südlich des Thüringer Waldes spricht man fränkisch. Das nennt sich Bloat - platt gesprochen - und das können auch die jungen Leute.
    • Fränkische Mundart Teil 3
      Südlich des Thüringer Waldes spricht man fränkisch. Das nennt sich Bloat - platt gesprochen - und das können auch die jungen Leute.
    • Frühlingsfest Kloster Veßra
    • Freunde der Bertholdsburg
      Das große Residenzschloss der Grafen von Henneberg in Schleusingen braucht finanzielle und geistige Förderung, um erhalten zu werden.
    • Friedensfest in Schleusingen
    • Friedrich Lux Festspiele
      Schätze der regionalen Kultur wiederentdeckt: Mit einem Orchesterkonzert gingen am Wochenende die hochkarätigen Veranstaltungen zu Ehren des großen Sohnes der alten Bergstadt Ruhla zu Ende.

      Ein Woche lang hatten die Ruhlaer den in seiner Zeit profilierten Komponisten und Dirigenten gefeiert, der 1820 hier geboren wurde und in Mainz zu Ruhm und Ehren gelangte. Eine seiner größten Werke war die romantische Oper „Der Schmied von Ruhla“, in der er eine Sage aus der Region aufgriff und an die Anfänge der Besiedlung des Erbstromtales hier im 10. Jahrhundert erinnerte. Die Bewohner sicherten sich erst mit Eisenerz, später mit Tabakpfeifen und Uhren, in der Neuzeit mit einem Bäderbetrieb ihren Lebensunterhalt. Das Besondere: Ruhla war seit dem Mittelalter im Besitz zweier sächsischer Fürstenhäuser, das Bächlein Rolla teilte den Ort mitten durch, es hatte 2 Kirchen, 2 Schulen, etc. Wer über die Grenze zur anderen Seite wollte, musste Zoll bezahlen. Trotzdem setzte sich eine städtische Identität durch, die den Ort immer überlebensfähig hielt, was 1920 endlich zur Vereinigung führte. Mit dieser Kraft erfand sich auch die Gemeinde nach der Wende neu, machte aus der heruntergekommenen Industriestadt pö a pö ein Touristenstädtchen besonders durch den Park „mini-a-thür”, welcher kleine Modelle von über 100 Sehenswürdigkeiten Thüringens zeigt. Ganz neu nun die Lux-Festspiele, die mit 17 Konzerten und einem aufwendigen Rahmenproramm das fast vergessene musikalische Erbe zur heutigen Beförderung wiederentdeckte.
    • Fun-Park in Heubach
    • Galerie am Riesen
      Neue Ausstellungsräume mit Kunstwerken und Schiller-Lesung: Versteckt hinter dem vielen Grün am Frauenplan in Weimar wartet das Restaurant und Cafe „Erbenhof“ auf seine Gäste. Die stilvolle Gaststätte leistet sich in seinen unteren Räumen eine kleine aber feine Kunstgalerie.

      Aktuell sind dort Werke der Kunstdesignerin Franziska Kowitz und des Bildgestalters Gernot Ehrsam zu sehen. Beide haben sich zum „Atelier Schloss Kromsdorf“ zusammen geschlossen, wo sie auch arbeiten. Die Künstler verbindet nicht nur die Liebe zu ihrem Handwerk, sondern auch die zur Natur. Franciska Kowitz hat so nach ihrem Studium ein Floristik-Atelier gegründet, das aus Pflanzen wahre Kunstwerke macht. Gernot Ehrsam, aus der Rhön, ist seit Jahren vorrangig mit Holzskulpturen beschäftigt. Ihre Arbeiten sollen nicht nur schön sein, sie wollen auch den Zauber des gewachsenen Materials und dessen ästhetische Kraft wirken lassen. So war die Gemeinschaftsschau „gedanken-gebilde-2012“ mit abstrakten Skulpturen und Installationen langsam fällig. Sie ist Friedrich Schiller und seinen philosophischen Ergüssen gewidmet. Jeden Donnerstag um 19.00 Uhr stellen sich nicht nur die Künstler zur Diskussion, sie präsentieren in einem Begleitprogramm auch Gastkünstler zum Thema aus den Bereichen Schauspiel, Musik und Performance. Am 16.Februar gestaltete Susanne Peschel aus Erfurt mit ihrem kleinen Puppentheater das relativ unbekannte Wirken Schillers in Erfurt nach. Jedes dieser Treffen wird mit einer Lesung aus Schillers 27 „Augsburger Briefen“ abgerundet. Darin versucht der Dichterfürst sein utopisches Gesellschaftsmodell in einer ästhetischen Erziehung der Menschen umzusetzen. Keine leichte Kost, die aber durch die schlichte Schönheit der Natur-Kunstwerke für jedermann verdaulich wird. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. März 2012 jeweils zu den Öffnungszeiten des Restaurants Erbenhof zu sehen.
    • Gartenfest in Kloster Veßra
      Vor der Kulisse des Freilichtmuseums fand am 12. Juni 2011 eine Verkaufsmesse rund um Haus und Garten statt.
    • Gütesiegel für WWS Keramik
      Über gleich zwei Urkunden durfte sich am 28. August die WWS Keramik Neuhaus GmbH freuen: Die Landrätin des Landkreises Sonneberg, Christine Zitzmann, übergab gemeinsam mit Gudrun Büttner, Leiterin des Umweltzentrums des Handwerks Thüringen, das QuB-Umweltzertifikat und die Teilnahmeurkunde des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen (NAT) an die Geschäftsführerin der WWS Keramik Neuhaus GmbH, Yvonne Stadter.
    • Geba-Radrennen
    • Gebietsreform in Südthüringen
      Wie wichtig sind Bürgern solche Strukturen wie Ober- und Unterzentren, Kreis- oder Stadtgrenzen, Struktur- und Verwaltungsreform?
      Suhl (HH) – Ina Leukefeld von den Linken hatte am 28. Januar 2014 zu einer öffentlichen Diskussion ins Ringberghotel eingeladen. Gäste waren: der Oberbürgermeister von Suhl, Jens Triebel (pl), die Bürgermeister von Zella-Mehlis und Oberhof, Richard Rossel (pl) und Thomas Schulz (FW) sowie der Landrat von Schmalkalden-Meiningen, Peter Heimrich (SPD).
      Ursache, so die Landtagabgeordnete, seien die zahllosen Rangeleien zwischen den Würdenträgern der anwesenden Kommunen in letzter Zeit und die immer konkreter werdende Notwendigkeit einer Fusion von Gemeinwesen um Haushaltsmittel einzusparen. Oberhof, das Millionen von der Landesregierung für Sportstätten und ein neues Stadtzentrum erhalten hatte, muss im Gegenzug mit Nachbarkommunen über einen Zusammenschluss verhandeln. Eine Kommission der Stadtverwaltung hat bereits ihre Fühler nach Zella-Mehlis und Suhl ausgestreckt. Das hochverschuldete Suhl will seinen kreisfreien Status beibehalten, obwohl eine Expertenkommission in Erfurt genau das Gegenteil vorgeschlagen hatte. Zella-Mehlis, mit seinem relativ ausgeglichen Haushalt, steht unter keinem Zwang, außer dass sämtliches Leben aus seinem Zentrum gewichen ist, so mehrere anwesende Bürger der Stadt. Dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen kann es gar nicht gefallen, dass hier über den möglichen Austritt zweier Städte verhandelt wird. Trotzdem ließen sich die Politprofis während der Diskussion auf keine echte Auseinandersetzung ein und spielten eitel Sonnenschein. Die Landesregierung lasse es an administrativen Vorgaben fehlen und überhaupt seien die Verhandlungen so kompliziert, das verstehe eh niemand. Natürlich werde man ausschließlich im Interesse seiner Bürger handeln! Aus dem Kreis der Gäste im Kongresssaal kam so auch wenig Kritik, meist nur Fragen über Missstände im Stadtalltag. Doch in absehbarer Zeit werden sie vor vollendete Tatsachen gesetzt. Denn in den nächsten ein bis zwei Jahren muss sich Oberhof entscheiden.

    • Gebrannte Brücke
      Als die Grenze zwischen Sonneberg und Neustadt bei Coburg aufging...
    • Geburtstag von Juri Gagarin
      Am 9. März wäre der erste Mensch im Weltall 80 Jahre alt geworden: Suhl (HH) – In der Schul- und Volkssternwarte K. E. Ziolkowski ehrten am vergangenen Freitag vielleicht hundert Bürger der Stadt den Astronauten, der sie sogar einmal in Südthüringen besucht hatte.
      Damals hieß er noch Kosmonaut, die Freundschaft zur Sowjetunion war Staatsdoktrin und Gagarin wurde wie ein Popstar gefeiert. Heute wiederum gehört es noch nicht wieder zur Normalität, großartige Innovationen aus dem Osten zu würdigen. Das aber wollte man hier, so Hubert Heiderich und Ingrid Hagemann von der Deutsch-Russischen-Freundschaftsgesellschaft, gemeinsam mit dem Briefmarkenverein Südthüringen e.V. und dem Verein Suhler Sternfreunde e.V. bei der Begrüßung. Zwar hörte sich die „Grußadresse“ aus der befreundeten Sternwarte in Kaluga, der Partnerstadt von Suhl, genau wie damals an, aber das passte irgendwie zu den Bildern und Exponaten der Ausstellung hier. Der Fachvortrag vom Leiter der Sternwarte, Olaf Kretzer, dagegen zeigte den sachlichen Umgang mit der Materie: Er spannte den Boden von den Anfängen der Raumfahrt, die politischen Rahmenbedingungen damals mit dem so genannten „Sputnikschock“ für die Amerikaner bis zu einem Ausblick in die Neuzeit der Weltraumforschung. Dabei gab es selbst für interessierte Laien viel Neues: die ersten Raketen vor 800 Jahren bereits bei den Chinesen, richtig funktioniert hat solch ein Geschoss erstmals in Rumänen, die Raketenformel von Ziolkowski, dem Vater der modernen Raumfahrt, sein Schüler Koroljow, Chef des sowjetischen Raumfahrtprogrammes studierte die deutschen V2 sechs Monate lang in Thüringen. Juri Gagarin stand so mit seinem Erstflug am 12.4.1961 gleichsam in einer Entwicklungskette, angetrieben vom Kalten Krieg. Die meisten Zuhörer hier hatten den „Himmelsstürmer“ noch bei seinem Besuch am 18.10. 1963 in Suhl selbst erlebt.

    • Gedenken an Pogromnacht
      Vor 75 Jahren begannen die Nazis mit der industriemäßigen Ausrottung der Juden in Europa
      Schleusingen (HH) – Zum Jahrestag der so genannten Reichskristallnacht, in der deutschlandweit jüdische Gotteshäuser niedergebrannt wurden, fanden in Südthüringen vielfältige Veranstaltungen statt.
      In Schleusingen trafen sich die Bürger zunächst zu einer Andacht an der ehemaligen Synagoge in der Bertholdstraße. Dort hatte das Bündnis gegen Rechtsextremismus vor fünf Jahren eine Stele der Erinnerung aufgestellt. Die Menschen zündeten Kerzen an, legten ein Gebinde nieder, beteten und sangen. Bewegende Momente in der Erinnerung an die namentlich bekannten Opfer in der Stadt. Im Anschluss fand eine Gedenkveranstaltung im Künstlerhof Roter Ochse statt, auf der der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Prof. Dr. Reinhard Schramm, über die "Pogromnacht“ damals und jüdisches Leben heute sprach. Die lebendige, teils sogar heitere Art im Umgang mit dem Thema Aufarbeitung in Deutschland ließ die etwa 80 Gäste gebannt lauschen. Er kritisierte die frühere Politik in Deutschland, die trotz Mahnung auf dem rechten Auge blind gewesen sei und wehrte sich gegen die einseitige Verurteilung der Siedlungspolitik in Israel. Dieses Engagement der Bürger wie hier in Schleusingen sei es, was ihn immer wieder mit seiner Heimat aussöhne. Für den Organisator der Veranstaltung, Thomas Marzian, sei es gerade diese Ausdauer der Antifaschisten, die den Rechtsextremismus im Landkreis Hildburghausen zurückgedrängt habe.



    • Gemischter Chor Eisfeld
      Frühlingskonzert trotz bitterer Kälte: Der Gesangsverein hatte die Veranstaltung unter das Motto gestellt: „So treiben wir den Winter aus“. Und wirklich traten die Sänger im Großen Saal des Stadtschlosses mit einer Inbrunst auf, als könnten sie die Sonne wirklich herbeizaubern.
      Und nicht nur sie! Die vielen Zuschauer mussten beim Kanon nicht zweimal gebeten werden. Immerhin blickt das Vereinssingen in der kleinen Stadt südlich des Rennsteiges auf eine über 150 Jahre alte Tradition zurück. Sogar der Gesamtdeutsche Sängerbund - 1862 in Coburg gegründet – ist jünger. Zwar gab es immer mal wieder Unterbrechungen, aber auch der jetzige Sängerverein stammt bereits von 1964 und ging aus dem Henneberger Sängerkreis hervor. Heute singen hier etwa 30 Männer und Frauen unter der Leitung von Cilly Ehrentraut. Im Eisfelder Schloss geben sie jährlich zwei Liederabende, neben einem Weihnachtskonzert eben das Frühlingssingen am vergangenen Sonntag. Eingeladen war auch der Männerchor aus Sachsenbrunn, wie das so üblich scheint unter Sängern. Auch zum Jahreshöhepunkt des Vereins, der Große Konzertabend im Volkshaus Eisfeld jeweils im November nehmen immer 8 – 10 Chöre aus der Umgebung teil. Kein Wunder, dass die Eisfelder mit der so genannten Zelter-Plakette ausgezeichnet wurden, die für langjähriges Wirken und besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes verliehen wird. 2012 hatte man im Landkreis Hildburghausen ein Studiochor zusammengestellt, der an der Chorolympiade im amerikanischen Cincinnati teilnehmen konnte. Natürlich war der hiesige Chor dabei! Wie der 1. Vorsitzende des Vereins, Horst Hourle, berichtete, sei der Nachwuchs das größte Problem, weil es an der Eisfelder Schule nicht mal mehr einen Musiklehrer gebe. Doch davon merkte man beim Frühlingssingen nichts. Es traten sogar zwei Teenager mit Schifferklavier auf. Die Eisfelder bedankten sich mit kräftigem Applaus.
    • Geschlossene Schneedecke am Rennsteig
      Stell dir vor, es ist Winter und keiner geht hin:
      Schmiedefeld (HH) – Endlich! Ski und Rodel gut, konnte am Sonntag früh von den Kammlagen des Thüringer Waldes vermeldet werden. Nur schien das niemanden zu interessieren.
      Nur ein paar ganz Verwegene trafen sich auf der Höhe, um sich den Winterfreuden hinzugeben. Dabei waren die Wanderer noch weit in der Überzahl, nur ganz vereinzelt traf man Skiläufer oder Schlittenfahrer. Dabei herrschte herrliches Winterwetter, minus 2 Grad Celsius, 10 Zentimeter Neuschnee, zwar keine Sonne aber auch kein Wind. Das was sich die Wintersportgemeinde seit 2 Monaten gewünscht hatte. Vielleicht wussten die meisten, was sie erwartet: Um Schmiedefeld herum war keine einzige Loipe gespurt, sämtliche Lifte hatten geschlossen, ebenso alle Imbissbuden, Bauden oder Tourist-Informationen. Vor einigen Großparkplätzen hing eine Kette. Nur in den Gaststätten schien – der Belegung der Parkplätze zufolge – ein gutes Geschäft zu laufen. So hielt sich das Murren in Grenzen. Vielleicht gibt es ja noch ein paar Wintertage, das Wetter soll ja so bleiben. Aus den Verwaltungen war zu hören, dass in dieser Woche auch unbedingt Spuren angelegt werden sollen. Zur Öffnung der Abfahrtspisten könne noch keine Aussage getroffen werden, erst müsse der Boden für die Pistenraupen stärker gefrieren. Also scheint man als Wintersportfreak doch besser mit den Hochgebirgen beraten zu sein. Denn wenn die Winter hierzulande auch immer kürzer werden, die Reaktionszeit der Freizeitverantwortlichen wird es wohl nicht…
    • Gesundheit im Betrieb
      Kümmern tun wir uns erst, wenn es zu spät ist. In Hessen, unserem Nachbarbundesland, fängt man früher an, sich um die Fitness am Arbeitsplatz zu kümmern.
    • Gethles Teil 1
      Die Geschichte des winzigen Dorfes am Südhang des Thüringer Waldes ist typisch für die Region. Brauchtum und Entwicklung könnten auch viele andere Orte rund um das Werratal beschreiben.
    • Gethles Teil 2
      Die Geschichte des winzigen Dorfes am Südhang des Thüringer Waldes ist typisch für die Region. Brauchtum und Entwicklung könnten auch viele andere Orte rund um das Werratal beschreiben.
    • Gethles Teil 3
      Die Geschichte des winzigen Dorfes am Südhang des Thüringer Waldes ist typisch für die Region. Brauchtum und Entwicklung könnten auch viele andere Orte rund um das Werratal beschreiben.

    • Gewürzmuseum Schönbrunn
      Hier findet man alles über unsere Geschmacksverstärker - von den Exoten und denen unserer Heimat, von den Kräuterweibern und Bückelapothekern bis zur modernen Gewürzmittelherstellung unserer Tage.
    • Girls Day an der Technischen Uni
      Mädchen Technik schmackhaft machen
      Ilmenau (HH) - Am so genannten Mädchen-Zukunfstag öffneten Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse.
      Wir begleiteten Natalie Leipold und Pauline Dressel aus einer 9. Klasse des Schleusinger Gymnasiums in die Hochschulstadt (Siehe Video). Hier, wo in den Letzten Jahren so viel investiert wurde, betrieb man einen großen Aufwand, um den Mädchen technische Studiengänge schmackhaft zu machen. Dazu hatten nicht nur viele Labors geöffnet, die sonst nur ausgewählten Personen Zutritt gewähren, sondern die Mädchen konnten sich auch an den unterschiedlichsten Maschinen und Versuchsaufbauten selbst ausprobieren. Schwerpunkt waren Ausbildungsberufe und Studiengänge wie IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Es gab jede Menge Experimente und zum Diskutieren standen Wissenschaftler, Doktoranten und auch weibliche Studenten zur Verfügung. Gerade mit weiblichen Vorbildern möglichst in Führungspositionen hofft die Landesregierung technische Berufe attraktiver zu machen. Das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft versucht in so genannten MINT-AG´s langfristig und nicht nur kampagnenartig für den Wirtschaftsstandort zu punkten. MINT ist dabei die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Immer noch liegt der Mädchenanteil bei den reinen Ingenieurswissenschaften unter 10 %. Dabei seien sie nachgewiesen fleißiger, genauer, zuverlässiger und kreativer als ihre männlichen Kollegen, so Monika Hennig, vom Bildungswerk. Auch Günter Höhne, emeritierter Professor aus Ilmenau schwört auf die weibliche Intuition bei handwerklichen Prozessen. Er will beim Verein Deutscher Ingenieure besonders Schülerinnen fördern. Noch laufe die Kampagne nicht lange genug, um belastbare Zahlen über den Erfolg vorzulegen. Er will vor allem die Angstschwelle bei der Berufswahl senken. Natalie und Pauline fanden den Tag in Ilmenau sehr interessant, man sah ihnen aber auch die Erleichterung an, bis zur Entscheidung ja noch ein bisschen Zeit zu haben.


    • Glühweinmarkt in Hildburghausen
      Was das Gänselieschen mit dem Glühweinmarkt zu schaffen hat.
    • Gold Wing am Bergsee
      Europäisches Motorradtreffen in Südthüringen: Etwa 1.500 Maschinen der legendären Kultmarke von Honda mit den verrücktesten An-, Um- und Ausbauten sind am Wochenende im Erholungsgebiet nahe Schleusingen zu bewundern.

      Die Gold Wing ist ein schweres Reisemotorrad, deren Standartausführung mit Flüstermotor, Airbag, Navi und Stereoanlage um die 30.000,- Euro kostet. Anlass des Biker-Treffens war das 30. Gründungsjahr ihres Dachverbandes, der Gold Wing-European-Federation. Ihm gehören 23 Länder in ganz Europa an und seine nationale Sektion betreut circa 70 lokale Clubs und Stammtische. Von denen hatten etwa dreieinhalb tausend Goldwinger am Stau- und Badesee Ratscher eine riesige Zeltstadt aufgebaut. Am Donnerstag bereits fuhren sie gemeinsam nach Suhl zu einer Show auf dem Platz der Deutschen Einheit mit einem Goldwing-Ballett, das die schweren Motorräder erst durch einen Feuerring und dann nach einer komplizierten Choreographie dirigierte. Anschließend gab es eine Rundfahrt durch die Stadt mit Lichterparade, Sirenengeheul und Hupkonzerten. Was sonst streng verboten ist – hier war es für die Parade von Polizei abgesegnet – sie war selbst mit 18 Fahrern dabei. Wenn andere Rocker-Clubs schon mal wegen Aggressivität in die Schlagzeilen geraten – bei den Goldwingers: Fehlanzeige. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei 54 Jahren, sie pflegen eine gemütliche Vereinsszene und verstehen sich als Familienmenschen. So zelebrieren sie am heutigen Samstag am Bergsee Ratscher einen Tag der offenen Tür, an dem – natürlich neben der Goldwing-Ausstellung – ein Kinderprogramm, Kaffee und Kuchen, sowie Mitfahr-Runden im Mittelpunkt stehen. Der Eintritt geht als Spende an das mitteldeutsche Kinderhospiz.
    • Gospelchor Light and the Dark
      Sänger aus Franken begeistern in Südthüringen: In der vollbesetzten Stiftskirche Römhild gaben Sänger und Musiker aus Bad Neustadt ein vorweihnachtliches Konzert der anderen Art.
      Denn im Repertoire fanden sich nicht nur afro-amerikanische Spirituals, sondern auch mancher zum Gospel umfunktionierte Popsong wieder. Trotzdem ging die Kirchengemeinde im Grabfeld und ihre Gäste voll mit. Der Gospelchor existiert seit 1993 und sorgt bei seinen Auftritten immer wieder für volle Kirchen und mitgerissene Zuhörer. Er zählt im Moment circa 30 Mitglieder aus Bad Neustadt und den umliegenden Ortschaften. Light and the Dark lebt vor allem vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder. Organisatorisch gehört er zur evangelischen Gemeinde in Bad Neustadt, mindestens die Hälfte der Sänger/-innen ist jedoch katholisch oder von einer anderen Konfession, so dass man hier von gelebter Ökumene sprechen kann. Was alle verbindet, sind natürlich Freude an der Musik und die gemeinsamen Erlebnisse bei den Auftritten. Denn trotz aller Routine sorgen die Auftritte für die Frauen und Männer um Chorleiter Dr. Thomas Reuß, immer wieder für Aufregung und amüsante Ereignisse. Bei den Römhildern jedenfalls war der Funke übergesprungen. Wer Kontakt zum Gospelchor Bad Neustadt sucht, wendet sich am besten an Romy Straub mit der Telefonnummer 0171-8812808.

    • Gothardusfest
      Feiern in einer der traditionsträchtigsten Städte Thüringens: Immer am 1. Maiwochenende würdigen die Bürger Gothas ihren Schutzheiligen St. Gothardus. Der passte gut zum Namen und war Abt von Kloster Hersfeld, wo der Zehnt der alten Siedlung hinging. Bereits 1442 werden die Wurzeln des Festes in einer Schützenordnung beurkundet. Kulturell steht die alte Residenzstadt ja zu Unrecht oft im Schatten von Erfurt und Weimar. Denn mit ihren Schlössern, Gärten und Museen, dem Barockfest oder dem Ekhof-Festival bietet Gotha international Einmaliges. In diesem Jahr soll sogar die Europeade, das größte Folklorefestival unseres Kontinents hier gefeiert werden. Die größte Veranstaltung der Stadt aber ist das Gothardusfest. 3 Tage mit 4 Bühnen auf 5 Plätzen ziehen Tausende Besucher an. Auf der Bühne am Hauptmarkt spielten Bands die Klassik, Rock, Boogie Woogie, Salsa, Soul und Folk anboten. Auf dem Unteren Hauptmarkt präsentierte sich das kunterbunte Kinderland als „Nimmerland“ mit Peter Pan und Cäpt’n Hook, das zahlreiche Möglichkeiten zum Zuhören, Staunen, Werkeln und Spielen bot. Am Brühl stand eine Jugendbühne für Nachwuchsbands und DJs und auf dem Neumarkt gab es ein riesiges Beachvolleyballfeld und andere sportliche Angebote. Auf dem Buttermarkt wiederum ging es historisch zu.
      Am Freitag bereits hatte traditionsgemäß ein großes Höhenfeuerwerk an der Orangerie stattgefunden und die Wasserkunst auf dem Hauptmarkt war nach winterlicher Pause wieder in Betrieb gegangen. Der darauffolgende Samstag präsentierte den großen Festumzug, auf dem sich Vereine aus Gotha und der Umgebung dem Publikum vorstellten. Im Mittelpunkt aber standen der heilige Gothardus und der Landgraf Balthasar, die von Gothaer Bürgern dargestellt wurden.
    • Grafitti in Suhl
      Ende August fand in Suhl, am Autobahnzubringer Sehmar, ein Grafitti-Streetartprojekt statt. Unter dem Motto "Gestalten und Mitgestalten" zeigten junge Künstler ihr Können und machten innerhalb weniger Tage, aus einer grauen Betonwand ein farbenfrohen riesiges Kunstwerk. Genügend Farbeimer und Spraydosen waren dank Unterstützund der vielen Partner und Sponsoren der Stadt im Überfluss vorhanden.
    • Grenz-Kunst
      Zur Einheitsfeier 2010 wurden an einem ehemaligen Grenzübergang zwischen Meiningen und der Rhön neue Kunstwerke aus Ost und West installiert.
    • Grenzmuseum Point Alpha
      Schüler besuchen den ehemals heißesten Punkt im Kalten Krieg
    • Grenzturm Eisfeld
    • Grimmelshausen und Simplicissimus
      Lucas Görlach vom Schleusinger Gymnasium hat einen Film über seine Heimatgemeinde gemacht. Der erste Deutsche Romanautor - aus dem 30jährigen Krieg - hat dort nämlich seine Wurzeln.
    • Große Kunst in kleiner Stadt
      Wenn andernorts Gelder für Kultur eingespart werden…
      Für den "Thüringer Sagenweg" wurden am 12. Juli 2013 in der Kleinstadt nördlich von Sömmerda die ersten vier Kunstobjekte feierlich eingeweiht.

      Dabei begutachteten Bürgermeister Peter Albach, Bürger und Gäste auf einem Rundgang die Werke der bildenden Künstler aus Erfurt. Michal Schmidt thematisiert in einem überdimensionalen gedeckten Tisch eine Sage aus dem alten Thüringer Königreich und die mittelalterlichen Brunnenfunde auf der hiesigen Runneburg. Gernot Egwald Ehrsam hat aus Stein die Heilige Elisabeth und den mythischen Minnesänger Klingsor gehauen. Thorsten Ihlenfeld stellte sein Vorhaben den "Heiligen Gral" vor, einem Edelstahlbecher auf dem Kinder bald klettern und rutschen können. Ebenfalls eine riesengroße Steinmetzarbeit kommt von Eric-Arne Schiecke, bei der eine Laute und Würfel über einem Schwert triumphieren. Alle Themen hängen eng mit Weißensee zusammen, das wie nur wenige Orte Thüringens die Landesgeschichte repräsentiert. Hier soll das alte Reich der Thüringer in einer Schlacht untergegangen sein, hier lebten die meisten Minnesänger Deutschlands, hier war einst der erste Landtag in Deutschland einberufen worden. Sich dessen bewusst, drängt der Stadtrat auf künstlerische Umsetzung. Weißensee hebt sich damit wohltuend von den meisten Kommunen im Freistaat ab, die angesichts ausgedünnter Finanzhaushalte Kunst als Nebensache behandeln. Dabei sind alle Werke durch das Förderprogramm "Bespielbare Stadtmöblierung" von Bund und Land finanziert worden. Schon vor Jahren hatte die kleine Stadt mit einem der größten und schönsten Chinesischen Gärten in der Bundesrepublik aufhorchen lassen. Die vielen Reisebusse davor lassen erahnen, dass das Konzept der Stadt aufzugehen scheint.
    • Gut Buchenhof
      Fahrturnier auf der größten privaten Hengst- und Besamungsstation Thüringens: Zwei Mal im Jahr finden auf dem weitläufigen Pferdehof je ein Reit- und ein Fahrturnier statt. Dann ist es mit der Idylle unterhalb des großen Gleichberges vorbei.
      Peitschen knallen, Lautsprecherdurchsagen, Massenandrang, Wettkampfatmosphäre! Vielleicht 25 sportliche Pferdekutschen versuchen einen Hindernisparcours in möglichst kurzer Zeit zu durchfahren. Dazu gibt es Dressurvorführungen und Geländefahrten. Selbst der Laie spürt: Hier geht es um mehr als Pferdeliebhaberei. Bereits im Mittelalter wurde das Herrschaftliche Kammergut Buchenhof erwähnt. 1968 hatte Herbert Kalnbach, Vater des jetzigen Eigentümers – Reimo Kalnbach – hier das letzte Pferd der LPG Tierproduktion gekauft. Seit dem dreht sich in der Familie alles um das edle Tier. Nach der Wende erwarben die Kalnbachs dann das ganze Areal und entwickelten mit Pferdezucht, -ausbildung und -pension Schritt für Schritt eines der erfolgreichsten Gestüte hierzulande. Es gibt Laufställe, riesige Koppelflächen, Reithalle, Spring- und Dressurplatz, Geländestrecke, überdachte Führ-Halle, ja sogar Laufband, Solarium und Reha-Programm für die Tiere. Alles natürlich geprüft und zertifiziert! Für die Reitenthusiasten werden Ferienhaus, Reitunterricht, Geländeausritte, Fachseminare und Berufsausbildung angeboten. Das zieht Kundschaft an: Etwa 80 Pferde stehen derzeit auf dem Buchenhof, die sich – wie heute – auch mal einspannen und antreiben lassen.
    • Handball-Bundesliega 2014
      Das entscheidende Spiel "Eisenach vs. Mannheim" in der Coburger HUK-Arena
    • Handwerkermarkt 2014
    • Hardys Reisebüro
      Wer bei Landfunk 9 als Sponsor auftritt, bekommt auch einen Werbefilm. Den hier haben Schüler vom Gymnasium Schleusingen produziert.
    • Händler-Demo in Schleusingen
      Geschäfte in den kleinen Innenstädten kämpfen ums Überleben: Mit einer bizarren Kundgebung machten die Geschäftsinhaber rund um den Markt auf ihre Situation aufmerksam. Für jedes Geschäft wurde symbolisch ein Sarg zu Grabe getragen.

      Damit wollten sie auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen. Immer weniger Kunden lassen ihre Läden unrentabel werden. Ursache sei vor allem ein unprofessionelles Management von Tourismus und Kultur in der traditionsreichen Kommune. Denn die Geschäfte im Mega-Einkaufzentrum vor den Toren der Stadt florieren durchaus. Die Inhaber der Zentrums-Läden machten bei der Aktion vor mäßig beigeströmtem Publikum viele Vorschläge, wie die Innenstadt belebt werden könne. Neben Forderungen zur Parkplätzen, Ausschilderung und Markthandel wünschen sie sich von der Stadtverwaltung vor allem eine zentrale Koordinierung für Marketing, Fremdenverkehr und kulturelle Veranstaltungen. Der Bürgermeister von Schleusingen, Klaus Brodführer (CDU) zeigt sich verständnisvoll, sieht aber sein Potential im Wesentlichen ausgeschöpft. Alle Vorschläge seien von Rechts wegen nicht machbar oder in den vergangenen Jahren von ihm bereits durchgespielt worden. Letztendlich hätten sie der Stadt nichts gebracht. Demografischer Wandel und wirtschaftliche Globalisierung könne er nicht aufhalten. Die Stadt zähle immer noch zu den erfolgreichsten Kleinstädten in Thüringen. Der als Sparfuchs bekannte Stadtchef sieht sich dabei durch eine immerwährende Wiederwahl mit überdurchschnittlich vielen Wählerstimmen in seiner Politik eines schuldenfreien Haushaltes bestätigt. Man könne sich auch totsparen, so der Tenor aus der Händlerschar. Sie würden den Niedergang täglich live erleben. Trotz aller Zwänge hätten die verantwortlichen Akteure der Stadt ihre Möglichkeiten des Zusammenspiels längst nicht ausgeschöpft.
    • Heiteres zur Deutschen Einheit
    • Helge Schneider in Steinbach-Langenbach
      Der große Entertainer und vielseitig begabte Musiker Helge Schneider war wieder einmal zu Gast im Naturtheater Steinbach-Langenbach. Mit seinem Programm "Buxe voll" tourt er derzeit durch die Republik und begeistert die Massen. Auch im Naturtheater war die Hütte voll und die Stimmung gut. Hier mal die ersten 10 Minuten von der Show.
    • Helmut König wird 70 Jahre
      Einer der berühmtesten Medaillen-Graveure Deutschlands kommt aus Zella-Mehlis.
    • Henneberger Geschichte Teil 1
      Die Festwoche zum 775jährigen Jubiläum Schleusingens spiegelt auch die Historie der alten Grafschaft wider.
    • Henneberger Geschichte Teil 2
      Die Festwoche zum 775jährigen Jubiläum Schleusingens spiegelt auch die Historie der alten Grafschaft wider.
    • Henneberger Geschichtsverein
    • Hennebergisches Gymnasium
      Traditionelle Abi-Taufe im Stadtbrunnen: Seit 1923 werden die frischgebackenen Abiturienten in Schleusingen auf dem Marktplatz einer feuchten Weihe unterzogen. Nicht nur Freunde und Verwandte zeigen hier ihre Verbundenheit mit der bereits im Mittelalter gegründeten Bildungseinrichtung.
      Zum Stadtfest gestern schmückten wie immer die Achtklässler der Schule für jeden der 37 Absolventen ein Handwagen, während die feierlich ihre Zeugnisse übergeben bekamen. Meist ist die Überraschung dann groß, denn die Gestaltung der Wagen soll immer auch etwas mir der Persönlichkeit des Abiturienten zu tun haben. Die schlüpfen nun schnell in „wasserfeste“ Kostüme, machen es sich im Wagen bequem und werden dann mit Blasmusik und viel Gejohle von ihren Mitschülern in einer Art Karnevalsumzug durch die Innenstadt gezogen. Am Stadtbrunnen auf dem Marktplatz trägt man dann über jeden Delinquenten ein Taufspruchvor, der ihr ganzes Gymnasialleben in einem Gedicht zusammenfast. Anschließend bekommt er von den leinengewandteten Klostertäufern ein paar Eimer Wasser über den Kopf gegossen. Hartgesottene Querulanten werden kurzerhand in eine Badewanne getaucht. Nun haben die Schulabgänger den ganzen Nachmittag Zeit, sich wieder frisch zu stylen, denn am Abend ist großer Abi-Ball angesagt. Die Zeremonie hatten die DDR-Oberen 1973 verboten. Nach der Wende wurde einiges anders, leider hat man auch das angegliederte Internat geschlossen. Vor ein paar Wochen endlich konnte mit Hilfe der Stadt ein neues Wohnheim für das Gymnasium eröffnet werden.

    • Hennebergisches Museum
      Fachwerk für traditionelle Bauausstellung: Im Mittelpunkt des Erlebnismuseums Kloster Veßra steht die Museumspädagogik, nicht nur, aber vor allem für Kinder. Das mittelalterliche Ambiente ermöglicht es ihnen, beim Selbermachen zu den Wurzeln unserer Zivilisation zurückzukehren.

      Der Geschichtstempel kommt den Laienbesuchern wie ein Bauernhof rüber: Da kann man Lehmhäuser selber bauen, Brot backen, Butter stampfen, beim Bierbrauen zuschauen, in historischen Gärten buddeln, wie Mönche schreiben lernen und beim Füttern der Tiere in den alten Ställen helfen. Wenn andere Museen in Thüringen darben, hier strömen Besucher trotz der Abgeschiedenheit zu Hauf. Neben den Standardangeboten wie Kindergeburtstag oder Ferienprojekte gibt es auch Neuzeitliches wie ein Klosterpuzzle am PC. Themenführungen mit Aktion bieten „Wäschewaschen wie zu Großmutters Zeiten“, „Alte Kinderspiele“ und „Tonfiguren gestalten“ an. Zusätzlich zu den den offiziellen Führungen durch das Freiluftgelände gibt es eine so genannte Hennenrallye mit geschichtsträchtigen Aufgaben für Kinder. Dabei schauen die Museumsleute auch über ihre Klostermauern hinweg und organisieren z. B. Sonderfahrten mit dem Dampflockzug auf der eigentlich stillgelegten Strecke von Ilmenau nach Themar an. Ganz neu ist die Fachwerkschule zum Selber bauen (Siehe Video) für die Sonderausstellung „Fachwerkland Südthüringen“, die ab 20. Mai 2013 eröffnet wird. Weitere aktuelle Highlights: Am 20. Mai Deutscher Mühlentag, am 30. und 31. Mai Gartenfest und am 16.Juni Kinderparty.
    • Herbstfest im Kindergarten
      Jedes Jahr wieder: Die Jüngsten in Schleusingen wissen selbst der schmuddeligen Jahreszeit etwas abzugewinnen.
    • Herbstfest in der Kulturfabrik Langewiesen
    • Herkuleskeule in der Grünen Erle
      Großer Kabarettabend in kleinem Dorf: Zu DDR-Zeiten gab es Ost und West, Berlin und Provinz, Parteipolitik und reales Leben. Heute ist alles ein Brei. Trotzdem funktionieren die Gags des Dresdener Kabaretts seit 53 Jahren – jetzt sogar in den alten Bundesländern. Die Auftritte der Herkuleskeule in der Hotelgaststätte „Zur Grünen Erle“ sind schon Tradition: Bereits zum 5. Mal gastiert das „deutschlandweit bekannte Kabarett“ (SZ) in der Gemeinde südlich des Rennsteiges. Das Ensemble hat erst vor wenigen Tagen seinen 20. Jahrestag als Privattheater gefeiert. In ihrem Kabarett-Stammhaus in Dresden am Sternplatz bringen sie die Menschen seit 1961 zum Lachen und auch heute gehören sie mit jährlich 120 Gastspielen quer durch Deutschland zu den erfolgreichsten Kleinbühnen Deutschlands. Die aktuellen Programme „Cafe Sachsen“ und „Leise flehen meine Glieder“ liefen bereits über 500-mal. „Morgen wars schöner“ bietet die erfolgreichsten Texte des Künstlerischen Leiters Wolfgang Schaller. „Gallensteins Lager“ oder: Opa twittert“ sind scharf-bissige Kabarettprogramme, die einen vergnüglichen Best-Of-Spass garantieren. Die Ensemblemitglieder Brigitte Heinrich, Birgit Schaller, Rainer Bursche, Detlef Nier, Michael Rümmler sowie die Musiker Jens Wagner, Volker Fiebig und Thomas Wand sind schon lange beim Ensemble; Erik Lehmann und Philipp Schaller bereichern samt Gästen die Farbpalette mit der jung-frechen Late-Night-Show „Spätzünder“. In der „Grünen Erle“ im Thüringer Wald treten auch andere Kabaretts auf: das Nächste im Herbst diesen Jahres, am 16. November.
    • Herr der Ringe in Waffenrod
      Deutschlandweit einzigartige Gästeunterkunft in Südthüringen eröffnet:
      Im Freizeitpark Waffenrod gibt es eine neue Attraktion: Erdhütten laden zum Übernachten ein und das - bei gehobenen Niveau.
      Denn das Feriendorf Auenland ist vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband auf Anhieb mit drei Sternen klassifiziert worden: Acht in die Erde gebaute Ferienwohnungen, unschwer als die Hobbithäuser aus der bekannten Fantasysaga erkennbar. Auch die Inneneinrichtung mit Kamin und Rundholzdesign ist speziell in diesem Ambiente gestaltet. Auf 45 Quadratmetern finden 2 bis 6 Personen Platz, die jeweils ab 75,- Euro berappen müssen. Mit der Sommerrodelbahn, dem Abenteuerspielplatz, dem Panoramarestaurant „Bergbaude" und dem grandiosen Ausblick ins Eisfelder Land kann man sich wirklich wie Frodo Beutlin und Konsorten fühlen. Schritt für Schritt erweitert so Familie Memm seit 2003 ihren Hotelbetrieb mit Freizeitpark.
    • Herrschekloese
      Bei dem irreführenden Namen handelt es sich nicht um die Machansprüche fehlorientierter Kartoffelklöße, sondern um einen vorchristlichen Brauch, der heute noch in Gethles zelebriert wird.
    • Hexenvortrag Hinternah
    • Hierbleiben oder Weggehen?
      Der mehrfach preisgekrönte Film vom ehemals Schleusinger Gymnasiasten Joseph Heß greift die Frage viele Jugendlicher auf, die gerne in ihrer Heimat leben und arbeiten möchten.
    • Historische Landtechnik im Kloster Veßra
      Erster Spatenstich zur Erweiterung der musealen Ausstellungsfläche: Im Hennebergischen Museum trafen sich Förderer, Partner und Bauleute zum Baubeginn neuer Geräte-Hallen und einer Erlebnisscheune für Kinder. Bis 2012 sollen 1,24 Millionen Euro in der zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gehörenden Anlage verbaut werden. Das Geld teilen sich EU, Landesregierung, Landkreis, Stiftung und Museum. Agrarstaatssekretär Roland Richwien und Landrat Thomas Müller Hoben mit einem Bagger den ersten Boden aus.

      Das Freilichtmuseum ist sonst eher wegen seiner imposanten Klosterruine und den umgesetzten Bauernhäusern aus ganz Südthüringen bekannt. Im Mittelpunkt der agrargeschichtlichen Schau stehen schon jetzt alte Traktoren, Pflüge aus vergangener Zeit und Dreschmaschinen, wie sie die Landwirtschaft im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Aber für die ganz großen Brummer, wie sie besonders auf den zusammengelegten Flächen der DDR-Genossenschaften Verwendung fanden, wie Mähdrescher und Kartoffelerntemaschinen, war bisher kein Platz. Viele Exponate stehen noch in umliegenden Lagerhallen und Werkstätten rum. Das soll jetzt anders werden. Im Stil historischer Feldscheunen werden Ausstellungshallen entstehen, in denen die alte Technik sogar in Aktion gezeigt werden soll. In einer Spielscheune mit Abenteuergarantie will der Nachwuchs für die Landwirtschaft begeistert werden.
    • Historisches Schlachtengetümmel
      Thüringen mit großer Besetzung bei den Befreiungskriegen von 1813 im sächsischen Groitzsch. Wenn auch historisch nicht vollständig korrekt, trat dabei Jerome Bonabarte – der kleine Bruder des großen französischen Kaisers in Aktion. Er wurde von Laurent Carriere dargestellt, der – als echter Franzose - in Erfurt ein Bistro führt.

      Dabei wurde die Zeit vor 200 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes lebendig. In geschichtlich genau nachempfundenen Kostümen, Requisiten und Schlachtordnungen gingen die mehr als hundert Hobby-Soldaten in sich exakt abgrenzenden Landes-Formationen aufeinander los: Kanonenböller, Platzpatronen, Befehlstöne, Angst- und Wutgeschrei und natürlich ganz viel Rauch. Einem verwundeten Soldaten wurde auf dem Schlachtfeld sogar ein Bein amputiert. Auch Napoleon persönlich gab sich die Ehre. Die wenigen Dutzend Zuschauer waren begeistert. Hintergrund, so der Vorsitzende des historischen Freundeskreises Uwe Freudenthal, war die Schlacht bei Großgörschen, wo Napoleon nach seinem Sieg über Pegau und Groitzsch nach Borna weiterzog. Das Biwak hier unterhalb der Wiprechtsburg, das sich übrigens als ältestes Gemäuer Sachsens präsentiert, soll an die Befreiungskriege von damals erinnern. Im Vordergrund heute stünden aber geschichtliche Authentizität, Kameradschaft der Teilnehmer und eine Menge Spaß. Unser Thüringer Franzose zeigte sich seinem Vorbild würdig. Jerome Bonabarte war von seinem Bruder als König von Westphalen eingesetzt worden. Er ging in die Geschichte als „Bruder Lustik“ ein, da er mehr von Wein und Frauen, als von Krieg und Regierung verstand. Laurent Carriere aus Erfurt beobachtete die Schlacht also von weitem und – er war in weiblicher Begleitung da.
    • Hochwasser im Werratal
      Anfang 2011 verursachte die Schneeschmelze bei starkem Dauwetter in Südthüringen manchen überfluteten Keller.
    • Hoffest in Simmershausen
      Bauern investieren in ihre Zukunft: Das Zuchtzentrum Gleichamberg feierte am Wochenende gleich dreimal: Den Erntedank, 20 Jahre Agrargenossenschaft und die Einweihung eines neuen Melkkarussells.

      Was davon die ungeheuerlich große Gästezahl angelockt hat, weiß nun freilich keiner. Es könnte auch die Prominenz mit Thomas Müller, Landrat in Hildburghausen, Ludwig Vielweber, der Südthüringer Regionalgeschäftsführer des Bauernverbandes, Bernd Leidenfrost, Leiter des Landwirtschaftsamtes oder die vielen Geschäftsführer von Agrarbetrieben aus Südthüringen gewesen sein. Manche tippen auch auf das Programm mit Großmaschinenpark, Reitdressur-Vorführungen, Tierschauen, Handwerkerständen und zünftiger Blasmusik oder auf das Gute Essen. Klaus Wetzel, Vorstandvorsitzender der Genossenschaft, ist das egal. Ihm kommt es vor allem auf die Resonanz an. Von dem schweren Anfang nach der Wende ist ihm nichts mehr anzumerken. Mit Transparenz, sachlicher Aufklärung und moderner Technik will er noch vorhandene Ressentiments gegenüber den landwirtschaftlichen Großbetrieben abbauen. Da passt der neue Melkstand für die 700 Milchkühe genau. Viele Arbeitsschritte sind hier automatisiert und erleichtern den Tierwirten die Arbeit. Vor allem der Jugend soll so signalisiert werden: Hier in der Heimat könnte es auch einen Job für Dich geben.
    • Hornschlittenrennen Brotterode
    • Hullefraansnacht
      Uralte Traditionen zum Jahreswechsel: Jedes Jahr am 2. Januar spuken Geister und Dämonen durch Schnett, den kleinen Höhenort am Rennsteig. Mit ihren Ruten verteilen sie Schläge und sammeln Abgaben ein. Vielleicht 20 wie Hexen maskierte Gestalten fallen mit eigentümlichen Geschrei in die Häuser und Gaststätten der 615-Seelen-Gemeinde ein. Jeder der sich blicken lässt, bekommt erst drei Schläge auf den Rücken und dann - ein gutes neues Jahr gewünscht; mit Gesundheit, Glück und Fruchtbarkeit. Die Hullefraan - Höllenfrauen - werden von so genannten Gertenträgern begleitet, die wie Waldschratse gekleidet sind und den Gepeinigten auch noch ein paar Euro abverlangen. Daneben zieht zu allem Übel auch die „Ströhene“ durchs Dorf. Die hat über ihr rotes Gewandt Matten aus Stroh gebunden, das Glück bringen soll. Viele Gäste versuchen ein paar Halme herausziehen, um sie ins Portemonnaie, in den Hühnerstall oder ins Ehebett zu legen. Der Brauch soll auf keltische und germanische Wurzeln zurückgehen, die zur Sonnenwende böse Geister austreiben wollten. In vorgerückter Stunde treffen sich die Hullefraan dann im Hotel Frankenblick. Dort stimmt gerade Klaus Koch vom Fremdenverkehrsverein die Schnetter und ihre Gästen auf den alten Brauch ein. Mit viel Geschrei geht es über Stühle und Tische, denn es gilt etwa 300 Rücken zu „bearbeiten“. Zu guter Letzt kommt noch die „wilde Hullefraa“, die dem Veitstanz die Krone aufsetzt. Mit freiem Oberkörper und geschwärztem Gesicht hält sie den Schnettern ihr Jahressündenregister vor.

    • Hundesport in Albrechts
    • Hundesportzentrum
      Im Simson Gewerbepark in Suhl ist ein Indoor Hundesportzentrum eröffnet worden. Steven Heilemann und seine Kollegen vom Team Ottilienstein öffneten für Jedermann und Jederhund Tür und Toren für einen Schnupperkurs im Hundesport. Allen interresierten Vierbeinern können hier Kommandos des Alltags und sportliche Grundlagen beigebracht werden. Durch die langjährige Erfahrung gehen die Hundetrainer individuell auf jeden Wunsch ein um das angestrebte Ziel bestmöglich zu erreichen.
      Infos und Veranstaltungen findet man unter www.ottilienstein.de oder direkt in der Meininger Straße 222 im Simson Gewerbepark in Suhl, direkt unter der Autobahn.
    • IKALLA in Suhl
    • Indianercamp in Rieth
      Kinder erleben Brauchtum amerikanischer Ureinwohner: Echte Indianer, Tipis und Tänze zur Trommel wurden während einer Projektwoche der Schulen und Kindergärten am Naturerlebnispfad im südlichsten Zipfel Thüringens angeboten. Es erschien wie eine Zeitreise: das einsame verwilderte Tal am Rande von Rieth mit den vielen Zelten, indianischen Alltagsgegenständen, einem Lagerfeuer, Ponys und Beschwörungsutensilien. Dutzende Kinder - die Hauptakteure - folgten den Erklärungen ihres Häuptlings Mario Tränkler über Begrüßungsrituale, Marterpfahl und Friedenspfeife. Seit 27 Jahren zieht der Sauerländer durch die Bundesrepublik und zeigt Kindern und Jugendlichen, wie "seinen roten Brüder" wirklich gelebt haben. Die Winnetou-Jünger können reiten, tanzen, kochen und sogar schlafen wie im Wilden Westen. Das ist besonders bei Großstadtkindern beliebt. Mario Tränkler wird meist von indianischen Freunden begleitet, Nachfahren der amerikanischen Urbevölkerung. Er hofft in 2 Jahren ein Dauer- Indianerlager in Geraberg eröffnen zu können.
    • Interview mit Iris Gleicke
      Neue Besen kehren gut? Die Bundestagsabgeordnete aus Südthüringen ist in der Großen Koalition zur parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium aufgerückt und gleichzeitig verantwortlich für die Belange der neuen Länder. Über ihre Vorhaben befragten wir sie in einem Interview. Geboren 1964 in Schleusingen, lernte Iris Gleicke erst Bauzeichnerin und studierte dann an der Fachschule in Gotha Hochbau. Sie arbeitete als Projektantin im VEB Stadtbau Suhl, später im Stadtbauamt Schleusingen, zuletzt als Bereichsingenieurin in der Flurneuordnungsbehörde. Seit 1990 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages, seit 1998 erstmals mit Direktmandat im Wahlkreis 307 (Ilmenau, Neuhaus am Rennweg, Schleusingen, Schmalkalden, Suhl). Sie nahm in dieser Funktion die unterschiedlichsten Aufgaben wahr, z. B. als stellvertretende wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied der Enquetekommission zur Überwindung der Folgen der SED-Diktatur, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie Jugendpolitik, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, stellvertretende Landesvorsitzende der SPD-Thüringen sowie stellvertretendes Mitglied im 2. Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages Terrorgruppe NSU". Darüber hinaus ist sie in Dutzenden Vereinen und Gremien ehrenamtlich aktiv. Iris Gleicke ist verheiratet und hat einen Sohn.
    • Irish Folk und Jazz auf der Bertholdsburg
      Open Air Wochenende in Schleusingen: Anlässlich der inzwischen traditionellen Konzertreihe in der alten Residenzstadt spielten am Wochenende die Gruppe Dizzy Spell (Schwindelanfall) und tags darauf die Sonneberger Jazzoptimisten.

      Das Ambiente hätte nicht besser sein können: Ein mittelalterliches Gemäuer, traditionelle Musik von der grünen Insel, eine laue Sommernacht und natürlich gepflegtes Guinness-Bier. Die Anziehungskraft der jährlichen Veranstaltungen im Schlosshof der Schleusestadt ist ungebrochen. Etwa 280 Besucher lauschten am Freitag den keltisch inspirierten Klängen und gaben sich dem eigenwilligen Rhythmus hin. Die Musiker aus Berlin, Halle und Leipzig boten eine Weltreise von Irland quer durch die englischsprachigen Länder bis nach Australien. Auch das Konzert am Samstag mit den Musikern aus der Nachbarschaft begeisterte ein breites Publikum.
    • IX. Internationales Keramiksymposium
      Die Kunstszene der Welt schaut nach Römhild: Eine in Europa einmalige Werkstatt fand am Wochenende ihren Abschluss. Acht Künstler aus Taiwan, Großbritannien, der Türkei, China, Frankreich, Serbien, der USA und Deutschland konnten 4 Wochen in der alten Töpferstadt südlich des Thüringer Waldes ihre Visionen verwirklichen.

      Bevor ein Künstler das aber kann, braucht er Unterkunft, Stipendium, Atelier, Technik und Austausch. All das war großzügig in Römhild geschaffen worden, denn nirgendwo hat man ein besseres Gespür für den Werkstoff Ton. Bereits vor 4.000 Jahren hatten die Kelten auf den nahen Gleichbergen Gebrauchskeramik hergestellt. Die Blütezeit des Töpferhandwerkes in Römhild war schon vor ca. 500 Jahren, aber bis 1990 befand sich hier immer noch der größte Töpferhof Europas. Das Keramiksymposium wird bereits seit 1975 im dreijährigen Rhythmus veranstaltet. Nach dem Zusammenbruch der DDR-Keramikindustrie gab es in den Wendewirren 1993 das Aus. 2007 aber besann man sich wieder auf die alten Traditionen und gründete einen entsprechenden Förderverein. Dieser hat es geschafft, das Symposium wieder mit echtem Leben zu erfüllen. In den vergangenen Jahren haben wieder über 160 Künstler aus 29 Ländern teilgenommen. 2011 nun lautete das Motto: Alles fließt. Aus 120 Bewerbungen mussten die Künstler ausgewählt werden. Diese arbeiteten nun seit 14. August in einer Halle des ELIOG Industrieofenbaus in Römhild. An den Wochenenden konnten ihnen interessierte Römhilder über die Schulter schauen. Dazu gab es verschiedene Events wie ein offenes Show-Brennen auf der Glücksburg, der jährliche Töpfermarkt oder die Übergabe einer Stele an das Landratsamt. In diesem Jahr können erstmals auch fertige Werke präsentiert werden, da der Verein mehrere Brennöfen angeschafft hatte. Alle Arbeiten verbleiben übrigens im Römhilder Museum und werden dort als gemeinsame Werkschau präsentiert. Außerdem ist geplant, diese Exposition auch zu publizieren und auf Reisen zu schicken.
    • Jakobsweg Teil 1
      Zwei Gymnasiasten pilgern 800 km durch Nordspanien. Immer dabei: ihre Kamera.
    • Jakobsweg Teil 2
      Zwei Gymnasiasten pilgern 800 km durch Nordspanien. Immer dabei: ihre Kamera.
    • Jazz im Roten Ochsen
      Der Künstlerhof in Schleusingen mauserte sich mit der Zeit zu einem Tempel des internationalen Jazz. Kein Wunder: Es ist die Lieblingsmusik des Hausherrn.
    • Jüdische Gäste in Themar
      Nach 70 Jahren: NS-Vergangenheitsbewältigung mit Namen und Hausnummer – Eine bewegende Woche ist zu Ende gegangen: Ehemalige jüdische Bürger und ihre Nachkommen waren aus vielen Ländern der Welt in die kleine Stadt an der Werra gekommen.

      „Man muss miteinander reden, um nicht zu vergessen“, sagte Paul Müller aus Dänemark, dessen Vater als Kind aus Themar fliehen musste. Das Treffen hatten die kanadische Historikerin Sharon Meen und der hiesige Bürgermeister, Hubert Böse, organisiert. Beide stehen seit Jahren in Kontakt, um alte Briefe und Dokumente vertriebener Juden zu übersetzen und zu überprüfen. Denn die Opfer des Hollokaust hängen mit einer unvorstellbaren Bindung noch an ihrer alten Heimat. So waren der Einladung dann auch 41 ehemalige Mitbürger, deren Kinder, Verwandte und Freunde gefolgt. Sie kamen aus Kanada, den USA, Israel, Palästina, Mexico, Dänemark und Norwegen. Ihre anfängliche Zurückhaltung wich angesichts der herzlichen Aufnahme schnell. Auf Empfängen, Zeremonien, Stadtrundgängen auch in Weimar und Erfurt, natürlich Buchenwald sowie Besuchen von jüdischen Friedhöfen in der Umgebung von Themar versuchten sie, die Vertreibung von damals zu verstehen. Die Wissenschaftlerin aus Vancouver, Dr. Sharon Meen, will in der Erinnerung eine Brücke zwischen den Nachkommen der Opfer und der Täter bauen, wie sie sagt. 240 jüdische Einwohner hatte es einmal in dem Werrastädtchen gegeben. Reichskristallnacht und die faschistischen Pogrome zwangen alle zu fliehen. Das Stadtoberhaupt, Hubert Böse, bezeichnete den Wahnsinn von damals als „durch nichts zu rechtfertigende Verbrechen“. Er wünscht sich, dass aus den persönlichen Begegnungen bleibende Freundschaften entstehen.
    • Jüngster DDR-Flüchtling
      Wie ein Kind in Sonneberg unfreiwillig die Grenze passierte...
    • Juden in Themar 2015
    • Jugendchor aus den USA in Römhild
    • Junge Tierzüchter wollen ihr Können präsentieren
      Wie in jedem ordentlichen Handwerk gibt es auch in der Landwirtschaft Rituale und Wettbewerbe, in denen sich besonders der Nachwuchs beweisen muss: Im milchproduzierenden Agrarbetrieb Simmershausen haben sich Anfang der Woche junge Tierpfleger aus ganz Thüringen auf die Hessische Meisterschaft der Jungzüchter vorbereitet. Der Wettbewerb, zu dem sich die Nachbarländer immer wechselseitig einladen, findet am Wochenende in Alsfeld statt.
      Dort sollen die Lehrlinge nicht nur die besten Rinder aus unserem Land vorführen, sondern vor allem sich selbst ins rechte Licht setzen. Also müssen Mensch und Vieh ordentlich herausgeputzt werden und souverän nebeneinander her marschieren können. Das ist – je nach Tagesform – bei manch störrischem und ungeübten Vier- bzw. Zweibeiner nicht ganz einfach, weiß Knut Kling, Herdenmanager in Simmershausen. Denn auch die zu präsentierenden Tiere sind grundsätzlich Färsen, also weibliche Jungrinder, die noch nicht gekalbt haben. Also heißt es für beide Seiten waschen, scheren, stylen und auf dem Laufsteg üben – erzählt Peer Baumann vom Landesverband Thüringer Rinderzüchter - man muss sich ja noch aneinander gewöhnen. Auf dem Jungzüchterseminar wurden dann auch die 12 Teilnehmer für den Wettkampf in Hessen ausgewählt. Sindy Müller, Zuchtberaterin bei SEMEX, einem kanadischen Spermaproduzenten, rechnet für die Gäste aus Thüringen durchaus mit Chancen. Denn die Tiere, die sie präsentieren werden, stammen aus dem bekannten Zuchtzentrum Gleichamberg, wo nicht nur Fleisch und Milch produziert werden, sondern auch spezielle Bullenkälber für die Besamung und Embryonen für genetisch hochwertige Rinder.
    • Jungolympioniken in Ilmenau
    • Junioren WM im Rennrodeln
      Am 5. und 6. Februar 2011 - großes Sport-Event in Oberhof
      Auf der Rodelbahn im bekanntesten Wintersportzentrum des Thüringer Waldes trifft sich am Wochenende die Welt-Nachwuchs-Elite. 125 Jungathleten aus 18 Nationen kämpfen in den Kategorien Ein-, Doppelsitzer und Team. Wie es aussieht, spielt auch das Wetter mit. Das Training, das seit Donnerstag 9.00 Uhr läuft, verspricht spannende Wettkämpfe. Der Chef der Organisationskomitees, Uwe Theisinger, erwartet für die deutsche Mannschaft auf ihrer Hausbahn sehr gute Ergebnisse. Neben den Wettkämpfen wird zusätzlich ein Unterhaltungsprogramm für Kinder gestaltet. Die WM beginnt am Samstag um 9.00 Uhr und am Sonntag um 10.00 Uhr.
    • Kalter Markt in Römhild - zum 212. Mal
      Jeden letzten Donnerstag im Januar: Massenandrang auf traditionellem Markt in der Töpferstadt: Es gibt wohl nur wenige Märkte im Land, die so alt sind und noch weniger, die pro Einwohnerzahl so viele Leute anlocken. Über 10.000 Gäste kamen wieder in die 1.800-Seelen-Gemeinde. Einige sogar zum ersten Hahnenschrei!

      Dabei war es bitter kalt, mitten in der Woche und eigentlich haben die Leute ja alles. Und so rätselten wieder Stadtobere und Journaille, wie es zu dieser Beliebtheit kommt. Ist es die lange Tradition als Tauben-, Kram- und Tiermarkt, sind es die vielfältigen Angebote mit über 200 Ständen, vielleicht die Hoffnung auf ein besonderes Schnäppchen? Sogar unter den Händlern, Trödlern, Marktschreiern und Kleintierzüchtern hat der Kalte Markt seinen besonderen Ruf. Die meisten kommen immer wieder und haben schon richtige Stammplätze in der Innenstadt. Unbestritten ist auch das besondere Flair des Selbstgemachten oder die beeindruckende mittelalterliche Kulisse mit Rathaus und Schloss Glücksburg. Oder ist es einfach der Mangel an anderen Attraktionen auf dem Lande? Sabine Leib-Mänz, in der Stadt zuständig für Kultur und Tourismus, meint, dass es die Summe all dieser Magneten ausmacht und die Menschen der Region halt gerne zusammen kommen, frei nach dem Motto: sehen und gesehen werden!
    • Kameramuseum Reurieth
    • Karneval Gleichamberg
      Auch südlich des Rennsteigs wird allerorts die 5. Jahreszeit eingeläutet: Die Auftaktveranstaltung am Fuße der Gleichberge fand im Kulturhaus Landgasthof in Gleichamberg statt.
      Dazu hatten sich die hiesigen Karnevalisten fünf Gastvereine eingeladen, um gemeinsam mit ihnen die närrische Saison zu eröffnen. Da sei so Brauch, sagen die Jäcken, denn gerade die Garde- und Showtänzer der Vereine müssten sich schließlich auch mal in der Fremde bewähren können. Die befreundeten Vereine waren so auch nicht in voller Stärke angereist, sondern je nach Lust und Notwendigkeit der Betreuung ihrer meist jugendlichen Tanzgruppen. Da waren die Römhilder Pappnasen gekommen, deren närrische Traditionen bis ins 18. Jahrhundert reichen, der Milzer Carneval Verein, der aus einem der ältesten Dörfer im Grabfeld stammt, der SCC „Slusia“ aus Schleusingen, deren Jugendmariechen Lina Rauch bei den Thüringer Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport den Landestitel holen konnte, die Hildburghäuser Karnevalisten, die zu Hause noch mit einem richtigen Prinzenpaar feiern, die Bibraer Faschingsdamen, aus der Gemeinde mit der schicken Burg, der Karnevalsverein IKALLA, der mit seinen Großveranstaltungen im Congress Centrum Suhl berühmt wurde und sogar - über den Rennsteig hinweg – der Elxlebener Club aus dem Landkreis Sömmerda. Verstanden haben sich die Klubs ausnehmend gut – die Sprache des Faschingstanzes ist halt international. Der Karnevalsverein Gleichamberg, mit seinen 135 Mitgliedern, will nach und nach alle Mitglieder des Thüringer Landesverbandes der Karnevalsvereine zu seiner jährlichen Auftaktveranstaltung einladen. Das sind 327 – man hat also noch die nächsten Jahre zu tun.

    • Karneval in Dillstädt
    • Karnevalstanz in Suhl
    • Karnevalsumzug in Heldburg
    • Kathy Kelly auf Europatournee
      Gospel und Folk in der Christuskirche zu Hildburghausen: Die Frontfrau der legendären „Kelly Family“ gastierte am vergangenen Wochenende mit einem Solo-Programm in der südthüringischen Kreisstadt. Gemeinsam mit dem gemischten Chor des Ensembles der Stadt gestaltete sie ein beeindruckendes Kirchenkonzert.

      Die gesangesfreudigen Geschwister begannen als Straßenmusikanten und arbeiteten sich zu einer international renommierten Kultband hoch. Über 20 Millionen Tonträger konnten sie verkaufen. Dass viele davon ausgezeichnet und vergoldet wurden, daran hat die klassisch ausgebildete Opernsängerin und studierte Musikerin Kathy Kelly einen enormen Anteil. Als Produzentin und stimmgewaltige Mezzosopranistin wurde sie zum musikalischen Kopf ihrer singenden Großfamilie. Kathy Kelly steht inzwischen seit über 30 Jahren auf der Bühne, lebt in Irland und hat einen volljährigen Sohn. Seit Jahren engagiert sie sich für die Kirche, aber ihre „Godspel-European-Tour“ soll natürlich auch ihre Solokarriere fördern. Dazu greift die Grande Dame of Gospel and Folk selbst zu Gitarre und Akkordeon und lässt mit ihrem Pianisten Andreas Recktenwald ein kurzweiliges weil abwechslungsreiches Programm entstehen. Sie singt Balladen und Songs aus Irland, Frankreich, Deutschland und Spanien. Die große und renovierte Christuskirche in Hildburghausen lieferte dazu die notwendige Akustik.

    • Künstlerhof
      Im Roten Ochsen zu Schleusingen fördert ein Kunstmäzen junge Künstler und Kultur für eine kleine Stadt.
    • Künstlerhof Roter Ochse in Schleusingen
      Kulturbetrieb in Gefahr: Seit 10 Jahren tummeln sich in dem restaurierten mittelalterlichen Gasthof junge Künstler, finden Konzerte und Ausstellungen statt. Der kleine aber feine Veranstaltungsort in der südthüringischen Provinz geht auf eine private Initiative zurück. Die Kunstmäzene, Roswitha und Klaus D. Niemann aus Roxheim bei Bad Kreuznach wollen damit ihren Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung leisten. Ein Kuratorium der Stadtprominenz überwacht das Ganze und ein ehrenamtlicher Vorstand organisiert Kultur, schreibt Stipendien aus, gewährt Unterkunft und Atelier für Künstler. Nun droht dem Kulturbetrieb das Aus.

      Das Konzert mit dem Donati Swing Ensemble hat es wieder gezeigt: Hier herrscht ein anderer Kulturbetrieb, ein familiärer. Da werden die meisten Gäste noch mit Handschlag vom Veranstalter begrüßt, da gibt es Hausgemachtes am Buffet, da speist man mit den Künstlern zu Abend und einige ehemalige Stipendiaten kommen auch zu Besuch. Die Musik der Sinti und Roma aber verströmt manchmal eine gewisse Traurigkeit, die die Atmosphäre derzeit im Roten Ochsen beschreibt. Denn der Vorstand kann die Arbeit nebenberuflich nicht ausreichend bewältigen und den Stiftern werden die langen Fahrten aus Rheinland-Pfalz mit der Zeit zu viel. Zudem fühlen sie sich auch immer weniger von den Stadtoberen und vom Kuratorium unterstützt und gewürdigt werde die selbstlose Arbeit schon gar nicht. Die kulturell Verantwortlichen in Schleusingen geben sich ratlos und verweisen auf den eigensinnigen Charakter des Mäzens. Öffentlich äußern mochte sich keine der beiden Seiten hier. So verlieren sich die Probleme in Kleinlichkeiten, der Streit erscheint zumindest subjektiv, eine Lösung kommt nicht in Sicht. Leidtragende dürften natürlich die Kulturinteressierten im Henneberger Land sein, denen ein Veranstaltungsort der anderen Art verloren gehen könnte.
    • Kürbisfest in Schleusingen
      Alles Kürbis – oder was? Die Initiative Stadtmarketing gestaltete am vergangenen Wochenende ihr 3. Kürbisfest auf dem Marktplatz.

      Hintergrund ist der anhaltende Wettbewerb der Innenstadthändler mit den großen Supermärkten am Rande der Kommune. Deshalb lassen sich die kleinen Geschäfte rund um den Markt öfter etwas einfallen. Neben den traditionellen Veranstaltungen wie Stadtfest und Weihnachtsmarkt gibt es nun seit 3 Jahren das an Halloween angelehnte Kürbisfest. Die Verkaufsaktionen rund um die ursprünglich amerikanische Frucht wurden von den Schleusingern schnell angenommen. Thomas Marzian, vom Stadtmarketing, sieht sich in seiner Strategie bestätigt, dass nämlich die Bürger selbst entscheiden, wie attraktiv ihre Stadt ist.
    • Kelten in Suhl?
    • Keltendorf Sünna
      Besuch bei unseren Vorfahren in der Rhön: Am nördlichen Endpunkt des Rhöner Mittelgebirges, dort wo die Werra sich anschickt, den Thüringer Wald zu umfließen, haben Enthusiasten 2004 ein Originaldorf aus der Zeit vor 1.500 Jahren wieder auferstehen lassen.

      Auf dem Gelände des Keltenhotels nebenan, entstand eine Erlebnisstätte, die mit vielfältigen Veranstaltungen sich wachsender Beliebtheit erfreut. Am Vergangenen Wochenende wurde die „Jagd im Wandel der Zeiten“ gemeinsam mit der Kreisjägerschaft präsentiert. Flitzebogen, Hunderassen, Greifvögel und Jagdrituale suchten ihren Ursprung in lange vergangenen Zeiten. Etwa 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung waren die Kelten in das heutige Franken vorgerückt und hatten auf den Bergen befestigte Anlagen mit Gräben und Schutzwällen errichtet. Reste dieser keltischen Höhensiedlungen finden sich ringsum auf dem Öchsen oder auf der Milseburg nebenan in Bayern. Der Förderverein "Eisenzeitlich-keltische Geschichte in der Rhön e.V." hat die Relikte rund um das Keltendorf durch einen Erlebnispfand mit Hinweisschildern verbunden. Führungen gibt es am Wochenende, sie kosten 2,50 Euro, für Kinder sind die Veranstaltungen frei.

    • Keltendorf Sünna
    • Keltenerlebnisweg
      Aus der Gegend von Nürnberg sind vor 2.500 Jahren die Kelten bis an den Rand des Thüringer Waldes gezogen. Heute kann man ihren Spuren folgen...
    • Keramikmarkt in Römhild
      Eine alte Tradition rund um die Töpferscheibe soll wiederbelebt werden.
    • Keramiksymposium Römhild
    • Kinder, Wald und Pferde in Untermaßfeld
    • Kinderfasching
      Wo selbst die jüngsten Narren zu feiern verstehen: Streufdorf (HH) – Die Saison strebt langsam ihrem Höhepunkt zu und das heißt: die kleinen Pappnasen sind dran.
      Und wenn man da Massenandrang und Stimmung erleben will, muss man ins Heldburger Unterland fahren. Im Rodachtal zwischen Gleichbergen und Burgruine Straufhain liegt das langgezogene Streufdorf. Hier in Südthüringen ist das Straßendorf nicht unbekannt mit seinem Brunnenmännle, dem Mittelalterlichen Kirchenareal, der Wiederansiedlung von Wildrindern und -pferden und dem Zweiländermuseum. Denn das Dorf unmittelbar an der ehemaligen innerdeutschen Grenze geriet in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts in die Schlagzeilen wegen der Zwangsaussiedlung mehrerer alteingesessener Familien. Mit der Ersterwähnung im Jahre 799 gehört Streufdorf zu den ältesten Gemeinwesen südlich des Rennsteiges. Nur von seinem Karneval hat man bisher noch nichts gehört. Dabei zeigte schon der Kinderfasching am vergangenen Wochenende, dass der Karnevalsverein SCV einiges aufs Podest stellen kann. Das war ein Gewusel und Gekreische, als wenn es vordem einstudiert worden wäre. Alle Kids waren aufwendig kostümiert, die meisten hatten ihre Eltern - ebenfalls verkleidetet - mitgebracht und gemeinsam beteiligte man sich am Kinderprogramm. Die Prinzengarde gab eine Vorstellung, die Disko lud zur Polonaise und bei den vielen Spielen durfte es keine Verlierer geben. Der Vorsitzende des Karnevalsvereins, Roberto Frost, führte sich als Vortänzer selbst an seine Leistungsgrenze. Die Botschaft ins Land: Hier ist von demografischem Knick und Wirtschaftskrise nichts zu spüren.

    • Kinderhospiz Mitteldeutschland
      Klaus-Dieter Heber, ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins Kinderhospiz Mitteldeutschland e.V. zur Eröffnung der Einrichtung in Tambach-Dietharz
    • Kindermusical in Milz
      Romantsches im Advent: Wenn Elternherzen am höchsten schlagen: Römhild (HH) – Die Musikschule Fröhlich aus Sachsenbrunn führte ihr erstes Musiktheater in der Weihnachtszeit auf. Hunderte Eltern lauschten verzückt dem Klang ihrer Kinder.

      Auf der Bühne agierten nicht nur die 35 Musiker des Akkordeon-Orchesters „Die Harmonikas“, sondern auch viele kleine Nachwuchskünstler aus der ganzen Region. Da war ein falsches Tönchen schnell verziehen. Das Musical „Toffel und das Glockenmännchen“ handelt von kaputtgegangenen Märchen, die in der Vorweihnachtszeit schnell wieder repariert werden müssen. Arrangiert hatte das Stück die Leiterin des Nachwuchsorchesters, Birgit Bischoff. Sie ist gleichzeitig die Chefin der Musikschule Fröhlich in Sachsenbrunn, die zu den knapp 500 Franchise-Partnern einer der wohl größten Akkordeon-Schulen der Welt gehört. Ihre Welt ist – bereits seit 1995 - die musikalische Ausbildung von Kindern. Dabei unterrichtet sie in der Früherziehung bereits Kinder ab Dreieinhalb Jahren. Zur Ausbildung kommt sie neben Sachsenbrunn direkt in die Orte Harras, Eisfeld, Veilsdorf und Crock. Allerdings müssen Kinder und Eltern die Geduld aufbringen und mindestens 3-4-mal in der Woche üben. Die beste Motivation dafür sei ein öffentlicher Auftritt. Und den hatten sie nun im schmucken Kulturhaus der Grabfeldgemeinde Milz, das nicht nur vom Platz her der geeignete Ort war, um das Ergebnis monatelangen Mühens zu präsentieren. So gab es am 2. Adventswochenende hier gleich zwei Konzerte: Im Mittelpunkt des Kindermusicals am Nachmittag stand natürlich das Nachwuchsorchester „Die Harmonikas“ mit 20 Akkordeons, 2 Gitarren, Schlagzeug und Keyboard. Abends dann präsentierte Birgit Bischoff ihr Drei-Generationen-Orchester mit 34 Musikern von 9 – 71 Jahren mit bekannten Weihnachtsliedern zum Mitsingen. Sie plant übrigens das Kindermusical auch im Stadttheater Hildburghausen aufzuführen.
    • Kindertag in Oberhof
    • Kindertheater Heldburg
    • Kindertheater in Brünn
    • Kindertheater in Sachsenbrunn
    • Kinderzirkus Schönbrunn
    • Kino in Masserberg
      Das kleine Dorf am Rennsteig kann sich großes Kino leisten, weil sich Film-Enthusiasten unter seinen Einwohnern finden.
    • Kirchenkonzert Themar
    • Kirmes 2014
      Die Gethleser Kirmes 2014
    • Kirmes in Dingsleben
      In dem kleinen Dorf unterhalb der Gleichberge gibt es nicht nur das berühmte Bier, sondern auch eine sehr lebendige Geschichte und eine noch agilere Gemeinschaft.
    • Kirmes in Eishausen
    • Kirmes in Gethles
      Die Leute in Südthüringen lassen sich einiges einfallen, um die Jugend an das alte Brauchtum heranzuführen.
    • Kirmes in Gleicherwiesen
      Feiern mit geschichtlichem Hintergrund:
      Römhild (HH) – Die Kirmesgesellschaft Gleicherwiesen kennt nicht nur die exakten Abläufe ihres traditionellen Festes, sie hat auch noch einen Historiker am Ort, der die Rituale wissenschaftlich erklären kann.
      Eckhard Witter ist ein ehemaliger Dorfschullehrer, der sich jetzt im Ruhestand mit der Geschichte seiner Heimat beschäftigt und ihre alten Sagen sammelt. Wenn im Herbst die Dorfjugend in ihren Trachten die alten Bräuche zelebriert, dann kennt er deren sinnhaften Ursprung in vorchristlicher Zeit und die Veränderungen, die sie durchmachen mussten. Seine Heimatdörfer
      Gleichamberg und Gleicherwiesen haben ihren Namen von den Gleichbergen nebenan, wo schon die alten Kelten ihre Naturreligionen pflegten. Deren Bräuche wurden – wie überall auf der Welt – von den christlichen Missionaren unterdrückt, oder wenigstens umgedeutet. Die Menschen haben sie dann im Lauf der Jahrhunderte noch an ihren Alltag angepasst. So wurde aus der Kirchweihe die Kirmes als Erntedankfest. Aus dem Maibaum im Frühjahr entwickelte sich der Kirmesbaum im Herbst. Auch das „Ausgraben“ der Kirmes hat vorchristliche Wurzeln. Die wie im Fasching bunt gekleideten „Hanswürste“ stellen eigentlich Dämonen dar, die den Menschen üble Streiche spielen sollen. Gleicherwiesen war auch der letzte Ort in der Region, wo das Spektakel des „Hahnschlagens“ praktiziert wurde. Hintergrund: Die Dämonen versuchten den Verkünder des neuen Tages zu erschlagen. Das Ritual mit lebenden Tieren wurde aber vor ein paar Jahren wegen Protesten aus Tierschutzkreisen abgesetzt. Den jungen Leuten im Dorf ist die Verbindung von heidnischem Brauch und kirchlichem Fest sowieso egal – zumindest während der Kirmes –denn da wollen sie ja ihren Spaß haben (Siehe Video!).
    • Kirmes in Linden
      In den Dörfern Thüringens geht langsam die Kirmes-Saison zu Ende:
      Straufhain (HH) – Vom 23. bis 26. Oktober 2013 fand in dem kleinen Dorf im Grabfeld die diesjährige Kirmes statt. Brauchtum wird hier vor allem von den jungen Leuten zelebriert.
      Auch heute noch gibt es einen Gottesdienst für die Kirmesgesellschaft in der Dorfkirche, denn die Kirmes geht ja auf eine Kirchmesse – meist deren Weihe – zurück. In den Landgemeinden hat sich dieses große Fest auf die Zeit nach der Ernte verschoben. So gehört Linden mit dem Termin Ende Oktober zu den letzten Kirmesfeiern in Thüringen. Die Traditionen werden hier bis ins kleinste Detail gepflegt: Die Auswahl der unverheirateten Paare, ihre traditionellen Tänze in schicken Trachten, das Schmücken des Dorfes, die Musikständchen vor jedem Haus, die buntgekleideten Hanswürste, den laut geschrienen Slogan „13, 14 Karmes!“, der Umzug durchs Dorf, bei dem die Kirmestorte vorangetragen wird und die „Beerdigung“ des festes zum Schluss. Die Kirche mit den beiden großen Dorfdeichen, die restaurierten Fachwerkhäuser und natürlich die Lindenbäume bilden eine treffliche Kulisse dafür. Schon am Freitag werden im ortsansässigen Kulturhaus die „Sprüchla“ aufgesagt. Jungen und Mädchen machen lustige Gedichte über ihre Partner und tragen sie öffentlich vor. Auf dem Lindenstein, wo früher das so genannte Petersgericht abgehalten wurde, wird am Samstag von den eigens ausgewählten Kirmespfarrer und Kirmesschulz eine Predigt gehalten. Auch die darf nicht besonders ernst genommen werden. Natürlich wird auch bis zum Abwinken getanzt, getrunken, geschlemmt und viel gelacht. Linden hat zwar nur 300 Einwohner, aber auf der Kinderkirmes am Samstag zweifelt man an der Statistik der geburtenschwachen Jahrgänge: Da herrscht ein Gewimmel an Kindern und jungen Paaren, dass man um die Zukunft von Linden und damit auch um die der Kirmes keine Angst haben muss.
    • Kirmes in Rappelsdorf
    • Kirmes in Stressenhausen
      Traditionen in Südthüringen werden nicht nur des Feierns wegen gepflegt: Selbst Dörfer, in denen der Brauch des Erntedankfestes im Laufe der Zeit abhanden gekommen ist, besinnen sich heute wieder auf die alten Zeremonien.

      Und dazu gehören allerorts: der Umzug, Ständchen vor jedem Haus, wie sich die Pärchen finden, der Kinderaufmarsch, Kirmessprüche vor dem ganzen Dorf und natürlich der Kirmestanz. Dazu kommen mancherorts noch der geschmückte Kirmesbaum, das „zu Grabe tragen des Festes“ und zu Anfang ein Besuch in der Dorfkirche. Denn Kirmes heißt hochdeutsch Kirchmesse und stellt symbolisch den feierlichen Abschluss der jährlichen Feldarbeit dar. Der Ablauf in den einzelnen Gemeinwesen ist zwar meist der gleiche, aber die Einbeziehung aller Generationen und hauptsächlich der öffentliche Auftritt aller jungen Leute vor Nachbarn und Verwandten bilden den Höhepunkt des jährlichen Dorflebens. Auch Gäste sind immer gern gesehen und werden einbezogen.

    • Kirmes in Veilsdorf
    • Kleinstadtklinik
      Nur wenige Kleinstädte in Deutschland können noch eine Klinik ihr Eigen nennen: Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Henneberg-Kliniken hatte die altehrwürdige Gesundheitseinrichtung zum Tag der offenen Tür geladen.
      Damit ist auch schon das Geheimnis seiner Existenz seit mehr als 100 Jahren gelüftet. Es schloss sich gleich nach der Wende mit starken Partnern und anderen Krankenhäusern zu einem lokalen Gesundheitskonzern zusammen. 2008 kam es dann zum Verbund der Henneberg- mit den regioMed-Kliniken, die auch Krankenhäuser in Bayern betreiben. So wurden Schritt für Schritt alle Einrichtungen auf den modernsten Stand gebracht. Die Schleusinger konnten ihr „Heimatkrankenhaus“, wie es von den Mitarbeitern bezeichnet wird, zum ersten Mal nach einer langen Sanierungsphase begutachten. 6 Millionen Euro sind in Rekonstruktion, ambulante OP-Stationen, Kurzzeitpflege und ein Versorgungszentrum geflossen. Etwa 2000 Patienten werden pro Jahr hier behandelt und mit 30 Stationsbetten und endoskopischen Operationen hat man sich besonders dem demografischen Wandel in der Provinz gestellt.
      Am kommenden Samstag, den 28. April, findet der Tag der offenen Tür im Partner-Krankenhaus Hildburghausen statt.
    • Kleinster Weihnachtsmarkt
      Mit 7 Verkaufständen und vielleicht 100 Quadratmetern präsentierte sich am 2. Adventswochenende der Weihnachtsmarkt in Sankt Bernhard. Stimmung und Angebot aber übertrafen manch große Stadt. Die 275-Seelen-Gemeinde über dem Werratal bei Themar verfügt aber über ein beispielhaftes Vereinsleben. Das Zusammenwirken von Feuerwehr, Sportlern, Volkssolidarität, Frauen- und Keltenvereinverein, Kirmesgesellschaft und den Leuten vom Backhaus machen das Gemeinwesen weit über seine Gemarkung hinaus bekannt. Fernab von Kommerz und billigem Rummel kommen hier zum Chorkonzert noch alle Einwohner in die Kirche, jedes Kind bekommt sein Geschenk vom Weihnachtsmann persönlich.
      Renate Kälber, aus St. Bernhard, führt durch den Ort.
    • Kleinstes Museum der Welt
      Das Eisenbahnmuseum in Seidingstadt
    • Klettern in Südtirol
      Sektion Suhl des Deutschen Alpenvereins in Aktion: 24 Wander- und Bergbegeisterte hatten 1990 den Verein gegründet. Heute sind es 700 Mitglieder.
      "Geburtshilfe" leistete damals die Coburger DAV-Sektion und natürlich der Hauptverein des DAV in München. Es gab Schenkungen, wie Büroausstattung und die ersten Bücher als Grundstein für die inzwischen kräftig angewachsene Bibliothek. Vorsitzender ist seit vielen Jahren Klaus Wahl. Die Geschäftsstelle findet man in der Rimbachstraße 9; Dienstag und Donnerstag von 15.30 Uhr bis 18.00 Uhr ist immer jemand da. Geklettert wird an Felsen und an künstlichen Kletterwänden. Die Aktivitäten beschränken sich jedoch nicht nur auf das Bergsteigen und Bergwandern. Daneben gibt es Wandertouren in den Mittelgebirgen, jährlich ein Fluss-Paddelabenteuer, Fahrradausflüge und hin und wieder Dia-Vorträge.
      Zur Information der Mitglieder werden 2 bis 3mal jährlich die Sektionsmitteilungen "bergauf" herausgegeben, eine eigene Website und eine Facebook-Gruppe.
      Im Video begleiten wir Mitglieder der Sektion an den Gardasee in Italien – dem europäischen Mekka aller Bergsteiger in Arco. Die Felsen dort – Ausläufer der so genannten Brenta-Gruppe – bieten alles was das Bergsteiger-Herz begehrt. Es gibt mehr als 160 Routen in den Schwierigkeitsgraden 4a bis 9a. Grandiose Aussicht inklusive. Durch seine geschützte Tallage am Unterlauf des Flusses Sarca herrscht das ganze Jahr über ein besonders warmes Mikroklima. Das wussten schon die Menschen in der Steinzeit zu schätzen. Überhaupt war die Gegend über die Jahrhunderte Gegenstand von Streitigkeiten zwischen Römern, Kelten, aus Verona, Tirol, Frankreich und Bayern. Davon kündet nicht nur die imposante Burgruine von Arco. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Städtchen sogar zum Wintersitz des österreichischen Kaiserhofs. Die Berglandschaft ringsum bietet Sportklettergebiete wie auch viele längere alpine Touren bis zu 1000 m Kletterlänge. Im Klettergebiet Massone finden jedes Jahr im September der Wettkampf „Rock Master“ statt. 2011 war Arco der Austragungsort der elften Weltmeisterschaft im Klettern.


    • Kletterwald Hohenfelden
      Abenteuer und Action nahe dem bekannten Ausflugsstausee: Das Areal rund um den Stausee mausert sich mehr und mehr zum Multi- Freizeitparadies. Neben Badecenter, Campingplatz, Freiluftmuseum und Wildgehege wird auch die hierzulande noch seltene Sportart „Baumklettern“ bedient. Genau das Richtige bei dem anhaltend wechselhafte Wetter.

      Von Baum zu Baum wie Tarzan schwingen – dass kann hier jeder, sogar Kinder, Senioren und behinderte Menschen! Es gibt 5 Erlebnis-Routen mit bis zu 23 Kletterelementen: Kletterseile, Rettungsleitern, Hängebrücken, Baumpodeste und vieles mehr. Alle Elemente sind so an den Bäumen befestigt, dass diese nicht beschädigt werden und weiter wachsen können. Von Spaß bis Risiko steigert sich jeweils der Schwierigkeitsgrad. Versierte Trainer weisen die Teilnehmer in die recht umfangreiche Sicherheitstechnik ein, denn bei bis zu 15 Meter Höhe darf nichts passieren. Höchste Konzentration und körperliche Fitness sind also gefragt. Wer den schwierigsten, aber beliebtesten Parcours bewältigen will, muss vorher sogar seine Qualifizierung nachweisen. Sandalen sind eben so wenig zu empfehlen wie Nobelgarderobe.
      In der Sommersaison ist der Kletterwald von 9.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. Gruppen über 10 Personen sollten sich vorher anmelden. Das gleiche gilt am Wochenende oder in den Ferien. Online-Reservierung und Buchung sind möglich. Erwachsene müssen 15,50 Euro berappen, Kinder ab 6 Jahre 9,50. Sie dürfen übrigens bis 8 Jahre nur in Begleitung von Erwachsenen einsteigen.
    • Kneipenfest in Themar
    • Konzert in Reurieth
    • Kopfwende Teil 1
      Aus Anlass des 20. Jahrestages der
      Wiedervereinigung Deutschlands haben wir mit unserem Stipendiaten aus dem Künstlerhof Roter Ochse in Schleusingen einen Dokumentarfilm mit alten Videoaufnahmen aus jener Zeit produziert. Die gleichen Interviewpartner von damals haben wir heute noch einmal zu ihren Überzeugungen befragt.
    • Kopfwende Teil 2
      Der 20jährige Filmemacher, Michael Jahn, stellt
      Interviews aus der Wendezeit und heute - mit den gleichen Personen -
      gegenüber. Die Vorstellungen der Schleusinger Bürger von damals und jetzt ergeben für den jungen Mann interessante Einblicke zu Opportunismus und Erkenntnisfähigkeit in einem totalitärem System.
    • Kreativer Konfirmandentag
      70 evangelische Jugendliche des Kirchenkreises Hildburghausen-Eisfeld kamen zum traditionellen Treffen in Vorbereitung ihrer Konfirmation. Wem dabei das große Gähnen ankommt, irrt: Es ging nämlich ziemlich turbulent und kreativ zur Sache. Neben Gebet und Gesang gestalteten die Schüler aus dem Stehgreif kleine Theaterstücke zum Thema ein "Netzwerk für den Frieden". Wider mancher Erwartung entsprach das Motto durchaus der Erfahrungswelt der Kids: Schlägerei auf dem Schulhof, Selbstmord einer Mitschülerin, Anpöbeln ausländischer Jugendlicher. Wie man sich hier dagegenstellen und engagieren kann, zeigten sie mit erstaunlicher Klarheit.
      Die 6 entstandenen Szenen wurden von der Jugendgruppe des Medienzentrums Henneberger Land auf Video gebannt. Sie sollen auf der Friedenswoche im bayrischen Meeder Mitte August gezeigt werden.
      Die evangelischen Würdenträger Südthüringens zeigten mit dieser Veranstaltung, wie die Kirche ohne großen Aufwand und wenig Geld für Jugendliche attraktiv gemacht werden kann.
    • Kreativer Landurlaub
      Ein neues touristisches Angebot kommt aus Südthüringen. Babett Krampitz vom Landwirtschaftsamt in Hildburghausen war maßgeblich beteiligt.
    • Krieg in Schmalkalden
    • Kuhschwanzfest in Eisfeld
      Das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Volksfest hat wieder Tausende Besucher aus Nah und Fern angelockt. Und wer die Geschichte des merkwürdigen Namens kennt, weiß, dass nicht immer der das Nachsehen hat, der ausgelacht wird.
    • Kultur hinterm Mond?
    • Kulturnacht in Hildburghausen
    • Laientheater im Offenstall Vesser
    • Laientheater unter den Gleichbergen
      Viel Spaß für Publikum und Hobbyschauspieler gleichermaßen: In den kleinen Dörfern am Südhang des Thüringer Waldes machen sich die Einwohner ihre Kultur seit jeher selbst. Jetzt in der kalten Jahreszeit scheint ein regelrechtes Theaterfieber ausgebrochen zu sein. Am vergangenen Samstag wurde im Kulturhaus Roth das Lustspiel „Zoff mit dem Stoff“ aufgeführt. Darin geht es zwar ums schnelle Geld, das jeder verdienen will, ob mit Öko-Wahn oder aber eben mit Rauschgift, die Theatergruppe LampenfiebÄr traf jedoch genau den Nerv der Region. Sie sprach den Schwank nicht nur im hiesigen fränkischen Dialekt, sondern sie baute auch jede Menge lustige Bezüge zu den örtlichen Gegebenheiten ein. Dabei hat das Stück durchaus einen ernsten Hintergrund, zeigt es doch die Umbrüche auf dem Land im Spannungsfeld von traditioneller Dorfgemeinschaft und modernen Zuwanderern. Trotzdem lebte es durchweg von Situationskomik und es war nicht ohne weiteres auszumachen, wer mehr Freude an dem Spiel hatte: Die Gäste oder die Zuschauer. Seit 6 Jahren findet der Theaterverein so sein Publikum; etwa 30 Leute aus der ganzen Umgebung machen mit, die Hälfte als Darsteller. Die musikalische Begleitung vom Spaß-Blas-Orchester Schabernack setzte der Veranstaltung die Krone auf. Noch im letzten Jahr konnte das Stück wegen Besetzungsproblemen nicht aufgeführt werden. Heuer, nach der gefeierten Premiere am 16. März sollen noch fünf weitere Auftritte folgen: Am 23. März sowie am 5., 6., 26. und 27. April jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro, Vorbestellungen sind unter der Telefonnummer 03685-406607möglich.
    • Landesfilmfestival Filmthuer 2011
      Beste Hobbyfilmer Thüringens ausgezeichnet: Am 18. Und 19. März 2011 kürte der Landesverband Thüringen vom Bund Deutscher Filmautoren im Volksbad Jena die besten Filmemacher aus dem Freistaat. Die Jury, bestehend aus erfahrenen und erfolgreichen Filmautoren, hatte es nicht leicht. Noch nie waren so viele Wettbewerbsbeiträge eingereicht worden. Von den 120 Einsendungen konnten nur 68 gezeigt werden. Die meisten davon stammen von jungen Leuten, viele sind sogar Erstlingswerke. In diesem Sinne war der Experimentalfilm natürlich besonders stark vertreten. Weitere Trophäen in Form einer kunstvollen Skulptur gab es in den Kategorien Jugend, Studenten, Kamera, Schnitt, Amateure und im Sonderthema „20 Jahre Deutsche Einheit“. Die Auszeichnungen wurden auf einer Gala am Samstag vergeben.
      Die „Goldene FILMthuer“ ging beim Amateurfilm an den Animationsstreifen „Gretel-Memorial“ von Friederike Bußejahn aus Weimar. In der Rubrik Studentenfilm erhielt Anna Linke mit „Arbeiter verlassen die Fabrik“ die begehrte Trophäe.
      Beim Jugendfilm wurde „Eine letzte Chance“ von Selon Fischer aus Erfurt ausgezeichnet.
      „Bester Film“ im Sonderthema „20 Jahre Deutsche Einheit, dazu die BDFA-Silbermedaille und den Pressepreis räumte „Das Staatsverbrechen“ von Peter Gallasch und VIDEOaktiv JENA e.V. ab.
      Die beiden Jenaer Patrick Gröschel und Sebastian Ernst wurden in den Kategorien Amateurfilm und Studentenfilm für ihre Filme "Kippe weg" und "Der Widerling" mit einem ersten, einem zweiten und einem Sonderpreis bedacht.
      Nach Südthüringen holten, wie im vergangenen Jahr, Michael Jahn und Lucas Görlach Medaillen. Sie errangen Bronze für ihre Filme „Kopfwende“ und „Flut“.
      Besonders interessante Streifen auf dem Landesfilmfestival werden außerdem zu den Ausscheiden auf Bundesebene delegiert. Im Rahmenprogramm des Festivals gab es diesmal auch Workshops für junge Einsteiger und Lehrer.

    • Landesfinale Thüringen im Tischtennis
      Jugend trainiert für Olympia: Unter dem Slogan: „Einmal eine olympische Medaille gewinnen“ führt der Deutsche Tischtennisverband jährlich einen Wettbewerb unter allen interessierten Schulen durch. In Thüringen traten am 22. März 2011 in Fiedrichroda die Finalisten der Vorentscheide gegeneinander an. Die Jungen und Mädchen aus Schleiz Ilmenau, Ohrdruf und Schleusingen zeigten dabei einen Elan, der dem olympischen Geist würdig ist. In der Endrunde traten schließlich das Hennebergische Gymnasium Schleusingen gegen die Goetheschule Ilmenau an. Lange sah es nach einem Unentschieden aus. Nach einem 4 zu 4 konnte das 3. Doppel schließlich den Sieg in die Hochschulstadt an der Ilm holen. Damit hatte sich die Schulmannschaft ihren Platz im Bundesfinale vom 3. bis 7. Mai in Berlin erkämpft. Die unterlegenen Schleusinger zeugten ihren Rivalen Respekt (Siehe Video).
    • Landesgartenschau Schmalkalden
    • Landesparteitag der Thüringischen SPD
      Rote Politik im Congress Centrum Suhl:
      Unter dem Motto Gute Politik für Thüringen diskutierten am 28.Mai 2011 die Genossen des Landesverbandes Thüringen in der alten Arbeiterstadt südlich des Rennsteiges.
      256 Teilnehmer waren angereist, um ein zukunftsfähiges Programm aufzustellen. Das soll dann die wichtigsten Akzente in der schwarz-roten Regierungskoalition setzen, denn die SPD sieht sich als treibende politische Kraft im Land. Die SPD-Minister für Bildung, Christoph Matschie, und für Wirtschaft, Matthias Machnig berichteten, wie sie die „wichtigsten Felder der Landespolitik bereits umgesteuert“ haben und den Freistaat Schritt für Schritt „zum grünen Motor“ Deutschlands entwickeln wollen. Schwerpunkte der Diskussion waren so auch die Bildungs-, die Wirtschafts- und die Energiepolitik mit sicheren und gut bezahlten Jobs, zukunftsfähige Branchen und der soziale Zusammenhalt. Weitere konkrete Anträge forderten die Leiharbeit zu begrenzen, Gebührenfreiheit für Kitas zu schaffen, den Hochschulstandort Erfurt zu stärken, ein solidarisches Rentensystem zu entwickeln und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Im Mittelpunkt aller Maßnahmen aber stehe, so betonten mehrere Redner, die soziale und gesellschaftliche Teilhabe der Schwächeren.
    • Landurlaub neu erfunden
      Neues Touristisches Projekt in Thüringen:
      Am Montag, den 6. Juni 2011 fand in der Farbglashütte Lauscha die Produkteinführung zum "Kreativen Landurlaub in Thüringen“ statt.
      122 Beherbergungsstätten und Kunsthandwerker haben sich für einen neue Form des Aktivurlaubes zusammengetan. Gäste von Landhotels, Gasthöfen, Ferienbauernhöfen und Ferienwohnungen können nun im Urlaub auch individuell betreute Kreativstunden buchen. Dazu wurde ein regelrechtes Netzwerk von der LEADER-RAG Hildburghausen-Sonneberg aufgebaut. Eingebunden sind mit der Wartburgregion, dem Henneberger Land, Gotha - Ilm-Kreis - Erfurt, Saalfeld-Rudolstadt und Saale Orla insgesamt acht Landkreise. Für alle Teilnehmer wurden hohe Standards vorgegeben, sowohl für Service, Unterkunft aber auch für das künstlerisch-handwerkliche Angebot. Kompetente Kurs- und WorkshopleiterInnen geben in Ateliers, Werkstätten oder Kreativräumen vor Ort nicht nur Einblick in ihre eigene Arbeit, sondern vermitteln ihre Kenntnisse auch an Laien und Fortgeschrittenen jeden Alters weiter. Vermarktet wird der Kreative Landurlaub von der LAG „Ferien auf dem Lande in Thüringen“ e.V. Kernstücke sind der Katalog (Auflage 25.000), der die Partner des Kreativen Landurlaubs mit ihren spezifischen Angeboten vorstellt und der zugehörige Internetauftritt: www.kreativer-landurlaub.de. Bundesweit wurden Anzeigen geschaltet, Messepräsentationen und entsprechende Pressearbeit in Print, Funk, TV durchgeführt. Jeder Produktpartner erhält ein Schild und einen Flyer mit dem Logo des Kreativen Landurlaubs zur Kennzeichnung seiner Unterkunft bzw. der Werkstatt. Außerdem gab es ein deutschlandweites Gewinnspiel, dessen Sieger zur Produkteinführung ausgelost wurde. Glücksfee spielte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz, persönlich. Die Geschäftsführerin der Farbglashütte Lauscha, Rita Worm, präsentierte eine glanzvolle Gala in ihrem Haus. Fragen beantworteten auch die Initiatoren des Projektes, wie der Vorsitzende der RAG Hildburhausen-Sonneberg, Albert Seifert, dessen Regionalmamager, Dr . Dietrich Pfleger, vom Landwirtschaftsamt Hildburghausen, Babett Krampitz, und die Macher der Werbeagentur Projekt M.
    • Landwirtschaftliche Versuchsstation Heßberg
      Die Landwirte Südthüringens trafen sich zu ihrem Sommerfeldtag: Wer sagt eigentlich den Bauern, welche der vielen Saatgutarten sie auswählen müssen, um die dicksten Kartoffeln einfahren zu können? Das macht die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft als Fachbehörde des Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz. Eigentlich hat sie hoheitliche Aufgaben wahrzunehmen, wie Marktüberwachung, Saatgut- und Futtermittelkontrollen, Sorten- und Tierleistungsprüfungen sowie spezielle Vollzugsaufgaben. Aber sie betreibt auch allerorts im Freistaat Feldversuchsstationen, auf denen mit Nutzpflanzen experimentiert wird. Denn die Pflanzenproduktion macht rund 77% der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Freistaates aus, also gut 614 Tausend Hektar. Die Ergebnisse der Tests werden dann der Landwirtschaft als Empfehlungen weitergereicht. Eine dieser Forschungseinrichtungen befindet sich in der Werra-Aue nahe Hildburghausen. Die Boden- und Witterungsbedingungen sind hier repräsentativ nicht nur für Südthüringen, sondern auch für Oberfranken. So strömten die Bauern gestern nach Heßberg, um aus erster Hand zu erfahren, welche Erträge mit welcher Sorte zum Beispiel bei Sommerhafer zu erzielen ist. Die Mitarbeiter der Landesanstalt – versiert in Beratung und Weiterbildung – konnten ihnen versierte Antwort geben.
    • Landwirtschaftliches Erlebniszentrum eröffnet
      Moderner Agrarbetrieb lässt hinter die Kulissen schauen: Wie Biobauern auf kleinen Höfen müssen auch auf Leistung orientierte landwirtschaftliche Großunternehmen das Licht der Öffentlichkeit nicht scheuen. Die Milch-Land GmbH Veilsdorf eröffnete jetzt in ihrem Betrieb in Schackendorf ein Erlebniszentrum, das jedermann gestattet, sich die oft kritisierte Massenproduktion in der Landwirtschaft genau anzusehen. Besucher können beim Füttern der über 1.500 Milchkühe ebenso dabei sein, wie beim Melken in dem riesigen teilautomatisierten Karussell. Seuchenhygenische Anforderungen werden mit einem eingezäunten Besuchergang und Glasscheiben gelöst. Es gibt einen Bauerngarten, einen Hofladen, ein Landkaffee und natürlich Spielplatz und Streichelzoo. 160.000,- Euro mussten dafür aufgewandt werden. Die Europäische Union und der Freistaat förderten Revitalisierung und Innovation des Projektes mit 65.000,- Euro. Der Geschäftsführer, Silvio Reimann, ist sich sicher, dass mit solcher Transparenz auch das Interesse und das Verständnis der Menschen für moderne Landwirtschaft wachsen werde. Sein Unternehmen liegt direkt am Werratal-Radweg und der kleine Supermarkt und die Mittagversorgung für das Umland ziehe genug Gäste an. Die staunten bei der Eröffnung schon mal, wie aufgeräumt und sauber sich ein Agrarbetrieb präsentieren kann.
    • Lange Nacht des Glases
      Entspanntes Shopping in der Glasstadt:
      Lauscha die Wiege des Christbaum- und Weihnachtsschmuckes mit seiner traditionelle Handwerkskunst ist immer einen Besuch wert. Der Ort kann auf eine lange Tradition in dieser Handwerkskunst zurückblicken, es begann Mitte des 17. Jahrhunderts als die ersten bemalten Glaskugeln hergestellt wurden. Über die großen Sonneberger Spielzeugkontore und –Verlagshäuser trat der Christbaum- und Weihnachtsschmuck die Reise um die Welt an. Nirgendwo gibt es so eine große Auswahl an gläsernen Kostbarkeiten, Weihnachtlich dekorierten Läden mit weihnachtstypischen Angeboten. Bei den Anblick der farbenprächtigen Glaskunst konnte so manch Erwachsener in einen Kaufrausch verfallen und die kleinen Knirpse kamen aus den Staunen nicht heraus. Den Handwerkern konnte man bei ihrer filigranen Arbeit über die Schulter schauen und sich selbst einmal als Glasbläser versuchen. Der Lauschaer Tourismus-Stammtisch in Kooperation mit den Innenstadthändlern sowie der Stadtverwaltung haben ein erfolgreiches Zeichen für entspanntes Shopping mit abwechslungsreicher Unterhaltung sowie kulinarischer Genüsse in der Bergregion gesetzt. Die zweite Auflage der "Langen Nacht des Glases" klang mit einer Original Lauschaer Musiknacht mit viel Mundart und witzigen Beiträgen in der gut besuchten Bürgerstuben der Farbglashütte gesellig aus.
    • Lückenschluss A 73
      Lange hatte es gedauert. Nachdem die Autobahn von Erfurt nach Schweinfurt lange fertig war, musste die Strecke Richtung Coburg noch warten. Die Eröffnung dann aber zeigt ein Jahrhundertbauwerk!
    • LEADER 2014
    • LEADER-Konferenz Südthüringen
      LEADER ist ein Förderprogramm der EU, die französische Abkürzung für Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und da tut sich südlich des Thüringer Waldes mehr, als man gemeinhin denkt.
    • LEADER-Konferenz Südthüringen
      Kleine Kommunen sollen vor dem Aussterben gerettet werden: Politiker, Wissenschaftler und Unternehmer haben gestern in Gleichamberg darüber beraten, wie Dörfer und kleine Städte lebenswerter gemacht werden können.
      Eingeladen hatte das Amt für Landentwicklung und Flurerneuerung Meiningen, sowie die LEADER-Aktionsgruppen aus der Wartburgregion, dem Henneberger Land und Hildburghausen-Sonneberg. Diese regionalen Gremien bestehen setzen sich aus allen Schichten der Bevölkerung zusammen und entscheiden über die Vergabe von Fördermitteln aus der EU, dem Bund und dem Freistaat. Im Mittelpunkt der Beratung stand die soziale Dorfentwicklung südlich und westlich des Rennsteigs. Dazu erläuterten mehrere Vorträge, wie dem demografischen Wandel effektiv entgegen gewirkt und die Landflucht gestoppt werden könne. Dazu gehören: die Stärkung der Ortskerne, neue Wohnformen, Dorfläden, Energiegenossenschaften, Revitalisierung von Brachflächen, Mobilität und Bildung, vor allem aber Bürgerbeteiligung an allen Aktionen. Gemeinsamer Tenor der Konferenz: Selbst unter den heute komplizierten Bedingungen haben auch kleine Orte eine Entwicklungsperspektive.
    • Lebendige Geschichte in Hinternah
      Im Brandtsköppshaus haben Schüler des Hennebergischen Gymnasiums ein Ausstellung gestaltet. Die zeigt, was sich in der Gemeinde seit der Wende in Ostdeutschland alles verändert hat.
    • Lebensart
      Ein Portrait von Marion Wuttke, einer Thüringer Künstlerin, die in Berlin lebt.
    • LEHRLINGE GESUCHT UND - GEFUNDEN
      Drei glasproduzierende Betriebe in Neuhaus am Rennweg und Ernstthal öffneten ihre Türen, um neue Fachkräfte zu gewinnen
    • Leichenschau
      Die plastinierten Toten des Gunther von Hagens in seiner umstrittenen Austellung "Körperwelten" sind nicht jedermanns Sache.
    • Lesung für Kinder Themar
    • Lesung in Schleusingen
    • Lichtermarkt in Häselrieth
    • Lichtmeßumzug in Jüchsen
    • Lichtstube in Schnett
    • Liftneubau im Thüringer Wald
      Skianlage zwischen Heubach und Schnett auch mit neuen Angeboten
      Masserberg. Mit einer offiziellen Feier und einer internationalen Snowboard-Show wurden die Neuerungen der zum Gemeindeverband Masserberg gehörenden Skianlage am Rennsteig eingeweiht.
      Die alte Liftanlage war vom TÜV im vergangenen Hebst stillgelegt worden. In einer Rekordzeit von 3 Monaten hatte das Ingenieurbüro Schweiger aus Sonthofen den neuen Doppelschlepper hochgezogen. Die Skiarea Heubach verfügt nun über einen Hightech-Skilift mit einer 10-mal höheren Beförderungskapazität gegenüber dem Vorjahr und dem ersten Kinderskiförderband im Freistaat.
      Gleichzeitig wurde die ganze Skianlage erneuert. Dazu hatte der private Betreiber auch Fördermittel vom Land Thüringen erhalten. Die Anlage bietet nun neben einer Ski- und Snowboardschule für Kinder und Erwachsene, den längsten Fun-Park im Freistaat, die modernste Beschneiungsanlage mit 6 Kanonen, neueste Pistenraupen und ein Schnee-Kinderland mit Skikarussell.
      Der lokale Veranstalter "Eiszeit Sportmanagement" will nun mit regelmäßigen Events und einem attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis gegen den schlechten Ruf der alpinen Freizeit-Skianlagen im Thüringer Wald ankämpfen.
    • Linke auf dem Markt Hildburghausen
    • Lochthofen liest in Hildburghausen
    • Mahnung an die Nachgeborenen
      Aufarbeitung der jüdischen Vernichtung in Deutschland: Zur Erinnerung an die während der Nazizeit vertrieben jüdischen Mitbürger wurden in der Werrastadt Themar Gedenksteine verlegt und eine Filmdokumentation gezeigt. „Jom haScho’a 2011 in Themar“ heißt der Film, der am 9. Mai 2013 in der Themarer Regelschule „Anne Frank“ seine Europäische Uraufführung erlebte. Der Titel bezieht sich auf den jüdischen Tag des Gedenkens und erzählt vom Besuch der Nachfahren jüdischer Familien vor 2 Jahren in Themar. In starken emotionalen Originaltönen zeigte die Dokumentation, wie damals das ganze Leid des Holocaust wieder zu Tage kam. Für die Einheimischen aber stellt der vom Land Thüringen geförderte Film einen wichtigen Meilenstein bei der Aufarbeitung eines traurigen Kapitels ihrer Stadtgeschichte dar. Wie vielerorts in Deutschland wurden unter Hitler die jüdischen Nachbarn einfach zu Unmenschen erklärt. Und keiner lehnte sich dagegen auf. Heute aber versucht man Wiedergutmachung. In einem Festakt wurde die kanadische Historikerin Prof. Dr. Sharon Meen, die diese Geschichte aufgearbeitet hatte, zur ersten Ehrenbürgerin der Stadt ernannt. Am darauffolgenden Morgen verlegte der Aktionskünstler Gunter Demnig seine inzwischen berühmten Stolpersteine vor dem ehemaligen Wohnhaus der jüdischen Familie Rosengarten. Die war über Shanghai in die USA geflohen und hatte wie durch ein Wunder überlebt. Während die Messingsteine ins Trottoir-Pflaster eingefügt wurden, dankte die Tochter von Manfred Rosengarten in bewegenden Worten den Themarer Bürgern für ihr Engagement.
    • Maier Präzisionstechnik
      Imagefilm über eine erfolgreiche Firma in Hildburghausen
    • Maisernte
      Die südthüringer Bauern haben ihre letzten Feldfrüchte vom Acker geholt: Das Agrarunternehmen Pfersdorf e.G. hat am vergangenen Wochenende rund um Dingsleben mit dem Silomais die Ernte für dieses Jahr abgeschlossen. Zeit also ein Resümee für 2011 zu ziehen. Der Normalverbraucher geht in den Supermarkt und fragt bei relativ stabilen Lebensmittelpreisen selten nach den Hintergründen der Produktion seiner Ernährung. Die extremen Wetterbedingungen aber haben der Landwirtschaft ein schwieriges Jahr beschert. Bei Getreide kam es zu Einbußen von bis zu 45 %. So kommen nur die Landwirte gut über den Winter, die sich Vorräte anlegen konnten oder genügend Kapital besitzen, um sich Futter für ihre Tiere dazu kaufen zu können. Doch für den Transport des Futters braucht man wieder Spezialgerät – ein Verlust bleibt es so oder so. Toralf Müller, der Chef des landwirtschaftlichen Großbetriebes bei Hildburghausen, bezeichnet die Lage für seinen Betrieb dennoch als nicht dramatisch: Die viele Sonne der letzten Monate ließen bei ihm Mais und Gras gut wachsen. Damit kann er seine Tiere ohne Probleme durch die kalte Jahreszeit bringen. Den Konsumenten wird es freuen.
    • Malerin Römheld in Römhild
    • Mallorca anders Teil 1
      Südthüringer auf einem abenteuerlichen Segeltörn im Mittelmeer.
    • Mallorca anders Teil 2
      Südthüringer auf einem abenteuerlichen Segeltörn im Mittelmeer.
    • Mallorca anders Teil 3
      Südthüringer auf einem abenteuerlichen Segeltörn im Mittelmeer.
    • Max Raabe in Meiningen
      Er hat die Unterhaltungsmusik der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in unsere Zeit gerettet: Die alte Theaterstadt an der Werra schien als denkbar beste Wahl für ein Konzert des Sängers im Smoking und seine Lieder von anno Dunnemal. Waren doch die Stücke über die „Comedian Harmonists“ hier einst regelrecht gestürmt worden. In Berlin trat Raabe das letzte Mal vor 22.000 Besuchern auf. Doch hier in der Provinz ließ der Marktplatz noch einige freie Plätze.
      Für die Freunde seiner Musik aber war es ein intensives Erlebnis. Raabe kam nicht mit seinem Palast-Orchester angereist, sondern gab eine fast intime Vorstellung mit seinem Pianisten Christoph Israel. Zu hören waren vor allem Eigenkompositionen seiner neuen CD, die einen Liederzyklus mit Schlagern und Couplets rund um das Meer darstellen, als Sinnbild für Sehnsucht und Aufbruch. Veranstalter Känguruh Production bezeichnet die Mischung aus Melancholie und Ironie, tiefer Traurigkeit und unverschämter Lebenslust als ein bis heute unerreichtes Erbe der damaligen Kultur. Das Meininger Publikum verstand und gab besonders dort Beifall, wo diese Atmosphäre auch in den Ansagen des Meisters mitklang. Das war leider nicht allzu oft der Fall, gerade auch im Vergleich zu seinen großen Konzerten. Fast hatte es den Anschein, als müsse Max Raabe sich beeilen. Doch wahrscheinlich stand er mit den Mächten da oben im Bunde: gerade als er seine letzte Zugabe vor stehenden Ovationen über die Bühne gebracht hatte, ging ein großer Regen über Meiningen nieder. Die Musen wussten warum.
      Das Konzert fand übrigens im Rahmen der Meininger Kleinkunsttage statt, die sich noch bis 24.9.2011 auf Gäste freuen.
    • Männerballet- Ausscheid
      Gaudi zum Auftakt der Faschingszeit:
      Schalkau (HH) – Sechs Herren-Tanzgruppen aus ganz Thüringen samt ihren Fans waren der Einladung nach Truckenthal, unterhalb des Rennsteiges, gefolgt. Es war nicht auszumachen, wer mehr Spaß hatte: Die Herren auf der Bühne oder die Damen im Saal.
      Die Gruppen kamen aus Bad Blankenburg, Eisfeld, Ziegenrück, Tettau und Schalkau. Die Reihenfolge der Auftritte war ausgelost, es gab offizielle Bewertungsregeln, eine Jury und die Wahl des Siegers. Wäre das Gejohle im Publikum nicht gewesen, hätte es eine amtliche Erhebung sein können. Mit ernster Miene schwebten die haarigen Waden und Bäuche im Röckchen dahin. Als zum Schluss die Mädels auch mal auf die Bühne durften, war der Beifall lange nicht so überschwänglich. Viele Kinder und Familien im Saal zeugten von der Beliebtheit des Genres. Der Ausscheid fand in der riesigen Ferien- und Freizeitanlage „Im Waldgrund“ statt. Ein rühriges Team hat hier eine Kinderferienlage aus DDR-Zeiten in die neue Zeit gerettet. Ausrichter der Ballett-Show war der Kulturbund aus Schalkau, der bereits sein 60-jähriges Bestehen feiern konnte. Auch hier eine Rettung aus vorbundesrepublikanischer Zeit, bei der die Ursache für das hohe Alter auf der Hand liegt: Man scheint sich hier schon immer mehr für den Fasching engagiert zu haben, als für Lesungen und Konzerte. Zwar gehören die Aktiven hier nicht in die große Liga, wo die Wettstreite der Faschingsgruppen im Karnevalsverband ausgetragen werden, aber gelacht wird hier bestimmt lauter. Da ist es auch egal, wer die Trophäe mit nach Hause nimmt. Truckenthal, eine Eingemeindung von Schalkau, kam das letzte Mal wegen der großen ICE-Brücke auf der Strecke Erfurt – Nürnberg in die Medien. Wer den Thüringer Ausscheid im Männerballet erlebt hat, würde das enge Tal im Wald sicher als Faschingshochburg adeln wollen.
    • Männerchor Zella-Mehlis
    • Männertag am Bahnhof Rennsteig
      Zum Volkswandertag anlässlich des Feiertages zu Christi Himmelfahrt pilgerten wieder tausende Wanderer zum Kammweg des Mittelgebirges. Viele davon reisten mit dem Zug an. Sie nutzten die offiziell stillgelegten Gleise von Stützerbach im Norden und Themar im Süden des Grünen Herzen Deutschlands, um zum Bahnhof Rennsteig zu gelangen. Auf diesen Strecken bietet der Verein RennsteigBahn vom ehemaligen Lockbahnhof in Ilmenau zu besonderen Anlässen historische Zugfahrten an. Leider ist derzeit die Dampflock des Vereins defekt und die Eisenbahnfreunde mussten auf zwei Diesellocks zurückgreifen. Das hatte aber auf den Zuspruch keine Auswirkung. Auch in diesem Jahr platzten die Züge wieder aus allen Nähten, einige Reisende mussten sogar mit dem Gepäckwagon Vorlieb nehmen. Wetter und aufblühende Natur im Thüringer Wald hatten die Wanderfreunde in Massen angezogen. Übrigens nicht nur Männer! Am Bahnhof Rennsteig wartete der Bahnverein dann mit einem kleinen Volksfest rund um die urige Bahnhofsgaststätte auf. So konnten sich die Wanderer vor ihrer Tour noch einmal stärken. Die meisten von ihnen fuhren nicht wieder mit der Bahn zurück, sondern wanderten zurück ins Tal. Der Eisenbahn-Pendelverkehr hatte aber genug zu tun, um wiederum andere Rennsteig-Tourer zu befördern.
    • Märchen im Märchenschloss
      Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die vielen alten Gemäuer Südthüringens wieder mit Leben zu erfüllen: Statt einer Geisterstunde gab es am Sonntagnachmittag im alten Rittergut Bedheim eine Märchenstunde. Eingeladen hatte der Förderverein. Kinder und Erwachsene lauschten mit Vergnügen.
      Schloss Bedheim ist eine fast vollständig erhaltene Gutshofanlage über dem Rodachtal. 1169 als Burg erstmals erwähnt, wurde sie im Bauern- und im 30-jährigen Krieg übel zugerichtet. Die Fürsten von Sachsen-Hildburghausen machten später eine repräsentative Sommerresidenz daraus. 1778 ging diese dann an Conrad Friedlieb Rühle von Lilienstern, dessen Nachkommen das Landschloss heute in der 8. Generation bewohnen. Dazwischen aber lagen Kriege, Erbteilungen, Vertreibung, Zweckentfremdung und Zerfall. Nach der Wende blieb den zurückkehrenden Schlossherren nur die Notsanierung und schrittweise Rekonstruktion des ehrwürdigen Gemäuers. Mit vielen Ideen versucht sie nun, die Region daran teilhaben zu lassen. Es entstanden ein Kaffee, eine Gärtnerei, Ferienwohnungen und ein kleines Museum. Dazu organisiert die Familie um den Besitzer Florian Kirfel-Rühle regelmäßig kleine Veranstaltungen, die zum Scharm des Schlosses passen. Und was wäre da besser geeignet als leuchtende Kinderaugen? Und so erzählt Mutter Astrid Rühle das Märchen vom bösen Zauberer, dessen Wunderkräfte langsam nachlassen und Vater Bernhard Kirfel spielt auf der Gitarre dazu das Lied vom lustigen Zigeunerleben. Die alten Steine ringsum werfen ihr Echo zurück.
    • Märchenpreis in Meiningen
    • MDR-Produktion im CCS
      Große Show für das Weihnachtsfest: Im Congress Centrum Suhl laufen derzeit die Vorbereitungen für eine Fernsehaufzeichnung des Mitteldeutschen Rundfunks mit Sefanie Hertel, die alte und neue Weihnachtslieder präsentiert. Dazu hat sie natürlich viele Kollegen eingeladen, u.a. Andy Borg, die Wildecker Herzbuben, Uta Bresan, die Dorfrocker und den MDR-Kinderchor. Um die alle wohlinszeniert auf die Mattscheibe zu bekommen, müssen über 300 Mitarbeiter von MDR und CCS 3 Wochen lang die Sendung vorbereiten. Bis zu 250.000 Euro kostet solch ein Spaß. Dabei erkennen nur Eingeweihte in dem Gewimmel von Menschen, Kabeln, Kameras, Monitoren, Kisten und Studio-Anlagen ein System. Allerdinges haben die Suhler langjährige Erfahrungen: Seit 16 Jahren werden gemeinsam mit den Fernsehleuten solche Mammutveranstaltungen für immerhin 8,5 Millionen Zuschauer im deutschsprachigen Raum produziert. Zum 4. Mal gewährt dabei das Congress Centrum Interessierten auch einen Blick hinter die Kulissen. Mitarbeiter des CCS und Lehrlinge des MDR führen kompetent durch Stellproben auf der Bühne, im Saal, in Übertragungswagen, Künstlergarderoben, Redaktionsräume und Requisitenlager. Deutschland today war bei solch einem Rundgang dabei (Siehe Video!). Die öffentliche Generalprobe und die Aufzeichnung vor Publikum der „Großen Show der Weihnachtslieder“ finden am Freitag, den 23.November 2012 im CCS statt. Die Sendung selbst präsentiert das MDR-Fernsehen am 8. Dezember 2012 um 20.15 Uhr.
    • Melkwettbewerb 2015 in Vachdorf
    • Metall-Ausbildung in Eisfeld
      Fünf Millionen Euro für die Fachleute von morgen:
      Offiziell war das Gebäude für die neue Lehrwerkstatt ja schon im April eingeweiht worden. Damals glich es aber noch einer Baustelle. Seit dem hat sich eine Menge getan. Die Besucher gestern beim Tag der offenen Tür staunten nicht schlecht über die moderen Maschinen und Hightech-Geräte.
      40 Lehrlinge aus mehreren Betrieben der Region werden derzeit hier in den unterschiedlichsten Metallberufen ausgebildet. Die vom Hildburghäuser Bildungszentrum betriebene Einrichtung will aus ganz Thüringen, aber auch aus dem benachbarten Bayern Lehrlinge anwerben und die Kapazität in den nächsten Jahren auf 80 Ausbildungsplätze anheben. Man sah den Eisfelder Jugendlichen die Freude am Beruf in den großzügigen Hallen deutlich an: CNC-Automaten reihenweise, elektronische Meßcomputer, CAD/CAM-Systeme, 3D-Drucker. Die fünf Millionen scheinen gut angelgt worden zu sein. 80 % förderte das Land, den Rest haben das HBZ und Metallunternehmen aus der Region gemeinsam aufgebracht. Denn dort wurden die Zeichen der zeit erkannt. Bei der negativen Entwicklung des Arbeitskräfteaufkommens dürften einfach keien Jugendlichen mehr in die Ballungsräume abwandern, so Kai Michaelis, der Chef der Hildburghäuser Bildungseinrichtung.
    • Milch- und Reklamemuseum Hildburghausen
    • Ministerpräsidentin in Zella-Mehlis
      Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht ist in Thüringen auf Sommertour unterwegs. Der Schwerpunkt ist in diesem Sommer auf Energie gesetzt. Am 18. Juli, hat sie ein innovatives regionales Stromnetz in Zella-Mehlis in Betrieb genommen. Das Facharztzentrum am Lerchenberg wird zu 90 % mit selbst hergestelltem Strom versorgt. Eine Photovoltaikanlage und ein Blockheizkraftwerk liefern die Energie, die auch automatisch gespeichert wird - je nachdem, wieviel Strom gerade benötigt wird.
    • Mit der Dampflock durch den Thüringer Wald
      Ein alter Eisenbahner fährt - quasi als Abschiedsfahrt von seinem Beruf - mit der Dampflock, dem so genannten Rodelblitz, durch Südthüringen.
    • Mittelalter in Kühndorf
      Die Gegend um den Dolmar zieht seit Jahrtausenden die Menschen magisch an. Die Feste in Kühndorf ist die einzige erhaltene Johaniterburg in Deutschland. Entlang der Thüringer Burgenstraße befindet nur sie sich in privater Hand. Trotzdem ist das Gemäuer für Jedermann zugänglich und verströmt mengenweise von der alten Magie...
    • Mittelalterfest auf der Bertholdsburg
    • Mittelalterfest auf der Heldburg
      Die fränkische Leuchte ist in aller Munde. Das liegt an den rührigen Hldburgern, die jetzt ihr geschichtsträchtiges Gemäuer sogar zum Deutschen Burgenmuseum ausbauen.
    • Mittelalterspektakel
      Feiern wie unsere Altvorderen: Historische Feste gibt es inzwischen viele hierzulande. Selten aber finden sie vor solch trefflicher Kulisse statt, wie der des alten Residenzschlosses der Grafen von Henneberg.
      Am Wochenende beherrschten Ritter und fahrendes Volk das historische Gelände um Burg und Stadtkirche. Zumindest wie wir uns das so vorstellen. Trotzdem üben solche Themenfeste eine ungeheure Faszination auf die Menschen aus, sei es aus Geschichtsinteresse, Alltagsflucht oder der Suche nach der Guten alten Zeit. Natürlich gab es einen historischen Markt mit fliegenden Händlern, Handwerkern und Künstlern, überall erklang mittelalterliche Musik und in Tavernen wurde nach Herzenslust geschlemmt und gezecht. Die Vielfalt des Angebotes überraschte, das Ambiente stimmte durchgehend und ständig wechselte das Programm, mit Minnesang, historischem Badehaus, Gauklern und Feuerzauber. Während es die Kinder besonders zur geschichtenerzählenden Hexe und aufs handbetriebene Karussell zog, fühlten sich die Eltern mehr von den deftigen Ritter- und Kampfspielen angesprochen. Überall spürte man die professionelle Hand des Veranstalters. Zwar haben Mittelalterspektakel schon Tradition auf der Bertholdsburg, aber erstmals hatten Museum und Schlossverwaltung kommerzielle Organisatoren unter Vertrag genommen. Es scheint sich gelohnt zu haben. (Siehe Video!)
    • Mittelalterspektakel auf der Bertholdsburg
    • Mittelalterspektakel auf der Leuchtenburg
      Die Perle des Saaletales lädt zu einer zeitreise...
    • Mobiles Planetarium
      Sternenshow im kleinsten Dorf
      Masserberg (HH) – Im Foyer des Badehauses steht in dieser Woche ein aufblasbares Planetarium, dass es aber mit seiner 360°- Videoprojektion mit jeder Großkuppel im Land aufnehmen kann.
      Es präsentiert die verschiedensten populärwissenschaftlichen Vorführungen von Hörspielen unterm Sternenhimmel, über Musikveranstaltungen und Filmvorführungen bis hin zu meditativen, entspannenden Shows. Das mobile Planetarium besitzt einen klassischen optisch-mechanischen Sternenhimmelprojektor und lässt sich wie ein aufblasbares Zelt überall aufbauen. In einem Durchmesser von 5 Metern finden bis zu 30 Personen Platz. Je nach Alter, Zielgruppe, Anlass, Interessenlage und Jahreszeit wird ein Programm zusammen gestellt. So findet sich jetzt im Masserberger Programm auch der Film „Das Geheimnis der Papierrakete″ für Kinder ab 5 Jahren. Denn eigentlich ist das Reise-Planetarium für Schulen und Kindereinrichtungen konzipiert. Doch es muss bezahlt werden, denn das innovative Unternehmen wird privat betrieben. Inhaber ist der Zeulenrodaer Hans-Peter Schneider, ehemals Astro- und Physiklehrer, der 1996 im Rahmen einer Auszeichnungsreise in die USA einen simulierten Raumflug trainiert hat. Er kam mit so viel Begeisterung wieder, dass er sich als erster in Deutschland solch ein mobiles Planetarium zulegte, den sicheren Job aufgab und ganz amerikanisch die Firma Universe Dimensions - SpaceScience Edutainment gründete. Doch Schulen können sich solchen Shows kaum leisten. Hans-Peter Schneider muss Kombinationsgeschäfte mit Landratsämtern und kulturellen Einrichtungen machen. So gibt es nebenher auch einen Astro-Shop und eine begleitende Ausstellung berichtet über das Hubble Space Telescope, Mondlandungen und die Weltraumforschung. Das Planetarium mit jeweils 3 Vorstellungen am Tag gastiert noch bis Sonntag in Masserberg.


    • Modelleisenbahn in Eisfeld
      Stephan Dressel im Interview von Leon Görner
    • Modellprojekt Eltern-Kind-Zentrum
      Thüringer Kindertagesstätten auf neuen Wegen
      Hildburghausen (HH) – Im Rathaussaal diskutierten gestern Pädagogen, Politiker und Eltern zur Entwicklung der Kindereinrichtungen im Freistaat.
      Der Einladung der Frauenunion waren besonders viele Erzieher des Landkreises gefolgt. Frau Prof. Dr. Michaela Rißmann von der Fachhochschule Erfurt führte in das Thema ein. Thüringen hat sich das Ziel gesetzt, zunächst zehn Kindertageseinrichtungen zu „Eltern-Kind-Zentren“ weiterzuentwickeln. Neben der Kinderbetreuung sollen dann zusätzlich Beratungen und Veranstaltungen angeboten werden. Ziel sei es, Familien in ihrem Lebens- und Familienalltag zielgerichteter unterstützen zu können. Dabei gehe es weniger um zusätzliche Aufgaben als mehr um die Vernetzung vorhandener Einrichtungen und Erfahrungen. Wichtig sei, dass die Kindereinrichtungen trotz aller fachlicher Begleitung eigene und damit auch unterschiedliche Wege entwickeln. Dr. Mario Vogt, Mitglied des Thüringer Landtages für die CDU warf die Frage auf, wie weit sich der Staat in Familien einmischen dürfe und verwies mit Blick auf den Landeshaushalt auf die Erfolge Thüringer Politik im Sinne der Kinder. Schwerpunkt der Diskussion waren die „Sorgenkinder“. Viele Erzieher seien bereits jetzt an der Grenze des Machbaren angelangt. Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen, könne man auch nicht mit erweiterten Angeboten erreichen. Dem gegenüber verwies Frau Prof. Rißmann auf die bisherigen Erfolge des Modellprojektes und sprach sogar von einem Selbstläufer. Sie hoffe, in den nächsten zwei Jahren erste Ergebnisse zum Modellprojekt Kinder-Eltern-Tagesstätte vorlegen und auf andere Einrichtungen übertragen zu können.

    • Montgolfiade in Heldburg
      Ballonfahren vor traumhafter Kulisse
    • Moose und Flechten
      Spezialisten untersuchen vergessene Lebensformen im Thüringer Wald: Am Wochenende tagte ein europaweit vernetzter Verein von Profi- und Laienbotanikern im Berghotel Stutenhaus. Tagsüber waren sie in den hiesigen Gefilden unterwegs.
      Sie kriechen mit Lupen auf dem Boden umher, schmeißen mit lateinischen Fachbegriffen nur so um sich und gaben sich den Namen Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft, kurz BLAM. Was schwer auszusprechen ist, bezieht sich auf die lateinischen Begriffe für Moose und Flechten - den Objekten ihrer Begierde. Sie lieben und sammeln sie, wie andere Briefmarken – nur mit einem höheren Nutzen für die Allgemeinheit: Denn der Zustand von Moosen und Flechten gibt Auskunft über den Zustand unserer Böden. Bekannt davon sind 36.000 Arten weltweit und sie lassen sich oft nur mikroskopisch unterscheiden. Viele von ihnen stehen auf der Roten Liste der UNESCO für bedrohte Pflanzen. Die wuchernden Winzlinge (Flechten werden nicht zu den Pflanzen gezählt) sind entscheidend für die meisten Ökosysteme, bilden gute Nährstoffindikatoren und werden sogar pharmazeutisch genutzt. Sie regulieren den Wasserhaushalt, binden Co2 und Wissenschaftler vermuten sie sogar im Weltraum. Besonders faszinierend sei ihr Zusammenspiel mit anderen Lebewesen und so erstellen die Forscher große Karten von Verbreitungsgebieten ihrer Schützlinge. Sie sollen Rückschlüsse auf ganze ökologische Systeme zulassen. Die Biologen besuchten die Gleichberge, den Dolmar und die Felsgebiete um Oberschönau. Neben der Verteilungsanalyse sind sie auch immer auf der Suche nach neuen Exemplaren.
    • Motocross in Marisfeld
      Noah Albertus ist einer der jüngsten Teilnehmer am regionalen Motorradrennen im freien Gelände - aber auch einer der Mutigsten.
    • Mundartnachmittag
      Die Südthüringer sprechen noch wie ihre Vorfahren und das ist eben fränkisch: Goßmannsrod (HH) – In dem kleinen Dorf nahe Eisfeld trafen sich am vergangenen Wochenende Freunde des fränkischen Dialekts und trugen Erzählungen und Gedichte vor. Der gemischte Chor Schackendorf unterstützte.
      Wer hier nicht aufgewachsen ist, verstand kein Wort: Kartoffeln sind Ardöpfl, Tablett wird zu Hiedröbrat und der Reibekuchen heißt Zahmet. Der kleine Raum in der alten Schule war voll besetzt und die Besucher bogen vor Lachen. Südlich des Rennsteigs haben sich nämlich ursprüngliche Sprachelemente der fränkischen Invasoren erhalten, die ab etwa 700 nach Christi Geburt hier aufschlugen. Auf Grund der isolierten Randlage bis Ende des 19. Jahrhunderts und später während der deutschen Teilung haben sich hier bis heute viele sprachliche Eigenheiten erhalten. Wissenschaftler unterteilen natürlich in zig Sprachvarianten, doch hier am Oberlauf der Werra wird das Mainfränkische zum Itzgründischen, auch nach einem Fluss benannt. Bei vorsichtiger Schätzung dürfte die Zahl der itzgründischen Muttersprachler bei etwa 225.000 Sprechern liegen. Die Besonderheit des Itzgründischen im Vergleich mit anderen deutschen Dialekten besteht darin, dass im alltäglichen Sprachgebrauch vermehrt veraltete Formen und Vokalersetzungen des Mittelhochdeutschen üblich sind. Das ergibt oft lustige Laute, dazu die Geschichten im Spannungsfeld von Tradition und Moderne – fertig ist Kabarett vom Feinsten. Nur: junge Leute waren auf der Veranstaltung kaum zu sehen. Die meisten entwickeln kein Verständnis für solch eine Art der Traditionspflege und so behalten wohl die Linguisten recht, die den Dialekten schon seit Jahren den Tod voraus sagen. Hier aber heißt es: „Mir boabeln so wedder, und ban die annere nis verstenn‘, sin se selwe dro schuld!“

    • Museum für Gewürze
    • Museum für Ur- und FrühgeschichteThüringens
      Bei dem unfreundlichen Wetter der letzen Zeit sind Museen eine sinnvolle Freizeitalternative: Wer seine weit entfernten Vorfahren kennenlernen möchte, ist in dem Erlebnismuseum genau richtig. Denn unser Land im Herzen Europas war seit der frühsten Urzeit ständig besiedelt.

      Die moderne, eintausend Quadratmeter große Ausstellung gibt ein durchgehendes, vor allem aber lebendiges Bild von der ältesten Geschichte Thüringens. Die beginnt mit dem Homo erectus aus Bilzingsleben vor 400 000 Jahren. Der hatte den Platz vor seinen Hütten schon gepflastert und ritzte feine Linien in sein Werkzeug. Mehrere so gravierte Knochen stellen wohl die ersten graphischen Umsetzungen eines menschlichen Gedankens dar und gelten als Weltsensation. Weitere Highlights sind das Fürstengrab von Haßleben, das zu den reichsten germanischen Fürstengräbern in Deutschland zählt, oder die Funde aus dem Opfermoor von Oberdorla, wo die Leute noch im christlichen Mittelalter nach heidnischem Brauch Götzen anbeteten. Die Themen reichen so von der Menschwerdung bis ins Mittelalter und lassen den Schluss zu, dass hierzulande immer auch verschiedene kulturelle Strömungen lange nebeneinander existiert haben. Ein Durchgangsland eben, offen für Neues. Das Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens in Weimar vereint das Museum und das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie unter einem Dach. Hier werden die umfangreichen archäologischen Funde der letzten Jahre – besonders beim Autobahnbau - für die Nachwelt aufbereitet.
    • Museum Großbreitenbach
    • Museumsnacht in der Bertholdsburg
      Nachtschwärmerei mit Bildungseffekt:
      Schleusingen (HH) – Das naturhistorische Museum lud am vergangenen Samstag zur inzwischen traditionellen Abendveranstaltung mit speziellen Angeboten besonders für Kinder.
      Und so strömten gleich zur Eröffnung um 18 Uhr hunderte Familien heran – so viele Besucher habe es zur Museumsnacht noch nicht gegeben, sagt Museumsleiter Rolf Werneburg. Da rannten Kids durch die heiligen Hallen, um die Fragen für das Museumsquizz abzuarbeiten. Da hörte man das “Oh, guck mal…“ und „ Schau mal hier…“ sowohl in den naturwissenschaftlichen Sammlungen als auch in den Räumen für die Stadtgeschichte. Dabei wurden die Kinder immer wieder vom Museumsgespenst aufgescheucht. Ruhe fanden sie an verschieden Bastelständen, wo beispielsweise Edelsteinbäumchen oder kleine Muschelanhänger herstellt werden konnten. Selbst an einer richtigen Druckerpresse durften sie Hand anlegen, wo für sie eine wertvolle Grafik von Schleusingen entstand. An allen Mitmach-Stationen spürte man das Engagement des Freundeskreises im Erlebnismuseum. Auch für die erwachsenen Besucher wurde Außergewöhnliches geboten. Mit weißen Handschuhen holte man den Original-Lutherbrief von 1536 aus der alten Gymnasialbibliothek. Der Fürstensaal war in eine kleine Gaststätte verwandelt worden, wo das Duo Jazznah spielte.
      Das Schleusinger Museum in ist nicht nur das einzige Naturkundemuseum Südthüringens, es ist auch eines der größten im ganzen Freistaat. In der geologischen Exposition „300 Millionen Jahre Thüringen“ werden Tausende Minerale, Kristalle und Gesteine gezeigt sowie große Saurier-Modelle und Farnwälder, die den Fundstücken aus unserer Vorzeit nachempfunden wurden.
    • Museumsnacht in Meeder
    • Mutzmuseum Kraftsdorf
      Bei anhaltend miesen Wetter zählt nur der Museumsbesuch: Nahe dem Hermsdorfer Autobahnkreuz, scheint ein besonders humorvolles Völkchen zu leben: Dort hat man einem Fabelwesen ein Museum voller irrationaler Exponate gewidmet und ein Führer erzählt mit stoischem Ernst von der eierlegenden Wollmilchsau. Diese werde Mutz genannt und sei Lieferant des berühmten regionalen Bratens gleichen Namens. Das Tier sähe aus, wie es heißt, sei sehr scheu und stamme ursprünglich aus dem Altenburger Land. Als dieser Landstrich bei einer Gebietsreform in den 50er Jahren Sachsen zugeschlagen wurde, seien die schlauen Tiere alle ins Thüringer Holzland geflohen. Da wären sie, trotz einer erneuten Land-Umverteilung, bis heute geblieben. Die einheimischen Jäger hätten bald erkannt, dass die von Raubtieren und Göttern verfolgte Kreatur vom Aussterben bedroht sei. Sie gründeten deshalb den Verein der freien Mutzfänger Thüringens, der in 12 Ortsgruppen etwa 220 Mitglieder besitzt. Ihre wesentliche Aufgabe sei Hege und Pflege der einzigarten Schöpfung, wie es heißt. Probieren kann man das Fleisch – wen wundert es – gleich in der Gaststätte nebenan.
      Wer denkt, so etwas kann nur Thüringern passieren, der kennt noch nicht den fränkischen Rasselbock und den bayrischen Wolperdinger.
    • Offenes Gymnasium Schleusingen 2016
    • Oldtimer in Themar
    • Oldtimerrallye durch Südthüringen
      Leons-Club Schleusingen aktiv: Zum 10. Mal bereits trafen sich zum Muttertag in der Kleinstadt an der Schleuse die Freunde alter Automobile.
      Der Austragungstag sei aber eher ein Zufall, betonten die Veranstalter des ortsansässigen Lions-Clubs. Das Image als Männer-Domäne wurde trotzdem reichlich gepflegt. Den 42 angetretenen Fahrzeugen auf dem Marktplatz war die Liebe und Hingabe ihrer Besitzer deutlich anzusehen.
      Getreu dem Leons-Motto: „We serve“ sollen die Startgelder einem wohltätigen Zweck zu Gute kommen. In diesem Jahr wird der Bau eines neuen Spielplatzes der Behindertenschule in Rappelsdorf unterstützt.
      Auch die Resonanz unter den Zuschauern machte Glauben, dass südlich des Rennsteiges viele Technik-Freaks zu Hause sind. Fein säuberlich waren da Schmuckstücke aus 100 Jahren Fahrzeugbau aufgereiht. Diesjährige Überschrift: Scheunenfunde – also vergessene Fahrzeuge die manchmal Jahrzehnte auf ihre Wiederbelebung gewartet haben. Darunter fanden sich auch zwei alte Feuerwehren, die wieder funktionsfähig gemacht wurden. Das Rennen ging bei strahlendem Sonnenschein 56 km durch die idyllischen Dörfer am Rande des Thüringer Waldes. Natürlich stand nicht wirklich die Geschwindigkeit im Vordergrund. Dabei sein war alles. Trotzdem gab es Sonderprüfungen, Fahrzeugbewertungen und richtige Pokale am Ziel – wieder auf dem Markt in Schleusingen.
    • Opeltreffen in Schleusingen
      Wer denkt, Opel sei etwas für Opas, der soll sich mal die getunen Maschinen und die riesige Fangemeinde hier anschauen.
    • Orchester der Thüringer Polizei
      Wöchentlich Konzerte in der Touristenhochburg am Inselsberg: Allerorts barmen Gastronomie und Tourismus im Freistaat über ausbleibende Gäste. Anders in der Kurstadt Friedrichroda am Fuße des Thüringer Waldes. Allerdings tut man hier auch etwas dagegen. Zum Beispiel mit einer Konzertreihe jeden Samstag im Buschmann-Pavillon des Kurparkes. Am vergangenen Wochenende war dort das Polizeiorchester Thüringens zu hören, mit sinfonischer Blasmusik, klassischen Hits und Evergreens. Das Musikkorps ist ein modernes, großes Orchester mit 30 Berufsmusikern unter Leitung von Andrè Weyh. Es tritt hier in Friedrichroda regelmäßig für Kurgäste und Einwohner auf und zumindest die Hiesigen schienen von der hohen Qualität nicht sonderlich überrascht. Mit einem breit gefächerten Repertoire spielt der Klangkörper Adaptionen der Kompositionen des Barock, der Klassik und der Romantik bis zu moderner Musik, aus den Bereichen Jazz, Film und Musical. Besonderen Beifall erhielt die Moderatorin und Gesangssolistin Amanda Büchner. Mit über 100 Konzerten pro Jahr ist der Klangkörper ein fester Bestandteil der kulturellen Landschaft Thüringens. Er spielt aber nicht nur zu dienstlichen Veranstaltungen der Polizei und offiziellen Anlässen der Landesregierung sondern auch in der Öffentlichkeit, gibt Benefizkonzerte oder tritt in Thüringer Schulen auf. In Friedrichroda jedenfalls - einer von 5 staatlich anerkannten Luftkurorten in Thüringen - ist er eine feste Größe. Man liegt hier mit den Übernachtungszahlen gleich hinter Erfurt, Weimar und Oberhof. Das scheint aber nicht nur an den touristischen Highlights wie Marienglashöhle oder Kloster Reinhardsbrunn zu liegen, sondern an rührigen und cleveren Vermarktern in der Stadt. Hier haben sogar die riesigen FDGB-Bettenburgen aus DDR-Zeiten überlebt. Friedrichroda galt damals nach Kühlungsborn als zweitgrößter Erholungsort.

    • Ortsgeschichte Bockstadt
    • Osterbrunnen
      Widersprüche um österliches Brauchtum: Die einen glauben an heidnische Rituale, die anderen an christliche Tradition und die Nächsten wiederum an ganz praktische Zwänge in den alten Dörfern.
    • Osterferien in Kloster Veßra
    • Osterfeuer
      Das Dörfchen Gethles im Kleinen Thüringer Wald ist für seine Traditionsliebe bekannt. Nicht nur die eigenen jahrhundertealten Bräuche werden gepflegt, man nimmt auch gerne neue, aus weit entfernten Gegenden auf.
      Wie allerorts üblich werden die Feuer am Samstag vor Ostern auf weithin sichtbaren Hügeln oder Bergen entzündet. Als Volkssitte ist das Osterfeuer seit 1559 bezeugt, geht aber angeblich auf vorchristliche Rituale bis in die Bronzezeit zurück. Die betreffenden Orte liegen verstreut in ganz Europa, manchmal an so genannten Brandopferplätzen. Im kleinen Gethles ist zwar nie ein Mensch verbrannt worden, aber ein schöner Brauch ist allemal wert, gemeinsam zu feiern. Um aber das Fest auch einzigartig zu machen, erscheint während des Feuers ein verkleideter Osterhase und verteilt Süßigkeiten an die Kinder. Und das alles bei vorabendlich schönstem Frühlingswetter.
      Der Brauch diente ja vermutlich auch dazu, den Winter zu vertreiben, zu verbrennen. Der Schein des Feuers – so eine Legende - hätte eine reinigende Wirkung, die die keimende Saat vor bösen Geistern schützen könne. Die Feuer galten ja auch als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte, wobei die Asche auf die Felder verteilt wurde. Später übernahmen die Christen diesen Brauch. In der katholischen Kirche wird ein kleines Feuer entfacht, das Osterfeuer. Nachdem sich die Gemeinde versammelt hat, entzündet der Priester die Osterkerze, die als Licht in die dunkle Kirche getragen wird. Die brennende Kerze versinnbildlicht dabei Christus als Licht der Welt. Wie einst das Volk Israel der Feuersäule durch die Wüste folgte, so folgen die Gläubigen Jesus Christus auf dem Weg vom Tod zum Leben.
      Die Bewohner von Gethles sind meist evangelisch und eine Kirche haben sie auch nicht im Dorf. Letztlich geht es ja aber nur um ein gelebtes Gemeinwesen.

    • Osterhasen aus Pappe
      Die Firma Marolin aus Steinach stellt noch Hasen nach historischen Rezepturen her.
    • Ostermarkt in Meiningen
      Frühlingsgefühle trotz Minusgraden: Oberflächlich gesehen schien es nur ein „Verkaufsoffener Feiertag“ zu sein. Aber viele bunte Ideen ließen in der Innenstadt österliches Flair aufkommen. Tausende Besucher strömten am Samstag zwischen den Osterfeiertagen ins Zentrum von Meiningen, als wäre genau da der Frühling erwacht. Auf dem Markt und entlang der Georgstraße/ Anton-Ulrich-Straße hatten über 70 Händler ihre Zelte aufgeschlagen. Kunsthandwerker stellten da ihre österlichen Artikel vor und für das leibliche Wohl sorgten jede Menge Thüringer Spezialitätenstände. Überall dampfte und brodelte es. Zusätzlich waren die meisten Geschäfte auf dem Boulevard geöffnet, die schon wegen dem unumgänglichen Aufwärmen der Passanten gute Umsätze gemacht haben müssen. Außerdem präsentierten an der Stadtkirche die Autohändler der Werrastadt ihre neuesten Modelle. Das Rahmenprogramm gestaltete das Jugendorchester des Roten Kreuzes, aber am meisten freuten sich die Kinder: Es gab Bastelspaß für Jung und Alt mit dem Kreativmobil Graupner, ein originelles Ostereierangeln am geschmückten Heinrichsbrunnen und als Höhepunkt eine Zaubershow für Kinder mit dem Dresdener Zauberkünstler Torsten Pahl im Henneberger Haus. Organisiert hatte das alles das Mega-Eventmanagement aus Meiningen. Leuchtende Kinderaugen ließen so wenigsten einen Hauch von Frühling durch die Meininger Innenstadt wehen.

    • Ostermarkt in Suhl
    • Ostermarsch auf die Schaumburg
      Demo gegen 380-KV-Leitung durch den Thüringer Wald: Mehr als 500 Menschen demonstrierten am Ostermontag in einem Sternenmarsch gegen die Hochspannungstrasse durch ihre Heimat.

      Seit 5 Jahren agiert die Bürgerbewegung „Vorsicht Hochspannung“ gegen den Ausbau des Stromnetzes von Thüringen nach Bayern. Hintergrund ist die jetzt per Gesetz festgeschriebene Übertragung der Energie aus den großen Windkraftanlagen an der Ostsee in die bayrischen Wirtschaftszentren. Das Raumordungsverfahren dafür wurde nun abgeschlossen und jeder Bürger kann einsehen, wo die großen Strommasten und Umspannwerke stehen werden. Dabei wird auch deutlich, dass keine unterirdische Querung des Rennsteigkammes geplant ist. So waren natürlich besonders viele Einwohner aus den anliegenden Kommunen gekommen. Als Hauptmotivation nannten sie die Beeinträchtigung der Natur und befürchtete Einbußen beim Tourismus. Auch an der Domäne Schaumburg, einer Pension unterhalb der gleichnamigen Ruine, soll die Trasse vorbeiführen. Hier fand die Abschlusskundgebung statt. Die Demonstranten waren nicht nur aus Thüringen und dem benachbarten Bayern gekommen, sie setzten sich auch aus Vertretern aller Regierungs- und Oppositionsparteien zusammen. Ausdrücklich wollte man nicht als Verhinderer verstanden werden. Zur herkömmlichen Stromübertragung fordern sie aber Alternativen wie Gleichstromleitungen, neue Speichermedien, Leitungsmonitoring und eine dezentrale Struktur der Stromerzeugung generell.
    • Ostern 2013
      Kälter als während der letzten Weihnachten: „Die mit Eiern haben sie bei sibirischer Kälte im Schnee gefunden und die Weicheier haben sie in der Wohnstube gesucht.“ Dieser sinnige Spruch fiel bei unseren Dreharbeiten für die Osterfeierlichkeiten. Die Kälte zeigt uns, wie wenig das Osterfest mit dem Frühlingsbeginn zu tun haben. Offiziell feiern wir die Auferstehung Jesus Christus, aber die Menschen verbinden seit Jahrtausenden das Erwachen der Natur mit Sonne, Feuer und Fruchtbarkeitssymbolen. Auch in der Kirche hat Ostern kein festes Datum. Das zentrale Fest im Kirchenjahr richtet sich nämlich nach dem Mond. Seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 wird der Ostersonntag als der Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr definiert. Erst 1800 entwickelte das mathematische Genie Carl Friedrich Gauß eine Formel, nach der sich die Mondphasen und damit der Ostersonntag berechnen lassen. Der Name Ostern allerdings hat wenig mit Jesus zu tun: Er soll von Ostara abstammen, ein von Jacob Grimm durch philologische Vergleiche als Name hergeleiteter Begriff für eine vermeintliche germanische Frühlingsgöttin. Sicher aber hat es mit der Himmelsrichtung Osten zu tun, wo die Sonne als Wärmespenderin und Quelle allen Lebens aufgeht. Osterfeuer, Osterbrunnen, Osterrad sind ebenfalls in diesem Sinne einzuordnen. Osterhase und die Eier werden dem Fest als Brauch erst seit dem 17. Jahrhundert zugeordnet. Allerdings sind beide für sich alte heidnische Fruchtbarkeitssymbole. Der Feldhase gehört zu den ersten Tieren im Frühjahr, die Nachwuchs bekommen. Jetzt, bei Kälte und Matsch, geht es denen ziemlich schlecht. Wir begleiten im Video Familie Grubert aus Dietzhausen bei der Suche nach ihm.
    • Ostern in Kloster Veßra
      Jedes Jahr stimmt das Museum seine Besucher auf das Osterfest ein
    • Osterscheune
      Der Frühling kommt: Das Land erwärmt sich zunehmend und allerorts feiern die Menschen die Wiederkehr des Lichts. Während die aus Franken nach der Wende übernommene Bräuche wie Osterbrunnen, Osterfeuer oder Osterrad sich in Südthüringen bereits vielerorts etabliert haben, entwickelte sich in Hellingen ein besonderer Kult.
      Hier gestaltet ein Mann seine Scheune jedes Jahr in ein österliches Disneyland um. Alles was an christlicher und heidnischer Tradition rund um das Osterfest aufgeboten werden kann, findet sich hier wieder: Osterhasen in tausende Geschichten verstrickt, bemalte Eier ohne Ende, Blumenschmuck und Frühlingsgestecke. Der Clou: Alles ist in Bewegung oder macht Musik. Der ehemalige Elektriker Ernst Langert benutzt dazu alte Waschmaschinenmotoren, Batterieantriebe, Seilzüge und Gestänge. Tausende Besucher kommen teilweise von weit her in seine Osterscheune, manchmal sogar mit Bussen und jedes Jahr werden es mehr. Hier an der ehemaligen innerdeutschen Grenze hat sich ein regelrechtes Ost-West-Treffen zu Ostern entwickelt. Wer die leuchtenden Kinderaugen sieht und dazu die enorme Aufbau- und Tüftlerleistung des Technikfreaks in Rechnung stellt, dem bleiben Einschätzungen wie Kitsch oder Besessenheit im Halse stecken. Trotzdem, das zeigt unser Video, hat der Meister mindestens so viel Spaß wie seine Besucher.
    • Osterscheune Hellingen
    • Paradiesvogelfest 2013
      Liedermacher aus allen Teilen Deutschlands trafen sich tief im Wald: Wenn das unorthodoxe Erscheinungsbild beim 3. Musikfestival im Schloss des kleinen Dorfes Weitersroda bei Hildburghausen vielleicht nicht jedermann Sache war – die Musik hätte auch den letzten Spießer zum Schmelzen gebracht.
      Denn was da vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 zu hören war, brachte die Leute zum Träumen, Schwärmen und Nachdenken. 20 Musiker, meist mit Gitarre bewaffnet, bewiesen, dass es neben dem Mainstream noch anspruchsvolle Kunst im Lande gibt. Auch wenn bei den Konzerten hingebungsvolle Stimmung herrschte, herbstliche Temperaturen und teils strömender Regen drückte zu mindestens die Zuschauerzahlen auf - sagen wir mal - 300 Gäste, von denen viele mit Zelt und Wohnmobil angereist waren. Trotzdem hatten die etwa 30 Helfer im und um das alte Schloss für jeden ein trockenes und warmes Plätzchen organisiert, mit viel Improvisationstalent, verrückten Ideen und noch mehr Enthusiasmus. Das scheinen auch die Lebensmaximen von Schlossherr Prinz Chaos II. – so sein Künstlername - und den anderen Mitbewohnern im herrschaftlichen Haus zu sein. Denn wer sich gegen den Zeitgeist stellt, hat mit wenig Unterstützung, oft sogar mit der Intoleranz seiner Mitmenschen zu rechnen. Immerhin scheinen sich die Anfeindungen im Dorf gelegt zu haben, manches Gesicht war der Künstlergemeinschaft aus der Nachbarschaft bekannt.

    • Paradiesvogelfest 2014
      Diesmal mit Konstantin Wecker...
    • Parkfest in Hildburghausen
    • Pension Schmitt
      Geheimtipp für Freunde der volkstümlichen Komödie: Der Veilsdorfer Theaterverein führte im Rathaussaal der Gemeindeverwaltung zum vorerst letzten Mal seine Inszenierung „Pension Schmitt“ auf. All die Enttäuschten, die keine Karten mehr bekommen haben, brauchen aber nicht zu verzagen!

      Da soll noch mal einer sagen, auf dem Lande gebe es keine Kultur! Der Verein „Die Laberkäuer“ hat seit 2001 bereits sieben Schwänke und Volksstücke auf die Bühne gebracht. Alle vor ausverkauftem Haus. (Für die, die nicht fränkischen Volksmund sprechen: Laberkäuer kann mit Dummschwätzer übersetzt werden.) Zunächst präsentierten sich die Laienspieler unter dem Dach des Heimatvereins Schackendorf und im vergangenen Jahr haben sie nun eine eigene Gemeinschaft gegründet. Der einprägsame Name gibt gleichzeitig das Programm vor: Südthüringisch-fränkische Kultur und Sprache wollen die 30 Enthusiasten unters Volk bringen und dabei gleichzeitig die Theatertraditionen in der Region hochhalten. Auch der Dreiakter am vergangenen Samstag wurde wieder mit stehenden Ovationen gefeiert. Der Autor Andreas Heck und der Regisseur Hans-Jörg Rehfeld sowie 11 Schauspieler strapazieren mit Irrungen und Wirrungen in einem ländlichen Hotelbetrieb die Lachmuskel der Zuschauer (Siehe Video!). Wegen dem ungebrochenen Interesse haben sich die Laberkäuer entschlossen, am Silvesterabend eine Zusatzvorstellung zu geben. Die Karten können online über www.laberkaeuer.de bestellt werden.
    • Personalmanagement im öffentlichen Dienst
      Der private Jobmarkt boomt, aber in den Rathäusern hält man sich weiter mit Stellenangeboten zurück. Warum?
    • Pfingsttreffen auf dem Feldstein
      Lengfelder und Gäste auf sagenumwobenen Hausberg: 16 hier zusammengeschlossene Dörfer haben sich nach einem geologischen Naturdenkmal nahe der Werra benannt. Der Basaltfelsen ist nicht nur beeindruckend, unter ihm lässt es sich auch trefflich feiern. Seit über hundert Jahren pilgern ganz früh am Pfingstmontag die Massen auf den von weitem eher unscheinbaren Berg. Auf seinem Gipfel aber thront ein mystischer Felsen, den ein Vulkan vor 15 Millionen Jahren und der Bergbau der vergangenen Jahrhunderte hinterlassen haben. Er zog die Menschen schon immer magisch an und natürlich haben sie ihn mit einer Sage bedacht: Den riesigen Stein habe der Teufel vor Wut auf die Erde geschleudert, weil er sich um eine Wette betrogen fühlte. Ein böser Ritter auf den nahen Gleichbergen wollte seine Tochter einem edlen Recken nicht zur Frau geben. Um sich zu schützen, überredete er den Teufel, über Nacht seine Burg mit einem dreifachen unüberwindlichen Steinwall zu umgeben. Wenn er es bis zum ersten Hahnenschrei schaffen würde, sollte er die Tochter als Preis bekommen. Der Teufel hatte ganz schön zu schuften, aber im Morgengrauen flog er schon mit dem gewaltigen Schlussstein an. Die Amme aber schlich sich mit einer Kerze in den Hühnerstall und der Hahn fing an zu krähen. Der Teufel schmiss den Stein zu Boden und holte sich statt der Jungfrau den alten Haudegen. Das alles aber schreckt die Menschen heute nicht mehr ab. Manchmal kommen Pfingsten bis zu 2000 Leute auf den Teufelsstein, wie der Basalt auch genannt wird. Das Volksfest mit Blasmusik, Bier und Bratwurst hat sich als feste Tradition in der Region verankert. Nur zu DDR-Zeiten gab es mal eine kurze Pause: Immer mehr Hippies von Rostock bis Suhl waren zum Feiern angereist, was den Ansässigen auf die Nerven ging. Als die wegblieben, ging es munter weiter. Übrigens ist der Spuk am Nachmittag wieder vorbei. Der imposante Fels im Wald liegt ruhig und verlassen da, als wäre nichts gewesen. Er gehört übrigens – amtlich anerkannt - zu den bedeutendsten Geotopen Deutschlands.
    • Phönix Fire Convention
      Der Feuervogel flog, brannte, stürzte aber nicht ab: Feuerkünstler aller Couleur und aller Herren Länder trafen sich vom 30. August bis 1. September im Freizeitpark am Rande der Berggemeinde Waffenrod.

      Ein buntes Völkchen war da angereist, mit Zelt, sphärischer Musik, sperrigen Geräten und viel brennbarer Flüssigkeit. Drei Tage lang lernten, experimentierten und probten 150 zumeist jungen Leute wie man möglichst effektvoll das extremste aller Naturelemente in einer Show einsetzen kann, ohne sich und anderen Schaden zuzufügen. Hannes Kappe, einer der Organisatoren erklärte aber, dass die Feuertemperatur hier weit unter den normalen Brennpunkten liege – also keine wirkliche Gefahr. Außerdem steht vor dem Anzünden das langwierige Einstudieren des Auftrittes. So wurde in dutzenden Workshops jongliert, getanzt, gepeitscht, Akrobatik betrieben und Tricks ausgetauscht. Am Samstagabend dann gab es eine öffentliche Open-Air-Show für die Menschen aus der Region, die sich auch von einem leichten Nieselregen nicht abhalten ließen. Hell leuchtete die Arena am Waldrand im Feuerschein der vielen Akts. Die Zuschauer waren begeistert und fragten sich, warum die Künstler überhaupt trainieren mussten.
    • Pilzausstellung in Eisfeld
    • Pitztal Alpin
      So richtig lange Pisten bietet der Thüringer Wald nicht. Mit der Schneehöhe ist das auch so eine Sache. Also muss der skiwütige Einheimische in die Ferne schweifen...
    • Poesiesommer in Kloster Veßra
    • Praxis ist eben anders
      Polnische Schüler lernten am Metallausbildungszentrum Eisfeld:
      Eisfeld (HH) - 16 polnische Schüler absolvierten eine zweiwöchige Ausbildung am Hildburghäuser Bildungszentrum (HBZ). Dabei ging es um mehr, als nur einen Ortswechsel.
      Schon lange pflegt das HBZ intensiven Kontakt mit Polen im Rahmen des europäischen Austauschprogramms ERASMUS. Die meisten der Gastschüler diesmal lernen Mechatroniker mit Abitur am Technikum in Posen. Bei unserem östlichen Nachbarn aber gibt es keine duale Ausbildung von Theorie und Praxis wie bei uns. Hier nun lernten die Schüler im CAD-Labor, wie eigene Werkstücke mit einem Grafikproramm konstruiert werden, um sie später am 3-D-Drucker zu modulieren oder an der CNC-Fräsmaschine in der Werkhalle zu produzieren. Der lange Arbeitsalltag an einer deutschen Berufsschule war dabei für die Kids nicht immer ganz einfach. Das aber wurde kompensiert durch den Kontakt zu den 120 deutschen Jugendlichen, die derzeit das Metallausbildungszentrum durchlaufen sowie die Besuche in den Partnerbetrieben des HBZ. Zusätzlich gab es noch ein Freizeitprogramm mit Reisen zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen. So konnten die Sprachkenntnisse verbessert und Land und Leute besser verstanden werden. Früher waren auch viele Lehrlinge aus dem Landkreis Hildburghausen nach Polen gefahren, aber heute fehlt es einfach an genug Leuten, sagt der Geschäftsführer des HBZ, Kai Michaelis. Der Fachkräftemangel bestimme derzeit die Strategie seiner privaten Ausbildungseinrichtung. So soll der Aufenthalt der polnischen Abiturienten am modernsten Metallzentrum in ganz Südthüringen nicht nur deren Gewinn sein. Man hofft, dass einige Auszubildende sogar hier bleiben. Interessenten an Praktikumsplätzen haben sich schon gemeldet.


    • Preisvergabe in Geisa
      Der Point Alpha Preis 2011 ging an den ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Felipe González. Großer Bahnhof also in der kleinen südthüringischen Stadt.
    • Prinz Chaos in Suhl
    • Projektzirkus in Schleusingen
      Schüler gestalten Manege-Programm: Wer denkt, Kinder interessieren sich nur noch für Fernsehen und Playstation, der hätte diese Woche die Begeisterung der Kids an der hiesigen Grundschule erleben sollen.

      Der 1. Ostdeutschen Projektzirkus unter seinem Direktor Andre Sperlich hatte sein Zelt direkt auf dem Schulhof aufgebaut. Vier Tage lang ließ die Schulleiterin Frau Meier den üblichen Unterricht ausfallen, damit die Kinder Zirkusluft schnuppern konnten. Aber nicht als Statisten und Hilfskräfte wie in anderen Mitmach-Fahrgeschäften. Alle 160 Schüler wurden drei Tage lang von den 10 Zirkusleuten als Artisten und Dompteure angelernt und dann in einer professionellen Vorstellung für Eltern und Verwandte als Hauptdarsteller eingesetzt. Dabei lernten die Kids nicht nur Kunststücke mit Pferden und Schlangen, am Trapez zu turnen, oder sich als Clown in Szene zu setzen, sondern auch Sozialkompetenzen, wie Teamgeist, Zielstrebigkeit, Disziplin und Motivation. Am wichtigsten war allen wohl das Selbstbewusstsein vor großem Publikum. 120 solcher Schulprojekte gestaltet der Zirkus jedes Jahr, immerhin bereits in der sechsten Saison. Dabei ist das Unternehmen mit drei Zelten unterwegs und bietet in den Ferien auch Zirkus-Camps an. Es zeigt damit beispielhaft, wie Traditionelles weiter gegeben werden kann. Denn so laut wie in der vergangenen Woche, wird der Jubel auf dem Gelände der altehrwürdigen Grundschule „Gerhard Hauptmann“ wohl noch nie gewesen sein.
    • Protestwandern gegen Pumpspeicherwerk
    • Provence Teil 1
      Wenn Südthüringer in den Urlaub fahren, suchen sie vor allem das, was sie zu Hause nicht haben: Sonne, Wasser und südländische Schönheiten.
    • Provence Teil 2
      Wenn Südthüringer in den Urlaub fahren, suchen sie vor allem das, was sie zu Hause nicht haben: Sonne, Wasser und südländische Schönheiten.
    • Provinzschrei in Hibu
    • Provinzschrei integrativ
    • Puppenspieler
      Ein Besuch bei Kolja Liebscher, Puppenspieler und Schattenanimateur aus Schleusingen.
    • PVC-Branche stellte neue Selbstverpflichtung vor
      Kunststoffe sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und ihre Umsatzzahlen steigen weltweit. Trotzdem steht das Material immer mal wieder in der Kritik: Im Hotel auf der Wartburg gingen die europäischen Hersteller mit ihrer Nachhaltigkeitsinitiative „VinylPlus“ vor Fachkreisen in die Offensive: Vielfältige und vor allem abrechenbare Vorhaben sollen bis 2020 die Umwelteinflüsse von PVC weiter reduzieren, sein Recycling forcieren und Energie bei der Herstellung einsparen.
      Diese PR-Strategie betreibt der Verband „PVC und Umwelt“ bereits seit den 1990er Jahren erfolgreich: Ihr Geschäftsführer, Werner Preusker, machte Probleme und Hintergründe öffentlich, brachte Befürworter und Gegner an einen Tisch, organisierte europaweite Standards und Emissionsgrenzwerte und setzte einen Maßnahmenkatalog um, der selbst von Umweltaktivisten anerkannt wurde. Dabei wurde die Vorgängerinitiative Vinyl 2010 ins Leben gerufen, die Einiges in Sachen Umweltschutz auf den Weg gebracht hat: Der Ausstoß von Chlor und Vinylchlorid in die Luft wurde um 90 Prozent gesenkt; man Baute eine europaweite Infrastruktur für das Sammeln und Recyceln von mehr als 250.000 Tonnen PVC im Jahr auf, obwohl viele das Material anfangs als „nicht recycelbar“ eingestuft hatten. Die modernste und größte Verwertungsanlage dieser Art - die VEKA Umwelttechnik GmbH - steht in Hörseltal-Hainich, Ortsteil Behringen. Ihr Geschäftsführer, Norbert Bruns, stellte die vollautomatische Anlage zum Recycling von Kunststofffenstern vor: Das entglaste Rahmenmaterial wird geschreddert, sortiert und wieder in Kunststoff-Granulat verwandelt. Die Materialqualität muss dabei so hoch sein, dass wieder Fensterprofile herstellt werden können. Dr. Josef Ertl, Vorsitzender von VinylPlus und selbst Geschäftsführer der PVC-Firma Vinnolit GmbH nannte bei dem Rundtischgespräch auf der Wartburg wichtige Eckdaten der VinylPlus-Vorhaben bis 2020: Dazu gehört das Recycling von nun 800.000 Tonnen PVC pro Jahr, wovon alleine 100.000 Tonnen durch innovative Technologien erreicht werden sollen. Außerdem wollen die Kunststoff-Hersteller ein neues Zertifizierungs-System einführen, dass Kunden die Möglichkeit gibt, nachhaltig produziertes PVC zu erkennen und einzusetzen.
    • Qutdoor Cuba
    • Radwegekirche in Häselrieth
      Zum ersten Tag der Radwegekirchen der evangelsichen Kirche in Mitteldeutschland wurde prompt das 1. entsprechende Gotteshaus am Werratal-Radweg geweiht.
    • Rallye-Sieger Dobberkau
      Der Rennfahrer aus Südthüringen konnte damals, als er auf Porsche umstieg, nur hoffen, einmal die Deutsche Rallye-Serie (DRS) zu gewinnen. 2010 hat er es geschafft.
    • Ramelow und Scherzer lesen
    • Rassekaninchen in Crock
    • Red Hand Day in Schleusingen
    • Regionalausscheid im Melken
      Der Milch im Supermarkt sieht man nicht an, was für ein extremer Aufwand für ihre Erzeugung betrieben werden muss. Die besten 3 Jungmelker Südthüringens wurden gestern im Milchwerk Wiesenfeld durch Landwirtschaftsamtsleiter Bernd Leidenfrost ausgezeichnet. Aber auch für die anderen 13 Teilnehmer war der Wettbewerb ein Gewinn. Denn sie wissen, was es heißt, eine Tasse Milch zu trinken.
      Den ersten Platz belegte Michaela Luthardt, von der Milchland GmbH Veilsdorf. Fast gleichauf folgte Anne Bartnik, von der Agrargenossenschaft Queinfeld und Christian Merz, ebenfalls Veilsdorf. Sie sollen jetzt zum Thüringer Landesausscheid im Melken delegiert werden. Bereits am 25. Oktober waren die jungen Land- und Tierwirte in der Waisagrund Agrar GmbH Crock gegeneinander angetreten. Sie kamen aus 12 unterschiedlich ausgerichteten landwirtschaftlichen Betrieben südlich des Thüringer Waldes. 200 Kühe waren für den Ausscheid ausgewählt worden, um annähernd gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. In zwei parallel verlaufenden Gattern mussten jeweils 12 Kühe nach Zeit gemolken werden – die Milchqualität aber immer als oberster Bewertungsmaßstab. 160 Punkte konnten erreicht werden, für Umgang mit der Melktechnik, Sauberkeit, tiergerechte Handhabung, chemische Analyse der Milch und theoretisches Wissen. Der Ehrenvorsitzende der Thüringer Melkergemeinschaft, Gerhard Wolfschmidt, schätzte die Vorbereitung der Teilnehmer sehr differenziert ein. Während der Auszeichnungsveranstaltung gestern in den Milchwerken Oberfranken konnten Teilnehmer und Gäste den weiteren Weg der Milch unter Augenschein nehmen. In dem modernen Verarbeitungswerk wird unter maximalen hygienischen Anforderungen Frischmilch und Käse erzeugt. Obwohl die Produktion fast automatisch abläuft, sind für jeden erzeugten Liter Milch immer noch mehr als ein halber Liter Wasser notwendig. Qualität beim Melken ist da entscheidend und somit ein Muss für die jungen Bauern.
    • Regionaltierschau in Rieth
      Gleichzeitig feierte das Agrarunternehmen Wirsching 20 jahriges Bestehen.
    • Reisemesse in Erfurt
    • Reiten, Jagen, Fischen
      Die Messe für Natur, Reiten, Jagen und Fischen 2012 fand wie jedes Jahr in Erfurt statt.
    • Rekommunalisierung
      Vor Jahren wurden viele Stadtwerke unter dem Gesichtspunkt Effektivität und zusätzliches Kapital deutschlandweit privatisiert. Dabei haben sich nicht immer die Erwartungen erfüllt. Nun scheint ein entgegengesetzter Trand die Kommunalpolitik zu bestimmen. Auf dem Petersberg bei Königswinter diskutierten Experten dieses Phänomen.
    • Ringen und Tanzen in Zella-Mehlis
    • Rock und Pop in Hildburghausen
      Zum 12. Mal Kneipenfest: Wenn Musikanten in Wirtshäuser einziehen, ist Stimmung eigentlich vorprogrammiert. In der Südthüringischen Kreisstadt ging es zwar ganz langsam los, dann aber steppte der Bär.

      Acht Gaststätten standen dem Feierwütigen am Samstagabend zur Auswahl. Er musste nur einmal 10,- Euro bezahlen und konnte dann alle bespielten Lokale besuchen. In der Szenenkneipe Brumby beispielsweise röhrte Jule Werner und REHAB, in der Brasserie am Markt sang der Gitarrist HPG aus Gera und im Remmi-Demmi traten Altrocker als Doublepack auf. Zur einzigen Spielstätte außerhalb, der Bikerkneipe Route 66, fuhr ein Shuttle-Bus. Dort konnte man die Rockerband Fortune Teller erleben. Rund ging es aber auch mit der Gruppe Basic Beats in der Wacholderschänke, mit dem Entertainer Troopy im Königsapfel, der Sängerin Mercedes Paulus und Co. im Thüringer Hof und - but not least mit dem Gitarristen Michael Leser im Hotelrestaurant Verde. Das Kneipenfest wurde vom AC-Management aus Plauen organisiert, die sich im Vogtland und in Thüringen damit bereits einen Namen gemacht haben. Der Unterschied zu den musikalischen Bierfesten in Großstädten: Hier geht es noch gemütlich, urwüchsig und übersichtlich zu. Der Stimmung muss das keinen Abbruch tun.
    • Rudolf Kaiser
      Portrait eines genialen Flugzeugkonstrukteurs
    • Rund um den Kickelhahn
      Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks: Ilmenau (HH) – Egal wie das Wetter ist: Eine Wanderung auf den Hausberg der Universitätsstadt bringt nicht nur Fitness, sondern auch Einblicke in die Historie der Region.
      Der Kickelhahn ist ein 861 Meter hoher Bergrücken am Nordrand des mittleren Thüringer Waldes. Er ist der Hausberg von Ilmenau und selbst bei Hochschnee und Nebel lohnt sich eine Tour hinauf. Unterhalb des Aussichtsturms von 1855 steht eine Gaststätte, die sogar täglich geöffnet hat. Die Wege sind gut ausgeschildert und führen nicht weit ab zu den ausgegrabenen Ruinen eines herzoglichen Jagdhauses. Highlight nebenan: das so genannte Goethehäuschen. Das hat der Dichterfürst mehrfach mit seiner Anwesenheit geadelt, auch mit Charlotte von Stein und seinem Herzog Carl August von Sachsen-Weimar. Hier hat er 1783 auch sein berühmtes Gedicht „Über allen Gipfeln ist Ruh…“ geschrieben. Goethe war damals Bergbauminister und hatte oft die Manebacher Steinkohlengruben am Westhang des Bergs zu inspizieren. Daran erinnert nicht nur ein bergbaulicher Lehrpfad sondern auch der Goethewanderweg. Der heutige Name des Kickelhahns stammt aus dem 18. Jahrhundert. Zuvor wurde er Cammerberg genannt. Auf halber Höhe zum Gipfel streift man erst den kleinen- und dann den Großen Hermannstein. Der Fels ist unterhöhlt und soll unserem Nationaldichter oft als Unterschlupf fürs Zeichnen und Schreiben gedient haben. Im 14. Jahrhundert stand hier eine Ritterburg und noch heute haben Bergsteiger und Wanderer gleichermaßen eine allesbeherrschende Aussicht.
    • Saisonstart in Oberhof
      Ideale Wintersportbedingungen am Rennsteig: Sonnenschein, minus 8 Grad Celsius und 30 cm Neuschnee lockten vergangenen Samstag viele Freizeitsportler und Familien auf die Höhen des Thüringer Waldes. Dort war man auch auf den Ansturm vorbereitet. Alle Sportanlagen und Freizeitveranstalter hatten geöffnet. Die Lifte auf beiden Abfahrtspisten waren in Betrieb und für die Langläufer sollen etwa 140 km vorgespurt worden sein. Pferdeschlitten waren unterwegs, die Ausleihgeschäfte liefen an und auch die Skischulen nahmen ihren Unterricht auf. Überall sah man lachende Gesichter, trotz des Schnees viele Wanderer und auch die Gaststätten wurden gut besucht. Trotzdem gab es in den Loipen noch viel Platz und sogar Parkplätze waren noch frei. In der Ski-Arena wird bereits für die Tour de Ski am 29. Dezember gewerkelt. Die Rodelbahn scheint bereits für die Europameisterschaften am 12. Januar präpariert. Schade nur, dass die weiße Pracht die Baubrachen im Ortszentrum nicht ganz verdecken kann und an der Therme immer noch gebaut wird.

    • Sächsische Schweiz anders
      Ausflugstipp für Natur-, Sport- und Geschichtsfreaks: Jeder kennt sie – und das ist das Problem. In der Saison strömen Tausende Touristen dichtgedrängt über die Felskuppen der Bastei. 10 Meter daneben - ist man allein. Menschenmassen und Idylle gehen eben schlecht zusammen. Doch jeder will verständlicherweise die romantischen Traumgebilde sehen: die Festung Königsstein, Rathen, das Kirnitztal. Schon am Lilienstein aber, noch mit dem Auto zu erreichen, wird es dünn. Im Nationalpark um den Großen Winterberg ist man dann fast schon allein. Sammeln tut es sich da nur noch an den Gaststätten. Um die Tschirnsteine trifft man dann niemanden mehr: Stundenlanges Ergehen in grandioser Natur mit Entdeckergefühl inklusive. Die Geologen sagen Elbsandsteingebirge, Sächsische Schweiz der Fremdenverkehr. Die Namen kamen aber erst im 19. Jhd. auf, als die Berge von Romantikern mit Sendungsbewusstsein entdeckt wurden. Schon in der Steinzeit verschanzten sich Menschen auf den Felsen, wie am Pfaffenstein noch unüberbaut besichtigt werden kann. Im Mittelalter stritten Slawen und Sachsen um die Region. Ihre Burgen und Siedlungen sind noch schön auf dem Hohnstein zu erkennen. Die Elbe galt da noch als wichtigste Einfallschneise nach Böhmen. Damals aber hatten die Menschen kaum Möglichkeiten, sich gegen Hochwasser wie in Bad Schandau heute zu schützen. Der Elberadweg bietet die Schönheiten der Natur aus unangestrengter Entfernung. Doch nicht überall ist Biken erlaubt, wie zum Beispiel im Polenztal. Die schroffen Felsen hier wollen natürlich auch per Seil erobert werden – Klettern hat in der Sächsischen Schweiz eine lange Tradition. Übrigens: Das Elbsandsteingebirge hört an der tschechischen Grenze nicht auf. Dahinter geht es genauso beeindruckend weiter…

    • Sängertreffen in Haubinda
    • Südthüringen - Land der Ideen
      Zweite Runde einer cleveren Förderinitiative: Unter dem Motto: „Dörfer in Aktion“ wurden jetzt erneut innovative Gemeinschaftsprojekte in kleinen Kommunen mit jeweils 3000,- Euro gefördert. Der Veranstaltungsort in der Brauerei Dingsleben war bewusst gewählt. Von hier aus sind schon einige dieser Projekte finanziell unterstütz worden.
      Im Gegensatz zu den früheren Auszeichnungsveranstaltungen nahm die Jury der regionalen Arbeitsgemeinschaften LEADER keine Abstufungen der Ideen mehr vor. Alle Vorhaben wurden gleichrangig behandelt. Im Bereich Hildburghausen/Sonneberg übergab Knut Rommel, vom Landesentwicklungsamt in Meiningen, die Zuschüsse an folgende Vereine: Um Naturerlebnisse im Mittelgebirge auch behinderten Menschen erlebbar zu machen, schaffte der Naturpark Thüringer Wald so genannte E-Biks an. Der Fotoclub Themar/ Hildburghausen will mit dem Geld einen Bilder-Wettbewerb für Kinder ausloben und der Verein „Themar trifft Europa“ e.V. wird einen Rastplatz für Fahrradfahrer gestalten. Die christliche Gemeinde von Häselrith hat vor, aus ihrer St. Wigbert-Kirche die erste durchgängig geöffnete Radwegkirche am Werratalradweg zu machen. Eine neue Kulisse für das beliebte Kindertheater baut das Naturtheater Steinbach/ Langenbach und der Verein „Ländliche Traditionen“ aus Sonneberg schafft 2 neue Trachten für seine jugendlichen Mitglieder an. Die Vielschichtigkeit der geförderten Maßnahmen dabei hat durchaus System. Viele Initiativen auf dem Land würden an wenigen fehlenden Euro scheitern, sagt der hiesige AG-Vorsitzende Albert Seifert. Hier konnte die Fördermaßnahme „Dörfer in Aktion“ schon oft Abhilfe schaffen. Deshalb soll sie auch weiter geführt werden.
    • Südthüringer Bauern beginnen mit der Ernte
      Ertragserwartungen liegen im deutschen Trend: Die Agrarbetriebe südlich des Rennsteiges gehen von einer guten Ernte aus. Trotz der teilweise erfrorenen Saat im Februar, habe das wechselhafte Wetter 2012 noch die Wende geschafft.

      Volker Ehrlicher, Vorstandsvorsitzender der Agrarprodukt Sonneberg e.G. gibt nach den ersten Erntetagen eine durchweg positive Prognose ab: Raps und Wintergerste – bereits fast vollständig eingefahren – haben mehr gebracht, als erwartet. Besonders auf den Weiden sei das Futter immer wieder nachgewachsen, so dass die Landwirte trotz ihrer riesigen Silos gar nicht mehr wissen, wohin mit all dem Grün. Die Großbetriebe in Südthüringen – hervorgegangen aus den LPG`s der ehemaligen DDR - setzen seit der Wende vorwiegend auf ökologische Massentierhaltung mit Selbstversorgung. Diese Mischung habe sich bewährt. Wegen der reichen Futterernte muss in diesem Jahr nichts dazu gekauft werden. Auch ihre Kollegen im übrigen Teil der Bundesrepublik erwarten eine gute Ernte. Der Bauernverband rechnet bei Gerste und Raps mit einer Ertragssteigerung von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Beim Winterweizen, der wichtigsten Getreidekultur in Deutschland, sehe es nicht so gut aus. Zwar seien erst ein Fünftel der Flächen abgeerntet, aber die Kälte im Winter habe den Bestand doch merklich ausgedünnt.
    • Schüler und Natur
      Umwelttag am Hennebergischen Gymnasium
    • Schülerfreiwilligentag
      Im Landkreis Hildburghausen ist es schon zur Tradition geworden, dass Schüler an einem bestimmten Tag im Jahr freiwillig in gemeinnützigen Einrichtungen arbeiten. Der Film wurde gemeinsam mit Rennsteig-TV gestaltet.
    • Schieß-Europameisterschaft in Suhl
    • Schiffsreise auf der Donau
      Mal nicht Einkaufsstress und Plätzchenpacken, sagen sich viele Leute. Für sie halten die Reisebüros im Freistaat ein breites Angebot von Gruppen- und Individualreisen bereit, für die Vorweihnachtszeit, über die Feiertage und ins neue Jahr hinein.

      Familie Bischoff aus Ilmenau hat bereits das Hotelschiff Amethyst auf seiner Reise von Regensburg nach Nürnberg getestet. Das ist ein modernes, über einhundert Meter langes Hausboot, auf dem man gehobenen Vier-Sterne-Hotelkomfort, Schifffahrtsromantik und Reiselust miteinander verbinden kann. Von der dreiundvierzigköpfigen Crew an Bord können knapp 200 Gäste betreut werden. Die Fahrt führte durch die fränkische Alb, zunächst die Donau entlang, um dann in den Rhein-Main-Donaukanal nach Norden abzubiegen. 13 Schleusen waren zu überwinden, alte Burgen und verträumte Dörfer gab es zu sehen, mystisch neblige Flussauen, Wälder und schroffe Felsen. Die Herbstsonne in schneeloser Flusslandschaft tat der Adventsstimmung keinen Abbruch. Die Reisegäste machten eine Stadtführung in Regensburg, besuchten den Weihnachtsmarkt auf Schloss Turn und Taxis, auf dem Schiff gab es Empfänge, Tanz, Wellness und Schlemmen ohne Ende. Ein rühriges Hotel- und Schiffspersonal verwöhnte mit Charme und Überraschungen. Ines und Jens Bischoff aus Thüringen können nun entspannt dem Weihnachtswirbel entgegen sehen.
    • Schiller in Meiningen Teil 1
      Was gibt uns der Dichterfürst heute? Einer jungen Frau aus der Theaterstadt hat er Erfüllung, Arbeit und jede Menge Spaß gebracht.
    • Schiller in Meiningen Teil 2
      Was gibt uns der Dichterfürst heute? Einer jungen Frau aus der Theaterstadt hat er Erfüllung, Arbeit und jede Menge Spaß gebracht.
    • Schillingsschmiede
    • Schleusingen ist bunt
    • Schleusingen Teil 1
      Die Provinzstadt ist die älteste mittelalterliche Residenz in Thüringen. Dabei hatten die Henneberger Grafen mehr den fränkischen Raum im Blick. Zeitweise gehörten sie zu den ganz großen Fürsten im Deutschen Reich.
    • Schleusingen Teil 2
      Die Provinzstadt ist die älteste mittelalterliche Residenz in Thüringen. Dabei hatten die Henneberger Grafen mehr den fränkischen Raum im Blick. Zeitweise gehörten sie zu den ganz großen Fürsten im Deutschen Reich.
    • Schleusinger Blätter
      10 Jahre Präsentation alter und neuerer Geschichte: Am vergangenen Samstag feierten die Bürger der alten Residenzstadt die Jubiläumsausgabe ihres regionalen Geschichtsalmanachs.
      Das war zwar dicker als sonst, aber trotzdem hatten die Autoren wieder mächtig kürzen müssen. Denn das vierköpfige Redaktionsteam Peter Nestler, Leopold Mosojewski, Helmut Billeb und Udo Jacobs wollen nur Qualität zulassen, wozu nicht nur geschichtsträchtiger Inhalt zählen, sondern auch recherchesichere Dokumentation und Unterhaltung. Schließlich sollen auch jüngere Leser angesprochen werden. Die Vergangenheit ist zwar wieder „In“ und mit 70 ehrenamtlichen Autoren hat man auch keinen Mangel, aber in Zeiten der modernen Medien muss man sich etwas einfallen lassen. 5,- Euro kostet das Heft zum Selbstkostenpreis. Doch die Redakteure scheinen in jeder Weise den Ton und Geschmack ihrer Bürger zu treffen – auch als Veranstalter: So voll war die Freilichtbühne des Künstlerhofes Roter Ochse selten. Die „Breitenbacher Heimatstube“ präsentierte Mundart und Brauchtum aus Südthüringen, das Gethleser Kabarett „Die Weinbergschnecken“ gaben Sketche aus ihren neuen Programm zu Besten und die seit einem Jahr neu formierte Big Band der Schleusinger Stadtkapelle swingte durch den Abend. Sogar der Liebe Gott hatte ein Einsehen: Das beständig leise Donnergrollen entlud sich erst am Ende des Programms in einen Regenguss, als die Redaktion verkündete, nunmehr die letzte Ausgabe geschrieben zu haben und aufhören wollen. Das wäre wieder ein Stück Kulturgut in Schleusingen weniger und sicher ist darüber noch nicht das letzte Wort gesprochen worden.
    • Schleusinger Blätter
    • Schlittenhunderennen in Masserberg
      Auf der Trans Thüringia 2009 gleicht der Thüringer Wald den Weiten Kanadas.
    • Schloss Bertholdsburg
      Ferienkinder erkunden heimatliche Geschichte: Schleusingen – Regelmäßig in den Ferien verwandelt sich Rosika Hoffmann, verantwortlich am Naturhistorischen Museum für Regionalgeschichte, in Mechthild von Henneberg, geborene von Baden, und erzählt im historischem Gewandt über ihr Leben und „ihre“ Burg.
      So soll trockene Historie besser von den Jüngsten verstanden werden. Bekannt ist die bestens erhaltene Burganlage allen, dominiert sie doch die alte Residenzstadt am Fuße des Thüringer Waldes. Sie wurde 1226 von Poppo VII. aus dem Grafengeschlecht derer von Henneberg am Zusammenfluss von Erle und Nahe errichtet. Die Grafen waren alter fränkisches Adel, der vermutlich von den berühmten Popponen abstammt und 1078 erstmals erwähnt wurde. Sie kamen mit der Ostkolonialisierung gegen Ende des 11. Jahrhunderts in unsere Gegend. Die Henneberger dehnten im Laufe der Jahrhunderte ihr Herrschaftsgebiet bis zum Main und über den Rennsteig hinweg aus. Als ihre Herrschaft 1274 in drei Linien zerfiel, machten die Grafen von Henneberg-Schleusingen die Bertholdsburg zu ihrem Stammsitz. Bedeutendster Vertreter war Berthold VII., Berater des Kaisers und Verwalter der Mark Brandenburg, der später in den Fürstenstand erhoben wurde. Unter Wilhelm VI. erhielt die Anlage um 1500 ihr heutiges Aussehen im Stil der Renaissance. Im Jahr 1583 starben die Henneberger im Mannesstamm aus und die Gebiete um Schleusingen und Suhl fielen an die Sachsen. Sie wurden aber weiterhin von der Bertholdsburg aus verwaltet, auch als das Land nach den Napoleonischen Kriegen an Preußen ging. Heute wird das Schloss von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten verwaltet. Es beheimatet ein naturhistorisches und ein heimatgeschichtliches Museum. All diese dürren Zahlen brachte Rosika Hoffmann den Schülern auf dem Rundgang lebendig und erlebnisintensiv nahe. Nach ihren Erfahrungen bleibt bei Kindern mehr hängen, als bei Älteren.
    • Schloss Kromsdorf
      Unmittelbar nordöstlich an die Klassikerstadt Weimar grenzt ein Kleinod, das deren künstlerischen Geist quasi in die Natur zu tragen scheint.

      Insidern ist das Schloss mit seinem Park und der einmaligen Sammlung von Steinbüsten in der Umfassungsmauer natürlich bekannt. Ritter der Pedale schätzen die Gastlichkeit der Wirtsstube im Schloss am malerischen Ilmtal-Radweg. Freunde des Rebensaftes genießen den Expertenrat an der Weinstraße nahe Schloss Tiefurt. Kunstliebhaber hingegen schätzen das Freizeitangebot auf Schloss Kromsdorf. Konzerte, Ausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen – alles präsentiert in einer kleinen Gemeinde, ohne sich von dem prallen kulturellen Angebot Weimars beeindrucken zu lassen.
      Seit Ostern 2011 hat sich auch ein neuer Künstler angesiedelt: Gernot Ehrsam aus Kaltennordheim in der Rhön, Bildhauer in Holz, Stein und Metall. Er gab sein Debüt mit einer Ausstellung und einer Tanz-Performance in der Schlosskapelle.
      Gaststättenchef Thomas Teschner verspricht in nächster Zeit ein umfangreiches kulturelles Angebot: Pfingsten schon präsentiert sich das hier ansässige kreative Kinderhaus, am 29. Mai findet eine Vernissage mit dem Maler Rainer Pagel statt, Juni, Juli wird es eine Lederausstellung mit Gabriele Trillhaase geben, im Mai ein Kunsthandwerkermarkt und nicht zu vergessen sind die regelmäßigen Konzerte des ebenfalls hier beheimateten Volkschores.

    • Schmiedefest in Steinbach-Hallenberg
      Künstler und Handwerker im Metallmuseum
    • Schmiedefeuer am Rennsteig
      Am Bahnhof Rennsteig bei Schmiedefeld fand schon zum 6. Mal das traditionelle Schmiedefeuer statt. Neben den Einblicken in verschiedene Schmiede- und Glaskünste konnten die Besucher auch an den Sonderfahrten mit den historischen Zügen des Vereins " Dampfbahnfreunde mittlerer Rennsteig" teilnehmen.
    • Schneekopftreffen
    • Schneeskulpturen in Masserberg
    • Schneewittchen und die sieben Zwerge
      Eltern spielen für den Kindergarten Theater: Volles Haus und viel Geschrei im Künstlerhof Roter Ochse bedeuten immer, dass Kinder zu Gast sind, die jede Menge Spaß haben.
      Es ist schon zu einer guten Tradition geworden, dass Eltern für ihre Kids im hiesigen Kindergarten Märchen inszenieren und aufführen. In diesem Herbst sind es die Gebrüder Grimm mit der berühmten Geschichte vom vergifteten Apfel. Die Reaktionen der Kinder zeigen: auf schauspielerische Qualitäten kommt es dabei überhaupt nicht an. Sie sind derart bei der Sache, dass man nicht unterscheiden kann, wer mehr Vergnügen an der Vorstellung hat: die Laiendarsteller oder ihre Jüngsten. Vergleichbare Emotionen (Siehe Video!) sind vor dem Fernseher bestimmt nicht zu erwarten. Der Andrang war so groß, dass zwei Vorstellungen gegeben werden mussten. Der Erlös der Eintrittsgelder und vom Küchenbuffet wird dem Kinderhospiz Tambach-Dietharz und dem Schleusinger Waldkindergarten gespendet.
    • Schutzengel für die Autobahntunnel
      Unter dem Motto "20 Jahre Thüringer Polizei und 5 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit der Behörden zur Gefahrenabwehr, öffnete das Gefahrenabwehrzentrum Suhl/ Zella-Mehlis seine Türen für Besucher und Schaulustige. Alle Behörden, welche im Gefahrenabwehrzentrum seit nunmehr fünf Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, stellten sich vor. Darunter die Verkehrspolizeiinspektion, Feuerwehr, Rettungleitstelle, Diensthundestaffel usw. Außerdem konnte man einen Einblick in die Zentrale Betriebsleitstelle werfen, welche sämtliche Autobahntunnel des Freistaates Thüringen überwacht. Für die Unterhaltung sorgte das Polizeimusikkorps der Thüringer Polizei.
    • Schwarzbiernacht in Suhl
      Große Party mit etwa 7.000 Besuchern: Am Pfingstsamstag feierten die Südthüringer und ihre Gäste rund um das Concress Centrum Suhl ein großes Kneipen- und Live-Musikfest. Fast schien das Areal zweckentfremdet – gilt die Herbert-Roth-Stadt doch sonst eher als Hochburg der ostdeutschen Volksmusik. Schon um 18.00 Uhr gab es ein Auftaktkonzert mit der britischen Rocklegende Electric Light Orchestra und dem BERLIN STRING ENSEMBLE. Anschließend strömten die Massen in 26 umliegende Kneipen, Hotels und sogar Museen. Dort spielten Bands aller Stilrichtungen: BEATCLUB LEIPZIG, THE GLITTERBAND, HARNSTEIN, SCHILDKRÖTE, ORIGINAL KÖSTRITZER JAZZBAND, THE WILDWOOD BOYS, CARIBIC TROPICAL, THE EUROPEAN DREAM BOYS, THE GLITTERBOYS u.v.a. So kamen – was sonst selten gelingt - Feierwütige jeden Alters auf ihre Kosten. Auf dem zentralen Platz der Deutschen Einheit gab es einen großen Rummel mit Bühne, Schaustellern, Köstritzer-Bierzelt und Bungeejumping. Die Veranstalter waren natürlich zufrieden, hatten sie doch genau den Nerv der Massen getroffen. Mancherorts wurde bis in die frühen Morgenstunden durchgetanzt.
    • Schweden ist anders
      Was hat das Königreich im Norden mit Thüringen zu schaffen?
    • Schwimmbadsterben
      Stell dir vor, es ist heiß und keine Abkühlung möglich: Deutschland hat noch 6.200 öffentliche Bäder, jeweils zur Hälfte Hallen- und Freibäder. 1.100 Bäder wurden in den letzten zehn Jahren geschlossen, meldet der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Jeder muss eben andere Prioritäten setzen.
      Ursache sei die allgemein schlechte Finanzlage der kommunalen Verwaltungen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Manche Städte investieren sogar in ihre Freibäder, auch wenn es nur für ein paar Tage im Jahr ist. Denn sie verursachen in jedem Fall mehr Kosten als Einnahmen. Auch in Südthüringen haben die meisten der kleinen Schwimmbäder auf den Dörfern dichtgemacht. Zu DDR-Zeiten in freiwilliger Arbeit der Bürger aufgebaut, waren sie zu marode, um rekonstruiert zu werden. Investitionen in die Wasserqualität hätten sich erst gar nicht gelohnt. Die Konsequenz: Konnten vor 10 Jahren noch 90 Prozent der Siebtklässler schwimmen, sind es heute nur noch 70 Prozent, so die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft. Wer auf den Luxus von Erfrischung und Sport nicht verzichten möchte, kann nur die privat betrieben Erlebnisbäder besuchen. Die Situation wird sowieso nur an extrem heißen Tagen in der Öffentlichkeit diskutiert. Bisher waren die kurzen Sommer kein Problem für die zu wählenden Bürgermeister. Doch nun wird das Klima wärmer und es müssen Alternativen her. Die wenigen Kommunen mit Freibad stützen sich auf eine solide Haushaltspolitik und betreiben es mit Unterstützung ehrenamtlicher Rettungsschwimmer, z. B. vom DRK. Schleusingen steht dafür exemplarisch (Siehe Video!).
    • Selbsthilfe in Themar
    • Sensen dengeln in Kloster Veßra
    • Skater in Eisfeld
      Das Sportfachgeschäft Orange Jungle aus Erfurt veranstaltete gemeinsam mit dem Rollsportverein Eisfeld die "Jungle Games" in der Skatehalle Eisfeld. Viele Skater aus der Umgebung kamen und zeigten in verschiedenen Disziplinen ihr Können. Keine Startgebühr, sowie die direkte Preisvergabe nach spektakulären Spüngen sorgten bei den Jugendlichen für rege Begeisterung und große Teilnahme.
    • SKIAREA HEUBACH
      Der bittere Frost lähmt den Alltag – bringt aber ideale Bedingungen für den Wintersport im Thüringer Wald: Das traditionelle Skigebiet zwischen Heubach und Schnett gehört zu den wenigen Freizeit-Wintersportanlagen in Thüringen, wo man in den letzten Jahren mit neuen Ideen, trendigem Service und entsprechenden Investitionen versucht, den Imageverlust im Tourismus aufzuhalten.

      Die Piste ist zwar nur 600 m lang und ca. 40 m breit, aber die technische Ausstattung sucht ihres Gleichen im Mittelgebirge. Besonders für die Jugend wurden aufwendige Erdarbeiten gestemmt, um Schanzen, Halbröhren und Wellen für Snowboard und gewagte Ski-Stunts zu schaffen. Natürlich heißt das ganz cool hier Pipe-Rail, Straight- Box oder Wallride. Jetzt sind die Schneebedingungen ideal, aber dank der leistungsstarken Schneekanonen konnte die Skiarea bereits zu Weihnachten vergangenen Jahres geöffnet werden. Wichtigster Wettbewerbsvorteil aber ist der Doppelschlepplift, der 1200 Personen pro Stunde befördern kann. Selbst zu hochfrequentierten Zeiten wie an den jetzigen Wochenenden, muss man nicht lange anstehen. Die neuen Flutlichtmasten ermöglichen auch Nachtskifahren; jeweils dienstags und samstags kann die Anlage nun bis 21.30 Uhr befahren werden. Ganz familienfreundlich geben sich auch die Ski- und Snowboardschule: Ein Skilaufband, genannte der Zauberteppich, und ein Niedrigseillift für Kinder im Lern-Park sind thüringenweit ohne Konkurrenz. Schule und Geräteverleih können täglich von 9.30 Uhr - 16.30 Uhr genutzt werden. Es gibt vielfältig gestaffelte Eintrittspreise – eine Halbtageskarte kostet beispielsweise 13,- Euro. Sonderveranstaltungen werden zu Hauf organisiert. Im Februar finden jeweils Samstags Snowboard und Free-Ski-Veranstaltungen statt. Andere Events, wie Skirennen oder Fasching, findet man auf der Internetseite www.skiarea-heubach.com.

    • Skiunterricht im Hochgebirge
      Während ihre Klassenkameraden schon lange wieder die Schulbank drücken, tummeln sich Südthüringer Schüler quietsch vergnügt im Schnee: Eine der Traditionen am Hennebergischen Gymnasium sind die jährlichen Klassenfahrten in die Alpen. Dabei ist nicht nur Spaß angesagt, sondern auch knallharter Skiunterricht. Sagen die Lehrer…

      Was man auch glauben könnte, schaut man in die Gesichter der Abiturienten am ersten Tag auf der Piste der Skiarena Wildkogel im Österreichischen Pinzgau. Obwohl alle Schüler Vorkenntnisse mitbringen - acht Stunden körperliche Anstrengung ungewohnter Muskelgruppen und das Übermaß an frischer Luft außerhalb der Ferien können doch recht ordentlich schaffen. Denn auf die Klassenfahrten werden extra erfahrene Skilehrer mitgenommen, die ihren Schützlinge natürlich ordentliche Stemmbögen und sicheres Gleiten beibringen wollen. So müssen auch die möglichen 55 Kilometer Piste in allen Schwierigkeitsgraden ausprobiert werden. Sogar jetzt im beginnenden Frühjahr sind noch Abfahrten bis ins Tal möglich. Entschädigend kommen aber das grandiose Panorama der Hohen Tauern und die deftige Verpflegung im Gipfelrestaurant dazu. Die Bedingungen rundum sind ideal, denn der Skiausflug wurde von Hardy’s-Reisebüro organisiert, der sich auf solcherart Kassenfahrten spezialisiert hat. Abends dann jedoch in der Jugendherberge „Zum Mühlhof“ in Neukirchen am Großvenediger sind die Strapazen vergessen und das Lachen der Jugendlichen klärt über die wahre Einstellung zu solch ungewöhnlichen Schulunterricht auf.
    • Snow Volleyball in Oberhof
    • Soldatengrab Albrechts
    • Spanisch in Hildburghausen
      Industrie- und Handelskammer Südthüringen gegen Fachkräftemangel: Hildburghausen (HH) – Zwei Frauen und neun Männer aus Spanien im Alter von 26 bis 46 Jahren wurden heute im hiesigen Bildungszentrum herzlich willkommen geheißen.

      800 Fachkräfte aus allen Regionen der Iberischen Halbinsel hatten sich auf die 28 Stellen beworben, die auf der spanischen Webseite der IHK Südthüringen ausgelobt waren. 11 von ihnen entsprachen genau den Vorstellungen der beteiligten Südthüringer Unternehmen. Es reisten nun durchweg gut ausgebildet Fachkräfte an, die im Hildburghäuser Bildungszentrum mit Deutschunterricht und Integrationsprogrammen 4 Wochen lang für den regionalen Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Untergebracht sind sie im hauseigenen Wohnheim, mit Vollverpflegung und Rundumbetreuung. Schrittweise sollen sie dabei auch ihre Unternehmen in Eisfeld, Hildburghausen, Nahetal-Waldau, Oberland am Rennsteig, Sonneberg, Suhl und Walldorf kennenlernen. Im Idealfall stimmt die Chemie und die Spanier bleiben hier. Es ist bereits das zweite Spanienprojekt der IHK in Folge. 2013 hatten sich von den 13 angereisten Fachkräften immerhin 11 entschieden, in Südthüringen zu bleiben. Teilweise haben sie sogar ihre Familien nachgeholt. So zollte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK, Kersten Mey, den Gästen seinen Respekt. Er wünscht sich, dass auch diesmal möglichst viele ihre Liebe zu Südthüringen entdecken werden. Das Programm, das der Geschäftsführer des Hildburghäuser Bildungszentrums, Kai Michaelis, vorstellte, soll u. a. mit Unternehmer-Grillabenden und Ausflügen zu den Highlights Thüringens genau das erreichen.

    • Spielzeugfestival Sonneberg
      Spielzeugstadt will ihr Image mit einem Kinderfest stärken: Den Kindern war es egal, wer hier mit was seinen Ruf stärken wollte. Sie hatten eine Menge Spaß. Der kleine aber feine Stadtpark im Herzen der Kreisstadt hatte sich am vergangenen Wochenende in ein Kinderparadies verwandelt. Hunderte Kids jeden Alters probierten die vielen Spiel-Ideen aus, die vom Sonneberger Verein „Deutsche Spielzeugstraße“ organisiert worden waren. Da gab es einen Zuckertütenbaum, Ritterzelte, Puppenbühne, Kinderliedermacher, überdimensionale Plüschtiere, Modellbootsrennen und vieles mehr. Phantasievolle Dekorationen und passend gekleidete Animateure ermöglichten den Kids die unterschiedlichsten Zeitreisen. Im Park des ältesten Deutschen Spielzeugmuseums beispielsweise gab es einen Tag bei den Indianern. Der Vereinsvorsitzenden, Dorothea Beck, kam es vor allem darauf an, mehr als die Standard-Unterhaltung bei ähnlichen Veranstaltungen aufzubieten. Sie und ihr Team hatte dabei alle Unterstützung durch die Sonneberger Stadtverwaltung, deren Bürgermeisterin, Sibylle Abel, sogar stellvertretende Vorsitzende des Vereins ist. Aber auch die Spielzeughersteller der Stadt zogen mit und gestalteten die Spielideen im Stadtpark aus. Für die Erwachsenen schloss sich an das Kinderfestival das so genannte Moonligth-Shopping an, ein als mexikanische Nacht gestalteter Sommerschlussverkauf in der Innenstadt. So hatten alle was davon und das Fest soll im nächsten Jahr wiederholt werden.
    • Sportlerball Hildburghausen 2016
    • Stadtfest in Schleusingen
      Der traditionelle Festumzug und die Talente-Show waren die Höhepunkte des diesjährigen Festes.
    • Städte und Gemeinden in der Schuldenfalle
      Wie kann eine Stadtkasse aufgebessert werden? Können kommunale Finanzen über Stadtwerke saniert werden?
    • Städtepartnerschaft
      Schleusingen und Plettenberg in Österreich verbindet eine lange Freundschaft. Anläßlich des 20.Jahrestages dieses Bündnisses war Joachim Gauck zu Besuch.
    • Steinsburg erwacht
      Heimatverein pflegt aufwendig archäologische Bodendenkmale: In halsbrecherischen Aktionen entfernten am Wochenende die Vereinsmitglieder den Baumbewuchs auf den großen Steinfeldern am Basaltkegel der Steinsburg. Sonst hätte der Wald das Flächendenkmal zurückgeholt.

      Den meisten sind die beiden Gleichberge als Reste eines keltischen Oppidums in Südthüringen bekannt. Doch hier wurde auch Industriegeschichte geschrieben. Die Berge sind vulkanischen Ursprungs, deren Basalt durch Erosion zu den heute sichtbaren Blockmeeren zerfiel. Sie wurden ab 1838 für den Straßenbau abgeräumt. Dabei stieß man auf eine große Zahl von Artefakten, die später als keltisch identifiziert wurden. Auf Betreiben von Alfred Götze stellte man zwischen 1902 und 1927 die Steinbrucharbeiten ein. Im Jahr 1929 wurde dann das Steinsburgmuseum auf dem Sattel zwischen Großem und Kleinem Gleichberg gebaut, wo ein Großteil der Funde bis heute ausgestellt ist. Steinarbeiten haben zwar einen Großteil der keltischen Ringmauern zerstört, aber ohne sie wären die vielen archäologischen Funde kaum denkbar gewesen. Das will die Gemeinde der Steinsburgfreunde bewahren, die mit diesem Arbeitseinsatz in ihr vielseitiges Jahresprogramm eingestiegen sind (Siehe www.gemeinde-steinsburgfreunde.de).

    • Sternwarte Suhl
      Die Sternwarte Suhl feierte am 1. Dezember 2011 ihr 45-jähriges Jubiläum. 1966 wurde die Schul-und Volkssternwarte auf dem Hohe Loh in Suhl eröffnet. Das größte Geburttagsgeschenk hat die Sternwarte von Suhl selbst bekommen. Der Stadtrat bekannte sich einstimmig für die Erhaltung der Sternwarte. Das wiederum war die Forderung des Landes um langfristige Investitionen tätigen zu können.
      Denn aufgrund der schwierigen Haushaltslage ist es der Stadt Suhl nicht möglich die erforderlichen Mittel aufzubringen. Und das ist nicht wenig, denn immerhin ist das Gebäude 45 Jahre alt und neben der Infrastruktur muss auch die Technik erneuert werden.
      Neben dem Land setzt der Leiter der Sternwarte, Olaf Kretzer auch auf Sponsoren um die geschätzen Kosten von 1,5 Millionen Euro aufbringen zu können. Denn wer weiß wie lange die Geräte noch durchhalten, für den alten Planetariumsprojektor ZKP-2 werden keine Ersatzteile mehr hergestellt. Auch Rolf Henkel, dem Gründer der Sternwarte, liegt die Erhaltung am Herzen. Er ist seit 1992 im Ruhestand, aber noch als Ehrenmitglied im Verein der Suhler Sternfreunde aktiv. Die Anschaffung des hochmodernen Planatariumprojektors ZKP-4 wäre sein größter Wunsch.
    • Straßenfest auf der "Schraube"
      Partnerschaft von Förderschulen und Industrie
      Um ihre Zusammenarbeit auch für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen, feierten Schulen und Betriebe des altehrwürdigen Hildburghäuser Industriegeländes gemeinsam. Auch der seit langem erwartete Dauerregen hielt sie nicht davon ab.

      Eigentlich passen Sie nicht zusammen: Die Albert-Schweizer-Förderschule mit über 50 geistig behinderten Kindern, das Hildburghäuser Bildungszentrum, ein privater Ausbildungsbetrieb mit alleine 60 Mitarbeitern, die mittelständige Firma Maier-Präzisionstechnik für Metall-Drehteile und die Tagesbetreuung des Pflegeheimes Birkenfeld. Aus dem Zufall, der sie vor Jahren räumlich zusammengeführt hat, entwickelte sich nicht nur eine gute Nachbarschaft, sondern auch eine gegenseitig befruchtende Partnerschaft. Kinder schnuppern in Berufe, Alte erfreuen sich an der Jugend und geben ihre Erfahrungen weiter, Praktika befördern Jugendliche in ihrer Ausbildung, Arbeiten werden erledigt, für die sonst kein Geld da ist. Immer steht dabei die Hilfe für die Schwachen der Gesellschaft im Mittelpunkt, besonders von Politik und Wirtschaft aus ihrer besonderen Verantwortung heraus.
      Wer solchen Alltag lebt, braucth auch keine großen Reden zu schwingen. Mit Musik, Theater, Flohmarkt, Tombola, Bastelstraße, Sport und Spiel erfreuten sich Alt und Jung, Behinderte und Gesunde. Gleichzeitig konnten die Hildburghäuser Gäste die einzelnen Einrichtungen von innen begutachten.
    • Straßenfest in Hildburghausen
      Zum 8. Mal feierte das traditionelle Industriegelände „Schraube“: Widerkehrende Veranstaltungen haben die Eigenart, mit den immer gleichen Angeboten langweilig zu werden. Nicht so bei der Fete rund um die Straße „Breiter Rasen“. Es gab einiges Neues zu sehen. Eingeladen hatten wie immer das Hildburghäuser Bildungszentrum, die Firma Maier Präzisionstechnik, die Albert-Schweitzer-Förderschule und die Tagespflege des Pflegeheims Birkenfeld GmbH. So unterschiedlich die Einrichtungen auch sein mögen – es gibt auch Gemeinsamkeiten. Und das ist nicht nur die offenkundig gemeinsame Lust am Feiern oder die kleine schnelle Hilfe bei Problemen im Alltag. Die vier Nachbarn im alten Gewerbegebiet engagieren sich in herausragend in sozialen Projekten und für das Gemeinwohl in ihrer Kreisstadt. So stand das Fest auch ganz im Zeichen der Bildung und Förderung junger Menschen. Ein Schwerpunkt dabei: die Nachwuchsgewinnung in der Berufsausbildung. All die bunten Stände zum Spielen, Basteln, Schlemmern und Bestaunen hatten auch immer etwas mit der Zukunftsplanung Jugendlicher und Kinder zu tun. Mit dabei in diesem Jahr auch eine Präsentation des Bauernverbandes, die mit einem monströsen Mähdrescher das Straßenfest überragten. Wie immer war das Staunen groß über die modernen Arbeitsbedingungen und vielfältigen Angebote in der Landwirtschaft.
    • Strohbär Oberkatz
    • SV Dietzhausen
    • Taekwondo an der Schleuse
      Sportler aus Südthüringen über Ländergrenzen hinweg erfolgreich: Schleusingen (HH) – Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich ein Sportverein aus der Provinz in relativ kurzer Zeit bis an die europäische Spitze vorgearbeitet.
      Die Kampfkunst- und Sportgemeinschaft KSG 57 Schleusingen veranstaltete am vergangenen Wochenende in der Turnhalle des Gymnasiums ihre jährliche Gürtelprüfung. 36 meist jugendliche Vereinsmitglieder aus der ganzen Region stellten ihr Können in der koreanischen Kampfsporttechnik Taekwondo unter Beweis. Sie versuchten mit ganz spezieller Fußtechnik (Tae), Handtechnik (Kwon) ihren Weg (Do) zur nächsthöheren Gürtel-Stufe zu finden. Die gibt es in den Farben Weiß, gelb, grün und schwarz, sowie gemischt noch in jeder Menge Zwischenstufen. Dazu musste eine große Zahl von Holzbrettern zertrümmert werden. Den Schmerz dabei spürten selbst die unbedarften Zuschauer. Das waren zumeist die Eltern der jugendlichen Kämpfer, von denen einige bei Vorbereitung und Verpflegung geholfen hatten. Wichtiger aber als der Schmerz, so der Tenor, sei die Konzentration während der 3-4 Stunden dauernden Prüfung, denn Schnelligkeit und Zielgenauigkeit sind entscheidender als rohe Kraft. Iris Gleicke, die Schleusinger Bundestagabgeordnete für die SPD, war als Sponsor da. Die Schleusinger hatten erst Anfang des Jahres in Bad Kissingen zur deutschen Meisterschaft erste, zweite und dritte Plätze nach Thüringen geholt. Das fiel auf und so berief der Bundestrainer 5 der besten Sportler aus der Kampfgemeinschaft in die deutsche Nationalmannschaft. Man wurde Mitglied im Weltverband WKF (World Kickboxing Federation) und bei der Europameisterschaft erst jetzt im Oktober im österreichischen Pregenz waren alle fünf Sportler in ihren Altersklassen auf Anhieb erfolgreich: Florian Menzel wurde Europameister, Hannes Keller Vize, Cornelia Weißbrot holte einen 3. Platz und Teresa Neumann, die nur für eine verletzte Mitstreiterin eingesprungen war, holte dreimal einen 2. Platz. Auch Uwe Keller, der Vorsitzende vom KSG 57 belegte einen 3. Platz. Er sieht die Gründe für den Erfolg seines Vereins in der aufwendig betriebenen Nachwuchsgewinnung. Man könne – wie bei den meisten Sportarten - gar nicht früh genug mit dem Training anfangen.
    • Tag der Berufe 2012
      Einstig ins Berufsleben leicht gemacht: Tausende Jugendliche mit ihren Eltern in Thüringen und Sachen-Anhalt besuchten gestern Betriebe oder Institutionen, um sich Einblick ins Berufsleben zu verschaffen.

      Die Aktion war von den Arbeitsagenturen der beiden Bundesländer unter dem Motto „Check Dein Talent“ organisiert worden. Über 900 Firmen öffneten so ihre Türen. Alleine in Südthüringen waren es 80 Unternehmen, die knapp 500 Besucher anzogen. Eckhard Lochner, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit in Suhl, begleitete 4 Jugendliche und deren Eltern beim Besuch der HFP Bandstahl GmbH & Co. KG in Bad Salzungen. „Für Jugendliche ab der 7. Klasse ist es besonders wichtig, frühzeitig Einblicke in das Berufsleben zu erhalten. Damit werden erste Vorstellungen eines Berufswunsches gefestigt und Fehlentscheidungen weitestgehend vermieden“, bemerkte Lochner. Deutschland Today besuchte an diesem Tag den GPM Geräte- und Pumpenbau Merbelsrod südlich des Rennsteigs (Siehe Video). Hier überprüften 10 junge Leute, ob nicht nur ihr Berufswunsch passt, sondern auch der Betrieb. Denn das Interesse ist durchaus beidseitig. Vielen Unternehmen fällt es zunehmend schwerer, geeignete Bewerber für den Nachwuchs zu finden. Dabei ist Werkzeugmacher nicht gleich Werkzeugmacher. Der Blick hinter die Kulissen ermöglichte es den Schülern auch, etwas über Arbeitsorganisation, Betriebsklima, Sauberkeit und Image zu erfahren. Das wird für junge Leute immer wichtiger bei der Entscheidung für einen Beruf in der Heimat mit oft weniger Lohn für gleiche Arbeit als in den wirtschaftlichen Ballungszentren. So gehen die Aktivitäten der Agentur für Arbeit weiter. Beispielsweise stellt das Berufs-Informations-Zentrum (BiZ) wöchentlich Berufsbilder vor. „Zum Girl`s- und Boy´s-Day am 26. April gibt es wieder die Möglichkeit, Arbeitgeber genauer unter die Lupe zu nehmen. Eine bundesweite Aktionslandkarte dazu gibt es unter www.girls-day.de.
    • Tag der offenen Tür
      Hinter den Kulissen des Hennebergischen Gymnasiums und seines Alumnats: Am Samstag, den 09. März 2013, hatte das Gymnasium Schleusingen seine Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet. Dabei zeigte es sich von seiner Schokoladenseite, denn in der kommenden Woche können sich die neuen Schüler für das nächste Schuljahr einschreiben.
      Zahlreiche Fachschaften und Arbeitsgemeinschaften präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeit. Die Schüler von Teevau.de, dem schuleigenen Fernsehen, führten ihre preisgekrönten Filme vor. Der Förderverein, die Stiftung und das Hildburghäuser Bildungszentrum informierten über das frisch rekonstruierte Alumnat und boten Führungen an. Schüler als Hostessen begleiteten auch in diesem Jahr besonders die jüngsten Besucher und damit potentielle Mitschüler durch das Schulgelände. Sie erklärten das schuleigne Internetfernsehen, das neue E-Learning-Portal und das plastische Gestalten im Keramik-Raum. Die Fachschaft Englisch präsentierte Line Dance und kleine Sketche. In der Aula gab es mehrere Theaterstücke zu sehen und die Physiker präsentierten Experimente und den Versuch mit dem Foucaultschen Pendel im Neubau. Astronomie-Fans konnten mit dem großen Spiegelteleskop eigene Fotos schießen und in Geografie wurde die Arbeit am Whiteboard vorgestellt. Im Kunst-Atelier zeigte man Grafiken, Trickfilme und Drucktechniken. Auch Rock ´n´ Roll gehörte wieder zum Programm; die „Blue Berries“ tanzten für die Gäste. Für kulinarische Leckerbissen sorgen die Schüler vom „Gesunden Frühstück“. Ein besonderer Höhepunkt war die Eröffnung des neu gestalteten Schulmuseums.

    • Tag der offenen Tür am Mediengimnasium
      Kindermedienland in Aktion: Das altehrwürdige Hennebergische Gymnasium Georg Ernst in Schleusingen warb am vergangenen Wochenende mit einer "Offenen Tür" um künftige Schüler. Besonderheit der Schule ist eine weit über den Lehrplan hinaus gehende Medienausbildung, die sogar einen eigenen Internetfernsehsender einschließt: www.teevau.de. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal will das wahrscheinlich drittälteste Gymnasium Deutschlands dem demokrafisch bedingten Schülerschwund entgegen steuern. Dazu fährt es Internetkabinette, vernetzte PC-Klassen, eine Video-Arbeitsgemeinschaft, eine Schülerzeitung und sogar ein Fernsehstudio auf. Durch speziell ausgebildete Fachlehrer, veränderte Lehrpläne, medienorientierte Leistungskurse, die Zusammenarbeit mit außerschulischen Fachleuten und der TU-Ilmenau können sich interessierte Schüler Zertifikate für die geplante akademische Ausbildung erarbeiten. Derzeit entsteht - in alter Gymnasialer Tradition - ein Internat, damit auch Kinder aus anderen Regionen ausgebildet werden können. Die Schule hinter dem Rennsteig hat die Signale aus der Landeshauptstadt Erfurt in Sachen Medienkinderland ernst genommen. Eine zusätzliche Unterstützung vom Kultusministerium aber - wie das zum Beispiel in Bayern funktioniert - blieb bisher aus. Alle Aktivitäten werden ehrenamtlich durch Schulleitung, einer Stiftung und den externen Partnern getragen.
    • Tag des offenen Ateliers in Südthüringen
      Moderne Kunst in der Provinz: In Schleusingen konnten Interessierte immerhin bei zwei Künstlern hinter die Kulissen schauen: Verena Hahn, die gerade ein Stipendium am Künstlerhof „Roter Ochse“ erhält und Benedikt Solga, der ansässige Bildhauer aus Rappelsdorf.
      Alternative Gestaltung verlangt Sinneserweiterung und Toleranz. Nicht jedermanns Sache. Trotzdem war die Vernissage im Roten Ochsen gut besucht. Gastgeberin Verena Hahn aus Weimar stellt hier mit 10 befreundeten Künstlern Bilder, Videos, Skulpturen und Objekte aus. Sie wohnt und arbeitet gerade im Künstlerhof und hat extra für den Tag des offenen Ateliers diese Exposition gestaltet. Das Thema „Parasiten und Symbiosen“ zeigt deutlich ihre Experimentierfreudigkeit in der Natur, wo sie besonders Gegensätze in ihrer Veränderung spannend findet. Zwei der beteiligten Künstlerinnen waren auch anwesend: Sike Borowski-Hack, vom Coburger Atelier Timbi-Design, mit filigranen Schmuckarbeiten und Helen Follert aus Berlin, die Einblicke in ihr Video „Luftlinien“ und ihre Arbeit als Zeichnerin gewährt. Weitere Künstler sind Barbara Nemitz, auch aus Berlin und Monika Schneider aus Köln jeweils mit Fotografien, Cindy Cordt aus Leipzig ebenfalls mit einer Videoinstallation und Julia Frankenberg aus Hamburg mit einer Gelatineplastik. Antja Fischer, die gerade das Atelier von Verena Hahn in der Weimarer Kreativ-Etage nutzt, beteiligte sich mit einer Materialcollage. Außerdem gibt es zwei Skulpturen des Erfurter Bildners Gernot Ehrsam, der gerade erst einen Workshop mit Gymnasiasten aus Schleusingen ausgetragen hat und derzeit eine große Exposition im Garten von Schloss Kromsdorf bei Weimar betreibt. Selbst Benedikt Solga ist mit 3 Metallskulpturen vertreten. Verena Hahn selbst beteiligte sich mit einem Probestück für ihre Abschlussausstellung Mitte Oktober im Roten Ochsen. Die gestern eröffnete Schau kann noch bis zum 3. Oktober jeweils Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr in Augenschein genommen werden.
    • Tag des offenen Denkmals
      Wir besuchten Eisfleld, Schleusingen und Kloster Veßra
    • Taubenzucht in Gompertshausen
    • Tauwetter am Rennsteig
      Bisher kein guter Winter für skibegeisterte Thüringer: Heftiger Regen und Plusgrade am Mittwoch haben das bisschen Schnee dieses Winters im Thüringer Wald vorerst hinweg schmelzen lassen. Richtig Skifahren war in diesem Jahr sowieso nur direkt am Kamm möglich gewesen. In Oberhof herrschen tagsüber 5 Grad plus und in den Loipen liegt nur noch nasser Schnee. Dessen Höhe ist schlagartig von 37 auf 18 cm zurückgegangen. Aber Spaß macht das nicht.
      Bedeutende Skigebiete wie Brotterode, Friedrichshöhe, Großbreitenbach, Schmiedefeld, Neuhaus oder Zella-Mehlis haben gar keinen Schnee mehr, Urlauber müssen aufs Wandern umsteigen. Lediglich die Abfahrtsgebiete mit Schneekanonen wie Oberhof, Steinach und Masserberg melden noch geöffnete Talabfahrten. Die Wetterprognose allerdings sieht trübe aus: Für das Wochenende werden 5 Grad und Regen am Rennsteig vorher gesagt. Auch langfristig gibt sich Väterchen Frost nicht die Ehre. Wer also auf Brettern umher düsen will, muss entweder dem Klimawandel zum Trotz auf Schnee im Mittelgebirge hoffen oder eben wieder auf Reisen in die Alpen gehen.
    • Tödlicher Absturzunfall
      Tragisches Ende der Flugshow in Alkersleben - Während der derzeit stattfindenden Flugzeugtage ist ein Pilot beim Absturz seiner Maschine ums Leben gekommen. Das Flugzeug krachte beim Kunstflug einer Vierer-Staffel aus etwa 100 Metern Höhe auf den Boden. Der 49-Jährige Flieger starb noch an der Unfallstelle.
      Dabei hatte sich die Flugshow auf dem kleinen Vereinsflugfeld 8 Kilometer östlich von Arnstadt so schön angelassen: Traumhaftes Wetter, erwartungsfrohes Publikum, erfolgreiche Piloten am Start, grandiose Kunstflugaktionen. Bei einem Formationsflug mit drei weiteren Maschinen löste sich ein Flugzeug in nur geringer Höhe plötzlich aus der Gruppe. Es stürzte gegen 16.40 Uhr ungebremst mit einem großen Feuerball auf den Boden. Feuerwehr und Sanitäter, die das Fest betreut hatten, waren sofort zur Stelle. Schon beim Löschen des Feuers war klar, dass jede Hilfe zu spät kam. Der Pilot verstarb noch an der Unfallstelle. Auf dem Flugplatz herrschte große Betroffenheit und die Show wurde abgebrochen. Nach und nach trafen weitere Hilfskräfte in Alkersleben ein, unter anderem auch die Polizei. Noch ist die Ursache des Unfalls nicht geklärt. Die Kriminalpolizei Gotha ermittelt gemeinsam mit der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen. Die Flugsportler, die bei der Veranstaltung anwesend waren, sprachen inzwischen den Angehörigen des Unglücks ihre Anteilnahme aus.
    • teevau-Ost trifft TV-West
      Die Schüler der Video-AG vom Hennebergischen Gymnasium in Schleusingen, die den Internetfernsehsender für Jugendliche teevau.de gestalten, waren zu Besuch im Gymnasium von Neustadt bei Coburg, wo richtiges Fernsehen gemacht wird.
    • Thügida in Hildburghausen
    • Thür. Leichtatlethikverband
    • Thüringen auf der Grünen Woche
      Messeauftakt für die Ländervertretung mit großem Aufwand und guter Resonanz

      Mit einem Besuch der Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und einem Bühnenprogramm begann für den Freistaat die große internationale Landwirtschaftsausstellung in Berlin. Dabei lobte die Landeschefin das professionelle Engagement der Messegestalter aus Südthüringen. Denn in diesem Jahr wird Thüringen vom Landkreis Hildburghausen vertreten. Er zeige überzeugend Vielfalt, Natürlichkeit und Qualität der Agrarprodukte aus Thüringen. Der Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz ging auch auf den aktuellen Dioxin-Skandal ein. Der Freistaat sei mit einem blauen Auge davongekommen. Das zeuge von der Verantwortung der Landwirte in der Region, aber auch von funktionierenden Kontrollmechanismen.
      Beide Regierungsvertreter eröffneten nach einem Messerundgang gemeinsam mit Thomas Müller, Landrat in Hildburghausen, das obligatorische Showprogramm in der Messehalle 21b. Hier präsentierten Volkskünstler originelles und traditionelles aus dem Süden des Thüringer Waldes: Rasante Spektakel mit der Perkussionsgruppe aus Hildburghausen, schwungvolle Orchestermusik von den Singertalern, deftiges Brauchtum mit den Hulleweibern aus Schnett, Hans im Glück und seine heimatverbundenen Volksmusik, aktionsreiche Tänze von Gardemädchen des Schleusinger Karnevalclubs, der Kirmesverein aus Gethles mit seiner wirkungsvollen Traditionspflege, das Medienzentrum mit einem Film über Rieth usw. Sie alle zeigten, dass sich Brauchtum und Moderne in Thüringen durchaus verbinden lassen.
      Die Messe kann noch bis zum 30. Januar 2011 besucht werden.
    • Thüringen auf der Grünen Woche
      Internationale Landwirtschaftsmesse in Berlin: Hildburghausen (HH) – Der Südthüringische Landkreis vertritt schon zum zweiten Mal das ganze Bundesland auf der weltgrößten Agrarmesse in der Hauptstadt. Das hat seine Gründe.
      Denn die thüringischen Franken haben mit Bratwurst und Klößen nicht nur die bekanntesten Speisen im Freistaat, sie scheinen auch schneller und verlässlicher als andere Eindrucksvolles aus dem Boden stampfen zu können. So sieht das jedenfalls Thomas Müller, der Landrat von Hildburghausen. Er hat am großen Messestand von Thüringen Schlips und Kragen gegen Schlapphut und Lederhosen eingetauscht und schnitzt unentwegt an irgendwelchen Tannenzweigen herum. Als hätte er nie etwas anderes gelernt, verwandelt er einen unscheinbaren Ast in einen so genannten „Zwerbel“, pardon - Hütesquirl. Der Stand ist wie ein Dorfplatz mit Tanzlinde gestaltet und präsentiert der sich gleich neben dem Eingang in Halle 20 einladend und weltoffen. Hier wird das Lebensgefühl südlich des Rennsteigs präsentiert, mit leistungsfähiger Landwirtschaft, ökologischen Nahrungsmitteln und weitgehend intakter Natur. Rings um die Hildburghäuser Bühne haben die anderen Highlights des Freistaates aufgebaut, von Weimarer Zwiebelzöpfen bis Apoldaer Bier. Das Prinzip: Nahrungsgüterwerbung ist Tourismuswerbung! So spielt hier die Kirmes auf, der Werratalradweg kommt mit Hometrainer und einem Film daher, ein Töpfer mit Drehscheibe und ein Kasperkopfschnitzer, warme Strümpfe strickt man, Musikanten spielen auf, Vipa verteilt Naschen und ein kleines Fachwerkhaus wird aufgebaut. In der kommenden Woche soll die ganze Mannschaft gewechselt werden, damit sich noch mehr Produkte und Vereine vorstellen können. Zum Thüringer Ländertag am vergangenen Wochenende waren die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und der Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz zu Gast. Sie wurden mit handgemachten Klößen verwöhnt. Noch bis zum 26. Januar ist die Grüne Woche in der Messe Berlin geöffnet.
    • Thüringen auf der Grünen Woche in Berlin
      Der Landkreis Hildburghausen bereitet für den Freistaat die Landesshow auf der weltgrößten Messe für Landwirtschaft vor.
      Die Grüne Woche ist die internationale Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Sie findet vom 21. bis 30. Januar 2011 auf dem Messegelände in Berlin statt. Mehr als 1200 Aussteller aus aller Welt nutzen die Exposition für Ländergemeinschaftsschauen, Produktmärkte sowie als Absatz- und Testmarkt. Für das Land Thüringen geht in diesem Jahr der Landkreis Hildburghausen ins Rennen. Die Vorbereitungen dort laufen auf Hochtouren. Das Motto: Mit allen Sinnen erleben - Auf Entdeckungsreise südlich des Rennsteiges. Geplant sind ein multimedialer Messestand mit traditionellem Handwerk und audiovisueller Kommunikation. Es gibt eine Internetpräsentation und die Vorführung eines extra dafür produzierten Filmes.
      Am Samstag, den 22. Januar wird ab 14.30 Uhr in Halle 21b ein Bühnenprogramm gestaltet. Dort werden aktionsreiches Brauchtum von Kirmes bis Karneval aus dem Henneberger Land präsentiert.
      Der Landrat, Thomas Müller, ist sich sicher, dass das Programm ein vielseitiges Spiegelbild der Traditionen im Grünen Herzen Deutschlands abgibt und der Freistaat in Berlin würdig vertreten wird.
    • Thüringen Radrundfahrt
      Der 35. Internationale Wettbewerb vom Juni 2010 führte auch durch den Etappenort Masserberg, mit seinen steilen Anstiegen zum Rennsteig hin.
    • Thüringer bei ERASMUS
      Studieren ohne Grenzen: Über 800 Studenten aus dem Freistaat lernten im vergangenen Semester im Ausland. Zur gleichen Zeit studierten 513 Ausländer an Thüringer Hochschulen. Das ist deutschlandweit zwar nur Platz 34, aber das Interesse wächst stetig.
      Erasmus ist ein Programm der Europäischen Union um die Zusammenarbeit von Hochschulen in Europa sowie die Mobilität von Studenten und Dozenten zu fördern. Benannt ist es nach Erasmus von Rotterdam, einem in seiner Zeit universal europäisch gebildeten Humanisten. Gegründet 1987, nehmen inzwischen alle 27 Mitgliedsstaaten der EU sowie sechs weitere europäische Länder teil.
      Über 2,5 Millionen Studierende aus knapp 600 Hochschulen – davon 400.000 aus Deutschland – konnten so bisher einen Auslandsaufenthalt in ihre Studienkarriere einschieben. Bewilligte bekommen einen Mobilitätszuschuss – etwa 100 Euro im Monat - und die geprüften Abschlüsse werden anerkannt. In Deutschland nimmt der DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst - für das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Aufgabe als Nationale Agentur für das ERASMUS-Programm wahr. Die Europäische Kommission hat 2011 unter dem Motto "Erasmus für alle" das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in den Jahren 2014 bis 2020 aufgelegt. Mit einem Gesamtbudget von 19 Millionen Euro könnten bis zu 5 Millionen Menschen – fast doppelt so viele wie bisher – einen Teil ihres Bildungswegs im Ausland absolvieren, darunter fast 3 Millionen Lernende in der Hochschul- und Berufsbildung. Deutschland-Today begleitete Thüringer Studenten in Finnland.
    • Thüringer Blasmusiktreffen
      Beschwingtes klang weit über das Werratal: Das waren schon keine kleinen Brötchen, die die Famberg-Musikanten zu ihrem 20. Geburtstag gebacken hatten. Riesenzelt, 9 Kapellen, 2 Bühnen und Tausende Gäste.
      Vom 14. bis 16. Juni 2013 spielten in Fambach 250 Musiker aus Weimar, Hermsdorf, Kammerforst, Themar, Altenstein, Geraberg, Jüchsen, Meiningen und Geisa auf. Außerdem gab es eine Discoparty mit hr3-Erfolgsmoderator Peter Lack "Lackenegger" am Freitag, ein Gastspiel der Schürzenjäger am Samstag und am Sonntag schließlich das Thüringer Blasmusiktreffen 2013. Organisiert hatte das Festwochenende der Verein der Famberg-Musikanten gemeinsam mit dem Blasmusikverband Thüringen e.V. Die Kapellen spielten ohne Pause abwechselnd auf zwei Bühnen und es gab einen gemeinsamen grandiosen Einmarsch mit anschließendem Gesamtkonzert. Landesmusikdirektor des Blasmusikverbandes Thüringen, Steffen Weber-Freytag dirigierte die Titel "Hoch Heidecksburg" und "Golden Swing Time". Die Famberg-Musikanten sind aus einem Kinderensemble um den Musiker Reiner Weichler hervorgegangen, dass 1993 seinen ersten großen Auftritt hatte. Inzwischen sind die kleinen Musiker groß geworden, neue sind hinzugekommen, und es gibt seit 2008 ein eigenes Nachwuchs-Orchester. Aktuell zählt der Verein 44 Mitglieder. 28 davon sind aktive Musikanten im Alter zwischen 12 und 34 Jahren, die auf beide Orchester verteilt sind. Die Famberg-Musikanten geben keine einfachen Konzerte, sie beziehen ihr Publikum mit ein, sorgen für Unterhaltung und verbreiten gute Stimmung. Bei Jung und Alt sind die jungen Musiker deshalb gleichermaßen beliebt. Erst im April dieses Jahres haben sie den mdr-Osterspaziergang musikalisch begleitet. Sie blasen dem Biathlon Weltcup Oberhof seit 2009 den Marsch, standen als Vorband von Ensembles wie den "Zellberg Buam", Hansi Hinterseer oder auch den Zillertalern ihren Mann.

    • Thüringer Kinder- und Jugendsportpreis 2010 vergeben
      Landessportbund, Kultusministerium und AOK zeichneten vorbildliche Kooperation von Sportvereinen und Schulen aus

      Das Preisgeld in Höhe von 3.500,- Euro ging an 8 Projekte in ganz Thüringen und betraf alle nur denkbaren Sportarten und Schulformen. In allen Fällen geht es um effektive Nachwuchsförderung. Ein erster Preis ging an die Tchoukballer aus Urbich, die von der Grundschule und der Sportgruppe am Ort unterstützt werden.
      Die Initiatoren sehen die Aktion als beispielgebend für ganz Deutschland, weil nur durch eine ganzheitliche Sportausbildung Kinder und Jugendliche optimal gefördert werden können.
      Bereits über 1000 Thüringer Vereine haben eine entsprechende Zusammenarbeit mit Schulen vereinbart und ihr sportliches Angebot abgestimmt. Das sind fast ein Drittel aller Sportvereine im Freistaat.
      Auf der Veranstaltung im Sporthotel Oberhof wurde gleichzeitig der Landessportbund - Medienpreis, für hervorragende Öffentlichkeitsarbeit verliehen. Anschließend waren alle Teilnehmer eingeladen, den nebenan stattfindenden Weltcup im Rennrodeln zu besuchen.

    • Thüringer Meisterschaften im Reiten
    • Thüringer Umweltpreis
      Gleich 3 Auszeichnungen gingen in den Süden Thüringens
    • Thüringer Verdienstoden verliehen
      Würdigung langjähriger Arbeit für Kultur und Kunst: Klaus D. Niemann, Kunstmäzen aus Roxheim bei Bad Kreuznach erhielt die hohe Auszeichnung für sein Engagement in Schleusingen.
      Die Ministerpräsidentin des Freistaates, Christine Lieberknecht, zeigte sich bei der Ordensverleihung im Barocksaal der Erfurter Staatskanzlei am Mittwoch beeindruckt von den Mühen des früheren Unternehmensberaters um das geistige Leben in der Heimatstadt seiner Vorfahren. Klaus D. Niemann hatte nach der Wende ein verfallenes Haus in Schleusingen geerbt und es zu einem Künstlerhof ausgebaut. Mit Freilichtbühne, Veranstaltungssaal, Ateliers und Ausstellungsräumen entwickelte der sich in den letzten 10 Jahren zu einem kulturellen Zentrum in der immerhin ältesten Residenzstadt Thüringens. Jährlich bekommt hier ein junger Künstler Stipendium und freie Logis, um sein Talent unbeschwert entwickeln zu können. Dabei kommt der Künstlerhof ohne öffentliche Förderung aus. Für Klaus D. Niemann selbst und seine Gattin Roswita ist das Sponsoring in besonderem Maße ein Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung. So waren nicht nur die Würdenträger aus Südthüringen, sondern auch aus dem fernen Mainzer Land angereist. Kinder, Enkel, Freunde, Vorstand und Kuratorium der dazugehörigen Stiftung gratulierten als erste, denn solch eine Auszeichnung bekommt nicht jeder: Die Zahl der lebenden Ordensträger um hervorragende Verdienste im Freistaat ist auf 300 begrenzt.
    • Thüringer Wald Firmenlauf
      Es ging ganz langsam los und entwickelte sich zu einem Megaevent. Für den bereits 4. Thüringer Wald Firmenlauf hatte sich das Biathlon-Stadion in Oberhof in eine große Partyzone verwandelt. Wie ein buntes Band strömten am Mittwochnachmittag, den 21. August 2013 Mitarbeiter und Chefs von fast 200 Unternehmen und Institutionen entlang des Rennsteiges in die Wintersport-Arena. Mit 2600 Läufern und Nortic Walkern kamen diesmal über 1000 Sportler mehr als im vergangenen Jahr. Damit wurden selbst die kühnsten Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Sie hatten aber clever vorgebaut.
      Das Forum Thüringer Wald, ein Zusammenschluss aus IHK, Handwerkskammer und Mittelstandsvereinigung, traf mit der Veranstaltung augenscheinlich den Nerv vieler Unternehmen.
      Bei der Anmeldung und Vorbereitung auf den Lauf spürte Jeder: Hier geht es nicht nur um sportliche Leistungen, sondern auch um eine gute Atmosphäre im Betrieb, Spaß und Austausch zwischen den Kollegen sowie der Kommunikation unter den Firmen. Nicht wenige machten mit originellen Kostümen Reklame für ihre Produkte. Die Sparkasse Hildburghausen hatte als Olsenbande verkleidet gleich ein ganzes Blasorchester im Schlepptau. Das gemäßigte Wetter versprach optimale Lauf-Bedingungen und der Volksfestcharakter wurde durch die Live-Band JAM, eine Disko, Massenversorgung und Sponsorenstände unterstrichen. Niemand zeigte sich von der riesigen Baustelle nebenan beeindruckt, wo gerade ein großes Touristik- und Sportzentrum für Oberhof entsteht.
      Dr. Peter Traut, Präsident der IHK Südthüringen, begrüßte alle Gäste, die von den Moderatoren schon mächtig in Stimmung gebracht worden waren. So gab es beim traditionellen Maskottchen-Lauf über 200-Meter im Stadion viel Jubel. Die bis zu 50 Kilogramm schweren Kostüme waren zwar schweißtreibend, werbetechnisch aber äußerst wirkungsvoll. Es folgte ein Warm-Up mit der ehemaligen Skilangläuferin Manuela Henkel. Punkt 18 Uhr fiel der Startschuss für den offiziellen Firmenlauf: Vorweg die Sprinter, gefolgt von den Sportwanderern und Spaß-Teilnehmern. Die 4,3 Kilometer lange Original-Biathlon-Strecke offenbarte mit unterschiedlichem Belag und teils langen Steigungen manche Herausforderung. Nicht wenige Läufer entwickelten echten Ehrgeiz, angefeuert durch Freunde und Kollegen. Beim Zieleinlauf dann die Erfüllung: In den Gesichtern der Sportler stand nicht nur Erschöpfung, sondern auch Stolz auf die vollbrachte Leistung. Jetzt musste schnell der Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung gebracht werden.
      Die Siegerehrung dann brachte dem Firmenlauf seinen Höhepunkt.
      Schnellster Chef wurde Jonny Reum von der Möller Group aus Ohrdruf. Christine Probst vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Meiningen ging als erste Chefin durchs Ziel. Als schnellste Mitarbeiterin konnte Stefanie Schubert von den Liku-Flitzmietzen aus Mengersgereut-Hämmern ausgezeichnet werden. Ihr männliches Pendant wurde Marcel Knape von der Tapps Vital GmbH aus Tabarz. Zusätzlich gab es noch weitere Auszeichnungen für AZUBIs, Nordic Walker und ganze Teams. Als aktivste Firma brachte die Rennsteig-Werkzeuge GmbH aus Viernau mehr als 100 Mitarbeiter auf die Bühne. Jeder von ihnen erhielt als Preis eine Eintrittskarte für die Tour de Ski im Dezember in Oberhof. Als kreativste Firma wurden die als Märchenfiguren verkleideten Mitarbeiterinnen des Kindergartens „Kindernest Rodebach“ aus Zella-Mehlis ausgezeichnet. Den zusätzlich ausgelobten Wettbewerb um das kreativste T-Shirt räumte die Steuerkanzlei Carl-Kästner aus Meiningen ab. Die subjektiven Wertungen wurden vom Beifall der Zuschauer abhängig gemacht und erzeugten noch einmal eine grandiose Stimmung. Wahrlich ein außergewöhnliches „Wirtschaftstreffen“ im Thüringer Wald – aber sicher ein sehr effektvolles. Die Atmosphäre spiegelte den Leistungsstand der hiesigen Wirtschaft wieder. Das zeigte sich auch auf der After-Run-Party später, die sich noch lange hinzog.

    • Thüringisch-Fränkischer Wandertag
      Zum Tag der Deutschen Einheit hat sich in Heldburg ein beliebter Brauch entwickelt.
    • Theater im Kindergarten
      Leuchtende Kinderaugen in der Adventszeit: Schleusegrund (HH) - In der Tagesstätte Sonnenblume in Schönbrunn wurde für Kinder und Eltern das Theaterstück „Die Zweite Prinzessin“ aufgeführt.

      Das Bühnenstück mit Musik von Gertrud Pigor handelt von einer zweitgeborenen Prinzessin, die sich von den königlichen Eltern gegenüber ihrer Schwester zurückgesetzt fühlt. Immerhin geht es um so wichtige Privilegien, wie huldvoll vom Balkon winken oder abends länger Fernsehen gucken. Wie im richtigen Leben also. Die hochwohlgeborene Zicke wird mit Hingabe - mal schrill, mal einfühlsam - von Doreen Olbricht gespielt. Gemeinsam mit ihrem Partner Rolf Weißleder hatte sie erst in diesem Jahr das Theater „Die 2“ gegründet. Während die studierte Schauspielerin noch eine Handpuppe - nämlich die erste Prinzessin - zu bedienen hatte, musste der erfahrene Mime das Kindermädchen, den König und die Königin geben. Die Kinder in der Sporthalle des liebevoll gestalteten Kindergartens waren völlig aus dem Häuschen. Sie fieberten regelrecht mit, wie die Prinzessin gegen ihre ungeliebte Schwester Intrigen schmiedete. Sie kannten schon ein anderes Stück des Theaters: „Der Löwe, der nicht schreiben konnte. Brigitte Heimbrot, die Leiterin der 15 Jahre alten Kindertagesstätte, will mit solchen Aufführen ihren über 80 Schützlingen den Advent versüßen. Denn „Die zweite Prinzessin“ hat natürlich ein Happy End: Der König entschied, dass jeweils eine der Schwestern im halbwöchigem Rhythmus als erste Prinzessin auftreten durfte. Ein weiser Entschluss im Geschwistwerkrieg! Wer „Die 2“ noch im Dezember sehen möchte: Am 7. gastieren sie in Bauerbach, am 8. im Kulturstadel Stressenhausen, am 14. im Eisfelder Schlosssaal, am 15. in Untermaßfeld, am 22. im Schützenhaus Heldburg und am 1. Weihnachtsfeiertag im Badehaus Masserberg. Rolf Weißleder ist wieder zu Silvester im Hildburghäuser Stadttheater mit seinem berühmten „Dinner for One“ zu bewundern.
    • Theater in Eisfeld
    • Theater in Roth
    • Theresienfest
      Größtes Volksfest Südthüringens mit Höhenfeuerwerk beendet:Was 1991 in einem Bierzelt für 500 Personen begann, hat sich inzwischen zu einer fest etablierten, riesengroßen Party in Hildburghausen entwickelt. Jährlich, in den ersten Oktobertagen, lockt das Theresienfest immer an die 100.000 Besucher in die Kreisstadt an der Werra. In einem Monster-Festzelt und auf dem Festplatz geht´s mehrere Tage rund - mit allem, was dazugehört: einem großen Rummel, dem traditionellen Michaelismarkt, Musik für alle Altersklassen, einem zünftigen Festumzug und einem farbenfrohen Feuerwerk zum Abschluss. Höhepunkt war der Umzug am vergangenen Sonntag mit über 70 Vereinen aus der Stadt und seiner Umgebung (Siehe Video!) Charakter und Dimension hier erinnern irgendwie an das Oktoberfest in München und – bei aller Bescheidenheit – es gibt da mehr als nur einen Zusammenhang: Am 12. Oktober 1810 feierte Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig I., seine Vermählung mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Die Festlichkeiten, zu denen auch die Münchner Bürger eingeladen waren, fanden auf einer damals noch vor den Toren der Stadt gelegenen Wiese statt. Diese trägt seit dem zu Ehren der Braut den Namen "Theresienwiese". Was daraus entstand, ist bekannt. Sicher hätten sich die Bayern auch irgendeinen anderen Namen für ihre Feierwurt einfallen lassen. Aber so hat das weltbekannte Fest in München seinen Ursprung in Hildburghausen. Es ist also mehr als legitim, hier jährlich das Theresienfest zu feiern.
    • Theresienfest 2014
      Der neue Bürgermeister Hildburghausens hat einiges vor...
    • Tiefseefeeling
      Eine Rundgang durch das Meeresaquarium Zella-Mehlis
    • Tierpark Suhl
      Frühlingszeit im Tierpark Suhl. Neben zahlreichen europäischen Haus - und Wildtieren, auf die sich der Tierpark spezialisiert hat, werden entlang des Parks auch interessante und wissenswerte Fragen rund um die einheimische Tierwelt beantwortet. Ein Bericht von Michael Jahn und Rennsteig-TV.
    • Tour de Ski 2013 in Oberhof
    • Trabi-Treffen
      Trabifreunde aus ganz Deutschland trafen sich am ersten Juliwochenende auf dem Flugplatz in Suhl-Goldlauter zum 5. Trabant und IFA Treffen. Über 170 Oldtimer nahmen an der Veranstaltung teil, vom kleinen Zweirad aus Suhler Produktion bis zum großen russischen Militär-LKW.
    • Traktorentreffen in Hinternah
      Historische Landtechnik will gepflegt sein: Saisoneröffnung feierten die Mitglieder des Schlepper- und Schrauberfreunde-Vereins Henneberger Land, Südthüringen e.V. Sie trafen sich zum 4. Mal in Hinternah bei Schleusingen zum so genannten Anglühen. Das ist bei alten Motoren durchaus wörtlich zu nehmen, denn die Trecker und Bulldozener, die da noch in den Scheunen der kleinen Dörfer herumstehen, brauchen viel Wärme und vor allem jede Menge Liebe. Das alles scheint auch reichlich vorhanden, denn es kamen nicht nur Traktoren aus den Nachbargemeinden angetuckert, sondern auch aus Tschirn im Landkreis Kronach, Wachenbrunn bei Themar, aus Waldau und Lengfeld. Was manchem vielleicht als Technik- Schrulle vorkommt, hat einen wichtigen Hintergrund: Den 30 Vereinsmitgliedern geht es nicht nur um den Erhalt historischer Landtechnik, sie wollen besonders Kindern die technische Entwicklung in der Landwirtschaft vermitteln. Dazu gab es Vorführungen und Ausfahrten auf den nostalgischen Gefährten. Da das Weitergeben von Liebe aber meist nicht reicht, spendierte Vereinsvorsitzender Roland Kleinschmidt auch noch einen Scheck für den Kindergarten und dessen diesjähriges Sommerfest.
    • Traktorentreffen in Lengfeld
      Freunde an historischer Landtechnik in Südthüringen ungebrochen: Aus Nah und Fern waren die Bulldog- und Schlepperfreunde nach Lengfeld gereist, denn das Treffen dort hat nicht nur Tradition und ist eines der größten südlich des Rennsteigs, es kann auch mit seiner familiären Atmosphäre kaum getoppt werden.

      Wir sind auf dem Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr in der kleinen 530-Seelen-Gemeinde bei Themar. Höhepunkt des Festes ist das 7. Traktorentreffen am Platz. Bereits um 10 Uhr rücken die schweren Landmaschinen auf dem Sportplatz ein. Aus allen gängigen Zeiten sind Vertreter dabei, über einhundert, einer schöner, als der andere, der älteste stammt von 1932. Ihre Besitzer und Fahrer werden begrüßt und Schilder mit den technischen Details angefertigt. Dann gibt es Mittag, auch für die Bewohner des Dorfes, die nach und nach zusammen strömen. Ab 13 Uhr reihen sich die Fahrzeuge auf und begeben sich auf eine Rundfahrt durch Lengfeld. Das Hallo vor vielen Häusern ist groß. Zurück auf dem Spielfeld bekommt jeder Treckerführer ein kleines Geschenk und es beginnen ausgeklügelte Wettbewerbe. Sie sollen Zugkraft der Traktoren und Geschicklichkeit der Fahrer unter Beweis stellen. Die Preise aber sind nur symbolisch, denn dabei sein ist alles. Vehement wehren sich die Schrauber aber gegen das „Große-Jungen-Image“. Nicht nur die Landwirte hier in der Region haben allesamt Traktoren, auch die, die früher nebenbei ihre Felder bewirtschaftet haben. Den Agrarier haben die meisten inzwischen aufgegeben, aber von ihrem besten Stück - konnten sich die wenigsten trennen.
    • Trans Thüringia in Neustadt
    • TTIP-Diskussion Suhl
    • Tunnel für den ICE
    • U433 – ein Überlebender erzählt
      Dunkle Tiefen – Sonnige Höhen, ist der Titel einer Romanbiografie über die Erlebnisse eines U-Boot-Fahrers im 2. Weltkrieg. An seinem 89. Geburtstag erzählte Heinz Seifferth seiner Tochter Kerstin Weidt alles über sein bewegtes Leben. Im Laufe der Zeit entstand Kapital nach Kapitel. Kerstin Weidt hat dem Buch ganz bewusst den Titel Dunkle Tiefen – Sonnige Höhen gegeben. So erzählt es neben den schweren Zeiten in der Kindheit und im Krieg auch die schönen Momente in Heinz Seifferths Leben. Die Rückkehr in seinen Heimatort Masserberg, die Familiengründung und viele weitere spannende Erlebnisse aus seinem langen Leben. Auch bei der ersten öffentlichen Lesung in Masserberg, kam das Buch gut an. Die Arbeit, die Kerstin Weidt über 2 Jahre in ihr Erstlingswerk investiert hat, hat sich gelohnt. Das abwechslungsreiche Leben von Heinz Seifferth, verspricht viele Stunden spannenden Lesespaß.
    • Ummerstadt feiert
      Die Kommune im südlichsten Zipfel Thüringens ist zwar eine der kleinsten Städte Deutschlands, aber mit seinem mittelalterlichen Charme bestimmt eine der Interessantesten. Das weiß nur keiner!
    • Unser Dorf hat Zukunft
      Unterdiesem Motto startet in Südthüringen der 25. Bundeswettbewerb mit dem ALF Meiningen.
    • Unterstützung für den Kampfsport?
    • Untertageklettern Merkers
    • Urzeitliches im Rodachtal
      Auf den Wiesen zwischen Stressenhausen und Streufdorf haben Landwirte die Urformen der heutigen Rinder und Pferde angesiedelt. Wir haben das Projekt mit einem repräsentativen Lehrfilmes über die „Hutelandschaft Teichwiesen bei Sressenhausen“ begleitet. Dabei wird dokumentiert, wie eine Landschaft im Sinne des Umweltschutzes großflächig umgestaltet wird. Im Mittelpunkt steht die Ansiedelung von urzeitlichen Heckrindern und Konik-Pferden durch den Initiator und Träger des Vorhabens, die Einheitsgemeinde Straufhain. Das ökologische und touristische Potential der Maßnahme wird, auch unter Berücksichtigung des anliegenden Naturschutzgebietes Bischofsaue und dessen Bedeutung für gefährdete Vogelarten, aufgezeigt.
    • Vereint in Bewegung
      Eine vorbildliche Aktion unserer Nachbarn in Bayern.
    • Vertreibung aus Streufdorf Teil 1
      Zeitzeugen berichten von den Säuberungen der DDR-Behörden während des Baus der innerdeutschen Grenzanlagen im Rodachtal.
    • Vertreibung aus Streufdorf Teil 2
      Zeitzeugen berichten von den Säuberungen der DDR-Behörden während des Baus der innerdeutschen Grenzanlagen im Rodachtal.
    • vital.sinnfonie in Lauscha
      Thüringen isst zauberhaft: Eine exklusive Veranstaltung in der Farbglashütte zeigt, dass es im Thüringer Wald nicht nur traditionell zugehen muss.
    • Vorösterlichen Spaziergang im Kloster
      Am Palmsonntag, dem 13. April 2014, lädt das Hennebergische Museum Kloster Veßra (Landkreis Hildburghausen) ab 11.00 Uhr zum traditionellen durch das Museumsgelände ein. An und in verschiedenen Museumsgebäuden erwarten die Besucher Vorführungen und Mitmachaktionen, bei denen das Ei als Symbol des Osterfestes und des herannahenden Frühlings im Mittelpunkt steht. Ostereier wurden besonders in nachreformatorischer Zeit in Deutschland als verzierte Präsente an Verwandte und Freunde verschenkt.
      Seit jeher fasziniert die Kunst, das Ei mit dekorativen Malereien und Applikationen zu schmücken. So werden in Kloster Veßra Künstler im historischen Ambiente des Museum traditionelle und moderne Techniken zur Verzierung von Ostereiern vorführen z.B. die sorbische Wachsreservetechnik, die Gestaltung von Patchwork-, Artischocken- und Liebeseiern sowie Ostereier mit Filz- und Strohapplikationen.
      Wer lieber kreativ sein möchte, kann sich beim Basteln von Oster- und Frühlingsschmuck aus Stoff und Filz ausprobieren, Ostereier bemalen oder das Eierfärben mit verschiedenen Pflanzentinkturen wie Kamille, Malve oder Holunder kennenlernen. (Bitte ausgeblasene Eier mitbringen.) Kunsthandwerker aus der Region bieten außerdem ausgefallene österliche Dekorationen aus Naturmaterialien, Holz, Keramik und Glasschmuck nach Tiffany-Art an.
      An diesem Nachmittag können in einer kleinen Ausstellung im "Coburger Stall" auch Ostereier mit Acrylmalerei von Anke Jonasch aus Melkers/Meiningen bewundert werden. Die Hobbykünstlerin widmet sich vor allem der naturalistischen Darstellungsweise. Ihre Hühner-, Gänse- und Wachteleier sind kunstvoll mit Tier- und Pflanzenmotiven verziert, die mit dem Erwachen der Natur in der Osterzeit einhergehen. Neben Osterglocken, Tulpen und Vergissmeinnicht werden auf ihren österlichen Kunstwerken auch Singvögel, Schmetterlinge und Marienkäfer naturgetreu dargestellt. Die naturverbundene Hobbykünstlerin gestaltet seit vielen Jahren malerische Abbilder ihrer Heimat auf den kleinen österlichen Kunstobjekten und hat sich selbst schon einen eigenen Fundus geschaffen. Die kleine Präsentation kann bis zum 27. April 2014 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden.
      Nach dem Museumsrundgang lädt das Café am Klostergarten nach längerer Schließzeit in neuem Ambiente wieder zum Verweilen und Genießen ein

    • Waldgottesdienst im Glücksthal
      Förderung auch von kleinen Projekten im Thüringer Wald: Während des traditionellen Pfingstgottesdienstes im Wald am Rennsteig wurde ein Projekt des ansässigen Heimatvereins eröffnet. Es kündet vom gewachsenen Geschichtsbewusstsein der Menschen in ihrer Heimat. Denn der Waldgottesdienst soll jährlich an eine Siedlung erinnern, die hier 1736 von Glasmachern aus Lauscha errichtet wurde. Bald hatten sich in dem verlassenen Waldwinkel 24 Arbeiter und ihre Familien niedergelassen und 1781 bereits produzierte man Tafel- und Weinglas im Wert von 16.000 Talern. Doch der Wald, einst Grund für die Ansiedlung der Hütte, wurde den Siedlern zum Verhängnis. 1768 wurde das erste Mal über Holzmangel geklagt und 1831 mussten die Glasfabrikation ganz eingestellt werden. 20 Jahre später wurde sie geschleift. Nur die Kellergewölbe unter dem Waldboden, ein kleiner Friedhof und eben der Gottesdienst erinnern noch an jene Zeit. Der Heimatverein hat nun mit Geldern aus der Thüringer Leaderförderung die ganze Anlage renoviert.
    • Waldwerkstatt am Grünen Band
      Kinder erleben Natur und Geschichte: Ein Schülerprojekt des Fridericianums führt Gymnasiasten unterschiedlichen Alters regelmäßig an den ehemaligen Todesstreifen,
      wo sie campen und Waldarbeiten durchführen.
      Seit 10 Jahren bereits helfen sie so, die
      Grenzanlagen in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln. 3 Tage lang befreien sie die Wege von Wildwuchs und verhindern, dass die Monokultur Fichte wieder die Oberhand gewinnt. Dabei werden sie von ihren Lehrern, Eltern, der Forstverwaltung Leutenberg und dem Landschulheim in Lauenstein unterstützt. Das
      Zeltlager der 12 bis 13jährigen direkt am ehemaligen Kolonnenweg ist ohne Strom- oder Wasseranschluss. Holz hacken, Feuer machen, Kochen - alles machen die Kids selbständig. Zeitzeugen aus der Umgebung erzählen ihnen, warum es hier früher eine undurchlässige Grenze gab und wie die aussah. Ihr Staunen, Lachen, Erfahren und Zupacken fließt in ein bewusst gestaltetes Gesamterlebnis ein.
    • Wandertag im Kindergarten
    • Wünschelruten in Eisfeld
    • Weihnachtsmarkt am „Brandtsköppshaus“
      Wo die Vorfreude aufs Fest einen Namen hat: In dem kleinen Ort des Gemeindeverbundes Nahetal-Waldau wurde vor fünf Jahren ein besonders schönes Fachwerkhaus rekonstruiert. Seit dem gibt es auf dem Platz davor jährlich ein Fest zur Weihnachtszeit.
      Die 1.600-Seelen-Gemeinde direkt unterhalb des Rennsteigs ist zwar touristisch einiges gewöhnt, doch heute platzt sie aus allen Nähten. Das hat seinen besonderen Grund: Denn hier wird der Weihnachtsmarkt von den Gemeindemitgliedern noch liebevoll selbst organisiert. Während anderswo der Kommerz dominiert, packen hier die Hinternaher alle mit an. Die Kulisse ist nicht aus Pappe, der Weihnachtsmann beschenkt jedes Kind noch persönlich, der Kuchen kommt von Muttern zu Hause und das Programm gestalten Kindergarten, Vereine und ansässige Künstler. Und Unverfälschtes zieht die Menschen magisch an: So strömen sie aus Nah und Fern herbei, als gäbe es das Christenfest zum letzten Mal.
    • Weihnachtsmarkt in Schleusingen
      2012 kam der Weihnachtsmann mit Porsche statt mit Schlitten angereist...
    • Weihnachtsscheune Hellingen
    • Weihnachtszauber mit Herz
      Adventskonzert im Gotteshaus: St. Kilian (HH) – Die Sängerin Katharina Herz ließ am vergangenen Sonntagabend ihre Besucher in Kindheitserinnerungen schwelgen.

      Denn sie sang fast ausschließlich traditionelle Weihnachtslieder, die jeder kennt und die durch die gefühlvolle Darbietung auch alle berührten. Die Atmosphäre in der evangelischen Kirche war dazu bestens geeignet, in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Denn die so deklarierte Autobahnkirche ist ein spätgotischer Bau aus dem Jahr 1690 mit klangvoller Akustik, im Advent nun dezent festlich geschmückt und am Sonntag bis auf die Emporen gefüllt. Pfarrer Ullrich Triemer freute sich über die vielen Besucher und begrüßte Katharina Herz mit ihrem Pianisten Steffen Heinze. Die Entertainerin aus Ilmenau ist eine studierte Opernsängerin, die sich aber der volkstümlichen Schlagermusik verschrieben hat. Das brachte sie in Hitparaden und die verschiedensten TV-Sendungen. Trotzdem scheint ihr der Erfolg nicht zu Kopf gestiegen zu sein, denn sie outete sich im Interview (Siehe Video!) als Weihnachtsmensch. Sie mag Kirchen, solche schlichten Konzerte und die Menschen vom Land. Hier müsse sie nicht künstlich Power auf der Bühne bieten wie sonst, sondern könne ihrer Stimme unverfälscht freien Lauf lassen. Sie empfahl, sich im Weihnachtskommerz nicht unterkriegen zu lassen und die Liebsten mit kleinen, auf sie zugeschnittenen Geschenken zu beglücken.
    • Werra per Rad Teil 1
      Die südlichen Ausläufer des Thüringer Waldes werden vom Werratal dominiert. Geschichtlich ist der Fluss sowieso Schicksalsband Südthüringens. Der seit einigen Jahren durchgehnde Radweg erschließt ein schönes Stückchen Deutschland. Teil 1: Von der Quelle bis nach Breitungen.
    • Werra per Rad Teil 2
      Die südlichen Ausläufer des Thüringer Waldes werden vom Werratal dominiert. Geschichtlich ist der Fluss sowieso Schicksalsband Südthüringens. Der seit einigen Jahren durchgehnde Radweg erschließt ein schönes Stückchen Deutschland. Teil 2: Von Breitungen nach Hann. Münden.
    • Wichtigste Instanz
      Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr in Schleusingen
    • Wilderermuseum Gehlberg
    • Wildschweinjagd bei der Maisernte
      Tierschutz und Wildschäden sind nur zwei der Gegensätze mit denen ein Jäger leben muss: Die Maisernte in Thüringen war auch eine Hochsaison für die Jäger im Freistaat. Bauern und Waidmänner arbeiten zusammen, um den Wildschaden auf den Feldern in Grenzen zu halten.
      Unterhalb der Gleichberge hatte der zuständige Jagdpächter dutzende Kollegen zur so genannten Riegeljagd eingeladen. Dabei wurden die Felder umstellt, also abgeriegelt, die gerade abgeerntet werden. Irgendwann mussten die Tiere herauskommen, für die die Maisfelder nicht nur hervorragende Nahrungsquelle, sondern auch ein gutes Versteck abgaben. Und es funktionierte jedes Mal! Kurz bevor der letzte Halm von den Erntemaschinen gefressen wurde, brachen sie zu dutzenden heraus. Wildschweine, Rehe und jede Menge Füchse. Die Jäger schossen aber nur auf die Schweine und auch nur auf ausgewählte. Denn die Restriktionen für die Grünröcke sind hoch. Es darf nur saisonal gejagt werden, für jede Tierart anders, unterschieden nach Geschlecht und Alter usw. Dem entgegen stehen die ständigen Forderungen der Waldbesitzer und Bauern die gefräßigen Schädlinge zu dezimieren. Auch die permanente Kritik der Tier- und Umweltschützer beeinträchtigen Hege und Pflege des Wildbestandes und verhindert wildes Herumballern. Und nebenbei muss jeder Jäger noch höllisch aufpassen, dass er keinen Wanderer, Kollegen oder Pilzsammler verletzt. Gerade bei der Riegeljagd eine große Herausforderung, denn neben den Erntehelfern fanden sich auch immer viele Schaulustige aus den umliegenden Dörfern ein.
    • Wildwuchs in der Lagune
      Alternative zu Kunstrasen, Schrebergarten und Blumenrabatte: Korallenriffe und Gewässer fehlen leider. Aber umgeben von löchrigen Straßen, hässlichen Wohnblöcken und Industrieruinen ist das Freizeitgelände wirklich wie eine Insel im urbanen Erfurter Meer.

      Vor 6 Jahren sah die Fläche in der Krämpfer-Vorstadt genauso wie viele Industriebrachen rund um die Landeshauptstadt aus: Ein verfallene Dreckecke, für die ein Investor gesucht wurde. Auf diesen verwilderten Flächen hatten sich aber auch unberührte Lebensräume für Tiere und Pflanzen entwickelt. Ein paar Landschaftsarchitekten und Gartenbauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz okkupierten das Areal, schlugen einige Schneisen und eröffneten einen Treffpunkt für alternative Freizeitgestaltung: Die LAGUNE. Es gibt eine Versorgungshütte, Bioklo, Lagerfeuerplatz, Frühbeete, Kompostecke, Spielzelt, Riesensandkasten und jede Menge Büsche und Sträucher. Fundamentale Grundlagen, um gestressten Großstädtern die Natur wieder nahe zu bringen.
      Etwa 20 aktive Ehrenamtliche gestalten Bastelnachmittage mit Materialen aus der Natur, Workshops für Holzbearbeitung und Erklärstunden in Sachen Ökologie. Engagement und Fördermittel haben hier inzwischen eine Oase für Jung und Alt geschaffen, denen die Erfurter Gartenausstellung zu künstlich und die Domfestspiele zu elitär sind. Derzeit agiert dort jeden zweiten Donnerstag das Kreativteam von Kuddelmuddel mit folgenden aktuellen Terminen: 11. April: Clownerie, 25.April und 23.Mai: Kreatives Gestalten mit Naturmaterialien, 9.Mai: Tanzimprovisationskurs und 6. Juni: Großes Kuddelmuddel-Abschlussfest.
    • Winter in Schmiedefeld
    • Winter-Holz-Kohle-Grill-Kette
      Ohne Schnee muss man sich schon etwas einfallen lassen: Schmiedefeld (HH) – Dieses Jahr mussten traditionelle Veranstaltungen wie Schneeskulpturenbau und Schneeschulauf wegen Mangel an Weißer Pracht ausfallen. Kein Problem sagten sich die hiesigen Touristiker.
      Wie im vergangenen Jahr rief Monika Möller von der Tourist-Info in Schmiedefeld am Rennsteig einfach alle Grillfans der Umgebung herbei. Am 23. Februar 2014 um 11 Uhr sollte die längste Grill-Kette des Thüringer Waldes entstehen. Und als hätten alle nur darauf gewartet, strömten die Massen herbei. Wer wohnt schon am Rennsteig und hat keinen Grill in seiner Garage. 65 dieser Holzkohle-Roste reihten sich am Sonntag an der Talstation des Skiliftes aneinander. Der Rekord vom 2013 mit 67 Stück konnte zwar nicht gebrochen werden, aber es kam ja vor allem auf den Spaß an, so Bürgermeister Marcus Clauder von den Freien Wählern. Meist waren es Familien die da angereist waren. Neben ihrem gesamten Rost-Equipment hatten sie auch die Verwandtschaft mitgebracht. Jeder hatte sein eigenes Rezept hinsichtlich Feuerung und Wurst auf Lager, aber allen schien es zu schmecken. Der Imbiss an der Talstation lief – natürlich auch mit Grill – auf Hochkonjunktur. Der Bratwurstkönig mit Gefolge stolzierte zwischen den Familien und ihren Camping-Feuern umher, die Suhler Grillzwerge in ihren knallgelben Kostümen waren Hauptfotomotiv und die Schmiedefelder Rüpel spielten auf. Außerdem kamen vielleicht noch einmal 500 Gäste dazu. Da stellt sich doch wieder mal heraus: Wer Ideen hat, braucht auch den Klimawandel nicht zu fürchten.

    • Wintersaison ade
      Schluss mit Lustig in den Schneegebieten der Mittelgebirge: Während die meisten Menschen den Frühling so sehr wie nie herbeisehnen, blicken die Wintersportler rechts und links des Thüringer Waldes voll Dankbarkeit auf die letzten Monate zurück. Noch nie konnten sie so lange herum schlittern. Nun aber sind alle Skilifte entlang des Rennsteiges geschlossen. Zwar gibt es immer noch ausgedehnte Loipen-Schneefelder, aber bei anhaltenden Plus-Temperaturen macht es selbst den versiertesten Wachspezialisten keinen Spaß mehr. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass Niemand mehr so richtig Lust hatte. In den letzten Wochen waren trotz guter Langlaufbedingungen nur noch wenige Skifahrer unterwegs. Zwar schmeißt der Fallbachlift in Oberhof am Wochenende noch einmal seine Maschinen an, doch das ist nur ein Abschluss-Gaudi. Wer sich in Badekleidung an die Kasse stellt, bekommt freien Eintritt und ein paar Badelatschen obendrein. Trotzdem gibt es ein paar Hartgesottene, die nicht genug bekommen können. Die müssen nun aber dem Schnee hinterher in die Hochgebirge fahren. Zwar steht auch dort die warme Jahreszeit in den Startlöchern, aber noch sind die meisten Skigebiete in vollem Betrieb. Deutschland Today besuchte dort solch unersättliche Thüringer Studenten (Siehe Video!). Doch auch hierzulande dürften die Betreiber von Liftanlagen, Hotels Pensionen und Gaststätten mit der Saison sehr zufrieden sein. Länger geht’s nimmer! Doch wer weiß, was der Klimawandel noch alles für uns parat hält…
    • Wintersport "auswärts"
      Weiße Pracht über die Feiertage nur in den Höhenlagen: Familie Paul aus Penshausen konnte den Schnee nicht mehr erwarten und reiste ins Hochgebirge. Die Täler in den Alpen sehen derzeit auch nicht anders aus als bei uns, aber auf den Abfahrtspisten über 3000 Metern, geht schon richtig die Post ab.
      Zwar verheißen die Hochglanz-Internetseiten schon gängiges Wintersportwetter im Thüringer Mittelgebirge, aber wer mit Skiern oder Schlitten am Rennsteig aufschlägt, hat keinen wirklichen Spaß. Noch liegt zu wenig Schnee, um durchgehende Loipen anzulegen oder gar ins Tal fahren zu können. Nur die künstlich beschneiten Skianlagen wie in Oberhof und Steinach ermöglichen eine Abfahrt. Bloß – dort treffen sich derzeit alle und die Wartezeiten an den Liften sind lang. Auch im alpinen Hochgebirge beklagen die Menschen zu hohe Temperaturen für die Jahreszeit und wenig Niederschlag. Sie punkten aber im Tourismus mit alternativen Freizeitangeboten, Erlebnisgastronomie und überschäumenden Service. Und sie haben Höhen über dreitausend Metern mit satten Minusgraden und unzähligen Schneekanonen. So konnte Familie Paul aus Benshausen ihre Kinder im österreichischen Flattach schon mal sportlich für den hoffentlich noch in Thüringen zu erwartende Schneefall einstimmen. Die Wetterprognosen für die Feiertage sind widersprüchlich, stimmen aber nicht sehr hoffnungsvoll.
    • Wintertreffen für Quadfahrer
      Der Motorsportclub Suhl organisierte auf der Teststrecke bei Marisfeld und Oberstadt ein so genanntes Yetitreffen
    • Woodstock forever
      Hippies im Thüringer Wald: Vom 15. bis 18. August 2013 wurde im Freizeitpark Waffenrod das inzwischen 11. Musikfestival aufgelegt, das sich die legendäre Monster-Party in Amerika vor genau 43 Jahren zum Vorbild nimmt.

      16 Bands, Liedermacher und Künstler agierten vor einigen Tausend Gästen auf drei Bühnen in einer Zeltstadt neben der kleinen Berggemeinde. Mit dabei: Layla Zoe und Band aus Kanada, Siena Root, Reverned Shine Snake Oil und Co aus Kopenhagen, Groove Monster, Footsteps, Wite Rabbit Dynamite, Lick and a Promise und Googans Bluff. Mit Blues, Rock, Folk, Beat und elektronischer Malerei heizten sie ihren Fans ein. Aber Waffenrod am Wald ist nicht die Farm in Betel im Bundesstaat New York, die Revoluzzer-Zeit ist der Handy-Manie gewichen, Veranstalter Michael Memm hat kein Studio in Woodstock, 32 Bands damals und 400.000 Besucher sind nicht mehr zu toppen und Jimi Handrix war auch nicht da. Aber Mythen werden ja gemeinhin überschätzt. Denn trotzdem ähnelte hier die Stimmung dem Flower Power Feeling der 60er Jahre, der Klang der Musik sowieso, Outfit und Motto taten ein Übriges. Wie damals hieß es „Love, Peace und Harmony“. Der Slogan der Hippies manifestiert das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Das Woodstock-Festival gilt als musikalischer Höhepunkt der US-amerikanischen Hippiebewegung. In Waffenrod scheint dieser Geist lebendig: Auffällig viele Familie und schon in die Jahre gekommene Konzertbesucher säumten die Wiesen, liebevoll war jedes Detail organisiert, man hörte Meinungen, nach denen der Kommerz hier nicht so im Vordergrund stand wie bei anderen Konzerten. Die weltweit aufmüpfige Jugendbewegung wollte in jener Zeit die Macht von Blumen gegen Krieg, Gewalt und Unterdrückung setzen. Heute verkörpern diese Träume die Ideale einer überschaubaren Fangemeinde. In Waffenrod scheinen sie eine Insel gefunden zu haben.
    • Zeitung in Hildburghausen
    • Zeugnisübergabe im SBSZ
      Nachwuchs für die Landwirtschaft in Südthüringen: Im Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrum Hildburghausen wurden gestern in einer Feierstunde die Abschlussbewertungen für die frischgebackenen Facharbeiter in landwirtschaftlichen Berufen übergeben.
      25 Jungfacharbeiter in den Ausbildungszweigen Landwirt, Tierwirt, Fachkraft für Agrarservice und Hauswirtschaft verstärken nun die Landwirtschaft südlich des Rennsteiges. Sogar ein Fischwirt war dabei. Mit ihrem Leistungsdurchschnitt zeigten sich Schüler, Eltern, Lehrer und die Geschäftsführer der Agrarbetriebe durchaus zufrieden. Sieben von ihnen wurden für besondere Leistungen während der Ausbildung ausgezeichnet. Dringend benötigter Nachwuchs für eine Branche, die mehr als andere unter der Landflucht zu leiden hat. Unter den ehemaligen Schüler waren auch Nathalie Müller und Roland Günther, die im Mittelpunkt einer aktuellen Werbekampagne für die „Grünen Berufe“ des südthüringer Bauernstandes stehen. Amtsleiter Bernd Leidenfrost beglückwünschte die Jugendlichen und betonte noch einmal die Bedeutung des Landwirtes bei der Herstellung von Lebensmitteln, bei der Landschaftspflege und im Naturschutz. Die Schulleiterin des SBSZ, Heidrun Noll, verabschiedete mit dieser Zeugnisübergabe auch die letzte Klasse Hauswirtschaft an ihrer Bildungseinrichtung. Denn mit dem demografischen Wandel werden in Thüringen ab dem kommenden Jahr die Agrarberufe in Schwerstedt bei Weimar zentralisiert. Albert Seifert vom Thüringer Bauernverband bat die jungen Leute um Mithilfe bei der Nachwuchsgewinnung, denn niemand könne so authentisch von den Anforderungen des Gewerbes berichten, wie sie. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden noch hervorragende Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet.
    • Zirkus Afrika in Hildburghausen
    • Zum 10. Mal „Goldene Filmthuer“ vergeben
      Thüringens wichtigster Filmwettbewerb mit außergewöhnlich hohem Niveau: Auf dem Landesfilmfestival 2012 des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren e.V. (BDFA) in Jena wetteiferten im Kulturhaus Volksbad 67 Kurzfilme von Amateuren, Schülern und Studenten um die Gunst der Jury und des Publikums.

      Die Qualität vieler eingereichter Filme habe professionelle Qualität, so Uwe Germar vom Ausrichterverein FILMthuer e.V. Es war also nicht einfach, aus 120 Einsendungen die besten Beiträge auszuwählen. Es entstand - über den 2. und 3. März verteilt - ein zehnstündiges Programm, in dem nonstop Kurzfilme aller Genres und Themen gezeigt wurden. Das Landesfilmfestival FILMthuer steht unter Schirmherrschaft des OB der Stadt Jena und der Eintritt ist frei. Sieger in der Kategorie Amateurfilm wurde Christian Wiechert aus Erfurt. Der beste Studentenfilm kam von Maximilian Zwiener aus Weimar. Wahrhaft abgeräumt haben Florian Arndt und Arvid Neid von der Filmfabrik Mühlhausen. In der Kategorie Jugendfilm erhielten sie für ihre 20-minütige Dokumentation "Testfahrer" mit der "Goldenen Filmthuer", den Hauptpreis des Festivals. Darin porträtieren sie den 69-jährigen Rollstuhlfahrer Volkmar Kirschbaum, der schwer vom Schicksal gezeichnet wurde. Auch der Sonderpreis in der Kategorie "Beste Kamera" ging an die Mühlhäuser Filmcrew für "Mindbreak". Der Kurzfilm, in dem sich ein Mann auf drastische Weise die Erinnerung nimmt, wird außerdem zum Bundesfilmwettbewerb delegiert. Die einzigen Preise nach Südthüringen gingen an Jungfilmer der Video-AG „teevau.de“ am Schleusinger Gymnasium. Michelle Gruber und Tanja Hoffmann erhielten einen 3. Preis in der Kategorie Schüler für Ihren Film „Eh, Lehrer“. Darin haben sie die Musik “Ey, D.J.“ von Culcha Cadela mit einem eigenen Text versehen und lustig bebildert. Ebenfalls einen 3. Platz belegte Lucas Görlach mit dem Musikvideo „Sömmerda“, einem Ohrwurm von Serjoscha Stüven und Klaus-Justus Schmitz. Unter www.filmthuer.de können die weiteren Ergebnisse abgefragt werden.

    • Zumba in Meiningen
    • Zwei Grenzer Teil 1
      An der ehemaligen innerdeutschen Grenze standen sich Leute gleicher Nation gegenüber. Notfalls hätten sie auch aufeinander geschossen. Das hat die friedliche Revolution in der einstigen DDR verhindert. Nun können sich die Feinde von damals die Hand reichen. In dem Dreiteiler hier beschreiben ein Grenzer Ost und ein Grenzer West Aufbau, Betrieb und Abriß der Grenzanlagen.
    • Zwei Grenzer Teil 2
      An der ehemaligen innerdeutschen Grenze standen sich Leute gleicher Nation gegenüber. Notfalls hätten sie auch aufeinander geschossen. Das hat die friedliche Revolution in der einstigen DDR verhindert. Nun können sich die Feinde von damals die Hand reichen. In dem Dreiteiler hier beschreiben ein Grenzer Ost und ein Grenzer West Aufbau, Betrieb und Abriß der Grenzanlagen.
    • Zwei Grenzer Teil 3
      An der ehemaligen innerdeutschen Grenze standen sich Leute gleicher Nation gegenüber. Notfalls hätten sie auch aufeinander geschossen. Das hat die friedliche Revolution in der einstigen DDR verhindert. Nun können sich die Feinde von damals die Hand reichen. In dem Dreiteiler hier beschreiben ein Grenzer Ost und ein Grenzer West Aufbau, Betrieb und Abriß der Grenzanlagen.
    • Zweiländermuseum
      Das Museum in Streufdorf
    • Zweiländermuseum Streufdorf
    • Zweiradmuseum Meiningen
    • Zwerbelschnitzen
      Der NDR war zu Besuch im Landkreis Hildburghausen. Für die Sendung "Landpartie" wurde in Heubach im Gasthof "Am Schafberg" eine alte Tradition praktiziert, es wurden Zwerbel geschnitzt? Was ist das? Dies und viele andere Fragen rund ums Thema beantwortet dieser Bericht von Michael Jahn.
Vision
Wir machen Filme über Personen, Orte und Geschichten, für die sich die etablierten Medien nicht interessieren, die aber letztlich mit ihrem Alltag die Welt bewegen. Die dargestellten Menschen sollen selbst und ausführlich zu Wort kommen, die Qualität der Videos muss ihrem Anspruch gerecht werden, Mainstream und Livestyle bleiben außen vor. Schwerpunkt ist natürlich unsere Heimat Südthüringen. Wenn wir Ferien machen, darf es auch mal weiter weg sein. Denn eine Kamera ist immer dabei.
Neuigkeiten
26.November 2015
Seit dem 12. Oktober laufen im Medienzentrum Henneberger Land die Dreharbeiten an unserem neuen Film über Heimatgeschichte, mit dem Titel "Hexenhügel". Dabei erhalten wir eine großzügige Unterstützung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Gemeinsam mit Schülern des Schleusinger Gymnasiums gehen wir auf Spurensuche nach den ungehobenen prähistorischen Schätzen Südthüringens (Siehe Partnerlinks!).
6.Oktober 2015
Heute haben wir grünes Licht bekommen, für die Produktion einer großen Geschichtsdokumentation über die früheste Besiedelung Südthüringens. Diesen Film wollen wir in bekannter Manier mit und für Jugendliche der Region drehen.
16. September 2014
Heute erhielten wir eine Anerkennung beim Thüringer Umweltpreis für unseren Streifen "Das Grüne Band", den wir schon vor Jahren mit vielen Jungfilmern aus der Region gedreht haben.
14. April 2014
Seit Anfang des Jahres läuft unser Projekt "Jungfilmer auf dem Land". Dabei produzieren wir Videos mit talentierten Nachwuchs-Berichterstattern aus der Region. Schließlich sollen die mal hier wirtschaften. Unterstützt werden wir dabei vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes.
25. Januar 2014
Unser Verein Medienzentrum Henneberger Land wird sich wie jedes Jahr am Landesfilmwettbewerb des BDFA FILMTHUER.DE beteiligen: www.filmthuer.de In diesem Jahr reichen wir unsere Dokumentation ATLANTIS ein.
TopNachrichten
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Wandertag im Kindergarten
Landfunk9 - iss'n das?
Landfunk will sein, wie es heißt und die 9 steht für die Postleitzahlen in Südthüringen. Am Server sitzen Medienschaffende, junge Filmemacher und Hobbyjournalisten, meist in ihrer Freizeit, immer aber mit Heimatliebe und professionellem Anspruch. Wir finden normale Leute interessanter als Promis und Alltag spannender als Mord und Todschlag. Und weil das mit schnellem DSL bei uns jetzt immer besser wird, stellen wir das ganze ins Welt-Weit-Netz. Dabei helfen uns die Leute aus den Partnerlinks.
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